Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2424 (21.11.1925)
- Date
- 1925-11-21
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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I 4 Seite 3 Men. Samstag Dnhomo Boi>«n» Zoo, Berlin, Hardenöergstr 97 DüilöUlD Dar Direktion, N. von Benedito Treffpunkt der Fremdenwelt Berlins S-Uhr-Tc« * Sonn r prix fix 4 bcquixUe Küthe Ka Iler Zeala-Soai-Saoü. Milano U * Perm d« wiener Humor Ut Charlie Woebei Rabbiner gegen die vereinigten jüdischen Parteien gepredigt haben. Umso imponierender tvar die Zahl der für die jüdische Partei abgegebenen Stimmen, und die gesamte tschechische Presse hat ihrem Bedauern darüber Ausdruck verliehen, daß gerade die loyale jüdische Minderheit auf ihre 80.000 Stimmen keinen Vertreter im Parlament erhalten hat, nur aus dem Grunde, weil damals Karpathorußland, wo die Juden 15 Prozent der Bevölkerung ausmachen, nicht mitwahlte. Denn die Modraeek-Partei hatte mit nur 68.000 Stimmen drei Vertreter. Inzwischen wurden auch überall Gemeindewahlen durchgeführt, in allen Städten, besonders in der Hauptstadt Prag, in Brünn und Preßburg haben die Juden mehrere Vertreter entsenden können, und diese l)aben derart positiv an dem Aufblühen dieser Städte und Gesundung ihrer Wirtschaft milgearbeitet, daß sogar der Bürgermeister von Prag, Dr. Baxa, welcher seinerzeit ein Führer der Antisemiten war, warmen Worte der Anerkennung der jüdischen Vertretung, besonders dem Präsidenten des jüdischen Nationalrates, Stadtrat Dr. S i ng e r, Men mußte. Mit Jnteresie hat man daher die Wahlen in Karpathorußland erwartet, die im Jahre 1924 stattfanden. Es wuÄe Doch damals keine Einigung unter den Juden erzielt. Die jüdisch-nationale Kandidatenliste mit dem Spitzenkandidaten Dr. Singer erzielte damals 17.942 Stimmen, die Liste der Trennungsort hod o x i e mit Listenführer Tr. Reis 9946 Stimmen, und die Agrarier, welche als Inhaber der wichtigsten Behörden in Karpathorußland mit unbeschreiblicher Verschwendung von Geld und Agitation (sie hatten sogar Jargonzeitungen herausgegeben) auftraten, erlitten ein schreckliches Debakel, da sie mit 15.000 Stimmen nicht einmal die Wahlzahl erreichten. Siegreich blieben damals die Kommunisten, was der Regierung unangenehm war, da laut Verfassung der Gouverneur und Bizegouverneur des Landes der stärksten politischen Partei von Karpathorußland entstammen sollen. Dar Mißerfolg der Wahlen für die Juden hat diesen deutlich gezeigt, daß Einigkeit nottut,' und es machte sich eine mächtige Bewegung gegen die Rabbiner von der Zenträikanzlei in Bratislava bemerkbar. Auf Grund dieser traurigen Erfahrung ist es dann auch vor den letzten Parlament sw ahlen zu einer Einigung zwischen den Zionisten und Orthodox an. gekommen, welche die Wahl von sechs jüdischen Abgeordneten sicherte. Es wurde für die ganze Republik der gemeinsame Name jüdische Partei gewählt und als Spitzenkandidat in Karpathorußland der frühere Listensührar der Orthodoxen Dr. Reis aufgestellt. Da es in Karpathorußland bei 96.000 jüdischen Einwohnern mindestens 36.000 jüdische Wähler gibt und die Wahlzahl gegen 27.000 beträgt, hat man in der ganzen Öffentlichkeit mit der Wahl von sechs jüdischen Abgeordneten gerechnet, und sogar das dem Ministerium des