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Wiener Morgenzeitung · 1925-11-15 · Heft 2418 (15.11.1925) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2418 (15.11.1925)
Date
1925-11-15
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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n>, vommtoi, KM Seite 11 und hÄlex in Moskau wiedevaafundenen Handzeichnungeu des bevühriften ZsterretchHchen-Mvockmalers I. M/ Schmidt (KremserfchmM ausgestellt. : Erika Morini in'Berlin. 'In einem Bümo-Wälter- Kon^ert feierte Erika M o r i n i i n Berlin ein fenifätioueMs Delbüt. Die Berliner Presse feiert die.Künstlcrin in enthusiaistischer Weife. Die „B.-Z." stellt sie über alle löbcnöcn Geigerinnen und bemerkt, daß sie auch von den Geistern die Größten in den Schatten stellt. Mit Goethe durch Italien. Unter diesem Titel wird Dr. Elfe Hofmann in der A k a d e M i e d e'r b i ll d e n d e n K ü n st e, 1. Bez., Schillerplatz 3, eine Vortra stsreihe mit Lichtbildern abhalten. Führungen werden Direktor der Akademie Dr. Robert Ei.qentber.ster und Dr Elfe Hofmann leiten. Als Abschluß wird »in Kunstgchpräch mit dem Bildhauer Anton Hanak in semem Atelier im Prater vor seinen neuen Ar-beiten stattfinden. Beginn Mittwoch den 18. d. unz halb 8 Ülhr abends. Karten beim Portier der Ak.adeen.ie. ' .. Ein.„Julia-Klub" hat sich in Amerika ge-gründot. Er be- Zweckt) die Mittel zur Wederherstellunig des recht baufällig gewordenen Balkons dm Haufe der JUl'-a zu Verona außzubvingen. Eine junste N-ew-Aorkerin, Vera Bloom, weilte' im Sommer in Derona, bosuchte das weltberühmte Haus, von dessen Balkon Shakespeares .Julia, mit Romep Liebesschwüre tauschte, war über den Zustand des Gebäudes entrüstet und' zammelt jetzt KlubmiMreder. die das Geld für die Rostanrationsaröeiten aufbringeu sollen. — Da der Balkon, auf welchem, w:e man amümmt, die verliebte Julia seufzte, bei weitem kleiner ist. als der rüesige Söller, den Professor Strnad für das Wiener Burgtheüter bawte, dürfte der „Julia-Kl n.b" die erforderlichen Mittel bald beisammen haben. . Aur der Werlftatt de» Bücher. Wiedererweckung des jüdischen Buches. Die Somino-Gosellfchaifl der Freunde des Mischen Buches m Berlin fovmulliert in ihrem Wevbcheft ihre Ziele dchlu, daß sie durch Herausgabe vorbMicher Drucke von Werken Mischern Geistes daraus hinwirA, die Form des jüdischen Buches seinem inneren Gehalt cnMpasscn. Derart wird auch in seiner culßeren Gestaltung das Mische Buch das Niveau des geistigen Schaffens im Judentum reprÄsentieren. Wie wir bereits niehrsach mitgereilt halben, gelangen zunächst in den Publikationen der Gesellschaft seltene Texte und wertvolle Drucke von Werken jüdischen Inhaltes und Mischen Geistes in den Sprachen aller Zeiten mnb KMirm zum Abdruck, ferner werden Werke zeitgenössischer Wissenschaft und Llteratnr und schließlich ttMaraiphisch oder ml,ältlich bemerkenswerte, schwer zugänAiche alle Drucke inNeuMsgaben varöiffent,licht. Eharakteristifch für die PMftatioueil der Donciuo- Gklselllschaft ist es, daß jene nicht durch den BuMa-ndel erhältlich finSD, sondern ansschließlich ‘ für' die Mit>g>licd.er als private Drucke hergeistellt