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Wiener Morgenzeitung · 1925-11-18 · Heft 2421 (18.11.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2421 (18.11.1925)
Date
1925-11-18
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Men, MMlH Menev 18. «ofcmfift Mo Delle 8 Las \mm Wien.*) jüdische GemeinschastsTiichen. Einen willigen Teil der Fürsorge für den durch den Krieg und die ihm folgenden Wirtschaftskrisen stark verarmten jüdischen Mittelstand in Wien stellen die jüdischen Gemeinschaftsküchen dar. Die Erhaltung dieser Küchen, die besonders in der unmittelbar nach Beendigung des Krieges herrschenden LeLensmittelknappheit und Wirtschastsnot Zufluchtsstätte einer großen Zahl jüdischer Mittelslandler waren, ist auch heute »wch ein dringendes Bedürfnis zahlreicher jüdischer Menscher! aus beit Kreisen des Mittelstandes, zumal sie durch rituelle Führung jenen, die auf rituelle jüdische Kost' Gewicht legen und die aus wirtschaftlichen Gründen auf andere Weise keine rituelle Kost haben können, die einzige Speisegelegenheit bieten, außerdem durch Verabreichung der Kost zu und unter den Gestehungskosten, mit bedeutenden Ermäßigungen und auch unentgeltlich, für Verarmte und gänzlich Unbemittelte wichtige Hilfe bedeuten. Die Wirtschaftsorganisation jüdischer Angestellter Woja unterhält im 1. Bezirk in der Griechengasse eme solche unter Aufsicht der Kultusgemeinde stehende^ streng rituelle Mittelstandsküche. Sie ist im Jahre 1920 im Rahmen der Mittelstandshilfe des Joint entstanden und hat in den ersten Jahren ihres Bestandes eine Besucherzahl von 600 bis 800 Personen täglich zu verzeichnen'gehabt. Infolge der Auflösung des Joint und der notwendig gewordenen Auflassung einer zweiten von der Woja geführten Küche in der Leopoldstadt zählt der gegenwärtige Teilnehmerstand nur noch 90 Personen täglich. Die Be- .sucher rekrutieren sich aus jüdischen Mittelftändlern, geistigen Arbeitern, und zum Teil auch, aus jüdischen Hochschülern. Es wird zu einem minimalen Preis ein gutes und nahrhaftes Mittagmahl geboten, unbemittelten Teilnehmern zu bedeutend erniedrigten. Preisen, wenn sie .sich die Ermäßigung vom Vorstand der Woici erwirken oder dieser von anderen Fürsorgestellen zugewiesen werden. Es wird nach Verlangen ein kleines und ein großes Menu verabreicht. Das erstere, ans Suppe, Fleisch, Beilage und Mehlspeise bestehend, kostet 90 G., im Abonnement nur 80 G. (die Ermäßigung geht bis zu 40 G.), das letztere, das große Menu, bestehend aus Suppe, Fleisch, zwei Beilagen und Mehlspeise, alles in größerer Portion, kostet 1,40 S., im Abonnement 1,30 S. (ermäßigt bis zu 90 G.). Sehr schwierig gestaltet sich die Ausbringung des Budgets. Die Regiekosten der Küche betragen im Monat 1100 S. Das monatliche Defizit erreicht die Höhe von '350 S., so daß sich der Verein in wenigen Monaten vor die Existenzfrage gestellt sehen wird, da sein Barvermögen nur noch 4000 bis 5000 S. beträgt. Das Defizit