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Wiener Morgenzeitung · 1925-12-11 · Heft 2444 (11.12.1925) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2444 (11.12.1925)
Date
1925-12-11
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Rr. 2444_ Wen, Freies Um das Metevsefe-. Autker und Dolchstoß im Nntionalnat. Um noch vor JchreMutz den BundesvoranMig verabschieden zu Wnnen, wird der Natioualrat H§ viuf werteres täglich achtstündige Sitzungen ab- .Wte». Die Budgetdejbcrtte wird am Dienstag -durch die <rste Lesung der MietengesetzuoveIle unteribvochen werden. Gestern wurde int NativnaKnr die Generaldebatte ülder das Budget beendet und die Kapitel Oberste MWoMne", „Gerichte öMntlicheu Rechtes", „Rechnungshof", Staatsschuld" und „Pensionen" auch in der Spoziabdebatte erledigt. Anr Schluß der Satzung unternahmen die Sozialdemokraten einen 'MiMmgenen Bonstoß, um die Verlängerung des Anforderimgsgesetzes zu erreichen. Sie 'haiheu 'bekanntlich einen Antrag auf 'unbefristete. Berkängerung des Mt Ende dieses Monats aiblanfenden Wohnungsanforderungsgrsetzes eingebracht, der «bereits im Mietenausschuß liegt. Gestern beantragten sie mm, dem Metenausschuß möge der Austrag erteilt iverden, über die Verläugevung des Mchnungsauforderungsgesetzes 'bis längstens 16. Dezemiber an das Haus zu berichten. Dieser Antrag wurde in namentlicher Wstimlnung mit 76 gegen 58 Stimmen abgelehnt. Die Sozial- -demokraten nahmm das Mstimnmngs-ergebnis mit großem Lärm auf und riefen 'der Mehrheit zu: „Wir tvevden euch die Wohnungslose u aus den Hals schicken. Ihr werdet nichts -lachen haben!" In der Tratte hob der Gemralberichterstatter Heinl lhervor, daß das PMament heuer zum erstenmal Gelegenheit -habe, den Bunde sdoranMag ohne ein Provisorium rechtzeitig zu beschließen. Durch die Beschlüsse des Ausschusses ergeben sich in der SchluMan-z Mnderausgaben von 18.000 Schilling und Mehreinnahmen von 728.670 Schilling, so daß die Rettovevtesserung der Bilanz 746.670 Schilling beträgt. Der laufende BundeshauslM einschließlich der planmäßigetr Schutdetttilgung ist nicht nur im Gleichgewicht, sondern mit ciitem Uebevschuß von 36P8 Millionen Schilling aktiv. Der Gesamtabgang von 84,61 Millionen >Schilling bedeute nur den durch Einnahutcn nicht gedeckteil Teilbetrag für Investitionen, der aus -der Volkerbun-danleihe zu decken jcin wird. Dr. Danneberg (S-oiMdemokrat) fand das vorliegend Normalbudget noch wett drückender als das von Dr. Seipel im Jahre 1922 mit dm Vertretern des BöAerbundes vereinbarte, denn seither seien die Kosten der Lebenshaltung mn 40 Prozent höher geworden. Der Hartherzigkert der Swuerbehörden stehe' in anderen Müllen Laxheit gegenüber, wenn es sich um politische Korruption 'handle. Redner bespricht den Fall der' verkrachten Zuckerfabrik inSuben in Oberösterreich, einer großdeutsch-chriistlichsozialen Gründung.. Sie Mlldet dem Staat 2,1 Milliarden an Zuckersteuer, .den Bundesbahnen 1,3 Milliarden an Fracht. Diese .Beträge wurden der Fabrik gestundet und die .obevösterreichische Landesregierung stellt dieser verkrachten Fabrik rwch einen B etriebskredit von drei Milliarden Kronen zur Verfügung unter der Bedingung, daß das Land aus der Haftung, die es für -die Frachten und für die Zuckerstemr gegenüber dein Bund übernommen hat, -entlassen werde und. daß-die Steuer auch für -die nächste Kampagne weiter geistundet bleibt. Die Bundesregierung hat 'das Land