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Wiener Morgenzeitung · 1925-11-15 · Heft 2418 (15.11.1925) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2418 (15.11.1925)
Date
1925-11-15
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 Wien, Sonntag Der Zug der Seit! Der utcbmte Kaufmann. irtufe in Bemcksichtigunst der allgemeinLn Goldknapipiheit des konsumierenden Publikums vor allem darauf bedacht sein, die Kauflust seiner Kunden ourch besonders preiswerte Angebote aiM regen und durch, iuwkbr neue Beweise seiner LeistilNigsfäihigkeit das Vertrauen devselden zu stärken. Diesem Grundsatz folgend, hat das führende LeowoWädter Warenhaus Brüder Schiff mann, 2. Bez.. Taborstvaße 48; weiches allgemein als billigste Bezugsquelle bekannt ist. folgende Neueinführung getroffen: Bei einem Warenemkanf von 3o Schilling erhält jeder Kunde eine Anweisung an ein eMassiges, künstlerisches Atelier, gültig für eine photographische Aufnahme und drei Bisitbilder. Erreicht der Einkauf 50 Schilling, dann erhält man schon drei Künstlerkarten und bei 100 Schilling überdies noch ein großes Kabinettbild. Da dieses Geschenk nachweisbar ohne Preisauslschlast ausgofolstt wird, kommen die Kunden des Warenhauses Brüder Schiffmann auf diese Weise beim Einkauf von guten und besonders preistveri-en Waren überdies noch umsonst zu einem wertvollen Andenken. Diese originelle Aufmerksamkeit wird dem bssttenommierten Unternehmen sicherlich viele neue Freunde gewinnen. * Wiedereröffnung des Cafe Ruthmayer. Es war ein glücklicher Gedanke, das einjt so beliebte und renommierte Kaffeehaus Ruthmayr, Ecke Liechtensteinstraße und Kolingasse, wieder aufleben zu lasten. Die neuen Besitzer, die Herren Siegfried Perlh»efte t uitb Artur Blau, haben keine Kosten gescheut, um ein Kafsechausmilieu zu schassen, das allen Anforderungen des Geschmackes und Komforts auch für den verwöhntesten Geschmack entspricht. Gediegene Ausstattung, ausgezeichnete Heizung und Ventilation, Aufliegen der Zeitungen und Zeitschriften des Jn- und Auslandes, nrachen den Aufenthalt im neu adaptierten Cafe »: zu einem Genuß. So wurde ein. vornchmrs Familienafsen, in das nunmehr die seinerzeitigen Gaste, wie Aerzte, Rechtsanwälte, Kaufleute und Beamte wieder einkehren. Die umsichtige Leitung der beiden Chefs bürgt für die Aufrechtechaltung des Niveaus dieses Kasfechauses, das bald zum Mittel« Punkt der Gesellschaft des 9. Bezirkes werden wird. * Die Firma Schuhhaus Dom, 2. Bez., Taborstraße 8, hat die weltberühmten Schweizer „Ballh"-Schuhe und die englischen Hazeljchuhe in neuester Form für den Herbst erhalten, welche auch weiter für meine werten Kunden billigst abgegeben werden. _ Radioprograrmn. Heute Sonntag den 15. November. 11 Uhr 5 Min.: Konzert des Wiener Symphonierorchesters. Einleitender Vortrag Dr. Ernst Descey. — 4 Uhr: Nachmittagskonzert. — 8 Uhr: „Mein Leopold". Morgen Montag den 16. Nrwember. 11 Uhr: Bormittagsmusik. — 4 Uhr 10 Min.: viachmittags>onzert. — 5 Uhr 20 Min.: Gustav Schwads Volksbücher und Sagen H, gesprochen von Franz Staude. — 7 Uhr: Deutsche Musik von Bach bis Pfitzner. Hiercus folgt eine Uebertragnng des zweiten und drittem Aktes von „Lohengrin" aus der Volksoper. Vereine. Vorträge tut* Versammlungen. Zioniftische Sektion Prater. Heute um halb 8 Uhr abends im Sektionsheim, 2. Bez., Iungstraße 8, Heimabend. 1. Vortrag des Herrn Dr. Frey über Infeküonskrankheiten. 2. , Herr. Schwager: Vorlesungen. 3. Herr Margulies: Jüdische Lieder. — Zionistische Sektion 6. bis 8. Bezirk.' Dienstag den 17. d.