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Wiener Morgenzeitung · 1925-11-28 · Heft 2431 (28.11.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2431 (28.11.1925)
Date
1925-11-28
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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iit. 243t Men, SsmStag Wiener Morgenzeitimg LS. November 1925' Seite Sott Professor Hroznh in Kleinasien entdeckt. Aus Prag wird beichtet: UirooeMätsprofcssor Doktor Friedrich Hrozny hat an den Prälsidsnlsu der RepubA aus Karssarieh (Caesarea) in Min'Oen -ein TelLM>m.m föl« gende-n Wortlautes gesandt: „Die tschechosw-vakische Mission hat in Kultepe Lei Kaissavieh ein «sehr wichtiges k ap padolülsches Archiv auLgegraiben, das etwa ans dem Jahre 8000 Var der heutigen Zeitrechnung stammt und an tausend Tafeln und Bruchstücks mit Kei-Hschriften enthält." Dr. Hroyny. ift. Prosessor für isemit-itsche Sprachen Md KeMchriistfo'NschMg an der tschechischen Universität in Prag nnd hat als erster die hethitifche Keilschrift entziffert und seistgest-elbt, daß die Hethiter indo-europäischen UGrungs waren. Im redaktionellen Teile enthaltene entgeltliche Mitteilungen sind durch ein vorangesetztes E gekennzeichuet. Wien,28. DeMMlbse. » Der Winter. Es ist Winter geworden. Nach dem wüsse-- riigen Schnee am Donnerstag gj>c-M 'brach in der Nacht scharfer Frost ein, der gestern zeit!wei>> QuekksvUberisl'ul-c uirter den Nullpunkt brachte. Di« Bornussag« melldel für die nächste Zeit maßten Tcmyeratiuranstiog und im allgemeinen uiwuhMS Wetter. * Tel-ka-Schneeschuhe, Marke ,/WvmPaff.iNig", für Damen, neuestes Mod.ll, 17,70 S>, Tretom Schrteeschuhe, Gtüinslstnpel, 31,60 S., Rolste>m!pe! SöM S. S.che Jn>ral. L * Thphusepidemie. Bester Schutz sogen Ansteckung ist DeSilNfÄtiou mit dem d:«iv>uhrten und aintlich 'beMlachteten D-sinfeEtionÄmittel Lysoform. * Ein sinkender Donaudampfer. Aus Budo Pest, wich berichtet: Der Dampf«« ,Loses Karls" der Donau>D:m«chsckm-' fahrtSgesellschaist lich DEnerstag nachmittags -bei starkem Nöbeil in der Nähe von Ba ja gegetr einen Steindamm aus unb wurde leck. Das Schiff, aus dem sich 40 Passagiere befanden, begann bereits zu sinken, doch gelang «8 dmr Steuermann, das Schiff w Ufer M lenken, wo es aus einer SarObank liegen Web. Di« Passagier« und die Besatzung wurden von dem zu HVfe kcmnienden Dampfer ,M^nt Jstvan" der Muß- und SocschrjsahrtsgcheMast' ausgstmnmen lind nach Budapest gerächt. . * Selbstmordversuch eines Wehrmannes. Der ISjähriae Kanonier Karl Gaß ne r hat sich geistern abends gegen 7, Uhr in der Kails erebersdorstr ArtilleriMiMve mit seinem Dienstqewehr zu ewschießm versucht. Gaßn-er wurde schwer verletzt in daS RudalijÄPttal.gtzbmcht. * Die Lebensmüdem Gestern früh hat sich der 2djährige Platzmo'Oer Vinzeng Z. in eineni KaiWhaus in dor KarÄinengasfe erschollen. — DesMchen auch der 52jährige Nacht«lvächter Sebastian Reuwirth. — Der LSjährM HA-ssarbsiter Jbfch Be-eher wurde in seiner Wohnung vorn