tatsächlich aus der Haftung entlassen und dies alles, weil es sich um eine großdeutsche Fabrik handelt. zionistische Literatur. Der -zionistische Büchermarkt tu deutscher Sprache ist irr öen letzten Jahren t'ast ausschließlich von Büchern, die da's werdende Mische PMstl'.na zum Inhalt haben, ausgefüllt. Zumeist sind es Reiseeindrücke, zum geringeren Teil solche, die die mit dem beispiellosen. Wachstum des jüdischen .Gemeinwesens kn Palästina immer komMzierter werdenden Fragen' PraAsch-kolonisatoriischer und Volks-, wirtschaftlicher Natur.behandeln. Sie sind, Folgeerscheinungen -des in. den Kreis der Politischen ÄÄ&t einbezogenen zionistischen Jnteressenlomplexes, also den Bedürfnissen des Tages — dies im möglichst weitgehendsten Sinn — gewidmet. Sie haben naturgemäß zum allergeringsten prinzipiellen Charakter, vielmehr, den verschiedenartigster JnteressenerwÄguug. Bücher,, die sich mit dem Wesen 'de's ZiomsnmS ausetnanderfetzen,- feinen Gehalt abzngrenM oder ihn zu erweitern suchen, kurz Zionismus von innen her betrachten und nicht,,mit Beziehung auf..." haben fast ganz aufgehört. Es ist nicht leicht, eine Erklävung für diese — wem weiß nicht recht, ob IbetvMiche oder, durch die m Jahren des Überflusses an solcher Literatur in deutscher ^Sprache gewonnenen Erfahrung gewitzigt, gleichmütig hinzumhmende — Erscheinung zu finden. Sie dürfte vor allem .darin liegen, daß das verblüffende Phänomen der den Zionismus realisierenden, überraschenden Entwicklung Mast'mas und das.Tempo dieser Entwicklung die kontemplative Besinnung raubt; m zweiter Linie aber in der Üedamrlichen Tatsache der Einstellung des BollzugZorgans des Zionismus, der Zionistischen Hrganijation, zu ausschließlich praktischer Arbeit, ihre völlige Umwandlung in mechanische, maschinelle Tätigkeit. Wäre der erste Grund allein maßgebend, Ar 'den Mugel an Büchern zionistischer Theorie in den letzten Jahren, so wäre es, Me gesagt, durchaus nicht tragisch zu nehmen, und man hätte wenig Grund, von'einem abhanden gekommenen inueueu Interesse am Zionismus zu sprechen; nur das Hineinspielen des zweiten Grundes macht den Mangel bsdonWH. Wiener Morgenzeituns_ Die Groß deutschen haben ja alte Bezieh u n g e n z u in Z u ck e r. 'DWiejlich urgierte Redner die -Verlängerung des Ansovderungsgesetzes und kündigte den oben erwähnten Antrag an. Der Gvoßdeutsche A ng-erer beha-uptet-e, seine Partei halbe mit der Zuckerfabrik in Süden gar nichts zu tun gehabt. Vizekanzler Dr. Wader gab -das Tatsächliche über den Sudener Skandal zu, -m-einte aber, da's Finanzminist>i.'r>!uur habe sich aus vo-ltswirtschaEtlichen Rücksichten für die Stundung der Steuer entschieden. Schließlich beschwerte sich der Sozialdemokrat Falle darüber, daß ihm der gvoßdoutsche Abgeordnete Oberst Kliemann in einer Interpellation Landesverrat vorgeworfen 'habe, weil er in einer Versammlung für den Schutz der slowenischen Minderheit in Kärnten eingetreten sei. ,Herr Kliemann", führt der Redner aus, „war Stabsoffizier in der 'kaisevlichei: Armee. Ich weiß nicht, ob diese Art des Dolchstoßes zur Tradition der kaiserlichen Armee gehört, ich meine, das ist die T radH ti o n de r Etappenschweine." „ Nächste Sitzung heute um 10 Uhr vormittags. Henri Barbusse in Men. Conference vom Wiener bulgarischen Hilföverein. Das Losungswort von der Menschlichkeit und vom europäischen Gewissen im Herzen, hat der französische Schriftsteller Henri Barbusse, während