Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2458 (25.12.1925)
- Date
- 1925-12-25
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Gelte 4 W'e«. Freitag Wiener Morftrugett««- W. sLMnbn IW Nr. 2M S. W I L L N i l H ZUM ZÜRICHER SEiDcHH US «, ItN, I. BAUERNMARKTES BOT Bon weit stärkerem aktuellem Interesse' ist Cie. Entwicklung der beiden Institutionen in bezug aus' ihre Propaganda« Methoden und deren gegenseitige AbgrenzuM. Einer d?r,. Grundgedanken -e8 Kerey Hajefscd bei seiner Gründung war diel Erneuerung deS uralten jüdischen Maasserprinzips. Der Keren Hajesscb sollte nicht aus der Sammlung von Spendest beruhest,' sondern aus dem Bewußtsein, -aß alle Juden v? rp s lichl e t lind, für Dm Aufbau Palästinas, für die Schaffung der nationalen Heimstätte, für die Erneuerung und Reprcyuktivierung des Judentums am ernsthaftes Opfer, eine Steuer, beiz»tragen. Dieser Gedanke der Steuer, der Maasserleistung, ist seither in immer allgemeinerem Maßstabe, wenn auch in verschiedenen Ländern in verschiedenem Grade, der Verwirklichung näher grbracht worden. Allerdings kann man sich auch in dieser Bez'.chung nicht vechchlen, Latz die Jchreskönferest; im Jahre 1920 die Situation doch weit optimistischer betrachtete, als durch die folgende Entwicklung gerechtfertigt würde. Es genügte nicht, an die Juden den Appell zu richten, ein Zchntel ihres Vermögens oder chres Einkommens als Wasser für den Kenn Häjessod herzugeben; die Inden mußten durch systematische Aufklärung, durch eine intensive Propagandatätigkeit erzogen werden, ehe sie zu ernsthaften Opfern bereit waren, und auch heute noch ''st dieser Erzichungsprozeß keineswegs abge'chlcsfen, sondern kaum über dir ersten Ansangsstadien hinaus gediehen. Immerhin hat die Londoner Jchreskonferenz gerade darum eine hohe Bedeutung gewonnen, weil sie einen neuen Weg zur Aufbringung der für den Palästina' aufbau nötigen Geldmittel gezeigt har. Bis dahin kannte man nur die Mechrden, wie sie in durchgebidem Weise vom Keren Kajemeth angewrstder wurden: die Veranstaltung von Massenaktionen un-d die Prc^aganda durch bestimmte Sammelmittel zur Gewinnung kleinerer und größerer Spenden (Sammelbüchsen, Baum'pende, Goldenes Buch) sowie die Ausnützung von Gelegenheiten, die von den Juden traditionell für Spenden bevorzugt werden (Alioch, Nedarim, Festtage). Im großen ganzen läuft diese Methode daraus hinaus, die präsumptiven Spenden dort p erreichen, wo sie in Masten beisammen und der Propaganda besonders zugänglich sind, cder aber sie durch eine bestimmte Art der Propaganda so zu bearbeiten, daß sie gelegentlich ans eigener Initiative kommen und ihre Spenden bringen. In dem Augmblick, in dem man ernsthafte -Opfer, eine sterrcrartige Abgabe verlangte, war es klar, daß diese Methcbe nicht zum Ziel führen konnte, daß es vielmehr notwendig sei, jeden einzelnen anfzusuchen und individuell so lange zu bearbeiten, bis seine Bereitschaft, zu geben, in einem gewissen Einklänge stand mit der Forderung, die an chn gestellt wurde. Und tatsächlich ist ries die Methode, die vom Keren Hajestod vom ersten Augenblick an angewendet wuche und die ihm seine- Er folge gebracht hat, Erfolge, di« vielleicht im Verhältnis zu den Menschen und Hoffnungen des Jahres ISA) bescheiden fein mögen, gemessen aber an Leistungen früherer Zeit und in Anbetracht der