Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2412 (9.11.1925)
- Date
- 1925-11-09
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Und hier liegt auch der Grund, warum es keine „Eroberung deS Bodens" war, nur ein Kausen, in's Eigentum Uebernehmen. Weileskeine Eroberung des Bodens gibt ohne Eroberung der Arbeit. Diese Devise gibt Pinner sehr treffend — in Palästina ist diese Epoche selbstverständlich schon lange so bezeichnet und dieser Ruf zum Programm geworden — der zweiten Stufe -er Palästinakolonisation, der „Agrarpolitik der nationaljüdischen Aera". Gegen den beim jüdischen Arbeitgeber beschäftigten arabischen Arbeiter mit seinen minimalen Bedürfnissen und seinem niedrigen Lebensstandard, bei klimatischer unwirtschaftlicher Eingelebtheit (fast jeder arabische Arbeiter hatte eine eigene Wirtschaft als Rückhalt) konnten die jüdischen Einwanderer nicht oder nur sehr schwer ankämpfen. ES bildeten sich daher Gemeinschaften, die zwei wirtschaftliche Hauptzwecke verfolgt haben: Erstens unter gemeinsamer Verantwortung gewisse Arbeiten bei jüdischen Pflanzungsbesitzern in den Kolonien Judäas zu übernehmen, zweitens die Bedürfnisse deS einzelnen durch gemeinschaftliche Wirtschaft mit geringem Lohn in Einklang zu bringen. Diese Zwecke wurden zum großen Teil erreicht, waS die jetzige Existenz solcher Arbeitsübernahniegemeinschaften noch bezeugt. Ein anderes sst aber das Wichtigste: aus diesen Gruppen hat sich die PrvdMionsgemeinschast, die Kwuzah, gebildet. Die erste Kwnzah, die berühmte Daganiah, unweit deS Kinerethfees, ist direkt aus solch einer Gruppe entstanden. Diese Entwicklung sst selbstverständlich, wenn man bedenkt, daß die Einwanderer ja nicht nur wirsschaftlichen Erfo^ suchten, sondern von einem „doppelwurzigen Idealismus" beseelt waren. Sie wollten nationalen Boden und von sozialen Gesichtspunkten getragene Arbeit. Es würde hier zu weit führen, die verschiedenen Kwuzoth anzusühren, die nach dem Muster von Daganiah entstände, ihre Rentabilität, wirtschaftliche Bewährung und ihre Verfassung kritisch zu beurteilen. Von der kommunsstsschen Kwuzah, in der alle die Arbeit leiten, leisten und für sie die Verantwortung tragen, bis zur ProduktionSgemeinschaft, der ein technsscher Administrator beigegeben sst (Merchawiah), oder dem Moschaw Owdim, der Siedlung individuell arbeitender Genossen, die nur die Fragen des Absatzes, der Geräte- und Maschinenversorgung und der gesellschaftlichen und kulturellen Institutionen (Kiudererziehung) gemeinsam regeln. . Pinner versteht es, innerhalb der großen Zusammenhänge diese Unterschiede scharf herauszuheben und sie auf ihre wirklichen Ursachen zu bringen. Denn hier zeigt sich ,am besten die Eigenart des palästinensischen Wirtschaftsaufbaues, dessen Bedingungen nicht nur im Materiellen, sondern vielleicht sogar in erster Linie im Psychologischen zu suchen sind. Die Fragen, woher sie kamen, was sie waren und was sie wollen, bedingen sehr die Gestaltung der Wirtschaft in Palästina. Und man kann sogar sagen, daß sie bisher als wirtschaftsbildende Faktoren von