Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2470 (8.1.1926)
- Date
- 1926-01-08
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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4 r*ü»-‘ &m-mmM&&-! Seit« 8 ■•SST«, M«Mg Mseffkk MürftkftzeMmst §. Zanner 1SS8 SK. «7»! In englischen Wistenschastskreisen steht man Müllers Angaben fchr skeptisch gegenüber. Der englische Astronom Crommclin macht daraus a-nsmcrksam, daß eine Reibung entstehen müsse, wenn sich die Erde durch den Aecher bewegte. Das würde dazu führen, daß die Jahre ständig kurzer tverden nmßten. tzln Gebüuve für des Gymnasium in Jerusalem. Aus Jerusalem wird uns geschrieben: Das hebräische Gymnasium in Jerusalem, das außerordentlich gut besucht ist, leidet in seiner Entwicklung sehr unter dem Mangel eines eigenen 'Anstaltsgebäudes. Das Haus, in welchem das Gymnasium jetzt untergcbracht ist, entspricht kaum den Primitivsten Anforderuilgen. In letzter Zeit haben besonders jüdische Touristen aus Amerika eine Aktion zugunsten dcs Baues eines eigenen Gymnasialgcbäudes begonnen. So hat Herr Benzion Perelman ans Pittsburg tausend Dollar für den Bau eines Gebäudes sowie eure reiche Sammlung englischer und hebräischer Bücher für die Anstaltsbibliothek gesvend't. Eine weitere Spende von 500 Dollar für denselben Zweck ist von Iran B. Davis eingelaufen. Der Schriftsteller Rüben B r a i n i n erklärte nach einem Besuche im Gymnasium, daß er cs als seine Pflicht ausehen werde, in Amerika ein Komitee zur Errichtung eines eigenen Gvmnasialgebäu'es in Jerusalem zu bilden, damit diese wichtige Anstalt schon im nächsten Schuljahr ihre Ausgabe in vollem Bloße erfüllen könne. Jakob Fichmann in der Redattion„Haschiloach". Wie uns aus Tel-Awiw berichtet wird, ift' der hebräische Dichter Jakob Fichmann in den Redaktionsvcrband der bekannien hebräischen Monatsschrift „Haschiloach" 'eingelreten. Herr Fichmann hat die Redaktion des literarischen Teiles übernommen, während der publizistische Teil nach wie vor vom Herausgeber Tr. Josef Klausner selbst geleitet werden wird. 2er erste jüdische Bundesrichter in Brooklyn. Wie uns aus New-Aork berichtet wird, wurde dieser Tage der bekannte Jurist N. M. Moskowitz vom Präsidenten Coolidge zum Bundesrichter für Brooklyn ernannt. Groß-New-Dovk zahlt heute Wohl eine ganze Anzahl Mischer Richter aller Kategorien, aber Brooklyn hatte bisber keinen jüdischen Bundosrichter, was in der amerikaniichen Presse besonders hervorigchoben wird, um so mehr als sich um die Nachsolgeschast des vor kurzem zurückgetreteuen Bundesrichters Ga-rwyn ein heftiger Kampf entwickelt hatte. Buudesrichter ALos-kowitz ist erst 39 Jahre alt, wurde iu Hot Springs im Staate Arkanjsas geboren'und stammt von ans Deutschland ein gewanderten jüdischen Eltern. In New-York hat Richter Moskowitz an allen jüdischen gesellschaftlichen Aktionen lebhaften Anteil genommen, ist Begründer und Präsident mehrerer sozialer WoWchrtsanstalten und religiöser Institutionen. 8iu Wolkeukratzer für die Washingtoner Preffe. Berlin, 7. Jänner. (Wolfs.) Laut Blättermeldungen wurde heute in Washington der Grundstein zum ersten Wolkenkratzer der Welt gelegt, der ausschließlich den Zwecken der Presse dienen wird. Der Bau wird vom Presseklub unternommen und in seinen zehn Stockwerken nur Redaktions- und Verlagsbureaus der amerikanischen und der ausländischen Presse beherbergen. ' ■ Schachmeisterwtnier in Hastings. Sieger: Aljechin und Bidmar. In dem bekannten Seebad Hastings in England fand em internationales Schachturnier