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Wiener Morgenzeitung · 1925-12-29 · Heft 2460 (29.12.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2460 (29.12.1925)
Date
1925-12-29
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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mm mm» W.WS Meir, DvenWtz . Vkeyer Wo«««»,tfftww 39, SejwtilBet 1926 «WteB M »Wer HW an die Wiener KathMdr. Der Hevausgeber der „Wener Sonn- und MoritatzS-eitung", Ebenst Klebinder, richtet in seineck.Blat»e an den Thef des Hau^e- Rothschild in Wien einen offenen Br es, in wuchern er für daS Spital der Wiener Juvenqemeinde. welches der BolkS.nünv der Rothschild-Spital nennt, Hilfe fvr>dert. w „ES erscheint begreiflich, daß alle Patienten de 8 Rothschuld-SpitalS für die bewunderslverte ärztliche Hilfe, die ihnen hier zuteil wird, Dan! «aus tiefstem Herzen empf nden. Und da ist e8 gewiß a?ch spycholog'.sch bemerkenswert, daß viele dieser Parteien in ihre Dankbarkeit «och das Haus Rothschild einbeziehen und sich gleichsam als dessen Gäste fühlen. Ja, die meisten von ihnen ßl-aüben, sie brauchten keine Spitalkosten zu atz»kricht'en, weil doch Rothschi!d ohneh in für alle Kosten aufkäme. TaS ist allerdings ein Irrtum, den zu verzeichnen gew'ß keine Unterschätzung der großzügigen philanthropischen Betätigung der Familie Rothschild S.'demel. DaS Spital auf dem Mhringer Gülte! ist nicht bloß die Si.if* lang eines Rothschild, sondern auch die im Jahre 1811 erfolgte weitere Ausgestaltung ist einem Akte der Hochherzigkeit des Barons Albert Rothschild und der Baronin Valentine Rothschild M verdanken. Aber seither hat dc>3 Haus Rothschild das Schicksal dieser Heilanstalt so gal wie vergessen Die meiste Kranken, stwd arm und er ist ein Gebot der Menschlichkeit, ihn.'n Aufnähme zu gewähren, ohne auch nur einen Heller als Beitrag für die Spitalrkosten zu verlangen. In folge dessen hat das Rothschild-Spital mit einem jährlichen Milliardenpefizit zu kämpfen, da8 di« Kul» tuSgemeinde zur Gänze aus ihr em Wohl fahrt Sfonds bestreiten muß, so daß wieder andere wichtige Zweige der Humanität, für die dieser Fonds eigentlich bestimmt ist, schwere Einbuße erleiden Und gerade weil ich weiß, daß das Haus Rothschild in Wahrung seiner edlen Tradition auch heute, ohne daß es die Oeffentlichkeil jemals erfährt, Wohltätigkec! im größten Stile übt und die Ro: zahlloser Menschen lindert, wage ich er, eine Bette auszusprechen. Ich bitte Sie. hochverehrter Herr Baron und Ihre hochverehrte Frau Schv.ster Baronin Valentine Springer-Rothschild, der kein menschliches Fühlen fremd ist, daS Rothschild-Spital, dieses Denkmal sckMiec Nächstenliebe, unter Ihren Schutz zu nehmen. Ich will mich! an die stolze Tradition de- Hauses Rothschild appellieren, sondern an Ihre edle Gesinnung, dle mir die beste Gewähr dafür ist, daß me'ne Bitte baldige Erfüllung findet, zur Ehre des Namens Rothschild und zum Segen der leidenden Menschheit, für die dieser Name stets gütiges Verstehen und freigebige Hilfe bedeutet. Indem ich mich Ihnen, hochverehrter Herr Baron, bestens - empfehle,. Mich Ihr ergebener . Ernst Klebi«der." Hr. Ml Abraham »eftorben. Der älteste Schüler F«M. Am 28. d. starb in Berlin der Nervenarzt und Psycho- Analytiker Dr. Karl Ahraham im ä8. Lebensjahre. Abraham war ejner der ältesten Schüler Freuds und der erfotzreichste Vertreter der Psychoanalyse in Deutschland. Ihm verdankt die Medizin tiefer«. Einblicke in das Wesen bestimmter Geisteskrankheiten, wie der Dementia praecox und der Melancholie. Abraham war der Begründer und Führer der psychoanalytischen Bewegung in Deutschland. Das besondere Ansehen, das Abraham in der internationalen wissenschaftlichen Welt genoß, kam nnier anderem auch dadurch zum Ausdruck, daß er wiederholt bis zuletzt der erwählte Präsident der Internationalen Psychoanalytischen Gesellschaft war. _— Wassermann über den Aormnrs des PlaMr. Berlin, 28. Dezember. (Tel.