werden. Zum Synckoll der Gesellschaft wurde der Name der klassischen Mischerr Druckersamilie des 15. und 10. .Iahrhnnderts gewählt, die in So ncrno und später auch in andc-ren Städten Italiens ihre Druckevwerkstvt-ten errichtete. Die Familie Soncino war es, die 1484 den ersten Druck des Talmud begann und 1488 die erste vollständige hebräische Bibel druckte. Die Gesellschaft hat sich den Geist und die Leistung der Familie Soncino für ihre Bestrebungen zum Vorbild genommen Bon den Veröffent'lichnnlgen, welche bisher vorliegen, sind zu erwähnen: 1. Mose ben Weser Wall ich ,/seifet Meschwlaus", genannt das Kuhbuch, eine Sammkuing von Fabeln und Parabeln mit .Holzschnitten verschen; 2. S. I. Agnon „Das Schaß meines Großvatrs" aus dem 'HebräMien; Arnold Zweig ,Me Unnkehr des Abtrünnigen", ein Drama: von.SonderpM-Mionen ,^Der Prophet Jona", „Hag gab an", faksimilegedruckt nach Gerschom ben Schilomo hak-Kohen zu Prag W87 (1526). Soeben ist die ständige PrOlikation der Gefellschaft, die „S o n c i ir o -Bl ä t i e r". Beilträge zur Kunde des jüdischen Buches, erster Jahrgang, Heft 1—2, Oktober 1925, erschienen. Prüft man oieses erste Doppelheft aus die Tendenzen der Gesellschaft hin, so muß m.an bekennen^ daß hier der Zweck, das Vorbild SoncinoZ in der Schönheit der Typen mtb der kunstvollen Gestaltuirg des Satzbildes Zn erreichen, in vollendeter Weise erfüllt ist und es bereitet ituS die höchste Genugtimmg, daß in der Zeit des verfallenden Geschmackes uüd des verfalleniden Interesses an der Buchkultur seitens jüdischer Kreise eine Geifellschaft besteht, die das jüdische. Gewissen in dieser Beziehung ausrüttelt. Auch inhaltlich steht das Doppelheft der „Solremo-BIiättev" aus hoher Stufe. Gelehrte, Dichter wnd Statistiker halben durch gemeinsame Arbeit etwas Außerordentliches geschaffen. Zrl 'erwähnen sind Arnold Zweig: „Die Seele des Juden und das Buch"; Professor Dr. A. Ir eimann: „Die Familie Soncino";. Rabbiner Dr. A. Z. S ch w a r z: „Eine Vevkaussibestätilgmig des Gersoui Soncino"; Prosessor Dr. Ludwig Bläu:' „Das Schreiben der Scher Thora";'Dr. M. I. Hns-u-ug: „Äöber den soge- Ulannten Jüdischen Lederschnitt"; Dr. Ernst W e i >l: ,MNezianilsche HaggadahoWchnitte aus dom 15. Jahrhundert"; Prozessor Dr. Elia S. A r t ö m: „Gli Jncuuäbvli Ebraici -della Biblioteca Nationale UNiversitaria die Torino"; Doktor Martin Bub^r: „Unterljcheidumc; — Worte des'BaaMM"; Dr. Heinz Pflaum : Die Maie des Jchuda Ashanbanel". Ferner die Rnbriken: Bon Michern und von Bücherfammilern; BemerkuuMn; Publikationen, und Veranstaltungen bibli^ophiler GeseUchastea,; Ausstellungen; Bi'bliopihile Kritilk; Anzeigen und Besprechungen; Literarische Kritik;. Soneino-Gchellschast; Bibliographie; Hebräische Druckerzeichenl Gedruckt wurde das erste Heit oer Soncm-o-B-lättor bei Otto v. Holten in Berlin. ümnn vielleicht den, Höhepunkt seines Schaffens erreicht. Lnigi s Pivandellp, der in' Italien/ nicht wie in Deutschland, dstrch seine Dramen/sondern durch den Ichr etzvnartt-gen Roman: ,/D>e Wandlungen des Mattia Pascal" (in der deutschen Übersetzung von Edgar Wiegand, jetzt, nn Ms Häger-Bevlatz, Berlin, erschienen)/ berühmt' gewocdcu