des Weltkrieges durch sein Buch „Le feu" berühmt geworden, eine Studienreise durch die Balkanländer absolviert. In einer vom Wiener bulgarischen Hilssverein arrangierten Conference, die gestern im Hotel de France abgehalten wurde, berichtete Barbusse über seine Eindrücke. Es war natürlich mehr als ein Bericht; keine Darlegung der politischen Situation; keine Auseinandersetzung mit der Reaktion, die von den einzelnen Balkanregierungen repräsentiert wird; sondern, wie es von einem Menschen erwartet wurde, der sich zum Gedanken einer europäischen Kultur bekennt, ein Appell an alle Intellektuellen, sich zu einer großen, imposanten und eindringlichen Kundgebung gegen den weißen Terror zu vereinigen und nicht länger zuzusehen, wie wertvolle Menschen ihrer sozialen Gesinnung wegen von ihren Regierungen verfolgt, gemartert, gemordet werden. Obwohl Barbusse seine Erlebnisse in Rumänien, Bulgarien, Jugoslawien und Ungarn nur skizzenhaft darstellte, bekam man dennoch ein plastisches Bild vom reaktionären Regierungssystem der genannten Länder. Barbusse erschien allen als der leidenschaftliche Kämpfer für Recht und Kultur, als welcher er sich bisher in seinen Schriften gezeigt hatte. Nach der Conference wurde von seiten des bulgarischen Hilfsvereins eine Resolution zur Verlesung gebracht, die gegen die reaktionären Maßnahmen der bulgarischen Negierung protestiert und von der Versammlung angenomnren wurde. Zum Schlüsse dankte Prof. Dr. Goldscheid, Präsident der Friedensgesellschaft Wien, dem französischen Dichter, den er als Leuchte des europäischen Kulturgedankens pries. Die Conference schloß mit stürmischen Kundgebungen für Henri Barbusse. Propagarrdavortrag in der Volkshalle. Abends sprach Barbusse in der Volkshalle des Rathauses zu einer von der. kommunistischen „Roten Hilft" veranstalteten Versammlung. Er sprach in französischer Sprache und ließ jeden Satz übersetzen. Barbusse beleuchtete die Lage der Arbeiterschaft, insbesondere in den Balkanländern, und forderte das Proletariat zum Klassenkampf gegen die Reaktion und Bourgeoisie auf. Seine Rede wurde von der starr besuchten Versammlung enthusiastisch cmsgeuommen. Nach ihm sprach sein Reisebegleiter Vernochet, der zur Gründung einer österreichischen Sektion der „Internationalen Bildnngsarbeit" aufsorderte. Gestern nachts ist Barbusse nach Paris abgerei-st. Unr so größerem Interesse dürsten daher ztvei irr diefsm Jahre erschienene, an Umfang sehr ibeschoivene Bücher begegnen, die sich jenerr angliedern, die die Betmchtung de's Zwms-mu-s dorr hüten her detreiilwn. Gemeinsam ist beiden, >daß sie ans Samimlungen vm Aufsätzen bestehen, die in verschiedeuen Zei-tungetr und Zeitschriften erschienen sind. Diese Aufsätze verdanken ihre Entstehung aktuellen Ereignissen, die aber ans einem Gesichtswiukell abgehandeli werden, der mit journalistischer Stellungnahme nicht zu ildentifizi-eren ist, lvas ihnen die Berechtigung Abi, in Buchform zu erscheinen. In beiden Mchern geben die aktuellen Ereignisse des zjioniftifchen Tages und Jahres das Sprungbrett zu den letzten Dingen de's Zionismus ab, -wie sie den Autoren erscheinen. Beide Bücher sind „Welianschauungsbücher", das heißt ihre Verfasser versu.chen, ihre Weltanschauung mit dem Zionisnnls zu kousvoniieven mtd diese beide, ihre Weltanschauung und den Zionismus, qu eurer Einheit zu 'verbinden. Es gelingt -ihnen sehr ttngleich und schr -bedingt. Das Buch von F e 11 x Weltsch und M a x?B r o d (,Zl-onismus als WÄtan'sch-auung", BerlaKbuchha-udlung R. Färber, Mähr.