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Wiener Morgenzeitung · 1925-11-10 · Heft 2422 (10.11.1925) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2422 (10.11.1925)
Date
1925-11-10
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Ve'ck 4 Men, DonnerSta- ©Uttet Mürgenzertttns Iss Schachturnier in Moskau. AuS Moskau wiruns berichtet: Nachdem Roma-- vvwski feine Hängepartie gegen Dr. Lasker, wie bereits berichtet, aufgegeben hatte, verblieben noch zehn Hängepartien zur Erledigung, von denen Dienstag neun zum Abschluß gelangten. Es gewannen: Tor re gegen Marshall, Romanowski gegen. Grünfel-d, Genewski gegen Spielmann, Zuwarow gegen Werlinski und Üöwensisch gegen Dns-Chotunirsky. Remis wurden die Partien: Bogatiftschuk—Bogoljubow, Grünfeld—Gotthilf, Spielmann — Rad in owicz und Reti—Zuwarow. Die Priltie Grünseld— 2 a s k e r wurde abermals vertagt. Stand nach, der sechsten Runde: Bogoljubow 5. Mar» shall, Rubinstein, Dr. Tartakower, Torre je 4, Dr. Lasker 3Va (1), Capablanca, Dogadistschuk, Genewski, Rabinowicz, Romanowski je L^>, Löwenfisch, Werlinski je 3, Spielmann 2^/,, Saemisch, Dates, Reti, Gotthils, -Zuwarow je l4/», Grünfeld 1 (1), Dns-Chotimirsky 1. In der siebenten Runde spielen: Zuwarow gegen Torre, Saemisch gegen Reti, Bogoljubow gegen Werlinski, Gotthilf gegen Bogatiftschuk, Capablanca gegen Genewski, Lasker gegen Rabinowitsch, Romanowski gegen Rubinstein, Grünseld gegen Dates, Spielmann gegen Dus- Chotimirsky, Tartakower gegen Marshall» Löwensisch ist spielfrei. Re Arbeitrrversichrnms. Gestern.begann der Nationale die erst« Lesung des Eozialv-rrsicherungsgesetzres. Neue Gesichtspunkte wurden nicht inä Treffen geführt, man hövte wicher dieselben Arguimente, die von den verschiedenen Kammern zunt Reserentenentwurf dovgebvacht wurden. Zu Beginn der Sitzung hielt Präsident Miklas dem Verftovbrnen Abgeordneten Rainer einen langen Nachruf. .Fm Einlauf befand sich eine Regierungsvorlage betreffend die Schaffung einer Ehrerimxdaille fir vrepzwjä'hrtgc rreue Dienste. Zum Sozialoerfichernngsgesetz sprach als erster Redner Zlbg. Eider sch (Sog.), der die in AuLlstcht genommenen' Leistungen der Versicherung als ungemein dürftig bezeichnete. Auf das Geschrei der U>nternehm.'r über die unerträgliche BÄastung durch die Altersversicherung dürfe mau nicht zu viel geben. Oesterreich habe niedrigere Löhne als andere Industriestaaten, weil iiiiuiititiiiimiiiimfiimiiimuiuiiiiitatmiiiiiiiuifUuiHtiismiHHHim ZUM SIBIRISCHEN ZOBEL Wien, VI. Mariahilferatrasse 101*103 Kurse-nerracister // ÜNur letzte Neuheiten 11 in bester Ausführung! ♦ Gegründet 1896 - Telephon Nr. 12 KUN$TMÖBEUFABRL\ 520 JOH. GRÜNWALD’S WSS L, FIdidunerki 17 I., Weihbnr^fiiie 11 Wobaoagea, OeSdiSitsiokAle, Catt», Kloo«, Theater, nach eigenen Entwürfen. Stet, grosses, Assortierte* Lager Schahhaus 0 Wien, Ly Tucklauben Afr, 76 , Die sciifinsfen Grisson-, Giieyrenu-, Eidechse-, Lack-ünö Brortßl-a«c» "za staunend billigen Preisen Naue illustrierte Zeitung Nr. t>1 Gedanke» über den Zionismus von Dr. Max, Herzog zu Urachs, n, Pjoessor an der Universität fteiburg ( chweiz> der Mieterschutz erhalten blieb, jeder Abbau des MieterMntzes bringe die Industrie in weit ernstere Gefahr als He Änführung der Altersversicherung, da Michgeitig auch die Löhne tu höht-werden müßten. Merdings sei eS gerechtfertigt, zu verlangen, daß die gegenwärtige Produktion nicht mit der Gefamtlast der Arbeitslosigkeit behaftet bleibe. An Teil müsse ab gebürdet