Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2437 (4.12.1925)
- Date
- 1925-12-04
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/2979076-2981191-2981523--24846-3012432- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Ur. 3437 Wien, MW_ Meyer Mliv-enzellurrz L Dezember 1926 Gette 6 halt und Sinn des Mandates und die Eittwicklung sowie die Aussicht -es jüdischen Gemeinwesens in Crez Israel. Die Heimstätte könne mit der notwendigen Beschleunigung nur gebaut werden, wenn die nationalpMische uch nationalkulturelle Ar- Leit in 'den Ländern der Verstreuung mit größter Intensität, fortgesetzt werde. Die Ueberspannung des Galuth- LegrisseS sei ungesund. Auch für diejenigen Juden, welche in dm Ländern ihres bisherigen Wohnsitzes Zurückbleiben, gehe der Weg in die jüvische Zukunft über Palästina. — .An den . Bortrag schloß sich eine lebhafte Diskussion. Wien. 4. Dezember. < Herr und Fräu MORITZ MARIENBERG tei'en auf diesem Wege allen Verwandten, Freunden und Bt kannten mit, dass die BARMIZWAH-FEIER ihres jüngsten Sohnes Sams ag den b. i ezember l. ]. um 10 Uhr vormittags im Tempel, 11 Beziik, t eopoldsgasse 29, stattffndet * Sine Seilbahn ans. den Oetfcher. Das Ministerium für Handeil und Vevkchr hat dem Obevbanrat Ing. Josef Fogo- -P i H in Wien im Verein mit der Unmi-BauMeUchaist in Wien di« Bewilligung zu technischen Vorarbeiten für eine Seilschwebebahn von Gösing aus den Oetscher erreiilt. * Del-Aa-Tamenjschneeschulhe, neuestes Modell „Mmpassing" S. 17.70, „Tre ru" Grünis1e.myÄ S. 21.60. RotstempÄ S. 26.50. Siche Ichevat Seite 8. * Verbot der Kolportage vor Theatern. Bekanntlich werden vor Theatern und KorMrisÄon vor Beginn der Vorstellungen schon seit geraumer Zeit allerlei DruEchMen mit den: Programm der leweilMn Vorstellung verkauft. Dies gab häufig Anlaß zu Szenen zwischen den Kolporteuren und den Dheaterongestellten, weil die Kolporteure ihren „Theatw.etlÄ" bedeutend billi-ger anboien a-ls er im Theaterg<Mide zu «vstchen war. In jüngster Zeit -lKi6e.it aber Kolporteure untereinander schwere Ausschreitungen hevomHeschworen, wobei mchrere Beteiligte durch Messerstiche und Fußtritte verletzt wurden. Nunmehr wurde der Straßenverkauf derartiger Schrieen vor den Theatern und Konze.rtsa-len foüvie in deren unmittelbarer Nähe während der Stunde vor Beginn der jeweiligen Vorstellung verboten. Zuwiderhande-l-nde gegen dieses Verbot werden mit einer Geldstrafe bis zu 130 Schilling oder mit Arrest bis zu 14 Tagen bestraft. /Wodurch jedenfalls die Preistreiberei mit den Theaterzetteln sich von neuem schrankenlos auSleben kann. Die Red.) * Streikdrohung der Rechtspraitikanten. Vorgestern «a'bends fand im Saale 7 des Landesgerichtes 1 die Vollversammlung des Vereines der RechtsprakMnten statt. Den Besicht über den Verlauf der VechaMunden erstattete Rechts- Hralktikant Dr. Böhme r. An diesen schloß sich eine erregte Debatte an, in der zahlreiche Redner das Wort ergriffen. Die Bers-cmrml>uug beschloß, das Präsidium zu ermächtiigen, alle Vorbereitungen zur DurchfAhmng eines Streiks der Rechtspraltikantm zu treffen. Die Rechtspraktikante-n verfangen einen Monatsgehalt von 150 Schilling und sind gei sonnen, diese Forderung mit allen Mitteln zu vertreten. Der Zeitpunkt fiir den Streik ist noch nicht festgesetzt, l * Das Wetter. Gestern war es taMber etwas wärmer. In den Abendstunden fick dichter Schnee. Die Voraussage ' lautet: Ziemlich heiter, kalte» nördliche