Briefträger E Fenstevkrem erhängt aNfgofunden. Er'hat di« Tat wegen un- AüÄicher Ärt« verübt. — Erhängt Hai sich auch der MährM Grunwaronhändler Johann Schmifegunst. * Honorierung eines gestohlenen Schecks ans 50.000 Lire. Bei einer hiesigen Bank erschien am 31. d. ein etwa AHälMer Mann mit itäunrij'chsm Typus, und präss-entierte den Scheck Nr. 164.M auf 50.M Lire der Banca Comme-rciale 11 vliana, Filiale Fiovvnz, für Giovanni Gilard-inä pm Kaufe. Der MaM gab sich für den Grovanni Gilardim: aus und konnte sich auch mit einem ordnungSmähg ausschenden Reiisepaß Äs der NamenSträger legitimieren. Der Scheck wurde «auch honoriert. Ter angciblsche GAardrni bekam «wen Scheck auf 56,800.000 ung. Kronen aus Budcpest und den Rest von 8471 Schilling 42 Grcschen m vsterrv'chiischem Gs'de lmfe smlfevnte sich. Nachträglich wurde die Battk in Kenntnis gesetzt, daß der Scheck gesichlen ist. * Unfall oder Selbstmord. In der elterlichen Wchnung, 19. Ben. Lvdesdorlfgasse 40. hat sich gOevn abends gegen haÄ 7 Uhr der I9jäjhri>ge Handel'sanMtellte Edmund Sturm mit einer Br-owningpistole erschossen. Nach MiMil-MMn seiner Angehörigen hat Sturm 'beim Putzen der Waffe so unvortfichtig Mmdpevliert, daß sie sich entlud. Gerade aus Sie lammt er an! Im Jahre 5685 hat der Iüdifche Nationalfond 8 Deren Kajemeth) mehr als 260000 Pfund Sterling (über 9 Millionen Schilling) durch freiwillige Spenden in der gangen Welt aufgebracht. Das Imponierende an dieser Summe ist, daß sie aus kleinen und kleinsten Beträgen zustandege bracht wurde. Tag für Tag'wirbt eine kleine nationale Arbei-tsarmee von freiwilligen Mitarbeitern in allen Ländern für den Keren Kajemeth. Das. was diese Menschen immer wieder mit Begeisterung und Zuversicht erfüllt. ist das Bewußtsein, für eine der wichtigsten' IOitmionen des Palästinaanfbau-es eine Avbest zu leisten, deren Wirkung sich un-mittelbar einstellt. Denn jede paar Grossen, Pfennige. Centimes usw., die ein Jude für den Keren Kajemeth spendet, bedeuten neuen Bodenzuwachs in Erez Israel. ES gibt besondere Anlässe, wo die klein« Schar der täglich arbeitendetr avtivenn Freude und Vertrauensmänner des Keren Kajemeth «inen stärkeren Zuwachs erhält es ist dann gewissermaßen eine Art GeneralMobilisterung aller aktiven Zionisten. Ein solcher Anlaß,'-der wichtigste im Jahre, sicht unmittelbar bevor. Es ist die Chan n k a a k t i o n. die in der aonzen Welt fetzt.vovberoitet wird. Bon dem auf das Doppelte erhöhten Jahreskontingent -des Keren Kajemeth soll ein be trächtlicher Teil durch die Chanukaaktiou aufgebracht werden. Die Leitung des Keren Kasemeth in Jerusalem ist fest überzeugt', daß dies auch der Fall sein wird, denn schon bisher haben die drei Hauptaktionen im Jahre (Tischri, Ehanuba und Purim) mehr als die Hälft« , der Gesamteinnahmen für' d«n Keren Kajemeth erbrecht. Dazu ist es nur notwemdig. daß jeder Zimist und jeder Palastinafreund einen wini'.igen Bruchteil seiner Zeit opfert, un»d sich für einige Stunden zur Berfüigung