sehr schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse in den letzten Jahren sehr beachtenswert sind. Als di« ersten Vereinbarungen zwischen den Direktorien abgeschloffen.tourten, verlangte der Keren Kajemeth bloß di« Anerkennung seines Vorrechtes auf Anwendung seiner traditionellen Eammeimechoden und den Verzicht SeS Keren Hajrffod auf deren Nayahmiing. Als aber der Keren Hajrffod seine Methode auSbildete und es sich zeigte, daß sie Erfolge brachte, da war es nur begreiflich, daß da und dort die Mitarbeiter deS Keren Kajemech von ihrem ausschließlichen Privilegium auf ihre bewährten alten Methoden weniger Gebrauch machten, sich vielmehr bestrebten, auch für ihre Arbeit die Methode der Keren Hajeffod anzuwenden, reren charakteristischer Bestandteil der Ernzelbesuch des Propagandisten bei dem Spender ist, der in eingehender Aussprache durch indioiließen, es für ^selbstverständlich betrach, ieten, für ihre Person Ausnahmen und Vorteile zu hadey. Da aber gleichzeitig strenge Strafen zur Erzwingung der Vorschriften bestanden, so vermiß jeder ängstlich, Unberufenen Einblick in sein Gebaren zu gewahren» und gerade diejenigen, die in gewissenlosester Weise die allgemeine Notlage mißachteten, konnten sich an Heuchelei nicht genug tun, um möglichst jedem Verdacht und jeder Kontrolle zu entgehen. Durch die unmöglichen Forderungen an Enthaltsamkeit wurde der letzte Rest von Mitleid und Gewiffenhaftigkeit bei den allermeisten erstickt. So können wir Popper-Lhnkeus nicht genug danken, daß er uns von der Pflicht, jeden zu lieben, da es Wider die Natur des Menschen ist, befreit, und uns dafür nur die Pflicht, Recht zu tun, auftrlegt, eine Pflicht, die bloß der Achtung entspringt. Er hat uns aus dem Kreise des Unmöglichen in di-e Sphäre des Erreichbaren gebracht und uns vom Laster der Heuchelei befreit. Das war seine Sendung. Ein Zeitgenoffe sagte von ihm: Er war ein Sehender, aber kein Seher. Die künftigen Geschlechter werden erst erkennen, daß er der e i n z i ge wahre Seher seiner Zeit war. Und wenn wir irgend einem der großen Lehrer der Menschheit, irgend einem, der uns als von Gott gesandt und heilig gilt, als Stifter einer Religion, einer neuen Offenbarung bezeichnen, so verdient dieser Edle, dessen Lehre vom Menschenrecht, von der Achtung des Nebenmenschen, seinem ureigensten Wesen un.d seinem ganzen Wirken entsprach, in vollem Maße dieses Epitheton. Und um ein triviale-, leider oft mißbrauchtes Sprichwort . anzuwenden, können wir auvollster.Ueberzeugung ausrüfen: „An Poppers Wesen wird die Welt genesen, Nächstenliebe war sein Wesen Nach sie »recht ist sein Gebot." IN SIIOENSrOFFiN Für Abend-, Tan Z' und Gesell* c ha ft s-KMder ' In elleriroderiateb hi ben, in jeder Quaitat zu konkurrenzlos billigen Preisen i Wir offerieren qö heute bis IS, Jänners DucbctM*'L«tn£ in 30 acbÜnab S Crepe d« C ine, Mt em. 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Der Keren Hajesscd mußte leiden, da ein Parallel fonds die gle.che Mechooe anwandte, aber mit weniger strenger Forderung; der Keren Kajemeth andererseits erfreute sich nur eines ScheinersolgeS, «c.ir seine trcb'.tionellen und wohlbnvährten Sammelmittel gerieten in Verfall, die Mrthrte der individuellen Bearbeitung aber konnte, da sie naturgemäß nicht von der beherrschenden Maafferforderung getragen war, den Ausfall nicht wettmrchen. Es sei betont, daß diese Erscheinungen sich tatsächlich nur in einer gewissen Zahl von Ländern mehr oder weniger stark geltend machten. Die Erfahrungen der letzten Jahre sind nunmehr in einem neuen Abkommen zwischen K^ren Hajeffod und Keren Kajemeth niedergelegt worden, das sich auss-hli-.