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Wiener Morgenzeitung · 1926-01-03 · Heft 2465 (3.1.1926) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2465 (3.1.1926)
Date
1926-01-03
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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I mt 10 Me«, Sonntag Nr. S46Z Sisuahmruuelleu des Keren Kajemeth. Immer mchr dringt die Erkenntnis durch, daß die Büchse das : Rückgrat der Einnahmen des Keren Kajemeth bilden kann. Nach unseren bisherigen Erfahrungen trägt die Büchse im Durch- ■' schnitt 10 Schilling im Jahr. Wir besitzen heute über 8000 Büchsen in Wien. Bei regelmäßiger Leerung würden diese im Jahre über 50.000 Schilling oder zirka 2300 Pfund ergeben. Die Zahl der Büchsen kann und muß jedoch im jetzigen Stadium zumindest verdoppelt werden. Diese würden — immer regelmäßige Pflege vorausgesetzt und nach oem heutigen Stande der Eingänge aus der Büchs: — 160.000 Schilling oder 1600 Pfund ausmachen. Nun lassen sich bestimmt die Eingänge aus der Büchse stei. gern. Die Parole muß erstens lauten: 10 Groschen täglich in die Büchse. Diese Parole hat große Zugkraft, wenn man bedenkt, daß aus dem Ertrag einer Buchse ein Fünftel Dunam (gleich 200 Quadratmeter) Boden erworben und amelioriert werden kann. Eine weitere Voraussetzung der Steigerung ist die regelmäßige Leerung, und zwar womöglich stets durch dieselbe Person. Es entwickelt sich dann ein innigeres Band zwischen Buchsenickhaber und -Leerer. Dieser hätte sozusagen der „zionistische Fürsorgers" zu sein, der der Familie des Büchsennchäbers Grüße aus Erez Israel zu überbringen hat. Die Leerung müßte aber auch zum großen Teile durch Erwachsene erfolgen. Dies hebt das Prestige der Sache und erhöht absolut das Niveau der Spende. Wir müssen aber auch dem Inhaber eine Gegenleistung geben. Diese hat darin zu bestehen, daß wir ihm lebendige Informationen über das in Erez Israel überhaupt und speziell von dem Keren Kajemech Geschaffene vermitteln. Die Information müßte durch eiu regelmäßiges Bulletin erfolgen, das jcvesmal vor der Leerung dem Büchseninhaber zuzustellen wäre. Stete und regelmäßige Zusendung eines solchen Lullerius würde sicherlich das Interests des Büchseninhabers für unsere Bewegung erhöhen und verlebendigen. Er würde aus Freude geben, und zwar nicht nur in die Büchse, sondern bei jeder Gelegenheit. Was heute leider sehr oft noch „Schnorrerer" ist, würde allmählich in wahren Qpfersinn für die Sache umgewandelt werden. Bei dem heutigen Büchsenstand würden wir 100 freiwillige Leerer benötigen; von denen jeder nur 20 Büchsen zu leeren hätte. Seine Arbeit ist leichter als jede sonstige Sammelarbeit, denn der Büchseninhaber ist bereits ein wenig mit der Sache vertraut. Sie wird in immer steigenderem Maße leichter, indem wir ja den Inhaber der Büchse durch unser Bulletin, durch Filme usw. über Unsere Ziele aufklären. Durch Leerung von 20 Büchsen würde beim heutigen Durchschnitt der Leerer über fünf Pfund jährlich dem Keren Ka« jemeth zusühren Dieser Betrag läßt sich allmählich — bei der konsequenten Aufklärung und Propagierung der Parole: 10 Groschen täglich! — im Durchschnitt auf 20 Pfund steigern.. Be' Ausstellung und Pflege von 16.000 Büchsen (die Berdopelung der heutigen)' lasten sich allmWich 16.000 Pfund eraber sehr bald die Hälfte. Damit wären 80 Prozent . des Iah res ko nt inqents des Keren Kajemeth in Oesterreich gedeckt. VachsenleeLUNg. 