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Wiener Morgenzeitung · 1926-01-01 · Heft 2463 (1.1.1926) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2463 (1.1.1926)
Date
1926-01-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Wiener Mor-erizeltrmg kD'en, Freitaft 2. Mv gedenkt der Minister Zu tun, um aus dem Ge richtswesen jene Personen zu entfernen, die das Vertrauen der Bevölkerung zu der Justiz und zur Rechts« ordnung dieses Landes dadurch untergraben, daß sie selbst, die Zu Hütern des Rechtes bestellt sind, die Gesetze mit Füßen treten? 3. Wird der Minister die Schuldigen zur gerichtlichen Verantwortung ziehen? Die Lukomski Polizei. Lemberg, 29. Dezember. (I. T. 21.) Es stellt sich heraus, saß die Lembcrger Polizei zur Zei: der anti-semitchen Ausschreitungen nach Steigerst Freilassung sehr brutal gegen einzelne jüdische Passanten vorgegangen ist. Ter jüdische Schriftsetzer Gerber wurde, als er vor dem ihn verfolgenden Pöbel flüchtete, von der Polizei a u s g e g r i s f e n, in ein 2lrrestlokal gesteckt, wo er sieben Tage lang f c st g c» halten und wahrend die'er Zeit von.P o l i z e i o r a a n e » schwer mißhandelt wurde. Er liegt jetzt krank darnieder. Unter den Ukrainern in Lemberg werden Haussuchungen und Verhaftungen vorgenommen, die im Zusammenhang mir dem am 5. September 1924 verachten Attentat gegen Präsident Wojciechowski stehen. Steiger kommt nach Palästina. Warschau, 31. Dezember. Stanislaus Steiger, der Zurzeit in Warschau weilt und an seinen Memoiren arbeitet, -.eilte Ihrem Korrespondenten mir. daß er in der allernächsten Zeit die Absicht habe, nach Palästina zu reisen, um dort einige Monate zu verbleiben. Sie FrankeosSlscher. Budapest, 31. Te;embc,r. (Tel.-Kemp.) D'e Polizei hat den jungen Mann ausgesorscht. der am 18. November in einem Tamenkon'ektions-geschäst in d-er Königsaasse K eider gekauft und mit einer falschen Tausendsrankennote gezahlt hat. Ter junge Alaun, ein gewisser Alexander K ovacs, wurde verhaftet und cinvernommen. Er le/gnet nicht, die Tauseidsrankennote ausgegeben zu haken. Von der ganzen Notenfälscheraffare will Kovacs nichts wissen. Immerhin hat er sich in gew sie Widersprüche verwickelt, aus denen die P.'l'gei weitgehende Schlüsse ziehen zu können glaubte. Auf Grund dieser Folgerungen wurden heute nachmittags bei verschiedenen Pe-rsonen in der -Hauptstadt Hausdurcha-chungen vorg-en mmen, wobei zah're che Dokumente und kompromittierende Briefschaften ^eschagnahmt wurden. Ein hochwichtigeres Untersnchunaseraebnis ist die Auffindung jenes Dopcschenbiankelts auf der Hauptpost, aus welchem von einem unbekannten Absender die Depesche an Georg v. Marsovszky nach dem Haag aufgegeben wurde: „Geichäsl srcht sehr schlecht, kehret sosert zurück." Auf dem B'lankett ist als Auf'eber „Eugen Erdös, Gr ße F.i-Hr-- mannsgasse," unterze'chnct. Diese Ad"sse ist iedoch -fingiert. Eine Lokalkorresponden; meldet: KafpürKovacs ist, wie sestgestelli wurde Kammerdiener des Prinzen Ludwig W'.ndischgrStz, weshalb die Unrersuchung-behörde heule nachmittags den Prinzen e i n v e r n a h nr. Ter Prinz erklärte, daß er von der Angelegenheit nichts w i s s c. Mit Rücksicht daraus, d'ß es sich um seinen Kammerdiener hantle, ersuch: er, die Unrersuchungsbehörde möge bei ihm eine Hausdurchsuchung vornehmen. Bei der hieraus vorgenommenen