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Wiener Morgenzeitung · 1925-11-22 · Heft 2425 (22.11.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2425 (22.11.1925)
Date
1925-11-22
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. WS Men, Goirlitag Wsener Moraeryreltunrt 82. November IW mt ® BEVOR DIE WEIHNACHTSGLOCKEN. LÄUTEN! MÜSSEN SIE KAUFEN. UM GEIß ZU SPAREN! AUES IST SCHÖN DAGEWESEN, KRUPNIKS STELLEN ALLES mmsiE MSHETL OAGIWESENE fjPi IN DEN^SCHATEN- PRÜFEN SIE! mMmSw 19 und 3 5 SCHILLING-SERIE ALLES AUF STANDERN ZUM AUSSUCHEN MÄNTEL SEIDENKLEIDER STOITKIEIDER WTUffi VON and SCHILLING-SERIE ALLES AUf STANDERN ZUM AUSSUCHEN mim mrwaH.M '6Qmä&5 SCHILLING-SERIE ALLES AUF STÄNDERN ZUM AUSSUCHEN. lUSCHMMTL RAJE-MMTEL MMWWL MODEN-PALAIS Vom Jchve 1867 war zum lgroßen Teilte tjein Werk, er war auch Viele Jahre hindurch Präsident der neologan israMijschen LandesL-anzl ei. Moritz MezH war das Prototyp des magyarisch-jüdischen Assimi'lianteN, der bis zum Ausbruch des Krieges der R-atgeber lilrevaler ungarischer Staatsmänner war und sowohl als hervorragender Jurist wie auch genauer Kenner des iinternation>alen Hanldellsrechtes sich große Verdienste um das Aufblühen Ungarns erworben hat. Lod de» Abgeordnete» 8mmd Stradal. Gestern nachmittags ist die NatioMrätin Em>my S t r adal nach längerer Krankheit verschieden. Frau Stradal gehörte der großdeußchm Partei an und war zur Mandatsnachfoligerm nach dem österreichischen Gesandten in Berlin, Dr. Franks bestimmt. Ihre Angelobung konnte sie j-ödoch mit Rücksicht Mts ihre Krankheit nicht mehr leisten. Ministerialrat Patzauer gestorben. Während seines MoMnsPazierganges iift gostern der Minister ialrat des FinanzministeriMns Dr. Patzauer einem S ch l a g a n s a 'l >1 e r leg e n. Dr. Patzauer, einer der kenntnisreichsten Beamten des Finanzministeriums, ist nur 48 Jahre alt geworden. Der größeren Oes,)entlichkeit wurde er dadurch bekannt, . daß ihn - die österreichische Regierung dem Generalkommissär Doktor 18 i m m cnnati attachierte. Wegen dieser seiner Funkt im wurde er namentlich von der Bureau-kratüe des Finanzministeviunis stark angeseiMt, die dem Judenstämmling Patzauer den raschen Aufstieg nicht gönnte und ausstreute, daß er, der böse Geist Dr. Zimmermans fei und den GenerMommissär aus vieles, was das FinanzwintstervUiM' verbergen gu müssen - glaub«, aufmerksam mache. Der Verblichene galt auch als tüchtiger finanzpolitischer Theoretiker der staatswissenschaftlichen Prüfungskommission. GmeraMmm'issär Dr. Zi mmerman, der in Graz weillt, hat dort die Nachricht vom AbMien Dr. Patzauers erhalten. In einem durch die AmMche Nachrichtenstelle . verbreiteten Nachrus für seinen Mitarbeiter rühmt er die große Arbeitskraft, die > umfassenden Kenntnisse und die außerordentliche Begabung Dr. Patzauers sowie dessen volle Hingabe an den Dienst. Der GeneMkommissär legt Wort darauf, zu Letonen, daß Dr. Patzauer als dem Generalkommifsariat. zugieteilber Beamter jederzeit. die Interessen feines Vaterlandes als guter Patriot vertreten und nichts uniernommen habe, Wasser als Oesterreicher nicht hätte verantworten können^ so wie er auch vom ÄWralkoanmifsar niemals einen Auftmg erhalten Habe, 'dem er als Sohn' seines Vaterlandes nicht hätte Nachkommen^ können. __" Die Rache des tzataleiftm. Dlord und Selbstmord inder. Weihburggasse. Eine mysteriöse Mordtat, die in ihren letzten Ursachen noch nicht völlig-aufgeklärt ist, wurde gestern im Hotel „Kaiserin Elisabeth" in der Weihburggasse verübt. In dem erwähnten Hotel wohnte seit etwa zchn Tagen der am Konsulargerichtshöf in Alexandrien als - Rechtsanwalt . tätige Dr. Mola Anagnastopulos mit seiner Gattin. Während di» Frau des Rechtsanwaltes gestern nachmittags im Badezimmer weilte, hörte sie Plötzlich einen Schuß fallen. Sie eilte ins Zimmer und fand ihren Gatten und neben ihm dessen Schwager Hans Katholnik inmitten großer Blutlachen liegend tot auf. Die Frau brach zusammen und war lange nicht vernehmungsfähig.' Durch das Hotelpersonal wurde die Polizei verständigt, die eine