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Wiener Morgenzeitung · 1925-11-29 · Heft 2432 (29.11.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2432 (29.11.1925)
Date
1925-11-29
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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grifc* Gkn, Sonnte Wiener Morgen-eltung ZS. November ISA» «r. am Mäntel »djacken aus Nutria. N e r z« und Z o d r l-M «rmel. Persianer und Seal s » wie $ t t t e it» e h t zu w i r k l t ch L u ß e r st r«cku»l«rte» garant. krlmaprtm» QnaliU'en P^u. Pipersberg 7L 9-11 ♦ - Men otbeijet. Von Egon Dietrichstein. Die weiwerhreitete Ansicht, daß der Wierrcr den Hannen Tag im Kaffeehaus sitzt, ist boshaft übertrieben. Der Wiener.sitzt auch im Amte oder — und dies seine zweite Tätigkeit — er geht ins Amt. Entweder weil er dort nichts $u tun hat: als Beamter, oder weil er dort etwas zu tm hat: als Partei. Die Grenzen sind fließet. Dar Beamte Lst zeitweise Partei und die Partei wieder zeitweisa Beamter. Es kann Vorkommen — und der Fall vst so häufig, daß man nicht von ernam Zufall schlechtweg sprachen möchte —•, daß die Partei den Beamten tagelang nicht trifft» wesil dieser Beamte als Partei in einem andere» Amte hewmsttzt: Ach erscheine zum Beispiel bei einer hohen Magistratsperpn wegen einer,Meinen Heimatschein betreffenden Eingabe". Der MagPratSrat ist jedoch wagen einer Auskunft zunr Matami bestallt worden. Da sich in Wien unzählige Aemter mit nahezu unzähligen Beamten vorsinden, die damit beschäftigt werden müssen, daß sie Akten und Vorladungen schreiben und dem Akt ohne persönliche Einvernahme fein wsseMchster Bestandteil feh'en würde, da überdies der schriftliche Bekehr des Amtes nur in Vorladungen besteht, kann mit dem günstigen Ereignis, daß die Partei Len zuständigen Beamten antrifft, daß nämlich der Beamte nicht glaichfalls vorgeladen wurvs, kaum gerechnet werden. Da nun die Partei, die den Beamten nicht angetvüffen hat, nochmals erscheinen mutz und dieses neuerliche, sich mehrere Male wiederholende Erscheinen unter allen Umständen erfolgen muß, weil frfe Partei noch ein Dokument einzubringen hat, weil der M nicht aufsindtar war. 4veÄ die Zeugen nicht zur Stelle waren, steigt der Koeffizient der Erfolglosigkeit guadratofch. In die Wahrscheinlichkeits- oder Un- VahrscheinkichSeitSrechnung, den zuständigen Referenten anzutreffen, müssen die Gekurten und die Todesfälle in seiner Familie, ebenso die Leichenbegängnisse und Heiraten der Kollegen eingestellt werden; nicht zuletzt ist mit dem .so bedauerlichen KttyikhertSsall zu rechnen. In Wien gratuliert und kondoliert man ausdauernd und langatmig. Der Beamt«, der im Instanzenwege sein Gesuch einbrachte und für die Laufereien vom Ministerium ab- -wärts drei dienstfreie Tag beanspruchte, fordert — mit dem Rechte der Mwilliguiig — nach der günstigen Erledigung drei weitere dienstfreie Tage, um sich — vom Mini, stermm bis hinunter — mstanzenzüg>l.ich zu bedanken Selbstverständlich jedoch beginnt die fürsorgliche Tätigkeit um die Angabe bei den Burühungen mn die Protektion, bei Besuchen über die Hintertreppe, und selbstverständlich muß nowendigttweift der Dank auch auf diese Stelle ausgedehnt werden. Neben die^n offiziell Arbeitenden gibt es die offiziell ArbeitMen. Wer ebenrstwenig wie die Tätigkeit der Avtertendrn ihrem Gattungsnamen entspricht, sind die Arbeitslosen so. arbeitslos wie man glauben würde. Die Arbeitslosen sind damit befchaft'gt, Arbeit zu suchen, das heißt: vor Mm Beziehungen, die zur Arbeit öder, was zutreffender iji't, zu einem Anspruch aus fixen Gebalt führen. 