werden. Es werde eben der Staat einen entsprechenden Teil an dieser Last übernehmen müssen. Seine Partei werde auf tm beschleunigte Beratung des Gesetzes drängen» Der Thrsstlichsoziale Schmitz protestierte dagegen» daß sein Borredner die vorgeschtogenen Renten Äs Bettel bezeichnet habe. An England nehme die Altersversicherung Rücksicht auf die Armäipslege und sieht mit dem Anwachsen der Leistungen: für die Mersversicherung Aeichzeitig elne^Ermäßignug der Armen-steuer« vor. Es wird sich auch bei uns empschlm, den Zusammenhang mit der FLrsorgeabgabe zu prüfen und zu untersuchen, ob das englische Beispiel nicht auch bei uns mchgeahmt werden könne. Abg. Partik (chrrstlichfozial), der tviederhcktt von den Sozialdemokraten durch Zwischenrufe unterbrochen wurde, trat für ein Junktim zwischen der SrlbständiTenversicher-untz und der Arbeiterversicherung ein. Er hob hervor, baß infolge dieses Gesetzes die soziale Belastung der Unternehmer bis ans 28 Prozent' hinausschnellen würde. & sei unmöglich die Ler.ftu.ngsf<Higkeit der Industrie zu erhalten, wenn ihr fortwährend neue Belastungen a-ufevlegt werben. Das Gesetz soll daher erst in Kraft treten, wenm die ArbeitsLrisi^eit so weit zutuckgegangen ist daß man von einer Besserung der Wirtschaft sprechen kann. Sechste Sitzung heute um 2 Uhr nachmittags. Mchins «ad Wohnnngsmtlorbemns. BeEcrnntlich tragen sich die Regierungsparteien mit der Absicht, durch eine Novelle zum Metengesitz eine stufenweise Aufwertung der Wohnungsmieten bis zur Höhe des 6000fachen.Friedens- S i n s e s durch das Parlament beschließen zu lassen. Den^ Widerstand der SoxstÄldemokraten wollen sie dadurch brechen, daß sie die Ve-rlängorung des Wohnungsanfor'derungsgeseheS von der giei^eitigen Rcf.un des Mietengeisitzes abhängig machen. Die Sozialrormokvaten haben nun gestern im Nationalrat einen Antrag auf V e rlänger-nny der Wirksamteil des Wohn ungsansorderu-ugsgesetzes aus unbestimmte Zeit «irigvbracht, während es bisher nur von Jaihr zu Jahr weiter in Kraft belassen wubde. Es scheint daß 'dieser weitergehende Antrag den Zlveck verfolgt, ein Kompr ow iß doiznibereiten. Die Mhrlheitsparteien werden eben auf die Aufwertung der Mieten . noch ein Jahr warten müssen und die Opposition wird sich sthließlich mit der einjährigen B e r >l ä n g evung des Ansovdemrigsgesetzes begnügst Md andere aktuelle BeikrL e und ttlurrnttloneu kreis 1 Schilling nies Neue illustrierte Zeitung Wien, Vr.» Linden* aase SS Nchtuit- und Klsfernactolextrakt, BiSiksptcln herz*, rauskel- und nervenstärkend ta allen Apotheke« und Drogerien erhäittlcb Ö114 Novopln-Fdbrik, Wien, XVIII. Wäbringerstr. 157, T.21-5-64 Marke Christiner bürgt allein für Echtheit BACKET UND BRATET II OHNE BRATROHR II auf Oastechauds, Herdplatte, Spirituskocher oder Petroleureofen, jede Mehl* oder Heischspeise tu 20 bis 30 Minuten fertig! AG" Vorführung und Kostproben gratis! Wien, 1V„ Wiedner Hauplsirassi CO, Restauxa* ion Pendr. Wien, VII., Maria* hlU.strasse 5ö (Grüner Baum), Wien, ill, Hauptstrasse dl (Go!