Hausdurchsuchung konnte nichts festgestellt werden. die Leute, die hastig, gleich nach der Landung, Boden kaufen! Tic kommen mit den Resten ihrer Habe, diese Kleinbürger auS Zoten. Jeder Tag des Aufenthaltes verringert ihre Barbestände und vergrößert ihre Sorge um die Zukunft. Dürfen sie warten, bis alles aufgezehrt ist? Sie müssen Boden /ouku. Ilm jeden Preis und sofort. Tie meisten kommen zunächst hieher, in das Haus des Jüdischen Nationalfonds, verlangen ein Stück Erde — und ich kann ihnen nicht helfen. Es wird meinen Mitarbeitern und mir nicht so leicht, die Pe« -.eilten wegzuschicken, wie es der Judenheil in aller Welt leicht wird, unseren Notruf zu überhören und mit Nationalfondsirenden zu kargen. Trotz der lächerlich geringen Eingänge an Barmitteln verhielt sich im Vorjahre unser Bodenankauf zu dem der Privatkäufer wie eins zu zwei. Man stelle unS innerhalb eines Jahres 800.000 Pfund Sterling zur Verfügung! Dann beherrschen wir den Bodenmarkt, siedeln die Jmmigranren der ne-uen Mosienwanderung an und der fürchterliche Albdruck .Bodenwucher in Erez Israel' ist geschwunden." Herr Schneersohn hat der Wiedergabe meines Gespräches mit Ussischkin artig aber recht unbeteiligt zugehört. Für Fragen der Gesamtheit haben die alten Kolonisten, auch die besten, nicht viel übrig. Wie die treuesten, verantwortungsvollsten Juden bei uns zu Hause sehen sie nur ihren Wirkungskreis und die Gegenwart. Er stellte mir einen Liegestuhl in den Schatten seine- Hauses. Als ich erwachte, am späten Nachmittag, nach hartem Schlaf, war ich tatsächlich im Märchenland. Eine herrliche Agava hob ihre schlanken, herben Arme in den wolkenlosen .Ammel, ein Kindlein, braungebrannt, kerngesund, lief singend?er Haustür zu, ein Eselchen trabte vorüber, wohlgenährt und Lebens froh, das greise Ehepaar Schneersohn saß gm lnt'chen, alle Probleme sind begraben, alle Sorgen . 'iajeu weiter, nur ich bin erwacht für diesen unvergeßlichen . .enblick der Freude. Ein Wiener Chaluz kommt vom ' i .lnij mit seinem Kofferchen. Auf dem „Campidoglio", der Ueberfahrt, war er der eifrigste Horatänzer, ihn auf, gesegnete, friedliche SchcM " smf)c Scholle. 3m Wrack durch das Fahr 1823. Auf der Bübne ist di« Revue sehr beliebt. Gerne besucht man sie, wenn sic sich „an alle" wendet — direkt, oder „per Radio" . . . Madame Revue gilt epigrammatisch, „einer Hetzjagd durch'S Leben" gleichend, von Bild zu Bild. Bon cleftrtfcl>cn Sonnen erhellt, zeigt sic uns unser Treiben, hauptsächlich die Grundfesten unserer Welt. Ach, auf was für schöne Beine ist unsere Welt gestellt! . . . Auch auf der Bühne des Weltgeschehens rollt eine Revue. Abwechslungsreich, dramatisch söhne verbindliche Worte), mit Blitzen gebändigter Leidenschäften beleuchtet. Das war die Revue des Jahres 1925! * Unter Jazzband-Stöhnen dauerte die einmal begonnene Verheerung eines Teiles Europas durch den Einfall des westlichen Franken fort. Umsonst waren die in langen Kämpfen erworbenen taktischen Erfahrungen. Stile Positionen mußten aufgegebcn werden. Zluch jene Festungen in den deutsch-westlichen. wie auch polnisch-östlichen Marken . . . Ter Kriegsbericht stellte fest, daß den Franken der Pierpontifex Morgan gesegnet hat. Gott war auch diesmal auf seiten der stärkeren Bankkompagnien . . . In weiterer Folge griff die Krise der Weltwirtschaft um sich, Arbeitslosigkeit. Verarmung