1 Die nächste Büchssnleerung findet vom 10. bis 17. d. statt. Hm Prater und m 2. Bezirke erfolgt sie vom 3. bis 10. d. Alle Mitarbeiter werden daran erinnert, daß dies kerne gewöhnliche Leerung ist, ^sondern eine, die sozusagen einen Markstein in der Entwicklung der Keren-Hajeffod-ArbÄ zu bilden-hat. Diese, Leerung muß eine hundertprozentig a sein. Sie ist. zugleich .ein Schritt zur Verdoppelung unserer Büchseuanzahl: Jeder Büchstmrrhaber ist zu ersuchen, eine ver 1 äßliche Adresse anzugeben, bei der eine neue .Büchse auszustellen ist. Unmittelbar nach der Äerung ist an Hand der Büchsenleerungsbestätigüngen und der Rapportlisten abzurechnen.; In dem allernächsten - Ausweis in der, .Wiener Morgenzeitung" vchssen die Namen der Spender veröffentlicht werden. ", Die Novembepeirrnahwen des Kerxn KajemeLh. Wie das. DirektovAM des Keren Kchemech aus Jerusalem «ittM, betragen die Novembereinnahmen des Keren NUemech 19.082 Pfund gegenüber 17.724 Pfund im Noveucher 1W4. Im Oktober und November hat'der Mische Nationalsqnds 81.1 Ä Pfund eingenommen gegenüber. 26.756 Pfuch; im Jahre 1924, also um 20 Prozent mehr. Zu den Novembereintzängen hckben Polen 67oö. Pfund, Amerika 4517 Pfund und die Dschecho-Slowakei 1041 Pfund beigesteuert. Ser bebMche Lehrkurs i» der Sffeuwche» Lehranstalt fBr orlentalWe Sprastien. Die Direktion der ösienttichen Lehranstalten für orientalische Sprachen gibt bekannt: Die Anmeldungen für den am 15. d. beginnenden r.euhchräischen Unterrichtskurs (Leiter Prof. Wiesen) finden vom 2, bis 14. d. in der Kanzlei der Anstalt, 9. Be;., Boltzmanngaste 16, statt. _ -ke erste Sensation des Jahres 1926 ist der Jnventursverkauf des insbesondere in allen Schichten der Leopoldstädter Bevölkerung als wirklich reellste und billigste Bezugsquelle bekannten Warenhauses Brüder Schnfa» a n n, 3. Bez., Taborstraße 48. .Der ungewöhnlich^ starke Äundenzustrom zu Weihnachten hat die wachsende Povularltat dieses Unternehmens bewiesen. Brüder Schiffmann begnügen sich jedoch nicht mit dem bisher Erreichten und bemühen, kick fortgesW, ihre LeistungSfähÄeit zu erhöhen. Großer Umsatz und billiger Barnmaus ermöglichen chnen, mit kleinem Rusen wirklich gediegene Qualitätswaren zu ganz außergewöhnlich billigen Pressen anzubieten. Jeder, der beim Einkauf sparen will, sche sich das enorme Warenlager in Stoffen, Waschwqren, Herren- und Damenwäsche, Strick- und Wirkwaren, Teppichen, Vorhängen usw. usw. an und überzeuge sich von den außer gewöhnlichen Gelegenheitsongsboten. t.z ^-if—if iirifllrjninf nr'iir-- rr«i •imur.iiMtr,! i i m i 1 , gBfetret Morgenzeitung strmokbung Des Potteasorler Lkbaerobmaaaer. Racheakt oder politisches verbreche«. In der Nacht auf Freitag wurde in P o t t e n d o r f der Obmann der sozialdemokratischen Ordner, der 31jährige Hilfsarbeiter Julius Walter, von bisher unbekannten Tätern erschossen. Er versah Ordnerdieirst bei einer Dilvesterfeier. Nach 2 Uhr nachts wurde durch einen Steinwurs oder einen Schuß von der Straße aus eine Fensterscheibe zertrümmert. Walter eilte, von seinem Freund Ferdinand Winkler begleitet, aus Sie Straße, woselbst sie zwei Männer stehen sahen, welche, als sie des Walter ansichtig wurden, die Flucht ergriffen. Walter und Winkler