größerer Bedeutung waren — es läßt sich darüber streiten, ob leider oder Gott sei Dank — als die ratsächlichen Landesverhältnisse. Denn in dieser letzteren Beziehung herrscht erst jetzt im Lande eine K r i s e und eine heftige Diskussion, die diese Krise bestätigt. Das Problem, ob Palästina ein Getreideland werden kakn oder ob es seine herrliche Sonne ausnützen und die verschiedenen Arten von Gemüse und Südfrüchten intensiv züchten soll, für die Bedürfnisse des Landes selbst und für den Export, beschäftigt sehr die Gemüter. Gegen Dr. S o s k i n und die Anhänger des „Gartenlandshstems" wird zwar der Einwand erhoben, daß Aegypten schon längst zur Gemüsezucht übergegangen wäre, wenn es lohnend wäre, auf solche Distanzen Gemüse zu exportieren; dieser Einwand ist aber nicht so stichhältig, denn Aegypten ist genug beschäftigt und verdient genug an seinem Baumwollexport. Es ist ein Verdienst Pinners und zeugt von seinem glänzenden Verständnis für unsere Dinge, daß er diese Diskussion in klaren Linien zusammengefaßt hat. Er versteht zu-sehen und richtige Schlüsse zu ziehen. Er stellt richtig fest, daß an der verstärkten städtischen Einwanderung nach Palästtna in erster Linie die Araber verdient haben und nicht die alten jüdischen Kolonisten. Denn die letzteren sind, von nilbedeutenden Ausnahmen abgesehen (Milchliefcrung in manchen Gegenden), gar nicht eingestellt auf die Belieferung der Mischen Verbrauchermärkte. „Die Eroberung her Markte", sowohl der im Lande als auch der im'Auslande, weist daher Pinner treffend als nächste wichtigste Aufgabe der jüdischen Landwirtschaft in Palästina. Was schließlich Pinner über die Entwicklung der Industrie, ihre sinanziellen Schwierigkeiten durch das Fehlen von Jnvestitionskrediten, ferner über die gleichmachende Tendenz des sonst von ihm gebilligten und gelobten konstruktiven Sozialismus in Palästina und über das Kinderproblem sagt, ist sehr des Nachdenkens und sehr oft des Beherzigens wert. Denn solche „Außenstehende" begrüßen wir gerne, die zu unS kommen, uns verstehen lernen und uns helfm zur Klärung und Bezwingung unserer Schwierigkeiten. Denn deren haben wir viele und große, und jede Hilfe, die uns auf diesem Wege weiterbringt, ist uns sicherlich willkommen. , Dr. Leopold Thaler. Sie Wahlen in In Tschechoslowakei. Die jübrschen Kandidaturen. Aus Prag wird uns berichtet: Die jüdische Parte i hat für die am 16. d. statkfmdenden Wahlen ins Abgeordnetenhaus in sämtlichen Wahlkreisen der Tschechoslowakei, mit Ausnahme der Wahlkreise Pardubitz und Budweis, Kandidatenlisten ausgestellt. Für die gleichzeitig stattfindenlden Wahlen in den Senat kandidiert die jüdische Partei nur in drei Wahlkreisen der Slo wakei (ITure. SV. Mart-iu, Eperies und Nove Zamky) und im WahKreis Uzhorod (Karpachorußland). In den Wahltressen Böhmens wurden folgende Kandidaten der jüdischen Partei ausgestellt: Wahlkreis Prag X. Dr. Ludwig Singer, Advokat, Prag. Norbert Adler. Fabriksdirektor. Weinberge. Dr. Josef Rufeisen, Advokat. Mährisch-Ostrau. Artur KauderS, Kaufmann, Prag. Dr. Rudolf