Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2469 (7.1.1926)
- Date
- 1926-01-07
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2979076-2981549-2981556--25152-3012769- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Haifa 1× ep/1047930
- Vilnius 1× ep/1000947
OCR text
M./ T «%**• ^rM^vMMMMk^HWZk^.-EM^ ^EMMWMWWMIUW^.' Veike R_Men. DonnerSkäg Maudarsdemotratie. - v. W i t kt, 7. Oattuct'. ’ Man erfährt nunmehr einige Einzelheiten aus der Debatte, die die ständige Mandatskommission des Völkerbundes über den Bericht der britischen Verwaltm^ und über das zionistische Memorandum geführt hat. Es ist selbstverständlich, das; eine internationale Kommission, wenn sie einen ihr vorliegenden Bericht bespricht, nicht von vornherein einheitlich Stellung nehmen kann. Die Mandatskommission besteht nicht aus Vertretern von Regierungen, sondern aus Mitgliedern, welche kraft ihres besonderen Ansehens berufen worden sind. Sie sind in der glücklichen Lage, sich nicht an eine gebundene Marschroute halten zu müssen, sondern können als Personen, als Individualitäten von internationalem Ru' ihre Aufgabe erfüllen. Das hat den Vorteil der freien und ungehinderten Diskussion, zugleich aber auch den Nachteil, daß Befangenheit und vorgefaßte Meinung sich stärker ausdrücken kann. In dieser Hinsicht ist die Haltung des Hern Palacios, eines griechischen Kommisiionsmitgliedes, von Interesse. Er nimmt ganz offen und unverhüllt gegen das Mandat und seinen Sinn Stellung. Der Völkerburlo hat die historische Verbindung des jüdischen Volkes mit Palästina anerkannt und ihm das Recht auf den Bau einer nationalen Heimstätte zugesprochen. Der Völkerbund hat England den Auftrag erteilt, die Anerkennung in die Tat umzusetzen und sich hiebei des Rates und der Mithilfe der jüdischen Vertretung, das ist der Zionistischen Exekutive, zu bedienen. Alles basiert auf einem Beschluß des Völkerbundes: die Einrichtung der Mandate und die Mandatskommission. Gäbe es kerne Mandate, so gäbe es auch feine Kommissionen. Herr Palacios smicht ziemlich deutlich seinen Unmut darüber aus, daß Ns Mandat betreffs Palästina besteht, daß es das jüdische Volk und seine Forderungen anerkennt. Ihm ist das Mandat eine lästige Komplikation der Politik und er beschwert sich ausdrücklich darüber, daß das Judentum in einer privilegierten Lage ist. Diese privilegierte Lage ist wieder das Mandat. Und so kann Herr Palacios aus dem Zauberkreis nicht heraus. Von ähnlichen Stimmungen scheinen weite und maßgebende Kreise der britischen Oeffentlichkeit ergriffen zu sein. Ormsby Gore, der die Politik seiner Regierung vertreten mußte, verstand sich zu Entschuldigungen und zu Erklärungen, die weniger eine Konzession an das Rechtsgefühl als vielmehr eine Verbeugung vor der antijüdischen Tendenz darstellen. Er hob die Unparteilichkeit der Verwaltung hervor, die strenge darauf.sehe, daß jeder Teil der Bevölkerung seine Vertretung autononl bestimmt. Das Beispiel, hiefür ist Jerusalem. Die Objektivität der Verwaltung besteht darin, daß der Bürgermeister ein Mohammedaner ist, obwohl die Iudert über die Majorität verfügen. Diese Tatsache scheint uns in einem gewissen Gegensatz zu einer unparteiischen Auffassung zu stehen, hie nach den Grundsätzen der Demokratie irrt Falle Jerusalem den jüdischen Bürgermeister erfordern würde. Der Unterstaatssekretär wird nicht müde, auf die. Schwierigkeiten hinzuweisen, denen daß demokratische Prinzip in einer derart gemischten Bevölkerung begegnet. Aber bei allem Respekt vor den Schwierigkeiten, ist es doch schwer erklärlich, daß in der letzten Zeit 23 arabische, aber nur vier jüdische Gemeindevertretungen konstituiert wurden. Der Begriff der Unparteilichkeit muß übrigens hier mit großer Einschränkung angewendet werden. Denn die Balfour- Deklaration ist. die -Grundlage dafür, wie der Unterstaatssekretär selbst sagt, daß England die Verwaltung witet. Die Balfour-Deklaration, die in den Text des Mandats ausgenommen