-Komp.) Jakob Wassermann sendet der ,Mssischen ZkickiNtz" ans Alt- Ausjee eine Erklärung, in der er sich gegen die von amerikanischer Seite erhobenen Verwürfe, daß er sich eines Plagiats schuldig gemacht Wte, verwahrt. Zn der Behauptung, daß er gvwisse WfchMe Mer Novelle „Da 8 Gol d v »n Eax a ma l ea" dem Buche des aurerickanvschen Histmilkers PvÄoott Eroberung von Peru" entirommen habe, bemerkt der Dichte^ er habe die Arbeit als Studie für einen großen KwttMrowrn MiLLwommen, den Plan dann aber aufgegeben und dis Studie in Form elvuer Ch ronik -gefaßt, einsr dichterische-n Fiktion und sie soeben Wünschen sMiger Freunde nachgebend, die sie kennen gelernt hätten, verüssenÄicht. Daß die Benützung des Prescottschen Werkes nnbemerkt hleöben würde, «so fahrt Wasftrmann fort> -ionnie ich 'dabei kaum «Marlon, da es die klassische, fast eiuziige Darstellung jener Epoche iist, die ihrerseits wieder auf älteren Quellen Leruht. Es gab also hier Nichts zu verbergen, da jeder mit'dem Gegenstand vertraute, sich jederzeit von der Tatsache überzeugen konnte. Mer ich -habe noch nie gehört, daß die Benützung eiines HiistumNs zu einer hisDrtschen Dichtung, deren Gewand er vorwebt. als plagiatovisches Delikt zu gelten habe, aüch wenn, sie wöMch geschieht. Denn dort handelt eS sich um unverrückbare Pakten. hie»r um Weitersiühvung der Pakten zu seelischem Konflikt. M Sttase der Sofen. Einer Mitteilung dfs „Jsr. FamiliMattes" zufolge, hat die Stadtverordnetenversammlung zu HatbeWdt mit N Stimmen (Airgerblock) gegen 13 Stimmen (ßenmtnt, Sözialdeinvkralen und •itomnumifteh);die Rü «kl a u f e d e r Ra t h e na u st ratz e in „Mügstraße" beschlossen, . l, Kärn «erstrass11 —15 51 LU ESTE R 1925 1 R ei chgestlckt es Pariser Perl Kl eidch en aus Crepe de Chine in herrlichen Ab’endfarben 8 99 im I. Stock L Sie fiouinenintoftroDte im Angspitzengebiet. München, 28. Deze-ckAr. M.-Ko-mP.) Ueber die Lawinenkatastrophe im Zugspitzengebiet liegen nunmehr nähere Einzelheiten vor. Danach hatte trotz der ungünstigen Witterung sine neunköpfige Skifahrergefellschaft den Ausstieg auf die Zugspitze untsrnlom«men und dabei den Weg Rer d^n. im Sommer gefahrlosen österreichischen Schneeserner gewMt. Einige hundert Meter hinter der Ktt-orrhütte wurde diie ExpedMn m Schneetreiben und Sturm Plötzlich von einer Lawineüberrascht. Die zu Tül gehenden gewaltigen Schmemasien erfaßten die nenn Dkifthwr, die bei der Schnelligkeit des Lawinensturzes keine Zeit mehr zur Rettung fanden, rissen sie mit sich, und verschütteten sie. Sechs von ihnen gelang es. sich mehr cd-er weniger verletzt aus den Schnoemaffen heraüSzuarbeitLN: und sich mkchsesig zm Knorrhütte züM-. zuschleppen, wo sie völl^ig erschopft eintrafen. Hier wurde ihnen die erste Hilfe zuteil und von hier aus wurden dann die alpimistischen Rettungsstellen in Garmisch und Partenkirchen alarmi-e-rt, die sofort eine Führerexpedition p der Knorchütte