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Wiener Morgenzeitung · 1925-12-17 · Heft 2450 (17.12.1925) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2450 (17.12.1925)
Date
1925-12-17
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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NK. 2450_ WSen, DoyM§kG_ Schließung der ButarMr Bukarest, 14. Dezember. (H. T. A.) Wie schm mrtgetvrlt, benützten txi« Studentön den Jahres des NEerkts-ÄauW-Ka-mPfeS ' zu antisemitischen OundgeduniFe n. Man siel Mer die Mischen Studenten her, mißhandelte siie und drängte sie hinaus. Nachdem sich diese tumnltiüsm Szenen einige Tage hindurch wiederlholten, beschloß der UniversMsfenat, s ä m t l i ch e Kurse aliler Fakultäten für einige Tage -zu suspendieren. Während dieser Zeit will der Senat Maßnahmen-zur Sicherung der Ruhe und Di’totung tvsssien. Auch werden an die Studenten Legitimationen verteilt toerden, -damit keine underufencm Elemente in die Universität Einlaß finden. Auch an anderen Hochschulen des Reiches wurde der Jahr-estag des Beginnes des Kampfes sm dien Numerns olansus dadurch begangen, daß die Vorlesungen bohLMert und den jüdischen Studenten der Einlaß in die Universität versperrt wurde. I n Czernowitz blockierten die Stuidenten alle Eingänge zum Un,'.ver>sMsge<bäude und ließen niemand hinein. In: allgenieinen wurde a'be>r die Ruhe auistechierlMen. NchMei-i« in Paris. Paris, 16. Dezember. (Tel.-Komp.) Der Präsident der Republik, hat heule vormittags T s ch i t sch e r i» empfangen. Ae ßhristiichsozia en habe» z« Sr. Mataja Brr rauen. Der chrWchsoziale Klub versicherte gestern den Außenministi-r Dr. Maraja seines u n e i n g e s ch rankten Vertrauens, da der parlameniarische UntersuchunMusschuß zu einem die Ehre des so schwer angegriffenen Ministers vollständig rehäblütierendert Beschluß gekommen fli. Heilte soll die SCpria der Biedermann-Aktien i-nt Nationa-lrat zur Verhandlung gelangen. Präsident D >i n g h o f e r wird die Beschlüsse des Unterausschusses vertreten. Die Anschauungen der sozialdemokratischen Minderheit, die sich von be-u Beschlüssen der AuAschußntajorität in sehr erleblichen Punkten nnterscheiden, wird Dr. E i 's l e r Vorbringen. ks war nichts. Abschluß der Affäre Gürtler. Das „Grazer Volks>b!att" nieldet: .In der letzten Zeit hat sich in der Oeffentlichllert eine Diskussion ergeben ü.er die Borgänge bei der JnblläumÄeter der Grazer Handelskammer anläßlich der OrdensveMhung an deren Präsidenten. In diese Diskussion wude auch von angeMcheu AeußernMN des Abgeordneten Ministers a. D. Dr. G ür tler in bezug aus die Person des Bundes,präsidentisn gesipwchen. In dieser Angelegerheit hat nunmehr der Landeshauptmann von Steiermark Dr. Ri nie len nachstehendes Schreiben an den Bund-spräsidenten Doktor hainisch gerichtet: „Graz, 16. Dezember . 