Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2457 (24.12.1925)
- Date
- 1925-12-24
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Sk SM Wen, Donnerstag Menet Morftenzeltunq §4.DezemKer IM Gestde S Sdmeeü £* -m fff Schnee;!! l kaufet noch heute Lar jüdische ©len*) Soziale HUfK-euieinschaft Anitta Müller. Die Mille, die der Verein S'z'aile Hil.fsgernein>scha.st Anitta M üi lerim Wischen Fürij-^gewesen der Kriegszeit spielte, ist ein Kapitel in der jüdischen Mrsorgegeschichle, das nicht nur den Juden Mens bekannt itft; Das Werk ebner hervorragenden jüdischen Frau -wird weit über den Grenzen dieser Stadt und diesig Staates in entsprechender Weise gewürdigt. Dieses Werk, das -den ganzen Kvmplex ebner wahrhaft sozialen und produktiven jüdrseyen Mvsorge 'Umfaßt, ist ein kaum abschätzbarer Midpestvn d's jüdischen Wien. Es bst schwer, sich auszudenken, welche Folgen das Fe-h'en dieser Wirlksan'Leil gegeitigt hätte, einer Wirksamkett, wie sie die ScZ'aie Hil.ssgemeinschaft während des Krieges, geübt hat, 'da die jüdische Flüchtling-snot eine brennende Wunde wir, und in den Jahren nach dem Kriege, die Berarimmg und Pogrome mit sich brachten. Jedem Zweige des durch den Kreg verursachten' jüdischen Elends ließ dieser Verein feine Hi.se ang-cdeih'ri, teils die Not des Augenblickes stillend, teils dur die Methoden der modernen ssgialen Arbeit zu dauernder Produktivität führend. Ter jüdische Kriegsstüchtiling und Emigrant, das Opfer dar PrHrome nnd d'e P^gromtvailen, der Hungrige, der Krankender mit den Verhältnissen-nicht vertraute Und schutzlose Ratsuchende, die allgemeine Kindersstrsorge, alle d'e waren Objekte dvestr außerordentlichen Tätigleit stn Dienste des jüdischen Volles. Wn Bück aus die Aktionen und Institutionen des Vereines seit 1914 -genügt, ein Bild von der Intensität -der Arrwüt zu gewinnen Die Sammlung der Pogvomwaissn in der Ukraine wurde ins Werk gesetzt, die Schaffung einer Sammelstelle in R- «wno und eines He'ms in Wien im Jahve 1921. das 25 Kinder zu Handwerkern aus'bildete, ebenso d'e Weiterbeförderung dieser unglucklichm Op'er, von denen 180 nach Kanada und 100 nach Argentinien gebracht wurden; die Aktion für Pogvomflüchtlinge und Ausgewichene gewährte in 5680 Fällen regelmäßige Geld- Unterstützungen; die KleiWraMn beteUte 4540 Personen: di« Wöchnerinnenfüvsorge sorgte für 6100 Frauen wahrend Zeit ihrer Schwangerschaft und örachüe sie zur EnLüi-ndung in Gebäran-stalten unter; es gab ein eigenes Mütter- und Säug^ingsiheim des Vereines, ein Ambulatornm unter ärztlicher Leitung. Das Säuglingsheim betreute ständig 40 Säuglinge, das Mütterheim 615 Frauen; die Kvan'ensürsorge leistete in fast 3000 Fällen Hil.se, indem für Spitalunterbringung gesorgt und die- Kosten herbeigeschafft wurden. Im Anibulatormm wurden ungefähr 8000 Kranke untersucht und an sie Medikamente verteilt. Die Mersifürforge wurde mehr als 850 Personen Mil durch Lebens,miitte Mußen, lbuterbringung in Dech7rgungs- 'heimen, Erteilung von Krantten'beitragen und Verschafsuuq von HeiWdern. Außerordentlich wertvoll war und ist.die von der BerajungH'liell-e und dom HiWL-ureau geleistete Arbeit, die in tausenden Fällen -bei Vereinen intervenierten, bei Behörden und Privatpersonen Turchvch'enden behilflich .waren nrd Strafgefangene mit ritueller Kost versorgten. Es gab ein Notstandka yl, das ständig 87 Familien