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Wiener Morgenzeitung · 1926-01-01 · Heft 2463 (1.1.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2463 (1.1.1926)
Date
1926-01-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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TMeS Me«, FreUatz Wiener Morse»zett««s Nr. £463 >h 1. Wnner 1906 Franka Plachte Natan Ldweuyerg Verlobte Wien, im Dezember 1926 Wien. 1. Jänner. * Dr. Baiutner gestorben. Borgestern verschied in Kaichau Dr. Hugo B a i n t n e r, ehemaliger Dekan der Rechtsakaoemie in Kaschau. Der Verstorbene spielte im politischen und gesellschaftlichen Leben der Stadt eine große Rolle. * Professor Dr. Simon Braunstein. Unter großer Teilnahme von Lewtragenden wurde Sonntag den 2,. Dezember v. I. der im Alter von 34 Jahren plötzlich verstorbene bekannte Buchsachverständige Prof. Simon Braunstein, zu Grabe getragen. Er war ein Neffe der vor zwei Jahren verstorbenen zwnistischen Vorkämpserin Sidonie Kahn, der Witwe nach Leopold Kahn, in deren Hause der Verblichene aufwuchs. Prof. Braunstein war selbst etfttg als Zionist tätig und war Alter Herr der jüdisch-akademischen Lese- und Redehalle. * Die Eiche Liebkosung. Die 25jährige Marie Svac e k stand am 28. D^ember v. I. beim Herde und kochte am Gasrechaud. Ihr zweijähriges Töchterchen lief ihr zu urrd die Frau drehte mit der einen Hand vorsichtsweise den Hahn des Gaskochers ab. Mit der anderen Hand wollte sie das vor ihr sichende Kind umhalsen, dabei warf sie eine auf dem Herde stehende Pfanne mit kochendem Wasser um und die Flüssigkeit ergoß sich über die Kleine; sie erlitt schwere Verbruchungen, denen sie gestern erlegen ist. * Die größte Zirkusseusation der Welt bei Hagenbeck. Ein Auwrennen in der Luft, das ist die neueste, aber auch nervenpackendste Sensation, welche der Zirkus Hagenbeck heute zu Beginn des neuen Jahres seinen Besuchern bringt. Ein wirkliches Rennen zwischen zwei Autos in der Lust, unacheuer spannend, atembeklemmend, ein in Wien noch nicht gesehenes Schauspiel, welches mit größter Todesverachtung durchgeführt wird. * David Disbak, der Juwelendieb. Im Juni v. I. wurde in Baden bei Wien eine internationale Bande von Ladensieben verhcsttet^die in Wiener Juwelenläden namhafte Beute gemacht hatten. Ein Mitglied dieser Gesellschaft, der angebliche Kaufmann David Disbak, soll damals in Rom in Haft gewesen sein. Später wurde gemeldet, daß Disbak in Berbin bei einem Raubüberfall auf einen Kassenboten festgenommen wurde. Gestern wurde das Wiener Sicherheitsbureau in Kenntnis gesetzt, daß der in Sao Paolo geborene David Disbak in Kopenhagen verhaftet wurde. Da der Relation Fingerabdrücke beigelegt sind, ist an der Identität des Verhafteten nicht zu zweifeln. * Einbruch in der Buudestheaterverwaltung. Mittwoch nachts sind Schränker in das Gebäude der Bundestheateroerwaltung in der Brännerstraße gedrungen, haben die eiserne Kasse anzubohren versucht, ohne daß es ihnen aber gelungen wäre, sie vollends zu öffnen. Sie standen daher ab und sprengten eine Schreibtischlaoe auf, aus der sie einen Betrag von 400 Schilling nahmen. * Drei Millionen für jeden! Jeder, der sich an dem großen Rätselpreisausschreiben des illustrierten Wochenblattes „Das Weltbild" beteiligt, hat die Möglichkeit, drei Millionen Kronen in bar oder einen der zehn werwollen Preise zu eichalten. Näberes in der eben erschienenen Nummer des „Weltbild". Um 40 Groschen übevall erhältlich. * Die heliebten