1925. Hochgeehrter Herr Bundespräsident! Die große Verehrung, die Sie, Herr GuMAPräsident, in Steiermark allgemein genießen und die ja 'bereits zu 'wiederholten Malen Ausdruck gesunden hat, sollte es eigentlich für Überflüsse erscheinen lassen, daß ich zu den anläßlich der Inbiläumsseier der Handelskammer Ln Graz bezüglich >deren .Hereinziehung ihrer Person Ln der Oefsentlichkeit besprochenen Vorgänge Stellung nehme. Ach tue es aber deshalb ausdrücklich, weil eine Reihe . von Persönlichkeiten, welche diesen Vorgängen 'beigewahnt 'haben, mir versicherten, daß die in der Oefientikichksit 'Lespwchenen Ausdrücke nicht gefallen find. Ich tue es a-uch deshalb, weil mir seit seher bekannt ist, daß Herr Minister a. D. Dr. Gürtler diese Bevchrung, die wir für Sie empfinden, in ungeschmälertem Maße teilt. In ausgezeichneter Hochachtung Ihr sehr Vvgebener Raute len m. P." Landeshauptmann Dr. Rintelenhat vom Bundeskanzler a. D. Dr. Seipel nachstehendes Schreiben er- IfitniTtoit * ,Men, am 16. DezemLer M6. Sehr geehrter Herr Landeshauptmann! Im Nachhange zu meinem Schvedlen, das ich neulich an Sie. wegen Beilegung der Weitevungen, die sich ans kn Berichten über die BorgälW bei der Iubilänmsseier der Grazer Handelskammer ergeben haben, richtete, belehre ich mich mitzuteilen, daß ich inzwischen von ihrem an den . Herrn Bnndespräsidenten gerichiieten Schre-i'len und von der Antwort des Herrn Bundespräsidenten an Sie Kenntnis erhMen habe. Ich ersehe daraus zu meiner Befriedigung, daß für den Herrn Bundespräsidenten eigentlich kein Anlaß' vorliegt, sich weiter mit dieser Angelegenheit zu befassen. Dabei ,fällt auch für mich jeder weitere Anlaß weg. den Ausdruck des Bedam-rns, das ich dem Herr-n Bnndespräsidenten ausgesprochen habe, ans Aenßerungen des Herrn Abgeerdneien Dr. Gürtler, die den Herrn Bundespräsidenten Oetvo-lenhätten, zu tezieben.' In allsgezeichneter Hochachtung, sehr geehrter Herr L.mdeshauptnlann iIhr ganz ergebener Seipel m. P." * Slowakische Milchsür Wien.-Die siotoakischen WirtlchasisvevbLnde werden aut Grund zugesiandener TarWognivfti- Äungen ihretätliche M'ilchilichevung fair Wien ab Neusichr v-onlOOO Mlif MO Liter stcig-en^ Wiener Morgen,eltung VON^. ^ALVWAN &FRAM I., OPERNR NG 23 TEL, 72-84 bringt FÜR WEIHNACHTEN infolge AUSSERST GÜNSTIGEN ABSCHLUSSES EINE GROSSE POoT HOMESPUNSCHALS IN DEN HERRLICHSTEN FARBEN ZUM PREISE VON S 35. - SOWIE SC HWERSTE RE INSEIDEN¬ BINDER ' um S 9.50 Ser Kampf um das neue Mietenrecht. Keine Entscheidung vor Neujahr. Dr. Klen'böü wollte 'bereits für heute oine Sitzung des Mietenausschusses einberufen, ist jedoch schließlich vcn dieser Absicht wieder a-kg-ekommvn. Wenn nicht wider Erwarten ein UeOreinkommeil über die Verlängerung des am Jahresende ablanfend^n Anforderung sgesetzes zi'stal^de kommt, wird der M'et-enausschiuß ^aum noch int heurigen Jahre znfammentreten. Es wird alijio auch das neue Metongesetz Heuer im Auss chuß n i ch t m -e h r -z u x Bera t ung g c l a n g e n k ö n n c n. Ällan gewinnt den Eindruck, daß die Negierung und die MajoriWsParteien be-'de Angelegeinheiten — M ieten- und Anforderung'ge sitz — bis auf weiteres dilatorisch behandeln. Gestern vo-rmittags sprachen die Bürgermeister von Wien, Graz