muß durch Subventionen, Spenden und Mitgliedsbeiträge gedeckt werden. Geleitet wird die Woja von einem aus 18 Herren bestehenden Ausschuß, dessen Ehrenpräsident Rabbiner Dr. Rosenmann und Präsident Direktor Joses Pi sek ist. Das Personal besteht aus acht Personen. Die wichtigste jüdische Gemeinschaftsküche in der Leopoldstadt ist die, welche der Verein Einheit in der Malzgasse führt. Sie besteht aus einer allgemeinen Auöspeisung und aus einer Mittelstandsabteilung. Beide streng rituell geführten Abteilungen — unter Aufsicht der Adaß Jisroel —, sind allgemein zugänglich und unterscheiden sich durch die Preislage der Menus. In der von Pensionisten, Beamten, Lehrern, Studenten und sonstigen geistigen Arbeitern besuchten Mittelstandsabteilüng wird eine Suppe, Gemüse, Mehlspeise und fünfmal wöchentlich Fleisch verabreicht, gegen Bezahlung von 5,20 S. für ein Wochenabonnement. Die einzelnen Menus kosten, wenn fleischlos. 5.0 G., mit Fleisch 1 S. In der allgemeinen, gewöhnlich von sehr armen Schichten besuchten Abteilung 'gibt es ein Menu, aus Suppe, Gemüse, Mehlspeise be stehend, zu 40 G. — Suppe und Gemüse allein 22 G. In beiden Abteilungen werden an für besonders bedürftig Be .stindene (in der allgemeinen Abteilung sind es 20 bis 25 Personen täglich, in der MittelstaMabteilung 8 dis 10 Personen im Tage) Gratis Portio neu verabreicht. Ueberdies werden 10 bis 12 Personen täglich bedeutende, bis zu 60 Prozent gehende Ermäßigungen gewährt. Die Besucher beziffern sich auf durchschnittlich 300 Per svnenftm Tag (200 in der allgemeinen Abteilung, 100 in der für den Mittelstand). Der Preis sür die Menus ist tief unter den Gestehungskosten, so daß die Eingänge alljährlich tief unter den Ausgaben stehen müssen. Sie decken kaum die Kosten , der Naturalien. Im Jahre .1924 betrug das Vermögensdefizit 43 Millionen Kronen, ein Defizit, das in diesem Jahre womöglich noch weit höher sein wird, da die wirtschaftliche Krise eine bedeutende Verminderung der Spendeneingange mit sich bringt. Ter Verein Einheit deckt sein Budget wie die Woja aus Sammlungen, Spenden und Subvkntionen. Eine solche erhält er von der Kultusgemeinde m verhältnismäßig zu reichendem Maße. Sehr häufig wird die Küche der Ein heit von durchreisenden CHaluzim in Anspruch genom uwt (im Sommer 1924 von nicht weniger als 7000), denen außerordentliche Ermäßigungen zuteil werden. Der Verein sorgt auch für Verabreichung von rituel- lex Kost an Juden, die sich in öffentlichen Anstalten (Be zirksgericht, die beiden Landesgerichte, PölizeigefangenhauL Leopoldstadt, Spitäler usw.) befinden, insbesondere an -Feiertagen, zum Beispiel Pessach. Die jährlich stattsiiidendo Generalversammlung des Vereines.wählt einen Vorstand, dem gegenwärtig die Herren Bernärd H o s b a u e r, Direktor S. Wie n.e'tr Adolf Fischer und andere angehören. *) Siehe „Wiener Morgenzeitung" vom 9., 11., 24. m>r> 25. Oktober, 1., 6., 12. und 15. d, . ' . .Situ, 18. November. . * Das