Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2418 (15.11.1925)
- Date
- 1925-11-15
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Mte IS " Men, Sonntag WÄtem die Gewinnquote, die e r bei der einzelnen Ware enthüben könnte, übersteigen. Dübel leidet auch das Geschäft. Früher eitmtal tvar zmn BeGiül der Kauifmann in der Lage dom Schneider einen bestimmten Stoff längere Zeit auf Lager zu halten und Hm die Möglichkeit zu gaben, sich je nach Bedarf eingndecken. Heute wird selten ein Kauifmann dom Schneider Ware reservieren können, weil er nichl gewiß ist, ob er sie nicht in den nächsten Tagen dom Bevsatzamt zwecks dringender KroditLeschaffnng üborMtwrrten niuß. Der mcmgeMe $m>u des Kaufmannes ist «ine der Hcmptursachen der kaufmännischen Zusammenbrüche. Die Helbung des Aösatzes kann nicht von einonl aus den anderen Tag geschehen. Wohl aber ist eine Mhibse dieser furchtbaren Kroditv erhält ui sse leicht und rasch nröglich. Hier muß in erster Reihe die Hilfe der maßgebenden Faktoren Platz greifen. Man schaffe den Kaufleuten Kredit und ein großer Prozentsatz der dem Untergänge getveihten Existenzen wird vor dem Schwersten verschont und die BoKAvirischaft vor weiteren Schäden bewahrt werden. . Leichte krholunz aus demWeltgetteidrmartte. Die Baissespekulation scheint ans allen Linien Deckungen vorzunchmen. Ns Folge davon zeigt sich überall eine gewisse Nachfrage,.ivelche belebend ans das Geschäft wirkt. Die M'chlen sämtlicher Länder, welche sich wähveird der fortwährenden Preissenkungen abseits gehalten und von Kausen abgesehen hatten, beginnen numnehr sich mit Kaufaufträgen aus dem Markte eiilzusinden, da ihnen Wohl infolge Verarbeitung der bisherigen Vorräte die Geisahr der BetriübsMogung drohen würde. Namentlich ans Chikago, London, Liverpool und Amsterdam -wird ein Ansteigen der Kauflnst gemeldet. Es wäre aber verftüht, schon-jetzt von einer Wendung aus dem Markte zu sprechen, wenn sich auch in den Donauhäsen etwas stärkere Bewegung zeigt. Das russische Rätsel, die Ungewißheii über die tatsächlich zum Export verfügbare Getreidemenge und eMich die völlige Unübersichtlichkeit der Absichten der amerikanischen Getreidespekulation.lassen noch lange nicht jenes Gefühl der Sicherheit aus dem Markte auskonrmen, das die Grundlage für eine dauernde freundlichere Tendenz bieten könnte. Der Wiener Platz beobachtet wohl mit Rücksicht ans die . bessere Haltung der Weltbörsen eine freundlichere Haltung, doch ist die Grundstinirnung auch Iveiterhin reserviert. Die Fortschritte der Solelboueh. Ans Jerusalem wird uns geisch rieben: Jü den Lüsten drei Monaten des zweiten Geschäftsjahres (SM bis Juki) hat der Solellbonch Aufträge in verschiedenen Orten des. Landes im Gesamtbeträge van - 86.606 ägypt. Pfund erhalten. Und Mr: im Kreis Jaffa 49.702, Haifa 36.143, Jerusalem 10.358, Liberias 1400. Zusaunnen 86.603 ägypt. Pfund. Dieser Betrag euthA-t Bauavbeiten für 76.158, davon öffentliche Arbeiten 10.446 ägypt. Pfund. Darauf enthalten: Für kommunale Jnstttutionen 10.625 (Stadtvat TelMviw 7600), für Kolonisationsgesellischaften (Zion-Eamimoniwelch, Meschey 21.866, für private Gesellschaften und Siedlungen Pal.