Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2429 (26.11.1925)
- Date
- 1925-11-26
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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S&ejt, 'Do-nnerMg Werrer Morgettzeittttt- 26. November 1SS6 «Aette L 38 i c it, 26. Novüinlber. * Lschichosivwakische Msa. Zlvecks Devnrsi'duM Motzen MMenmrdraMes 'bei btn M«chosl«owaUHen PaMll«» vor den We«ijhnachtMorta>g«il »wird briroflcatfo empfohlen, die Bisum- LesorSilng cheibäldW voMnchmen. OasterreichLschen StlmtS- MsiMviige'N werden BM Mr einmMgm Reils« auf die Lauer von drei Monaten «rteiltt, so deck kein Grund öeistcht, mit der MfsrnnibäsorWng bis kna-pp vor WoihMichten zu Marten. Pässe zUr Vidier-ung Wunen «auch bei der Ds-chechoAüwakischen Han» dvlSLammer in Wen, 1. Bsz., HerrenMsse IS Mlais AivwvtstenAa Lanka, Schalter 8^ oin-geveicht werden. Amts» stunden von 5 bis 2 und 4 'bis 6 Uhr. * Berufung des Wiemr Historiker Dt. Baron nach Ntto-Uork. Ander von Dr. Stephen S.Wise geleitete NewHorker Institut für Mische Religionswissenschaft ist für das nächste Semester der Wiener jüdische Historiker Dr. Salo Baron gewonnen worden. Dr. Baron wird in New-Aock in erster Linie Vorträge aus dem Gebiete der jüdischen Geschuhtswissenzchrst halten * Hohe Auszeichnung eines Mische« Arztes in Polen. Der Präsident der polnischen Republik, WojciechowAi, bat dem Chefarzt des Warschauer jüdischen Krankenhauses, Dr. Jakob Schweirer, daS OffizierSzeichen des Owens „Polonia Restitutr" (Wirdererstandenes Polen) für seine Verdienste aus dem GeLnte der Medizinalwissenschaft verliehen. (I. T. A.) * Jugendgottesdienst. Am Samstag den 28. d. um 3 Uhr nachmittmgS «fncket der ZAgendgottesVienist ffürdie üsvaÄitische SchiMuMnd in teil Gemeinde- und BeUiMynagogon des 1.. 2., 9. und 20. BqziÄes statt. * DaS Wetter. Gestern vormittags herrschte in Wien abnormale Wärme. Die Temperatur erreichte zeitweise 11 Grad. Die Voraussage meldet wieder Verschlechterung und kündigt Niederschläge an. '* Ei» vornehmes Restaurant mit ritueller Kost, das auch verwohnten Anforderungen emlsipricht, O bas populäre Restaurant Hots! Gutch in der Hollondistraßc 1t. Seit UM» zählten Jahren D dieses Lvkail der Treffpunkt zahlreicher Einhei-iMchor und fremder, die aus Qualität, RemckÜMt, appeMiches Service und AimMiche Preise rMaktieren. Der Name Hotel Guth allein bürgt schon für die Erstklassigkeit, um so mehr, als das HM-Guch-Restauvant rmr durch seine SobMtät zu dem postulänsten Restaurant «im 2. Bet-nÄ geworden ist. * Geschästsembruch zu Mittag« Gestern mittags haben Einbrecher das Geschäft des Isidor Elsenstädter, 7. Bez., Kirchengalle 27, erbrochen. Sie stahlen Ledevwaren, zusammen 2500 Schilling wert. * Selbstmord eines Schauspielers. In einem LeoLenar Gosthof crschotz sich, wie der Grazer „Arbertnwill^ meldet, gestern abends, der im Jchre 1996 in Budapest geborene Schauspieler Gsovg Gallimas «sh. Me aus hinterlassenen Abzeichnungen hewovgoht, dünste das Motiv der Ta-t in mrOüWcher Licke «liegen. * Ein Lehrling seit Mitte August vermißt. Der 16jährige Schlosserlehrling Adolf Iahnel ist seit dem 15. August dieses .Jahres aus der Wohnung seiner Großtante, der Trafilantin Janeba, 12. Bez., Skengrtnerstratze 12, vermißt. Frau Janeba trag aufgegeben. * Ein Nachtwächter vrrbranut. In grauenhaster Weise ist Dienstag nachts in Kaisermühlen ein Nachtwächter tödlich verunglückt. Auf dem Schüttauvlatz in Kaisermühlen war eine fahrbare HolHritte der Baugesellschaft „Grundstein" ausgestellt^ in der der Hahrige Ludwig Zemlrr den Dienst als Nachtwächter versah. Che er einschlief hatte er in einem offenen Küoel Kohle entzündet, um'die Hütte warm zu halten. Die Kohle entwickelte giftige Rauchte und Zemlär wurde unter ihrer Einwirkung betäubt unfe stürzte zusammen. Er fiel mit dem Rücken auf den Kübel und kam auf die glühenden Kohlen zu liegen. Unfähig, sich zu erheben iM um Hilfe zu rufen, wurde der Bedauernswerte ein Opfer der Kohlenglut. Als man das Unglück entdeckte und die RettungsMsell« schast berief, konnte der Arzt nur mehr den Eintritt des Todes Mtrllen. * Selbstmord eines MAitärbeamteu. Ain 19. d. hat sich der militär-technische Rat a. D. Franz Hösel des Pionierbataillons Nr. 1 in der Klosterneuburger Pionierkaserne erschossen. Nach dem Ergebnis der amtlichen Erhebungen dürften körperliche Leiden, insbesondere Erscheinung»^ die möglicherweise durch eine seinerzeit bei einem Eisenbahnumall erlittene schwere Kopfverletzung ausaelöst wurden, den Selbstmord verursacht habeir. * Ein Riesentestament. Emen Rekord in ber ausführliche« Daristellulug eines Testaments hat zweisÄlos« Frau Evolhn Cook in London üwfMtellt. Das. Testament, im 'Oktober 1917 mit einem Anhang vom Man; IM ausgefevtiiigt, itz't haMchviftl-ich «eschvichen, Lüst-eht aus vier großen Büchern in blauem Lebereinlband. Zwei der Bücher enthalten je 702 Sorten, die zwei anderen ie 106 Seiten. Die. Vevstoübene hat alle Gegenstände achgchHrt, die sie 'ihren Ecken hmtevckeß. Insgesamt nnchaßt das Dsstamentt 1066 Foliosviten Von je So Wörtern. Radioprogramm. Heute Dormerstng. 11 Ahr vormiitt-ags: BovlwrtoaMnasrk. — 16 Itljr 10 Mi».: AtachmittagSkonzen. Die Operette von Kalman. — 17 Uhr 50 Nin.r „Quer durch Oesterreich * Wohin am Sonntag? Fräulein Henriette Leneeek. - 18 Uhr S8 Min.r Elektrotechnischer «urS. l. Dr. H. Sirk. — 19 Uhr: Englischer Sprachkurs für Anfänger — 19 Itljr 80 Min: Uebertraaung aus dem großen Konzertbaussaal. Deutsche Musik von Bach Lts Pfitzner. — 21 Uhr 15 Mt».: AuSlandSüberttaMg. Alleine. BortrSge >md VllkmnüMW». Zionistische B-ezirkZsektion Leopoldftiad t. Zickusgass« 83. Haute, präM« 8 Uhr abeM, zweiter Vortrag Dr. Goildhammer über „PalDinMmde". —- Scniorenkonvent d-er 'wahrhaften izion istijschaitaüemilschen Verlbindun-gen zu Wien. HMe, Punkt 8 Uhr olbends, 'm Lokal, 8. Bez., Benwoylatz 1, gion istisch-es Meetinig. Redner die Herren Leo Sendrowicz: „Dia Kr iise in der Bew-egung"; Adollf Pollak, Setvetär des .Hauytibuwaus des Keren Kaiemoch, Ier>uisalem: Meine Eindrücke über den AuGan Palästinas". Die Mtiven erscheinen PrWe dreiviertel 8 Uhr. Die A. H. A. H. wecken unr unibediWles Grschsinen nochmals Maten. " —, Jüdischer Jnaendkln 16. Heute, ,hahb 4 Ahr, Vechamiulmlig aller jiMilschen DchMer «und Schülerinnen der Bezirke 6, 7,' 8 ■ im Mstanrant Reiß. 7. MariahWristvaiße 124. Vortrag Dr. PM Diamant: „Die Ausgalbe der iudischen Jugend". Mn KonsiUMstlonGoanig. — Iüd lischakademische Ber!binduna Unitaö. Heute sticket auf unserer Budo um 8 Uhr abends der Trauorkonvont nach nnseren venstockenon alten Herren Dr. Ialkck Kohn wnd Dr. GadM Wolf statt. —- Wiener ,Beth-Hamidrr.sch, 2. Bez., FeidniMckstvaße 23. Heute, 7 Uhr adsM, BortM Lektors S. Gelb- Aays: ^HistoHche PjsMron". Bei Regen, Wind, Kälte wird rechtxetör der m mfin leidit von Erkältung befallen. Man muss dyher S6«re tfaffir tragen, dass lue Hause nie fehle semer schmeraindernden Wirkung einzige « c h t DIANA Franzbranntwein , mtt Nanthol ÄNir