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Wiener Morgenzeitung · 1925-11-17 · Heft 2420 (17.11.1925) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2420 (17.11.1925)
Date
1925-11-17
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Geile I .Wien, Dienstag Sar Schachturnier in Morka«. CapablaneaS viertes Remis. Aus Moskau wird uns berichtet: Das Hauptereignis der Sonntag absolvierten f ii n f t e n Runde bildete die Partie Capaolanea gegen R u b i n st e i n; die Partie, ein aLgelehntes Damengambit, endete nach kurzem Kampfe mit Remis, dem vierten Remis des Weltmeisters in diesem Turnier. Der andere Favorit des Turniers, Dr. Laster, gewann eine spanische Partie gegen Wes. Ferner siegten: Bogoljubow gegen Genewski (Damengambit), durch diesen Sieg die Führung behaltend, S p i e l m a n n gegen Reti (spanische Partie), Löwenfisch gegen Dus-ChotimirSky, R a b i n o w i c z gegen Gotthllf. Die sehr spannende französische Partie Dr. Tartato w e r s gegen den jungen Mexikaner T o r r e, in welcher Tartakower eine Zeitlang gute Gewinstchancen hatte, endete mit Remis; ferner remisierte S a e m i s ch mit Bogadistschuk. Die Partien Romanowski gegen Grünfeld und Zubarow gegen Werlinski kamen nicht zum Abschluß. Mar sh all war spielfrei. Stand nach der fünften Runde: Bogoljubow i% Rubinstein 4, Dr. Tartakower Marshall 3 (1), Capablanca, Bogadistschuk je 3, Torre, Rabinowicz je 21/» (1), , Werlinski, Genewski je 2 (1), Löwenfisch 2, Romanowski IV- (2), Dr. Laster, Spielmann je 1»/, (2), Saemisch, Yales je IV-, Reti 1, Grünseld V, (3), Gotthils V, (Y, DuS- Chotimirsky % Zubarow 0 (1). Unser Duettes ftretulsertrittfeL Zu unserem zweiten Kreuzworträtsel, erschienen in unserer Nummer vom Sonntag den 15. wäre zu ergänzen: Senkrecht: 1. Erdteil. 5. Schlange (auch Pelzwerk). 7. Synonym für Stvaße. 10. Borname (mannl.). 12. Vorname (weibl.). 13. Haustier. Re Juden im Mehlet. Ein jüdisch-ameriLmikcher Journalist, der Marokko vereist hat, beschreibt oas Leben der Riseinwohner, doch hauptsächlich das der jüdischen Emwohner des Rif sowie auch der Stadt Diwda in Marokko. Im Diwda wohnen zwei besondere Schichten von Juden: Ko Han im und Israel im. Unter den 500 jüdischen Familien, die in Diwda leben, befinden sich ungefähr 200 Familien Kohanim, die übrigen sind Israelim. Leviten sind nicht unter ihnen. Die Kohanim sind sehr stolz und haben immer Streitigkeiten untereinander. Es ist auch eine Seltenheit, daß sie Eheschließungen untereinander eingehen., V Als ich nach Diwda kam, wurde ich von einem Araber zum Rabbi 'der Israelim, Nisum Z a g a r ö, geführt. Ter Rabbi empfing mich sehr freundlich upd brachte zum Ausdruck, daß er mich gerne als Gast hab-n möchte, doch glaube er, daß der reichste Mann der Stadt, Maier Ieisch, dies übel nehmen würde. Ich ging sofort in Begleitung deS Sohnes des Rabbiners zum Stadtreichsten. Er wohnte weit weg vom Rabbiner. Ich mußte eine ganze Reihe von engen, schmutzigen, finsteren und krummen Straßen durchqueren, die in ganz Marokko zu finden find, hauptsächlich in der Risgegcnd. Durch ein niedriges und finsteres Tor kam ich zum Hofe des Reichen. -lieber eine schmale Treppe kam ich in die erste Etage. Alle Zimmer waren leer. Außer den Strohteppichen, die den Boden bedeckten, waren keine Möbelstücke zu finden, einige harte Wandkissen nicht zu