-Hotelges., die Großen DMlen, A. P. C., Silikat u. a.) 11.520, für Einzelpersonen 37.263, für NationaLfonds und Keren Hajessod 3970, für Verschiedenes 1376 ägypt. Wund. Zusammen 86.603 ägypt. Pfund. Große Aufträge. Bon großen Aufträgen, die der Gesellschaft im oben' erwähnten Zeitabschnitt erzielt wurden, sind nennenswert: Bau einer Schrrle und Kindergävten im _ Wiener Morgerizeitung Auftrag« des Stadtrates von Tel-Awiw, Bau des Hotels Paktin in .. Tel-Aviw, der Mazzoih-sabrik - der . Großen. Mühlen in Haifa, Bauten und Wussten in Afule (neue Stadt im Emek), verschiedene Arbeiten in der neuen Gartenstadt Herzlija, Brückenbau am Jordan (Odgia) uud bei Mozah im Aufttage der Regierung, Bau des städtischen Kranken-^ Hauses in Tel-Awiw, einer Chaussee im Kfar Jwri bei Jerusalein im Aufträge des Misrachi, Drainagen, Bauten und Chausseen ün Afule und Herzlija. > Die Zahl der Arbeiter, die am-1. Mgnst bei den Arbeiten des Solelboneh beschäftigt waren, betrug 1715. Gsjämtbetmg der Aufträge für die 16 Monate des Bestehens des Solelboneh: in den ersten 12 Monaten 221.109, in den letzten 3 Vtonaten 86.603 ägypt. Pfund. Die Summe der Aufträge, die bis zum 1. August dieses Jahres der genossenschaftlichen Bauunternchnmwg der Mischen Arbeiter Ln- Palästina erteilt worden sind, beträgt 1,000.000 ägypt. Pfund. Die Schwankungen des Zloty. Auch heute dauerten di« Kursschwankungen des Zloty fort. Dem Dollar gegenüber wurde er anfangs Ztvischen 6.60 und 7.10 gehandelt. Maßgebend für dies« Schwankungen, ist di« ungewisse innerpolitische Entwicklung in Polen. Doch festigte er sich gegen Schluß des Verkehres in Zürich von 77.00 auf 81.00. In Wien blieb die Schlußnotierung des Zloty dem Vortage gegenüber urweränderl. Er notierte von 680 bis 690 In Berlin ermäßigte er sichvon 64.27 auf 60.19. — Bemerkens' wert ist der Entschluß der dänischen Regierung, daß die dänisch« Krone bis Ende Dezember den Kurs unverändert beinhalten muß, um die Wirtschaft vor den Folgen einer zu raschen Steigerung der Währung zu bewahren. — Die Dessen Paris und Mailand sind etwas gurückgegangen und notierten in Zürich 20.90. Der französische Franken ist somit aus den Wert der italienischen Lira' gesunken. Privatverkehr und Geldmarkt. Im gestrigen privaten Effektenhandel kamen nur wenige Abschlüsse zustande. Es zeigte sich fast gar kein Interesse, so daß, die Kurf« unverändert blieben. Die Versorgung vollzog sich glatt, da von seiten de« Börse der Geldbedarf unverändert gering ist. Der Zinssatz im Reportgeschäfte' blieb unverändert. Geld > war zwischen 10,5 Prozent und 11,5 Prozent leicht zu erhalten. Die erste Lesung der Leutsch-österreichischeu Handelsvertragsderhandlungen. Aus Berlin wird uns gemeldet: Gestern wurden die vorbereitenden Besprechungen wegen Kenntnisnahme der gegenseitigen Forderungen bei Abschluß eines Hartdelsdertrages zwischen dm österreichischen und deutschen Delegierten abgeschlossen. Es werden nunmehr von beiden Parteien die gegenseitigen Wünsche beraten werden, woraus in einer fpci-term. Dechandlung, die jn einigen MMaten stattsindep dürft«, die gegeniMM Konzessionen., bis zu welchen jede Partei gehen kann, bekamt ige-geben werden. Dann sollen erst die richtigen Verhandln ng«n beginnen. Zunahme der Insolvenzen in Oesterreich. Im abgekaustnen Monat habm die Insolvenzen eine kleine Steigerung erfahren. Die Konkurse zeigen ein« Vermehrung von wöchentlich 9 auf 15 und die Ausgleiche eine solche von 36 auf M,6; insgesamt zählte man tot dW-eichneten Monat 76 KonkursverhängutMn und 193 Ausgl-erchsäirmeldungm. JnfÄvenzen. Das Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über die Firma Wagner, Walter, Spieler und Cy., 2. Bezirk, Gredlerstraße L, über Emil Epstein, Schuhwaronf-abrik, 7. Bezirk, Wimbergergasse 28, über die Firma Gustav Mähri,fchl, 8. Bezirk, ALbertgass« 39, über Hans und Marcha L öde rer, 7. Bezirk, Siebensternqass« 20, über Josef Hindi e r, Schneidermeister, 2. Bezirk, Ezernin- -18. November im..