Massage. Einreibung;, UnnchMge Gurgel vvasser gleich unetitbehtlieh m UabwaH •rhMHMi MUcMai Biuim nkiiHMiUtiLialH BhMi MN - MMkMMm" klMülMM" Wim, li. PRAG, vui. Bnsartfcstracsft 1M Uabea, Drbliobalipva 1#I3 Kunst, Sühne, »uch. «a«k. Philharmonisches und Furttvangler-Kouzut. Auch das Vckvte philharmomsch« Konzert war wicht danach angetan, das konservative PMkmn durch vm problHmschwangere MajsA zu übevartstventzen. Felix Weingartner weiß stets lcqmme Progra«mme zusammenznstellen, unbequem an den Philharmonischen Konzerten ist ledWch die Zeit ihrer Veranstaltung: Diese . Sonntage Mittag-Andachten, welche.heute, da ihr gesellschaftliches Gtepwge und Gepränge tvesentlich verblaßt ist, ebenso uuibequem als unzöitgemäß stick, ließen sich wohl im Gnvernehmen mit der Direktion der Staatsoper auf irgend einen Wochembend verlogen! — Goldmarks Ouvertüre ,^Jm Frühling" mit ihrer sonnigen Pastoralen A-Dur- Melodik und der echt GoldmarEschen Trrcilenbewegung erfuhr einv Muss frische Wiedergabe wie Beethovens „Mnfte", tvolche Meirlgartner stets völlig mätzchenfrei jn ihrer SchicksalshastüMt «ausrichtet. Wie in seiner Jugeick Mt Wemgartner eben auch heute daran fest, «daß ,Mnst» werke und iKunfileistungen nur um ihrer selbst und ihrer eigenen Schönheit willen da seiend. Die NovÄÄt des Konzertes war eine. D-Moll.- Symphonie de's Schweizer Tondichters Fritz Brün, des Leckers der Symphoniekonzerte in Bern, der neben drei Symphonien viokrloi Bokalmustk geschaffen hat. Dem Werke, das gleich den Kompcsttionen seiner Landsleut-e Hermann Suter und Othmar Schoeck im weftMichrn ans hermisck)en -Quellen schöpft, muß wohl außerhalb der Schweiz stärkeres Intereste versagt bleiben. Die an Stimmung reiche, «in der Technik nicht sonderlich"flnsstge - Alpen« shmplMie verrät sich gleichim ersten Satze, welchem ein Gedicht ,Die Moräne" des Schweizers Wacker Schadeck« zuMnde' Liegt, als das Merk eines. Aelplers. Der -Prometheische Trotz der Moräne, welche, AitMÜnden trotzend und dvr 'FieberM der Sonttnerglut, weltenoinsam Jahr« tausende vergähnt, wird zunächst in .der wild austegehrew den Bewegung >der Celli und Bässe glaubhaft, doch nur zu ball, verflacht daS mHkaickfche Hochgebirge, und wen« schließlU) die Dichtung das .HochAcki-vgKMnHchen ,Himmelherold" preist, so «erheben in der stWich und breiig gewordenen Musik 'n<ut ftld-, wald- und wiesenläuftge Blumen ihre Köpfchen. Im zweiten Satze Mhennetck, ftMch gar zu schulmeisterlich r-vdende, Munter gar vor .Mftrengung schwitzende Variattonen über ein altes Weihnachtslied aus 'de«m Tesiin. Unwillkürlich vergleicht man die Melodik mit den Wunderhornweiisen Gustav Mahlers, an tvolche — wie auch an Bruckner in der Hornmölodik und in «den ChoraMngen — «manche. Wem düng von fern erirm-ert. Im Finale, einem gar zu locker gespannten Rondo, gerät die Form allmählich aus de« Fugtzn und die Grazie des heiter , sein sollenden Spieles mit «einl'em unpersönlichen Thema artet in Schwerfälligkeit aus. Alles in allem -das stark empfundene/ doch in scknen techildjchen Energien und in seiner plastischen Gestaltung schwächlich ausgedmckLe Weck eines biederen Mplers, wölchsm die Sch-weizer Matten und sonnigen Weiden vertrauter stick als die letzten symphonischen Errungenschaften. <S& i# eben nach Bruckner und n«ach Mahler schwerer als je, eine richtige Symphonie zu fchvtiben, welche heute, viel mehr «nach-einer „inneren" Fomn der geMtvollen Themakik und logischen Durchführnug veckangt als nach einer ^äußeren" Form der