erwähnen. Das Eßgeschirr war sehr einfach, aus Ton oder Holz hergestellt. Die Kleider der Frauen und Kinder waren einfach, alt und abgenützt. Ich fand es einfach unglaublich, daß dies der reichste Mann der Stadt war. Doch sind mir die Ursachen des äußerlich armen Lebens des Reichen bald verständlich geworden. Tie marokkanischen Juden dürfen ihren Bermögensbesitz nicht zeigen, sonst bildet er eine Lebensgefahr für ihre Familien. Wie reich der Jude in Marokko auch ist, so bleibt er doch immer der Knechtdes reichen und starken Arabers in Diwda. Nicht einen Tag könnte ein Jude im Rif leben, der nicht einen Araber hat, der sein Beschützer ist. Der Araber nennt diesen Juden „Owdi", mein Knecht. Jeder Jude hat seinen Said, einen jener Stammfürsten, die als Heilige oder berühmte Mörder bekannt sind, die von den Arabern respektiert oder gefürchtet werden ... Der arabische Said schützt seinen jüdischen Knecht vor jedem Ueberfall, den ein anderer Araber aus ihn machen würde. Tem Araber, der einen Juden belästigt, der einen kräftigen Said hat, geht es oft schlecht. Manchmal bezahlt er dies mit seinem Leben. Der Jude bezahlt seinen Said für seine Schnhtätigkeit auf folgende Art: Zu dem großen arabischen Feiertag, der Ramadan heißt, kauft der Jude zwei schöne „Berles", das sind arabische Obermäntel, einen für den Said und den zweiten für dessen Frau. Die zwei Mäntel werden aus eine kupferne Tasse gelegt und mit verschiedenen Süßigkeiten geschmückt, auch ein oder zwei Zuckerhüte mit einigen Pfund Kaffee. Alles dies trägt die jüdische Frau auf ihrem Kopfe und ihr Mann und die Kinder begleiten sie dis zum Hause ihres Saids. Dort singen sie a r a b i s ch e L i e d e r. Nachher werden sie von seinen schwarzen Sklaven zum Said geführt. Wiener MorgenzeUung 17. November 1925 Nr. SM Zum Schule gegen Ansteckungen. Ideales Schutz- und Desinfektionsmittel für f rauen. Beseitigt alte üblen Oerüche. Gegen übermässige Schweissbildung. Als Zusatz zu Bädern. Angenehm riechend. Nur in edelgrünen Originalflaschen Di« Emugung stM unter Aufsicht des. VolksgctundheUsamtts nnd tilgt )ede Flasche die amtliche Kontrollmarke Der Jude neigt sich und berührt mit der Hand den Fuß des Saids, darauf küßt er seine Hand. Der Said nimmt die Geschenke und verspricht dem Juden seinen Schutz bis zum kommenden Jahr, bis Rantadan. ES muß auch erwähnt werden, daß der Said sein Versprechen hält. Ost verteidigt er seinen Juden mit wahrer Aufopferung. Der Jude weiß, daß, wenn sein Said ihn einmal besucht und etwas sieht, das ihm gefällt, er sich nicht geniert, den Gegenstaird an sich zu nehmen. Daher sieht mau in den jüdischen Häusern weder gute Möbel noch Schmuck. Mein reicher Wirt versicherte mir, daß er vermögend sei, doch nach dem Aussehen hielt man ihn für einen Bettler. Wenn ein Said seilten Juden ermordet, wird er kaum bestraft. Doch ivenn eine Jude weiß, daß sein Said ihm zürnt, so sucht er unter Lebensgefahr einen zweiten, einen kräftigeren Said ausfindig zu machen. Während der neue Said den Juden unter seinen Schutz nimmt, meldet er dem alten Said, daß der Jude unter feinem Schutz stehe. So leben die Juden des Rif in fortwährender Todesangst. Die Riskabhlen sind als grausame Menschen bekannt. Bei dem kleinsten Streit beicktzen sie Meffer und Schußwaffen. Die Juden erzählten, daß in der Rifgegend kaum ein Mensch