stellt. Es ist schon zu einer banalen Wahrheit geworden. daß di« Geber nur daraus warten, Hamit, di« Nehmer dir Spende für den Keren Kaiemeth abholen. Keiner darf sich diesmal anSschließen, auf reden kommt es an! Gesinnungsgenossen. Freunde und - Mitarbeiter deS Keren Kajemech! Meldet euch unverOglich brieflich oder telechonisch beim Bureau des Keven Karemeth, 1. Bez., Kärntnerstraße 28. Setttae, Bortriise und Berkmmluugen. Zionistische Sektion Prater. Morgen, halb 8 Ubr abends, im'SektionShemt. 2. Dez., Jungstraße 8, Gedenkfeier für Saloinon Schiller..Die Godenkreöm halten Dr.. N. M. Gelber und Dr. Z. Finkelstein. —.Zionistisch« Jugendgrnppe Leopold st ast. Heute, präzise halb 8 tt§t abends, im roßen Sitzungssaals, 1. Bez.^ Kärntnerftraße 28, Referat der ftau Dr. Buchmi l aus Jerusalem. Unbedingtes Erscheinen )f!cht. — Zionistische Bezirksseltion Leopoldstadt. . MoUtag'den 30. d., 8.1lhr abends, Bortrag Ob'crbaurat Ing. Stricker über „Der Ausgang der Wahlen in der Tschechoslowakei". Vorher um 7 Uhr AuSschußsttzung. — uaendgruvpe. der zionistischen' Sektiotr .. w i s ch e n b r u ck e u, 20. Bez., Leystraße 81. Heute, dreiviertel ü Uhr abends. Borträg W e i n u.1:, „Die Lage in Palästina". Gaste willkommen. — Zionistische Kulturgruppe Brigittenau, 20. Bez., Karl-MeWStraße 6. Heute, halb 5 Uhr, Diskussion über jüdische Jugendfragen. Gaste willkommen. Nachher wichtige Besprechung aller Mitglieder. Morgen Sonntag, 4 Uhr nachmittags, interne Abschiedsfeier anläßlich der Äbreile unseres Kwuzah „Achwath" nach Erez Israel. Eingeführte Gäste herzlich willkommen. Jüdische Toynbeehalle, 20. Bez., Denisgasse 33. Heute, 7 U^- abends, Konzert. Klaviervirtuose Otto Bavdaß, Gesangsvortruge . (Kabarettliederi Ernst Thein, heitere Gesanasvorträge Frau Finny Schalk. —Verein Er er Israel. Heute, halb 8 Uhr abends, Vortrag Doktor Gojohammer: '„Probleme des Palästinaaufbanes", anschließend Heimabend. — Zionistische Bezirkssektion Brigittenau. Heute, yalb 8 Uhr abends, im Klublokal, Cafe Neptun, 20. Bez., Gaußvlatz 7, Vortragsabend. Referent Herr Adolf P o l l a k. Sekretär des Hanptbureaus des Kereü Kajemeth. in.Jerusaletn. Nachher Ausjchnßsitzung. — Wiener Beth-Hamrdrasch, 2. Bez., FerdinanWraße. 23. Heute. 3 Uhr, Bibelvortrag, Lektor Dr. v. Rubin: „Jakob". — Maimonives-Institut, 3. Bez., HeMsse 40. Heute, 3 bis 4 Uhr,.Rabbiner Dr. A. Kaminka: .Araum und Erfüllung im Leben eines rechtschaffenen Menschen". * Gesellschaft für Sammlung und Konservierung von Kmist- und historischen Denkmälern des Judentums. (Jüdisches Museum.) Montag den 30. d^ 7 Uhr abends, findet im Festsaale der B'nai V'rith. 9. Be;., Universitotsstrahe 4, sie 17. ordentliche Generalvenammluua statt., Anschließend Vortrag de§ Oberrabbiners Prof. Dr. H. P. Chajes: „lieber den Propheten Ezechiel". _____ Radioproarrrimn. Herrte Samstag. 