Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2427 (24.11.1925)
- Date
- 1925-11-24
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2979076-2981191-2981513--24752-3012328- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 2427 Wen, Dienstag - Mene« Morgenzeitimg 24. Novenrber 1926 Svrte 5 Antal Arnold Moritz, mb. 20. März 1884, LugoS, Vertreter, 6. Bez.. Gmnpendorferstraße 51. P o p v e r Erwin, geb. 3. Jnni 1880, Prag, 6. Bez., Mariahtlfersiraße 89. " D a m m Benzton, aeb. 8. ,Jänner 1901, Widawa, Artist. 16. Bez., Neulerchenfeloer straße 65. Sommer Marie Anna, geb. 20. Jänner 1902, Wien, 21. Bez., SiemenSstraße 3. L i p p a Ernst, geb. b. Dezember 1907. Wren, 16. Bez., .HaSuerstraße 111. Zottah Ra'zlab, geb. 2b. Avril 1892, Kopeezinze. 16. Brz., Tbaliastraße 10. Oberländer (Gisela, geb. 4. September 1d96. Wien, 14. Bez., Felberstraße 60. A l l i» a Instünne geb. Fridl, geb. 29. Mai 1880. Obritz, 16. Bez., Friedrich-Kaiser-Gasse 37. A l l i n a Siegfried, geb. 12. Jnni 1879, Rosenbnrg, 16. Bez., Friedrich-Kaiser»Gasse 37. Wien, 24. November. * Eine dritte Paliistina-AcMrten-Neise der Hakoah. Der Sportklub Hakoch, Wien, 1. Bez., Wipvlmgcrstraße 24, veranstaltet seine dritte Palästina-Aegwten-Neise über Wunsch zahlreicher Interessenten nicht wie bisher in den Wintermonaten, sondern zn Ostern 1926 unter der Devise „Pessach in Erez Israel". Die Vorbereitungen sich-bereits sehr weit vorgeschritten und die Zahl der Anmeldungen schon jetzt eine schr große. f: * Atermnord. In Donanesch i n g e n ermordete der Sohn des Oberstleutnants a. D. Hennig seine Eltern und verletzte die.27jährige Sekretärin Hermann durch einen Kopfschuß tödlich.. Das Dienstmädchen, das Hennig zum Einkauf von Zigaretten fortgeschickt hatte, horte einen Schuß im Hanse und benachrichtigte die Polizei, die den Oberstleutnant uch dessen Frau tot auffand. In einem anderen Wobnraum wurde dir Sekretärin ebenfalls tot vorgefunden. * Der Borkumer Hetzpaslor ein Betrüger. Gegen den Haupthetzer der „jndenreinen Insel" Borkum, Pastor. Münchmeyer, ist, wie I. T. A. berichtet, ein Untersuchungsversahren wegen Betruges an der Gemeinde durch die Staatsanwaltschaft emgeleitet Worden. Außerdem schlvebt argen ihn ein Verfahren wegen Lotterievergchens. Das von der Kirchenbehövde, wie schon mitgeteilt, gegen Münchmeyer cingeleitete Disziplinarverfahren ist ebenfalls aus die erwähnten Vergehen zurückzusühren. * Weltmeisterschaft im Masch'nenschreiben. Gei einem LürZkch in Paris gehaltenen Wett-Maschinenschreiben, an denn sich Damen aus Belgien, England. Frankreich, der Schweiz rmd Spanien beteiligten. trug ebne englische Stenotypistin. Miß Ueonor Mitchell, den ersten Preis davon. Sie schrieb aus einer srangäsMen Maschine ßüns Minuten lang 813 Buchstaben in der Minute, d. h. etlvas mehr als 13 in der Sekunde. Der Preis sür Schönschreiben siel Ebenfalls einer Engländerin, Miß Curtiß, zu. * Der „Balet Auto Sirvp" Sicherheits-Rasierapparat ist der einzige Rasierapparat, der seine eigene Klinge selbsttätig abzieht. Die Minge kürweder zum Abziehen noch put Reinigen aus dem Apparat herausgenommen und kann diele Wochen hindurch verwendet werden. * Das Wetter. Die Temperatur ist in den Abendstunden nahe dem Nullpunkt. Die Voraussage meldet meist trübes, zn Niederschlägen. neigendes Wetter. * Unfall auf der Stadtbahn. Gestern abends wollte am Favoritenplatz der 61jährige Aufzugwärter Johann Weiner auf einen fahrenden StMboHnzug der Linie ,,G 18" aüffpringen. Er kam zu Fall und erlitt einen Bruch des