ist, der in seinem Leben keinen'Mord begangen hat. Ein Menschenleben im Rif hat gar keinen Wert. In Kriegszeiten, wie die jetzigen, leiden natürlich die dortigen Juden-am meisten. S’rifadjts gudMom einer Mischen Oemelnle. Ei» Beitrag zu de« Schicksalen der jüdischen Gemeinden Deutschlands. Bor kurzem hat die jüdische Gemeinde in dem berühmten deutschen Städtchen Rothenburg o. d. Tauber das 50jährige Jubiläum ihrer Neubegründung gefeiert. Der Feier wohnte die Witwe des ersten Juden bei, der sich vor fünfzig -Jahren wieder in Rothenburg niederließ; es tvar der aus Niederstellen zugewanderte Kaufmann H e y m a n n. Fm Jahre 1875 begründeten acht jüdische Familien eine Kultusgemeiude. Dieses Jubiläum ist eigentlich ein dreifaches, denn die erste Erwähnung jüdischer Siedlung in Rothenburg reicht in das -Jahr 1175. Um die Mitte des dreizehnten Jahrhundert war die jüdische Gemeinde in Rothenburg sehr bedeutend und damals berief sie' den berühmtesten Rabbiner Du.tschla.nds, Rabbi Mir ben Baruch, M a h er« ram genannt, zu i>hrem geistigen Führer. Bei der großen Judenverfolgung de's Jahres 1298 wurden 140 jüdische Gemeinden n Franken, darunter auch die von Rothenburg, vernichtet und dann begann eine lange mit Blut getränkte Leidensgeschichte der jüdischen Gemeinde in dem wunderschönen, so friedvoll aussehon-den -deutschen Städtchen. In den «Jahren 1299,1355,1397 und 1519 fanden die schlimmsten Judenverfolgungen und Vertreibungen aus Rothenburg statt, bis im Jahre 1525 der letzte Jude die Stadt' verließ. Es dauerte dann 350 Jahre, -bis sich wieder eine Ju-dengemei-nde -in Rothenburg bildete. Wien, 17. Novencher. * Das Leichenbegängnis Dr. Gabriel Wolfs. Die Beisetzung der Leiche des unter so tragischen Umständen verschiedenen Zahnarztes Wolf findet heute um 11 Uhr vormittags auf dem Zentralfricdhos, 1. Tor. statt. Die Freunde des Verstorbenen werden gebeten, zahlreich zu erscheinen, um ihm die letzte Ehre M erweisen. * Der älteste Rabbiner Böhmengestorben. Dieser Tage ist in Karlsbad, wie I. T. A. berichtet, Rabbi Salonron Ae bei es im Wter von 95 Jahren gestorben. Rabbi Abeles war der Nestor der Rabbiner in Böhmen und genoß wegen seines hohen talmudifchen Wissens und seiner tiefen Religiosität ein hohes Ansehen. Er nahm bis in seine letzte Lebenszeit lebhaften Anteil an jüdischen Gegenwartsfragen, trat als Verteidiger jüdischer Rechteaüf und stand dieserhalb in Beziehungen: zum Präsidenten Masaryk, der ihn sehr schätzte. Rabbi Abele» setzte sich auch warm für die Tätigkeit im Interesse des Aufbaues Palästinas em. , * Das sojährige Jubiläum des Lehrerseminars in Cincinnati In AnwÄercheit zahlreicher Gäste aus allen /Deinen der Ve-remigten Staaten wurde, wir I. T. A. berichtet, in Cincinnati das Jubiläum de-.50jährigen Bestandes des Mischen Lehrerseminar» begangen. Bei dieser Gelegenheit wurden die ersten 460.000 Dollar für den beschlossenen Fünlfmillionendollarstiftungsfonds der Seminars gespendet. Mr. Adolf Ochs. Herausgeber von „New-Aovk Times", teilte mit. daß er selbst 200.000 Dollar um> Felix M. Warbuyg, Samuel Untermher, Henry Morgenthau, Ludwig Bogelstein und Marry Guggenheim ie 50.000 Dollar gespendet .haben. Richter Horaee Stern aus Philadelphia gab vas Versprechen, «daß die Juden Philadelphias mindestens 500:000 Dollar beisteuern werden. * Eine englische akademische