'Sie Klagen sich wirklich, laufen, da chnen das Geld Kr de Elektrische fehlt, monat- und jahrelang dem immer wieder entschwindenden Feten Arbeit nach. pla.M sich, so oft sie sich um die „Arbeitslosenunterstützung" anstellen, so daß man ihnen b% Unterstützung als Honorar für das Anstallen um dies« Zuwendung zusprechen mochte (ebenso den Fixbasolde ten den Gehalt für die Wege von und zur Arbeitsstätte). Sie arbeiten und arbeiten, um Arbeit zu erhalten und werden in Wahrheit erst arbelMos, wenn sie den Anspruch auf Arbeit, den Anspruch auf Vergütung erreicht' haben. Wie die Beamten sich gegenseitig Vorlagen, so vergalten sie sich auch gogewseit'g. Zulage, Urlaubsgsld, Äran^ntoflenLezüye müssen auf Gmnd von nach der höheren und höchsten Mathematik ausgeavleitetM Formeln errechnet werden. And insbesondere erfordert die so hnhstehende Fürsorge Arbeit und wieder Arbeit Jede Begünstigung muß schwer erarbeitet werden. Wer ein Armutszeugnis erreichen w'll, muß wochenlang in mannigfache Äemter laufen, -wer amtlich eine Schuheinlage benötigt, umß in die amtsärztliche Ordination, was den obligatorischen Anspruch auf einen dienstfreien Vormittag und damit die wesenOchste. wenn auch NeZerHegünstlyung ibsdwgt. Arin Amt darf sie verweigern: Denn die Aem:er «sind zur gegenstiLigen Reveren-z verpflichtet, durch Eingaben wird die dienfÜfreie Zeit nach Belieben gesteigert und, wem LeispieiKweise ein Gesuch ungenügend .gestempelt ist geradezu ins Unendliche. vermehrt. Eine Berleurmung wäre er ferner, den Privatmann, den AapitaUsten, der von einem ./arbeitslosen" Einkommen lebt, der Faulheit zu beschuldigen. Die Aemter jagen, daß er Beschäftigung findet, uckd wmn er auch keine andere Tätigkeit ausubt, a!l6 mitunter einen Brief archngeben, so wich Hm das Postamt den datzu gehörigen Zeitvertreib schon beistellen. Aber wenn auch di« Wiener, w'e sie behaupten, mit Arbeit überlastet sind, so blühen ihnen nach des ,Jages Arbeit" doch auch „frohe Feste", die allerdings mit' Sparsamkeit genossen werden müsien. Hier stellt zur rechten Zeit der »Herein" sich ein: das.Kreuzworträtsel", oder eine schrullenhafte, le'vdrnfchaiMche L-e>bhabevei, eine liebeholl« Enthaltung des Privattalents. Die.jungen Leute finden di ehe Gelegenheit zur individuellen Leistung in den .-Sportvereinen", -die Aelteren her anderen „Verbindungen", die durchaus nicht der Bergnügultgs-sucht dienen, sondern mit schwerstes Bemühungen tvachsen und gedeihen. »Jsahl eines Obmannes" kann Nächte beanpruchen, die Ueberfiedlung der VereinMales, das Aussenden von Zirkularen au die p. t. Mitglieder kann geradezu aufreibend wirken. Die Vorbereitung eines ,KollegentageS", eines Jubiläums, einer Jugenderinnerung zählt nach Monaten. Man kann sagen, daß sich der Wiener in der freien Zeit versammelt. Zu irgend einem Zweck, meist, um zu Protestieren, zu demonstrieren, seine Unzufriedenheit solidarisch auSzudrücken. Der Wiener ist außerdem, um die Arbeit des Tages unterzubringen., ein Frühaufsteher; die Schullinder müssen um 7 Uihr aus dem Bett, die Kranken werden in den Spitälern