10 Uhr 10 Min.: Nachnnitags-konzert. — 18 Uvr 15 Min.r Der Großsender Pro Doktor Gustav Schwaiger. — 20 Ubr: Populäres Orche ierkomert der Kavelle I. W Ganglberger Aitwiikend r Opern'änqertn Grete Po l iDresden). - Li Ubr 80 Ntin r {taten Vorträge Anton ÄmovS. — 22 Uhr 15 Min: He tere Abenvmufik. ____ Kunst, Bühne, Auch. War die Bmdertheakr den Staat losten» Der Bericht im Budgetauöschust Nationale Volker sprach gestern als Berichterstatter über das Kapitel-.Bundescheater und teilte M: T«r Vor» anschl-ag für die Bundestheater fiir 1936 tveist einen Ge« samtzuschuß von 4^67.571 Schilling aus. Die Gesamtausgaben für das Budgetjahr betragen X-aait Vorarlschlag 10,909.821 Schilling, während die Enmahmen mit Äoß 6,542.250 Schilling zu verarrlschlwAen sind. Es besteht -gewiß auch für «inen verarnrten Zwergstam di« Wicht, Kwltilvg'üter zu erhalten. Fraglich ist nur, op dem g ewaltigen Aufwand der tatsächliche Wert der Bühnest entspricht und o>b -alle Auslagenposten in dea gegenwärtigen Höhe gerechtfertigt stich. Jiisbesoudere die fallweise unglaublich hohen Abeüdgagen bestinmlt-er „Prominenter" sind es gÄviß nicht. Spielhonorar« vvn 2000 Schilling und darüber müssen nicht gszahlt wevden. Man sollt« einmal lden Bersnch wagen, o-b di« betrcsfeichen Krimstler sich, nicht doch entschließen würden, gegen weit geringeres Honorar auszutreten. Es winken nicht inmrer Amerrkagrstspisle, die Konzer-tsAe sind auch außerhalb Oesterreichs schlecht besucht, hervorra-gonlde Dramatiker, Schriftsteller, Bildhauer, Maler müssen sich -in diesen schiveven Zeiten mit weit gernrgeren Einkünften -begnügen «mib die Prominenten der Oper werden auch daran glan'bc-n müssen — toeim man Ernst macht. Var «nratheater Kr die Ki-der. MbraM-Baudius, Mayen und Häussermmm lese» Märchen. Die Kinder stad-emste Kritiker und es war mteresiant, sie her der ersten Märchenvorlchrng des Burgtheaters zu beobachten, welche verflossenen Donnerstag nachmittags im Akademietheater stattfand. Ein kleines Mädchen kündigte in artigen Versen zunächst „Großmama Wilbrandt" an. Die Kinder fühlten, daß ihnen eine große Frau Märchen vorlas', waren sehr aufmerksam und sehr gesittet. Dann kam „Tante, Mayen", da gingen die kleinen Zuhörer schon mehr aus sich heraus. Dieser jugendlichen Tante konnte man sich schon freier nähern als der gütigen, tzdlen, alten Dwne, zu deren Füßen man mehr respektvoll als amüsiert saß. Al>er den großen Spaß hatte man ech, als „Onkel.Häussermann" kam, der. richtige Kinderonkel, den man am liebsten , auf den Schoß springen und am Ohrläppchen zupfen möchte, wenn, er von. dem Bremer Stadtmusikanten erMt. Bemerkenswert, wie diese drei Künstler in einer gewissen Befangenheit sich in die Gefahr begeben, vor einem Parterre von! Kleinen und Kleinsten zu bestehen. Selbst die große Wilbrandt» Bandius schien Lantpenfieber zu haben. Aber es -gelang herrlich und. es ivar auch für die Erwachsenen, die zuhoren durften, eine rührende^ Freude. An diesen Märchennachmittag wird sich noch eine Reihe gleicher Veranstaltungen für die Kinder schließen — eine sehr willkommene Bereicherung des mageren Burgtheaterspiel-, planes.