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Wiener Morgenzeitung · 1925-12-20 · Heft 2453 (20.12.1925) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2453 (20.12.1925)
Date
1925-12-20
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Sorte 8_ Men, Sonntag WILTRA-Uköre □ die gute, alte Marke, auch offen in mitgebrachten Flaschen. 9 S 913 Billigste Preise. Q 8 Weingeist Alle Essenzen, n ■ „Wiltra“, Wien, lX.,Porzellangasse 64. 8 Aengstlichen sei vermerkt, daß nach den bisherigen Beobachtungen der neue Komet, dessen Masse, wie erwähnt, außerordentlich dünn ist, keine Gase von solcher Zusammensetzung milführen dürfte, die diese Befürchtung irgendwie bereckiigt erscheinen lassen. Seelöwen. kurzer Zeit kündigen Wiener Zeimngen und Lilfasjuuicit außerordentliche Leistungen dressierter Seelöwen an, ein „Gastspiels von Seelöweti, die aus Amerika konnmn. Es heißt, Kapitän Winstons Tauchernytnphen im Wettstr eit m i i S e e l o wc uM*und erweckt den Eindruck, daß es sich um den obligaten Varietedressurakt gelehriger Tiere handelt. Für uns Großstadtmenjchen ist es ein billiges Nnterfangen, über das Wesen von Meerestieren zu erzählen oder gar psychologische Untersuchungen anzustelleu, für uns, denen derlei Tiere und Experimente Wunder bleiben müssen. Die fortschreitende Zivilisation bemüht sich, das ganze Weltall in ihren Experimentierkreis zu ziehen, die Natur zu demaskieren und selbst die mystischen Elemente dem menschlichen Geist nutzbar zu machen. Nun kommt ein Mann aus Kalifornien, der schon als blnabe Wesen der Seelöwen studiert hat, und führt uns ein Dressurschauspiel unter dem Wasser vor, das uns ganz natürlich anmutet, weil an den Tieren v'ou Dressur kaum etwas zu merken ist. Wir lassen uns gerne vom Kapitän Winstou überzeugen, daß die Seelewen, wenn sie einmal etwas gelernt haben, es nie wieder vergessen. Und wir glauben ihm auch, wenn er uns erzählt, daß er jedem einzelnett einen Namen gab und jeder einzelne auf den Rus des Namens aus dem Wasfer aus ihn zukommt. Ihre Nahrung» sind frische Fische, ungefähr 20 Pfund täglich pro Kopf, sie sind also sehr kostspielige Kostgänger. Jedes Tier ist mit 1000 Pfund Sterling versichert, wie man sicht, sehr kostbar und ein alter Mann beaussichtigt sie wie eine Bonne ihre Babys. Dieser SeeNvenausscher lebt schon seit vielen Jahren mit den Tieren zusammen und würde am liebsten mit ihnen eine gemeinsame Schlafstätte haben. Die Produktion selbst spielt sich mit peinlichster Akkuratesse ab, es gibt keine Versager. Im Wettbewerb mit zwei reizenden Mgen Damen arbeiten sie unter Wasser, in dem sie die Kunstspränge und Kunsttauchübungen nicht nur, nachahmen, sondern manchmal sogar übertresftn. Selbst die größten Skeptiker werden von den Seelöwen im Zirkus Zentral begefften sein. o. r. Nn zeitgemäßes Weihmchts- «nd ftenioü»« gMenk bilden -sie Oester reich! schon Bautoste 1925. Diese Lose, welche sich nach wie vor der ilebhastesten Nachfrage erfmen, erscheinen schon mit Rücksicht auf die am 2. Jänner 1926 erfolgende erste Trefferziehung zu Weihtrachls- und Neujahrsgeschenken ganz besonders geeignet und bieten sowohl hmsichtlich der Zahl als auch der Höhe der Treffer büsvndere Vorteile. Erwähnt sei nur, daß jedes Los mit einem den Anschaffungspreis übersteigenden Treffer gezögert werden muß und daß jährlich zwei