Leichen-eMgiliö Dr. Gabriel Wolfs. Unter großer 'Beteiligung wurde' gestern bei auf so tragische Weise ums Leben gekommene Dr. Gabriel Wolf zu Grave getragen. Die Grabrede hielt Rabbiner Dr.Fenchtwana. Sodann nahm Dr die Lage ,ß intr a ch t", welcher der B-erAichene angehörte, Dr. £. H. 2öbl vön'dem Toten Abschied, Nach" iM''sprachen sÄr beu Altech'errenivertband ver Verbindung „Unitas" Dr. Richard Wagner und im Namen der Gesellschaft Nr Zahnpflege in den Schulen Börsenrat S1 r a ß e r. Für das VolkSgesundyehsamt war Hofrat Eisenschimmel anwesend. Die Verbindung „UnitaS" war vollzählig erschienen. Auch die Schwesterverbindungen hatten zu der eindrucksvollen Totenfeier ihre Vertreter entsendet. Das allgemeine Mitlew wandte sich den tieftrauerNden Hinterbliebenen des allzu früh. Verstorbenen zu.' - . * Ermäßigung US BrotpreisrS um einen Groschen. Gestern haben sämtliche Wiener Brotfabriken den Brotprers infolge der sjMetvden Dendrm dos WMawarEtPveffes Air Getreide von 71 GwWn mvf 76 Groschen ermäßigt Die letzte Browreiserhöhung um einen Groschen wurde nach Beendigung des Bäckereiarbeiterstreikes durchgeführt. Die Bäcker werden zweifellos diesem Schritt, folgen. aHnaiaHQHattQBoasaffitP^QmDiBQBaHaBaaaaaHaBal □ I Zlonlstiscftes LaaiiegfcgmltBe fArOesterreich Montag, den 23. NoveflN'er 1925, halb 8 Uhr abends,! findet’ In den Olymplasalen l., Rotgasse, ein Redner. lÜMMM llk. H. P. CHAJES Thema: ..W S«W POlltlH M!>W«" 3BP»D*DBDHiaaDBa»a»a«n»nBaiüBüBDaD«[ * Etn vornehmes Restaurant mit ritueller Kost, das auch verwöhnten AOorivcruMn enGricht, ist dar populäre Resiauraut Hotel Auch k der Hollandstraße 14. Pciü unae- 8llen Jahren ist dlches Lokal der Tras'svu'nLt. zahlreicher Einniischer u.nd Fremder, die' aüf Quautät, Reml'ichkeit, ap- PsM'iches Service Mid bürgerliche Preise rHeiktie-ren. Der Name Hotel Guth altern bürgt schon für d'.e EMbafstzgjkeit, m so mchr, als das HodeH-Guch-Rvstaturanl mit durch feine Solidität, zu dem Popikllächen. Restaurant im 2. Bezirk geworden ist. * Postpakete nach dem Auslände. Gemäß dem Paiketpoistichereinkiommen von Stockholm muß der Msenider eines jeden Paketes nach denn AuSiande «mif der Rückseite der Beglertadresie und.ans dem Pakete qugÄeu, wie mit dem Pakete Falle der Ntchthustrllung zu Verfahren fft: Die Anfgabepostämler lMen Parst? nach dem ÄuNande, die eine solche Benützung nicht tragen, zurüchznweihm, beqichungsweise die. Auislgever zur Beilsetzung einer solchen VevsÄgu-ng M Verhalten. . - * Postkarten mit Ansichten. Einem wiodecholt ßeäußerlien Wuarche der OaffeMchLelt und inKbüsonöere der an ver fremdeniMiustrie beteiligten Kreise Rechmntz tragend, beabsichtigt . die GeneraLpchtdirÄtion, die Auslandspostivrten mit verschiednen Auis'ichten ausgustätten. Wie der Handelsminister gestern ini Budtzetausichuß matteilte, Urste-sich die AusgEe dieser Karren intsoilge technischer Schlwievigkeiten etwas verzögern Die Ausgabe von Wohltätig >keitSniarken