Ofner, Chemiker, Karolinenthal. Josef Pick, Prokurist, Prag Paul Sauer, Bankdirektor-Stellvertreter, Prag. Viktor Mautner, Buchhalter, Näsle. Leopoldine Klein, Kaufmannsgattin, Prag. Dr. Emil KrauS, Zahnarzt, Prag. Wahlkreis Prag 8. Emil Rosenberg. Kaufmann, Karolinenthal. Dr. Ernst Lebenhart, Advokat, Prag. Emil Ämter, Kaufmann, Prag. Mar C. Steiner, Kaufmann, Weinberge. Doktor Oswald Schwarz, Advokat. Prag. Dr. Rudolf Beck. Advokat. Karolinenthal Eugenik Löwner, - GroßkaufmannSgattin, Prag. Bohumil Fischer, Kapitän, Prag. Dr. Artur Bergmann, OberstaatSbabnrat, Prag. Norbert Meißner, Kaufmann, Prag. * Wahlkreis Königgriitz. Leopold Hitschmann, Fabrikant Nachod. Simon Holzner, Fabrikant, Hronov. Julius WteSner, Direktor KÜniginhof a d. E. Wahlkreis Jungbunzlau. Dr. Isidor Brand, Advokat, Weinberge. Wlhetm We,s, Kaufmann, Reichenberg. Artur Löwidt, Kaufmann, Reichenberg. Wahlkreis Böhmisch-Leipa. Dr. Josts Carniol, Chemiker, Brüx. Philipp Heller, Fabrikant, ^eimierrtz. Wahlkreis Laun. Dr. Entil Margulies, Advokat, Leitmeritz. Ernst Bechert. Stadtrat,. Teplid-Schönau. Dr. Angelo Goldstein, Advokat, Prag. Ing. ÖS'ar Eckstein. Mühlenbesitzer, Knoviz bei Echlan. Siegfried Löwenbach, Holzhaudler, Saar. Dr. Alois Hermann, Zahnarzt, Kladno. M. U. Dr. Leopold Kohn, Arzt, Brüx. Dr. Marek Winterstein, Betriebsleiter der Kraluper Raffinerie, Kralup. Wahlkreis Karlsbad. Dr. Felix Seide mann, Advokat, Teplitz-Schönau. Eduard Löwy, Kaufmann, Eger. Robert Schulz,' Fabrikant, GraSlitz. Wahlkreis Pilsen. Dr. Friedrich Eidlitz. Advokat, Pilsen. Siegfried Buxbaum, Genossenschaftsdireklor lind Stadlrat, Marienbad. Albert Schütz, Bankbüektor, Kiattau.' Dr. Vlasttmtl KrauL, Professor. Pilsen. In den mährisch-schlesischen Wahlkreisen hat die jüdische Partei folgende Kandidatenlisten emgobracht: Wahlkreis Jglau. Dr. Siegwund Werner, Arzt, Jglau. Dr. Ludwig Barly, Advokat, Znaim. Dr. Hermann Werthetmer, DistltktSarzt, Jamnitz. Wilhelm Glaßner, Glaserei, Lrebitsch. Isidor Deutsch, Kaufmann und Lanowirt, Mißlttz. Adolf MinkuS, Exporteur, Znaim. Emanuel Fried, Kaufmann, Jglau. Wahlkreis Brünn. Dr. Karl Sonnen seid, Advokat und Gemeinderat, Brünn. Hrrmann Grün, Stabskapitän, Brünn- Wilhelm Adler, Gastwirt, Pohrlitz. Julius Aschkeues, Oekonom. Auspitz. Heinrich Berisch, Oekonom und Gemeinderat, Auspitz' Dr. Artur Feldmann, Advokat, Brünn. Jakob Knöpfelmacher, Kaufmann, Boskowitz. Gustav'Neubauer-Samek, Kaufmann, Etbenschitz. Montz -Spitz, Cafetier, Pohrlitz. Moritz Zetsel, Kaufmann, Boskowitz Wahlkreis Olmütz. Dr. Ludwig Meißner Oberlandesgerichtsrat, Olmütz. Dr. Joses Sonnenmark, Advokat und Stadtrat, Proßnitz. Rudolf Schulhof, Fabrikant und Stadtrat, Olmütz. David Spitzer, Vorsteher der Israelitischen Kultusgememde in Leipnik. Oskar Huber, Prokurist, Olmütz. Heinrich Scharf, Fabrikant, Lcipnik. Dr. Alfred Donath, Advokat, Olmütz. Wahlkreis Ungarssch-Hradisch. Dr. Felix Winterstein, Advokat, Mährisch-Ostrau. Salomon Lechner, Fabrikant, Gödina. Ing. Edmund Gold. Lundenburg. Dr. Artur Brauner, Arzt, Ungarisch-Hradisch. Ernst Jellinek, Kaufmann, Gaya. Hermann