Haupttreffer von je einer Mlliarde Kronen verlost werden, welche gleich detr übrigen sehr bibeutenden Nebentresfern ohne jeden Abzug zur Auszahlung «gelangen und sogar von der Einkommensteuer befreit sind. Die Lose sind zum Preise von S. 10 pro Stück bei allen Banken, Wechselstuben, Bankiers u. dg!., ferner beim Postsparkassenamt sowie bei der Dienststelle für Staatslotterien ochAtlich. E _Wiener Morgeuzeitims WAeckeudM. Pullover und Weste. — Farbenharmonic. — Wiener Sportgirl. ' Ganz Wien steht im Zeichen de§ Wintersportes, Auto, um Auto sieht man mit weithinragettden Skiern, mit aufgepackwn Rodeln zu den Bahnhöfen eilen und die sportjreudige Jugend be- Völker! Straßen und Stadtbahn, bepackt mit denselben winterlichen Ausröstungsgegensiänden. - Die Scheu vor der WnterkAte haben wir nun einmal gründlich abgelegt, und zwar dank der unermüdlichen AuMrungsarbeit, welche aus den Zentren des Wintersportes, den nordischen Ländern und der Schweiz, bei uns geleistet wurde, dank dem Eindringen der Sport'bewegutvg in alle Kreise der Gesellschaft und nicht zuletzt dank der Art, sich zweckmäßig und bequem, dabei jedoch sportinglike nnd stilecht zu kleiden. Eit? kleiner Lorntitlagsabstecher aus dem Eislaufplatz bietet uns ein anschauliches und höchst reizvolles Bild von der richtigen und vernunftgemäßen Ausrüstung unserer sporkbeflissenen Jugend bis zum reiset: Alter, die bemüht ist, sich dem Vorbild unserer internationalen Eislauschampions zu nähern. Man kann sich nicht der Erkenntnis verschließen, daßdas Kostüm, die Dreß, eine überaus wichtige Rolle spielt. Die Beobachtung drängt sich geradezu auf, daß di.' meisten der zukünftig Szabos und Wreedes den buntgemusterten Pullover bevorzugen, der so angenehm warm hält, ohne die Bewegung zu behindern oder die Uebechitzung beim Training zu begünstigen. Dazu ein Schal in gleichen Farben und bei den Damen -die damit harmonierende Sportmütze mit buntem, großem Tuff. Außerdem fällt ein urigemein praktisches Kleidungsstück auf, die stark gerauhte, hochgeschlossene Weste, die durchgemustert-ist, d. h. auch auf den AermÄn eines der jetzt jo beliebten Phantasiedessins austveist. Dieses Kleidungsstück hat den großen Vorteil, daß man in der.Hitze des Trainings die obersten Knöpfe offnen und sich einen Umschlagkrazen sozusagen aus dem Stegreif fabrizieren kann. Nichts Geeigneteres kann man sich für die Rast m der Garderobe ober in der Halle öenfeit, denn das Ausziehen dieser Westen erfordert kein Uebergiehen über den Kopf, und so ist die Dame in der Lage, ihr Rcrswiertelstündchen im warmen Raum in ihrer dünnen Bluse ober fern leichten Pullover, richtig angezogen, ohtte Furcht vor Erkältung zu absolvieren. Auch der seit Urväterzeiten beliebte Sweater hat seine Wandlungen durchgemacht und präsentiert sich jetzt in bunten Farben höchst vorteilhaft als moderne Sportbekleidnug. Und nun zu den Färb e :t: Wie prachtvoll kontrastieren zu dem glitzernden, blendenden Eis der Eisbahn die geschmackvoll abgeiönlett Wallsachen, bei denen man vielfach Zusammenstellungen schwarz-weiß-rot und orange-grün bemerkt. Weiße Pullovers mit farbenfrohen Bbrdüren tauchen auf und man hat nicht Augen genug, um all die neuen Musterungen aufzunehmen: Gelb, grün, terrakotta, ein kräftiges Lavande, Bordüren oder Streifenmusterungen, die sich in beit verschiedensten Spielarten anslösen. Bei beit Herren fehlt es nicht am Bemühen, die Stutzen, respektive Haferlbordüren mit dem Sweatermuster in Harmonie zu bringen — der gleichgrmiisterten Schals und der Mützen haben wir schon Erwähnung getan. 