wirdvorbereitet; sie werden vorauSsichUlich erst a >ujangs nächsten Jahres erscheinen können. * Das Wetter. Die Voraussage fuc heute lautet: Herrsch ander Wettercharakter-a ithalte nb. * Palästinavifa. Das Wiener PMtiwaamt teilt Mt: Die. Wchstchestd anWichlten Portionen» «welche DerwaMe m Palästina hobelt umd lau: Berfügmg des JmmigrationSdeparl'MentS der Paleftine Zionist ExekuMe, Jerrtisallom, dos euglffche PaWinavistm ftigf Grund eines Zortisikaltes erhatten können, werden ersucht, bsim Palästinaamte, 1. Bc^., Bauernmarkt 24, unter ihrer Peupnaluno ReisedokMtenie, vier Paßbilder sowie des nötigen Reisegeldes, während deS ParteiemevkÄrs (täglich, mit Msnahinve von' Samstag und Sonutag, von 10 b's yM 1 Uhr vormittags) vor^lHrech?n. Appel Thaim, Mvsil Arte, Bernstein Berta, Buchman Hawa, Buchimn Klara, DMiewiy Ms Moshe, Frucht Jakob, Golidberg Hklel, ©# rael, Konsens Joses, Leiwiant Chaim, Lichtenlbera LioÄich Rachel Gcheindeh Mondwitz Boruch, Poris Aexander, Rchenbevg Menasche,. SprÄiniq Ghaim,. Storch Streichung aus bet stens 8 0 d. enGrechen. da sonst Gvldenz beim PailöstivooMe evsvgt. . * Liitzow als Erzieher. Rach dem „Berliner Tageblatt" ist in dem Stva-sprozes gegen den Freiherrn v. Lützow, drn chemalligen Leiter des Landeserz-iehuugsheimeL Zossen, der sich als Leiter seiner Schule in 76 Fällen ' an seinen Schülern vergangen hat. die Anklage erhoben. Annähernd 600 Zeugen, meistens frühere Schüler van Lützow, sind vor Gericht geladen. ES ist dies der größte Prozeß, der bisher bei den Berliner Gerichten zur Verhandlung kam. * Der Massenmörder Angerstein bingerichtet. Wie aus Limburg gemeldet wird, ist der wegen des achtfachen Mordes in Haiger zum Tode verurteilte Paul Angerstein ick Hofe des Gefängnisses von Freiendttz durch das Fallbeil hingerichtet worden. ■ * Tod durch Leuchtgas. DK 74jWvige Psründnevin Anna Achmrrd wurde von Mchbarn in mn mit Leuchtgas erfüllten ZinMer ihrer Wchnung bei geöffneten Gachahn tot aufgchutMn. Es duüfte sich nck einen »wiGiirh'^" * handeln, bei dem die alk Fvau infolge ' Unwohlseins nicht mchr in der Lage war. don Hahn der Gaslertunig aibquijiperren. * DK Selbstmörder. Montag hat sich der Tierhändler Gyido Findels, Wvllzeile 25, an dem Gelander der Wendeltreppe, oie von seinem Geschäft in den im Tresvarterre gelegenen Keller führt, mit einer Rebschnur erhängt. Der 68jährige Mann wurde von. einem Angestellten in bewnütlosem Zustand entdeckt. Er ist gestern nachts im Spital gestorben. Kndeis hat die Tat wegen Krankheit begangen. — Der 23jährige Privatbeanite. Otto K r n t e s ch, der seit deck 20. Oktober in Selbstmordabsicht aus seiner Wohnung verschwunden war, wurle mit einer Durchjchußwunde' im Kopf bei FWaltrend auS der Donau^gobon-en. — Der ZSjHrche tilfsarbeitor Ferdinand Wurmbrand hat sich wegen ^roeitslosigkeit vergiftet.?.Von einem Auto getötet. Der 10jährige Volksschiller Karl Morzana wurde gestern in der Veneviaerau nächst der Lassallestraße von' einem Auto, das der Chauffeur Ferdmand D w o-ruk lenkte,'überfahren. Das Kind erlag den erlittenen -Verletzungen. - Radioprogimmm. Heute Mittwoch dm 18. November. 