Innern nahestehende Blatt „28. rijen", welches täglich rege dafür rintrat, die Juden für die jüdische Partei zu gewinnen, damit die Opposition der anderen Nationalitäten geschwächt werde, hat die These ausgestellt, wenn es nicht möglich sein werde, die Regierung nur aus den tschechischen Parteien zu bilden, dies lieber mit den Juden als mit den Deutschen zu tun. Aber Herr Sdehla, derzeit Ministerpräsident, Führer der Agrarpartei, welche als einzige es gewagt hat, systematisch mit Pogromen zu drohen, und in nickrigster Weise besonders gegen die Juden in der Slowakei und Karpathorußland zu Hetzen, welche die Agrarreform himmelschreiend antisemitisch durchgesührt hat, fürchtete, die Anwesenheit der Juden im Parlament und hatte mit ihnen, respektive mit ihren Stimmen ganz andere Absichten. . Und hier beginnt das schändlichste Kapitel in der Geschichte der tschechoslowakischen Judenheit. j 2. Eines schönen Tages kamen auf einen Impuls von außen im Ministerium des Innern in Prag (dessen Leiter ein Agrarier ist) einige Herren von der orthodoxen Kanzler in Preßburg mit Herrn Oberrabbiner Weber an der Spitze an und fragten, „für welche Partei sie stimmen sollen, oder ob die hohe Regierung wünsche, daß sie selbst kandidieren". Die hohe Regierung, respektive der Herr Agrarier auf dem Ministerposten erklärte selbstverständlich, daß in Karpathorußland eine zweite Liste aufgestellt werden soll. Denn man hatte eine Aenderung des Wahlgesetzes vorgenommen. Es wurde die Bestimmung, daß eine Partei mindestens 20.000 Stimmen in einem Wahlkreis erlangen muß, gestrichen, so daß nunmehr die Juden, um sämtliche aus ihre Liste abgegebenen Stimmen zur Geltung zu bringen, in einem Wahlkreis ein Mandat erringen mußten, und dies war für sie eben nur in jenem Kreise möglich, wo die Wahlzahl die höchste ist. (In Prag genügen 19.000 Stimmen für ein Mandat, in Karpathorußland sind 27.000 Stimmen nötig.) Darüber hinaus wurde das dritte Skrutinium eingeführt, in welchem die Stimmen der ohne M andat gebliebenen Partei en aufgeteilt werden müssen, und zwar in der Gruppe A der deutschen, magyarischen, polnischen Minorität, in der Gruppe B aller übrigen, also der Tschechen, Juden und Ruthenen. Dementsprechend wurden auch die Wahlkreise künstlich abgegrenzt. Dadurch _ Wiener Morftenzeliung_ war vorgesorgt, daß die jüdischen u u d ruthen is ch en S t i m me u, deren Schicksal Von Kitrpachoruhland abhängt, der tschechischen Koalition zugute kommen, ebenso wie die Stimmen der Hunderttausende von Unzufriedenen im tschechischen Lager, welche gegen die Koalition neue Parteien gegründet halten. Und nun ging der Kampf los. Es ist kein Geheimnis geblieben, daß die Verhandlungen mit dem Oberrabbiner Weber vom Ministerialrat Kubat im Ministerium des Jnchrp geführt wurden und daß die Ä) ah lägt 1^- toreu dieser Partei 160.000 K. für ihre Arbeit gegen die jüdische Partei erhalten haben. Im orthodoxen Lager wollten aber nicht alle daß Judentum verlaufen, und obzwar die Zviliverwaltung von Karpathorußland alles mögliche versprochen hatte, wurden Verhandlungen zwecks Wiederherstellung der Einigkeit gepflogen. Die Führer der Zionisten akzeptierten mit großer Seibstverleugnung die wichtigsten Postulate der Orthodoxie, übernahmen den Listenführer der