Unterschenkels. * Vom Zuge getötet. Sonntag früh wurde auf der Ver- Llndungsbahnstrecke Jeblersdorf—Floridstwrf Hauptbahnhof der Sljährige Hilfsarbeiter Josef Zimmerl von einer Lokomotive erfaßt und überfahren. Er blieb auf der Stelle tot. Zimmer! war schwerhörig und mußte, um zu seiner Arbeitsstätte zu gelangen, das Bahngeleiie an der Stelle überschreiten, an der sich seit zwei Jahren rem Schranken befindet. e Die Lebensmüden. Die 48jährige Tapeziererswitwe Ludmilla Senekvwitsch, Gymnasiumstraße wohnhaft, hat sich gestern erhängt. Sie hat schon im August dieses Jahres bereits versucht, sich mit ihren drei Kindern durch Leuchtgas zu vergiften. Die Familie wurde damals gerettet. >— -Die 73jäürige Bau- -ratswitwe Marie Schlieryolz in der Grinzmgerstratze hat Selbstmord durch Leuchtgas verübt. — Der 24jährige Schncidergehilse Johann Kirchner wählte die gleiche Todesart. mamsämmmrrrw. WELT-VE R L A 0 / B E R L 1 N| HEINE DER MENSCH tritt uns entgegen in dem soeben erschienenen Werk: HEINRICH HEINE GESPRÄCHE Briefe, Tagebücher, Berichte seiner Zeitgenossen Gesammett und herausgegeben von vr. HUGO BIEBER Prela: S 15.- Die Diskussion aber Heines dichterische» Tatort, der aum ersten Mete in die deutsche D chtung den Hauch der zwang» losen Laune, sozusagen der Mündlichkeit gebra.'ht hat, hat sch,auf die Frage nach seiner persönlichen Lebenshaltung honzentriert. Diese Vereinigung der Berichte seiner Zeitgenossen über ihre, dmch die unmittelbare Oegenwart de« Dichters hervorgerufenen Eindrücke über oie Art, wie er ich menschlich gab, ferner d e mit dem Dichter gelahrten Öespräche, geben nun dieses zur Bewertung von Heines d ch« , irischer Bedeutung notwendige Bild seiner Persönlichkeit Diese Berichte sind in vier grossen Orappen nach . biographischen Gesichtspunkten eingeteilt: Kindheit, Jugend, SiudtnUnaeit / Wm&ttfahre r In Paria / Die Mairutxtngraji «odass das Oanze eine von ZeitianoaaeD geschriebene Motrophfe daratellt Die Zeit Heine! und ihre Menschen: Dichter, Kritiker, Politiker, bedeutende Frauen, der^n, Anschauungen und Lebefisführung erstellt lebendig vor uns Ela wertvoller Bellrat rar Psychologie des Lyrikers Durch Bucinumdlimg R. LSwIt Wien, L Flcischmarkt 1 Rotentttrmstr. 22 aus Messing hergestellt sind. Der Llpparat bient dazu, die Gezeitenbewegungen, das heißt das Eintreten von Ebbe und Flut für' sämtliche Seehasen der Welt auf IM Jahre im voraus zu berechnen. Mittels eines einzigen Handgriffes kann man die Maschine so einstellen, daß man den Wasserstand in einem , beliebigen Hasen zu irgend einer Stunde , des kommenden Jahrtausends auf einem Zifferblatt ablesen kann. Seit 1912 ist dreier Apparat in Betrieb, an besten Konstruktion matt 15 Jahre lang gearbeitet hat, und als man 1922 eine Berechnung wiederholte, die man 1912 von der Maschine hatte machen lasten, stellte sich heraus, daß das Resultat genau das gleiche war. Es ist also wahrend der zehn Jahre . nicht die geringste Abnützung eingetreten, was man leider voll einem Menschenhirn auf die^Daucd nicht erwarten lann. Nadio-rograrnm. Heute Dienstag den 24. November. 11 Uhr: BorumtagsumM. -? 1V Uhr Io Min.:. Nachmtttaaskonzert Mitwirkend: Gertrud Donath (Rezitation). 17 Uhr BÖ Min.: Stunde der Frau. — 18 Uhr 25 Min.: Der Weltlustverkehr. Architekt HonS KrebS- Walbau. -7- 19 Uhr 19 Min.: Französischer Sprachkurs. — 19 Uhr 40 Mim: Engli'cher Sprachkurs tur Lorgeschrtttene. — 2Ö Uhr 15 Min.: Meisterwerke der Kammermusik nach Beethoven. 