Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2453 (20.12.1925)
- Date
- 1925-12-20
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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/ GeW io Wen, Donniag Wiener MorMKkiWttz V,'.., •9r SÄ. GezenBer M5 SM früh, ab Margareten-Gürtel—Steinbanergasje um 5,5 Uhr früh. Der letzte Zug ab Heiligenstadt zur Ostbahn vermehrt um 2244 Uhr ab Heiligenstadt bis Margarethen-Gürtel—Stembauergasse (Stratzenbaynhos Meidling um 23,42 Uhr, in der Gegenrichtung ab Ostbahn^ nach Heiligenstadr um 23 Uhr. * Direkter Tclephonverkehr Wien—Paris. Am 1. Jänner IM wird dA direkte Sprechverkehr Wien—Paris eröffnet. Die Gesprächsabwicklung erfolgt sowohl während der Tagsals auch der Nachtstunden und werden außer den gewöhnlichen und dringenden Privat- und StaatSgsprächen auch Nachtabonnementsgespräche -ingelassen. * Neue Trafikschilder. Die von der Tabakmonopolverwalttmg zur offiziellen Kennzeichnung der Tabakttafiken ausgegebenen Schilder — schwarze Lettern, grünlichgelber Untergrund, roter Rand, Wappen der österreichischen Republik mit w e i ß - r o t e m B r u stsch rld — haben mit der Begründung, daß die Farben des Schildes an die Farben der alten Monarchie schwarz-gelb erinnern, vielfach eine ablehnende Kritik erfahren. Die Tabakmonopolverwaltung hat daher dir Ausgabe dieser Trafikschilder eingestellt und die Auflage neuer Schilder mit elfenbenrweißem Untergründe verfügt. * Zwieback, i. Bez., Kärntnerstratze 11-15, geben dem geehrteu Publikum bekannt, daß auch die Filialen, 1. Bez., Freyung 1, und 7. Bez., Marichilferstratze 90, heute toou 10 bis 1 Uhr und von 3 bis 6 Uhr geöffnet bleiben. * 14. österreichische Klajsrnlotterie. Am 28. d. beginnt die Ziehung der ersten Klasse der neuen Klassenlotterie, die im Zichungssaale in Wien, 3. Bez., Vordere Zollamtsstraße 7 (Marxergafle 1), ebenerdig, öffentlich abgehalten und Mittwoch den 30. d. fortgesetzt und beendigt wird. * Erdbeben. Ein heftiger Erdstoß in der Dauer von fünf bis zehn Sekunden wurde in Sidney und an vielen Orten Australiens verspürt. Unter der Bevölkerung brach große Bestürzung aus. Meldungen über einen größeren Schaden sind bisher nicht eingelansen. * Eine arme Weißnäherin hat Freitag auf dein Wege Taborsnaße—KaMelitsr-gasse-^Haidgasse—Angartenbrücke ihre Geldbörse mit ihrem Arbeitslohn im Betrage von 80 S-, in zwei Banknoten zu 20 S. und einer zu 10 S., verloren. Die arme Frau, die ganz verzweifelt ist, bittet ehrliche Finder um Rückerstattung des Geldes an die Adresse: Frau Sofie Kami!, 9. Bez., Nußgässe 8/3, oder an die Administration der „Wiener Moraenzeitung", Wien, 2. Be;., Taborstraße 1-3. * Tretorn-Schneeschiche, pro Paar 21.50 S., alle anderer'. Marken gleichfalls billigst im Schuhhaus Dorn, 2. Bez., Taborstraße 8a. Daselbst herrliche Abendschnhe, neueste Kreationen, zu billigsten Preisen. * Errichtung eines Bmidesblniderifonds. Durch eine Kundmachung des Bundeskanzleramtes vom 16. d. wird die Errichtung einesvom Bundesministerium für soziale Verwaltung zu betreuenden Blindenfonds verlautbart, der sich in eine Zivilblinden- und eine Kriegsblindenabteilung gliedert. Mit dieser erst durch das neue Berwaltungsentlastungsgeseh aus sicherer Grundlage ermöglichten Errichtung des Fonds beabsichtigt der Bnndesmnrister für soziale Verwaltung, Dr. Resch, dem längst gehegte» Bedürfnisse nach einer Sammelstelle für letztwillige Vermächtnisse und liberale Zuwendungen zugunsten Blinder Rechnung zu tragen. * Einer, der sich selbst des Totschlages beschädigt. Gestern früh :rat m der Postgasse ein Mann auf den Stadtschutzmann Karl Dehm zu und verlangte seine Arretierung. Der Mann gab an, der unterstandslose Schriftsteller Wilhelm Krug zu sein. Er sei vorgestern gegen 3 Uhr früh auf einer Iiing§ der Donau führenden Straße einem gewissen Michael Sembosess begegnet, mit dem er angeblich vor einigen Monaten in Berlin einen Streit hatte. Sembojeff habe Krug