Felix, Fleischhauer, Straßnitz. Leopold Sonnenfeld, Mühlenverwalter, Ungarisch-Ostra. Wilhelm Kapp, Kaufmann, Napajedl. Wahlkreis MLHrisch-Ostrau. Dr. Siegmund Dirmstein, Oberlandesgerichtsrat, Neutitschein. Ernst Frischer, Bauingenieur, Mährisch-Ostvau. Dr. Othmar Huk, Advokat, Mährisch-Ostrau, Oskar Rumpler, Beamter, Mährisch-Ostrau. Artur Steiner, Kaufmann, Mährisch-Ostrau. .Dr. Abraham Teitelbanm, Advokat, Freistadt. Josef Berger, Kaufmann, Wal. Meseritsch. Dr. Maximilian Böhm, Geschäftsführer, Mährisch-Ostrau. Von den 14 Wahlkreisen in Böhmen, Mähren und Schlesien kandidieren die Juden demnach in 12.!f - * Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt. Samstag den 14. d., Präzise 8 Uhr abends, findet im Sektionshelim, Wien, 2. Bez., Zirkusgasse 33, die diesjährige ordentliche Generalversammlung statt. Stimmbercchtigt sind nur diejenigen Mitglieder, welche den Sektionsbeitrag pro 1925 bchohlt haben, oder vor der GmerawerLftumlung bezahlen- Ser Reichstagrpräfideat mliügetetztt. Berlin, 9. November. (Tel.^Komp.) ReichstagSPräsidettt Loe-be ist gestern nachmittags von feiner Amerikaress« wieder heimgekehrt. Gr äußerte sich.Pressevertretern Menüber, er glaube nicht, daß eine Einberufung des Reichstages noch vor dem 80. November möglich fein werde, lieber die von Dr. L u t h e r angesttebte großeKoalitivn äußerte sich Loche skeptisch und gab der Ansicht Ausdruck, daß der seiner Meinung nach gesunde Gedanke vorläufig noch nicht durchführbar sei. Englische Faskiften. London, 9. November. (Tel.-Komp.) Bor einigen, Tagen habe:! Mitglieder der faszsstischen Partei einen beladenen Zeitungswagen des Arbeiterorgans „Daily Herald" entführt. Eine gerichtliche' Verfolgung, der Täter hat bisher nicht stattgefunden, was in Arbeiterkreisen großen Unwillen ausgelöst hat. Gestern fanden hoher im ganzen Land« Protestversammlungenstatt. 8er Mord im Liebhartstal. Vor dem Schwurgericht begann heute der Prozeß wegen der Ermordung der Adele Schulz, die am Pfinfssonntag von dem SVbeschmiedgehilfen Joses M e ising er, einem mißgestalteten Zwerg, und dem 18jährigen Hilfsarbeiter Engelbert Barr auf einer Wiese im Liebhartstal erwürgt worden war. Baa r, der zu der Ermordeten in intimen Beziehungen stand, hatte mit Meisinger, der dem Mädchen einen Heivatsanirag machte, aber abgewiesen worden war, ihretwegen Streitigkeiten. Sie kamen aber schließlich überein, das Mädchen, das ihrer Freundschaft rm Wege stand, zubese ilägen. t Wie die Anklageschrift ausführt, kamen Baar und Meisinger am 30. Mai um halb 12 Uhr nachts mit der Schulz im Liebhartstal zusammen und ließen sich > qus Girier Wiese nieder. Das Gespräch, das hauptsächlich Adele Schulz und Gaar führten, drehte sich um belanglose Sachen. Die Schulz schien leicht einzuschlummern. Uebereinstimmend geben Baar und Meisinger an: Meisinger habe dem Bacn wiederholt heimlich zugeflüstert, die Gelegenheit fei günstig, die Luft sei rein, es sei niemand in der Nähe. Dreli- bis viermal habe er so auf ihn einzuwirken versucht und ihm gesagt: „F a n g a n, s o n st w