-Ostrau) trägt schon äußerlich im Ditel dir innere ^Intention. Mirde es das nicht, so wäre die Enttänschnng nach der Lektüre nicht zu bemerken; nicht deshalb, Iveil -man sofort die Absicht merkt und verstimmt wird, sondern lveil man -mit prälentiöftm Vorurteil an die Sache geht und -dieses tticht gerechtfertigt findet. Warum nicht bescheiden, wenn es geht? Analyse des Zionüsmus im St-il-e de's politischen Pazifismus und vol-klicher Psychologie genügt nicht fwt eine WeltanschauungsdeAaratiou, was kein Vorwurf fein soll, ibernt eine solche DeKa-vation ist durchaus überflüssig — in diesem Fall. Im übrigen enthält -das Buch einige sehr' 'bemerkenstverte Anffatze, die eine prinzipielle Auseinandersetzung mit den WischclN AsstmilatiotlKtheorien sind. Die Belehrrntg, die der tschechrs-chjüdische Assinrilationsführer I. Kahn von Felix Weltsch erhält, ist in 'chvor Kürze und Troffsichecheit meisterAch. Auf der gleich>en Höhe sind M a x B r o d s Altsisätze zunt Pwblent der jüdischen Musik, mx sind sie Ebenso wi- W 11. Dezember 1926 Gelite 1! --v -- ... . - Sie eiianutaattlon der Keren Kalemetz. Allen freiwilligen Mitarbeitern der Keren Kajemech, mik Ansnahlne der Bezirkss-ektron 6-8, wird zur Kenntnis gebracht, daß' das für die Werbeaktion erforderliche Material im Bureau, 1. Bez., Kärntnechratze 28, täglich, mit Ausnahute von 'Samstag, von halb 9 Uhr früh bis 7 Uhr ckbends abgcholt werden kann. Die Vertreter der einzelnen Gruppen wcvdeir dringelrö' ersucht, das Material rechtzeitig abzuholen und die Verteilung, an die Mitarbeiter vorznnehmen. Der neue Palästntafilm. Die jüdische Bevölkerung des 2. Bezirkes und des Praters wird Gelegenheit hÄbrn, den neuen schönen Palästinafilm „Der jridifche Pionier in Ereg Israel" in der Chartirkawoche an drei aufein-artderfolgenden Tagen zu scheu. Der Keren Kajemech hat mit dem Jfa-Palast-Knto, 2. Be.;., Taborstraße 1-L, ein Uebereintommen getroffen, lvomch der Filur am Dienstag den 15. d., Mittwoch dm 16. d. und Donnerstag -den 17. d. täglich zu sämtlichen vier Vorstellungen (halb 5 Uhr, 6 Uhr, halb 8 Uhr und drr-iviertel 9 Uhr) vor-geführt ivird. -Ine Anschluß an diesen Film werden auch die Aufnahmen bei der „E r ö f f n u n g der hebräischen Universität" in Jerusalem gezeigt werden. Bei den Abendvorstellungen wevdett prominente zionistische Redner Ansprachen halten. Kartell int Vorverkauf beim Keren Kajemech, 1. Be;., Kärntnerstraße 28; 9t, Löwit, 1. Be-z., Rotenturmstraße 22; Bücherstube Rach, 2. B-ez., Taborstraße 20 a. ttnö au der Abendkasse des Jfa-Palast-LUnos. Die Oktoveveinglmge 'Äes Keren 5lajcmeth. Jerusalem, 6. Dezeneber. Die Eingänge des Nationalfonds im Oktober 1925 Zeigen eine Erhöhung gegenüber denen des gleichen Monats im Jahre IM um Prozent. Die Ziffern sind 12.113 resp. 9082 Pfund. Die Oktdbereingänge si'nd immer vergleichsweise niedrig infolge der hohen Feiertage und einer gewissen Vevschiebullg durch den Jahresabschluß. Das Hallptbureau des Keren Kajenreth l'Jsrarl sicht trotzdem — angesichts der dringenden Verpfbichtutlgen, die es im Jahre 1925-26 zu eiMen hat — besorgt auf diesen unzulänglichen' Fortschritt im ersten Monat des neuen Jahres. Die in der letzten Zeit vorgenommenen ausgedchnten Zukäufe haben seine Last erheblich vergrößert und diese Verpflichtungen müssen geordnet sei'n, ehe