ß.ich auf die A'gr.mznng der beidcrsei'igkn PrepagaMmchöden erstreckt, und dcs nicht mehr n.:r den Keren Kajemech gegen die Nachahmang s.iner Arbeitsmethoden durch den Kcr:n Hajeffod schätzt, sondern das auch' in der umgekehrten Richtung das E.'forder iche varsi h. Das Moinmen, das vom 14. Zionist.'ukmgrez t;t W eu b:stä! g:nd zur Kmntnir gerammen wurde, ist von größter Bedeutung für die weitere Arbeit der baden Fonds, da eS alle in der Prcx S auftaluhendm Streitftagou von vornherein;>.' regeln sucht, jo nach.'Möglichkeit -darauf hinwirk^r will, solche Streitfragen erst gar nicht entstehen. Der Keren Ka,emeth w'rd als Spendenf o n d 8 bezeichnet,' dem alle Formen der. sich an die Gesamtheit wendenden Gelegenhe it 3 aktivn Vorbehalten sind: Blumentage, Sammellisten, Alioth 'ini Nedar'm, Synogogl n- und FcicrtagSsammlungM. Bisace und feslliche Beranstal ungen, Abzeichtnverkaus, die Büchsknsamnebng. das Go dcNe Buch. Verlosung und Lotterie. Insbesondere wird der Keren^ Kajrm-.th auch wei e.hin seine Iraditionellen vier Massenaktionen im Mmat Tischri, zu Chanula, Purim und zum 20. Tamus (Herzls 'Jrhr:sze.t) durchführen. Der Keren Kajemeth darf nur Spenden in bar en gegen- - nehmen, keinerlei Zeichnungen oder Berpflichiung-m, mit A s> nähme von Testamenten, S iftungen oder Belichtungen. Damit entfällt auch die Möglichkeit für den Keren Kajemeth,. Aktionen durchzusühren, die von E'nze'prrsonen individuell: Zahlungen und Zeichnungen auf bestimmte Betrage verlangen, wie d'e vor kurzem in einzelnen Ländern durchgeführte Dunam-? ion (Landspende). Der Keren Hajeffod beruht dem gegmüber auf dem Steuersystem Er setzt für jedes Land einm Minimalb itrag fest und hat das »uSschließiiche Recht, jede Farn der Besteuern rg anzuwenden. Insbesondere ist die Methode der Einzelbesuche ihm Vorbehalten. DaS Abkommen will auch iu.. jenen Fallen, wo die Abgrenzung nicht restlos durchführbar ist, eine Vermengung der Arbeitsmethoden vermeiden. Daher setzt es fest, daß Sammlungen des Keren Kajemeth bei Banketten, Beronstaltunzeu u. dcrgl. niemals nach der Methode des Keren Hajeffod tzurchgesührt werden dürfen, das heißt so, daß der Sammler ans den einzelnen Spender unmittelbar einznwirken s'icht, um eure möglichst hohe Spende von ihm zu erhalten Die vier früher ertbämten Aktionen des Keren Kajemeth müssen den Charakter von Maffensammlungen trag.n, und wem in ihrem Rahm?n Haass »nmlungen durchge ührt werden, so dürfen diese jedenfalls nicht den Charak er einer Reihe von Einzrlbesuchen erhallen. Es ist insbesondere darauf h ngewiesen, daß bei diesen Smml ng.'n dicjen'gen Kreise, die für die Lkeren-Hajessod-Arbeit^ in B.'toacht kommen, nicht so in Anspruch genommen werden dürfen. ):ß ihre Mitarbeit im Keren Hajeffod ungünstig beeinflußt werden könnte. ES ist ja in vielen Länd-.rn eine immer wiederkehrrnde Erfahrung, daß ein 'gew'sser Mang l an Personen besteht, die geüanet und bereit sind, an derartigen Aktioneri teilzünehmen. Jene Mi arbriter, d'e über eine gewisse soziale