statt, an dem die Großmeister Aljechin und Vidmar, die beim Moskauer Kampf fehlten, teilnahmen. Das Turnier, welches von zehn Teilnehmern bestritten wurde, dauerte vom 28. Dezember v. I. bis zum S. d. Die Endplacierung lautete: Aljechin und Bidmax je 8-/-, Michell (England) und Seitz (Deutschland) je 5. Colle (Belgien) und Yates (England) je 4, Janowski 3, Norm an n (England) und Wahltuch (Rußland) je L»/„ Sergeant (Frankreich) 2 Punkte. Aljechin gab während des Turniers eine Sondervorstellung und spielte 28 Simultan- und 2 BUndpartiey. Er gewann 27 Simultan- und eine Blindpartie, während eine Simultan- und eine Blindpartie remis blieben. Aljechin wurde übrigens am Tage der Beendigung des Moskauer Turniers in Paris zum Doktor der Rechte promoviert. 2er Mbon der Mneninsel. Aus New-Hork wirb uns berichtet: Das Staatsdepartement hat soeben Verträge mit Holland und Belgien bezüglich des Einwan'derungsgefetzes unterzeichnet. Laut diesen Verträgen werden die aus den beiden genannten Ländern stammenden Einwanderer nicht mehr wie bisher im amerikanischen EinwanderungshafLn von Ellis Island, sondern im Ausreischafm ärztlich und staatsrechtlich kontrolliert. Wir berichteten wiederholt darüber, daß solche Abmachungen bereits zwischen der Regierung der Bereinigten Staaten und England, und einzelne» britischen Dominien bestehen. Wie in Washington versichert wird, werden in allerkürzester Zeit auch mit den übrigen als Auswanderungsländer besonders in Beiracht könnenden Staaten ähnliche Uebercinkommen abgeschlossen werden, da sich diese neue Methode bisher dort, wo sie geübt werde, aufs beste bewährt habe. Je mehr europäische Länder in dieses Auswanderungsvertragssystenl einbezogen werden, desto rascher wird die Verwaltung von Ellis Island abgebaut werden, so daß in absehbarer Zen Ellis Island aushören wird, die gefürchtete Träueninjel in der Rahe der Freihcitsstatue in New-Aork zu sein. 2er .Jüdische Hilsstag Mederüfterreich- Borgeniand". Die Sorrderaktioir der Agudah wurde bis zum 10. d. ti er längen. Die Zentralstelle für jüdische soziale Fürsorge ersucht uns in dieser Sache, auf die wir iu unserer Ausgabe vom 2. d. ausführlich zurückgekommen sind, um Veröffentlichung der nachstehenden Erklärung: „In den letzten Tagen erschien in den Wiener Tageszeituttgen eine Notiz unter dem Schlagwort: „Jüdischer H i l f s t a g N i e d e r ö st e r r e i ch - B u r g e n l a nD", welche^ strgnnsten der iu Wien bestehenden Waisenhäuser und Lehrwerkstätten äbgehalten wird. Die Zentralstelle für jüdische Fürsorge in Wien, welcher sämtliche Wiener 'jüdischen Wohlfahrtsinstitutionen augeschlosfen sind, I e a t W e r t darauf, s e st z ust e l l e n, daß s i e d e m a n g e k ü n d i g t e n „Hilfst a g" f e r n st e h t uitb daß es sich hier nicht um eine allgemeine Aktion für die jüdischen Waisenhäuser und Lehrwerkstätten in Wien, sondern um eine Sonderakt ion der orthodox e u „A g u v a s I i s r o e l" handelt. Das Kuratorium der Zentralstelle für jüdische soziale Fürsorge in Wien. Batterien in der Luft. Schon von verschiedenen Forschern wurde die Luft auf ihren Eakterienaehalt hin untersucht; doch erfolgten diese Untersuchungen gewöhnlich nur, um .feststellen zu können, ob bestimmte Bakterien in der Luft gewisse Krankheitserreger, wie zum Beispiel Post-, Diphtherie-, Influenza-' und Prieumoniebakterien nicht enthalten sind, wohl aber Tuberkelbaz'llen, da diese 'das Austrocknen ohne Schaden vertragen. Außerdem zeigten jene früheren Untersuchungen auch, daß sich unter den Luftbaftcrien 