Mittelmeerreisen werden im heurigen Jahre von der Genueser Schiffahrtsgesellschaft Sitmar mit schr mteressantem, abwechslungsreichen Programm zu mäßigen Preisen ausgenommen. Für diese Reisen wird der Luxusdampfer- „Nepinnis" (früher Peer Gynt'ch, welcher den modernsten Anforderungen entspricht, in Dienst gestellt. Auskünfte erteilt die Generalagentur N. G. I., Wien, 4. Bez., Wiednergürtel 10. * 50jahriger Bestand der jüdischen Religionsgememde Charlotteubmg. Die jüdische Religionsgemeinde Berlin-Charlottenburg beging am letzten Samstag ihr 50sährrges Bestehen durch einen Festgottesdienst in der Synagoge Schulstraße. * Kinder-Chauukafeier in Zwischenbrücke». Anläßlich der Kinder-Chanukaseier, welche von der zwnistischen Sektion Zwischenorücken am 20. Dezember veranstaltet wurde, gelangte der dramatisierte Psalm David 118 und Katzenelsons Einakter „Hasch monaim" in hebräischer Drache zur Aufführung. Die Mitwirkenden waren durchwegs Schüler der hebräischen Kurse der zionistischen Sektion, und spielten ihre Rollen vortrefflich. Herr Löbl Taubes hielt eine zündende Festrede an die Kinder und die zahlreich erschienenen Eltern. Die Frauengruppe der Sektion bewirtete die Kinder nach der Feier. Cs war eine treffliche Werbeveranstaltung für die hebräische Sprache. Der Reingewinn floß dem Jüdischen Nationalfonds zu. Radioprogramm. bßpte Freitag den t Jänner. 10 Uhr 45 Min.: Bundeshymne, & Vortrag gebracki vom Volksove nchor. — 11 Uhr: Orchenzert des Wiener Symphon'eorchesterS. — 16 Uhr: Populäres Orchesterkonzert Kapelle I. W. Ganalberger. — 18 Uhr 10 Min. r Die Geschichte eines Jahres von Hans Christian Andersen. Gesprochen von Dora M'klosich. — 20 Uhr r „Der Bogelhändler", Operette von K. Zeller. Vereine, BortrSge und Serfatantlnngcn. . Wiener Beth-Hamidrasch. 2. Bez, Ferhi- Landstraße 23. Heute, 8 Uhr nachmittogs, Lektor Dr. S. Rubin: „Mißverstandene Btbelstellen". — VereinAllgemeine Näh r p f l i ch t. Dienstag, 7 Uhr abends, im Saale der Bereit'chast, 1. Bez., Annagaste 18, Vortrag Doz. Dr. Karl Josef Frtedjungr „Die Sozialisierung der ärztlichen Tätigkeit". — Zionistische Sektion Prater. Heute, im Sektiourheim. 2. Bez. Jungstraße 8. V o r t r a g Dr. N. G o l dstetn Äer „Midrasch". — Zionift'sche BezirkssektionLeopoldstadt. 2. Bez., Zirkusgasse 33. Heute. %8 Uhr abends, im Sektionshetm, Vortrag Rabbiner Doktor Wundermann über „More uebuchtm*. * Zionistische Bezirkssektion — Zionistische Frauengruppe Döbling. Montag den 4. d. um halb 9 Uhr abends findet im Lase Döblingerhof. 19. Bez., Billrothstraße. der Vortrag des Präsidenten her Zionistischen Organisation für Oesterreich. Dr. Desider Kriedmann überr „Die Bedeutung der Kultu-gemeinoe als au jüdischen Vot»gemeinde für den Aufbau Palästinas". Gäste Hamich willkommen. Kunst. Bühne, Such. „Donna Slorla." Die Lnftfpieloperette im Carl-Theater. Als ich gelegentlich der ftanzösischen Operette „Ta bouchc" schrieb, Saß bei einer evenlilellcn Wiei'er Nachahmung aus deni „süßen Mund" eine Serbe Goschen würde, dachte ich nicht daraii, so bald Lügen gcstrast zu werden. Nun bin ich blamiert. Es hat sich gezeigt, daß das feine französische Operettengenre auch bei uns in Wien seine Schöpfer (intet — und sein Publikum. Was zunächst angenehm „befremdet", ist das Fehlen jener falschen Sentimentalität, die sich beim Text zu einer dramatisch aufgepuwerten Tränenszene, bei der Musik zu einem schmachtenden, für die Tanzlokale prädestinierten Schmachiwalzer