Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2433 (30.11.1925)
- Date
- 1925-11-30
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. S4N Men, Montag «kner Mor«e«»ütu«s SH. November IM Leit, I friedlich zu leben, als nur irgendwie möglich. Diese Politik schien Schiffbruch gelitten zu haben. Man hat der Leitung Vorwürfe gemacht, weil sie zu keiner aktiven arabischen Politik übergegangen ist, und weil sie keine konkreten Vorschläge eines Kondominiums, einer gemeinschaftlichen Herrschaft, gemacht hat. Der Zeitpunkt dazu ist noch nicht gekommen simd es gibt keinen Menschen mehr, ob er nun rechts oder links oder außerhalb der zionistischen Bewegung steht, der nicht erkennen würde, daß zu einer solchen Auseinandersetzung mit den Arabern über die gemeinsame Zukunft im Lande die Zeit noch nicht reif ist. Es hat sich gezeigt, daß unser Verhältnis zu den Arabern — und nicht zum arabischen Volke, denn zu diesen: war es niemals ein schlechtes , zu den verantvortlichen und unverantwortlichen Führern der arabischen Bewegung ein besseres geworden ist. Kurz nach dem Ausbruch des Dmftncmfstandes in Palästina haben die Araber gemeint, daß der Augenblick gekommen sei, um eine Offensive in Palästina zu machen; nicht im Sinne eines Pogroms oder Straßenkampses, denn sie wußten sehr genau, daß England gerade jetzt, da es einen erfahrenen Feldmarschall , zum Leiter gemacht hatte, nicht mit sich spaffen lassen werde. Aber sie dachten an eine Offensive, bei der .englische» Regierung, sie vermeinten einerseits, daß die Wahl eines nichtjüdischen Militärs, von dem sie annehmen konnten, daß er mit der Politik und mit der Balfonr-Deklaralion nicht so verwachsen sei, und daß andererseits die Unruhen in Syrien ihre Aufgabe erleichtern würden, von der englischen Negierung zu verlangen, die Balsour-Teklaration und die.Einwanderung nach Palästina soweit als möglich zu sabotieren. Die Ereignisse haben sie eines Besseren belehrt. Nicht nur ist. in den letzten Wochen, soweit bisher bekannt ist, die Offensive weit schwächer geworden, sondern es macht sich auch in den Kreisen, die bis zum heutigen Tag erklärten, es könne keinen Frieden mit England und den Inden gebenehe nicht die Balfour-Deklaration zurückgezogen sei, jetzt eine Bewegung bemerkbar, von der wir von hier aus nur beurteilen können, daß die Stimmung dahin geht, daß England das Protektorat über die anderen arabischen.Staaten übernehme, die jetzt unter französischer Herrschaft stehen, und das selbst unter der Bedingung, daß die Balfour- Deklaration geschluckt werden könnte; und noch mehr — daß unter dieser Bedingung das jüdische Nationalheim in Palästina für die Araber nicht gefährlich wird. Ich weiß nicht, ob das mehr als Stimmungen sind und ob. sie eine radikale Aenderung in der Politik der Araberführer be- Leuten. Aber es ist immerhin charakteristisch, daß sich im Laufe von wenigen Wochen unter dem Druck m BertMnisie, die ursprünglich einer arabischen Offensive günstig erscheinen mußten, die Lage so änderte, daß die- Araberführer, und zwar gerade diejenigen, die bis vor. kurzem im schärfsten Gegensatz zur englischen Politik in Palästina standen, jetzt solche Gedanken in ihren Kreisen anskommen lassen. Dies beweist, daß unsere Politik den Arabern gegen über keinesfalls eine verfehlte war. Wir haben nichts getan, um die Araber zu reizen. Man hat sich die größte Mühe gegeben, mit jenen arabischen Führern, die irgend einem