Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2432 (29.11.1925)
- Date
- 1925-11-29
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
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«Oe S Wien, Sonntag Wiener Morgenzeitung 29. November 1925 Nr. 2438 Vvmcht der Keren Kajemeth neue« Men? An igob eine Zeit — sie lliegt nicht weit Mück — im der Itc Aioniistüschen Kreißen die Minung vorherrschte, daß der Aeven Kafemech saturiert sei. Die dieser Minnng rvaren, stütztm sich daraus, -aß unsere Kolon isationsmittel nnd die Menschen nicht ausroichlen, rvm den zu erwerbenden Boden zu bestcdeLn. Andere waren gerade entgogengchetzter Meinung, nÄnÄich, daß wir -nicht genug Boden evweriben können. Ja ein besonders radikaler Vertreter dieser Anschauung, Agronom WManski, kämpfte mit Tempera nie nt dafür, daß man alle MM des Jüdischen Nationalsvnds ausschlietzlich für den Erwerb von Boden verwende, diesen mir extensiv bebaue, damit wir m die Lage kommen^ sehr aruKgedchnte Langstrecken zu erwerbe«. In diesen WieiMingsstreit grüss das Ldben ein und bewies, wie dringend der natioMe Bode-mnweO ist. Heute ist es bereits jedermann Kar, daß selbst, wenn unsere Kolonisationsmittel schr gering wären, der Keren Kcujemeth st.ts neuen Boden erwerben müsse. Denn es geigte sich in aller Klarheit, daß der Keren Kasemeth Bodenvorrats- Wartschast treiben muß, speziell in der Nähe der wachsenden Städte. Dies aus zwei Gründen: 1. Mutz sich der Jüdische Nationäbfonds auf seine spMe BedsutMtg besinnen, nünvlich daß er berusen ist, den BodenmarEt gn beein slussen, damit die produktiv n Elemente in den Städten in die. Lage versetzt werden, ihre Mittel auch produktiv, das ist <Äs Betriebskapital zu verwenden. Im entgegengesetzten Falle nämlich, das heißt wenn nicht genügend billiger Boden — der der Gesamtheit gehört — den Einwanderern gnr Verfügung stcht, sind sie gezwungen, einen großen Teil ihres Kapitals, a-ls Bodenkaadfpreis zu imniobckissieren. 2. Die BevbMgung des.städtischen Bodens beeinflußt «auch die Bedenpreche ans dem Lande günstig; der Keren Kajemeth kann dann den für die landwirr'chachliche Kolonisation notigen Bode« Lill'g erwvrbm. Daß dieser Umstand für unsere nationale Renaisiance von größter Bedeutung ist, biegt aus der Hand. Die Befürchtung, daß wir nicht genügend Menschen und Kapital für die landwirtschaftliche Kolonisation häben, hat sich nicht Hewcchrheitet. Nicht nur mittellose Chaluizim sichen uns für die Landwirtschaft zur Verfügung. Der Chalnzgedanke ist inzwischen in neue Kreise unseres Volkes gelingen, in dir chassödrschen. Die Chassidim aber bedeuten den beinahe größten Teil der jüdischen Masse. Diese Elemente bringen auch M'ttrl mit sich, streiben ehrlich nach Umschichtung, lechzen geradegu nach Boden. Es ist daher begreiflich, daß die Mische OEemllich'eit sich nicht mehr damit beschäftigt, ob der K.ren Kajemeth neuen Boden braucht, sondern lediglich mit der Frage: Wie .vergrößert man di» Mittel des Keren Kajemeth, damit er in der Lage sei, stets neue Ländereien zu drn in seinem Besitze befindlichen zu evwevben? Hervorragend bewahrt zur Bekämpfung rheumatischer, 1 gichtischer, nervöser Schmerzen sowie gegen Kopfschmerzen. Dke Blrt»»« rrin ««nfctttbar et». 2rt»e schädliche» ««»r»wirtuu,e». »erztlich Ktzttld be-vracht«. - I« «Ur« Ap-thrkrn. msmmsme Mignon Rottenberg Robb. Dr. fl. H. Teller B.rysläw Trembowla * 'Verlobte Wien, im November 1925 Hanna Somer Dr. Wolf Somer geb. Erteschik Vermählte Wien, IX,, Lazarettgasse 20, im November 1925 Anny Spatz M. U. Dr. Abraham Frey- Verlobte November 1925 Möbelfabrik J. Spira Feine « WlED. III. 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De-ember neue Sprachlurne für Htbrälich nifiii,rh iml’v Ifii'lVniölfiiVtCr ftribtifTfliftC. Bk iSß .Tnriö täglich von 3 bis 8 Uhr. — Jüdischer Jugendklub. Wir laden alle füd'schen Schüler nnd SchAerinnen foet Be- ^trife 6, 7, 8 zn dom am Mi'tlwoch den 2 DHemlber u>m halb 4 Uhr im R-stmtrant Reiß, 7. Bez., Maviabilierstraße \U, stattsindonden Vortrag „Die J'nder in der Wissenschaft" ein. Kein Kvnl4l>ma-ti'ons>Man'g. Der jüdische Pionier m Erez Israel. Die erste öffentliche Bochührnng dieses bisher schönsten Palästina- 'iln>ö findet am nächsten Sonntag den 6. d. nm A. uWl'Uiucujitu})'1; -cvum», x. NotenlMMlstvatze 22; Bücherstube Rath «, Präger, 2. Bez., Taborstraße 59: Zionistische B.ziMoMnisatian, 2. Be--. Zivknsgasse 33, und Prater, 2. Bch.,'JuMtraße $;*. „Wiener Morgenzeilung". 2.' Bez., Taborstrahe '1,' üstd achder Kässe