verdichtet. Des weiteren — als logische Folge — das Fehlen des jeweils plötzlich auftauchenden 'Tanzchors, der die Aufgabe hatte, das Bühnenbild mit Toiletten oder nackten Knien zu füllen. Diese Vorzüge, die eine Abkehr von der Wiener Schablone bedeuten, sind natürlich schon in der Fabel, im Gang der Handlung begründet. Bei aller Romantik steckt im Buch ein Stück Wahrscheinlichkeit, ja Wahrheit, und man hat das Gefühl, Zeuge eines lustigen, komischen, mit Heiterkeiten des wirklichen Lebens gepflasterten Geschehens zu sein. Donna Gwria gehört nicht zu jenen Heldinnen, die auf das große Zweite-Akt-Finale warten, in welchem sich alle Intrigen, Zufälligkeiten, Amouren und — musikalischen Motive Rendezvous gegeben haben: nein, sie ist ein echtes, rechtes Großstadtmädel der heutigen Zeit, frei, Abenteuern nicht abgeneigt, kapriziös, ohne verschmockt, verliebt, ohne sentimental zu werden. Um sie herum ebenfalls Figuren aus unserer Welt, mit allen menschlichen Fehlern und Borzügeit, in allen Abstufungen, soweit die Operette sie erfordert. Oskar Nedbal, der schon seinerzeit durch sein „Polenblut" im Carl-Theater Triuuiphc gefeiert hat, konnte sich wieder als Musiker von Klasse und Rasse erweisen. Seine Instrumentierung ist delikat, seine Einfälle echt, sein Temperament so frisch wie einst. Das pariserisch-kokctrc Lied der Donna Gwria und der kräftige D-Tur-Walzer int ersten Akt, das Shimmyduett, der getragene Walzer (G-Dur), der G-Dur-Shimmy und der durch Rezitative retardierte szenische Walzer inr zweiten Alt und schließlich das komische Terzett des dritten Aktes tragen bei aller Soigniertheit die Merkmale der Popularität an sich. Schauspielerisch alles überragend als Donna Gloria Frau '.Kirnt Kött, die heute in Wien die einzige ist, der man derlei lapriziös-echte, bei aller Pikanterie distinguierte Figuren glaubt. Sie trug das Stück auf ihren reizenden Schultern, machte wieder an „Ta bouche" erinnern. Die Rolle des komischen Liebhabers, der an der Grenze der Lächerlichkeit steht, hatte Ernst Tauten Hahn übernommen, sein Humor schlug siegreich durch. Ein großes Verdienst für den singenden Bonvivant Karl Bachmann, der sich neben dieser Klasse behaupten konnte. Dankbare, wenn auch kleinere Ausgaben führten die Damen Mimi Veselh und P. Wilczek und die Herren Ernst Rolle und F. Schreckor durch. Nedbal am Pulte dirigierte hinreißend, in heiterster Laune, die von der Bühne über das ausverkaufte Haus strich. Die beiden Librettisten Viktor Leon und Heinz Reichert, bewährt und mit allen Librettosalben geschmiert, konnten sich in der Mitte der Darsteller, des Komponisten und der Blumengeschenke unzähligemal vor dem rasenden Publikum zeigen. o. r. Las Begräbnis der Wer Rachel Knminrka. Aus Warschau wird uns berichtet: Eine unübersehbare Menge gab Dienstag in den Mittagsstunden der verstorbenen jüdischen Künstlerin Esther Rachel Kamrnska das letzte Geleite. Aus allen Teilen des Landes kamen Abordnungen von jüdischen Künstlervereinigungen und Schauspielertruppen, mm von der großen Kameradin noch einmal Abschied zu nehmen. Die Straßen, durch welche der Leichenzug sich bewegte, wurden von der Polizei für den Verkehr gesperrt. Der Ordnerdienst wurde von Mitgliedern des Kulturamtes, des akademischen Heims und der jüdischen Gewerkschaften versehen. Unter den Trauergästen sah man außer den Familiemnitgliedern viele jüdische Abgeordnete, Stadträte, Schriftsteller, Vertreter der Stadtgemeinden, des Kultusvorstandes