- .. Sie Entlastung Max Schillings'. Aus Berlin wird berichtet: Vdax v. Schillings hat senven Anwalt beauftragt, gegen sein« .fristlose Enilassu-ng gerichtlichen Einspruch zu erhoben und nicht nur die Zahlung seiner Gage für di« restliche Vertragsdauer von vier Jahren zu verlangen, son-dern auch Schadenersatz ivogen schwerer knnsbl«ri>scher Schäd-igung zu beanspruchen. Der Intendant des staatlichen Schauspielhauses, L-eoipord Jeßner, hat sich mit Schillings solidarisch erklärt und dsm KultuSminifterm-M sein R ü ck t r i t t s g es u ch überreicht. Das Kultusministerium hat mit der mteriurvstischsii Leitung der Staatsoper Geheiimrat Winter betraut, dom als künstlerischer Berater Generalmusikdirekt-or Kleiber -beigogeben wurde. Alt» de« Theatern. V » r g t b e a t e r. Morgen. 3 Uhr nachmitiaas, «Dor Bauer als Millionär". Vs8 llhr abends, „Der r w i g e Z L n g!i n g". Akädem'etdea irr Morqen. 3 Ubr nachmittags, »Wölfe in der Nacht". */,8 Uhr abends, „D er Vulkan". Operntbeater. Moroen, '/,7 Ubr abends. „Tannhäuser" mit Dr. Flanz F e l l n e r vom Landesthcater in Prag als Gast. Redautenlaal. Morgen, 6 Uhr, Balletl-Eoiree: Couperiu-Ravel-Rameau-JohannStrauß. . V o l k s o v e r. Heute JSt ö n i g ä {i n b c f. Morgen nachmttagS ,Dergroße und d er k lein e Ä lan S", abends „Der B e tte lstu d ent". Mittwoch den 2.' Dezember gebt zum ersten Male Eduard K ü n n e k e s Schauipiel «DaS DorfohneGlocke" in Szene. DeuticheS VolkStdeater. Heute eröffnet im Rabmen von Nacht orffellungen um '/,1t Ubr Nushntzs deutschruffisches Küi-> lertbeater .Ter blaue Vogel" se« kurze» Gastjv el m>t durchaus neuem Proaramm. Die Erstaufführung von Osk r W t l d e s Lustspiel »ErneFrau ohneBedeut u n g" mit Marte Guiheil-Schoder und Arnold K o r f f in den Haupttollen findet Freitag den 4. Dezember statt. Raimund »Theater. Heute, */«4 Uhr nachmittag«, .Schneewittchen und die siebe» Zwerge". Zobann-Stranß-Theater. Sonntag nachmittags, „Dre Clarda rfürsttn". Theater in der Zoiefstadt. Sonntag, 3 Uhr nachmittags. „M e i n F r e u n d T e d d y". Rolandbühne. Di «srag den 1. Dezember ftindet die Erstaufführung der Komodie „Israel" vvn Henri B e r n st e i n statt. B ü /g e r t h e a t e r. Heute, */»4 Uhr nachmittags, zum ersten Male „Aschenbrödel". Renaissancebüdne. Morgen, ’/i* Uhr nach» mittfloS, „Rotkäppchen". Lustlptellbeater. Morgen, xUi Uhr nachmittags; „D a S t a p f e r e S ch n e i d e r t e in". Eine japanische Konzertsangerin. Gleichsam im Wege erster Nustauschaktion für all die abendländischen Künstler, die nach Amerika und . nach dem fernen Osten reifen, gelangen nun auch japanische und siamesische Orchester, Negertenöre und indische Priester nach Europa. Die letzte Ueberraschuna ist die -japairiM Sängerin Hatsste Yuasa. In ihrem kimonoartiaen Gewände mit den mächtigen Schleifen^ das lebhaft zierliche Ge-- sichtchen von einer gewaltigen Bublsrisur umrahmt, ist das anmutige FiligranfigüräM für uns