ist. laßt hier einen Mann seine Schicksale in der G)>' und in der Eiicamkett erzählen. Schr' imeresfant äst die sehr' pe-rsönliche eigenartige DarstellunstÄoeise Piraudellos: sein Humar hat eine ' ganz besondere Färbung er ist nicht gemütvoll idealistisch, jorchcru etwas fkept'lsch umd iromÄ), ein wenig nüchtern und stcht doch .nahe den, Tich'iun und saß; die Evieulitnis von der Tragik des Lebens in sich. . //st Ein philosophische Ehebuch. Grat Hermann ' KehseGng hat unter MitwirAntz führender Zeitgenossen^ (darüstter Thomas Mann, Nabindranath Tagore, Leo Frobeuius, Ricarda Huch, Jakob Wasseumann, Mreo Mer, : Paul Dahlke). ein „Ehebuch" (Niels KamMaiml-Verlaq.. Celle) 'herausgegcben, das in erster Linie helfen will, die Wekrisis der Geigenmart zu überwindM. Es beleuchtet das Ghepröhlem von allen Seiten (für jede Frage wurde von Kmierlliüa der der Vielheit der Autoren, ja gerade als Auswirkung ihrer gc>genseitioen Ergänizung, einheitliche Erkenntnis des ganzen — - . “ "• f" eine trotz ... ... JV._.,. teraus zur Lösung theorerischer oder praktischer GhelMflikte Helsen kann. ^- »olfsroirt. Sie Hetze gegen den Aionistentongreß. . Hakenkreuzler Men milde Richter. Am 17. August fuhren mehrere Mitglieder des dentschen Turnvereines in. Himberg nach Wien, um hier an iden Kundgebungen gegen den Zionistenkongreß teilznnehmen. Am Abend fuhren die Himberger wieder nach Hause. Mrf dem Ostbahichof erfuhren sie, daß noch in devseWen Nacht in der Richtung nach Marchagg eiu Zug abgehen werde, den sehr viele Juden benützen würden, die wogen der Kundgeibungen Wien verlassen wollen. Bier dieser jungen Leute, und zwar, der 21jährige Händelsgohiise Leopold S ch m i d, der 18jährige Elektrotechniker Franz N'ußbaum, der 20jährige, Hör er der. Technik Karl Pichl und der 24jährige MWergchilfe Adolf N c rcgschwandtner, gingen mm zur Bahnstrecke zurück und bewarfen den hellerleuchteten Schnellzug, der bald daraus heranbranste und in dem sich sehr viele Teilnehnrer am Zionislenkongrest befanden, mit Steinen. Durch die SteiU- ' würfe wurden ciniige Fenster des Zuges zertrümmert, aber ni'Lmand verletzt. Das Zugspevsonal erstattete die Anzeige von . dem Vorfall und die Gendarmerie fand an der Stelle, von wo. die.. Steine geworsen wurden, Fußspuren, die zu- -der Wchrrung des einen der vier Täter führten.? -Mgen dieses Bovfalles hatten sich die' vier Tndner gestern vor dem Einzelrichter Oberlandesgerichtsrät SBil*“ heitm zu verantworten. Sie erklävien, daß sie durch *>ba§ ■ Vvrgchen der Wache gereizt gewesen seien, außerdem auch da- ■ durch, daß sie auc Tstbahnhofe von einzelrrAr Inden verspottet und angespllckt worden seien. Sämtliche Angeklagten wnvdeir ibedüngt zu einem bis drei Monaten Arrest verurteilt. Eine Woche Arrest jiir schlechte „Fleischlaherln". Vor dem! 5danfuranne, von dvnr der eine oder der andere Amftich^r,deS,Btzi«-,-rMs UiiGmis, teilt ^b-ÄoiidrS--> s gerichtsrat Dr. Nehoda, stand gestern ein junges. Ehepaar, Franz und Marie Breuer, um sich wegen Vevkauses von. ich im me lügen und bereits in Fäulnis .geratenen^ „Fläi-sch! aber ln" zu venanttvorten. Das Echepaar besitzt Mi Geschäfte, eine Fleischhatterei, die von