Winde. * AnSlageueinbruch. Durch Ausschneiden der TÄrfüllung ) iourde gestern vom Gange aus im Tcvschnergeschäft des Ferdinand Ioachimsthaler, Neulerchenfelderstvaße S2, ein Einbruch begangen. Gestohlen wurden Waren im Werte von SM bis 4000 Schilling. * Verhaftung des Messerstechers da« der FischerstiW Wie berichtet, wurde Samstag, gegen 10 Uhr nachts, . auf -der FLscherstiege im Hauise Nr. 3 der 29jähri'ge FriseurgehM Anton Feitel, der im -Zeichen Hause wohnt, im Stiogenhaus von emem unbekannten Täler durch einen Messerstich schwer verletzt. Feitel brachte den Anschlag in Zusammenhang mit einem Erlebnis, das er mit einem Mädchen von der Rotenturmstraße hatte. Gestern wurde nuu der Lliäihrige bsschDigungslche und bereits abgestvast« Elektrotechniker Otto Siegmund Wittmann unter dem Verdachte der Täterschaft verhaftet. Er leugnete. Er wurde im Spital dem Feitel gegeimlergsstellt, der, als er ihn erblickte, ausries: ,Mannst net gjlei selibst sagst, du bist's, so sich i samt meiner Wunden auf und hau dir «me runter!" Wittmann, der sich auch am Tage nach der Tat in einem KM-rehaus mit den Worten: ,^Ieht Hab ich ihn bedient!" irgend eines Anschlages brüstete, ist nunmehr der Bluttat überwiesen. * Die Lebensmüden. Der 28jä!hrige Hilfsarbeiter Josef Zöchling hat sich in seiner Wchnung in der Wiedener Hauptstraße wogen Avh-eitslosigkeit erhängt. — Die 65jährige Pensionistin KgLi»line Raab. WcUhringevstraße 107, hat sich gestern vormittags in ihrer Wchmmg Aeichfalls erhängt. Das Motiv der Tat ist noch unbekannt. * Tod durch LeuchtgaLvergiftung. Der 58jährige Private Benjamin Kohn, Zieglergasse 57, wurde Mittwoch nachts in der mit Leuchtgas erfüllten Küche seiner Wchn-ung bei geöffnetom GaShckhn von der heimkchrendon Gattin tot aufgefuniden. Ob es sich um einen Unfall handelt, ist noch nicht schgchellt. * Don Juans Register. Nach einem FmGruch der „Vosiischm Zeitung" aus London ist in Leeds ein HeiratsschwrMer namens Leslie zu zchn Jahren Zuchthaus verurteilt worden, der mit nicht weniger als 60g.Frauen verlobt und mit sieben gleichzeitig verheiratet war. lieber seine sämtlichen Verlobungen und Decheirattlngen führte er strenge Buch. Mau fand in seinem Kassmschraiok zwar kein Geld, aiber nicht weniger als 3700 Lie-beSbriefe. Er hatte auch ein Verzeichnis sämt-li-cher Adressen, Namen und Kosenamen seiner Bräute und Frauen, sowie ein Verzeichnis seiner eigenen Decknamen, unter denen er seine Opfer besuchte. Er gab 'flt* gerne für einen Witwer mit zwei Kindern aus, womit er offenbar am meisten Erfolg hatte. Im übrigen ist Leslie 84 Jahre alt und nichts weniger als ein Monis. * Ern unermüdlicher Freier. In Kairo ist gegen den Fürsten Issaom Bei Ankl-age erhaben worden, weil er sich öul: Grund gefälschter ScheiWngKnrkllndsn zum sechzigsten Male vecheiratet hat. Di« zahlreichen Ghss-cPießnngen d«S betagten Herrn erstrecken sich Aber einen Zertvcmm von 16 Jahren. Radioprogramm. Heute FrMrg den 4. Dezember. 4 Uhr 10 Min.: MchmAagskonzett. — b Uhr 10 Aitn.: Morgen der Weltliteratur, VII. Frau ösische Diärchen. Gesprochen von Ilse Jta und Grete Bach. — 6 Uhr 25 Min.: Zyklus: Oester rei^ 8 große Männer der Naiurwifienichaft und Technik. l. Karl Karmarsch der große Technologe, der Begründer der Gewerbewiffenschast. Ing. Dr. Wilhelm Erner. — 7 Uhr 10 Min.: Französischer Sprachkurs. — 8 Uhr 15 Mi«.: Alt-Wiener Dosenstücke. 