beherbergte. Eine Aktion für Wiener Heimkehrer gab in den Jahren 1916 'bis 1919 Darlehen, A-nschasMasbeiträge für Werkzeuge und «Geldunterstützungen in 2866 'Fällen Md verpflegte täglich 493 Personen. Giens« im>pofant und fruchtbringend ist die vom Verein geleistete puoduktive Fürsorge. Es gab eine Arboits. schule in den Jahren 1915 big 1923, bie 5735 Frauen und Mädchen Unterricht und Verdienstmöglichkeit bot, zwei Heime für erwerbende Fraurn, in 'denen m den Jahren 1915 bis 1917 ständig 70 Mädchen Unterkunft und Verpflegung fanden, und ein Jugendheim, das 100 Jugendlichen Kurse und Vorträge b-ot. - Die größte Dankbarkeit schuldet man' der Sozialen Hrlfsgemeinfchaft für die j'üdi'sche Kivderfürsorge. Tie ausgiebigste Hilfe wurde in den Ja'hren der Not seit 1914 von feiteit des Vereines dem jüdischen Kinde Mil. In den Jvhve.» 192i2 bis 1924 -wurden 220 tuberkuM gefährdete Ander durchschnittlich für drei Dbonate in der Waldschule *) Siehe „Wiener Morgmzeitung" vom 9., 11., 24 . 25. Oktober, 1., 6» 12., 15.. 18.. 22., 25., 29. Novemb« und 13. Dezember. Ma«d nntorgebracht, 504 in Heimen; 341 wurden in Heimen versorgt, 185 Kinder Mstsrauen Übergaben. 544 An- ' Weisungen auf Honbäder wurden ausgegeben, 420 Kilogramm Lebertran an rachitische Kinder verteilt. Ja den : Jahren 1924 'bis Äuglest 1925 wurden 33 erholungsbedürftige Kinder in Erholungrhe-imen und 78 kranke in Alla-nd vnterg «bracht, in 35 Fällen wurden KostMtze verschafft oder Kostbeiträge geleistet, 163 Kinder erhielten Zubußen an Milch und Lebensmitte'n. In den Jahren 1915 bis 1917 bestanddie Kinderheilstälbe, die 443 Kinder verpflegte;- das an Stelle veser Heilstätte im Jahre 1948 errichtete Säuglings- und Kleinkinderheim -bet.ve.ute ständig 40 Säuglinge und 15 Kleinkinder. Die AAs'lPeisuüg für rekonvaleszente Kinder verabreichte von 1931 bis 1923 an 300 Kinder diäte Kosl Es gab Tageshei-msiatten für gesunde, noch nicht schchPf'Lchtige Kinder, 'eine für schulpflichtige Kinder, eine für rachitische und tubeM'vs gefährdete Kinder, Milchtrinkhallen, ein Heim für verlassene Knaben usw. In den,Jahren 1919 bis 1921 wurdm von dori Sozialen Hllstgameinschaft ungefähr 12.000 Kinder in den Ländern Dänemark, Deutschland, Italien. Jugoslawien, Rumänien. Schweiz, Tschechoslowakei und Oesterre'ch selbst versorgt. Im Jahre 1924 wurden 200 Kindern aus Deutsch-'. land von ihr Gastsrenndschaft gewährt. Diese Kinder wur- -den znm Teil im eigenen Heim, zum Teil bei Privat-- samil'en untergeibrvchl Sehr wesentlich zur Linderung der Noi -es verarmten jüdischen Mittelstandes trugen die Mittelfia ndsaktionen der Hilssgemeinschafj bei. Es gab Suppen- und Teeawstü' ten, Mvm.stuhen. Ausspsifung-altioneu und solche für Durch-, veisen'de und Vertriebene, die fast alle jetzt aingestM werden' mußten. Diese trockene Aufzählung eines Teiles der von diesem Verein durchgefirhrten Aktionen im Verlause von.elf Jahren bitterster Not und des beispiellosen' ZüsalirmenEiruchrÄ und' Berelend'kna der jüdischen Massen genügt, um ihren Mort/ für die jüd'sche Gesamtheit zu erkennen. Spricht man von jüd scher Fürsorgetätigkeit in Wiera, so erübrigt es sich fast schon, zu bemerken, daß «sie aus Mange! an Mitteln sich zu entw'ckeln oder auch nur das Vorhandene zu erhalten nicht fähig ist. Auch für die Soziale H-tssMeinschast gilt das. Gitte omerikanisclie PaMInmvrMlon. Aus New-Jork