upd zahlreicher Vereinigungen. Am Grabe sprach nach Absolvierung der rituellen Trauevzeremonie namens des jüdischen Literatenvereins der Schriftsteller H. D. N o m b e r g, der die Bedeutung der allzu früh verstorbenen Künstlerin für die' jüdische Bühnenkunst, die Literatur und Mische Kultur im allgemeinen hervorhob. Es sprachen noch Vertreter verschiedener Organisationen, worauf der Sarg ins Grab, das sich neben der Grabstätte des unsterblichen Dichters I. L. Perez befindet, gesenkt wurde. Die erste Erdscholle, die auf den Sarg geschüttet wurde, ist Erde vom Grabe der Erzmutter Rachel in Erez Israel. Wie die Kamurska zur Bühne kam. Kurz vor ihreut Tode teilte die berühmte jüdische Schauspielerin Esther Rachel Kaminska einem Interviewer mit, wie sie zur Bühne kam. Sie erzählte: „Ich wurde im Jahre 1870 in Porosow, im Wolkowiskcr Bezirk des Grodnoer Gouvernements, geboren. Mein Vater gehörte zu denen, die irgendwie zu den „Klei Kodesch", dem heiligen Inventar, wie die Kultusangestellten satirisch genannt werden, gerechnet wurden. Mir — der jüngsten von sieben Geschwistern — ist nicht erinnerlich, daß er einem bestimmten Evwech nachgegangen wäre. Er war ein Luftmensch und wir lebten in Armut. Wir waren eine bekannte Chasansamilis. Eitler meiner Brüder war Kantor in Drutschlaitd, ein Weiter Chasan in Polen. Meinen ersten Uitterricht genoß ist bei einer Räbbinersfrau. In ihren Chöder b'ut ist bloß ein Semester lang gegangen. Als ich älter ALLEN MEINEN KUNDEN IT NEUJAHR! wurde, pflegte ich, während ich im Wald nach Schwämmen um. Beeren suchte, mit meinen Altersgenossinnen die Lieber, die wir im Beth-Hamidrasch von den Bachurim. den Talmudjüngern, oder im Städtchen voir russischen Burschen und Mägden gefyört fyUten, einzustudieren. Herangewachsen, fuhr ich mit meiner älteren Schwester nach Warschau. Schon im Jahre 1887 war ich nahe daran. a»S Theater zu konimen, aber meine Eltern wollten es nicht zulassen, sic verwarfen einen solchen Schritt als einen „Chillul Haschem". Jlll Jahre 1892 — meine Eltern waren inWischen gestorben — gründeten W e i ß f e l d und der alte Schwarzbari ein Ensemble. Unter den jungen Kräften dieser jüdischen Theatertrnppe befanden sich u. a.: A. I. Kaminski, Adolf Bermann, R o t st e r n, A b e l m a n, L i b e r t und auch Fräulein Halpern. Fräulein Halpern war ich. Ich wurde sofort alS Primadonna engagiert und meine erste Rolle war die Mirlle der „Kischufmacherin". Londoner Kmiftbrlef. Toller m London. — Begegnung mtt Shaw. — Ashley Dükes iß Men. >Eigenbericht der „Wiener NLvvgenzeitmtg".) London, 26. Dezember. Ernst Toller, dessen „Maschinenstürmer", „Masse Mensch* uuo „Wandlung" seit der Regierung der Labour Party sehr häufig in England zur Aufführung gelangen, weilte jüngst, einer Einladung des P. E. N. Klüb und seines Uebersetzers Ashley Dukes folgend, in London. Der von Mac Donald gegründete 1917- Klub, verschiedene Gesellschaften sowie der P. E. N. Klub selbst, unter Vorsitz Jeronre K. I e r o m e s veranstalteten Bankette zu seinen Ehren und auch sonst wurde chm, besonders von Jung- England, ein begeisterter Empfang zuteil. Er folgte Einladungen der Studenten der Cambridger und des Kings-College der Londoner Universität, von denen er stürmisch gefeiert wurde. Bon den vielert Zusammenkünften, die er mit politischen uns literarischen Persönlichkeiten hatte, war die bemerkenswerteste jene mit Bernard Shaw. Bei einem Tee, den ich veranstaltete, um Toller