verursachend. Vor Tor'chluß des Jabres 1925 vernahm man in Mitteleuropa ziemlich stark eine Musik, die wie fallendes Gold klang. Tie Börsen stellten fest: Ter Zloty sinkt . . . » Jkarischc Spiele am Nordpol. Dargestellt 1925 von Amundsen. Nicht nur Sonne ist einem Ikarus gefährlich — auch Eis. Doch buchte Amundsen einen außergewöhnlichen Erfolg. Er fand ein Land, frei von Paßscherereien und von, Hakenkreuz! * Die Dressur der Angora-Katze mißlang. Heimisch im französischen Salon und russischem Kabinett, brachte sie, behend springend, so manches in Unordnung. Marianne glaubte, es sei nur ein Spiel mit dem Feuer, welches aus Mossul-Lcl leicht entstehen kann. Es zeigte sich aber, daß die Angora-Katze auch auf persischen Teppichen sich zu sonnen versteht. Und haben Sie je ein orientalisches Interieur ohne Damaszener- Klingen gesehen?! 1925 zog auch Angora, gleich Peer Gynt. den Türken aus. Tie Türken orientierten sich europäisch. Ter Fes wurde gegen den Zylinder eiugetauscht und die türkische Hose mit einer scharfen Bügelfalte versehen. Münchhausen würde an dieser Stelle behaupten, daß man sich an einer scharfen Bügelfalte verletzen kann! An den Dardanellen nahm 1925 Äemal Pascha, gemeißelt, einem lebendigen Bilde gleichend, Aufstellung! . . . * In Jerusalem, ans dem SkopnS-Derg«, wurde die jüngste Universität eines der ältesten Völker feierlichst durch Lord Balfour eröffnet. Keine Veranstaltung vereinigte die Vertreter aller Nationen, wie diese! Max Nordan grübelte einst nach, wo sich denn eigentlich das „europäische Gewissen" befinden möge? Bei der Eröffnung der hebräischen Universität war für eine Weile das ganze Weltgewisien am Skopus« Berge zu finden. 1925 war für das jüdische Heim und daZ jüdische Volk ein Anno Santo! * Im Lande der Pharaonen steht seit undenklicher Zeit die Sphinx. — Ter Zahn der Zeit verwitterte ihre Züge und machte sie dadurch nur rätselhafter. . . Die Sphinx ist daS Sinnbild geblieben auch für das heutige Aegypten. Im verflossenen Jahre zeigten sich starke Risie im massiven Bau der Sphinx. . . Aegypten unternahm die Restaurierung ihrer Sphinx . . . (England, bekannt von seiner Pedanterie, sucht das Rätsel der Sphinx nicht von seinem Standort aus, sozusagen insular, zu lösen, es tut es vielmehr, vorteilhaft, an Ort und Stelle. Frankreich löst politilche Rätsel zuhause im eleganten Boudoir . . .) * Das deutsche Volk berief 1925 Hindenburg zur Leitung der Staates. Das war eine feine Pikanterie der Revue 1925. die ein deutscher Schriftsteller treffend wir folgt, charakterisierte: „Es war das Schicksal Eberts, den Kapitalismus in Deutschland zu festigen, wie es das Schicksal HindenburgS war, in Deutschland die Demokratie zu befestigen." (Die Ursachen dieser Tatsachen sind längst kein Geheimnis mehr — „Hindenbnrg sei jüdischer Abstammung! . . .") « Locarno! Versailles war. einen bekannten Ausspruch variierend, eine Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln. ES schuf Sieger und Besiegte. Und Nike schlug heftig mit ihren Flügeln. Zwei Wege führten ober aus Versailles. Krieg oder Locarno. Tertium non datur! Es siegte Locarno, das bedeutendste Ereignis, der Star des Jahres 1925. lieber Locarno erglänzten Strahlen der Hoffnung, die in den Tränen der leidenden Völker sich widerspiegelten. Sie verursachten daL Erscheinen eines