2Ö. Dezember 1925 SM .. . ' .. 7 | . 1 ~ -> Auch bei den kleinen Sportbeflissenen fmdea wir die rich tige hygienische Bekleidung: Wolle und wieder Wolle, dabei * wenn auch in bescheidenerem Ausmaß — handgearbeitete Stücke Ungemein putzig nehmen sich diese Kleinen in ihren Gamaschen! Höschen mit den buntgemusterten Pullovers und Sweaters uns dem drolligen Mützchen aus, und die Farbenfreudigkeit kennt hrei keine Grenzen. Nach all den Sportletstmigen, Beobachtungen, Grützen tm) Fragen eilt man nach Hause, um die kurzen, hellen Stunden «ocs zu einem kleinen Aachmittagsausslug auf den Kobenzl benützen zu können. Auch hier findet man Skiftammgäste in Wolle, und zwar häufig mit einem Pullover zum Norwegeranzug oder auch an Stelle der Novwegerjacke, waj einen überaus schicken Eindruck tnacht. Ueberhaupt lätzi sich konstatieren, daß viele Damen sich der am Eis getragenen Ausrüstungsstücke auch für die kurzen Skifahrten bedienen und, wie nicht anders zu erivamn» gut dabei fahren. Wenn wir noch ein Heiner, für die Herren wichtiger" Detail erwähnen wollen, so müssen wir unsere Beobachtung von der reizvoll gemusterten Wollkrawatte, die sich beim Sport eine Bott zugsstelltmg erworben hat, doch noch hier anführen, desgleichen di? nach wie vor beliebten Westen aus reinem Kamechaar. Der in Sonne und kristallklarer Luft verbrachte Wintertag hat uns manches gelehrt. Die Wienerin, die sich zu einem Sportgirl entwickelt hat, weiß sich auch in ihrem neuen Betätigungsfeld vernünftig, hygienisch und dabei schick zu kleiden. * Eine Sehenswürdigkeit im Zentrum Wiens. Im Lauft det letzten Jahre hat sich das Cafe H e r r e n h o f unter der Leitmtg der Herren Waldmann und Klug zu einem der vornehmsten Famtlieneaics der Wiener City entwickelt und ist mm zum Stairmrlnkal der prominenten Persönlichkeiten der Politik, Kunst, Wissenschaft und Literatur geworden. Berühmte Männer, wie. Reinhardt, Einstein, Henri Barbusse benützen die Gelegenheit, um mit ihren Freunden im Cafe Herrenhof za einer gemüllichen Plauderei zusammen^kommen. Seit einigen Tagen besitzt das Cafe Herrenhof durch die Eröffnung eines eleganten mondänen Tanzsaales eine neuartige Vergnügungsstätte für jenes feinbürgerliche Publikum, das bisher zu den Stammgästen des Cafes Herrenhof gezählt hat. Die Aufgabe, modernste Ausstattung mit Zweckmäßigkeit zu verbinden, hat der Architekt Karl Kraus in geradezu vorbildlicher Weise gelöst: orangegelbe Wände mit glitzernden Spiegeln, vergoldete Stühle an kleinen runden Marmortischen unh scharlachrote Polstermöbel cm den Wänden zaubern, durch ein Meer von Licht unterstützt, eine wohlige, helle, aparte Stimmung hervor. Tie Tanzmusik wird von der ausgezeichneten Jazzband Harm P e ch t besorgt. Man hat das Gefühl, sich in dem vornehmen Entpsantzssaal eines Pala'.s zu befinden. Die Preise, die dem Cafe Herrenhos selbst entsprechen, beim dem jungen Mann aus gutem Hause ohne ErschütterMg seines Budgets die Möglichkeit, angenehme Stunden in einem distinguierten Milieu zu verbringen. * Wollen Sie Ihrer Frau eine große Freude bereiten? Dattu kaufen Sie ihr die