Kollegen von der englischen Presse, die ihnen kennen lernen wollten, vorzustellen, erfuhren wir interesiante Einzelheiten aus dieser Unterredung. Shaw empfing Toller auf seinem Landsitz und Hatto mit chm eine mehrstündige Unterredung über Politik und Kunst, Britannien und den Kontinent. Er beklagte sich bitter vorüber, daß die Darstellung seiner Werke auf dem Kontinent durch technische Uttklugheiten 'leide. To sei sein „Methusalem" in beiden Teilen an einem Abend in Berlin aufgeführt worden. Es sei für das Werk einfach vernichtend uni) er könne sich den Zuschauer nicht vorstellen, der eine solche Niesenaufsührung sich „auf den Kops stürzen lasse". Er machte auch recht witzige Bemerkungen über die verschiedenen Darstellungen seiner „Johanna", doch sowohl Toller als auch Ashley Dukes hielten diese nicht für die Oeffentlichkeit geeignet und wir mußten uns zu Stillschweigen verpflichten. Ich erwähne dies nur, um Freunde von Elisabech Bergners Kunst neugierig zu machen. Hingegen kann ich alle jene Neugierigen befriedigen, die Shaws nächstes Werk interessiert. Der Meister arbeitet an einem Buch über den Sozialismus, das,» die „einzige Politik der letzten achtzig Jahre, die sozialistischkommunistische" zum Ausgang nehmend, in gleichen Einkommen die irotwendige Lösung aller wirtschaftspolitischen Fragen sieht. Toller selbst arbeitet an einem Werk über die „deutsche Rechtspflege, wie ich sie erfahren", betitelt „Das 20. Jahrhundert", und an.einer Schrift über die deutsche Revolution. Um seine Eindrücke über London befragt, meinte er, daß ihm Ashley Dukes' Produktion am Haymärket Theatre, ferner eine Aufführung von Stvindbergs „Totentanz" an einer ganz winzigen Londoner Bühne, dem Gate Theatre, am besten gefallen hätten. Dieses Theaterchen. das infolge eines Privateinladungssystems der Zensur nicht untersteht, wird es wagen, am 11. Jänner Tollers „H i n k e m a n n" aufführen. AMy Dukes selbst ist eine feine Gestalt. Er zahlt heute zu den ersten Autoren und Kunstkritikern Englands und seine lyrische Komödie ,Ihe man with a load of mischief" feiert nicht nur in London, sondern auch in Amerika Triumphe. Das Stück wurde übrigens vom Wiener Burgtheater angenommen und Ashley Dukes erzählte mir, daß er selbst im Februar Wien suchen würde und sich unendlich darauf freue. Wien ist nämlich noch immer für die meisten ausländischen Autoren die Stadt des BnrgtheaterL. _ Tysfer. Aus den Theatern. Burgtheater. Morgen, 7 Uhr abends, „Romeo “bS?tttabemUtbea Wt. Morgen. '/.» Mater Morgen als erst« BorftoLmg der Heatergeme.nde „Die Zauberflöt e" Reft> che Karten elangen an der Kaste der BundeSlbeaier zum Verkauf V o l k s o v e r. Heute nachmittags «3 a r u u d 3 i m-- rann". Abends „Madame Butterfly. Morgen n". Hubolf Braun. Das Leichenbegängnis des verstorbenrn onisten und Orgewirtuosen Rudolf B raun findet Me alb 11 Uhr vormittags vom Zentralifnedhof Wittes Tor) sodann Strauß beim Weigl. Wie alljährlich veranstaltet Heuer der Sängerchor des Klubs der Zeltungsse^er Wiens ) b "* M*f,wt ..vto* w Tiohtip JVobann a Wergt, vez., ssmonoiumieiinuDs o- und abwechslungsreiche Untechaltuna stt m leder Bezlezesorgt wie auch der a.te Wiener Walzer wieder rn Ehren h soll. Beginn 7 Uhr. Saaleroffnung 6 Uhr. Karten zu Ni«» Uai K», «fciMiftirmnrpn sowie ttt allen Äeitungsdruae- EMANUEL ADLER SdmtMir Wlan, TaberstrasM SO (Eingang Or. Stadtgutgasse) T*l*phon ei,*,M m* jR

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