Negenbogens, desselben, den einst Gott der Menschheit zum Zeichen gesetzt hat, daß er nie mehr Über sie Schwefel (das sind giftige Gase), Feuer und Pech . .. bringen will. Locarno locuta, bellum finitnm! * Den Schlager wollte 1623 Griechenland liefern! Erblich belastet, glaubten sie, wie einst die klassischen Hellenen, im Wettbewerb immer die ersten sein zu müssen. Die mit Spannung erwartete öffentliche Generalprobe des Völkerbundes lehnte den Text dieses Schlagers entschieden ab. Im griechischjugoslawischen Konflikt mußten die Griechen, voller Wehmut, feststellen, daß sich 1925 nicht einmal der gelungenste Einfall lohnte! . . . * In Scopes, Staat Ohio, protestierten die Affen. Es wurde ihnen endlich Genugtuung! Ein beredter Anwalt vertrat sie leidenschaftlich, mit heiligem Eifer. (Cr starb und wußte allein nichts davon.) Bor der ganzen zivilisierten Welt leugneten die Affen durch feinen beredten Mund, irgendwelche _*• Jänner Nr. 8468 Gemcinschast mit den Menschen zu haben!... Nicht einmal als mißratene Brüder können die Menschen ihnen gelten! Bryans Sieg wäre geradezu epochemachend, hätte er, statt der jüdischen Brbel, die Kriegsberichte 1914 bis 1918 und die Protokolle über die jüdischen Pogrome und armenischen Greuel zitiert! Dies hätte den »numstößlichen Beweis geliefert, daß die Menschen mit den Affen nichts Gemeinsames haben! * (ln Lemberg führte das Jahr 1925 den Steiger-Prozeß mis. Merkwürdig wurden die Rollen verteilt! Ein „Qui pro Quo!" . . . Ans der Anklagebank saß die Unschuld und der schatten eines ganzen Volkes. Verhetzung. Hysterie, ausge flachelter nationaler Haß waren die Kronzeugen. Tie Verteidiger und Proknrator vertauschten die Rollen. Die ersten klagten an, der letzte verteidigte . . . sich! Das Utteil eines gewissenhaften polnischen Volksgerichtes entschied, daß dm- Mittelalter im Jahre 1925 nicht möglich ist! Dieser Prozeß >var die Probe, das mittelalterliche Blutmärchen politisch zu st ei ger n! . . . * 1925. Aufstieg des gewaltigsten aller Diktatoren! Alle Well folgt seiner Spur. Um nicht zu übertreiben, muß ich zugcben, die halbe Welt, weil sich nämlich die eine Hälfte der Menschheit, die Frauen, seiner Führerschaft freudig unter ordnete! Bcn Jvett, der Entdecker des Kreuzworträtsels, heißt der Diktator! Er zog verheerend durch die Welt. Wie einst Attila, eine Geißel. . .. aber nur für die Kasfeehäuser. Bibliotheken und . . . Ehemänner! Ein Lichtblick, der Besse' rung verspricht! Ein hervorragender Fachmann bewies, baß das Kreuzworträtsel-Lösen bei Männern im entsprechende» Alter infolge zu starker Konzentration die Arteriosklerose fördert, und ein humaner Richter der Neuen Welt enschied. daß Rätsellösen in der Ehe einen genügenden Grund für dm' Scheidung abgebc! . . . * Eine Groteske.».In der Stadt von vierzig mal vir- •, Kirchen kämpfte ans 6-1 einzigen Cchachfeldern menschlich-, Scharfsinn! Zäh verteidigte der ungekrönte Schach-Köuü, Lasker sein Königreich! Ernst stimmte ihn seine Niederlage. An der Seine empfing der König-Schach von Persien fröhlich, wohlgelaunt, im Amüsement fortfahrend, die Mit teiknng von seiner Entthronung. Paris ist nicht nur eine Messe, auch ein Königreich wert! . . . Beide — der Schach- König und König-Schach — wurden 1925 von Moskau V?