^ 8. B^., Bennoplatz 1, Vortrag: „Das neue Palästina". Referenten Frau Dr. Rosa B u ch m i l, Jerusalem; Adolf Pollak, Jerusalem. — Zionistische Arbeitsgemeinschaft. Dienstag um 8 Uhr abends dringende Sitzung im Heime der Zionistischen Sektion Leapoldftädt, 2. Bez., ZiÄusgasie 33. Sämtliche Mitglieder werden anf diesem Wege eingelrden. — Maimonides-Institlut, 3. Bez., ' HeMsse 40. Morgen Montag von 6 bis 7 Ahr: - Rabbiner Dr. A. K aminka: „Das Buch Hiob"; 7 bis 8 Uhr: Derselbe: ,Mlimonides. More Nebuchim." — Wiener Beth-HaMidrasch, 2. Bez., Ferdinandsstraße'23. Heute um 5 ldhr: Lektor Dr. S. G elbhaus: ,-Sisre". 6 Uhr, Lektor Dr. S. Rubin: „Midrasch, nach den Quellen erläutert und interpretiert." — Das diesjährige Wohltätigkeitsfest der Sicherheitswache findet Samstag den 21. d. in . Weigls Drchevpavk in Meidling unter dem Ehrenschutze des PolizeiprAidenten Schober statt. Wiener Moraenzeltuns 15. NoveOöer 1026 N r. 2418 PELZMODENHAUS ZUM SIBIRISCHEN ZOBEL WienjVI. Mariahilferstrasse 101403 Kürsc'nnermeister // HNur letzte Neuheiten 11 in bester Ausführung! ♦ Gegründet 1896 Telephon Nr. 122 Peizhaus O.J. Pipersberg WIEN Praterstrasse Nr. 9 Telephon Nr. 4*4*60, 49*6*30 Export-Abteilung: il., Grosse Mohrengawe 1-6 u Auswahl in nur erstklassigen Pelzmodeüen * ■ LONDON LEIPZIG ♦ GEGRÜNDET IM JAHRE 1898 \ TUE TOM DIE WELTMARKE caoooaoooDöooocaooomDaaomoaoaaoaoEDß Ich suche einen Mann über 30, seriös, ernst, der eine anständige, vernünftige, häusliche Frau aus angesehener ProvinzfamiUe braucht, die ihn auch im Gesch&t unterstützen kann. 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ÜtSMl««« J—2 Wohnungseinrichtungen (Ecke Karl-Schweighoter-Gasse ec grosse J£ r f o 1 £1 MAX BROD Geheftet S 9, gebunden S 11.70 , rclix 5 alten schreibt: „Wie lebhatt und lebendig das Heute im Buche von Max Brod sich spiegelt, braucht nicht erst gesagt oder gezeigt zu werden. Das funkelt und sprüht einem ja mit vielen Lichtreflexen in die Augen. RSubeni ist eigentlich auch kein Roman, so wenig wie etwa Gogols „Tarass Bulba“ ein Roman genannt werden kann. Genau wie „Tarass Bulba* ist dieser Rüubeni ein Heldengedicht, ein Volksepos, darin die Wirklichkeit phantastisch erhöht, glühender gefärbt, intensiver bewegt, sich mehr und reicher vor uns aufschliesst, als sonst in vielen Wirklichkeitsschilderungen. Der Charakter des jüdischen Volkes ist in der Fülle vieler Gestalten, der niedrigsten wie der erhabensten, mit ruhiger Wahrheit gezeichnet. Und im Rhythrpus des Vortrages, in diesem gebändigten Rhythmus tobt eine hinreissende Kraft. Es ist die Kraft des scheinbar Schmächtigen.“ „Brods Roman ist vielerlei. Ein glänzend geschriebener Geschichtsroman... Ferner ist Brods Roman Kritik am heutigen Judentum und in dieser Kritik Mahnung, neue Zielsetzung. Drittens ist er allgemein menschliche, freie, weitere ethischeWegweisung..." Mtt 11. Buchiiondluns LIM, Vien. I. KUNSTMÖBELFABRIK JOH. GRÜNWALD'S W I., Flclichmarki 17 I., Weihburggasic 11 Wohnungen, 6«ckLB-lotc»1e. Cafe*, Kinos, Theater, nach eigenen Entwürfen. Siels grosses, assortiertes Lager II., Taborstrasse l Als AlleinauffDJirungsschlager das grosse Drama im jüdischen Milieu I im i a ans ■ ■ ,dsr . Mööyn3 ojn atyp ijn In den Hauptrollen: Dore Davidson und Zena Keefe Beginn der Vorstellungen um l/-5 Uhr Sichern Sie sich Karten im Vorverkauf J ARROW-PIKTURES, WIEN. VII. Marke Christiner bürgt allein für Echtheit BACKET UND BRATET I! OHNE BRATROHR II All! Gasrechauds, Herdplatte, Spirituskocher oder Petroleumofen. Jede Mehl- oder Fleischspeise in 20 bis 30 Minuten fertig! AEE" Vorführung und Kostproben gratis! Wien, IV., Wiedner Hauplstrasse 66, Restaura- ’ion Pendel, Wien, VII., MarlahiUei strasse 56 (Grüner Baum), Wien, III., Hauptstrasse 31 (Goldene Birne), von 9 bis 11 Uhr vormittags und von 3 bis 6 Uhr nachmittags. 