- Nr. Mk nasse 9, über Wilhelm Maurer. Zuckerbäcker, Nüdauch Liösingergasse 17, rkber Adolf - Kosima, Schneidermeister, '6. Bchivk, MaKaleuenstraße 8, über Josefin«' K o b l e r. ^toufmannsgattm in Wr.-Neustgdt. Aufhebung der ungarischen Devisenverkehrsbeschrimkurtgen. Aus Budap est meldet das ungarische Tel.-Korr.-Bür.: Sobald das Gesetz über die Pengö-Währung' ln' Kraft gesetzt sein wird, wird di« Notierung der ausläDschen Wechsil- Kufe, die bisher durch die Nationalba-nk erfolgte, Aufgabe der Essäkteubörs« sein. Di« Einflußnahnte der NattonalbatÄ Ms 'die Gestaltung derWechseWur.se ivird sich--bloß darauf beschränken, daß sie für die Stabilität der unyavischen Wahrung Sorge trägt. Durch diese Maßnahnve. wird , auch mit dem letztst Rest der früher gebundenen Devrstnbewirtschafbmtg aufgeräumt. ' Zollerleichtcrmtgen in Jugoslawien. Ms G enl.gr a>i wirb gemeldet: Die ZvlltariMtwn des Finanzausschusses ha«, boschlossen, dem Ausschuß die Abschaffung der Zölle an alle Getreidearten, Geflügel, Rinder uw Schwein« über 70 Kilogramm, weiters aus Schweine englischer und gemischter Rasse auch nutet 70 Kilogramm vorzuschlagen. Für die UrigenSchüveine soll ein Zoll voir 30 Golddinar pro Stück bleiben. Ferner wird dst Abschaffttng vmr Einfuhrzöllen für Eisenbahn« schwellen und niedere Holzarten vorgeschlm . ge xl Auch die Einfuhrzölle aus Maustein solletr aufgehoben werden, tvährend der Zoll aus Gerbemittel von 10 aus A Golddinar erhöht ^werden soll. Wien« Produktenbörse. T e n d e n z? Auf umfang reiche Käufe des Ausländer eröffnete der gestrige Vertehi freundlicher. We^en wurde lebbafi umaesetzt während Roggen und Mais vernachlässigt blieben Es notierten: Wetzen: Inländischer 36.— bis 37.— Ungari scher The<ß 79/80 Kilogramm 39 50 bis 41.60 Ungarische! 37.— bis 39.—. Jugoslawischer 76 Kilogramm bis — Jugoslawischer 77/78 Kilogramm —m —. Roggen: Inländischer Marchfelder 2675 bis 27.-. Peller Badet 35.75 bis 26 26 Gerste Brauware inländische 33.- bi8 39 — böhmische mAirikche —bis —.— M a i z. Ingo stawücher 28.— bis 29—. (S » n q u ö u 11 n neu 31.—bis 33.— Haler Inländischer 27.50 bis 29.5E R e t S Italienische 82 — bis 83.— Burma 62.— bis 63.—. Maklvrodukte: Grieß inländischer 74.—bis 76.— Weizenmehl 0 inländische! 70.- bis 72.—, Kochmehl 2 inländisches 61— bis 63.— Brotmehl inländisches vrima 46.— bis 49 — Berliner Börse. 14. November. DeckungStäufe der Kontermine führten zu einem f e st e n Börsenbegimi. Die Kursänderunaen waren im allgemeinen unbedeutend. Lebhaft gesuch waren österreichische Schatzanweisungen auf tschechische Aufträge Er notierten: Oeüerr. Kronenreme Ungarische Kronenrend . Ung. Goldrente —. Türkenlose 219 Süd. Loutbarder alt —Oesterreichische Staatsbahn 19.50 Darmstädter Ban! 103.60, Deutsche Ban, 104.—. Dresdner Bcutt 100.— Oest. Kredit 6.75, Oest. Länderbant -.— Reichsbank 182.75, Wiener Bankverein 5.— Unwnbant 6.60 Daimler Motoren 22.3 Dynamit Nobel 86.9, Felten & Guilleaume 108.