1. Abend: Johannes Biadms 21 Uhr 15-Min.: Populäres Orchesterkonzert der Kapelle I. W. Ganglberger. Netthie. Borttöge nnv Bersammltmseii. Kunst, Bühne, Ach. „Sanft." Deutsches BoMheater. — Gastspiel Albert Basserrmmn. . Du EUist m-ich Herr Baron, so ist die Sache gut. Ich vin ein Kavalier wie andere Kavaliere!" besichlt Mephisto der Hexe. Und Bass ermann -fpielt ihn nach dieser Anweisung. Man weiß nicht, wozu die Höllenslammen aichuckten, bsvsr er sich 'Fausten präsentierte. Des Pudels Kern .war diesmal der ausgeräuntteste irdischeste Galan. Ließ schon äußerlich alle Dämonie bei der Donselsmutter. Glattrasiertes Gesicht, gelocktes Haar, ftiedliche (also nicht iiisernaLisch' zugespitzte) Augenbrauen, Höchst amüsant in der Schülerszene, Mg beim .Flirt mit Frau Marche. 'Sonst schien mir Bassermaun mü stimm Part zu spielen. Man müßte es doch, wie Gretchen. spüren, daß ein .Halbgott, wem auch ein Äser, unter die Menschlein fuhr. Gin geistreicher, poin-tensicherer Mephisto — kein elementarer. Du hast deine Freude dran, aber es ist ein Schauspiel, ach, ein Schauspiel nur. Aus Fragmenten der einstigen Bernaw-Intzeniernug hat man iul Bolkstheater den neuen „Faust" gestickt. Schlecht gcflrckt. Gretchen schleppte das Spinnrad in Frau Marches Garten und spricht dort das unsteMiche Lied, das sie doch nur den vier Wanden ihrer Stuibe anwertvauen darf. Somit R'arners Gretchen hat es uns angetan. Hier wnikt mehr als gute Schule und ausgezeichneter Vortrag. Die junge Künstlerin ist eine starke Persönlichkeit und sie wird cm- Tragödin großen Formats werden. Der Faust des Herrn Mttsch ist gewachste Nämlich im ersten Teil des ersten Teiles. Für das Gretchen-Drama taugt er nach wie vor nicht. Konventionell die Marthe Rosa F a s s e r s (man gedenkt ihrer jüngst verstorbenen Vorgängerin Kathi Thaller), matt der Valentin des Herrn Schott.?Ger in Auerbachs Keller gmg's wieder lustig zu. Die Herren Sima und Zie gl er vereinigten sich mit Bassermann zu einem Terzett von umchörter Durchschlagslrast. Sie nahmen es . sogar mrt diesem umständlichen, schwerfälligen Fanstabend erfolgreich ans. Otto ADe le s. ««5 den Theotem. B u r g t d e a t e r. Mrgen, XJ$ Uhr abends, |um ersteh Male „Erfüllung". Akademie t h e a t er. Morgen Vj8 Uhr abends, „D ie F ah rt in s B la »e". Operntheater. Morgen, 7 Uhr abends, „Boris G o d u n o w". V olks o p e r. Hecke. M Uhr abends, „D er T t ou* "b a ö o it t“ “ mit KammersängLi Heinrich T i e m e r. Morgen Mittwoch ,,L a T r a v i a t a" mit Kammersänger Karl Z t e glir als Gast. Deutsches Bolkstheater. Donnerstag gelängt Gordons „Die weiße Fra ch t" zur 25. AuMrung und wyd in den Spielplan dieser Bichne übernommen - Samstag beginnt im Rahmen von Nachtvorstellungen das Gastsp el des deutsch-russischen Künstlertheaters „DerdlaueBoge l". . Bürgertheater. Samstag, xJti Uhr nachmittags, „A sch enbrS d l". L u st s p 'i e l t h e a t >e r. Als nächste Nov'tat gelangt der Schwank „A u f' W e l l e 5 8 0" von Otto S ch w a r tz zur Aufführung. Aaimund-Theater. Dos Gastspiel der „Choo l a t e K»i d d i e s" wurde bis 2. D^ember verlängert. * Das chinesische Lotto. Unter hundert Chinesen sind Mindestens neunzig, die dem Spielteufel verfallen sind. Das Spiellaster ist neben dem Opium in erster Reihe für das Elend, m dem das Volk mehr und mehr versinkt, verantwortlich zu vrachen. Am populärsten -von allen Hasardspielen ist eins, das dem italienischen Lotto gleicht, und in China als „Fa Jui" überall verbreitet ist. Statt der Nummern des Lottos vertreten hier 40 Worte oder Schriftzeichen die Stelle der Lose. Man lindet da in Bildern oder in Worten