Auszeichnung für Einstein. Albert Einstein wurde von der Königlichen Akademie der Wissenschaften in London mit der Copley-Medaill« ausgezeichnet. We alle anderen Auszeichnungen, die von der Akademie vexlichen wenden, bedarf auch diese der besonderen Genchmi gung des englischen König». Sie wurde bereits erteilt. * tztne ArbeiterkÜKe in Tiberias. Die Leitung der Arbeitevküche in Haifa beschloß die Errichtung einer eigenen ständigen Arlbeitemiche in' Liberias. Den Bauplatz hiefiür kaufte die Anbeitevbanik, während der Bäu, der gegen 800 Pfund . kosten dürfte, vom Solelboneh ausaeführt wird. Vorläufig wird die Küche in einer Baracke eröffnet. * Europäischer Ball bei Mustapha Kewal. Vor einigen Tagen gab Mustapha Komas den ersten „europäischen" Ball, an dem alle Mitglieder deS jungtürkischen Kabinetts mit ihren Danren sowie die Gesandten des Auslandes teilnahmen. Vor Beginn des Balles ergriff der Präsident der türkijc^n Republik daS Wort und wandte sich mit einer kurzen Ansprache an die türkischen Damen, von denen einige nach Äte-r Sitte verschleiert gekommen waren. Er forderte sie aus, den Schleier avzulegeri und ebenso auch die Kopf- und Nachntücher. Der Wunsch des Präsidenten wurde erfüllt und so ging es wirklich sehr europäisch zu, obwohl vor' allem der „Ze-bek", ein alttürkischer Tanz, getanzt wurde, den Mustapha Aunal trotz seiner Vorliebe für Europa den europäischen Tänqen Vorsicht. * Stach dem „Afferchrozeß" der „Schlangenprozeß". Die merÄoürdige Frage, in welcher Sprache die Schlange im Para, dies Eva zu dem verhängnisvoll en Apfevbiß zuredete, dürfte bei einer Verhandlung vor der holländischen Kirchensynode erörtert werden, die jetzt dre holländischen Blätter heschästtgt. Es Haiwelt sich, da um eilte Art „Schlanaenpreyetz", der mit dem rmerLan'ischen „Aßfenwvozeß" Aohnlloykeit hat. Em ealviirücher Geistlicher, Dr. Bangeelkerken. lmt sich nämlich im Haag vor der Kirchenbchörde wegen einer Predigt zu verantworten, in der er die SprachfähiBetten der Payadiesschlarvge in ZweW Mögen hatte. Man hat es chm in kirchlichen Kreisen sehr übel genontnteit, daß ex bei einer Besprechung der Geschichte von Adam und Eva von der redenden Schlange nichts wissen wollte, und will aus diesem Gründe seine'Absetzung erwirken. - Die holländischen Blatter sind darauf gespannt, welche Sprache Wohl von der Synode als diejenige angegeben weiden wird, in der die Schlange ihre vechithrerischen Anerbietungen machte, und schwankt zwischen Hebräisch oder Syrisch, hält es aber auch Nicht für-ganz! umnÄgkch. daß schließlich das gute Holländisch des den Holländern geläufigen Bibeltextes als maßgebend - anerkannt witt>. * Das Pfeilanuband Die Mvamyderne Dame nähert sich nicht nur in ihrer Kriegsbemalung", sondern auch in chrvm Schmuck der Wfr, die bisber nur unter wilden PMern üblich war. So ist zum Beispiel düe neueste Neuheit, die man an dem nackien' Oberarm trägt, das Diamant-Werlavmlband. Dieses originelle Schumckstück erweckt den Eindruck, als ob em Pfeil durch das Fleisch des Oberarmes hmdurchgestoßen sei, und wirk: daher unheimlich. LäMchüch sind aber PseWrtze und Pfeil gefieder an einem sleischisadbenen Emailmmband brfesttgt, in dam sich eine verborgene Feder befmdot. Dadurch wenden sie in ihrer La>ge gehalten, so daß der leere Zwischeuvaum den Anschern erweckt, als ob der Pfe-A wirÄich durch