—. Sie Sevisenwrse. Zürich, 14 November. (Deviiettkurle von 12 Uhr.) Berltr '133.60 ,123 55;, Holland 208.85 (208 85/. New-Äor 518.75 (518 80-, London 25.14'/, '25.15,, Bart« 2090(21.20) Mailand 20.90 (21.05,, Brüssel 23 52 (23:56;. Kopenvage, 128.25 '128.-), Stockt,olm 13870 188.-,, Oslo 106.— 10150). Madrid 74.10 ( 74.10,, Buenos Aires 216 - (216-) Prao 15.371/, (15.87^-. Budavest 0.007270 (0.007270,, Bukares 2.42Va (2.42Va)# Belgrad 9.20»/, (9.20,, Sofia 3.75 (3.75 Warschau 81-'77.—. Men 73 07 73.10., Ar 100 Schilling Buöapest, 14. November. DevtierUurie — Etaenbertcht. Berlin 16.964. Amsterdam 38.685. Kovenvägen 17.576, Stock Holm 19.055, New-York 71.280, London 345.500, Paris 2870 Brussel 8228. Prag 2111, Belgrad 1262, Bukarest 829.- Warschau 11570, Wien 10.039, Sofia 515, Mailand 2872 Zürich 13.743 Warschau» 14 November. (Devisen.) Belgien -.—bis —, Berlin —bis —. Holland —bis Londoi 31.91 bis 32.67, New-SIork 64» - bis 652.- Parts 25.7! bis 26.92 Schweiz 12197 bis 12757 Copyright 1924 by 66. Fortsetzung. - Volk! Verisg ^.-O. Mnchei, Nachdruck vertoten. Herr Fettwanst. Eine amerikanische Autobiographie von Samuel Ornitz. ,Mchts, Gretel, ich will schla-fen. Ich halbe nur schlecht geträumt." , . Ich schirttle die ünhrsche Angst äb ... Ich muß di«: -lästigen Gedanken verscheuchen, dann werde ich schlafen. M 'hatte sie mit schl-Lsen genommen . . . - Ruhig und. .scharfsinnig überlege ich jetzt ... Ich weiß es . . . Es geht nicht ander-s. . Es ist abgemacht. Ich weiß . . . Vorwärts, vorwärts/ Myer Hirsch! Schon reißt dich der Schwung mit vorwärts . . . Ehrgeiz ist die Msterb- Ache Begierde . . . vorwärts . . . Ehrgeiz ist die un ... ... An^ säßen wir auf den höchsten. . Thronen der Welt, so sähen wir doch auf. unseren Schwänzen... ' Montaigne. ' 1. - „Die Zeit ist gekommen, wo du Gretel ausgeiben mußt." -. Kleine Punkte zischten und wurden dann hinaus in den Kamin gerissen. Ein Scheit kollerte mit schmerzlichem Poltern, herunter und spie wieder Flammen und Funken. Philipp und ich faßen allein in 'der unbeleuchteten Biblioin tiefe LedeMhle geschmiegt, und wärmten uns cm dem angenehmen Glühen des Kaminseuers . . . Philipp wartete, wartete ab, daß sich seine Worte to meinem Schädel einbrannten. Er warf die Asche seiner'Zigarre in die aufzuckenden Flammen, lehnte sich vor und richtete seinen starren, unbeweglichen Mick auif mich. „Du mußt ste los werden, Meyer. Dein Schiss soll in den Hasen einsahren . .. du brauchst jetzt keinen Oattast merhr . . . mach' dich (bereit für die reiche Fracht!" ' Er beobachtete mein Gesicht. Ich zuckte nicht mit einer Wimper. Aber-, er scheint meine Gedanken lesen zu können.' ,Me ist heute schon eine angenehme Bequemlichkeit in deinem Leben.. Laß ste wcht' zu einer unersetzlichen Ge« wohnheit lverden . . Hör' auf mich, Meyer . . . deinalter Scharfblick ist hoffentlich nicht getrübt, ^chciu durch..« und in die Zutun'ft . . . 0ett wir nach Uptown gezogen sind, mußten wir Gretel sowieso eine neue Positron gäbenp wir erfanden eine geschiffte Lüge . . . sie wurde zur Gesell- - schasterin - deiner alternden Mutter. Lo'bt in - der Wohnung deiner Mutter -— aber auch in der deinen — im obersten Stockwerk . . . und, wie wir glauben, den spähenden Augen der Dienstboten entrückt . . . wir glauben, wir führen die Well an der Nase' herum . . . Aber Gretel rst eine zu auffallend hübsche Frau, als daß das Mrvchen wahrscheinlich aüsschen würde .. . schöne Kleider, elegant aüssehend. . . ein bezeichnendes