Raisonement zugänglich waren, erträgliche Verhältniste zu schaffe«. Noch während des Krieges, als die erste zionistische Kommission — so war ihr Name — unter Führung Weizmanns nach Palästina kam, hat man schon damals mit Hussein, der zu dieser Zeit noch im Hintergrund stand, Verbindungen gesucht. Man hat auch mit F a i s a l, der für wenige Wochen gegen den Willen Frankreichs Königvon Syrien geworden war, und später Mesopotamien erhielt, Verbindungen angeknüpft. Es war damals jedem von uns klar, daß diese Politik noch keinen effektiven Wert haben würde. Es war aber von Vorteil, diesen arabischen Führern zu zeigen, daß ein gutes Verhältnis mit der Zionistischen Organisation für' sie nur nützlich sein kann. Man hat alles getan, um die arabische Bevölkerung so wenig als möglich zu reizen, und. so stark als möglich zu fördern. Baron Edmund Rothschild, ein Faktor, der nicht zu unterschätzen ist, der bei den AraberngroßeAchtun'g genießt, hat schon während ■ des Krieges immer eine Teiwenz verfochten, daß beim Bodenkauf die Jnteressender arabischen Bevölkerung viel stärker zu schützen sind, als es irgend eine türkische oder mohammedanische Regierung je tun könnte. Ter Boden gehört meistens den Efendis, die sich um die seit Jahrhunderten aus den Boden ansästigen Fellachen überhaupt nicht kümmern, und die bei jedem für sie günstigen Anlaß bereit sind, die bäuerliche Bevölkerung! ohne sich weiter um ihr Schicksal zu kümmern, von Grund und Boden zu verjagen. Sowohl Edmund Rothschild, als auch der Nationalfonds haben beim Bodenkauf immer für die um ihre Existenz gebrachten Fellachen gesorgt. Man hat ihnen größere Darlehen gewährt und ihnen sogar oft viel besseren Bo den geschenkt. Wir haben dazu beigetragen, daß das Verhältut§ der arbeitenden Bevölkerung zu den Juden keinesfalls ein schlechtes gewesen ist, und auch nicht während der Pegromzeit war. Es handelte sich damals ja nur um von bezahlten Agitatoren hervorgerufene Ausschreitungen. Die bäuerliche Bevölkerung hat sich n-i« an solchen antisemitischen Ausschreitungen beteiligt. Denn für uns. «st es etwas Selbstverständliches, daß in dem Augenblicke;: in dem die Juden einen Grundbesitz übernehmen, die dort ansässigen arabischen Familien besser versorgt werden als sie es bisher waren. Erstens werden die Fellachen, Re bisher im drückendsten A b h ä n g i g k e i t s de vH ä l t n i s von den Grundbesitzern lebten, von diesen befreit und Zweitens werden für sie menschliche Lebensverhältniffe geschaffen. Baron Rothschild hat für Ameliorierungsarbeiten des Bodens ungeheure Summen ausgegeben und das, ohne dazu vonpflichtet zu fein. Die arabische Bevölkerung richtet sich auf dem ihr, Angewiesenen neuen Boden viel bester ein als auf dem alten und kann dies durch die Darlehen, die ihr unter den Einstigsten Bedingungen gewährt werden, tu>n. Diese Tatsache hat dazu geführt,.daß im Lauft der Jahre die Araber, die im ganze» und großen intelligent sind, wenn sie auch auf keiner hohen Kulturstufe stehen, verstanden haben, daß die Behauptung ganz unrichtig ist, die Juden kämen als Ausbeuter, die sie verdrängen wollen, ins Land. Trotz alldem wäre es gefährlich, wenn es zu einer Bewegung gegen die Juden käme, die bei einem so primitiven Volk, wenn es aufgehetzt wird, immerhin Platz greifen könnte. Wirerleben es in europäischen Staaten, deren Verhältnisse weit günstiger sind, daß sonst Juden gar nicht unfreundlich gegenüberstehende Menschen