wurde und damit geltendes Recht geworden ist, spricht von der Errichtung der jüdischen Heimstätte in Palästina, bei deren Aufbau keine Schädigung der nichtjüdischen Bevölkerung eintreten darf. Das bedingt noch nicht die offenkundige Zurücksetzung der jüdischen Ansprüche, sondern weist der jüdischen Siedlung zumindest die gleichen Rechte zu, wie den arabischen Eingeborenen. . Die Erklärungen, die Professor Rappard abgab, Md aus der eigenen Anschauung geschöpft. Professor Rappard hat an der Universitätsfeier in Jerusalem tettgenommen und einen Monat in Palästina verbracht. Er hat hie Verhältnisse an Ort und Stelle studiert und deshalb ift seine Rede von der schärfsten Ironie erfüllt. Er nimmt die Verwaltung gegen alle Angriffe, als deren Vertreter Herr Palacios auftritt, kräftig in Schutz: England tut mehr für die Araber als für die Juden, England läßt keine Vergrößerung der Einwanderung zu, England hat es abgelehnt, den jüdischen Einwanderern freies Land zu geben. Das ist, wenn man es genau begeht, der Inhalt der Beschwerden, wie sie auf dem letzten Zionistenkongreß deutlich, aber doch mit der gebotenen Mäßigung vorgetragen wurden. Sie erhalten rhr besonderes Relief durch den Professor Rappard, der den Unterschied zwischen der jüdischen und der arabischen Arbeit mit greller Farbe darstellt. Dem Idealismus der zionistischen Arbeit und ihrem rasenden Cntwicklungstempo entspricht nichts auf der arabischen Seite, aber auch keine Unterstützung durch die Verwaltung. In denl zionistischen Memorandum Weizmanns wurde die Aufmerksamkeit des Völkerbundes darauf gelenkt, daß tyjf .Artikel 6 des Vertrages, wonach die Verwaltung Palästinas die.jüdische Einwanderung zu erleichtern und die geschlossene jüdische Ansiedlung zu fördern hat, noch nicht durchgeführt ist. Professor Rappard sagt genau dasselbe^ und er stellt fest, daß die unleugbaren Fort« jchrttte der jüdischen Arbeit nur den Juden, nicht aber der Verwaltung zu verdanken sind. _WleKer Möi'Eremmft_ Aus dieser Sachlage würde sich ergeben, daß die pernianente Mckrldatskvrinnission an den Völkerbund zu berichten hat, es sei der Artikel 6 deS Mandates unverzüglich durchzuführen. Die Mandatskommission hat einen solchen Beschluß nicht gefaßt, sonderii den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis genommen, und in diesem Sinne an das Plenum des Rates ihre Anträge gestellt. Es hat ganz den Anschein, als ob die MandatSkommis« sion den Sinn des Mandates noch n'cht ersaßt hat. Zwe Seelen wohnen in ihrer Brust. Sie will das Mandat erfüllen, aber nicht den Artikel 6. Damit kann sich die Zionistische Organisation nicht abfinden. Sie darf, nichts von ihrem Teil aufgeben. und sie muß nachdrücklichst gemeinsam mit Ormsby Gore betonen, daß die Balfour- Deklaration, die Konstatierung des jüdischen Rechtes, die Grundlage dafür ist, daß England das Mandat über Palästina ausübt. _______ Aus 8rez Israel. Admririftrative Aenderungen in -er Zionistischen Palästinaexekutive. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Jerusalem, 5. Jänner. Seit Beginn des neuen Finanzjahres sind einige Aeiwenungen in der Verwaltung der Jmnni grationsabtvilun'g der zionistischen Palästina-Exekutive ringetreten. Herr Beteli, der frühere Sekretär der Abteilung, ist als Slachfolger des Herrn Schwa eli, der einen Posten bei l der American Zion Commomvealth angenommen hat, an das Jmmigrationsbarreau in. Haifa gegangen. Herr Joshua - Gordon, der vier Jahre lang das Einwanderungsamt in Jaffa letrete, ist als stellvertretender Direktor der Abteilung nach Jerusalem versetzt worden. Herr Bar laß, der Leiter des zionistischen Palästinaamtes in Warschau, hat Herrn Beteli8 Posten in Jerusalem übernommen. Professor Pick, a-ls Mitglied der Palästma-Ex-Äutive, bleibt weiter Leiter der Jmmigrationsäbteilnng. Dir Wfeteiftuw für die lyrischen Flücht« linge. Jerusalem, ö. Jänner. Als Antwort auf die Mitteilung 'der zionistischen Exekutive <m die palästinensischen i Behörden, daß das Personal der H a d a s sah und der Kupa t Chol im (Krankenkasse) bereit sei, den syrischen Flüchtlingen in der Gegend von Metullah und Kfar Gilabi ärztliche Hilfe zu leisten, hat die Ragverug durch ihren ersten Sekretär, Herrn S y M e s, geboten, diesen Körperschaften ihren Dank für ihre Humane Haltung zum Ausvvnck.zu , bringen. JabotinsN erhcilt nicht die palastinenstsche StmrtSVürgerk^nft. