Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2411 (8.11.1925)
- Date
- 1925-11-08
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nkr. Ml' " Wlett, Sonntag ' Der HW« H. Seitoit in Mvskau. AMUich der Amvesechsit des bekannten jüdischen DwMtWS K. L e i wj t in Moskau bekäme): die jüdljchsn Kommunisten -einige für sie wenig schmeichelhafte Bemerkungen aus einem zu Ehren des Ächters veranstalteten Begrüßungsabeni). zu hören, Leiwik drückte seine Verwunderung darüber auS, daß trotz -ex dielen so hochgepriesenen Mögl!Wt-n sich so wenig an'Mischer Arbeit bemerkbar mache; d!eS schrieb er der anscheinend Wenden Begeisterung für jüdische Arbeit im allgemeinen und fiir die jüdische Kultur im besonderen bei den jüdischen Kommunisten zu.-Cr sagte: „Nach den Eindrücken, die ich gewonnen habe, muß ich eine sonderbare Art von innerer Unsicherheit, fast Furcht, eine innerliche Verkrüppelung im Verhältnis zur jüdischen Kultur in RusMud konstatieren. Fch. habe in MinSk gsfchen, wie die Weißrussen sich zu ihrer Kultur stellen; eö herrscht echter Enthusiasmus!" Man kann sich die Verlegenheit denken, in welche die roten jüdischen Kulturträger angesichts solcher „kleinbürgerlicher Ketzerei" gerieten. Der Mann da sprach von jüdischer Kultur r-m> eifto schon von vornherein konterrevolutionäre Angelegenheit—während sie damit beschäftigt sind, gerade diese Kultur mit Stumpf und Stiel auszurotten. Der jüdisch-Ämmunistische Diktator im Kleinformat RafeS blieb auf sckihs rückständige Ansichten die Antwort nicht schuldig. Ex erklärte, daß dieArbeit bis jetzt sich darauf konzentrieren mußte, das Alte zu zerstören und fügte mit Stolz hlM, daß dar Mische Kleinbürgertum — das heißt also die Mischen Msien — zum Bankrott gebracht wurden. Der erstaunte und in dieser Msch-sowjetistisch-n Politik gewiß naive Dichter Leiwik konnte sich anscheinend mit der großartigen und nicht wegzulengnenden Leistung des Ruins der Juden Rußlands nicht zufrieden geben. Aber es ging ihm noch ärger; er bekam noch eine allerhöchste kommunistische Rüge wegen seines „Golem", der als antibckschewikiisch bezeichnet wurde. Und Leiwik weiß nun, was man in Moskau unter Mischer Kultur versteht... Sin neuer Achter. Cs W eiine ganz MgeMMiche und rührende Geschichte, die Gchchichte von der Eutdeckimg Panait Jstratis durch Ro- Mein Rolland. Eine Geschichte für romantische Gemüter, die noch v» Wunder glauben in unserer nüchternen Zeit, für Idealisten, dir noch an Menschen gjlsulhen und an Mensch-- lWvtt. Ein Mensch nimmt freiwillig Abschied vom Leiben, vom einem Leben, reich an Aberrtmern und köstlichen Erlebnissen, aber noch reicher an Nvt, QM und hemmungsloser Leidenschaft. UnersAÄichex LchenShmuger hat den Knaben aus seiner vuwänilschen Heimat getrieben, zwanzig Ichre ist er herMgeirrt, dm der Sonm verbrannt, vom R-sgen durchnäßt, obdachlos, von der WM gcheht. hungrig, krank, von LeidenschOvn besessen, durch die Not zermürbt. Enttäuscht und gebrochen beschließt er im KranLenhruS m WM feiwom Leben ein Ende zu machen. Angesicht deS Todes sehnt sich dieser Unglückliche, Pcmait IstveÄ, nach einem Menschen, dem er die Beichte seines LebenL Mögen könnte. Er hat abgeschlossen mit seinm Leben. Nicht Hilf» sucht er, rna die Mö-MchM, vor seinem Tode noch einmal einem miHühlenden Freunde sein Herz eröffnen gu können. Gibt es in unserer harten, nüchternen Zeit einen solchem Mnschen, einen Menschen, dom ein Fremder in seiner Todes» stunde sein gequältes Herz aufWeßen kann?. Und