Neuerwerbungen gentacht werdet! kmrnrtl. . Beim Hauptbureau des Keren Kajemech ' find-625 Pfund von der Mafrikanischen Zionistischen Föderation eingegangen., als Erlös aus einer bem Fonds abgetretenen Bersicherungspolizze des verstorbenen Herrn Saul Meyerson aus Pretoria. * Tauwettn? Gestern war es noch immer nntpfindlich kalt. Vom Westen her, aus der Rheingegend, weht warme Luft. In München hatte es gestern schon plus, 3 Grad. Auch In Sa l zbürg gab es schon eine wesentltche Temperaturzunahme. Die Voraussage lautet: Trüb, wahrscheinlich Niederschläge im Alpenvorland, tagsüber 0 Grad, in den inneren Alpen gemäßigter Frost. Letzte Kurse. Rew-Jork, 10. Dezember. (Tel.-Komp.) Berlin23.80, London Kabel 4.84'/«. London Scheck 4.80V,. Amsterdam 40.20, Paris 3.78Vt, Brüssel 4.53, Rom 4021,. Madrid 14.24, Zürich 19.38, Swckholm 2676. Oslo 20.37. Kopenhagen. 24.95, Wien 14'/„, Budapest U%, Prag 296^, Belgrad 1.77V*, Athen 1.311/,, Buenos Aires 41"/^. Rio de Janeiro 14.20. Bukarest 46^. New-Goest, 10 Dezember. kTel.°Komv.) Weizen tot Winter 190»/*, Wetzen hart Winter 191'/*. Mais 94'/*, Hafer 58, Roggen 117'/*. Ehikago, 10. Dezmber. <Ter.-Komp.) Weizen per Dezeurber 172'/«. Mat 187, Juli 1467a; Mats per Dezember 78»/*, Mai 85V*, Zntt 87; Haftr per Dezember 42. Mai 4v'/«, Juli 46: Roggen per Dezember 102. Mai 110, Juli 108'/*. übrügen AnKtze über Msche Kunst etwas wiMrlich in- -dieses Buch eingereiht, 'was aber wohl wetzen des T-itels geschehen ist. Di-e vesMchen AnKtze Les Buches tragen den Stempel swbjeMver Mnsicht, die sehr anregend ist und die man akzeptieren kann oder wicht. Keineswegs aber atzep- ' taibel ist einte Ausemandersetzuntz Max Br-ods mit An-ton Kuh, schon wegen der NaivM, die sich int Ernstttehmen des letzteren vssenbart. Alles in allem ist dieses Buch zweier Autoren, -diie einander gern finden «und sich umt^- einander vertragen, eine schr e-mpMenswMe ziionWche Lektüre. WÄt ntchr Glück rm UlttevfanHen-, Wöbtanschauunig- W deklarieret!,, hat AbrahaiM Schwadron („Ars der Ztonistenpredigt Änes Fanat-i-kers", Bsnjam-in-HarMerlag, Wien-Berlin). Denn „Fanatismus" ist schon Welt-- ' anschannng — und nichts ifonst will sagen Besesseniheit von der Idee und angestreng-teste Wachsamkeit arm deren lKouschheit. Der Verfasser der „Mauscheilprsdigt eines Fanatikers" 'hat immerhin ein Recht, eiftrsüchtiger Hüter dieser Ksuischheit Zn sein. Die drei AuMtze in diesem Büchlein ibew-sistW e's. Alle drei sind so schön und so wahr, -daß sie §um Besten! zu zählen sind, lvas in deutscher Sprache von einem Zionisten zu -den Zionisten gesagt wurde. Wer etwas gegen den ersten Aufsatz hat — „Eröfsitungit'is" heißt er und belächelt tick Getue ün der Galinth während der Eröffnung der hebräischen Universität in. Jerusalem,' wioh-lgsmerkt nicht die EröslMng und die Universität, sondern nur die saturierte Menge in der Galnth, dis dieser GenuAtnung >uniwert ist —, der wird dennoch .gewiß.„bie Uebevwindung .des 'heutigen Typus: jüdisch-akademischer Bürger" wünschen «und dvp VvrischRge, wie das machen ist, akzeptieren. Der Aussatz „Das Dogma von der ewigen Gcckt-H" :hat mehr 'mneren zionistischen MM und Gedattken als die Unmenge von Zei-tungsanfsätzen und Büchern, die um das Protblem der U-eberwiMmg lder Galuth hevu-ntredem Es wäre zu ivüttschen, 4htfj sich recht viele Zionüsten diese Fanatigerpredigt zu K-erzen nähtnen,

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