4 Uhr 10 Min.: Rächmiüagskonmu ö Uhr l0 Min. r Märchen für groß und klein.. Gesprochen' von Helene Lanterböck. — 6 Uhr 25: Dttn.: bis 7 Utir 60 Min. t RadwvolkshochsKnle. - 6 Uhr 25,iWte.:; Kunstgeschichte. UnwersitätSprosessor Dr Hans T-etzer Die drut'che Kunst des 16 FqhrdMdertS. - 7 Uhck Mttsik'urS. Gehalten von Prof Richard Stöhr Ionttapnnktrsche Grscheinmqs- . formenk. (Der >KMon.)IUhr: KomertakadMe. M>twrrlcndr Kamntetsünaerin Vera Schwarz, Lanrenz Hofer, Emmy Zopf. (Klav er:, Erich Meller (StäatSöverl S Uhr ',15'Mn.: BorteMg Hugo-Thimtg. 10 Uhr. Heitere Abenovr.»»nr , . Amine, Vortr'lige «nd Versammln«-«. Z t o n i st i f ch e - S «k t t o n P r a t e r. Heute, 8 Uhr abends, im SektianSheim, ö, Ber.. Jungsttaße 8. Bortrag Doktor Leo G o l d b a m m e r üi>er Erez-Jsrael-Kunde. Ewige Plätze für den neueröffncten bebrMchen ÄnfLNgerkurS für Kinder vo» 6 bis 8 Jahren noch frei. Eiufchreibüiraen täglich von 6 bi- S Utir avends M a i w o n i d e S - 3 n ft i t u t, 3. Bez. Hedyasfe 40. Heute, 6 bis? Uhr. Rabbiner Dr. A Kamin kg', Erklärung des Ruches Hiob, bis 8 Uhr, RechtSanwa't Doktor N. G o l d st e t n, Baba Kama. Hagosel (Et entumSerwerb durch Spezifikation). - B e r e t n E r e z Israel, Mm. Heute, V,8 Uhr abends. Fortsetzung des Bvltrages Dr. K l a b e r Über »Hygiene des ALtaaS" —Wiener v e t h - H a m i d r a t ch, 3. Bez.. Feidinandstraße 23, Heute. 6 Uhr, Lektor Dr. S. G e Ibh a u Sr „Liturgie". 7 Up. Lektor Dr. S. R u b i n, „Die Pbi!o>oohie des Maimontdes Theodicer-. — Jüdische T i s ch'g e s e l l s ch a f t Landstraüe. Heute. Vfl9 Uhr abends, im Cafs Lo>ranol, 3. Äez, Löwengaffe 36. Vortrag Rechtsanwalt Dr. Heinrich S ch i f f m a n n: „Jüd sches Eberecht in Oesterreichs. Am ch Gießend musikalische Vorttägt. Mitwirkend r Fräulefir Lotte Bernhard (Gesang» und ein Bläserquartett deS Hakoah-OrchefierS Gäste willkommen — M a chlakath-Haalvodab Heute, 7 Uhr a endr. Sitzung, 2. Bez., Praterstraße 43. O r g a n i s a t i o n z i o u t st is ch e r F r a u e u O e st er r e > ch s Heute 8 Uhr nachmittags, Sitzung der Borstäude der Frauenbe^Mekltonen in den zionistischen Bur» aus. 1. Bez., Kstrtu rstraße 28. Morgen Donnerstag, '/,7 Uhr abmds, Versammlnno jüdischer Frauen des 9. Bezirkeim Cafs Lovrana, 3. Bez., t^ätvengasse 86, einberufen von der Organisttion zion Mcher - Fragen Oe-temichs. Referentenr Erna P a t a k. Dr Heinrich S ch i s f m a tttt, Dr. Perle Ä e ch 8l e r. Im Laute dieses W»nterS wird ein Senil « « r über »Idee und Geschichte des Zionismus" veranstaltet. Leitung: Dr. Marta Hoffman ii- Teilnehmerzabl beschränkt., Anmeldungen schriftlich unter A-reffe-. 