10 bis 60 Prozent Schimmelpilze befinden. In jüngster Zeit stellte nun Daranyi neuerdingp Lufruntersuchungen an, die gleichfalls sehr bedeutsame Ergebnisse lieferten. Nach dem Bericht des Forschers im ,/Archiv für Hygiene" enthält die Luft nur jene Bakterien in größerer Menge, denen eine große Widerstandskraft eigen ist. Zu diesen Bakterienformen gehören in erster Lmie den Heubakterieu verwandte, sporentragende Baz'llenarten, die in Mengen bis zu 50 Prozent in der Luft enthalten warett. Ferner fanden sich viele fäulniserregende Bakterien, die aus dem Tarminhalt von Tieren stammen. Sohr gering erwies sich der Luftgehalt an Kolibäzillen, die sogar in der Nähe von Dunggruben nur 1 Prozent aller Luftbakierien ausmachten, was aber wohl darin liegt, daß sie das Eintrocknen an der Luft nicht überstehen. Dagegen findet sich in der Zimmerluft eine andere Bakteriensorm irr großer Menge. Es ist der sogenannte Staphylocvceos albus, den man am häufigsten in von Menschen bewohnten Räumen und besonders in Schlafziumrern antrifft, während er im Freien seltener vorkömmt. Der Grund hiezu liegt 'darin, daß der Staphy» lococeus ein ständiger Bewohner der menschlichen Haut ist und sich namentlich in großen Massen in den Aussührungsgängen der Talgmnd Schweißdrüsen als auch in der äußeren Hornschicht aufhalt. Schlaszimmerluft enthielt bis zu 93 Prozent Staphhlocoecen, die übrigens nur in sehr seltenen Fällen als Krankheitserreger in Betracht kommen, freie Luft hingegen nur 18 Prozent. Endlich ergaben die Untersuchungen noch, daß, besonders-mihoheichn Luftschichten, auch gewisse sarbistofsbildende Bakterien enthalten «sind. _ Samurai und Harakiri. . Die Samurai sind die alte japanische Kriegerkaste, die früher 400.000 Mitglieder zählte und nicht nur Vorrechte besaß/sondern auch -strengen Regeln unterworfen war, die im Ehrenkodex „Busch ido" (Weg der Krieger) niedergelegt waren. Unter „Harakiri" versteht man die in jener Herrenkaste gebräuchliche Art. der Selbstenlleibung, die meist im Bwchaufschlitzen bestand, oder bester gesagt, besteht, denn wie bei uns die Duelle, so sind in Japan die im all- . gemeinen überlebten Ehrbegriffe noch nicht ganz verschwurtden, wie ein Prozeß, der kürzlich in Asahigawa, in der Provinz'Hokkaido, im Norden Japans, stattfand, nur allzudeütlich und grauenhaft beweist. ' Der 64jährige Takegoro Sato war angeklagr, qm Familiengrab seiner Familie, auf dem Gemeindefriedhof vop Asahigawa, seinem älteren Bruder dm Kopf abgeschlagen zu haben. Bei seiner Vernehmung vor dem Bezirksgericht gab der Angeklagte Takegoro Satp diese Tat mit der größten Ruhe zu und erklärte, daß dieses „Harakiri" eine durchaus familiäre Angelegenheit sei; bei der di- Einmischung der Behörden entschieden nicht willkommen wäre. Bevor Takegoro dem Gericht die Gründe seiner Tat erzählte, schickte er die Feststellung voraus, daß die Tat des Generals Nogi, der in der Nacht des Begräbnisses des Kaisers Meije Harakiri beging, auf ihn sowohl als auch auf seinen Bruder Takemitsu solchen Eindruck gemacht habe, daß die Brüder beschlossen, diesem Beispiel für glle echten Samurai zu folgen und Hakakiri zu begehen. Dann erzählte Takegoro seine Leidensgeschichte: Der allere Ander habe 32 Jahre lang Unglück gehabt und während dieser ganzen Zeit mußte Takegoro für den Lebensunterhalt seines Bruders mit sorgen. Mit zunehmendem Alter fühlte er, daß es zu schwer für chn werden würde, diese Last weiter zu tragen.