Panait Jstrati schreibt an Romain Rolland! Wahrlich, kein schöneres Zeugnis-können wir uns sür di» Echtheit dichcs Dichters denken und für di« Reinheit seiner Wirkung. Keinen schöneren Lchn für ein arbeitsreiches Leben, als dieses BerMmm eines SteOeMn zu feiner Menschlichkeit und Güte. Romaiin Rolland bekommt eines Tages den Brief eines ÜOekamten, eines Selbstmörders aus dm Nizzaer Krankenhaus. Er liest ihn und ist erschüttert von beim Ausbruch eines Genies. Schon in diesem Briefe offenbart sich zwingend bas Cr» zäthlergeniie Panait Jstratis: Zweimal unterbricht er seine BekeMtnisse und seine verzweifelten Klagen, um zwei lustige ■ Episoden aus seinem ftüherm Leben zu erzchlen.^ Ein ge-' borener ErzAhler, sin Ertzchler des Orients, der sich an seinen eigenen Geschichten begeistert nnd erregt. „Einen neuen Gorki des Balkans" nennt ihn Romain Rolland. Romain Rollands Interesse ist aufs stärkste geweckt. Es gelingt, den Selbstmörder zu retten — ein Briefwechsel entspinnt sich , sie werden Freunde. Ein Fremd Romain Rollands — wahEch eine gute Empfehlung für den Menschen Panait Jstrati. Ein von Romain Rolland entdecktes ErzMergenie — eine gute Empfehlung für Len Dichter Panait Jstrati. Pamst Jstrati erzählt in seinem eben im Verlage Nutten. u. Loening erschienenen Buche „Kyra Kyraliüa" die LebenSfchichale des Adrian Zagraffi. Doch wir erfahren nicht viel von Adviru Zagvasfi in diesen Buche. Ist doch das Men fo unendlich reich und die Welt so wunderbar. Wer könnte sich fca catif die Schilderung der Erlebnisse eines mnzelnsn Menschen beschränken? Weit entfernt von aller Theorie, mit dem Instinkt Lc8 echten Erzählers hat Panait Jstrati seine Aufgabe, die Aufgabe jedes großen Erzählers erfaßt: Ein Weltbild zu geben. Und er gibt uns das Bild einer fremden, eMischen, un* * erhört Wtzen Wt. Der Balkan tut sich 'vor uns auf mit Mener Morgen-eilung Per Wjfihrlge Bestand der Firma Teppichhaus Möbelhaus f Wien, I., Bauernmarkt 12—14 (keine Filialen in Wien) bietet für streng reelle, solide und fachmännische Bedienung der Kunden die deute Oewähr Bevor Sie Ihren Einkauf von I damit Sie sich von der Reichhaltigkeit der Lager, Billigkeit der Preise und Leistungsfähigkeit der WeÜfirma Überzeugen können. iss « s . . . .. . .. iipiNMun»eeiimiuiimiiiiiiiiii Men, leidenschaftlichen, naturnahen, von keiner Zivilisation beschwerten Menschen, mit seiner Landschaft, schwermütig und 'monoton, und hoch von der Phantasie eiimS noch siMichen 'Volkes wn-ndechar belebt. > Im Pochevgvund^der Erzählung steht ein Mädchen von exotischer Schönheit, Kyra KyMua.. Ihre KinHoitsevlehnisse, ihre Entsühruug und ihr fchließliches Verschwinden in einem Harem der Türkei bilden den roten Faden, der den Roman zusammeniM, liefern das Moment der Spannmg, das diesekeigenartige Buch kein-esfalls entbchrt. Panait Jstrati bringt es , fertig, Kyra Kyvalina, die eigentliche Heldin des. Buches, überhaupt nicht austreten zu lassen, wir kennen sie nur aus den ErgähluuM ihres Bruders, nur aus seinen begeisterten Schilderungen, doch das genügt, um nnS lebhaft für sie zu intevessieren, um uns mit größter Spannung ihr Schicksal vevfckgen zu Lojjeti, Panait Istrali schöpft aus dem nngcheuren Reichtum des Lebens. Scheinbar zügellos schweift seine Phantasie und greift alles auf, waz, ihr in den Weg .kommt. Amüsante und evschütternde Episoden durchzichen seine Erzählung und Men seinem Buche ein ganz eigenavtiges Gepräge. Doch eine starke künstlerische Honld hält alles zusammen. Leicht