* dene Birne), von 9 bis 11 Uhr vormittags und von. 3 bis 6 Uhr nachmittags. kein Mau in aen Armttemmstnlten. Amtlich wird mitgeieilt: Ungeachtet der bereits vom Bun'desministerium für soziale Verwaltung veröffentlichten Erklärung erhält sich das Gerücht, daß in den Wiener F-ridssPitalern weitgehende A b b ou* Maßnahme n geplant seien, welche in erster > Linie Primarärzte und Direktoren betressen sollen, beharrlich,ausrecht.. Diesem Gerüchte liegt anscheinend ber Umstand zugrunde, daß bei einer nur buchstäMchen Anwendung der sür den Abbau geltenden Richtlinien tatsächlich ein« beträchtliche Zahl von Direktoren und Abteilungsvorständen nach ihrem Äelöensalter, beziehungsweiise. ihrer Dienstzeit unter die einschlägigen Möaubestimmungen sollen würden, Das Ministerinm sür soziale Bevwaltung trägt, wie mit allem Nachdruck betont werden soll, dem Umstand, daß cs sich um durchwegs h ö ch stqua>lifigierte und vielfach überhaupt schwer ersetzbare Kräfte handelt, in vollem Umfange Rechnung, es hat demgemäß die entsprechen^drn Anträge an die BuMsregbe-rung vochereitet, um eine ff l i nt i e r u n g der in Betracht kommendm ärztlichen Funktionäre Von d e r Anw e ndu ng. der A?öba uhestt mmu nge n .einzuleiten. Es erscheinen mithin alle Kombinationen, welche die Durchführung der AbbauaMn mit einer Schädigung des spitalsärztlichen Dienstes Und der Lehrtätigkeit in den 5trankenaN.sia.lteu in Zusannnen'aiig ^-ringen wollen, als h i n -f ä l l i g. 19. November 1VL Nr. LES --- . ---- -- ----- -t |. _tf > von Dir Wischen Nationalbibliothek. Die Bibliothek des verstorbenen Gelehrten Dr. S. A. Pos» n a n 8 k i, welche vom Verein der Freunde der Jerusalemer Univerjität in Warschau gemeirtfam mit dem judaistifchen Institut der Universität sür die National- und Universitätsbibliothek angekauft wurde, ist nunmehr in Jerusalem angelangt und der Biblwthek einverleibt worden. Pros. PoSnanSki war, wie bekannt, einer de: bedeutendsten Forscher der Zeit der Gaonim und der karäischeu Literatur und dementsprechend enchalt die Bibliothek eine große Zahl von änßerst wertvollen und seltenen ka r ä i s ch e n D r uck c u jptoic zahlreiche Werke ans dem Gebiete der orientalischen Philologie. Im ganzen Mt die Sammlung ungefähr ISOVBände. Stu Wische ArbritLbatakllon. Aus Jerus-alem wird uns geschrieben: Ein soeben erschienener Bericht über die jetzige Lage an den Vevschiedenen Diedlnngspuntten des Gdud Mvodah (jüdisches Arbeits-. datailloit) zeigt einen ständigen Fortschritt. Der Gdue zählt siy: G5G Mitglieder beiderlei Geschlechts, Md tzt in acht Abteilungen, in Kfar Giladi, Tsl-Joschh, TÄ-Ghaj, Haifa, Jerusalem, Tel-Awiw, Ausulch und Metullah. cingeteilt, die sich mit allen Formen der Bovenknltivierung be, Mn, isowchl mit den bevei-rs eiusezührien Methoden wie mit neuen Berf-uchen. MWmvtischast, Gessügchucht, Getreide-, GvmüisiuM Obstbau in toertam Maße, Bienenzucht chw. machen di, HanpLbeßchäftiglurgsKvHige der ländlichen Gruppen aus. während oine immer größere Zahl sich mit allen Arten vor Bauarbeit in .Haifa, Jerusalem und Tel-Awiw befaßt Eine mechanifche Werkstatt« des Gdud in der Nähe der deutschen Kolonie von Jemsalem beschäftigte dauernd zchv > Mann, und sechs bis Heben Arbeiter waren in einer Tisch' lerei bei Rechawja tätig. Steinbruchavbeiten, die der Gdu'c mit Unterstützung des Jüdischen NatioMfonds und des Keren .Hajessold als ccher aufnahnt, tverden in größerem Matze durchgesschrt und veNfprechen für die Zntunst eine günstige Entwicklung, besonders in bezug ans Mavmorbrüche. Mit der Einführung moderner Malschinen wäre es möglich, mit der Herstellmtg verschiedener Artikel, Wie Tische, Bänke, Saniert, Blöcke chw.. zu beginnen und sie jo auszntbauen, daß dabei eine große Anzahl von Arbeitern Beschäftigung findet, Amitcktte ans dem Stt&entmn. Sorolauyi Emil, geb. 27. November 1965, Wieft 7. Ber.. Halbgalje 16. L i e b e r m a u n Artur, geh. 31. Jänner 1S75. Wien. 6. Bei., KafemenMe 24. Bertisz Jrinr Hinbe. geb. IS. Mm IMS. Wien,«. Lez.