Mld .. . Was anders können wir erwarten, als daß die Welt in ihrem privaten, leisen Flüstern sie verdächtigt? ... Und Gerüchte haben lange Beine." Ein ärgerliches Zischen. Das Leben ist -verbrannt wie' in einer Flamme des Hasses. Widerstreit der Aeüderüng. Zischen,?Prasseln, Zischen, Stöhnen, Sterben, zischendes Vergehen. Gretel. Weg damit. Das Qplserscheit Prasselt die Antwort: Weg damit, weg damit! Wir veribrennen für dich, laß sie für «dich ertrinken! Der kalte Herd, das Ende, der Tod. Aber Philipp wirst neue Scheite darauf. Ein sröhliche's Pruzzeln. Glück — Glanz. Das Lied'des Lebens, wenn es hinstirbt. Mau nährt den Tod und gebiert Leben. Widerstreit des Wechsels. Alles stirbt für dich, für dich — Meyer Hirsch. Philipp lehnt sich zurück, starrt in das DuM üiber . dem Kamin, das die Funken durchflammen wie Glühwürmchen i-n einer Sommernacht. Gedanken stürmen aus mich ein. Ich glaube, Pil-ipp schwieg nur einen Augenblick lang. Aber wie ein Blitz aus -den M)viaden Himmeln brechen in diesem kurzen Atemzug der Zeit Gedanken, Bilder, Gestalten und Gespräche aus mich ein. Der Schmerz der ganM Welt in eimm Seufzer . .Gretel. .... sie abtun. Esther, nicht an sie.denken, nicht, nicht, Esther... Gestern abends ibesuchte Dr. Kymie Rubin di« MutM. Nehmen wir «inmal an, sie stirbt. Dann muß mit Gretel irgend etwa« geschehen . . . Wie spaßig er mit seinen krummen Berner aussieht. Wie er durch die Zimmer watschelte. Buche«, nahm und sie wieder wegwarf. Mit einem Krachen; wc; mit den Büchern. „Wozu?" sagte er mit' quAendej, Stimme, die an -den Hi Rübe aus Lavelles Zeiten ev inn-erte ... Lavelle. .. Gasbeleuchtete Glorie. „Dil verdammten Bücher. Wozu?" . .. Philipp schnarchte. El wnßte, was Hymie meinte ... „Uptown! das Tier oben auf.' Uptown, eine neue Welt von Strebern, , die von der Hockern von Downtywn leben." . . . Eine krunmrer Kme waren komisch und sein Bart auch. Er ettlärbe, mi Mutter sei alles in schönster Ornung; sie sei nur heim Wehkran?» ^habe Heimweh nach dem Ghetto, 'ihr-er Welt Er sagte nicht einmal gute Nacht; stolperte über dil Treppe hinunter; es klang, als ob seine Knie gegenemandel stießen .. . Uptown. Der Gipfel des Reichtums. Warn in die schmucken Braunsieinhäuser eingeschmiegt, die u den westlichen achtziger Straßen den Central Pavk über blicken. Uptown. Auf dem Gipfel/ Uptvwn. Dowtowi aber halte nch einen Wohnsitz aufrecht, 'damit ich da wählet kann: den Mund meiner Fangarme. Politisch An ich nocs immer ein Gastsider, aber nur politisch. Ich bin not) immer feudaler Herr, aber in gewissem Sinne einer/ dei in . seiner Abwesenheit regiert. Das ist der neue Stil füi die politischen. „Bosses". Bequem. Feudaler, aber äbwesen der Herr. Irgendeiner sagte so. Barmy Finn. Zur Höll mit 'ihm . . . Hirsch ot. Freund, deren - Geschäfte lbesset gehen wie jemals, zuvo-r, basieren ihre große Praxis noc) immer auf die Eastside, aber es ist bekannt gewovden, da^ wir Erfolge erzielen. Erfolge. Wie und warum, geh - niemand etwas an. Erfolg will man, Evfolg braucht rnap also strömen sie uns gu... Was für eine Flucht vor Bureaus wir,'Hirsch -u. Freund, heute haben — ein ganze! Stockwerk in'einem Wolkenkratzer. Im feipsten Wolken kratzer: Teppiche, Pulte, Schreiber, , Kartotheken, , hübschl Stenotypistinnen, Zwischenwände, Briefpapier i mit Wasser zeichen, Tricks, und — Erfolg . . Und.Philipp hat <m<j Erfolg. . Dortsttzung foW