-,Da er sich sowieso entschlossen hatte, seinem eigenen Leben ein Ziel zu setzen, Wenn er 66 Jahre alt würde, so setzte er sich eines Tages , zu seinem Bruder, nur mit ihm die Angelegenheit zu besprechen. „Einer von uns, entweder du oder ich," sagte er zu Takemitsu, „muß etwas Entscheidendes tun, um dieses Elend zu endigen." Takemitsu antwortete: „Ich danke dir, daß du als Ehrenmann zu mir gesprochen hast. Wir werden das Problem auf alte Savruraiart in ■ einer der nächsten Nächte auf denl Friedhof lösen." — Eine der folgettden Nächte fand die Brüder vor dem Grabe ihrer Ahnherrn. Takemitsu setzte sich dis Spitze des Harakirischwertes gegen den Leib und bat ssinell Bruder mir lächelnder Miene, ihm die Qualm des Todes dad>lrch abzukürzen, daß er ihnc nach begangenem Harakiri den Kops ubschlüge. — „Ich stand au seiner Seite," erklärte Takegoro dem Gerichtshof, „uno sragte ihn, ob er bereit sei. Als. er dies bejahte, schlug ich ihm mit dem berühmten Schwerte den Kopf — Mein Bruder scheiterte im Kampfe des Leben- und ifl seinaß Vorfahren als echter Samurai gefolgt. — Ich werde nicht «chl lauge zu sühnen haben für die Rolle, die ich in diesem Dramz spielte." _ originelle und wirksame Neklame. ,Ms ist doch etwas los mit der Propaganda", sagte dt V illenbesitzer zu einem ibafvoundeten Hevm. ,^ch wollte letzthin meine Billa verkaufen und beauiftragte ein Reklame» burcau mit der hiezu notwendigen Propaganda. Die Ins«» rate erschienen und gaiben von der Besitzung und deren Um» gevung eine so entzückende Schilderung, daß..." — ,/Datz Sie die Villa sofort verkauften!" entgegnete der andere. — „Nein, daß ich selbst so mi'tgerissen wurde, und mich entschloß,- die Pssitznng zu dchalten." Kscrz vor Kviegsbegimr kaufte ein SchorkoladLfalbrikant i» Chicago 100 Papageien und lehrte sie folgende Watte: „Die T-Schcckoliade ist die beste und nahrhafteste der Welt!" 8lls alle Papageien ihren Satz fehlerhaft hersagen konnten, verschenlkte dieser Fabrikant die Vögel dit die Besitzer größerer Gsschäfte. Laut den gemachten - Erfahrungen sollen die gelehrigen Tiere ihre Aufgäbe als Neklamoträger ganz erfüllt haben. Vor einigen Monaten durchzog cm klemes Eselchen die Str-aßcur einer nordftanzösischen Stadt, verfolgt von der Menge. Auf seinem Rücken trug es einen Leinwandstreifen, aus den: die Worte zu lesen waren: „Ich bin der einzige, der die Waschmaschine X. nicht verwenden kann." Der Leser,, der sich über 'diesen Satz wunderte, konnte die Antwort aus der anderen Seite finden; sie lautete: „Weil ich ein Esel bin." Diese R-Älame verursachte viel Heiterkeit und erreichte damit ihren Zweck. W i e n, 8. Jännnr. * Sterbefall. Mittwoch ift hier Herr Moritz S i l b e r st e i n. Gescllschstter der Firma Brüder Silberstein, im 71. Lebensjahre gestorben. Er war der Schwiegervater des Dozenten Doktor Harry Torczyner in Berlin. Das Leichenbegängnis findet heute um 9 Uhr vormittags vom Trauerhause, .8. Bez., Breitenfeldergrjse 14, statt. * Saul Hornstein 70 Jahre alt. Wie wir erfahren, feiert Herr Saul Hornstein, der Beriässer des Werkes „Gibeath Saul", am. 10d. (24. Teweth) seinen 70. Geburtstag. Hornstein entstammt einer der vornchmsten Rabbinerfwlilien Rußlands. Im Jahre 1881 kan: er nach Berlin zu Dr. Hildesheimer und studierte später in Amsterdam und Antwerven. Ta ihn die russischen Behörden nach Vollendung seiner Studien trotz des ihm erteilten kaiserlich rustischen Privilegpatentes nicht über die Grenze zurücklasten wollten, kam er nach Wien, wo er seinen Haushalt gründete und sich Jahrzehnte hindurch an allen füdisch-ph.'lanthropischen Aktionen als gut situierter Kaufmann