vielbaüsendfach glänzend bewährte ,.Kvonprinz"-Petwlgas-Maschine, mit ivelcher man beim Heize« Kochett, Braten und Backen Witz bedeutende Ersparnisse erzieA. Verlangen Sie noch heute Preis- und Referenzliste von dm Kronprinzwerken H. Kiinping. Guntvamsdörf bei Wen, und überzeugen Sie sich persönlich von den enormen BortMn bei den KochvorjÄhrmMN, welche alvwöcheMich in den Wiener Niederlagen statOnden. und zwar jeden Dienstag ab 3 Uhr nachmittags 1. Bez., Seilerstätte 16, und jeden Domdvrödag ab 3 Uhr nachmittags 7. Bez., Westbcchnstvaße 60. Haute Sonntag detr ganzen Tag geöffnet. Die neueste Errungenschaft der kosmetischen' Chemie das feste Kölnisch-Wasser """ln stangenform M ist überall erhältlich! Tr. Sh. Eisenstadt-Barfilai hJerusalout^ Tor Dreibund tüchtiger Schriftsteller und Bolts- Icauier:: Bial-if, Drujanow, RawnizLi, hat das. vierte Sammelbuch für jüdische Ethnographie, Msmoiven und FoWorfftik der OeffeMchleit übergeben, und zwar .ist das 26 Druckbogen /starke Buch diesmal bereits >in PaWsti na erschienen, -wo sich die Kooperative „Dwir" aus die Dauer eio.Miert hat. Wir kennen schon die drei Mhattsreicheu- „Reschumary"- Bücher. Das vierte'^) recht .sich stolz an die drei erste-ren>. Es steht ihnen keineswegs nach. Eine neue BieMtigikeit nnd Reichhaltigkeit des Inhalts, und ziva-r keine abstrakten Whandlungen, Nne Essays über Geschichte nnd Ethnographie, sortdern lauter Quellen, GrunÄmatevialien, Neufovs.chn.ngen, manche sogar^ Primitiver, roher Natur, wie dis Memoiren und Bvieffammlnngen es zum größten Teil sind. Zmr Unterschied' vom dritten „R>tschumoch"-Biuch das speziell dem jüngsten inkrainffchen Blutbad gewidmet war und die UÄunden dieser grausa-men Zeit für die Bolksgeschichte Lmserviert lhat, haben wir im erschienenen Reschnmoch-Buch anifs neue die maMigfakttigen Abteilungen vertreten. Es sind alle früheren Rubriken beibchalten .inb zur Ergänzung auch neue eingeführt, und zwar enteilt jede Rubrik manches au sich Interessante -und Be- ' . hvende, ivas mit Dank und Genugtuung vmn Gefchichts- ''''.iche.r aufgenammen wird. Denn es handelt -sich zum '.'.'Hßien Teil um Materialien primärer 9latur, die beträcht- Llücken -in unseren historischen Kenntnissen ausfüllen. 'Blatt an sich bezeugt mit neuer Kraft die Lebensitvendigkeit dieser SammeWcher, die gerade in Palän?. am passendsten Platz sind, da hier alles' Lebendige, „Reschumoth, Dammelbuch für Memoiren, für die '' '/.-.ogrophie und FMorW Israels". Biertor Band. Unter ■ b .'aNion von Eh. N. Bictlik, A. Dvuil-anOv mtd I. M. Ruivifc.ii. BerlagTÄ-jAwiw, 5688, 'SchchfensfähiHeim Judentum von Tag aus Tag tstävker zusammenströmt. Die Abteilung „Diaspora" will die Ethnographie der Mtteuten Volksmengen, insbesondere in den abgelegenen Gebieten -erforschen. Hier Men die Ergebnisse der Expeditionen und Forschungsreisen veröffentlicht werden. Leider aber haben wir fast keine einzige jüdische gevgraphisch-ethnographische Gbiseklschaft, die sich -mit ähnlichen Forschungen regelrecht befaßt. Wir lhaben hier voriüulf.lg nur mit vereinzelten Privat- und Gelegtelcheitsreiiftn zu tun, die iveber den 'notwendigen finanziellen, noch den wissenschastlich-technischen Apparat ^besitzen. Einer unserer tüchtigsten Reisenden, Dr. Na hnm S'loustsch, teilt uns tyrn die Ergebnisse seiner Forschungsreise im Gebirge der Ä y b