jüdischen Wirtschiftspartei auf ihre eigene Liste und verpflichteten sich, noch einen zweiten Orthodoxen an sicherer Stelle im zweiten Skrutinium durchzubringen. Die Einigung war da, aber... Da in Karpathorußland nicht nur jede Wand und jede Tür, sondern sogar die Luft Ohren hat, wurde Oberrabbiner Weber in diesem Moment in tiefer Nacht zu dein agrarischen Vizegouverneur R o z s y p a l berufen. Die Zionisten wußten, tvas es bedeutet, und erklärten nach Webers Rückkehr, sie akzeptierten sämtliche Forderungen der Wirtschaftspartei ohne besondere Anführung. Da stand der Herr Oberrabbi n er auf und erklärte, die Verhandlungen seien zerschlagen. Das har auch seinen Parteigenossen die Augen geöffnet, und nachher kam es tatsächlich zu einer Einigung, die die angesehensten Vor st eher der K u l t u s g e m e i n d e» eigenhändig unterschrieben haben, wobei sie sich uüier anderem auch verpflichteten, die Kandidatenliste der Wirtschafts partei nicht zu überreichen. Unmittelbar nachher verbreitete sich in allen jüdischen Kreisen in Karpathorußland eine derartige Stimmung, daß die agrarischen Regierungskreise einsahen, sie könnten gegen den geeinigten jüdischen Willen nichts durchsetzen. Die Regierung hat daher die tschechoslowakische G e w e r b e p a r t e i gezwungen, in Karpathorußland zu kandidieren und Juden dortselbst als Kandidaten aufzustellen. Der Führer dieser Partei, der Abgeordnete I. V. Najman, der in der neuen Regierung das Handelsministerium inne haben wird, erllärte im „Novh Beceruik".vom 9. d., daß diese Kandidatur vom Vizegouverneur Razsypal ins Leben gerufen wurde, weil die Regierung offiziell wünsche, daß die Kandidatur der Zionisten, die sicherlich sonst sechs Mandate erlangen würden, aus Staptsinteressen unmöglich gemacht werde. Da jedoch die Kandidatenliste dieser Partei, welche in den übrigen Teilen des Staates national und antisemitisch ist, der Partei dortselbst schaden würde, erklärte der Bevollmächtigte dieser Partei in der Sitzung der Zentral- Wahlkommission, daß es sich um eine selbständige Partei handle. Diese damals noch nicht existierende Partei hat auch Nummer 7 erhalten, und nachher wurde zu ihrem Präsidenten Herr Emanuel G u t m a n n aus Velky Sevlftis gewählt, dessen ein Sohn ein Kommunist ist. während der zweite sich als „Zionist" auf der Kandidatenliste der jüdischen Partei durchgesetzt hat, damit die Familie jedenfalls gesichert erscheine. Man weiß aber auch ganz genau, daß diese Partei, welche sage und schreibe 1100 Stimmen erreicht hat, 100.000 tschech. K. für ihre Wahlagitation erhielt, was sicherlich auch ein großer Ansporn für die Herren Weber und Genossen wurde. 3. In diesem Rahmen ging die Agitation vor sich. Die Regierungsbcamten hatten die Juden zu sich berufen und ihnen erklärt, es sei der Wunsch der Regierung, für die Liste der Gewerbepartei Nr. 7 oder diejenige der Wirtschaftspariei Nr. 19, und falls man eine Partei wählen will, die vurchkommt, für die Liste Nr. 22, das ist die a g r a r i s ch e, zu stimmen. Wo dies nichts nützte, wurde gedroht. Mit Lizenzen- und Gewerbeschementziehungen, wirtschaftlichem Ruin, erhöhten Steuern und dergleichen. Der Schreiber dieser Zeilen, der den aus .dieser Gegend täglich ankommenden Beschwerden der Juden über