i r d s i e wieder munter und will nach Hause gehen, hast du Angst? Es kommt ja niemand, du brauchst nur anfangen, dann komm' ich dran, ich nehme sie dann schon." Dabei lagen Baar und die Schuh das Gesicht einander zugekehrt und sich unsschlungen haltend. Baar küßte die Schulz. Plötzlich richtete er sich, seinem eigenen Geständnis zufolge, auf die Knie auf, faßte die Schulz mit beiden Händen um den Hals, küßte sie, und während die Schulz den Kuß erwiderte, legte er die Hände um ihren Hals, drückte mit beiden Daumen stark gegen ihren Kehlkopf und würgte sie einige Minuten hindurch. Die Schulz gab einige röchelnde Laute von sich und verfiel in B e w u ß t l o s ig - t e i t. Nun gehen die Aussagen der beiden auseinander. Baar sagte bei der Polizei, Meisinger habe -ihn jetzt aufgefordert, ihn auch würgen zu lassen, da Baar schon müde sei. Meisinger wieder sagt, Baar habe ihn ersucht, ihm beim Würgen HU helfen, da er s ch o n zu m ud« sei. Uebereinstimmend geben die beiden an, Meisinger habe sich nun über die Schulz gekniet und sie mit beiden Händen am Halse gewürgt, während Baar auf Aufforderung des Messinger diesem das Sacktuch aus der Tasche zog> etinen Knebel machte und ihn der Schulz in den Mund steckte. Beide Be-fchu5bigte gestehen, die regungslos Daliegende hernach mißbraucht zu haben. M Motiv für die Tat hat die gerichtliche Untersuchung Eifersucht, Zorn md Rache wegen Verhaltens des Mädchens ergeben, wobe<i M e is i n g e r als der t r e i b e n b e T e i l anzusehen ist. Die Psychiater haben Wohl bei Baar eine intellektuelle Beschränktheit sestgchellt, aber keine geistige Stöbung, weder bei ihm, noch bei Meisinger. Wien, 9. Nv'veMber. * Feuer in einem Tempel. Gestern früh war der Tempel des Bethausvereines Adaß Israel, 2. Bez., Große Schiffgasse 8, \ itt ckrotzer Gefahr, abzuorennen. Das Tempelgebände rst in den Hof des dem Verein gehörigen Hauses eingebaut und hat ein mit Blechverschalung versehenes Holzdach. Infolge Schadhaftigkeit des Rauchfanges hat sich nun das Holzdach entzündet. DaS Feuer wurde aber so rechtzeitig entdeckt^ daß die städtische Feuerwehr die Flammen in kurzer Zeit mrt einer Schlauchlinie löschen konnte. * Wiener Veth-Hamidrasch, 2. Bez., FerdinandSftraße 23. Heute, 7 Uhr abends, Lektyr Dr. S. Rubin: „Talmud." * »,Sotto" kehrt wieder. Der große Douglas - F a i y b>anks''Film der Av o llo - Fjlm-A.-G., dem ein großer und seltener Publirnmserfolg beschieden war, erscheint morgen im Kreuz-Kino. * Bestialischer Gattenmord in Berlin. Wie aus Berlin gemeldet wird, wurde dort in der Nacht von Samstag aus Sonntag in der Göhnngstraße ein grauenhafter Mord^ verübt. Der 63jährige Staüschweizer Thomas K.rzizosttzniak brachte seiner 46jährigen Frau mit einem Küchenmesser zehn Stiche bei, die ihren Tod herbeiführtem Die Tat ist darauf tznrückzusühren, daß der Mörder mit seiner 19jährigen Tochter schon fest Jahren Blutschande betrieben hat und heute nachts von seiner Frau dabeiglberrascht wurde, worauf er sic kurzerhand niederstach. Sowohl der Mörder, als auch die Toai' , wurden verhaftet.