um.7 Uhr wachgemttelt, um keine Mimte Bettlagsrigkeit zu versäumen, mn 8 Uhr morgens sind die Straßen dicht bevölkert: ganze Regimenter von uniformierten oder zivilen .Herren mit Mterrtaschen. Das sind die KcntroNcre, die Oberkontrollore, die amtlichen Aust scher über das Privatleben. TaS Amt sendet sie zu „Erhebungen" ans. Sie erfahren, ob der Arbeitslose nicht mittags einen Braten verzehrt hat, ob eine Wohnung nicht widerrechtlich vermietet wurde, ob der Telephonabonnent nicht hinter dem Rücken des Amtes gewechselt wurde.. Sie liefern dem Amte das Material Wer den juristisch-materiellen Letenswandel des Bürgers. Sie recherchieren, pfänden, .versuchen Rückstände einzuheben... und tragen in ihrer Aktentasche .^RrMivnen" nach Hause. Wen eilt. Um rechtzeitig in den ersten Nach- Mittagsstunden wieder nach Hause zu kommen. Man drängt sich iu der vollgestopften Elektrischen zur — Arbeit, zu seinem Schreibtisch, awjf dem man das Frühstück und die Morgenlektüre ausbreitet, in Erwartung der Vormittagsslunde, die geeignet ist, dem Vorstand bakanntzugeben, daß eine Vorladung, ein KrankheitszeugmS oder eine andere dringende Pflicht ruft. Zwei Mos: Wien avbeitet... zichwn, m dem Bewußtsein, daß dam ihre Spvache Mb Hoven würde, ein Mische- Idiom zu sein In noch höherem Maße tvtfft dieses Bedenken für die EchMimg des Jiddischen zu. wenn «S sich seines Misch« MeMnaleH, der hebräischen Schrvstzeichen, entäußern würde. Lr. Mred Landau 78 gahre v-. Am 25. Novoncher begirtg der in Wien lebende jüdische PrivÄgeLchrtr Dr. Alfred Landau seine« 75. Gchurrstag. Nur wmige OngoweUe wissen, daß dieser bescheiden« JdeaM zu den anerkanntesten Forschern des All- und Mitlelhochdeutschen m Zusammenhänge mit der jiddischen Volkssprache zählt. Ursprünglich befaßte sich Dr. Landau vornehmlich Mt deb FixieMn-g der Mischen Diatlekte -n Gtkizien im Vergleiche mit dem alteren Iudendentsch und veröffentlichte in einer Anzahl f-rachwissenschafMcher Zeitschriftetr die Ergebnisse seiner Forschungen aus dem Gsöie-te der vergleichenden Etymologie, stutz vor AuÄ'.ruch.des Krieges wollte Dr. Landall ^ie'Herausgabe seines großen lexllogvLphiiicheu Werkes, für wvlch.:s «.r das MatcM scht 50 Jahren un-ermüd sich Msa-mmengetra.gen harte, durchführen, -'e< Kriegsausbruch hat jedoch sein Vorhaben zunichte gemacht und auch «bis heute ist «S nicht möglich geworden, diei-rs für die vergl' icheude Sprach Wlssenschaift A»ero>.:s «ichtrge und .vevkooll« Materral ln Truck zu legen. Dr. AütfrSd Landau wurde a-m 25 Neivember 1550 in Brody, -OstgÄ-tzien, g-b-^rn, lrm a.S 15r«hriger Su^.-.t nach Wien, tvo er seine Gymnrjialftudien b tutete und an fcs Wiener Universität seine NechtsstMen a>')'olv:crte. Bis z'.m J^hre 1687 übt« Dr. Landau m Men die Advoketrtr aus, gab jedoch später bk Praxis auf auö ro^Mimo sich ausschließlich der ihm Mgowcivdenw sprachw'ssenschusttlich"n Tätigkeit. Aus Anlaß seines 7öjähvigen Geburtstages find dem Gelehrten, besonders aus jüdisch^itevarischoii und' wissensckMIichon Kveissen zahlreiche Glüchv-ünsche zugekcnn>men. Misch in tatrinitcher Schrift. Wie die Warschauer ,^it-Mrischen Blätter" mekden, befassen sich di« Scwsettre>'st in Rnß'iand mit dem Plan, für eine Anzahl der in Mßland gebräuchächerr orientalischen Spvachen den Gebrauch per lateinischenSchris^MiHatavisch ein- Awsühren, um dodrvrch