meldet I. T. A.: Unter Leitung von Dr. Welvin Grove Kyle, Präsidenten des theologischen Seminars zu St. Louis, begibt sich im kommenden Frühjahr eine wisienschastliche Expeditrrn nach Palästina, die das besondere Ziel verso gt, noch Dokumenten über die Eroberung Palästinas durch die Hebräer unter Josua Ben Nun und über die Ausbreitung des Gesetzes Mose zu suchen. Im rMktionelleri Te'le «ntbaltene entgeltliche Mitteilungen sind durch ein vorangesehtes E gekennzeichnet. Wien, 24. Dezember. * Das Wetter. Im Wetterckarakter ist, keine Aendming einaelreten. Tie Vormittagstemperatur betrug 7 Grad. Abends gab eS stürmischen Wind. In Jugoslawien herrscht Frühlingswetter, während in Frankreich und Spanien Unwetter toben. In Italien ist wieder strenge Kälte eingchrungen. Die Voraussage lautet: Schlechtes Weiter, Niederschläge, Temperatur vorhergehend etwas tiefer. , * Jubiläum des Schweizer „Israelitischen Wochenblattes". Anfangs Jänner begeht das unter -der westlchen Judri heit in großem Ansehen stehende „Israelitische Wochenblatt für dir. Schlveiz" das Jubiläum seines 25jährigen Bestehens. * Professor Umberto Cassuto. Der von der italienischen Regierung zum Professor für hebräische Literatur a» der Universität Floren ernannte Professor Umberto Cassuto wurde' vom Rabbinersemtnar zu Florenz, au welchem er 19 Jahr? lang doziertfi hatte, zum Ehrenprosesior ernannt. Diese Auszeichnung verleiht das Nwbbinersemmar F'orenz nun zum zweiten Male. D:r erste Ehrenprofessor der Anstalt ist der gekannte Orientalist Prosesior Cbajes, früher Lehrer am Seminar, jetzt Oberrabbiner von Wien. * Auszeichnung eines jüdischen Generals. Der König von Italien heftete persönlich dem General Alfreds Passt gl i, O'st" zer der Ehrenlegion, einen hohen militärischen Verdienstorden an. General Pasiiglr ist Jude und ein Bruder von Dr. Ugo P wss igl i, der berühmten medizinischen Autorität. d.r ein vielbeachtetes Werk über den Gesundheitswert des Beschneidungsr i t u s geschrieben hat. * Sterbefall. Vorgestern ist hier Herr JohMn Hofm.ann, Angestellter der Druckerei S t e i n m a n n, im 65. Leoentzjahre gestorben. In ihm verliert die „Wiener Morgenzeitung" einen pflichttreuen und sachkundigen Kowktor. der der Redaktion stets ein lieber Mitarbeiter war. Das Leichenbegängnis findet Montagum viertel 4 Uhr nachmittags vom Zentralsriedhof (zweites Tor) aus statt. - * Prosesior Eugen Fraenkel gestorben. In H a m b u r q ist im 73. Lebensjahre Professor Dr. Eugen Fraenkel, der Ordtnarius für allciemeine Pathologie und bakteriologische Anatomie an der Hamburgrschen Universität, gestorben. Im Cholerajohr 1892 war er es, der nach Ausbruch der Seuche durch sein? bakteriologischen Untersuchungen die Natur der Erkrankungsfälle feststellte und durch die rechtzeitige Erkenntnis ein weiteres Umstchgreifen der Seuche verhinderte. * Der jüdische Journalist Feinerman in Moskau gestorben. Am 47. b. starb inMoskau d v bekannte jüdische Journalist Isaak Feinerman, der seit mehr als 39 Jahren unter dem Pseudonym „Teneremo" eine hervorragende journalistische Tätigfeit entfaltete. ' * Der Gründer des Kongostaates gestorben. Eine seinerzeit im belgischen politischen Leben sehr bekannte Gestalt, Baron van E e 1 v -e l d e, ist -dayingegangen. Eewelde ist in Brüssel im Alter von 73 Jahren gestorben. Unter der Regierung Leopold deS Zweiten war er Generalsekretär