den Wolt, den Himmel, Rinder und Tiger, die Erde, das Wasser, die Hölle, den Affen und anderes'mehr in buntem Wechsel. Der Chinese wählt eines dieser Charakterbilder, verpackt das gewählte Blatt m einem Stoff- oder Pappumschlag und legt es aus der Schwelle des Hanfes nieder, wo die Ziehung oder richtiger gesagt, die Verkündigung stattsindet. Eine Unmenge von Personen sind für den Absatz dieser Loszeichen aüfaeboten und vertreiben im Umherzicyen die buntfarbigen Kartenblätter. Der Preis des Blattes ist dem Ermessen oes Käufers anheimgegeben. Er kann ein paar Pfennige oder einen Dollar bezahlen. Nach 'bei: Höhe des Einsatzes' richtet sich der Gewinn, der das Dreitzigfache des Einsatzes beträgt, so oaß der.glückliche Gewinner für jede gesetzte Einheit deren dreißig erhält. Das ist verhälnismäßig viel, aber trotzdem sind die Spieler die Betrogenen, während die Spielnnternchmer ein glänzendes Geschäft machen; denn' einigen wenigen Gewinnen steht eine llnzahl von Meten gegenüber. * Der Ursprung des Kipfels. Das halbmoudförnnge Gebäck, das mau in Deutschland Hörnchen und in Oesterreich Kipsel nennt, ist ursprünglich ein Sicaeszelchen gewesen. Es. blickt soeben ans ein Alter von 250 Jahren zurück. Cs wurde zuerst in W i,e n im Jahre 1683 zuni Andenken an den Sieg über die Türken gebacken. Der Befreier Wiens, Johann Sobieski, König von Polen, war es. der Anregung zn diesem Gebäck gab. Es sollte ein Sinnbild des türkischen Halbmondes sein, unter dessen Zeichen der Erbfeind Oesterreichs in das Land gedrungen war und es bis vor die Tore Wiens geplündert hatte. Nachdem nun die Türken vertrieben waren und man die Befreiung des Landes feierte, sollte sich jeder einen Halbmond schassen können, um ihn zu zerbrechen und zu verzehren. Uebrtgens führt das „Kipfel" in Frankreich noch heute den Nauien „ervissant", also Halbmond. * Das Mcsiingaehirn. Jur Laboratvrinm des Forschungsinstituts für Knsteniunde und Geologie in Washington steht eine Maschine; die angeblich die Arbeit von sechzig Mathematikern mit absoluter Zuverlässigkeit erledigt. Es handelt sich um eine Apparatur, die man auch das „Messinggchirn". nennt, weil die 15.000 Teile, ans denen sie sich znsammcnjetzt,. Zioniq'trische Bczürksiscktion Leopoldstadt. Wien, L Be,;., ZiröuSgasse 33. Morgen, prWse 8 Uhr abends, fein neuen Semimshefem, 2. Bez., ZirkusKaffe 33, Vövtva,a Dckktor N. M. -Geltbe r über „JÄdtsche Gcjschichte". Zü o n:ft i f ch e S e ik t i o n Prater. Heilte im 8 Uhr aibond-s Dortrag DÄtor Gelber n'ber „Geschichte -er jüdischen A-utowime iw Palen und Litauen". — Zionistische Bcgi rksHektian Alls ergründ. Heute tum 8 Uhr abends, int Cafe Metropol, 9. Be;;., Berggasse 33, Bortrag des 'Herrn Adolf Pollldk, Scikvetär des - Keren;Ka>jeineth-Hauptbuveau8 in Jemsalem, Mer das Thema: „Der AMan in PalWila". Gäste 'hevzliW willkommen. — ÄerpKnd der Zianlften--Revision i ft e n.'Honte ZusamineMnst um 8 Uhr abends> int Kbubzminier des Cafe Altes RMhans, 1. Baz., WipMnHeristraß't. — I' ü bischer Frauen b tx n d, Wien, 9.' DM., LiechteMeinstraße 11-13. Henke nun ihavb 8 Uhr abends Bibe-lvortrag („Die Spvüehe") ,UGer Miesses im ZevevronieniMl des Tempels, 9. Bez., Müllnevgasse 21. Gäste wiMmmnen. Eintritt frei. 0 Präsidialsitzung des Keren Kajemeth. Die erste Prasidial-- sitzu'ng der-Landeskonmtissiou des Keren Kajemech findet heute um viertel 7 Ubr abends m Bureau, 1. Bez., Kärntnerstraße 28, statt.' '.: . Bereinigung jüdischer Hörer au der Hochschcke für Welt-. Handel.. Am 7. d. fand die ordentliche Generalversammlung