dem Gatten geführt wird, und ein WiMgeschäft, das^ die Frau führt. Am 30. S-epreurber nach 4 Uhr nachmittaiB erschien in der Marktanltsabtellnng 14. Bazirik der Vertreter Rudolf Schneider und gab an, er habe vor einer Stünde bei .dem Gastwirt Breuer, Reindorsigasse 37, drei Sckck Fleischlaibchen aus, der: Auslage gekauft, das Stück zu 20 Groschen. Er und seine, Lebensgefährtin haben sofort davon tzegessen. Beim' ^ersteu Ein modernes Lchvbuch der Philosophie. Die bedeuteltdstvn PIMosoiphen' der Gegeüwar haben sich zuisamimengetan, nm ein WM zu schaffen, das we't über die althergebrachten Lchribücher und Geschichten der Philosophie hinauswächst.' Max DesCoir hat dieses „Lchvbuch der Philosopthie", dessen erster soeben (im Ullstein-Verlag) erschienener Band „Die Geschichte der Philosophie" in der Darstellung von Ernst, v. Aster, Ernst Eassicrer, Max FrischeilsenMhler,^ /Joses Geifer und Erust Hoffmann umfaßt hevausgeibraLst. Diese Geschichte der Philosophie ist keine trockene Wickcrgabe von historischen Galten und Systomel>, , soltdern eine lebendige,, fesselnde Darstellung dev Enttwicklung nüd des ewigen Kampfes, philosophischer und, metaphysischer Prinzipien und .. Weltanschauungen. Zwei Eheromcme. Die Chetragödie der Gegenwart, üou der die icingähligen gebrocheiteu Ehe>l und ScheiMugsprozesse zeugen, haben Mi moderne Dichter pm Vorwurf ihrer Romane tzevnacht. Jakob WasserniMtn.enthüllt vor uns tu jeinom neuen.Nmnan ,/Laudin und die Seinen" (S. Fischer-Verlag, Berlin) die Geheinutisse der Adpokaturslkanizllll des Herrn Laudin, eines Spezialisten für U)estreit!fälle. Der Dichter läßt uns tief in hie Mgvimde der heutigen Ehe sehen, mn dann ... idoch die Möglichkeit einer Klärung diches schwfertigsten Vvo-! hang damit stchendi ausizuseigen, Mt dieser Kultuvroman hat Wasser- .entscheid^ Ae Kreditmt der KmfmMNfchast. Von Dr. Max Rosenberg. Allgemein wird ein Steige» der Jnsolvengwelle nach den Feiertagen erwartet. Man befürchtet, daß eine weitere An-, zahl von Kansleuten um die Eröffnung des AuAgleichsver-, schreus wird ansuchei: müssen, weit ihnett die Fortsührung des Geschäftes unter ben jetzigen Verhältnissen nicht mäglich ist. Dabei haben die maßgebenden Faktoren noch immer nicht' die nötige Energie aufgebrauchr, um irgend wvlche Maßnalhnten zur Behebung der kaufmänrtischen Krise zu unter-. nehmen. Im nächsterl Monate werden wohl wieder in Gerg die Beratungen des VMeckundes anfgenommen werden, welche eine Erleichterung des Verkehrs Mischen den einzelnen NatiMÄstaaten bezwecken. Dadurch soll auch dem Handel geholfen werden. Diese Maßnahmen können vielleicht in der Zukunft einen Erfckg bringen.. Die jetzige Krise der Kaw'' Mannschaft macht aber eine sofortige Hilfe notwendig. Es ist möglich und sogar wahrscheinlich, daß das Ge-!schäft zu den Feiertagen eine gVisse Besserung bringen wird. 