des Kongo und man kann ihn als den eigentlichen Gründer des Kongostaates betrachten. Zusammen mit dem König arbeitete er tnele Jahre an der wirtschaftlichen' und industriellen Entwicklung des Landes. Eetvelde fiel jedoch bei dem König in Ungnade, als er ein Uebereinkommen mit England abschloß, dürch das dieses Land die Enklave von Lada am ob:ren Nil ohne jede Gegenleistung bekam. Dlmerseier für die im Weltkriege gefallenen: jüdischen Soldaten in Prag. Aus Prag, 21. d., wird uns Mschrirbm: Um 11 dir veransro/eie der Verein der lüdischeu Invaliden und KriegSbejchüdigten in der Zeremonieichalle des neuen jüdischen VORM. MAUÖWAN •*) & PftANl I, OPERNRN3 93 . TEL 72*84 MALOWAN B INGT FÜR WeiHNACHlBN INFOLGE AUSSERST GÜNSTIGEN ABSCHLUß SEö LInE GROSSE POsT HOMESPUNSCHALS INDEN HERRLICHSTEN FARBEN ZUM PREISE VON S 35, - SOWIE , SCHWERSTE REINSEIDEN¬ BIN DER um S ».SO Friedhofes und bei den Gräbern der jüdischen Soldaten eine Tvanerfeicr. für die im Weltkriege gefallenen jüdischen S o l d a t-e». Die Militärmusik spielte vor Beginn der Zeremonie einen Trauer-, choral und bei den Gräbern die Staatshymnen. An der Trauerseier Nahn en OjiizierS- und regicnärdepntationen sowie ein zahlreiches Publikum teil. Tie Trauerrede hielt Rabbiner KrauS. * WedereröfsnMg des Zirkus Karl Hagenbeck. Am Freitag den 25. d. beginnt der Zrrkus HagenbecklmZirkus-Renz- Gebä.ude seine.Saison. Das erlesenste Zirkus-sowie Bartete- Programm wird schon am Erösfnunoslage dem Wiener Publikmn gebo^n werden. Während der Weibnachtsfeiertage, sowohl Freitag Samstag und Sonntag, finden täglich zwei große Festvorstellungen statt,, um 3 Uhr nachmittags und 8 Uhr abends^ sind die Preise in allen Vorstellungen ganz bedeutend ermäßigt. Auch die Nachmittagsvorstellungen werden das vollständige reichhaltige Crössnüngsprogramm umfassen. * Eine Milliardenbetrugsasfäre in der Fellbranche. Der Reichsverband der deutschen Fell- und RauhwarenhäMerfirmen in Leipzig, hat bei der Wiener Pottrei gegen den Kommissionär Manns Hirsch-Fröhlich aus Gorlice, Denediaerau Sir. 2. eine Anzeige wegen Betruges erstatteL Fröhlich, der in Wien und Krakau gemeinsam mit mchre'ren Berwondten einen Fclchandel und in'Klausenburg ein Einfuhrgeschäst betre'bt, soll seine Gläubiger auf betrügerische Welle um ungefähr 950090 Schilling gebracht haben. Er hat zuerst klein-'re Wärenmengen gegen Wechsel bezogen, die er anfangs pünktlicheinlöste. Dadnn ließ er sich größere Mengen liefern und gab Wechsel, die firmeimäßig auf die Krakauer Firma Fröhlich u. Co. ans-" gestellt waren, cbwchl er biezn nicht berechtigt war. Diese Wechsel wurden nicht eingeiöst. Die übernommenen Waren hat Fröhlich, verschleudert. Tas Krakauer Unternehmen ist bereits insolvent und auch die Wiener Firma soll in ZahlungsschwieriMi'en sein. Der Beschuldigte wurde verhaftet und dem Londesgerichte eingeliefert. * Bau einer Brücke zum Giinsehavsel. Der Betrieb des städtischen Sirondbades Gönsrhoufel hat bisher unter den ungünstigen Uebergangs verhällnisien Wer die Alte Donau nicht unerheblich gelitten. Ter schmale Holzstea nnd die elektrische Fähre genügen nicht, mehr dem starken Badeverkehr. Nunmehr wird an Stelle des Holzsteges eine Eisenbetonbrücke errichtet werden.' M neue Brücke wird 9g Meter lang sein ünd zwei Gehwege - sowie eine breite Fvbrbohn au'we'sen. Der Bau wurde am 17..d begannen.' Die Brücke wird bereits bei Beginn der Badezeit vollendet sein. •/ Radiovroavamm. Heute Tomerstag den 24. Dezember. 