Stellung, Ansehen und Einfluß v.'rfügen und deren Besuch den präsumptiven Spender zur rsschen Hingabe eines erheblichen Betrages veranlassen kann, sollen nach Möglichkeitnur für den Keren Hajeffod arbritrn, da sich ja etifahrUngSgrmäß die Wirkung solcher Persönlichkeiten abnützt, wenn sie wi dechalt an den gleichen Spender herantreten, und daher ihre Mithilfe jener Aktion Vorbehalten werden soll, die höhere Leistungen fordert Md auch die umfassendere Aufgabe in Palästina zu er« füllen hat. Es. soll darauf hingetviesen werden, daß diese Abgrenzung der 'Propagandamethoden, die erste, die den Bedürfnifleu beider Jnstitutwn n Rechnung trägt, kein.'swegs das Ergebnis eines Kampfes oder-gegenzeitigen Feilschens ist, sondern sol'eüchtig aus der Wtwicklung der Arbch in den letzten Jahren herv-rging und $. WILLNKIM SEIOENHAUS WIEN, TUCHLAUBEN « ans dem aus beiden Sei'en stark und lebhaft empfundene B:lüch 'inS, im gegmjeil.g.n E nv.r:ehm n zu a:b:!t n. Beide FoM sind notw:nd'g sind vitale E.sor:eruiss.' d:S Prä'tinaruj.a^s; 'für beide ist P atz in der jüdischen Wel: un» j b:t van ihn:» Hann, wenn er. das ihm z'.'.g.wiesene und se n.r Artur nach Vorbehalt ene Cebie:. intensiv b:arbeitet, stille b She.igen Erfolge noch sehr wc'entiich ausbaueu und erhvh.n Zvischen den beiden Jnstiiutionr» soll:e nicht Konkurrenz, sondern Znsoinmenw'crk n Heftchen und es Wirt ein wertvolles E'gednis der beim Wiener 'Kongreß geleisteten Arb-.it sein, wenn der auf die Abgrenzung der Meihoden der Keren Hrjessod und deS K:ren Kajrme h gerichte e Beschluß durchgeführt rpirt, d'ß M!ßv:rständnijss und Differenzen, wo sie vereinzelt noch vorhanden sein sollten, endMig beseitigt werden. Die ToittistiHPalästina. L Einer der all-crwichtigsten Faktoren der Wirtschaft Palästinas ist die Touristik. Wenn diese Erkenntnis auch schon fest langem in den für die Wirtschaftspolitik veran'.wortlichen Kreisen herrscht, so haben dennoch die damit zusammenhängenden Fragen in der Dislussicn über die Wirtschaftspolitik Pa.ästinas bisher eine kleine Rolle g.spielt. Die Lage Pä.ästinas, seine landwirtschaftlichen R.üze, die heiligen Stätten und das Qiticrcffc, das in der ganzen Well durch die zionistische Propaganda für diescs Land entstanden ist, prädestinieren Palästina zu eurem Touristenland ersten Ranges. Aegypten ist seil Jahren der Mittelpunkt der Touristik im Mittelmeer. Die Gründe hiesür sind vor allem die Denkmäler seiner Jahrtausende langen Kultur, der Fortschritt und Reichtum des Landes unter der englischen Brrtvaltung und nicht zuletzt die Verbesserung der Verkehrsmittel, an der dre englische Mandats- Verwaltung zusammen mit den einheimischen Regierungsorganen seit Jahren, gearbeitet hat. Mahrer.d die türkische Herrschaft m den übrigen Teilen des östlichen Mittelmeeres jeden For,schritt verhinderte, eniwickeite sich in Aegypten, Hand in Hand mit der, übrigen Erschlies ung des Landes, ein modern.s Hotelwejen, ein, Netz von Luxusbahnen und anderen Berkchrswrgen. Kein.Wunder, daß die großen Touristengesellschasten Amerikas und Englands den Schwerpunkt ihrer Mitlelmeerreisen nach Aegypten virtegten. Eigene LchifsahrtsgLscÜschasten wurden von ihnen auf dem M gegründet. Die Touristengesellschasten erwarben Aktien der großen Hotels; so entwickelte sich eine mustergültige Fremdenverkehrsorganisalion. Die Regierung