und Linz beim Bundeskanzler Dosier R a m e k vor, uni aus die schwere n s oz i a l e n F o 1gen aufmerksam zu mach:n, die in den Städten durch den am 31. Dezember dro-h-enden Ablauf des Ansorderungsgesi hes entstehen'konnten. Bundeskanzler Dr. R a m e! erklärte: Auch die Regierung ist der Anfsissung, daß das Anforderungsrecht erhalten bleiben lnüsse. B^eweis dafür^die oingebrachte Regiernngsvor'age, wobei es die Regierung d>M Ermessen des NatiMalrates überlasse, die dort vorgesehenen Anfor'derungsk-estimm'Uttgett zu erweitern. Wenn auch das A-nso-rdsvw-gsgesitz am 31. Dezember aWuft, so verliert doch zunächst nie man d seine Wohnung, weil ja bk angesorderte Wohnung vom Inhaber we>iterhin als Mieter benützt wird und daher den M i.e t e rschutz genießt. Anders steht es allerdings Kei den in Gasthöfen und Hotels angesorderten Wohnungen. Aber auch Hier sind die Inhaber von einer nntnittelbareil Wohnnngsnvt nicht beacht; denn zunächst muß die GemeiiNÄe eine solche Wohnung durch einen Bescheid freigeben. Die Gemeinden haben es in der Hand, den Zeitpunkt dieser Freigabe sollst zu bestlmmen. Ueber einen Räumnngsantvag hat erst entweder die GiMeinde oder -das ^richt eine Entscheidung zu trchsin, w.'lei -meine Perstnliche Auffassung die ist, daß der Rechtsweg unzulässig, daher die Genleinde allein zur Entscheidung berufen ist.' Bürgermeister Seitz erwiderte, man werde sich g'Acklich schätzen, wenn sich die Nechtsanfsassung des Bundeskanzlers alsrichtig erweisen ließ,; und wem: dadurch -wenigstens die beabsichtigte Begünstigung der St un den Hotels aus Kosten Wohnung-slofer abgewehrt werden könnte. Die große Sorge jedoch ist und bleibt, wie man Überhaupt neben den n«ug€'5au:tie,it Wohnungen noch andere gewinnen und wie man verhindern kann, 'daß leer gewordene Wohnmigen an- MerMetende vermietet werden, statt den Obdachl-osen zu dienen. Die BüvZiermeister könnerl rricht ost genug warnen,. Sie arivart-en von der Regierung, daß sie alles daran setzt, um dsn mechanischen Ablauf des A-ysordernng'sgesetze-s zu verhindern. . Steuerbegünstigungen für Neubauten. Durch eine gestern im Parla^inent eiiNgebrachte Regierungsvorlage soll die Geltungsdauer des Bananswandbegünstigungisgesetzes V.M Jahre 1923 bis Ende 1926 erstreckt werden. Nach diesiem- Gesetz wird baufühvenden Körperschaften der Bauaufwand größtenteils steuerfrei L,elasse-u, be^ehungsweife bildet er bei der Berechnung der Bsmessungiigrundlage eine A b z u g s p o st. * Wohin? Wohin? Zur „G.licksielle" an der „Hohen Brücke", sonst sind die Glückswse zur Wcihuach ssiehunci ansvertansi. Die KafsafchÄt-er sind von 8 Uhr früh bis 6 Uhr abends ununterbrochen^ geöffnet. Postbestellungen per PoWarte zu richten an: Joses Stein, Mett, 1. Äez., Wippilingerstraße 21. an der „Hohen Brücke". Nslv-Tjork, 16 Dezember sTel.-Kamv.. Lerlin23.80, London Kobe, London Schect 4-.80V3. Amsterdam 40.17. Paris 3b7. Brmtei 4.53^. iltom 403^, Madrid 14.15 Zünch 19 28. Stockholm 2676 Oslo 2029 ltovenba-en 24 8'/ -Töten U1/^, Budaoell HVia Vraa 2961/.,, Äelqrad 1.77V4 ilttiei* 1.28 Buenos Aires 4l^/,g 1iio.de .Janeiro 14 20 Butareu 46^. New-Vvrk, 16. Dezember lTel.