'Niemand macht sich aber ein Hchl daraus, daß dieise Besserung lange noch nicht so tiefgreifend sein kairn, itnu der Kaufmannschaft aus ihrer Misere herauszuhelfen.' Es ist woU richtig, daß. ein wichtiger Grund für den schlechten Geschäftsgang der Kaufmannschaft die geschwächte Konsuurkrast der breiten Schichten der Bovöllerung ist. Ar-, beitslosigkeit, Beamteuabban, Exporthindermsse, Sperre der polnischen Grenze usw. sind wchl die wichtigsten Uvsacheu der kausmänuischen Stagnation. Die Krise hätte aber bestimmt Nicht diesen gewaltigen Umsang angeirommen, wenn nicht auch die Krediruot der Kaufmannschaft in der letzten Zeit so furchtbar verschärft worden wäre. Der Mangel an Kapital ist es, der eine Reihe sonst solventer, gut fundierter Firmen zur DMrierung ihres Zusamvienbruches zwingt/In normalen Zeiten hat der Lkansmann den notlvendigen Kredit gehabt und konnte seine Geschäfte mit dessen Hilfe leicht durchführen. Er eskomptierte die offene Forderung an die Bank und mußte nicht warten, bis der Abnehmer seiner Ware, dem er sie auf Kredit gegeben, seine Schaden rückzch'l-te. Der Jndilstrielle geLvÄ)rte ihm einen mchrnlonatl'icheu Kredit, der genügend war, mn die kaufmännische Transaktion durchzuiführen. Die eiuize'lnen Banken eröffnten .den Kaufleuten Konti, in deren Rahmen diese disponieren ‘ konnten. Der kanfmänuifche Wechsel besaß hmreichende Tragfähigkeit, um denn Kaufmann das notwendige Kapital zu verschassen. Doch heute kann der Kaustnann nirgends Kredit betkmnmen. IWerall sind ihm die Kredit quellen v erschlossen. Die Banken haben die Außenstände eingefordert. Die Fabrikanten geben' nur ungerne Waren gegen längere Kredite. Der Kaufnranuwechsel wird nur selten angenommen. Näberall wird eine Jusolivenz gewittert. Wche dein Uvl ans angelboten wird. Er «möge noch 'so solvent sein, und möge über noch so reichliche Warenlager vechügen, die in Anspruch genommene Summe znoge noch so klein sein, er wird sofort in schlechten Ruf kommen und schtver weiteren Kredit erhalten. Im Gegenteil; eine Reihe stürnrischer Mahnruse würde die Reaktion auf eilten solchen .Schritt bilden. Der Mompt offener Buchfordernngen ist noch larvge nicht in die Praxis u»ngesetzt worden. Auch wenn diese Buchfordernngen noch so gut sind, wird sie der Kaufmann doch nicht in GÄd mnwandeln können, wie es vor beim Kriege der »ifi«u Pp»Jc er eilten Uitlen G-ruch M'd G-< Fall NAI. ha Statlfmatm tam'fitr tat Zoll ichmack. Es -Micke chm übel und er mußte, ohne-M schlucken, \ " T ' r ... a rlf <ms>ducken: Seine 9.elbe.nsackäbrti.n' aü ein ' bakbes Laibchen. - \ und den Transport Kredlie erlangen. Heute ist dies sehr . g Viel Gewürz und starken Brotznsatz. Die Panierung zeigte schwarze Färbung. Das. Fleisch zeigte saure Reaktion, war unrein, hatte widerlichen Geruch und Geschmack und Faul n i sers ch e i n u n g e u. Beide Proben sind als „v e rdorben" im Sinne des Gesdtzös und zum' Genuß M nugeeignet zu bezeichnen Das Fleisch stammt von der Fleischbank des Angeklagten^ die ZWereitung von der AngeKagten. Der Angeklagte gibt an, daß die ganze Schuld den Lehr--.. jungen treffe; .er hatte den Auftrag, den Zusatz uud sonstige Absäue sofort noch ä.m gleichen TM m die Küche zu bringen, wo es znbereitet würde; indes vergingen diesmal acht Tage, bis der Bursche dies tat. Oberlandesgerichtsrat Dr. Nchoda verurteilte, die'beiden Angeklagten zu je einer Woche Arrest. In der Begründung wies er auf das beispiellose Vorgehen der Bevnvteilieü hin, denen die