förderte alle Bestrebungen zur Hebung des Fremdenverkehrs und eine großzügige Propaganda in Europa und Amerika sorgte, dafür, daß das Interesse an Ägypten . nicht einschlres. Nur ein kleiner Teil des Touristerftromes^ der nach Aegypten kam, reiste aus einige Tage nach Palästina und Syrien. Während Aegypten aLe Apnehmlichkeiten timr modernen Reiseorganisation bot. waren die Verhältnisse in Palästina diametral entgegengesetzt. Die Reisegesellschaften, die rn Aegypten ihr Zentrum hatten, waren an einer Entwicklung emer wirklichen Toursstik in Palästina und Syrien gar nicht inlereffiert. Ihre ungeheuren Investitionen konnten sich nur rentieren, wen» Aegypten ddS Zentrum des MitielmeereS wurde und kleine Ausflüge nach den hnligen Stätten Palästinas und nach der orientalischen Welt Syriens den Auser.lhalt in Aegypten reizvoller erscheinen ließen. So bestand der Fremdenverkehr Paläsi.nas vor dem Kriege im wesentlichen aus Pilgern, di« in großen Menge« kamen, in Hospizen beherbergt wurden und nicht als eigentliche Touristen betrachtet werden konnten. Ein weiterer Faktor des Touristenverkehrs in Palästina waren und sind die Mittelmeerkreuzsahrten der verschiedenen großen Reisegesellschaften, die, während sie auS den oben emähnten Gründen längere Zeit in Aegypten anlegten, einen kurzen Aufenthalt in Palästina machten, um ihren Reifenden die heiligen Stätten zn zeigen. Der Weltkrieg und die damit verbundene Reuregelimg des BesitzverhaltnisseS in Palästina veränderten auch den Umfang und das Aufsehen des TouristenftronieS, der nach Palästina kam. Während in de» Porkriegsjahren, wie schon obrn erwähnt, der größte Prozentsatz des. Fremdenverkehrs von Pilgerfahrten bestritten wurde, so gingen diese mit dem Zusammenbruch > Osteuropas und den Veränderungen in Mitteleuropa stark zurück. Auf der anderen Seite kam m Massen der kleine jüdische Balboß ins Land, um Existenzmoglichkriten zu suchen. Er reiste infolge der Verordnungen der Regierung mit einem Touristenvisnm und wurde dementsprechend statistisch erfaßt. Im Zusammenhang mit dem wachsenden Jrueresse Europas und Amerika an dem vorderen Orient wuchs automatisch auch die Zahl der 3-biS-vier-Tage-Touristen in Palästina. In verhältnismäßig kleinem Umsang nahm aber auch an der Steigerung des Touristenverkehrs eine Gruppe Anteil, die auf Grund der zionistischen Propaganda als wirkliche Touristen nach Palästina kam, um Land und Leute kennen zu lernen. Ganz fehlt jedoch bis heute der Erholungsreisende, der in anderen Ländern das Gros deS Verkehrs bildet. Es braucht wohl nicht weiter ausgeführt zu werden, -aß das eigentliche wirtschaftliche Interesse dcs Landes sich im wesentlichen auf diese zwei letzten Gruppen konzentrieren muß, die auf . die Dauer einen unvergleichlich wichtigeren Faktor bilden als die ungeheure Zahl von S-bis-ck-Tage-Tounsten der großen Reisegesellschaften. Wenn heute die Jnstitvle der Reiseverkehrs in Palästina einer Kritik unterzogen werden, so fallt sofort eine Tatsache auf, die die ganzen Berhöltniffe des Landes entscheidend beeinflußt. In SiEQM. KORNMEHL, flro»stlelac/ihau«r«l Zeatrile; 1X^ Bet egaai e Nt. 19, Tel. 17-3-99 u. tS-y-A Lieferant iftr ffeitaniiaiien Abteilung für Fleisch 1V2 inner A-utbich’ des Ehrw. Rabb nals der isr. Kultusgeme.nde Wien IX., BcrggAsse 15 und XV IL, WUhrfntferitaute 9?