11 Uhr: Vormittagsmusik. — Vs5 Udr: Welunactueo. eivrochen Do» Dora Mikwu«. II. Dar Märchen. Von Elisabetb Böbmer v. B'andiS. — K Uhr 10 M.« r Vorlesung Dr. Erich Fortner — '/,8 Uhr: Vorträge des HürnquiniettS Stiegler (Staatsoper). S Uhr: . Musikalische Feierstunde. ' Seieine, SotltSae trat BerlammwM«. Z ion ist sche Kulturgruppe B11 a i 41 c «- .au 2Q. Bez.. Karl-Meßl-Sttaße 6. Heute. 7 Uhr abends, Referat Males W e i n r a u b r .Jüdische Jngendarbeit in der Galuth". Freitag. 9 Ubr früh, fei* wichtige Aus'chuß» sitzu « g. Samstag, ^8 Uhr abends. S o r t r a a Dr Leo G o l d h a m m e r: „P'vbleme des PalästtnaanfbaueS". Sonntag. 5 Uhr nachm itagS. wicht geMitgliederversamml u n g mit der Tagesordnung r Die Lage des Vere neS Mit Rücksicht auk die dringende TageSorou« g ist das vollzärl-g«' und bestimmte Ei scheinen der Mt lieder unbedingte Notwendiakeit. — Verein für jüdische Geschichte und Literatur ist Wien. Montag den 28. b. im mittleren Saale des Ingen eur- und ArchitettenvereineS. 1. Bez, Eschenbachgasse Nr. 9 V o r t r a g des Herrn Ludwia B a ' o übet: „He rLi'che Dichtkunst in Spaniens (Die Gedichte werden deutsch vorgetrage« von Fräulein Tilde Freund.) Sodann ordentliche Generalversammlung. * Der Verein Jüdische Kindersreunde «öffnet anfangs Jänner 1926 unter Leitung seines Porslandsmitgliedes, Herrn Dr. Klaber, sein Abendheim. Es sollen sich Jugendliche zu Arbeitsgemeinschaften zusammenschließen, um ihnen Lies zu erleichtern, stellt der Verein nicht bloß sein Lokal, sondern auch die reichhaltige Bibliothek zur Berfügung; er beabsichtigt eine Reihe vcn EinfuhrungSkursen abzuhalten, nnd zwar: Hebräisch, jüdische Geschichte, Emehunaslehre, Biologie, Hygiene, Kunstgewerbe, Englisch, Franzdifch. Seminarübungen. Jugendliche, die an diesen Kursen und Uebungen teilnchmen wollen, mögen dies dem Sekretariate, 2. Bezirk, Obere Donaustraße 91, mit Angabe von Name, Alter, Beruf und Anschrift bekanntgeben. Felertagsvettekr nach Marlarell. Die Generaldirektion der. Oesterreichischen Bundesbahnen macht nrchn'c s darauf aufmerksam, daß drei BerbindunM von Wien nach Mariazell bestehen, und zwar ab Wien-Westbahnhof 7 Uhr 65 Min., 11 Uhr, 13 Uhr 43 Min., an Mariazell 12 Uhr 43 Min.. 15 Uhr 46 Min., 18 Uhr 54 Min. Zur Rückfahrt stehen, ebenfalls drei Züge zur Ber ügung, und zwar ab Mariazell 6 Uhr 40 2Rin, an Wien-Westbahnhof 11 Uhr 40 Min, ab Mariazell 15 Uhr 67 Min., an Wien-Westbahnhof 21 Uhr 4 Min., ferner an Werktagen ab Mariazell 13 Uhr 3 Min., an Wien-Mestbahnhof 17 Uhr 63 Min. und an Sonn- und Feiertagen ab Mariazell 17 Uhr 21 Min., an Wien-Westbahnhos 83 Ähr 8 Min Wegen des zu erwartenden starken Andranges wird morgen im Anschluß an den um 5 Uhr 45 Min. von Wien-Westbahnhof absahrenden St. Aegyder Sportzug ein beschleunigter Personenzug von St. Pölten nach Mariazell geführt (ab St. Pölten 7 Uhr 20 Min-, an Mariazell 10 Uhr 13 Min.), der bis Laubenbachmühle durchfährt und sodann in allen Stationen anhält.- Weiters wird bewnders daraus hingewiesen, daß der um 15 Uhr 5 Min. von Wieii-Westbahuhof absahrende Personerizug, beziehungsweise der. um 15 Uhr 50 Min. absahrende Schnellzug an Werktagen vor Sonn- und Fererragen in St. Pölten einen Anschluß nach Mariazell nicht prehr lindst. .y