8. Abend. Mustkülischer Teil von Fritz Lange. Borgetragen von Anton Amon (Deutsches Volksthea! er). —7 Ulir 80 Mm. r Uebertragung aus dem großen KonzertdauSlaale. Giuseppe Verdt r Requiem. Mitwirkend: Manch Schenker-Angerer, Lucy Weidt, Artur Preuß, Josef Manowaida, Prof. Viktor Dostal «Orgei). Wiener Oratortenvrretnlgu"g, Wiener Symphonieorchester. — - Uhr 15 Min.r P puläreS Orchesterkvnrett der Ktipelle I. W. vmnglberger. Diitwirlend: Opernsängerln Grete Pohl (StaatSoper Dresden). TOHELLO MENU S MITTAGS UNO ABENDS ' S 2.50 «» ZumSukkothfeste. ist ein Märchenbuch das schönste Kindergeschenk 1 in neuer künstlerischer Ausstattung, reich illustriert IRMA SINGER Das SAMMLUNG PREISGEKRÖNTER Hit Fachwort Von Max Biod utU 8k a bigen Lithographien von Kosel-Qibson. Vor den lausehende Kindern erstehen Jerusalem und der Kar* mel, Slmson un Bar-Kochba, der Prager jüdische Friedho, in dessen Erde hunder Gerechte liegen, die den Tempel aufbaucn sollen, und das verfallene Häus- <heu, unter dessen Trümmern der Prager Golem ge.unden wurde. Die Kinder erleben die Trauer and das Leid des Volkes, ge* niessen aber dich den Froh• ■linn des grünen VPa'd*», der leuchtenden Senne Und die Scherxe f llcnd-r Sie ne. Sie finden hier den W g xa Hoffnung, Mut and Schönheit \ Leinenband S 7 Herausgegeben von der Jugend* schriftenkomm.desUO B’nai R’rith mit 6 Tonbildem un > 12 Text* Illustrationen von H. Grober. Mit Sorgfalt, Qesch nach und tiefem Verständnis aus dem reichen Schatz jüdischer Sagenwelt aus* gewählte MSrchen und Legenden. Von Bagdad bis in die nördlich* sten Gegenden Deutschlands durchwan era wir alle die verstreuten Sie langen ces üdisehen Volkes, erleben seine Träu ’-e, Hoftnvngen und Schmerzen, freuen ans an seinen Beste i und lernen seine Sitten kennen. Unterhaltend und belehrend! Leinenband S H R. LÖWIT VERLAG, WIEN, I. Fleischmaikt 1 Rotenturmstrasse 22 Serelne, BsrttSge und Setiammlnnstn. Zionistische Begirkssektion Leop oldst a d t. 3. Bez, ZirkuSgasse 8S. Heute. */a8 Uhr abenos, Rabh. Dr. Wundermann über Mure Nebuchfrn — Die L e s e° u tt d R e dehaile jüdischer H o ch s ch ü l e r v translaltet in ihrem Lokale, S. Bei., Türkrnstraße 9, 8. Stiege, neue S v rach kur ie für Hebräisch und Engltich unter Leitung bewährter Lehrkräfte. Beide §urse für Anfänger und Fortgeschrittene. Begi> n der Kurie nach den im Laufe dieser Woche erfolgt'n Anmeldungen und Vorbeiprechuna. Drei Stunden wöchentlich, geringer Negiebenrag. Jedemann zugänglich. Anmeldnu'en täglich von 8 bis 8 Uhr. — Z i o n t st t f ch e Sektion Prater. Heute, l/28 Uhr abends, im Heim. 2. Dez-, Jungsttaße 8, Vortiag Dr. N. G o l d ü e i u über Midrasch — Zionistische Sektion Z w is ch e« b r ü ck e n, 20, Bez. Leystroße 81. Moraen, V»8 Uhr obendr. im Vereinslokal. Vortrag Frau Dr. B u ch m i d l (Jerusalem) r ,Wa8 hoben wir bis «un in Palästina geleistet V Hieraus Dr. % a rtat o tot u ^Dte Bedeutung der NattonalfondSbüchie". * ' Indischer Hochschulausschuß. Der diesjährige ordentSich« Dekegiertemag flnoet morgen um 3 Uyr nachMtUagi» in den Siänmen- 8. Bez., i enn platz 1, statt. Die Zionistische Franeuorganisation der westlichen Bezirke Wiens veranstaltet Samstag den 5. d. uw 8 Uhr abends im Bezirksheim, 8. Bez., Bennoplatz 1, eine Makademie zugunsten der Keren-Kajemew-Aktion unter Mittvnkung der Damen: Violinvirtuosin Regme Lamm. Konzertsärigerin Olhve Wallerstein, Tänzerin Steffi Stahl, und der Herren: Oberkantor Gerson Ma rau