die Erlernung dieser Sprachen jedermann zu erleichtern. Zn den Sprachen/die ihre bisher gvbrauchte-n Schrrftzsichen zu ändern h.chen werden, -gchört auch die jiddische. Bekanntlich ist die Beweganig. das hvbMche Alphabet der j'Ldischen Sprache durch das lateinische $u ersetzen, nicht neu. Schon vor Violen Jahren wurde oin« solche Anregung in jiddischiistlschen flteeifen laut und ein kleiner Kreis hatte eS versucht, die Anregung zu verwiMchen, ohne alleiidingS bsi dar großen Masse Airkiang zu finden, so daß das Experiment noch kurzer Zeit ausgegepen worden «mußte. Sollte jetzt in Rußland der Plan infolge des Druckes von eben in dir Tat umgüsetzt werden, fo würde es nach den gemachten Cw'ahrinrM mit der jlÄdischerr Bollsspvache in Rußland sehr bald schlecht beistellt .sein. Im übriger! sei bei diesem Aulaß daran erinnert, daß «8 Vor mchveren Jahren mrch unter den s p a n i ok if ch e« I u- .de n des Orients eine Richtung gegsben hat, die.für die spamalische Schriftsprache an Stelle der höbräiischen Schriftzeichen die lateinische Schrift cinführen Lvollte. In Saloniki und K o n st a n t i n o tz e l, in den letzten Jahren auch in W i e n. erschienen bereits ispamosifche Wochenblätter mit lateinischer Schrift, die jedoch'nach kmzer Zeit eingestellt werden mußten, weil di« versuchte ürmernng VM allM Sponicklen Äbgvkhck worden war. Und doch hatte die Raformide« bezüglich des Span'ioi'ilschen einen Sck)sin vor'. Berechtigung, t« es ja eine Landwirtschaft und D ehzucht im alten Palästina. Man sollte es nicht glauben, und doch ist es wahr, in neuerer Zeit behauptet eine ganze Gelehrtenschule, daß die Juden nn alten Palästina gar keinen Ackerbau getrieben haben, sondern — Spekulation; nran sagt nur nicht deutlich, worin unsere altisraelitischen Vorfahren spekulierten» zumal in damaliger Zeit Devisen und Wertpapiere noch nicht vorhanden waren, aber eines ist diesen Gelehrten unzweifelhaft: den Boden haben sie nicht bebaut, ihm nicht im Schweiße ihres Angesichtes. seine Früchte abgerungen. Sie spielten nur Großgrundbesitzer, die Arbeitssklaven waren die unterjochten Kanaaniter; die Eroberer jedoch kümmerten sich. um Bodenbestellung höchstens, so oft es galt, in Bodenprodukten oder in Bodenparzellen zu — spekulieren, da es ja, wie gesägt, keine anderen SpLkulalwnSobjekte gab. Die Juden haben — jo heißt es — eben vom Urbeginn her den ,Handelsgeist" in sich, haben also stets nur Handel getrieben, nie aber jenen Sinn für Landbau besessen, der Ackerbau betreibende Völker erfüllt und ihnen jene geruhsame DeharrlichLft, jene sachliche Liebe zur Scholle gibt, die den echten Bauern auözeichnet. Diese Lehre hat mit viel Behagen zuerst Chamberlain entwickelt, dann hat sie Sombart mit einem Wust von Theorien und Theoriechen ausgebaut, bis fte zu einem Teil des eisernen Bestandes der „modernen Wissenschaft" wurde. Hände! und Nomadentmn sind ja „bekanntlich" miteinander sehr verwandt, der Nomadengeist geht sehr leicht in den Handelsgeist über, und daß die Juden von HauS aus und bis auf den heutigen Tag in ihrem innersten Wesen Nomaden seien, hatte ja schon in der Frühzeit des Antisemitismus ein Wiener Ge. lehrter, Prof. Wahrmund, bewiesen.Von den Urahnen der Inden war wenigstens Abraham, nach der Bibel, ein nomaWerendrr Scheich. Nun sind Nomade und förnbl« die natürlichen Gegner