9. Bez., WLbrtngerstraße 2/32. -Zionistis che Be ztrkSie kt ion Wieden-Margaret e n. Heute, » Uhr abenS, Cafe Schtkanedvrhor, 4. Bez'. Margare»enstraße 33. Bontag über P a l ä st i n a. Referentenr Dr. David Rot b b l u m, Rechtsanwalt in Wien. Vizevräsiden. der Keren Kajemeth; Adoii Pol l ak (Jerusalem), Delegierte: LeS HauptbureauS des KeM Kajemeth. Kunst, Mhne, Ach. Luftspielllbend bei 8ar»o. „Die Wette" im Lustspteltheater. »Wer Jarnos Kunst bewundern will, ein Ensemble um sich zu versammeln und in bemerkenswert guter Umgeburlg humorvollst einen Herzensbrecher zu spielen, hat jetzt Gelegenheit dazu. Slohodas neues Stück, mehr als ein Dutzend Lustspielneuheiteu der letzten und vorletzten Zeit auswiegend, wird von Jarno sozusagen instrumentiert. Ein Wohlgefallen wie die Szenen abgestickmt sind, kurzweilig abrollen und lückenlos, ohne toten PMt, ineiirandergreifen. Ganz ' unvergleichlich, wie er einen erholungsbedürftigen Don Jnail mimt, den der Zufall usid die Neugier der Frauen zwingen, zwei Hornochsen von Ehegatten hineinzulegen. Und wie es ihm gelingt, nach zwei Lustspielakten einen allzu schwankharten dritten Akt herauszureißen, weiß der abgebrühte, berufsmäfiigr Premierenbesucher ganz besonders zu schätzen. Stella S a r m a und die ganz entzückende Lueie Englisch sind seine tauglichen Partnerinnen, die Herren SHich und Riedl sind am Platz und Leopokdine Rjrzitska fallt in der winzigen Rolle einer Kammerzofe vorteilhaft auf. Jarnos Schule! O. A An« den Theatern. B u r a t h e a t e r, Morgen. l/,8 Uor abends, ,3)u ewige Jüu zltng". A k a d ern' et h 6 a t er. Morgen. 7*8 Uhr abends, „D e r B u l k a n". Opern th eat-r. Morgen, 7 Uhr abends. „Die Z a ub er-f lSt Volksoper. Morgen „D e r B a j a z z o-, hierauf zum ersten Male der EinflUer „R a ch h e r" von Edoardo Granelli unter Lei ung ves Komponisten. Die Hauvirolle singt SiDmondy Zaleechi — Sonntag nachmittags zum ersten Male das Kindermärchen „D e r g r o ß e u n d d e r k l e i n e K l a u S" mit Rudi Merstallinger und Euqen Günther in den Hauptrollen. D e u t > ch e S V o l t S t b e a 1 e r. S nntag. 3 uhr nackmsttags, „D a s w e i t e L a n d" mit Arnold K o r f f und Erika Wagner. R a t m u v d - T h e a t e r. Die Negertmppo der F h o c o l a t e K i d d t e s" beatmt morgen ihk kuizvs Gast-! f»W. ■ , ' Eine deutsche Verdi-Premiere. Unter zahlreicher Beteiligung auswärtiger Verdi-Verehrer und Thealertachleulen wurde im Landestheatet zu .Altenburg Verdis Dp er'„La forza de! destrno" zum erstenmal m deutscher Sprache zur Aufführung gebracht- Die Oper, welche ungefähr gleichzeitig mit dem „Maskenball" entstand, erwies sich-als-überaus wirkungsvoll. Nur der Umstand, Mi eine ganz hervorragende - schausptelerische Darstellung nötig ist, um den Eyolg des Werkes m sichern, hat wohl, bisher dre Uebernahme Aaser Over m das ' Repertoire der deutschen Buhnen behindert. In der neuen Üebertragung des Textes durch Franz Werfel wird jetzt diese neugewonnen^ Derdr-Oper in vielen Städten aufgesührt werdxn. 0131184601310102

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