und mühelos fügt er Zug an Zug, BW an Bild zu einem harmonischen, abgerundeten Ganzen von starker Urfprünglichkeit, von ungewöhnlicher Natürlichlkeit und Kraft. Im redÄtionellen Teile enthaltene entgeltliche Mtteilungen sind durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. Wien, 8. November. * Das Wetter. Die Voraussage für heute lautet: Zunchrnende Berfchlechtevung, vorangehende kurze Besserung nicht «nSgeschlossen, warme, starke Nieoerfchläge und Winde. * Koscher-Fleisch, verläßlich und billig, in, den unter Aufsicht des ehrwürdigen Rabbinats der Israelitischen Kultusaemeinde Wien stehenden Fleischbänken des Siegm. Korn- Mchl, 9. Bez., BevMsse 15, und 18. Bez., M-ringechraße 97. Die Preise für Koscher-Fleisch sind die gleichen, wie für das nicht koschere und ist auch die Qualität die gleiche. » Eröffnung einer Jeschiwah in Wim. Der Verein Machsike Hadath, der in Wien bereits mehrere wertvolle Einrichtungen für das indische Geistesleben geschaffen hat, rmter« nahm, es mm, in einer Großstadt vom Range Wiens eme Lchrstätte für die jüdische Jugend zu schaffen, die zum Ziele haben soll, dieser Äugend, die von allen Seiten ,und durch alle möglichen Umstande immer von der Beschäftigung mit, dem, Studium der jüdischen Wissenschaft abgelenkt, wird, die Möglichkeit zu verschaffen, unter kundiger Anleitung sich dem, lüdischeu Studium zu widmen. Die' Jeschiwah, die der Verein begründet hat, ist kürzlich eMnet worden. An ihrer Svttze steht oer berühmte. Rofch Jeschiwah ans der Ukraine, Rabbi Rafael K i t af g o.r ö w st i, der über große Erfchrung und pädagogische Kenntnisse verfügt. Die Eröffnung der Jeschiwah, wurde sehr feierltch begangen; sie fand im Bewein der Herren Oberrabbiner Prof. C h r j e 8 und Rabbiner M a y e r s o h n statt. Weiters waren die Herren Großrabhiner Twersily, Frredmann, Höschel und Schmealer, die Rabbiner ans Skol, Gwosdzrz, Dvernilochow. Menistrichoz sowie Hofrat Frankfurter erschienen. * Hotel Bristol. Belgrad, erstklassiges Familienhotel, siehe Infevat. * Entgleiste EMenzen. Der 90jä!hrige Posten- und obdachlose Privatbeamte Egon Müller wurde Freitag dem Landesgericht eingeliesert, weil er dem Kaufmann Max Biedermann eine Schreibmaschine im Werte von 150 Schilling veruntreut hat. Unter dem Namen Heinrich Stern hat Müller Ende September im Hause Blumauergasse 5 gewohnt und dort Bie beiden Zimmergenosson bestohlen; dem Tapeziereraehilfen aim Bärnbein stahl er einen Anzug und dem Schneider- Hilfen Isaak Hummer einen Koffer im Werte von zufammen 190 Schilling. Müller, der wiederholt,wegen Diebstahls abgestraft ist, ist aus Wien abgeschafs.l. Die Schreibmaschme wurde zustandegebracht. — Am 4. d. wurde in der Gemeinschaftsküche im Handelsministerium ein junger Mann dabei betreten. als er sich mit dem auf 160 Schilling betverteten Pelj> des Handelsangestellten Jakob N e u m a n n heimlich entfernen wollte. Beim Stadtkommissariat wurde er als der 29jährige postenlose Bankbeamte Friedrich Richter erkannt. Es wurde ihm uachaeiviesen. daß er in der cileichen Gemeinschaftsküche dem Buchhalter Pinkas S ch i n d l e r einen llebcrrock rm Werte von 860 Schilling gestohlen hat. Richter wurde dem Landesgericht eingeliefert. ' 8. Mrmber IW Seite - t Jii *» 3101101«. '41110. 