schickten. Trotz mühevollster Aöbs'it war es den Rettungsmannschaften wicht möglich, die unttzr der Lawine begrabenen drei Skifahrer zu bergen. Mn -mußte sich auf -den Abtransport der sechs Verletzten beschränken. Sowohl di« drei Getütetendie Dourvste-n Glaser, Mitgutsch und Sedlacek als auch die silbrigen verunglückten Mfahrer stammen a>uS München. Die Nachforschungen nach den Leichen werden trotz des anhaltend schlechten Wetters fortgesetzt. Das zweite Unglück ereignete sich an demselben Tage an der 2600 Meter hohen, zum ZugfPitzenmaffiv gehörenden AlPUtze, Mo zwei junge Skifahret, die gleichfalls aus München stammen, von einer Lawine verschüttet wurden. Der eine von ihnen konnte sich nach dreWndigen Anstrengungen selbst aus dem Schnee herauSarbeiten- und ans der etwa zwei Stunden entfernten KreuzegghWe HW herbeiholien. Di« Rettungsexpedition konnte Doch nach mchrstündiger -mühevoller Arbeit den zweiten Skifahrar, den 28jährigen Angestellten Obered-er, nur noch als -Leiche borgen. Drei Wiener durch Schneemassen verschüttet. i Samstag hat sich in der Nähe von.Schladming ein furchtbares TouristenungI ück ereignet: UnderhaW' der I g l a chs ee h ü t t e sind vier. Wiener Touristen, von' «HHHewaVtzeySchneelawine erfaßt-mdverschüttet worden. Räch schwierigen Retiungsav^eiten konnte einer der vier BevWtteien, der Wehr-mann Fritz Pelzer aus Wien, lebend geborgen werden. Die -übrigen Teilnehmer der Dmur, die mittlerweile gestorben sein dursten, werden noch vermißt. Es -sind dies die 22jährige Schneiderin Mrianne D ü n g l aus Wien und die beiden Wiener Wrhrmäuner Johann Nieder führ und MoiS H^e bei ch. Tödliches LawinennnglüE in den Stubaier Alpen. Innsbrucks 28. Deplniber. Wie die ,Keuche Zeitung" berichtet, unternahmen vier Herren ivährend der Weihklachtsfebertage eine Skitour in die Stubaier Berge. Am Sonntag vormittags fuhren sie von der Starkenburghütte ins Tal. zurück. Als sie einen Graben passierten, riß sich eine Lawine los, die zwei Herren erfaßte und in die Tiefe riß. Während der eine sich an der Obsrflache des Schnees halten konnte, verschlWnd der zweite, namens Perle s aus Garmisch-Partenkirchen, in den Schnvemassen. Eine R e t t u n g 8 « x p e d i t i o n, die isasort aitHing, hatte bisher keinen Erfolg. Berlin, 28. Dezember. (Tel.-Komp.) Nach einem Nürnberger Telegramm der „Vosiischen Zeitung" hat sich, wie erst jetzt bekannt wird, in der Nacht vom 25. auf den 26. d. in Erlangen ein furchibares Drama abgespielt. Mehrere junge Lmte bewarfen einander mit Schneeballen. Dabei würde der 21jährige Student Teich er, der Sohn eines Landesgerichtsrats in Aschaffenburg getroffen. Der Sckdeni stellte den zufällig vorüberkommenden Werkmeisir Eckart, als vermeintlichen Schneeballwerfer, zur Rede. Nach kurzem Wortwechsel Achtete Teicher einen Revolver auf Eckart uck> schoß 'diesen so unglücklich ins Herz, daß er sofort tot zusammen- . stürzte. Als Teicher sah, was er angerichtet hatte, brachte er einen.iötli chen Schuß in dje Schläfe bei. FMch mutz vor GeM. Der -Leipziger „Hamrner"-F r i t s ch war vor einem Jahre zu drei Monaten Gofängnis verurteilt worden, weil er eine Reihe der dümmsten Behauptungen gegen Herrn Max Marburg, Chef des Hamburger Bankhauses Marburg, erhoben hat. Ueber ^ie.vpn! ^tsch --eingelegteBerufung.