bei der Begegnung sofort gestellt, Krug habe.ihm in Abwehr angeblich einen Tritt in den Bauch versetzt, worauf sein Gegner mit einem Messer auf Krug losging. Krug entwand ihm das Messer Md versetzte ihm, wie er bchaup1el> in Notwehr einen Stich in das Herz, so daß Semboseff tot zu Boden stürzte. Krug habe nun den Toten und das Messer, das auf den Boden gefallen war, in die Donau geworfen. Der Mann wurde dem Polizeikommissariat Innere Stadt überstellt. * Ein Hund, der seiner Denkmalenthülluna beiwohnt. Dieser Tage wurde in einer Parkanlage von New-Aorr die . Bromestatue des Polarhundes „Salto" enthüllt, dem es zu verdanken P, daß die im vergangenen Winter von einer verheerenden Diphterieepidemie heimgesuchte und von der Außenwelt völlig abgeschnittene Stadt Nome in Alaska das erforderliche Divhterieserum zur Bekämpfung der Seuche bekam. Die Hufsexpedition führte damals der. Norweger Gunnar Kasson, dessen Hunde aber infolge der riesigen Strapazen der Reihe nach eingingen, bis aus „Balto", der einen Schlitten mit dem Diphterieserum nach Nome zog. Der Enthüllung des Bronzedeakmals wohnte auch der von seinem .Herrn an der Lerne oeführie vierbeinige Retter der Stadt Nome, .&alto", bei. , ü _ . ff\ Mdwprogrmmlu heute Sonntag den 20. Dezember. 10 Uhr 45 Min.: Ougel- . Vortrag. Domorganist Karl Walter.. — li Uhr: Orchesterkonzert der Wiener Symvbonieorchesters. Hugo Wolf. Einleitender Vortrag r Dr. Emst Decley. Mitwirkende: Das Gottesmann- Quartett, Konzerlsänger Anton Tausche.' — 16 Uhr: Nachmittaastonzert (Kapelle Silvina). — 20 Uhr r Otzemaufführung. „Rigoletto" von Verdi. Mitwirkende r Hans Wemer, Lotte Schöne Alfred Muzzarelli, Olga Bauer-Pileeka. Gerhard Stehmann tsämtliche Staatsoper). Chor und Orchester der Wiener VolkSover.) Morgen Montag den 21. Dezember. 11 Uhr: BvMitlaBiwuM. — 16 Uhr 1s Mm.: Vom Wichtel und Weihnachtsmann Gesprochen von Käte Ehren und Friedrich Jens. — 17 Uhr 15 Min.: Nachmütagskonzert. Möbelfabrik J. Spira «I JT V Win, Vil. SittnstEngane t—2 Hervorrage»d dewShrt zur Belämpfimgrheirmatischer, gichtischer, «ervvser Schmerzen sowie aege« Aopfsch«erzev. Dir »krttma »rin «»«itteldar «te. Kei« schätzilchev «er-ttt» »rg>»achttt. - I« «B« Apothekr«. Praktische für KUche und Haushalt Spezialhaus für m Küchenaufftattunsen R. 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IS Erlaube mir hiemit »'fliehst anzuzeigen, dass ich Sonntag dm 20. Dezember 7925 am Semmering, Hodutraue £3 (zwischen .Süd* bahnhotel u. Hotel Panhans) eine streng rituell geleitete Pension eröffne. Selch* uni Wurstwaren aus der Fabrik EISEN & HÖNIGSBEii; ] Bekannt gute Kflehe / MSaeige Preise / Aufmerksamste,Bedienung Telegramm-Adresse: Pension Sehe#, Semmering, Tejephon lCQ 11190 Hochachtungsvoll ‘ DAVID SCHEY, Hotelier und Restarauteur Baden bei Wien, Annagasse 23 '- SäiUB&SaS ganzjährig geöffnet HERREN MODE H AUS A. BORENSTEIN WIEN, II. HOLLANDSTRASSE 10 TELEPHON Nr. «6-5*88 gibt bekannt, dass in Anbetracht der herrschenden Geldknappheit den langjährigen Kunden bei Bestellungen auf Herreitgarderobe nach Maas ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN ohne Preisaufschlag gewährt werden;; m Die von der jüdischen Tischgesellschaft „Landstrasse“ heute Sonntag den 20. d. M., 8 Uhr abends im Cafe Schellinghof in Aussicht genommene ' FEIER MIT TANZ findet nicht im ,Caf6 Schellinghof, sondern zur angegebenen Zeit im Schwarzenberg-Kasino I,} Schwarzenbergplatz Ins- Emil Plewa Maschinen- und Motorenfabrik Wien, XVII., Wattgasse 78-80 Erzeugt komplette Einrichtungen für Mazzethfabrikation alle Maschinen für Teigwarenfabrikation: Makkaroni, Waffel Oblaten, Keks etc. Schuhkaus Wien, Ly Tuchlauben Nr, 16 Die schönsten Grlsson-, Chevrenu-, Eidechse-, Lock- und BroHaliE* su staunend billigen Preisen 'Mg Kunst. Wne. Auch. Spenrhiater. sWiederherstcllung des „Tannhäuser" in der Dresdener Originalsasiuns.) „Meine ärgerlichen. Debatten mit der Direktion in Betreft