5, Mt v Uhr abends ist m einem hiesigen Samtorium. der 42jährige Direktor der Münnsdorfer Werke,, Ennl W en d, rm Hotel Stadt Trieft wohnhaft, als an chm eine Lungencheration vorgenommen werden sollte, m der Narkose gestorben. Meidling. In einem GoischauS in der MelsmnMe m NeidltNg gab eS gPern mittags zwischen m Gasten des Extrazimmers und der Schwemme Hänseleien, d:e sich, nachdem die Streitenden von dem Wirte aus dem Lokal gewiesen worden waren, auf der Stvaße fortsetzten. Hier zog der Kutscher Rudoksf Pofekany plötzlich eine Pifto 1 e und gab gegen den HWarbeiter IaSkolb Schmied einen Schuß ab. Da8 Geschoß drang Schmied durch die Brust und blreb in der Mauer des Gaftlhanses stecken. Schmied sank lautas zu Boden, ^während Poise'kany flüchtete. Der zu Tode lsetrDene starb, noch che die Rettmvgsgefellschast eintras. Der flüchtende PoisMnv wnvde von einer großen Menschenmenge verifolgt und schließllich f e st ge n o m m e n. Die Wache mußte Hn vor den Lynchverlsnchen der erbitterten Menge schützen. Poisekany, ein polizeiibekannter EWedent, der bereits Mt. schwerem Kettker Vovbsstvaft ist, will glauben machen, daß er in Notwchr gehandelt halbe. Er wird dem Landesgerichte einigeliöfevt werden. * Verhaftung internationaler Ladendiebe. Ini Geschäft 'reS Solo Eng lex auf dem Lruvenzerberg erschienen am Donnerstag nachmittags zwei Fremde, die Stoffe gu laufen wünschten und unter allerlei Vorwänden Herrn Cngler zum Verlassen des Lokals zu bewegen suchten. Als Herr Engler sich einen Augenblick abwandte, horte er, wie einer dem anderen rumänisch zurauute: ,-öeeile dich!" Rasch wendete sich Herr Engler um und fch, wie der eine Fremde zweiStück Tuch unter seinem Rock verschwinden ließ. MS der KaufmaM Wache holen wollte, versuchten ihn die beiden Gauner von der Tür weMstyßen. Trotzdem wurden sie verhaftet. Bei der Polizei wurde festgestellt, daß die Manteltaschen der Seiden an der Innenseite durchschnitten waren, so daß sie mit den Händen in den Taschen frei agieren konnten. Es scheint sich um internationale Ladendiebe zu handeln. Der eine, der deutsch mit jüdischem Akzent außerdem ftanzösisch, italienisch und englisch spricht, nannte ich Jean Blau« aus Damaskus. Der andere gibt an, der 27 jährige Angel Nico lesenaus Bukarest zu sein. * Ein großer Zollschmuggel ln Lemberg entdeckt. Wie den „Polnischen Nachrichten" auS LeMberg, 6. d., mitgeteflt wird, 'ft es der dortdgen ZoWveiktion gelungen, eine große SchmugglerMre aiuMeäen. Der Präsident der dortigen ZolÜdirÄtion, Smolka, echislt hie Mitteilung, daß zwei i ZeMberger Firmen, und zwar die Firma„CzechPol", deren In-!Mer der tischechoflowakifchs Staatsbürger Ing. Reichmann > ft, sowie die Firma ,La maison de Fmnee", welche dem Fran- Men Jean Marchand gehört, Schmuggel mit ausländischen Waren, speziell aus Wien auf großer Art betreiben, um i olche dann in ganz Polen zu verkaufen. Es wurden Durchsuchungen bei dieisen Firmen vovgemmmen und eine große An- Zchl von Waren, wie StMe, Hemden. Spitzen, Seche chw., vorgefunden, hmgegen waren kerne Fakturen und ZoWelsge vorhanden. Gegen beide Firmen wurde die Untersuchung einigelettet, da man den Verdacht hogt, daß man eS mit einer «roßen Schnmggleoae>sell!scha/st zu tun habe, welche ihre Tätigkeit in großem MaWab betrübt. * Ein Schweizer Gmbeuavbeiter als — Anthropologe. Vor dem KöniAichen AnthropoloMchm Institut in. London berichtete der rmerikanWe Anchropoloae Dr. Hrdlicka über den so rasch bexühmt gewordenen h y d e s r a - S ch äd e l". Er hat an Ort und Stelle über die Auffmdung dieser 'ür die Anthropologie außerordentlich wichtigen Schädels Einzelheiten ftstgestellt. Dabei' ergab sich, daß die Echaltnna-de- Ju-ndes dem raschen Ve^tändnis eines