-M -am 15- Jänner 1926 vor dem Landgericht Haruburgverhandelt werden. - ' - . Fritsch hatte in seiner Zeitschrift „Der Hanlmer" sowie in seinen antisemitischen Flugblättern 'davon gesprochen, daß Max Marburg, der während der FriedeusverhaMungen M Versailles alvon -er deutschen Regierung bestellter Sachverständiger futt* gierte, gegen die deutschen Interessen und zugunsten des E«- ' tentekapitalismus gewirkt hat. Als Herr Warburg die erste Klage gegen Fritsch einreichte, leistete Fritsch in aller Form .Abbitte, woraufhin die Klage zurückgezogen wurde. Spater jedoch wiederholte Fritsch seine Behauptungen, für die er wie er vor Gericht zugab - einen WohrheitSbeweis auch nicht wurde ein neuer Vorstand gewählt mir Herrn M. BaltianSkt? Hagevbeik. Die kleine Gret>l war schr aufgeregt. Sk gmg das -erste -Ml in den Zirkus und enkundigte sich svrtüvähmvd, ob die Baven ihr auch wirklich nichts tun könnten. Auch hie Meu, vielen Menschen, die am Abend um die Eingänge staniden, die Vorhalle und die Ränge füllten, waren ihr nicht ganz Mchnr. Ader alle Sorge war verschwunden, als die Clowns in die Manege kuge-lvcn und das PubNnm begrüßten. Grell dankbe Mg. ÄS Herr Zoll gerade vor ihr die Krampe schwenkte. Der Baqnerv Alfred, mit seinen CowboyhoisW, lenkte sie eht wenig ab und die SHetland-PouyS freuten sie sehr. Aber erst die drei herzigen Affen, die so knmmervoll dveinfahen und Lausbübemeu anMhrton — der oiite aß die Manschette von iseiivem SeSdenräckchen auf — imponierten ihr uwd sie wollte durchaus himnwr zu ihnen. Dann kamen die Pferde! AMschtimural» Bwmwe uaw Rappen liefen dnrchsimn-der, im Kreis, in Schlangenlinien, m Ach-tem, bettelten um Zucker, schnaubten und stampften. Gvetl sch mit glänzenden Augen-dveip. Daß die Blackburns in ihvear Matrofemruzilgen auf dem SchiffSmaft und der Doppelleiter sich so bewegten wie ein normaler Bürger auf d«m Erdboden, war kh-r erstaMbich. Weniger cmgenchm, daß der Me, nachdem er dem anderen hoch oben auf den Bauch trat, aus dfotem Revolver schoß. Die drei Schweden, die einander chrfvigten, Lohengrin aufführtM, ins Wasier fielen, daß es spritzte mrd dann eine lebendige Ente Äs 'Sängerin Vovführtem, reizten zu Lachkrämpfen.- Dann waren di« Eisbären da. Ein Dutzend prachtvoller Bestien — Gretl sagte Bettvorleger — balgte sich und kroch murvenid herum. Zwei tranken aus her Milchflasche. Grell wußte nicht, wchin sie zuerst schauen müsse. Und erst die wilden Löwen! Es war sehr hübsch. Die Großen wurden Mg.mit den lachenden Kindern, die in die Hände klatschten und -sich wicht gewugtun kvMwn im Dank an die ÄÄnsÄer, die das Wierr^ PMllmn gerne wieder sah. Wien, M. Dezember. * Das Vetter. Es ist wieder milder geworden. Die Voraussage lautet: Warm, zeitweise Ni-cderschlüge. * Klub radikÄer gionisteu. Mittwoch den 3g. d., 8 Uhr, findet im Cafe Industrie (Souterrain), 8. Bez.. Porzellangasse 39, eine interne Besp rech ung.statt. Organisiert«, im 9. Bezirk wohnende Zionisten, welche Anhänger des radikal-zionistischen Programms sind, willkommen! * Prostflor Eduard Baneth 70 Jahr« alt. Ans Berlin meldet I. T. A.: Der 70. Geburtstag des bekannten Dozenten der Talmudwissenschaft an -er Hochschule für dis Wissenschaft des Juventums, Prof. Dr. Eduard Banetb. wurde am LZ. d. durch eine solenne Frier begangen. Vrvf. Baneth stammt aus alter, hochäugesehener rabbinischer Famcki«. Sein Urgroßvater war Ravbiner in Alt-Osen in Ungarn, fein Großväter in Neutra, sein Vater in Llpto Szent-Miklos, wo auch Prof. Baneth geboren wurde. Er studierte Unter seinem Vater und an der