- siegt! . . . * Tie Revue 1925 ging vor sich, begleitet von einem stark besetzten Weltorchester. Das italienische „C" in hohen Lagen, das Klirren marokkanischer Schwerter, das Pfeifen russischer Windsirenen und chinesischer revolutionärer Tam-Tams, (letztere insbesonderes), waren mit Wucht und echtem Feuer... vorgctragcn! (Ungarische E' stleute wollten das Weltorchester des Hasses mit französischen (ach, falschen!) Noten versehen. Noblesse oblige!) Tulo Nnssenblatt. So'dmark-Srdenkfeler. D i e n s i a g den 5. d. findet im Bereinsheim der Zionistischen Sektion 6—8 eine Goldmarck-Godenkfeier statt, bei welcher Musikschriftsteller Dr. Erwin Felder den einleitenden Vorirag hält. Mitwirkende: Julie Goldner-Ellbogen (Klavier), Olga Zo u py (Gesang), Konzertmeister Z im bl er (Violine). Karlen im Vorverkauf. 8. Bez., Bennoplatz 1 a (Tel. 26-2-69), von halb 4 bis 6 Uhr nachmittags. Po?.kartm teurer. W h-ut«. Mit Wirksamkeit vom 1. Jänner wird bei den amtlich aus-gegebenen Inland- und Auslandpostkarten für das Papier und die Herstellung ein Aufschlag zum Werte der aufgedruckten Marke eingeführt. Ter Aufschlag beträgt bei: a) einfachen Postkarten 1 Groschen, b) Doppelpostkarten 2 Gro'chen. Bei den Kartenbriesen wird der bestehende Ausschlag zum Werte der aufgedruckten Marke von 1 Groschen mit Wirksamkeit vom 1. Jänner auf 3 Groschen erhöht. Mit 1. Jänner werden diese Postganzsachen von sämtlichen Vcrschleißstellen nur mit dem Auf'chltg abgegeben. Die bereits vorher zu den bisherigen Preisen gekauften Postganzsachen dürfen ohne Aufzahlung des Aufschlagunterschi-rdes im Postverkehr weiter verwendet werderu Kar moderne ftnulfians. Großzügigkeit ist Trumpf! Der großzügige Kaufmann muß auch in der äußeren Ausmachung den modernen GeschäftSprinzipien folgen. Ties ist der beste Beweis dafür, daß er auch in bezug aus die Qualität der Ware da8 Aeußerste zu bieten m der Lage ist. Ter kauflustige Wiener geht durch die Geschäftsstraßen, um sich zu überzeugen. wo> es die besten Quellen für den praktischen Einkauf gibt. In der Tabor st raße haben es dir Brüder Schiffmann schon, seit langem verstanden, die Aufmerksamkeit aller zu erregen und fest-! Juhaiten. Für die begonnene Wintersaiion hat dieses populäre! kaufhauS mit besonderen Sensationen ausgswarwt. Interessiert , bleibt man vor den AuSlagefenstern stehen, von denen das eine ein! herrliches Stück Schweizer Landschaft mit einem die Tunnels! durchfahrenden Eisenbahnzug, das zweite die Aussicht auf den berühmten MarknSplatz bietet. In den großen Glasregalen des Haus-! einganaes kann man die reichste Auswahl von Winterwaren fürs normal« Bekleidungsgeaenstände in allen Varianten bewundern. Und nun im Innern oes Geschäftshauses selbst eine Feenpracht: Den Traum einer Dame, die sich aller nur Erdenkliche als Geschenk wünscht, wobei selbstverständlich alle diese Wünsche in Ermllung gehen. Denn die Brüder S ch i f f m a n n haben in richtiger Voraussicht für alles vorgesorgt und eS gibt kein Bedürfnis' an Ä.'.genständen des Haushaltes, der Bekleidung und der Woli-s nungseinrichlung, das sie nicht in einwandfre.er Weise befriedigenl könnten. Billig, praktisch, gediegen, unter oieser Devise haben dies Brüder Schiffmann bisher gearbeitet, und so ist es nur natürlich,! daß das große Kaufhaus in der T a b o r st r a ß e 48 zum Zenrrimc der Äauilnstigen im 2. Bezirk geworden ist.

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