ckchtigen Älmincmdevvoihung der Bestandtecke. Zuidem Vevsagie Meingackner - diesmal, als es galt, über tae Stellen hmlveg zu volW-rren« und nach- und neuischvpferisch Lücken zu Mießen unD Gegensätze zu vertiefen oder auszugwichen. Ii^ wolchüm Maße audeverfeits F «u r t w ä n gl er imistande ist, . schwächere, bluEeeve Stellen einer Pa.vtttux aus seinem eignen DirigelMMuck heraus zu krästigoilbewies er ueueMch anlM-ich einer meisterhaften AluWhrnng des Brahmsschen Requiems im GefchschaMonzert mit der inbrünstigen Frau Foerstel und dem braven «Herrn Groeneu als . Solisten. Er schck da wohchvst Himmel .und Holle in Bewegung und deutete und dichtete diese stvenge Tpjennwsse beinahe zu. einem Drama des ÄDens nni. Er lut dies nicht mittels WnLicher Mätzchen, sondern vermöge seiner Mpftvischrn Phantasie, eMÄer Arbch und zwlbe«wnKAr Nnstl-erMtz«! DeKPMKmuS. Dieser mit ArbeitKfancck'smns irrck xigenen Ideen gepaarter DeÄpotiSmuL ist es, welcher nDm Staatsoper not tut- und darum wäre FurtwänMr, der Mann mit der eisernen Stirn und dem unbeugsamen Racken, der richtige Diktatvr, welcher «das giroße Reinsmachen in der Äaalsopex -mit eisevnem Besen wagen föttftte. ■ ' . ffß. UMaatf {Ana ttnttlttüaa ftkudgalliit KW WV ArvllfllW Wwltt98fn»l hiaaurseworfe». Er kommt nach Wie»? Der preußische Kultusminister Dr. Becker.hat, wie der Berliner ,>Tag" meldet, den Intendanten der Staatscher, Max v. Schillings, aufgefordert, sein Demist sionSgesuch einzureichen. Das Schreiben enthält zugleich ein deutliches Mißtram-nsvotum für den Intendanten. Schillings «hat in einem Schrecken a b g e l e h n t, dieser Aufsorderung zur Demission Fcklze zu leisten. Die nächste Kousequenz dieses entscheidenden Schrittes wird vorlausig die sei», daß der Minister den Intendanten seiner Funktionen enthebe» wird. Wie das Blatt Wecker wissen will, dürste Max v. Schillings ei«m Ruse der Wiener StaatSoper Folge Mm« SkAii Vbmter* Bnratheater. Morgen, Va81% abecks, far »»d Cleop atra-. A t a d e w « e r h e a 1 er. Morgen, lf& Uhr abends, .Unverhofft". Operntbeater. Morgen, ^/,8Uhr abends, ^2»cia von Lammermoock. Redoutenlaal Morgen, V,8 Uhr, Ballett-Soiree: Couperin-Rave l-R otnett u--J o h a nn Str anß. V o l k s o p e r. Morgen n% o 8 c a". Für diese Vorstellung genichen alle Radioabonnenten ceie« Voiweiiung der letzten Pvstquittnng eine 2ö*/.ige Ermäßigung für alle Plätze von S. 4 k0 auiwLrls. DaS BezuaSrecht gilt aoch für die alten Volksopernabonnente«. Momag den 30. d. geht zum ersten Male Glucks „I o h i g e n t e i n A u l i S" in der Richard Wagnerschen Bearbeitung in Szene. Kammersänger Ernst Fischer führt die Regle und singt den Agamemnon. Deutsches VoikZtveater. Das afrikanische Sviel ,D i e w e t ß e F r.a ch t", bas beute zum 25. Male in Szene geht gelangt noch molgen und Sonntag zur Aufführung Albert Bafsermann fpiettSamstag in „Wgllenste i n s T o b", Sonntag, l/,3 Uhr nachmittags, in „P i e c ol o m i n i" und „W a l l e n st e i n 8 Laaer" und Montag in „% ct u st". — ,D e r b l c tt e S o g e V beginnt sein Gastspiel SamStaß um v,11 Uhr nachts. Raimund - Theater. Sonntag. 