-.^omv. Weizen cor Wincer L928/4 Wener tiari Winrer 197, . Mais 92'/,, Hafer 12% Rogzen 1153/*. Wikagv. 16. Dezember. <Tet.-Komo.- Wetzen oer Dezember L751/« 'Mat 170% Zuli 118%. Mars ver Dezember Tt% Ma, '84°/„ Zull Sö5/8 Haru oet Dezember 411/3 Ma» Ina 46 Noqgen om.Dezember l00a/* Mai IOS7*. Juli 107V2. _IT^DezemVer M Seite § Sie Schlacht von Mödling. Der gestrige Lükalaugenschein. Gestern hat die Gerichtskommrssion im Prozeß wcgerk Tötung des Gemeinderates" Müller den Lokafaugenchein in Mödling vorgenommen. Zunächst, wurde die Eisen- »ahnbrücke abgegangen, wo der Zeuge Meyer die Zwischenfälle bei der Abfahrt der Frontkämpfer schllderte. Dann wurden <alle die im Prozeß so oft genannten Schaullätze besucht, die Wienerstraße, die Nordpol- und die Manazettagasse. In der Managettagasse gab der Schießsachverstän- Üge Oberst Heidrich bei jedem einzelnen Baum sein Gutachten über die Einschußlöcher ab. Die Löcher sind allerdings inzwischen wieder verwachsen und unsichtbar geworden. So wurde die Höhe und die Schußrichtung der Kugelspuren festgestellt. Die Zeugen Grohmann itnb Kalmar zeigten die Stelle, wo Müller niedergeschlagen wurde. Der Lokalaugeuschein war um halb 12 Uhr beendet. i Heute wird dick Verhandlung vor den Schöffen fortge setzt. __ An alle Mitarbeiter der ßhanuta' Attion der Keren Kaiemeth! Der erste Spendenausweis der große» Chanuka Werbeaktion des Keren Kajemeth erscheint am nächsten Mon tag, den 21. d., in der „Wiener Morgenzeitung". Alle Mib arbeitet <m der Attion werden dringend ausgesordert, soweit sie ihre Tätigkeit für die Aktion beendet haben, die Abrechnung möglichst bis heute Donnerstag den 17.d. im Bureau des Keren Kajemeth, 1. Bez., Kärntnerstraße 28, verzunehme» .Diejenigen, welche noch im Lause dieser Woche, bezw. am nächten Sonntag, die Aktion sortsetzen, wollen jedenfalls bis späte- >tens Montag den 21. d. das Material samt Abrechnung ab refern. Filmvorführungen. ‘ Der neai-c Povl-astincHiLm „Der jüdische Pionier i i Er-ez Israel" sowie die Aiuisnahmen bei der Eröffmmig der h e b r ä i s ch e n U n i v e r s i t ä t in Jerchalem, gÄci-ngon wäh . rend der Chanukawoche in verschiedenen Bezirken zur Aus Ährung. Heute, Donnerstag dm 17. d. wird der Fill. in der norumlen Spielzeit im I is a - P a l a st k i u 0,. 2. Bez. Taborstr-a-ße 1—3, vorgeführt werden. Am Samstag der, 19. d., HM 8 lllhr abends, findet im Viudochouakin-v, 20. Bez., Wallensteüchlatz, eine AuMhrung durch die ziomst-ifche Sektion 20 statt. Das Kartell technischer Verbindungen veranstallet Sou-Mg den 20. d. mn HM 11 Uhr borunttags eine AuMvung des Filmes m Phönixkino, 8. Bez., Le rcheuselder st ra ße. Mn 27. d. um HM 11 Uhr vormittags wird eine V-orsühMug im H e i m a t k i n 0, 9. Bez., Porzellanigasse, vevanstciltet von der KiMistifchen Bezirks- Mon 9, stMfl-nden. Eine Aufführung vnrch den jüdischen Hochschulausfchutz. Der Mische Hochschulnusschuß