durch Verhetzung, dazu gebracht werden, Grausamkeiten zu begehen, der man sie nie für fähig gehalten hätte. Jetzt stehen wir soweit, -daß auch die hetzerischen Führer aniftngen umzulernen. Ich glmi-be, daß dieser psychologische Moment jetzt gekommen ist, wo auch die maßgebenden gegnerischen Führer einschen, daß es nicht vernünftig ist, in dieser Weise gegen die Juden und gegen England Politik zu machen. Der dritte Faktor unserer auswärtigen Politik ist der Völkerbund und da müssen wir uns.schon den Vorwurf machen, daß wir diesen Zweig bisher Nicht genügend gepflegt haben. Es ist unsere Pflicht, weitsichtiger zu fein, als es alle anderen in glücklicheren Verhältnissen lebenden Völker sein müssen. Es ist Wohl richtig, daß uns aus dieser Vernachlästigung bis jetzt kein Schade entstanden ist, trotzdem im vorigen Jahre die permanente Mandatskommission des Völkerbundes über die Einwanderung nach Palästina ein ungerechtes, aus mangelhafter Sachkenntnis entstandenes Gutachten abgegeben hat. Trotzdem hat im letzten Jahre die Einwanderung nicht nur nicht nachgelassen, sondern sie ist sogar stärke.r geworden. Der Präsident der pernianenten Mandatskommission, .Marchese Theo doli, kann uns auch aus verschiedenen Gründen nicht gewogen sein. Erstens weil er klerikal und zweitens weil e>r Faszist ist, wobei Faszismus nicht Antisemitismus bedeutet; aber Faszismus bedeutet in gewissem Ginne Mißtrauen gegen jede Macht, die irgenbA einmal die Interessen Italiens schädigen könnte und eine solche Macht sieht er in England und Frankreich, da dies Staaten sind, die die Expansionsgelüste Italiens bei verschiedenen Anlässen -bereits gehemmt haben. Aus dieser Perspektive heraus ist das entstanden, was selbst ein genauer Kenner der' italienischen Verhältnisse wie ich, der ich 16 Jahre dort gelebt habe, nicht für möglich gehalten hätte, daß in Italien eine scharfe antienglische Bewegung entstand. Im Augenblick ist sie gedämpft, aber sie kann in jedem Moment wieder aufleben. Der italienische Faszismus muß deshalb gegen das jüdische Nationalheim fein, we>vl das englische Imperium seinen Expansionsgelüsten im Wege steht. Der dritte Grund dafür, -daß uns Marchese Theodoli nicht gewogen sein kann, ist der, daß seine Frau eine Syrierin ist, die Tochter eines Mannes, der zu den Führern der arabischen Hetzpartei gehört. Dieser Theodoli hat aber jetzt mit einer undiplomatischen Offenheit gesagt: „Glauben Sie mir, wir von de-r Mandatskommission werden nichts tun, lvas England tatsächlich unangenehm ist. Wir werden nicht nur nichts tun, was gegen England ist, sondern auch nichts, wozu England nicht implicite oder explieite seine Zustimmung gibt." Tatsache ist, daß di« Immigration im letzten Jahre stärker geworden ist und die Mandatskommission dagegen nicht protestiert hat. Wir wissen nicht, wie der Bericht in diesem Jahre ausfallen wird. Er ist bereits fertig, aber er wird — anders wie im Vorjahre — bis zum Tage der Veröffentlichung streng geheim gehalten. Man weiß, wie die Verhandlungen vor sich gegangen sind. Der englische Vertreter, Ormbsby-- Gore, hat das Palästinarnandat viel stärker verteidigt als dies Herbert Samuel getan hat. Dieser wurde damals gleichsam als Angeklagter verhört, während Ormsby- Gvre, der nicht High Commissioner ist, eine ganz andere Sprache sichren kann. In -der Mandatskommission saßen voriges Jahr viele, die wie Profestor Rappard, Palästina gar nicht kannten. Rappavd war