das terrorisierende, verfassungswidrige Vorgehen keinen Glauben schenken wollte, hat sich nach Karpathorußland begeben und dort den schrecklichsten Terror der Behördcn konstatieren müssen. Trotzdem war die Stimmung für die jüdische Partei und für die Einigung gegen den Terror und das politische Schachern der Rabbiner direkt imposant. Die Wahlagitatoren der jüdischen Gegenlisten fuhren in Staatsautos, die Versammlungen dieser Partei wurden von 50 Personen besucht, wobei 60 Polizisten assistierten, und jeder, der nur ein noch so unschuldiges Wort äußerte, wurde verhaftet und aus dem Saal geführt. Bei der Rede des Hunsdorser Rabbiners (aus der Slowakei) in Mnukaez wurde sogar Letzte Kurie. New»Vvrk,20 November. (Tel.-Üomv. PHrUn 23.80, ßottbott Nabe 4.847a, London Scheck 4.807,« Amsterdam 40,23. Boris 3W»/,, Viüiiel 4.03. Nom 4007«. Madrid 14.-*?, Mich 19 28, Swcktiolm 26 76 Oslo 2044 ttoventiaaen 2488 Wien 147,9, Budapest 141/*. Prag 296V*. Belgrad 177'/,, Atden 1.33 Buenos Aires 41', Mo de Janeiro 14.66 Bukarest 46 Netv-BvrK, 20 November 'Tel.-aonw. 26etjs<n cot Winter 180, Weim» vari Wimer 1817a Mais tteV* Hafer 487« Roggen 867». tkhikago 20 November>Tel.-Komv.-Wetzen ver Dezember 1697,. flicn 16871 Juli IST */4. MM per Derember 7 7«, Mi 78, Jrllr 807.: Vfltw ver Tviembn 897, Mai 437, Zuu 44'/,'. Roggen oci DeMiver 877», Mal 98%, Zmi — 2t. N-Vemkr.1056 Nr. 2424 HoÜAndshram 14 W: die zum Hotel führende Straße mit Polizeikordon . gesperrt. Tie Versammlungen der jüdischen Partei waren von Tausenden begeisterter Bürger besucht. Dev Terror mußte also erhöht werden. Es wurden Flugz-ettcl verbreitet, die die gröbsten Drohungen gegen die Juden enthielten, falls sie die Listen 7, 19 oder 22 nicht wählen würden. In einem Ort hat sogar ein Rcgierungsbcamter den versammelten Juden in der S y n «> goge (!) den Regicrungöwillen kundgetan und die Drohungen bekanntgegeben. Hiebei muß jedoch bemerkt werden, daß sämtliche anwesenden Vertreter der übrigen tschechischen KoakitionSparteieu mir gegenüber und auch in der Presse dieses Vorgehen der Agrarier, die auch ihren < Oberstuhlrichter, also einen einflußreichen Beamten, kandidierten, und durch ihn bei den Juden Propaganda k*. trieben, was ja durch das Wahlgesetz direkt verboten ist, aufs schärfste verurteilten. , Die Empörung der Bevölkerung war so groß, daß die zurückgebliebenen Kandidaten der W i r t s ch a s t spartei (der Spitzenkandidat war ja ausgeschieden) auch zurücktreten wollten; unter dem Druck der B e h ö rd c n w a r i h n e n j e d 0 ch d i e s n n m ö g l i ch. Und nun geschah etwas Überraschendes: um gültig zu sein, mußten die Kandidatenlisten, versehen mit mindestens 100 legalisierten, gültigen Unterschriften, vom Bevollmächtigten der Partei persönlich den» Obmann der Wahlkommission (es war dies der Vorstand der politischen Bezirksverwaltung, ein Agrarier und Verwandter von Rozsypal) übergeben werden, und bis S 0 n nt a g mittags mußte auch der Betrag für die Kandidatenlisten, zirka 15.000 tschech. fl., erlegt werden (wenn die Partei durchfällt, zahlt sie nachher noch eiuen Betrag in derselben Höhe). Die Lifte der jüdischen Wilisch a f t s p a r t e i ist auf unerklärliche Weise Donnerstag abends vom Gemeindeamt, wo 70 Unterschriften legalisiert