eines großen Balletts hatten mich dahin bestimmt, der einleitenden Szene des Benusberges eine bei weitem größere Ausdehnung als früher zu geben, wodurch nach meiner Meinung dem Ballett- Personal eine so ausschweifende choreographische Aufgabe gestellt sein sollte, daß man in dieser Hinsicht sich über meine Unwillfährigkeit nicht mehr zu beklagen haben möchte." Mit diesen Worten ge-, denkt Wagner in seiner Selbstbiographie der Pariser Bearbeitung der Benusbergmusik aus dem Jahre 1860, mit welcher er den Wünschen der Pariser Balletthabiiues entgegenkam. Freilich ist sie kein echter Tannhäuser mehr. Die säst 20 Jahre seit der Vollendung des „Tannhäuser" sind an ihr nicht spurlos vorübergegange«, der Tannhänserton ist hier durch Lohengrinklänge und Tristanchroma verfälscht. Im Grunde hat Wagner ja die Venusbergszene noch ein drittes Mal komponier!, in der Musik der Blumenmädchen im „Parsifal": Am ursprünglichsten ist der Ton in der Dresdener Originalfasiurig, am gliihendsten in der Pariser Bearbeitung, tu der Parsifalmusik hingegen mystisch-metaphisch, dort leuchtet Gott Eros' Fackel höhenwärts. Und auch dort ist, wie Paul Bekker in seinem tiefsinnigen Wagner-Buch bemerkt, Wag-, «er mit dem Eroskomplex des Tannhäusermativs nicht fertig, ge. worden: Der Tannhäuser selbst ist nur ein Entwurf, „im Tristatz gelangt er zur vollen Krastentfaltung, im Parsifal zur erklärendeil Lösung". Wie dem auch sei, aus die Wiener Opernbühne gehört die erste, stilecht«, deutsche Originalfafsmig des Tannhäusers mit ihrer ursprüngliche« Benusbergmusik, die nun nach. 13 Jahren im Operntheater wieder hergestellt wurde. Der neue Sänger des Tannhäusers, Herr Lauritz Melchior von der Berliner städtischen Oper, hat echt heldisches Tenormaterial. Die Stimme ist groß und mwrkig, in der Höhe glanzvoll, mitunter auf Kosten der matteren Mittellage. Ein abschließendes Urteil über den imposanten, auch als Darsteller ansehnlichen Künstler ist wohl erst nach weiteren Gastspielen möglich, die den Gast mn der Mstik des Hauses.hinlänglich vertrant mache«. Neben ihm brachte die von Kapellmeister Reichen b erg er mit Routine geleitete Bor, stellung das erlesenste heimische Ensemble: Frau Kappel, eine prächtige Beuus, Herrn Dr. Schipp er, eine« gewichtigen Wolfram, Frau Lehmann, eine poefieumwvbene, in der Hallenarie himmelhoch jauchzende, im Schlußakt zu Tode betrübte Elisabeth, um die uns jede Operubühne beneiden könnte. Und gar Herr Mayr als Landgraf: Der unvergleichlich edle Sänger hat j« lauter beste Rollen, doch der Landgraf ist eine seiner allerbesten. Was wäre mit dieser stolzen Künstlerschar nicht alles zu erreichen, wenn ein unverbrauchter, modern fühlender Künstler an ihrer Spitze stünde und in anregender Arbeit jedem Teil des GesamtorMismus neue Kräfte und Impulse zuführte! slb, „Set WItag/ Neues Wiener Stadt-Theater. — Ezt-Bühne. Dem Dichter der REt, Herrn Fritz Goldengel, hat der Beifall des Publikums und die Ehrung durch reiche Blumen^ spenden eine große Fmvde bereitet. Wir wollen sie ihm nicht vergälle«. Schließlich ist alles Dramatische erträglich, für das sich Ferdinand E x l und Anna E x l, Eduard Köck und Anna Zätsch einsetzen. Nur die Gastm, Anm Kainz-Schrödter, stand leider auf dem Niveau des Stückes. 8070 stau. ✓ Restliche Karten an der Abendkassa.. Vttliingemng des Urhederrechtrschutze» Ms MigSaftre. Durch etite gestern im Nationalrat e ingebrachte Vorlage soll der Urheber rechts schütz an Mrken der Literatur, Kunst und Photographie von 30 ans 50 Jahre verlängert wen den. Auf Werke, deren Schutzfrist bereits abgelaufen ist, finden diese Bestimmungen des Gesetzes keine Anwendung. Von den Tantiemen, die für Werke einlausen, deren Schutzfrist nach dem 30. Jahre erloschen wäre, soll in Hinkunft dem B u n d e i n A tt< teil von 50 bis 80 Prozent zufließen, «xi diese Gelder für die Bundestheater und für hsg SMLtttüWr^. andere», i KMern verwenden wird, y 259034500155 ^46344