3 Uhr nachmittags, findet eine Vorstellung der ,E h ocolate KiddieS" statt. Theater tn der Joiefstadt. Helene T h im i g nimmt Samstag tn G e r a l d h 8 Schmrsviel .A i m e t* ihre diesjährige Tätigkeit auf In dieser Vorstellung debütiert der, neu verpflichtete Liebhaber Fritz D e l i u Z vom Deutschen ' Theater in Berlin. Bürger theater. Samstag, ^4 Vhr nachmittags, „Aschenbröde l". ' Eine vevgeffene Symphonie Be^dis, die der Mister M Einleitun-g zu „Ä«ida" Wivb, will TosLcm'inii «in der MaAärcker Skala slpmen lassM. ZalhLreiche. itackemsche Mufikverein-e p rotest'ieren gegen dieffes Dochaiben, wöA Verdi s-eMist die Verbindung des MwsWückes mit s«einer Oper aus-flchchloffen hat. Die Abführung sei nur Äs Symphonie «im Rahmen oines Konzertckbonds Massig. Ei» Demetrins-Draüm des österverchMen Dichters Mchander Lernet-Ho'lenia wurde in Leipzig zum ersten ÜM g-chpiM. Das Weck «ist «ine stacke Dakentswoibe unid es wäre wohl antgckracht igewe-fen, di« Uv«chführung einer osterveichischen Bühm zu sichere IrrEesvndere der packeckde -erste Mt, wÄcher Bovis Gcdunows Tcd bchcvndslt, «Wckte stmkc Wirkung. Verichtssaal. Antisemitische Beschimpftmgen gegen dev eigene« Gatten. Der Kaufmann Rudolf L. brachte gegen seine Gattin Marie beim Zivillandesaericht eine Ehescheidunasklage ein, in der er seine Frau als böses, zanksüchtiges Weib schilderte, das mit allen Bewohnern des Hauses Jank und Streit förmlich suche und daher vom mmzen Hause gefürchtet und gemieden sei. Alle Hausbewohner versinigterr sich in dem Bestreben, diese Frau aus dem Hause zu bringen. Kläger selbst sei von seiner Frau, die ihm sein Jude if> tum vorwarf, mit .,Saujud", ,^-ubsnbankert" usw. beschimpft und WMrholt geohrfeigt worben. Sie habe ihui wiederholt Messer- und Vitriolattentate angedroht und sei nie anders als mtt dem Meller, das sie unter dem Kchfpolster verbarg, schlafen gegangen. Einmal habe sie ihn zur Ture hinaus'- geworfen und chm alles, was sie-für sein Eigentum erachtete, nachgeworfen. Auf der Straße habe sie ihm wiederholt Krawalle S, in der Absicht, hierdurch seine Existenz zu untergraben. Jiveüe hätte auch der teuflische Plan seiner Frau dienen sollen, die Wohnung, als er auf einer Geschäftsreise sich befand, in seiner Abwesenheit anfordern zu lassen. Sein Söhnchen habe sic gegen ihn aufgchetzt und ihm verboten, den Vater zu küssen oder sich von ihm fima zu lassen. Das alles sei nur ein kleiner Ausjchnitt aus dem Martyrium, das er an der Seite seiner Frau mil^ machen mußte. Dj'e Geklagte beantragt« die Abweisung der Ehescheidungsklage. Der Kläger bemüht sich offensichtuch, sie zur Xanthippe zu stempeln. Sie Sache habe aber ein ganz anderes Gesicht, wenn man bedenkt, daß der Kläger zur Zeit, als sie wegen einer ichweren Operation rm Spitale lag, mit einer anderen Frau Beziehungen anknüpfte und sich um zeine ,'chwerkranke Frau nicht kümmerte, sie nicht einmal im Spitale oesuchte. Daß sie mit dem Meller zu Bette gegangen, beweis« nichts anderes als daß sie sich vor iycem Manne fürchtete und sie habe auch Ursache dazu gchabt. Ihr ganzes Verhalten fti nur eine natürliche Reaktion auf das Verhalten des Gatten. Das Zivillandesgericht sprach die Scheiduftg der Ehe aus beiderseitigem Verschulden aus. Das Ober--- landesgericht hat die von beiden Teilen gegen den Verschukdensanspruch eingebrachte Berufung ab gewiesen und das evstrichterliche Urteil bestätigt: LebenMngliches Juchchavs für Mizzi Lederer. Aus Budapest wird berichtet: Die königliche Tafel als Appellationsgericht änderte gestern das vom königlichen Gerichtshof gegen Mizzi Lederer gefällt« Todesurteil auf lebenSlängl-iches Zuchthaus ab. Das gegen den Bruder Lederers erbrachte frei* sprechende Urteil der «men Instanz wurde bestätigt. In der Begründung zum Urteil stellt di« königliche Tafel fest, daß keine tzWtzen Kwsift drsitt vorlragen, daß Frau Ackerer taWllch