Jeschiwah zu Preßburg Talmud, absolvierte daS Gymnasium in Gnesen und studlerte dann am Ravbinerseminar in Berlin und an-der Berliner Universität Mische Theoloaie und orientalische Sprachen. An der Universität Leipzig promovierte er Summa eum laude. Professor Baneth war zuerst Rabbiner in Krotoschin, und als dort Reformen, die er mißbilligte, eingeführt würden, folgte er einem Rufe als Dozent für rabvimsche Wissenschaft an der Hochschule W Berlin und bekleidet diesen Posten seit nunmehr 30 Jahren. Von seinen Werken ist besonders bekannt geworden die Arbeit „Samuel HanagL als Staatsmann und Dichter", dann ^Ursprung der Sadocheer und Boethoser", ferner seine Herausgabe des Kommentars des MimonLeS zum Traktat „Avoch", sein „Mischna Seder Mord" und seine außerordentlich wertvolle Arbeit über die Reumondberechnung ves Maimonides. » Dienstjubilaum. Die hochbetagten Insassen der isvaelitischen Versorgungsanstalt in der Seega ober um Herrn Jo jübiläum ft rüsten zu einer schlichten, ür den Anstaltsverwalter. o herzsicheren Kundgebung ... .... ..._ ef Popper, der am 1. Jänner das Ajäbrige Amtsbegcht.. In nimmermüder Hingebung an^seinen Wirkungskreis hat Verwalter Popper seine Aufgabe vornehmlich darin erblickt, den Lebensabend seiner greisen Schützlinge bchrzlich zu gestalten und mit jener liebevollen Sorgfalt zu umgeben, die sie das mangelnde Eigenheim ohne Tmbsal vergessen laßt. * Sterbefall. Am 83. d. ist hier der Medizinalrat Dr. Gabor Hoeflich gestorben. In chm verliert der bekannte Schriftsteller Dr. Eugen H o e f l i ch seinen Vater. * Leichenbegängnis. Der Korrektor der „Wiener Morgenzeitung" Herr Johann Hofmann, wurde gestern unter zahl« reicher Beteiligung des technischen Personals unseres Blattes zu Grabe getragen, um den Verblichenen trauern zwei Söhne und eine Schwägerin Der Obmann des Klubs der Zeitungsfttzer, Schestäk, hielt dem Verstorbenen einen warmen Nachruf, m dem er dessen Verdienste um die Buchdruckerorganisation hervorhob. * Todesfall. Nach langem schiverem Leiden ist hier der vieljährige Buchhalter der Firma Kary, Herr Siezftled Stern, im 63. Lebensjahre aestorben. Der Verblichene, der sich wegen einer außerordentlichen Korrektheit allgemeiner Wertschätzuns erreute, wurde vom Gremium der Kaufmannschaft durch Verleihung m goldenen Medaille für mehr als 40jahrige D i e nst l ei st u n g ausgezeichnet. Er hinterläßt eine Frau und eine unmündige Tochter. Das Leichenbegängnis findet Mittwoch um dreiviertel 12 Uhr mittags auf dem Zentralfriedhofe (1. Tor) statt. * Selbstmord des Komponisten Dienzel. Der unzrrische Liedsrkomponist Oskar Dienzel hat sich in Budapest vergiftet. Er hatte sich von seiner Frau scheiden Wen, um eine andere zu heiraten und erlebte in der zweiten Eh« eme große Enttäuschui^. Er versuchte, wieder Beziehungen zur ersten Frau anzuknüpfen, die aber von chm nichts wissen wollte. * Ein tödlicher Anfall aus der Klinll Wenckebach. Die HauSgchilfln Hecckine Haindl hat am ersten WeihnachtStage zusammen mit ihrer Schwcher Joscsine Vie dritte Schwester, ..Henriette, die auf der Klinik W« ucke hach im Allgemeinen Krau' hause Bedienerin ist, besucht. Hermine wollte sich die Haare breir- NeN. Ein Spiegel geriet plötzlich ins Rutschen und schleuderte-derl brennenden Spirituskocher der Hermine Hamdl in den Schoß. Die Unglückliche eilte mit brennenden Kleidern jn den Garten. >vo

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