Kommission an'den Tatort entsendete. Der Advokat wies einen' Steckschuß in den linken Lungenseite, einen Einschuß am Unterkiefer und einen Steckschuß beim zweiten Halswirbel auf. Katholnik hatte sich eine Kugel in den Kopf gesagt, dieden Schädel zertrümmerte und an der linken Scheitelseite ausgetreten war. Nach den bisherigen Erhebungen soll Katholnik, der in Villach wohnte, ' ein herabgAommener Mensch sein, der seinen Schwager grimmig haßte. Er schrieb ihm die' Schuld daran zu, daß ihm seine Frau verlassen habe. Bor einigen Tagen kam er nach Wien. Gestern erschiener im Hotel und nach, einem kurzen Wortwechsel erschoß er seinen Schwager und jagte sich -dann selbst eine Kugel in den Kopf. . Dr. Anagnastopulos war einer , der angesehensten Rechtsanwälte in Aegypten und hatte eine sehr umfangreiche Praxis, -die.ihn.vielfach auch mit den in Aegypten ansässigen Europäern in Berührung brachte. Er war auch wegen seines Ansehens zum Ge.neralpr.okura.tor für Deutschland und Oesterreich beim Konsulargerichtshofe bestellt worden.. Er hatte, eine Wienerin zur Frau. Die Dame hat drei Schwestern, deren eine' mit dem. Mörder Katholnik verheiratet. war. Katholnik, der ursprünglich in der. Wehrmacht als Offiziers-Stellvertreter diente,' ließ sich vor . einiger. Zeit freiwillig abbauen. -Durch .seinen Leichtsinn ging ^eme Ehe, der ein Kind entsprossen war, in die Brüche.'Seine Frau verließ ihn und zog mit dem Kinde zu einer Schwester nach England. Obwohl weder Dr. Anagnastopulos, noch seine Gattin auf den Entschluß der Frau Katzolnck Einfluß genommen hatten, bildete sich Katholnik, wie aus einem hinterlassenen Briefe heworgcht, ein, daß Doktor Anagnastopulos sein Eheglück zerstört habe. In dem Briefe heißt ' es: „Skrupellos stieß man mein armes, gequältes Weib und Kind. ins Elend.". Von anderer Seite wird hiezu berichtet: Für' 3' Uhr hattet Dr. Anagnastopulos und seine Frau eine Verabredung. Dir kurze Zwischenzeit verbrachten beide in ihrem Zimmer. Der Anwalt legte sich für ein Viertelstündchen auf die Ottomane im Hotelzimmer, während seine Frau , ins Badezimmer ging, um Handschuhe zu waschen. Kaum war sie eingetreten - — :e§ war nach halb 3 Uhr — als sie Plötzlich einen Schuß hone. Entsetzt lief sie in das benachbarte Zimmer und sah zu ihrem maßlosen .Entsetzen ihren Gatten auf dem Boden neben der Gangtüre 'liegen. Neben ihm stand eine Gestalt. Die Frau sah sie entgeistert an und hatte keine Ahnung,' daß ihr Schwager vor'ihr stand. Sie stürzte sich voll Schmerz über ihren Mann und-im nächsten Augenblicke hörte sie, wie wieder' ein' Schuß krachte. Katholnik hatte sich, vor dem Spiegel sichend, aus der Pistole eine Kugel, in den Kops gesagt. Die Bvlsaüe in Afaleh. Das Urteil gegen den Arbeiter Segall aufgehoben. Aus Jerusalem wird berichtet: Wegen der seiner» zeitigen Vorfälle in Afuleh, einer Schlägerei zwischen' arabischen und Mischen Landarbeitern, war bekannüich der Mische Arbeiter Sega kl zu einer längeren Gefängnisstrafe verurteilt worden. Das palästinensische Oberste Gericht hat nunmehr laut „Doar Hajom" der Berufung stattgogeben Md die Sache zu einer neuen Verhandlung vor das Kreisgericht in Nazareth verwiesen. Auf das Verlangen des Verteidigers Samuel nach Designierung eines'anderen Krei'sgerichtes erMrte das 'Gericht,' über diesen Antrag erst nach schriftlicher Einreichung entscheiden zu können. P'etsftarz bei rePpU'Sreudi. L Sämtliche Preise wurden infolge Regieverminderung reelle um 20 Prozent herabgesetzt. OkkasswnÄvaren besonders preiswert.' Rotenturmstraße Ä und Fleischmarkt 1. * Koscher-Fleisch, verläßlich und billig, in den unter Aufsicht des ehrwürdigen Rabbiners der Israelitischen Kultusgemrmde >Wien stehenden Fleischbänken des siegln. Kornmehl, 9. Bez.» Beragasse 15, und 18. Bez., Währingerstraße 97. Die Preise für Koscher-Fleisch sind die gleichen wie für das Mt koschere uO ist auch die Qualität die gleiche. . ■y CT»..^.«.»ii>in-r-rm<»wrirti-iiii^-inr.«winMW!irwir<r,riiinwwiiiwiwwi' «um »ihi iHrrrnirni

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