i s ch e n W ü st e mit, wo er die altertümlichen Geineinden der Berg- und Wüstenjudenevf-ovscht hat. Tas sind Ueinere Gemeinden, die etnlmal Mer die ganze Umgegend ausgedchnt wa.ren, von der sic später durch die arabischen Stämme, insbesondere durch die Bue Waß zumckgedrängt wurden. Auf dem Boden lder gegenwärtigen arabischen- Dorfgemeinden hat >der Reisende Reste jüdischer Grabstätten und Trümmer einer alten Shnag-oge entdeckt. Im Dorfe Tigrene, Bne Waß und an anderen Orten hat er die Lebensweise der Berg-- juden, die >meist Handwerker sind, als auch ihre Legenden, ihren religiösen Ritus und ihre religW Poesie efforscht. Letztere stellt sich als eine neue Abzweigung des orientailischeu Judentums box, Die hier angeführten me-uie« „Pijutim" und die Varianten sonst bekannter Stücke Wden eine wertvolle Bereicherung für die Geschichte .der jüdischen religiösen und bürgerlichen Poesie. Von besonderem Inttereffc ist die leider nur -in allgetneineic Strichen erforschte Existenz eines untiekannten hebräisch-arabischen Dialekts d e r W ü st e n j u d e it, der lm Laufe mehrerer Generationen gesprochen wuche und noch bis auf den heutigetl Tag gesprochen wird. ' Einett Uebergang von ethnographischer zur llterarisch- MorMer Forschung Met die Mhrndlung des Eli e j e r und Joses Joel Riwlin „Zur Geschichte der Jude« ln Damaskus -im vierten Jahrhundert unseres tJahr-i tausends", das heißt in dem Jahrhundert, das aus die Ausweisung der Juden aus Spanien .folgt. Die Autoren haben die Materialien für ihre Abhandlung unmittebbar in -er Gemeinde von Dantaskus ausgesucht nnd -haben außerdem die vereinzelten Erwähnungen aus der Zeitg-envffischelv, rabbinischen Literatur eifrig gesammelt und geordnet. Ans diese Weise bekommen wir m treues Bild von dm jüdischen Wohnsitzen, den ökonomischen Verhältnissen, von dam politischen, gesellfchalstlichen und Kulturleben in DamaZku's zu jener Zeit. Aus der „MeaMiren"-Abtoilung zeichnet Ach günsH aus das fortgesetzte Tagebuch des 'berühmten , Kantors Pin chas Minko wskr aus Odessa, in dem das^ geistige Leben der Juden in der Ukraine und BeßarMen vor einem halben Jahrhundert ihre Sitten und geistigen Neigungen wie auch die Entwicklung jüdischer Volksmusik in diesen Provinzen lebhaft und ivahrhaftig geschildert wird. Die politischen Einschränkungen der Juden in Rußland in den NvUWgerjahren des verflossenen JahchWderts werden drastüsch geschildert in dem Mszug aus den Memoiren des vevstovbsnen Moskauer Rabbiners Jakob Mase. Das'sind einzelne Kapitel aus einer größeren Memoivensammlung, welche ihre Entste'tMg dom Autor dieser Zeilen verdankt, der sie -dem Munde des Verschiedenen in den Jahren seiner Krankheit -uud No-t abgeschriebetr hak. Als Fahnentragr und Leidensvater des mssifchen Judentums und als begabter SchrWeller hat er seinen Msmoireu -eine vollendete Form gegeben.. Auf ähnliche Meise sind auch die Memoiren des >bulannten Historikers Dr. Simon Bernseld in höchst literarischer Form dargestellt. Es sind eigentlich keim Memoiren im engeren Sinne des Mortes; das ist ewte ausgezeichmte Monographie, in der auf Grund persönlicher Grinnevungen und Erlebnisse da's ökonomische und kulturelle Leben der galizischen Juden .um die HU'ste des vprigG ZaWunderts geMlderj ,ivird. Antewssant sind

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