wird den neuen Palästitva- - -- film „Der Pionier in Er-ez Jswel^Mr Sonntag den 20. d. um 10 Uhr -abends im Votivparkkino zur AMührmu-o bvi-ngen. Karten beim HochfchulMsiMß (8. Bez./ Zimmer^ ' MENplatz 8, Tel. 26-2-28) und an ver Kasse des §drnos. Sie Mraunen aus Ldergaliliia. An die Alraune oder Mandragorawurzel und ihre Zauber, kraft knüpft sich eine ganze Reihe von Legenden, die auch mehrfach dichterische Verarbeitung gefunden haben.: Diese interessante - Pflanzeu-wurzel mit menschlicher Gestalt ist bereitsim Ausfterben und nur wenige Exemplare von ihr werden von Museen oder ■ glücklichen Privatbesitzern wie Schätze gehütet. Ein vollständiges Exemplar befindet sich im British Museum. Wenig bekannt jedoch düche es sein, daß der Präsident der Budapester orthodoxen Landeskauzlei, Adolf Frankl, der Besitzer zweier Prachtvoller Exemplare dieser seltenen „Wurzelmenschen" ist. Der Redakteur eines Budapester'jüdischen Blattes hatte dieser Tage Gelegenheit, bic. zwei Alraunen zu sehen. Sie haben .so vollkommene -Menschenformen, daß man den Eindruck hat,' irgend eine Küustlexhand habe sie geschnitzt. Besonders das eine Exemplar zeigt eine verblüffende Menscheuähnlichkeil. Man sieht den Rumpf eines alten. Männleins, das bärtige Gesicht, die Augen, Mund, Nase, Ohren Jinb ' klar zu unterscheiden, die beiden Hände sind aus der Brust in einandergeschlossen, man kann die Finger an den Händen genau abzählen und im Gesicht jenes ironische Lächeln, dessentwegen der Volksglaube dieser Wunderpflanze böse Eigenschaften angedichtet hat. Der Rücken dieser Wmzel mit der Gestalt eines Gnoms ist . mit einem Buckel ausgestattet. Das zweitem Exemplar zeigt eine vollkommene Mufchengestalt mit Beineu und Armen, jedoch mit weiblichen Gesichtszügen. Bekanntlich behauptet die Sage, daß man eine „männliche" und „weibliche" Alraune zusammen besitzen müsse, wenn dir ihnen innewohnenden geheimen Kräfte auf den Besitzer wirken sollen. Wie Herr Frankl erzählt, kam das Alraunenpaar vor 32 Jahren m seinen Besitz. Er bekam sie in seiner Eigenschaft als- Oberknrator der ungarisch-jüdischen Gemeinden in Erez Israel von einem guten Freund namens Goldberger zum Geschenk. Nach Mitteilungen Goldbergers, an dessen Glaubwürdigkeit nicht zu zweifeln sei^ habe ein span io lisch er Kabbalist die zwei Wurzeln in Obergaliäa ausgegraben. Gleich nachdem er die Alraunen erhalten hatte, ließ sie Herr Frankl im Botanischen/ Institut untersuchen, wo festgestellt wurde, daß ihre Rinde völlig unversehrt ist, durch keinerlei Instrument angegriffen wurde und ihr« Menschengestalt eine Naturerscheinung ist. An-- .bote dös Budapester Naturhistorischen Museums wegen Ueber-- -lassung der Alraunen hat Herr Frankl abgelehnt. Bekanntlich soll der Prager hohe Rabbi Löw, der Schöpfer des Golem, nach der Sage im Besitze von zwei Alraunen gewesen sein, mit deren Hilfe er den Golem schuf und die er dann dem abergläubischen Kaiser Rudolf zum Geschenk gemacht haben soll, 8233

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