-Pramersaffe 37. Kantor Leo, geb. lU Apr.l 1320. Wien, S. «ez.. Sttohgasse^. E t e r« Otto, geb. .4. August 1838, Wie«, 21. Bez^ Echenkcudych ^eb. tzleischünnm, ^b. Ä'April Ä32. Wie», r. Bet. ' Franz, JosefS-Kai 53. Stern Antonie geb. Tobias,' aeb, 23. März 4899. Otmütz-Neustift, 21. Bez, Sckenkendomaffe 92. Gol oa r b e t t e r Aravka. geb. 28. August 1991, Wien, 20. Bez., Unterberggalle l Redijch Maraarete geb. «el, geb.' 25. Jmtt 1999,13. Bez,' Sebastian. Kelch-Gasse 18. Binder Cäctlir geb, T a u b t r, aeb. 15. Nobtmber 1886, Wier^ 8. Bez., Zolefstädterstraße 14. Binder Heinz, geb. 28. September 1919. Wien, 8. Bez., JolesstädtersttcKe 14. Schramm Emestine, geb. 38. Juni 1905. Wien, 13. Bez Hohe Wmte 34 M o S e o v i e i Betti, geb. 12. November 1803, Braila, 8. Be^., Albertgasie 24. R e d i s ch Norbert, geb. 4. September 1696, Strtzi, 13. Bez, Sebasttau-Kelch-Grsse 18. Stein Salamun, mb 17. November 1986, Budapest, 13. Be«.. M'Uogasse 23. L ö w Rosa Maria, geb. 3. Mai 1333, Wien, 13. Bez.. Lannerstraße 16. E r n st Wtchelm, geb. 14. April 1889, Wie», 13. Ber.. Zasanacntenstraße 8b. Goldenberg geb* A t l e r h a n v, geb. 80. Mai Ir-Si, Wien, Ber., LropoldSgasse 16 Zm redaktionellen Teile enthaltene entgeltliche Mitteilungen find durch ein vorangesetzter E gekennzeichnet. Wien, 19. November. * Promotion. Cand. rer. pol. Karl Stanislaus Rothfelb, Mitarbeiter der „Chwila" MoWeut der Exportaöademie, wird Freitag den 80. d. um 11 Uhr vormittags xm «roßen Festsaal der Wiener Universität zum Doktor der StaätSwlsjenischasten promoviert. * Auszeichnung. Herr Movitz Heinrich jim.» Großindustrieller und Präsident der Bade A.-G* Tahmannsdorf (Buraerckünd) wurde anläßlich der Cvössrmng der Bahn Piniafeld-^riedberg in Würdigung seiner um den Badeort erworbenen Verdienste durch den Titel eines Kommerzialrates ausgezeichnet. * Der Fremdenverkehr im Oktober. Im Oktober d. I. sind in Wien 48.Ä8 Fremde gegemitber 57.283» im September Davon waren 17.238 Oesterreicher, 1924 Polen, Winewser. ' * Durchreisevisa durch die Tschechosiowakei zu einer i ohne Umevbrechnng werden auch an den tschechosw' owakischen Grenztontroll stellen bei Vorhandensein es Sichtvermerkes des Nachdanstaat'eö, in den sich der Reisende begibt, gegen Erlag der doppelten Taxe erteilt. * Billige Fahrt , nach Palästina. Eine Fahrkarte 1. Klasse VLavsiiUe—Jaffa und retour ist wolentltch unter dem Kaufpreis aldzuiaeLen. Die Führt kann mit einem beliebigen Dampfer des Messageries Maritimes bis zum 31. Dezent ber Voti cwftetteilen werden. Mhttes in der Admittistvation der „Wiener MovgeiHeituNg". -"Das Wetter. Gestern galb es trockenes, kaltes Wetter. Die Boraussaige bezeichnet dem hervschenden Charakter als andauernd. * Erdbeben. In Toscana wurde gestern um 3 Uhr 30 Min. früh ein Erdbeben'in senkrechter Richtung und wenige Minuten darauf ein zweites in wagrechter Richtung verspürt. Die alarmierte Bevölkerung verbrachte vielfach den Rest der Macht im Freien,' . * Ein 14jiihriger Knabe vermißt. Se'^ dem 16. d. ist der lljÄhriM KmnwannAsvhn Walter Dres ''er ans. Trais- Sirchen ans 5er Wohnung seiner Eltern verschwunden, ohne -daß iMn>dei.n -lnhaltsipunkt für den Grund seines spurlosen Werschtvindens.vorhanden wäre. An diesem Tage war der Knabe von zu Hause sortchgangen um beim Schuster Schuhe M bestellen und P Mher an^ '

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