lies, Violinvirtuosen Teich er, Cello S t au di n g e r, Klavier Suschitzky. Conferencier: Teddy K alb. Jungjüdischer Wanderbnnd, Ortsgruppe Wien. Cs wird darauf hingAviesen, daß am 5. d. um 5 Uhr nachmittags im Heime des Bundes, Wien, 10. Bez., Humboldtgasse 25, der Vortrag des Herrn A. Pollak (Jerusalem) stattfmdet. Um über-, flnsjiqe Anfragen zu vermeiden, teilen wir mit, daß nur geladene Ächte zu der am 20. d. stattsindenden Akademie Einlaß finden. Die Einladung erfolgt unter Garantie der Mitglieder, so daß ungebetene Gaste, selbst unter Vorweisung einer Eintrittskarte» unbedingt keinen Einlaß finden. Tanzt« zugunsten des Spitals der Dannherzigen Brüder. Das Damenkomitee des Kuratoriums zur Unterstützung des Spitals der Barmherzigen Brüder veranstaltet auch in der heurigen Saison wieder allwöchentlich einen Tanztee, hellen Reinerträgnis zur Gänze dem Spital der Barmherzigen Brüder zufließt. Er findet jeden Sonntag nachmittags ab 5 Uhr itn großen'Saale LeS Hotel Bristol (altes Haus), 1. Bez., Kärntnerring 6. der vom Präsidenten Artur Wolf in entgegenkommeMter Weise kostenlos zur Verfügung gestellt wurhe, das erste Mal am 6. d., statt. Eintritt 2 Schilling. Jüd.-akadem. Technikervcrband. Die diessährM Generalversammlung des Iüd.-akadem. Technikerverbandes hat am 31. d. im Lokale der Menisa aeadenüca Iudaiea, 9. Begirk, ZimmermannPlatz 8, stattMunden. Der Verband P «ine VeremMM isämllicher jüb-ischer Höver der Technischen Hochschute in Wien, er verfügt über eine uurstmareiche Fach!b-Mocheik, ein« Füpsovge- und KunWelle. eine Glas- und Chemikaliewstelle. Es wurde mich eine- Stunden- und Stellenvewnitlliung Aeischaßfen, um deren gefällige Inanspruchnahme Ödeten wird. Die AcktsstMden des Vevbenides sind: Mitiiwoch von 6 «bis 7 flmlb SaanNoch von 11 ibrs 18 Hr im WtxbM* 8. Bezirk, Reisnechvaße 23/Lb, Kunst, Bühne, Ach, Mt vors ohne tzloike." lSrstaufführung in de, Volksoper.) Die Glocke, welche das Dorf — nach mancherlei recht m». wahrfche-iikllichen thealMischen Verwicklungen — vnlaß'Llch dei goldenen Prieftech^lläums seines Pfarrers erhM, ertönt zwar erst knapp vor Ende deS VollksftückeS, die Hellen Glockentön« des Gemütes schwingen jcboch durch das ganze Werl welches ebensowohl mit den alten Geschichten der seligen Marlitt wie mit der chriftlichen Legende liebäugelt. Die nicht gevadi tiesisinni'ge Dramatisierung einer ollen Legende von Arpa- Paszt«r schildert die kleinen läMichen Freuden und Leiden, fymbMfiert rn Bat-er Benedei di« brüderliche Nächstenliebe und bringt emi-ge gut gefchme Doristypen. Die Musil ist, obwohl ihr Autor Eduard Künneke heißt, durchaus nicht bevliMrnsch üibevjipitzt. Sie will nicht hoch hinaus, sondern ergan-l in ihrer Art bas bäuevliche Milieu, indem sie mmterc Couplets, frische Chäre und rührselige Stimm-ungen fault BogelgGviischer bringt und sich m einer Traunchem mich ln' wirkungsvoller Polyphoner Kircheninuflk vechucht. Auch ans dankbare Finales vechcht sie sich, ihre Hauptstütze sind BEskiedmelodien und echte Sentimentalität ihr stärkster Trumpf. So vemag sie das Berbangen des Voliksopernpudlickums nach einfacher musikalischer HausmannStoft zu stillen, di« hier in leNich schmackhafter Auderertung — wenig gewürzt'und reichlich gegackert — verab-rercht wird. — Wie immer bewährten sich Fron WvgschaL u-ntz Herr RilterSheim als Stützen des Ensembles, Herr Tauber war ein maEger Schmied, Frau Herma eine sainost, rasche Mrrersköchm (etwa eine Nies« in Mimatuchormat) und Herr Kamm aus ein gutherziger, würdiger Priester. Sehr gut schnitt das von Leo Kraus Mitete Orchester ah und die Regie des Herm Friedrich -war ihrer Ausgabe durchaus gewachsen. Also ein erq're-ullicher, erfÄKveicher Abend, der das Vertmuen in die neue ZSltuwg der BolLsoper stärkte. Sie mag das musikalische VoiAssM neben der VoVsoper waitechin pflegen; es ist jedenfalls 'bejfier so, als wenn das vorläufig lungenschwache Institut im WetöbOverbe mit der Staatscyer seine Kräfte Werspannt und i>m Studium schwieriger, unüMsbüMicher, hochdramatischer Werke zwecklos vergeudet. Pb. st« beW örr Staalrtheok». 42 oder 60 Milliarde«. Jin Budgetausschutz des Notionalrates gcS «8 gestern eine lebhafte Debatte über das Defizit der Bundestheater, das der Berichterstatter mit 42 Milliarden angegeben hatte. Abg. Dr. Ellenbogen meinte, dieser Betrag werde sicherlich im kommenden Jahr überschritten werden. Man werde nicht fehlgehen, wenn man den Abgang mit 60 Milliarden veranschlage. Die ökonomische Behandlung der Angelegenheit fei äußerst fragwürdig. So wurde das Schönbrunner Schloßtheater dem Direttor Rainer-Simons um 500.M K. prs Abend verpachtet und ihm noch dazu das Recht eingeräumt, den einen Milliardenwert darstellenden Fundus der Staatstheater mitzubenützev. Cr wendete sich schließlich gegen den Antrag, daß die Gemeinde Wien wahrend der Däner des BetriebsznschusieS auf die Lustbarkeilsabgabe der Bundestheater verzichten müsse. Unterrichtsminister Dr. Schneider sprach die volle Zuversicht aus, daß mit dem vorgesehenen Betriebszuschuß von 4,3 Millionen Schilling das Auslangen gefunden werden wird. Die Bundestheaterverwaltung dechaMe gegenwärtig mit dem Personal wegen Verlängerung der Spielzeit und der Arbeitszeit, Verwendung der Angestellten an beiden Staatsbühnen usw. Der Minister bezweifelte, ob «S Direktor Rainer- SimouS gelingen Werde, das Theater in Schönbrunn spielfähig zu erhalten, Di« Httabsetzung der Preis« in der Oper scheine sich zu bewähren. Biel tiefer könne ma* jedoch mit den Preisen nicht heruntergehen, da die Ausgabm übervalorisiert sind. Der Christlichsoziale Girier, ein Gastwirt aus dem Salzbnrgischen, behauptete, daß die Vorteile der Staatscheater nur der Stadt Wien zugute kommen. Wenn Wie« nicht auf di« Lustbarkeitssteuer verzichte, so werde« die christlichen Bauern Heuer zum letzt« Male für den Zuschuß stimmen. Die Budgetpost „Staatscheater* wurde schließlich g« nehmigt. Ans den Aeatrrn. Morgen, 7,8 Uhr obendr, ,D % » 7.4 Buratheater. ewige Jüngling*. A l a c» e m' e l v e a i er Morgen, 7.4 Uhr nachmittags Märchenvorlefung unter Mitwirkung der Damen Mayen und Wilbrandt und des Herr» HLusseMau«. Abends. V|8 Uhr. .Der Querulant*. Operntheater. Marge», 7 Uhr abends. .Dio Jüdin-* Redontensaal. Morgen, 7 Uhr abends, „F igero-Hoch zeit*. Voitsvper. Morgen nachmitiags baß Kindenpärchen M®ct große »nd der kleine Klaus* mit Cuaeu Güntber und Rudi Merstallinger als Gast. Abends „Die Fledermaus". Im 2. Att i Friedl Böhm (GesangSentlag^, Franziska Hild und Trude Härtner al» Gäste (Tanzeinlage«). DeuticheS Boltstveaier. Morgen, 3 llhr nachm'ttaaS, veranüaltet .Der blaue Log e l" eine einmalige Kindervorstellung Sonntag ^nachmittag», »Die weiße Fracht*. Raimund-Theater. Morgen »nd Sonntag, nachmittags '/,4 Uhr. „Schneewittchen und die f i ebe« Zwerge* Allabendlich, V»8 Uhr, „P tz gmalio 1t* mit Leopoldine 8o»stanttn.