Gefuudheit/uwd das Lüben ihrer Mitmenscheu ein Spiel sei. Frau; und Marie Breuer beriefen, aiber auch der Staatsanwalt berief wegen zu geringer Die Affäre des Juweliers Better. Im Zusa.nlme,nhange mit der vor einigen Tagen erfolgten abermaligen Bechaftung des Juweliers Jakob Better über die Anzeige des KonfeLtionchändlers ' Karl Karasek wegen Betruges und Wuchers sollte gestern vor dem StrafibPirksgericht „1 (Ober-, landesgerichtsrat Dr-. Arie) eine Verhandlung über, eme EhretcheleidiguNlM'aae stattfinden, die Karl Kavasek gegen die Gattin des Verhafteten, Frau Adele Better, angestrengt hatte. .Frau Better'soll. dem Kläger in seinenr Geschäfte in Anwesenheit zahlreicher Kunden zngevnfeil haben: ,,Wenn Sie mir nicht sofort die 18 Millionen geben, die Sie eingenommen haben, werde ich. die Strafanzeige erstatten. Sie sind ein - Veruntreiler und haben gestohlen.!" Frau Better.erklärte vor Gericht/ daß sie sich 'gu^diejer- Avnßvrrnrg berechtigt' gähaftm. ha!be, da Karasek ihr tatsächlich Geld schnldig war und sich -nicht an hie.AbsG-tchmodalitätetl, die.er mit ihrem Manne vereinbart hatte, gehalten habe., Der -Richter beschloß,, die. Arigelegeniheit an. das Landesgevicht atbMrelen, damit diches ich Anschluß an das dort anhängige, in engem Miammen- Versahren -auch überdichen-Fall Denn ivenn er sich an das einzige Institut, dem die Drlrchfiihrnng dieser Geschäfte übertragen' ist, die Ver- 'k e h r s k v e d i t b a n k, wendet, so sind die Bedingungen ' so strenge, die VeMaufuslierungen so verzwickt, daß sich der einzelne Kwchmüm wohl überlagen -wird, einen solchen Kredit in Anspruch zu nchmen. Ist es ein Wunder, toemi unter diesen üinlständen, die Kreditnot der LkaHnannjschaft ftrrchtbar gewachsen ist? Es sind manchmal verizweiselte Mitte», zu denen die Kauslmte greifen müssen, um sich dös notwendige Kapital im Kredit- Wege'zu verschaffen, auch wenn-ihr innerer Kern noch so gesund ist. Man sprich: allgemein von eitler Bersilüssignng des Geldmarktes. Das Eskompteportefeuille der Nationallbank ha-i sich im Lause des letzten Jahres nm neun Zchutel vennindert. Es'beträgt jetzt nur ein Achtel des Notennmlaufes, ein Vechäftnis, das geradezu unnatürlich wirken muß. Ein großer Prozentsatz, der durch die NatiouMank restringierten Krediteberuht darauf, daßden Kausieuten die Kredite eingeschränkt - wurden. Wohl hat nicht die NätionMank in erster. Reihe diese Reistriktion bötvirkt, fcknderm diejenigen Banken^ die früher den kaufimännischen Wechsel annahmen und ihn . Weitergaben,- sich aber heute vom kansnränüischen Wechsel-' eskomptegeschäft fernhalten.. Der Kaufmann ist auf den W uch c m aitgewiej e-jt,; der ungeheure Zinsen von ihm verlanigt. Zinsen, die btc- Diskontrate und die Bankönikrckdite oft um das Doppelte übertreffen. Eine gaiM Röche kleiner Wucherer sr-istet dom-, kainlftnänuischen Kredit seine Existenz. Denr 5kaU'fmann bleibt, in. Violen Men nichts anderes übrig, als zum primitivsten Mittel der Kreditbeschafifu-niA zur Verpfändung seiner Maren-- zu greisen, um sich.einen Teil der notweMgen Mittel zu Auch hier'zahlt er ungeheure Zinsen^ welche bei

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