das Fleisch durckgebohvt ser. Am Oberkörper werden riesige Plaketten aus Email, vielfach mit Juweilen besetzt, angebracht. Die Lbrringe haben so gwalttge Dimensionen, daß fie auf den Schirltern der Trägerin zu lasten scheinen. Zum Abendkleid trägt die Dame breite Spangen um die Fußknöckel, und durch den Hut hat sie einen juwelenbesetzen orienta- Mchen Dolch gesteckt. Es fchlt cho nur noch der — Nasanoing, damit m Dame in nichts hinter den Schrnuckfovmen primitiver Völker zurücksteht. * Die Schmollstube. In Indien ist es Sitte, bei jedem ' Hausbau eine Krovhagcma, das heißt ein SchmoHimmerchen, mit einzulbauen. Zu diesem Zimmerchen echält jedes Familienmitglied einen Schlüsse. Dos Zimmer ist stets verschlossen. . Wer nun üble Laune hat oder sich ängerllch fühlt, gcht still in die Schmollstube, schließt sie hinter sich ju und bleibt dort, bis sich seine Laune gebesierit hat. Man. will den besten Erfolg mit dem Krodhagana bemerkt halben. Unseren Baumeistern wäre zu onvpschlen, 'ebenfalls an solche SchmolliziMirer zu denken. Die Einrichtung dieser Zimmermüßte dem Geschmack der FamAieumitglieder angepaßt feilt. Wieviel Ehen wären glücklicher, wenn es bei uns Schmollizimm-er gäbe, und so viel Sevbswerleugrmnig bestünde, daß jeder, seine üble Laune rechtzeitig erkennend, chne seinen Nächsten M gnälen, sich in dichem Zimmer einschlösje. * Ein Käser, der Hauser frißt. In dem bevuhmten und aus dem 12. Jahchundert stammenden Schlosse der Fürsteil Isenburg-Büdingen m dem obevhessischen Orte Büdingen ist fh... f flYVATtTi t A^I.S XAW ‘RAM VUrtlrVVifA.MVl Haarkleiv bedeckt ist, dem er seinen Namen verdankt. Dieser M'hvliche kleine Kaser ist vor ungefähr 20 Jahren durch RyabavbevwuWln von Kleinasien aus über England nach Deutschland eingeschleppt worden. Er ist ein Mesfvesser, der sich in dem Hause, das er besallen hat, einnistei, alles Holz- U'rft, Balkenwerk zerfrißt und auch alle Stoffe zerstört, die wie mit einer Schere zerschnitten aussehen. Er hat , eine geradezu' an das Wunderbare grenjMde Unempfindlichkeit geao" alle chemischen BekämPfungsmittÄ, so daß die fürstliche Bau- Verwaltung Fußboden und Füllung herausnehmen und verbrennen liassen will, wöboi ■ weitgehende Sicherheitsvovkchrungen gegen eine Infektion der benachbarten Häuser getrofstn werden sollen. Das Pfarrhaus in^Genchin, in dem der MefsinWfer zum erstenmal vor ungefähr 20 Jahren festgestellt worden ist. wurde vollständig zerstört. * Ein Fünshundert-Psund-Buch. Amerika muß alles am Ö;en haben, deshalb hat in Neiv-York ein Ingenieur ein konstruiert, das 500 Pfund wiegt, 3 Meter hoch und 1 Mater dick ist und dessen 8 Zentimeter starke Seiten nur mit Hilse eines elektrischen Antrwbes gewendet werden können. Der Inhalt bckteht aus 2000 Worten, was sehr wenig ist, und ist eine Anfftelmng, welchen Anteil die Südstaaten am Ausbau der Republik!Men. Das Monstrum wird in Kirchen gezeigt und wamdert von Stadt zu Stadt. * Das Wetter. Es istkälter geworden. Die Voraussage bezeichnet den herrschenden WettercharMer als anhaltend, für spater stehen NiederichlÄge in Aussicht. * Goldene Hochzeit, ^n Vertretung des Bürgermeisters überreichte gestern Stadträt Speiser dem Ehepaar Simon und RoMa Tandler anläßlich ihrer goldenen Hochzeit die Ehrengabe der Stadt Wien. u MeMMem IMHB' . 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