der Bereinigung statt. Nachdem der Präses des Gesamwerbandes Judäa,'H. Leopold Hausknecht, über „Allgemeine Studentensragen"'gesprochen, hatte, wurde den sehr zahlreich versammelten Mitglieder^ der Bericht des abtretenden Ausschusses über das Sommersemester 1921-25 vorgelesen. Nach längerer' Diskussion über'die Tätigkeit der Vereinigung des Gepmtveroandes „Jildäa" wurde dem abtretenden Ausschuß das Molutorinm, dem Präsidinm der Dänt ausgesprochen. In das Präsidium des neuen Ausschusses wurden die Herren Josef Margulies (Obmann), Georg Bernstein, Markus Spitzer Mzeobmänner) und Siegmund Korn (Sekretär) gewM. Nach der Generalversainmlnng fand ein Vortrag des Sekretärs des Weltverbandes siidischer StMntcn, Leo Steinig, über das TheMa „Der Weltverband als wirtschastliche ^Notwendigkeit" statt. ." Oberkäntor S. FröM und andere namhafte jüdijche Kunstkräfte haben ihre Mitwirkung bei der Abschiedsfeier, welche biß zionistische Veztrkssektion und Kulturgruppe Brigittenau anläßlich der Abreise ihrer zweiten Ehaluzkwuzah „Achwah" nach Palästina veranstaltet, zuge>agt. Zu dieser Beranstaltnng, welche am Donnerstag' den 26. d. um halb 3 Uhr abends in der Tohnbee-- halle, -29! Be;., Denisgasse 33, stattfindet, rverden auf diesem Wege * sämtliche. Gesinnungsgenossen herzlichft eingeladen. tzhrenabcud Gm'ti Blumeuchal. Die in Wien auch von ihrer Ätigbefet im Ronacher her sehr bekannte Dachellerw Frau Gusti Blumenihal wird nach vierjähriger Pau!sc wieder hier austreten. Am 10. Dezember um 8 Uhr abeuds wird sie sich in >der Jüdischen Bühne int Hotel Stephanie in einer Ehrenvorstellung, dte unter MitwirLung ibeLannter Künstler stattsindet, dem jüdfeschen PMi-kmn Widder vorstellen. Ans der WeMatt des Sucher. Der Oberrckbbiner des britischen Reiches, Dr. Josef Hertamr Hertz, hat eine eigenartige Anthologie: „Jüdische Ge- --- -- ,,'^uv IV Stimme des Gebetes" und „Die Strmne der Weisheit^ laßt >ertz neben Bibel mrd Talmud die bedeutendsten Persönliche eiten des Judentmns zu Worte koinmen. Mi die xndischc deäe, das Mische Denftm und Fühlen von allen Setten zu «leuchten. Auch Aussprüche und Fragmente von Nichtjudeu, bis Nietzsche, Tckstoi, Voltaire, W:l)son, Mac Dowald, Renan md viele andere ijot Hertz in diese Sammlung aulsigenommen. solche Anthologien, wenn sie nicht nur als ErbanÄUgsbücher jedacht sind, sind von Eintönigkeit nicht aai^ frei; des Guten u viel; die Juden haben Mch, wie alle anderen Volker, o manche Fehler . .. Und: die zu Worte kommenden Autoren Men außerdem noch einiges gesprochen oder geschrieben. Die hier angeführten Werke sind durch die Buchhandlung R. Löwit, Wien. 1 .Beg.. Fleischmarkt 1, und Rotentumtsiraße 22, Eine Philosophie des Pentateuch versucht Oskar Goldhere in seinem neuen Werk: „Di« Wirklichkeit der Hebräer", Einleitung in das System des Pentateuch, 1. Bawd (Verlag David, Berlin), «r geben. Es ist eine neue, inter-essante Art der exegetischen Erfassung des Fumbuches. Nachdem GoMerg die Gvundbogviisse phfelHophifcher,Erkenntnis auf Grund der Bibel fixiert hat, entwickelt er eine game philosophische SystematÄ. die in diesem ersten Bande dw altyebräischen Institutionen wie den Opferdienst und das Rrtual und deren Hinteugviinde umfaßt. Lyrik der Großstadt. ErMt m> sein voin Sinn für das Reale, nichts ist schverer Kr den Dichter als dies. Die Zen -ist's, die Schabernack mit seinen Gefühlen und Gesichte« treibt, und wenn nicht sie, dann die Form, der incvn gar: iß leicht erliegt. Und dann die Angst vor dem Konventionellen, li > if!l ■ I!..Tabockrake17v