Europäer zunächst eine Sehenswürdigkeit; für Liebhaber der Exotik mag sie auch eine HörenÄvürdigkeit sein: Ihr liebes Stimmchen ist warm timliriert und ihr Vortrag so uneuropäisch seelenvoll, daß man sich mit ihr vom Großen Musikvereinssaal weg in einen behaglichen Salon öder noch lieber m ein iapatiisches Papierhäuschen wünscht. Mit heißem Bemühen sang sie italienische Arien und. deutsche Lieder, i ferner Kompositionen von Japanern, pentatonisch gebaute Melodien, deren durchaus unjapaniscke Klavierbegleitung in „europäischen Exotismen" schwelgt und einen regen musikalischen Güter- «nb Gedankenaustausch zwischen Japan und Europa verrät. Ja. es schien un8 daß Josef, Marx' „spanisches Regenliefe" ebenso „echt japanisch" klang wie d'e Lieder von Kobsaku- Yamada und Hildemaro Konaye.' Natürlich,, verzichtete „Hatsue Auasa nicht auf Puccinis Butterfly-Arie, für die sie stürmisch bedankt wurde. Noch lieber hätte man freilich von dem exotischen Singvogel, dessen zart angehauchter, empfindsamer Gesano von der gewichtigen Klavierbegleitung mitunter beinahe -weggevlasen wuvde, originale alte japanische Gesänge mit Instrumentalbegleitung auf dem.,Mo" vernommen. . P- .Die weiße Fracht" wurde von der Wallgasie an die Bellarta geführt, 'und erlebt« dort das Jubiläum der 25. Aufführung. Die Darsteller, allen voran oie Herren - Kvr,ff, Edthofer und L e se n sowie Fräulein L v o v s k i - gaben. ihr Bestes, so daß der Er olg ein ungeschmälerter, war. Gedächtnisfeierfiir Leo Fall. Im Carl-Theater findet morgen Sonntag. 3 Uhr nachmittags, eine Gedöcktnisfeier für Leo Fall statt, wobei Schrsitsteller Dr. Paul Stefan dteAsrnkrede halten wird. Hierauf folgt eine new eiustudierte Aufführung der Leo Fallschen Operette „Die Kaiserin". (Buch .von Julius Brammer und Alfred Grünwald) mit Dora Er bensch ütz-Keplinger in der Titelrolle, Vikwr Norbert als Franz von Lothringen, Oskar K a r l w e i 8 als Grai Pepi Cobenzl und in feen übrigen Hauptrollen mit dm Damen-Mimi Besech, Poldi Wilezek, den Herren Ralf-Ostermanv. Ernst Rolle, Julius Bartl, Otto Hilde. Karl Körner. Die musikolischr' Leituua hat Kapellmeister Jose^ Holm. Ermäßigte Bolksoperusitze für unsere Abonnenten. Das DivÄtormm der Volksoper geiwührt unseren Abonnenten für sämtliche Freitag-(eBus«v.e,Fr'l«rta.g-) Verstellungen «ine soproze nt iae P rei s« rm ä ß igu ng bei Sitzkategorien von 4.60 Schilling anifwavis. Uwser« Monnenten, die von dieser Ermäßigung Gebrauch machen wollen, können täglich — mit Ausnahme von Samstag — vormittags Möschen 10 und 12 Uhr in der DirekttonSkanzlei der Votksoper (Bühneneingang) gegen Ausiveis chves Abonnemen-ts die ermäßigten Karten Wehen. Jüdischer Abend. Unter der bewahrten künstlerischen Leitung des Herrn Bernhard Scherrer finvett Montag den 7. Dezember im Theatersaale des Hotel Post ein jüdischer Abend statt, an welchem erste Kunstkräfte Mitwirken. . ir »..MMaßeNb teilte Wolle dMeltbrel um

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