verfolgten sie durch mehrere Gassen. Plötzlich wandte sich der eine von beiden um und gab drei Schüsse ab. Der dritte Schuß drang Walter oberhalb des linken Auges in das Gehirn ein und die Kugel blieb im Hinterhaupt stecken. Walter stürzte mit dem Gesicht nach vorne zu Boden und war auf der Stelle tot. Die Täter ergriffen über die Felder die Flucht und dürsten über Agendorf nach Ungarn entkormnen sein. Ter Ermordete war Exerziermeister im Republikanische» Schutzbund und wegen seines Draufgängertums stark angefeindet. Jur Krieg hatte er es bis zum Feldwebel gebracht und wurde mit sämtlichen Tapferkeitsmedaillen ausgezeichnet. Walter hinterläßt eine schwangere Frau und ein 23 Monate altes Kind. Das Motiv der Tat ist noch nicht aufgeklärt. Ursprünglich dachte man an ein Gfersuchtsattentat. Diese Spur erwies sich jedoch als falsch. Man nimmt auch an, daß cs sich um einen persönlichen Racheakt handeln könnte. Die dritte Spur deutet auf ein politisches Verbrechen hin. Walter hat nämlich während der Abtretung des Burgen- I and es an Oesterreich gegen Ungarn agitiert. Außerdem herrscht im PoUendorfer Jndustriebezirk schon seit längerer Zen ein erbitterter Kampf zwischen den Arbeitern und ihren arbeitslosen Kollegen, die sich hauptsächlich aus Ungarn rekrutieren. Die Annahme, daß Ungarn als Täter in Betracht kommen, wird noch durch Zeugenaussagen bekräftigt. Aus Wiener-Neustadt wird uns hierzu telegraphiert: Ein Gerber sah in E b r e i ch s ü o r s einen Mann, vermutlich euren Ungarn auf der verkehrten Seite eines Personenzuges einsteigen. Nachdem er Platz genommen hatte, fragte er, ob dieser Zug nach Wiener-Neustadt gehe. Als dies verneint wurde .und mau ihm sagte, daß der Zug nach Wien fahre, sprang er aus dem Coupe und begab sich in den Bahnhof. Nun sah man, wie er einen Reoolv e r aus der Tasche zog und denselben entlud. Eine Frau, die chm gegenüber saß, hat dies ebenfalls beobachtet. Der Mann hat ungarisch gesprochen. Gestern wurde auch der ungarische Arbeiter Bretko eiftigst gesucht, welcher einem gewissen Karl Bostatny unter Vorzeigung einer Pistole am selben Tage gesagt haben soll, „heute bring' ich noch einen um", Ser Wirrwarr im Wohnungswesen. Kein allgemeiner ParteierrvevLehr im Wohnungsamt. Da derzeit alle Wohnungen in den fertiggestellten Neubauten der Gemeinde zugechiesen sind und evstinhen nach st e u Wochen wieder Vermietungen von Wohnungen nach Vollendung einige: Neubauten erfolgen können, ist jede diesbezügliche Vorsprache im Wohnungsamt zwecklos. Da ferner wegen Uebersiedlung der Magistratsabteilung für die städtische Wohnhausverwaltung in das Gebäude des Wohnungsamtes und wegen der durch das Erlöschen des AnfovderungSgesetzes geschaffenen Situation eine Umgestaltung des Wohnungsamtes erforderlich ist, findet bis aus weiteres kein allgemeiner Pqrteienverkehr im WohnMgsamt stall. Schon am zweiten Tag des Bestandes des städtischen Wohnrwgsnachweises langten im Wohnungsamt 10 Anzeigen von Hausbesitzern übe: das Freiwerden von vermietbaren Wohnungen ein; allerdings sind acht dieser Wohnungen bereits vermietet. Ter städtische Wohn:' gsnachweis hat Richtlinien für die An- und Abmeldung der Wohnungen. Wohnräume Md Geschäftslokale ausgestellt. Sie lauten: Wem obliegt die Pflicht zur An- und Abmeldung: Dem Hauseigentümer oder dessen Stellvertreter (Haustier-' Walter, Hausbesorger) für alle von ihm in Hauptmiete gegebenen Räume, dem Untervermieter für die von ihm in Untermiete gegebenen Räume. Auf welche Objekte erstreckt sich"die Anmelfepslicht: Auf alle vermietbaren möblierren und unmöblierten Wohnungen upd Wohnräume, ferner auf alle vermietbaren Geschäftsräume (Geschäftsladen, Werkstätten, Magazine, Ateliers usw.). Bisher vermietete Bestandobjekte sind nach rechtskräftiger Kündigung oder bei sonstiger Endigung der Miete auch dann anzumelden, wenn ihre Weitervernlietung nicht beabsichtigt ist. Die Anmeldung hat zu erfolgen binnen drei Tagen nach Eintritt der Bermietbarkeit. Am 1. Jänner 1926 nicht vermietete, also auch angesorderte Objekte, bei denen die Zuweisung nicht mchr vollzogen werden konnte, oder schon rechtskräftig gekündigte Metobstkte sind bis spätestens 8. d. zur Anmeldung zu bringen. Die Abmeldung der dem Wohnungsnachweis unterliegenden Bestandobjekte ha: binnen 24 Stunden nach erfolgter Vermietung zu ae-chehen Die An- und Abmeldungen sind beim Wohnungsamt, 1. Bez., Barwnsteingasse 7, zu erstatten. Es steht aber den Meldepflichtigen auch frei, die An- und Abmeldung bei der Schlichtungsstelle jenes magistratischen Bezirksamtes zu erstatten, in dem das Bchandobjekt ge- '^en ist. 3. Jänner 1936 In der Anmeldung ist die Lage des MietobsekteS nach Bezirk, Gasse, Haus- und Türnummer, sowie Stockwerk, dan« die Zahl uu& An not Räume, der Jahres mietzinS vom 1. August 1914 (ooi Mictobjckten, die nicht dem Mietengefetz unterliegen, der >ür das Jahr zu entrichien.de Gesamtmietzins) und der Bezugstermin des Bestandobjektes anzugeben. Tie Abmeldung hat gleichfalls die genaue Bezeichuuug des Mietobjektes nach den für die Mmclduug vorgeschriebenen 'Merkmalen, aber außerdem, den Namen deS neuen Mieters, feine bisherige Wohnung, seine Staatsangehörigkeit und die Gn'amtzuhl der einziehenden Belvohne: zu enthalten. Die Aiunclsung sowie die 'Abmeldung ist bei den vorgenannten Stellen schriftlich oder mündlich vorzunehmen. Jede An- und Abmeldung ist von dem Hauseigentümer (Machthaber) oder Untervermietcr zu fertigen, jede Abmeldung überdies o o n d c in neuen Miete r zu unterfertigen. Unterlassene, unrichtige und unvollständige Meldrmgen sind strafbar und werden mit Geldstrafen bis zu fünfhundert Schilling oder mit Arreststrasen bis zu sechs Wochen geahndet. Diese Strafen können auch nebeneinander verhängt werden. Auch die Anstiftung oder Mitwirkung an der unterlassenen oder >mrichtigen Meldung wird in gleicher Weise bestraf!. Mussolini baut ab. Rom, 2. Jänner. Ter Ministerrat hat beschlossen, dal Micterschutzdekret vom 7. Jänner 1923, das die Aufgabe der Belebung der Bautätigkeit erfüllt hat, n i ch t z u verlängern. Es treten somit mit dem 30. Juli 1920 alle Freiheiten betreffend die Wohnungskontrakte ein, wovoit ein neuer großer Ansporn für die Errichtung neuer Wohnbauten erwartet wird. Nur für Neapel wird das Mieterschutzdekret bis 4. Mai 1927 verlängert. Zugleich wurde die Summe von 100 Millionen Lire einzelnen Gemeinden zur Unterstützung der Errichtung von Wohnbau t c n zur Verfügung gestellt. Mit dieser Maßnahme wird der letzte Rest der Kriegsmaßregeln aus dem Gebiete des Wohnungswesens in Italien beseitigt. Las Prager Wuuderiind gestorben. Wie aus Prag gemeldet wird, ist dort im Alter von sieben Tagen der