schweyerrschen Bergarbeäters namens Zweigler zu verdM«n P. der an der betreffenden Stelle arbeitete. Bei der Minierarbeit in der Tivfe einer Felsspalte des Brocken Hill brach eine Seitenwand herunter. In den Trümmern log ein Schädel. Der Schweizer Werkführer erkannte allerdings nicht sofort, daß es sich um einen Menschenschüdel handle, aber es war ihm sofort klar, daß der Fund wissenschaftliche Bedeutung haben könne, und wenn auch einige Knochenstücke durch die Pickel befchädkgt worden waren, löste er doch den ganzen Schädel mit größter Sorgfalt aus dem Fels heraus und trug ihn zum Grnbenarzt, der seinen Wert bestätiigte. Zwei Wochen später wurde er m das Bureau des Grubenverwalters und von dort dann „ins Britische Museum in London geschafft. Der amerikanische Forscher hat dm Schweizer ZweUer seW befragt und von ihm wertvolle Wnselangcchen echalten, so besonders die, daß der Schädel ohne Unterkiefer und übechacht andere Skelettbestandteffe gefunden worden ist. Ans seiner Laae muß geschlossen werden, daß er einstmals cm den betreffenden Ort hingostellt worden ist. Zwei, oder drei Tage später wurde nt einer Entfernung von etwa 6 Fuß ein menschlicher Beinknochen gesunden, in weiterer Mtsermmg ein Armknochen. Dieses Gebein ist allem Anschein nach absichtlich aufgebrochen Wochen. Daraus wich geschloffen, daß in der fernen Urzeit, aus der diese Knochen stammen, KanibaliSmns herrschte. Wchrscheinnch Huben die Mnfchenifveffer die Knochen aufgebrochen, um das Knochenmark zu gewinnen. * Im altbekannten Tapezierermöbelhaus M. Weitz. 2. Bez., Darwingaffe 39 (Ecke NmÄbchnstraße),^kaufen Sie erfMassige Ottomanen, Eisen-, Messing-, Patentmöbel usw. in erstklassiger AnsMrMg zu antzerochentlich billigen Preisen. * Alle zwei Monate ein Schachzug. DaS längste Schachspiel, das EmMeihten in Ermnerrmg ist. hat jetzt einen Abschluß gefunden. Nach Mähxigem umntechrochenen Kampfe sind die Partner zu der UebeMUgung gekommen, daß sie füreinander zu gut sind und daß deshalb das Spiel nie zu Ende kommen wüche. Sie geben jetzt Mo als hoKnungsilofen Fall auif, was sie im Fahre MS kampfeSmutig begonnen hatten! Und u-nter welchen Schwierigkeiten fand das Kampfspiel statt! Der eine Partner wohnte in Australien, der andere in den Bereinigten Staaten. Brieflich Een sie sich die Züge mit und erhielten dann postwendend den Gegemug. Immerhin dauerte es aber unter Men BechAtniffen doch immer zwei Monate, che das Spiel mn einen Zug vorwärts kam. Wenn auch im allgemeinen fole Schachspieler musterhafte Gednldsmenfchen sind, so mag in diesem Fall ihr Temperament wohl doch evwas zu heftig aus das Schneckentempo des SpiÄs gewirkt haben/. So findet das längste Schachspiel der Welt ein unbefriedigendes Ende; denn den Menschen befriedigt nur ein Ding, das Sieger und Besiegte hat. * Die S-cungfedernmatratze. Ein sonderbarer Unfall wird aus New-Vork berichtet: Die fünifjährige Jda Weismon und ihr siebenjähriges Brüderchen Frank hatten im Zirkus beobachtet!, wie ein Mown auf eine Sprunmeder- Matratze sprang und dann zur Belustigung der Zuschauer emporgoschleudert wurde. Die beiden Kinder, bssGossen iri Abwesenheit der Mutter, diesen Trick einmal nachzuahmerv Sie zogen die Sprungfedermatratze aus dem Bett, legten st> auf den Stnbenboden, kletterten aus ein hohes Möbelstück Ml sprangen auf die Matratze herunter. Die Federkraft war avei so stärk, daß die kleine Jda zum Fenster hinauSgeschleuder! Wurde und fünf Stockwerke tief in den Hof stell, wo sie to> Liegen blich.