des.seßhaften, an der Scholle legenden Bauern. Ergo waren die Juden niemals Bauern gewesen — und werden «8 trotz aller ihrer Anstrengungen in Palästina und anderwärts niemals werden.. . Auf diesen zweiten Teil des Satzes lief nämlich die praktische Anwendung der ganzen Theorie hinaus. Wenn ein einfacher Jude diese Tiraden liest, kommt ihn das Lachen am und er braucht nicht erst aus den Fachmann zu warten, der ihn über die lügenhaften Behauptungen und die Trugschlüsse aufllärt, die in dieser Pseudowissenschaft enthalten sind. Der Jude erinnert sich an gewisse Bibelstellen, die ins tägliche Gebet Übergegangen such, und die jeder Jude kennt. Der Segen, den Isaak feinem Sohne Jakob erteilt, lautet: „Gott gebe dir vom Tau des Himmels und. von den Fettigkeiten der Erde und viel Korn und Most." „Wenn ihr meinen Geboten gehorchen, werdet, Gott zu lieben und ihm zu dienen vom ganzen Herzen und ganzer Seele, so werde ich den Regen eurem Lande zur rechten Zeit senden, und du wirst dein Korn, deinen Most und dein Oel einsammeln, in deinem Felde gebe ich Gras für dein Vieh, du wirst essen und satt werden. Im entgegengesetzten Fall aber wird Gott den Himmel zusperren und es wird keinen Regen geben und die Erde wird ihre Früchte nicht tragen ..." Denkt so ein flüchtiger Nomade^ und ein Bodenspekulant, oder aber ein seßhafter Bauer, der in dem von ihm im Schweiße seines Angesichtes bestellten Boden tief verwurzelt ist? Jene Gelehrten habmr aber ihre Rechnung ohne die Fachwissenschaften gemacht. Die biblische Mer« tnmSkunde hat in dieser Angelegenheit auch ein Wort mitzureden, und die kommt zu ganz anderen Ergebnissen. Eines der bedeutendsten, auf den neuesten Forschungen und Ausgrabungen sich gründendes Werk dieses Gebietes ist Alfred BertholetS „Kulturgeschichte Israels". (Gottingen, Pandenhoeck u. Ruprecht.) Der Verfasser ist nicht etwa ein orthodoxer oder auch nur konservativer Bibelglaubiger, er gehört vielmehr dem linken Flügel der Bibeikriliker an. Aber er ist ein Forscher von hohem Geist und strenger - Wahrheitsliebe. Er widmet der Landwirtschaft der alten Hebräer und ihrer Viehzucht sehr eingehende Schilderungen. Es sei hier gleich bemerkt, daß das Verhalten des Bauers zur Viehzucht ganz verschieden ist von dem Verhalten des Nomaden, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch seelisch. Dem Nomaden ist das Tier.«ht Wandergenosse» dem Bauern ist es ein Arbeit& genösse. Die Patriarchengeschichten der Genesis schildern uns die Verhältnisse in dem Zuftan-d« des Ueberganges vom Nomadentum zur Seßhaftigkeit. Diese beiden Stadien haben die alten Hebräer ebenso durchgemacht, wie alle Stämme der Erde. Bon dem dem Nomadentum vorangehenden Stadium des Jagerlebens hahen sich in der Urgeschichte deS jüdischen Stammes, wie die Genesis sie uns schildert, tonnt einige blaffe Erinnerungen erhalten. So wie uns die palästinensische Landwirtschaft in des Bibel entgegentrilt, ist die Bodenkultur bereits vom Hackbau zum Pflugbau fortgeschritte«. blühende, lebende spanische Sprache -gibt, MS der der span,wlU)- jüvssche Jargon h^warMangen ich. War die Spanwlen woll-! Dia Pflugschar war.schan auS Eisen. DerWug churde VM teuans das äußere'Mische MeMal AM Sprache nicht ver-z Ochsen oder Eseln gezogen; beide zusammen Vor dev Pstltz

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