Säugling mit den: abnormalen Herzeir gestorben. Das Herz lag bekanntlich außerhalb des Körpers auf dem Brustkasten des KindoS und arbeitete normal. Die einzelnen Pihasetb der Herztäitigleit wurden gefilmt, besonders die Abnahme der Herztätigkeit und das aufflackernde Schlagen des Herzens. Es wurden ungefähr 300 Meter Film aufgenommen. DaS-Kind selbst war bis zum letzten Atemgug ruhig und nahmregelmäßig und reichlich Nahrung zu sich. Ile Jagd zum Nordpol. - Das Jahr 1926 wird das Jahr der NordpolexpSditionen sein. Nicht weniger als sechs sind «rgekündigt. Da sind zunächst vier Flugexpeditionen. Zuerst die von Amundsen, dann die deutsche von Lerner, dann die jetzt gewaltig Reklame machende Flugzeug-Expedition unter Leitung von Wilkins und Stefansson, ferner eine französische von einem gewissen Lasalle. Dazu treten zwei Expeditionm nach der altbewährten Hundeschlittenmethode, die eine des Deutschen Krüger, der von Nordgrönland oder Grantsland aus das von Profosior Harris ans Grund von Flutmesiungen angenommene Land im Polarmeer finden will, und endlich die Expedition des Norwegers S o rker Storkerson. Diese will im Sommer zu Schiss bis zu den neusibirischen Inseln Vordringen, dort überwintern und dann im Frühjahr 1927 mit dem Hmrdeschlitten über den von. Stefansion errechnetcn, sogenannten „Pol der größten Unzugänglichkeit" die nördlichsten Inseln des kanadischen Archipels erreichen. Storkersons Plan ist ziveifellos der kühnste von allerr und hat mit dem Projekt Krügers eine gewisse Aehrllichkeit, insofern beide daran glauben, die ganze Circnmpolarsee mit Schlitten überqueren zu können, wobei Lebensmittel nur in beschränktem Maße nutgenommen werden können, was wiederum den festen Glauben an die Stefanffonsche Theorie des „vom Lande Lebens" voraussetzt. Storkerson hat fast, sein ganzes Leben in der Arktis verbracht, war Zweitkonrnlandierender iit der Kanadischen Polarexpedition unter Stefansion und hat mit diesem den berühmten Vorstoß auf das Eis des Polarmeeres gemacht, der zur Entdeckung drei neuer Inseln führte. Ler Talmud als „Lebendiges Buch". Ei« Vortrag Professor Guttmanns Im Institut»« judaieum. Im Jnstitubnin judaioum, das der Berliner Univerifrtät angoglievert ist und der Evfortschmbg d-es rr-chbiiMschen Juveudums auf historischer Grunldiloge dient, hielt Pvaf. Guttmanu aus Breslau einen Vortrag dil&ter den Talmud. Nach dem Untergang des westrvmWen Reiches kam in Babyloniien dieses Werk zum Abschluß, das den Namen „Babylonischer Tailmud" führt und rnittMar wie unmittelbar auf das Judentum den größten Einfluß gewann. Die gmlze Periode des Gntstchens umfaßt ungefähr 1000 Jahve. Nicht weniger als ungefähr zweitausend Personen der verschiedensten Zeiten und Orte haben am Dälmud mitgvwirkt: Schriftgeb.hrte, Schulhäupter, Lehrer, Schüler uüd Angehörige aller Bemfe, die zjunr Teil das Mal: riäl überikanmr, zum Teil selbst schufen. Es galb im allgemeinen keinerlei schriftliche Ueberlirs: rung, sondern meist nur. mündliche, so haß die Konij.r pievung des umfangreichen Stosimaterials auf lmrsnwtechni ''chem Wege erfolgte. In den bäbylonischert Schulten des 3. 5, Jahrhunderts wurde die MdächtniSnläßige Form der Kennt, nis und Bevbwtt-ulbg des Talnuch gepflegt. Sv enÄand eine . ‘--irtir-irifti Trf iir Wirt-,

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