sehr rege beteiligte. Seine Frau, geborene Schüler» Thumin-Frenkel stand ihm jederzeit zur Seite. Sie war es auch,, die das Werk „Gibeath Saul" ins Deutsche übersetzte, und so der großen Oeffentlichkeit zugänglich machte. Im Jahre .1883 gab Hornstein ein prächtiges Panorama Palästinas heraus; welches die Bewunderung der berühmtesten deutschen Geographen Hervorgemsen hat. Den Reinertrag dieses Werkes wendete. Hornstein seinerzeit zur Gänze philanchropischen Zwecken zu. Hornstein lebt heute bescheiden und zurückgezogen, nur seinex Familie und seiner pwpalästinensischen Idee. * Im Bett verbräunt. Gestern früh wurde in ihrer Woh-> uung, Burggasse 19, im Bette die 73jährige gewesene Wäschevarwchrerin im Burgcheatcr, Margarete W ü r n i tz e r, v e r b r a n n t aufgefMden. Das Feuer dürfte dadurch entstanden sein, daß die Frau während der Nacht aufgewacht und eine neben dem Bette stehende Kerze angszündet hat. Die dürfte heim neuerlichen Einschlafen die Kerze umgeworsen haben, wodurch das Bettzeugin Brand geriet. Ter Kopf der Leiche war vollständig verkohll, Zimmer und Küche ganz ausgebrannt. I * Ei» vermißter Lehrling. Unter vollkommen unaufgellärten Umständen wird sei: Mantag der 14jährige Schlosscrlehrling Joh. Bergauer aus der elterlichen Wohnung, 16. Bez.. Seitenberg- 015. vermißt. Der Junge stand bei der Firma Janisch in der seagaffe in Lchre. Am Morgen des kritischen Tages lst er um dreiviertel 7 Uhr zur Arbeit gegangen, aber weder beim Arbeitsgeber eingetroffeu. noch seither nach Haust gekommen. , » WaS iu Wien gefunden wird. Die Polizeidirektion veröffentlicht die Liste der Sachen, die im letzten Viertel des Vorjahres in Wen gefunden und bisher nicht behoben wurden. Sie erließen rm polizeilichen Fundamt in der Berggasst. Darunter befinden sich Kuriositäten: 1 AÜie und viele Aktiencoupons. 1 Lastanto. 2 Mieder, 10 Fußbälle, 1 Gans. 421 Hunde, 2 Kanarienvögel. 1 Puderdose, 4 Revolver, 1 Totenkopf und 6 lebende Ziegen. * Das Wetter. Gestern nachmittags -trat allgemeine Verschlechterung ein. Es begann zu regnen. Die Voraussage meldet: Temperaturabnahme und Niederschläge. * Das Sanatorium ^Hera" und die Krankenkaste der Straßenbahner teilen uns in bezug auf die Mitteilung in Tagesblättern mit. daß das Sanatorium „Hera" von den älten Besitzern und von der alten Zeitung weiter als Sanatorium betrieben wird. In der letzten Zeit wurde eme eigene Abteilung für den Mittelstand angeschlossen. * Das Jubilauut des „Israelit scheu WochenAattrs sür die Schweiz". Das „Israelitische Wochenblatt für die Schweiz. das Organ der schweizerischen israelitischen BevAkerung. beging am Redaktion führt zurzeit Herr Dr. Erich Marx-Welnbaunr. Anläßlich seines Jubiläums qibt das Blatt eme reich illustrierte besondere Jubiläumsnmnmer heraus, an der hervorragende Vertretep des schweizerischen Judentums mit Beiträgen beteiligt stnd und m der die Geschichte der wichtigsten jüdischen Gemeinden, der Schweiz dargestellt wird, die zumeist um viele Jahrhunderte zuruckreicht. Radioprogramm. Heute Frettag deu 8. JLuner: 16.15 Ufct: Nachmittagskonzert. 18.10 Uhr: Wochenbericht für Sport* und Fremdenverkehr; Oberbaurat Ing. Erwin Deinlein. — 18.25 Uhr: Vortags« ferie: Die Wiener Kunstsammlungen. 1. Einleitung. — Unwer* sitätsprofessor Dr. H. Tietze: Geschichte und ^Bedeutung de, Wiener Kunstsammlungen. - 16.10 Uhr: Französischer Sprach, kurs. — 19.40 Uhr: Englisch für Vorgeschrittene. ~ 20,15 Uhri Konzertakademie. 21.16 Uhr: „Der vieru,idzwanz,gste Februars Tragödie-von Zacharias Werner.