zum ersten Male heuer bei der Nniversitätseröffnung in Erez Jsmel und sein Eindruck war so stark, daß er ihn in der ganzen Welt zum Ausdruck bringen mußte. Wir dürfen also annehmen, daß der Bericht diesmal weit gerechter auSfallen wird als im Vorjahre. Wie immer sich auch die Sache verhält, so muß man Vertrauen dazu haben, daß Theodoli die Wahrheit gesagt «hatte, wenn er behauptete, daß nichts geschehen werde, tvas England nicht gefällt. Chamb erla-in hat der damaligen Mandatskommission eine Rüge erteilt. Wir haben uns überzeugt, daß es notwendig ist, m i t dem Völkerbund engsten Kontakt zu haben, und zwar hauptsächlich. mit seinen für unS vorwieged in Betracht kommenden Organen, mit dem Bölkerbundmt und-dem Sekretariat der ständigen Mandatskommission. Jn den letzten Minuten des Jahres 1924 wurde i n Genf eine ständige zionistische Bertre» tung eingerichtet, die sich nach Kräften bemüht, die Organe des Völkerbundes über die Verhältnisse in Palästina zu informieren. Es genügt aber Acht, wenn der Völker» bun-drat und das Sekretariat auf dem Lauft n-dm gehalten tverden. Wir muffen nicht nur trachten, mit den jetzigen gliedern des BöVerbundrates in Beckindnng zu denn diese wechseln ständig ab, und es kann geschehen^ daß beispielsweise morgen Deutschland, Polen oder Oesterreich, dort sitzen werden. Daraus erklärt sich auch, daß die, ziomstrschen Führer sich bemühen, «die einzelne« Staaten Europas zu veranlassen, irgendwie.' hm-, dende Erklärungen für das jüdische Nationalheim Lhzugaben. Im vorigen Jahre waren es die rumänische und die polnische Regierung, die ftlche Erklärungen abgaben, und es dürfte nicht allgemein bekannt sein,, baß : auch die d«u tsche Regierung eine derartige Erklärung abgegeben hatte. Cs war dies zu der Zeit, als R a t he na «• Außenminister loar und Deutschland noch nicht daran - denüen konnte, in den Völkerbund einzutreten. Während der Anwesenheit Welz man ns in Deutschland hat der .Minister des Aeußern einenoffiziellen Empfang gegeben und dadurch seine Jntevrssen-nahme an der zionistischen Bewegung lundgetan. Man >darf diese Tatsachen - nicht unterschätzen, denn Deutschland lkann, wie gesagt, bald. Mitglied des Völkerbundes, ja sogar öez Völkerbundrates wenden. Auch mit Japan, von den: wohl kerne Gegnerfchalst zu erwarten ist, wurden in der letzten- Zeit freund-- fchaftliche Begehungen ang-eknüpft und man Hai den- .Vertreter Japans beim Völkerbund genau über die Lage in . Palästina informiert. Es -ist immer «besser, uninteressierte Freunde zu haben, wie es Japan ist, als Freunde, die vom eigenen Interesse abhängen und morgen «schon in ein anderes Lager getrieben werden können. Wenn, man von Wischer Außenpolitik spricht, ' so muffen noch drei Faktoren in Rechnung gezogen werden:' Ameritc; der Vatikan und die Türkei. ' Unser' Verhältnis zu Amerika ist ein durchaus positives. Ein Ereignis, das nicht hoch genug eingeschätzt werden fern«, ist, -daß beide Häuser des amerikanischen Parlaments ' mit Zustimmung des Präsidenten Harding eine Refo-. lution faßten, in der das jüdische Nationacheim in PaM stina begrüßt wird. Es ist ein nicht hoch genug eiiM- - schätzendes Ereignis - deshalb, weil Amerika stets ängstlich darauf bedacht ist, mit der europäischen Politik ein so loses Verhältnis wie nur irgend möglich zu -haben und - weil! Amerika alles ablehnt, was nur irgendwie mit bent VÄ!ker-, bund in Verbindung steht. Trotzdem hat Amerika in diesem- Falle eine Ausnahme gemacht. Wcht aus ameMn-isch-t politischen Gründen, sondern aus Sympathie fürdie Juden..Dies ist nicht nur deshalb von Bedeutung?' Werl Amerika ein maßgelbendes Wort in allen Welt-fvaM zu sprechen hat, und nicht nur, weil Amerika vielleicht' doch in einen etwas anders konstruierten VMerbünd eintreten könnte, sondern -weil die Willensäußerung der Regierung auch für die im Lande lebenden Juden ei-M gewisse Bedeutung hat. Es gibt in Amerika Juden, .