891 Rotenturmstrasse 22 Fleischmarkt 1 Kunst, Sühne, Buch. Aus den Matern. B u r g t h e a t e i- Morgen, ^8 Ibr abends, „D e m e* triu s", hierauf „Heinrich aus A n d e r n a ch".' Die Uraufführung des neueü Bühnenwerkes von Georg Trrramare ' „Erfüll u n g" findet .am 25. d. statt. Hierauf folgt als nächste Neuheit die Komödie „M a i o r Barbara" von Beruard Shaw, deutsch vM Siegst!ed Trebltsch. In nächster Zeit werden „I u l i u s E a s a r" nnd die „D i e S t ü tz e n d e r . Gesellschaft" wieder im Spielplan erscheinen. A k a d e m r e t h er a r e r. Morgen, , V,8 Uhr abends, „Die zerbrochene Leiter". AnfastgS Dezember wird die Neueinstud'erung des Lustspieles „Die Welt, in der man sich l a n g w e i l i" von Pailleron stattfinden. Stoch im November ist die Wiederaufnahme von Shaws „E a n d t d a" geplant. Operntheater. Morgen, V-8 Ubr abends, zum; ersten Male „Hernan i" mit Comm. Battistini a. G. B o l k 8 o p e r. Borgen „Loh e n g r i n" mit Hubert L e n e r a. G. Deutsches Wölkstheatcr. Albert Bastermann wird als nächste btolle den Mephisto spielen. Wilhelm Klitsch a. G. wird den Faust darstellen. Die erste Vorstellung ist für Samstag den 21. d. angesetzt. Die heutige Nachmittagsvorstellung beginnt um 3 Uht- Bürge rtheater. Heute, nachmittags 3 Uhr, gelangt Leo Falls Operette „De« fid ele Bauer", neueinstudiert,. zur Äuffilhrung. E x l - B ü h n e. IW i e n e r K o m ö d i e n h a u 8). Heute beschließt die-Exl-Bühne ihr Gastspiel im Komödienhaus. R e'n a t s s a n c e b ü h n e. Morgen, ^4 Uhr nachmittags, „R o t k ä p p che n". L u st s p i e l t h e a t e r. Heute, V Uhr nachmittags, *Da 2 tapfere S chneid erlei n". Der Spielplan der Theatergemeinde. Wie uns von der BundesthLa-tevvevwaltuujg iniitMtei-lt wird, ist beaHichttzt, in den SpieliPlM h<t Theater,gemeinde für die Monate I-ämrer bis Iuiri IM nachfolgende Stücke MMnchmen: Oper: „Zanberiflöte", „Barbier von Bachad", ^Lchengrin", „Tristan und Jlsolde", „Die Frau ohne Schatten", . „Palestrim" oder „Ralfe vom Liebesstarten", „Don Gi-l von den grünen Hosen", ,Horts Gchunöw" „Sganavell". „Höllüsch Gold", „Andre Ghenier". Bursttheater. „Ochello". .„Romeo und Julir", „Kabale und Liebe", „Denretvms", „Libussa", „Karuhl", „Stützen der Ges-ellschaft", „Peer Gynt", „Zdaa'ler Gatte", „Major Barbara". „Junger Mckardns", „LMüglm", „Heinrich aus Andernach", „Ersfüllnnjg", ,-Schwan", „Der vwW Iünglinlg". Ehre nabend. DienZtUlg gelaugt im Jüdischen Künstlerkabarett, 2. Bez., .Praterstraße 60, als BenesHOorstellunig der Frau Paula Dreiblatt.die Tragödie „Die verschämte .Kalle" zur Aufführung. Fernei tohräeu ntiit die bekannte jüdische Sängerin Frau Hilda S>iÄitzkaja und die Max>imoff-TriHp>e, Waldmüller-Ausstcllllng. Ende dieser Woche wird in der Nellen Galerie, 1. Be^., Grünangergasse 1, eine Ausstellung eröffnet, die nach lauster 'Zeit, wieder^ GÄUenheit gibt, einen wesentlichen Teil des Oerlkes Ferdinand Georg Waldmüllers zu scheu. Die Ausstellunst niwsaßt^die meisten der wichtigen, in den großen Wiener Privavsamml'UWeu heffndlichen Werke WaldmülleB,. die dem großen PiMWnm bis heute meist unbldöannt geblieben waren. Außerdem weiden iivrtv frtit nt^tfne nl§ 100 5valbren vertscholleuen s 56 D0D

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