waren, zum Vizegouverncur Rozsypal verschwunden, wurdä in der Nacht in Beregszas mit weiteren 30 Unterschriften versehen, und die Parteigenossen, welche infolge des Paktes mit der jüdischen Partei , die Liste nicht bezahlen wollten, damit sie ungültig bleibe, erfuhren zu ihrer Uebenaschung, daß die Kosten dieser Liste bereits bezahlt seien. Unter diesen Umstanden und mit Rücksicht aus das wirtschaftliche Elend der Juden in Karpathorußland muß man es bewundern,' daß. die Juden noch mit Enthusiasmus für die Liste 28 gearbeitet haben, obzwar das ganze Land mit ungeheurem Aufwand von Geld mit Propaganda für die Listen 19 und 7 überflutet war. Die Vertreter der Behörden sind sogar nach den Reden der flowakischen Rabbiner an dieselben herangetreten und haben ihnen „den offiziellen Dank der Regierung" ausgedrückt. In einer Synagoge hat sogar ein Gendarm erklärt, was der Rabbiner gesagt habe, sei der Wille der Regierung. Und wenn man so unter vier Augen mit den Juden gesprochen hat, hat man gehört, wie sie seufzen: Dazu müssen wir die ungeheuren Steuern zahlen! Denn es war allgemein bekannt, daß diese ganze antijüdi sche Propaganda aus Staatsgeldern, also aus Geldern auch der jüdischen Staatsbürger, gemacht wird: denn die Leute wollen nicht glauben, daß ein hoher Staats-, beamter derart seine Stellung zu Parteizwccken mißbrauchen könnte. Deswegen setzte ein unbeschreiblicher Terror ein. Die Rabbiner wurden gezwungen, einen - Issur auszugeben, und sicherlich ist anzunehmen, das; von den sechzehn Unterschriebenen die meisten selbst dagegen waren. Als. man sah, daß der Sieg der jüdischen Partei trotzdem sicher' sei, hat man dem Rabbiner von Munkacz eine s e p a r a t e orthodoxe K a»z l e i t p Munkacz versprochen, und dieser alte Mann, der -sein. Leben lang am Hellen Tag nirgends erschienen ist und welcher nur in tiefer Nacht Audienzen erteilt hat (sogar der nationaldeulokratische Parteisekretär aus Prag, welcher mit ihm über den Ankauf von jüdischen S t i mmen verhandeln wollte, mußte ihn um Mitternacht besuchen), dieser alte Mann ist im Staatsauto Hunderte von Kilometern gefahren und hat für das Versprechen einer orthodoxen Kanzlei gegen die jüdischen Interessen gesprochen. Und die Juden von Munkacz sahen mit Staunen, daß sogar eine Telephonverbmdung zwischen seinem Haus und dem des Vizegouverneurs hergestellt wurde. Und als nichts hals, hat man das Aeußerste versucht. Samstag vor der Wahl ist der Murtkaczcr Rabbi Spiro mit der Thorarolle im Beth Hanndrasch herumgegangen und den Bann erklärt: Jeder, der Liste 28 wählt, soll innerhalb eines Jahres sterben, die Kranken sollen nicht genesen, die Kinder im Leibe der Mutter sollen nicht geboren werden. DieEltern sollen die Erziehung ihrer Kinder nicht erleben usw. Das Judentum.war empört, aber es tvar auch hilflos. Aber trotzdem hat mau befürchtet, daß gerade durch diesen Druck die jüdische Partei bestimmt durchkommen wird. Was tat nian also? Am Wahltag haben die Behörden erklärt, die L i st e 28, welche in vielen Bezirken den Wählern mit den übrigen n i ch t ü b e r g e b e n wurde, sei z u r ü ckgezogen worden. Die orthodoxen Rabbiner von der Gruppe Weber, haben am letzten Tag einen Aufruf an die Juden gerichtet, sie sollen m den Senat die Liste 38