-die.- 100- und IMprozentige Amerikaner, sind oder zu .sein, wünschen und dorgebm. Für diese Juden ist es eine großes Beruhigung, wenn sie hören, daß ihre Regierung in einer, so solennen» fast noch nie dagewesenen Weise dle .Crrich-. tung des jüdischen Nationalheims begrüßt. Daß in- Amerika jetzt eine so starke Bewegung für hem Zionismus entstanden ist, ist diesem Schritt her Regierung zuzuschreiben. - i ., . Der zweite Faktor, von dem zu sprechen-istist->de-W Vatikan. Wir unterhalten zu ihm «in durchaus rrega-i t-ives Verhältnis. Viele sind der Meinung, daß di-efts. Verhältnis niemals - ein anderes werden könne. Trotzdem ist es nicht -uninteressant, .daran zu erinnern, daß es doch A-ugeniMcke gegeben hat, in denen der Batiban die »Züchen ganz anders'angesehen hat, als dies die gegenlvärtigen Leiter der katholischen Kirche tun. Ich will hier an den vorigen Papst Benedikt den Fünfzehnten, der während des Krieges regierte, erinnern. In einer Unterredung. mit Sokolow sagte er: ,^tzch hofft, daß wir gute Nachbarn «sein werden." Aber noch eine andeve Tatsache, bk nicht allgemein bekannt ist, möchte, ich dafür anfühvesi. Ein jüdisch-anveMnischer Journalist namens Henry'Bern? stein reiste für große ameriikansche Blätter.durch die ganze Welt, Um die hervorragendsten Vertreter, der Politik, Kunst und Wissenschaft zu intewiewen. Vor:-wenigen Monaten wurden alle diese Unterredungen, in einem Werke gesammelt, herausgegeben. Es ist.darin auch , eine Unterredung mit Papst Benedikt dem Fünfzehnten ewlhalten. Für ihre Authentizität bürgt, daß sie schon während de's Krieges, also noch zu Lebzeiten des Papstes in amerikanischen Blätter veröffentlicht wuvde und damals kein Dementi erfolgte. Die Unterredung fand im Jahre 1915 statt, zu einer Zeit, als der Papst den mißgLWen Versuch unternahm, zwischen DeuMland und England zu -intervenieren. Bernstein wünschte eine Intervention des Papstes in Polen und Rußland gegen die Ausschveltun-gen des russischen Großfürsten Ni-kolanS. Der Papst hat damals tatsächlich interveniert und' die Bischöft Polens aufgeftvdert, Mer die GraufamikltLn gegen . die Juden nach Rom zu berichten, und auf Grund dieses Materials erwirkte er eine Besserung der Lag« der Juden. Benedikt der Fünfzehnte hat auch inder Beilis-Frage interveniert. Der Journalist stellte-an den Papst die Frage, wie «r sich zur Errichwng eines jüdischen Nationalhei-mS in Palästina stelle. Dies« Frage -war damals im Jahre 1916 Wohl etwas verfrüht, dem: die Verhandlungen wurden erst im Jahre 19ü7 zlr Ende geführt und gerade Amerika hatte sehr viel dazu beige-trägen. In Amerika hatte man sich schon ftit 1914 mit der Palästina-svage beschädigt, vor allem ^waren 'eS. dir zionistischen Uihrer Brandeis.und Wife,"-• - die Frage, die Bernstein an den Papst stellte, antwortete dieftr wörtlich: ,>Jch Hab« volle Sympathie für die nationalen Bestrebungen der Juden in Pa-lästirm. Wir wür> fchen Froheit und GewchtigM und die Juden streben