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Jerusalem, 6. Jänner. In einem Schreiben an die Redaktion des „Doar Hajoim" teN der Führer der Revisionisten, Wladimir Jabotinskr, mit, daß er gezwungen war, seine Reise nach Palästina aufzugeben, weil der High . Eommisfiorrär Plniner es ablehnte, ihm die palästinensische Staatsbürgerschaft zu erteilen und seinen Paß - zu verlängern. Aus diesem Grunde habe er Rumänien verlassen - müssen. Er hoffe jedoch, solbäld seine Siaarsbürgerschastsangelegenheit erledigt werden wird, für zwei Monate nach Amerika ' reisen zu können. Nach Palästina werde er erst nach seiner Rückkehr aus Amerika kommen, um die Führung der Revision'istengvnppe in der Asiefat-Haniwcharim zu übernehmen. Die Ausweisung Dr. Goldsterns. Die rumänische Regierung entschuldigt sich bei der Zionistischen Exekutive. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) London, 6. Jänner. Wie ihr Korrespondent erfährt, wird die rumänische Negierung sich «bei der zionifttschen Exekutive wegen der Ausweisung des Delegierten des Keren Hajessod, Doktor Alexander G o Idstein MS Czernowitz, entschuldigen. Wie erinnerlich, wurde Dr. G o l d st e i n von der rumänt- , scheu Sigurauza aus Czernowitz, wo er eine .gwßangslogte ■> Aktion führte, ausgewissen. Er mußte binnen 24 Stunden die ' LandeSgrenze überschreiten. Die jüdische Nattormlvevsammliung. Jerusaleul, 6. Jänner. Die bürg«rlich«n Delegierten der Assefat Haüiwcharim beabsichtigen, Zeinen Z e n t r n m 8 b l o ck zu schassen, an dessen Spitze U s s l s ch k i n treten soll. Die zionistische Presse erörtert in längeren Au8fiihvnngett die Notweüdigksit der Bildung eines solchen Blocks und sicht in Ussischkm den einzigen befähigten Führer. Ob Ussischkin geneigt ist, die Führung des Zentrums zu übernehmen, ftcht noch nicht fest. Sie Berelenlmns brr Mische» Masse« l» Pole«. Stürmische Demonstrationen jüdischer Arbeiislostr in Wilna. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Wilna, 6. Jänner. Eine größere Anzahl jüdischer Arbeitsloser stürmte das Genreindehws in.Wilna und verlangte Geldunter« tützung. da ihre Familien Hunger leiden. Der zufällig anwesende Präsident der jüdischen Gemeinde, Abg. Wygoeki, erklärte, daß die Gemeinde über keine Fonds verfüge, die.es ermöglichen könnten. ArbeitSlostnunterstühungen auszuzahlen. Die Arbeitslosen nahmen eine drohende Haltung ein und erklärten, daß ie das Gemeindehaus nicht verlasen werden, ehe man ihnen nicht Srot jü; ihre hungernden Familien gibt. W UOvegen gelang ü , i. iittn .Vhr; mm ‘ den Präsidialinilglicdern, das Gebäude zu verlassen und eine dringende Beratung mit Vertretern der Wohltätigkeitsvereine abzuhalten. Unter den schwierigsten Verhältnissen gelang eS dem Abg. Wygoeki, einen NothilfefondS zustande zu bringen, mit dessen HUfe den Arbeitslosen täglich ein Lüb Brot pro Kopf aus« gefolgt werden kann. Dir Lage der hiesigen jüdischen Arbeiter ist infolge der jetzige» wirtschaftlichen Situation geradezu verzweifelt, da auch die jüdische Kaufmannschaft nicht in der Lage ist, den Gemeinden oder den FürsorgeanstMen irgend welch, Mittel zur Verfügung zu stellen. Die Zahl der Arbeitslosen wächst in der letzten Zeit von Tag zu Tag, weil eine ganze Reihe von Industrien eingestellt würden. So sind zahlreiche jüdische Arbeiter von den Tabaksabriken entlassen worden. In den Warschauer Twakfabriken waren vor Einführung des Monopols über 1000 jüdische Arbeiter beschäftigt, von diese» wurden nach Einführung des Tabakmonopols 985 Arbeiter abgebaut, obwohl sie zu den Bestqualifizierten zählten. In Wilna wurden ebenfalls sämtliche jüdischen Tabakwbeiter entlassen, wodurch selbstverstmldlich die Zahl der Arbeitslosen sich wesentlich vergrößert hat. Ebenso ergeht eS auch den jiüischen Arbeitern anderer Industrieuntemehmungen, die wiederum wegen der jetzigen Wirtschaftskrise den Betrieb einzustellen gezwungen sind. Ae rko»Mche Lmde»ko«fere«i für Weftgalijien. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Kraka«, 6. Jänmr. In der Schlußsitzung der zionistischen «LandeSkonijierenz für Westgalizien und Schlesien wurde «ine Reihe von Resolntionen zur allgemeinen Lage der gfkmifti« schen Weltorganisation sowie zur Frage der Politik des jüdischen Klubs gefaßt. Zum Präsidenten der Exekutive wurde Herr Dr. Samuel Wahrhaftig, zum Vizsprästden-teck Dr. Chaim Hilf st «ein gewählt. Srabski versucht eloe volnW-uttaknWe Berftündigungeattlon. (Eigendienst der „Wiener Movgenizeitunig".) Lemberg, 6. Jänner. Unterrichtsminister Grabski, der hier die Feieriage verbrachte, besuchte den ukrainischen Metropoliten Szeptycki. Wie in hiesigen politischen Kreise» verlautet, ist Minister Grabski mit den führenden Kreisen bet Ukrainer in Fühlung ge'reten, um ihre Stellung zu eitler eventuellen Polnisch - ukrainischen Bechänd'.gungsaktion zu sondieren. _ Polnische Farziften gründen mMürische Srganlfationen. . (Eigeitdienst der „Wener MovgenMrtunig".) Warschau, 6. Jänner. Hiesige Blätter melden, daß vor einigen Tagen eine Versammlung zahlreicher faszistischet Vereine stattgefultden habe, an der auch zahlreiche Vertretev der polnischen Sokolverbände teilgenommen haben. Gegenstand der Besprechung war die Festlegung der Taktik dieser Verbände für den Fall einer drohenden Gefahr seitens der linken Parteien. Es ivurde ein vorbereitendes Kontitee zur BWung einer „polnischen Rettungsarmee" eingesetzt, welches bereits an einzelne Organisationen ein vertrauliches Zirkular verschickt hat, in dem die Mitglieder auf die ^drohende Gefahr" von links aufmerksam gemacht werden. Die hiesige Presse spricht von einer regelrechten militärischen Organisation der Faszisten, die in der allernächsten Zeit dis Absicht hat, eine aktive Politik den sogenannten „Staatsfeinden" gegenüber zu entfalten., Bor einem polnisch-deutschen Handelsvertras. Warschau, 6. Jänner. Minister SkrzynsNj empfing den Abgeordneten Diamant, der bekanntlich an den letzten Verhandlungen mit Deutschland zum Wbe schluß eines Handelsvertrages als Vertreter Polens teil* genommen hat. Wie in hiesigen politischen Kreisen toer«! lautet, 'beabsichtigt die Regierung, schon in der nächsten Zeit den Handelsvertrag abHuschlreßen. 6t« Relchiverband bet dentschen Süden. München, 6. Jänner. (Sonderbericht der Jüdischen^ TelegraPherEgentur.) Am Sonntag berieten hier dv»' Vertreter der deutschen Landesverbände jüdischer Gemeinden und des Deutsch-israelitischen Gemeindebunde? ibber die Schaffung eine- Re ich-verbau des der veutschen Juden. Die Einladung zu dieser Versammlung^ ging vom Preußischen DandeSvekäind und dem Deutschisraelitischen Gemeindebund aus. Es wurden die folgenden Beschlüsse angenommen: Der Reichsverband der deutschen Juden soll baldm3glichst ins Leben gerufen werden. Zu diesem Zweck treten Delegierte der bereits bestehenden Landesorganisationen mit dem Deutsch,israelitischen Gemeinde'bunv zu« sammen mit dem Ziele. alle deutschen Juden d-rr sieichSorganisation an zugliedern. Andere Gemeindeverbände, insbesondere der Halberitädter Gemeindobund, sollen sofort zur Mitarbeit <tp der Vorbereitung aufgefordert werden. j Der Ausschuß soll aus drei Mitgliedern des Deuäsch-! israelitischen GemeindelbundeS, drei Mitgliedern deS> Preußischen Landesverbandes, auS zwei Mitgliedern deS Bayrischen Landesverbandes und aus je einem Mtglied der anderen Vereinigungen bestehen. Die von den Verbänden gewählten Vertreter hondestz im Auftrag ihrer verbände. Der Ausschuß tritt im Bureau deS Deutsch-ffraekitie schell Gemeindebundes