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Wiener Morgenzeitung · 1925-11-06 · Heft 2409 (6.11.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2409 (6.11.1925)
Date
1925-11-06
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Wien, Freitag S. November 1A8 Seite 6 pulatwnsgebühr, die die Arbeitsuchenden zu entrichten haben, ist sehr gering und nur von jenen zu leisten, die es imstande sind. Nicht einmal 50 Prozent vermögen sie ]u entrichten. Der finanzielle Mißstand des Arbeits- Nachweises hat diesen veranlaßt, bei der Kultusgemeinde um eine Subvention anzusuchen; eS ist zu hoffen, daß dieses Gesuch bewilligt wird. Das Interesse, das der Arbeitsnachweis den Arbeitsuchenden entgegenbringt, beschränkt sich nicht nur auf einfache Registrierung. Es wird auf die persönlichen Verhältnisse jedes Arbeitnehmers eingegangen, und jede Art von Berufsberatung wird ihm zuteil; dies ist um so nötiger, cC ein großer Teil der jüdischen Arbeitsuchenden gezwungen ist, den Beruf zu wechseln, was besonders für abgebaute Beamte und kaufmännische Angestellte gilt. Es ist durchaus zu wünschen, daß die jüdische Oefsenttichkeit diesem wichtigen Zweig der Wiener jüdischen Fürsorge ihre Hilfe angedeihen läßt. Sie Bilanz des Todes. Die Opfer des Weltkrieges. Das statistische Zentralamt in Washington veröffentlicht die Berechnung der Gesamtsumme, welche die Negierungen und die Völker in den fast fünf Kriegsjahren hinausgeworfen haben. Es ist eine für die heutige Menschheit Europas fast unvorstellbare Ziffer, die das amerikanische Amt nennt: 247 Milliarden und 129 Millionen Dollar. Dieser Aufwand verteilt sich wie folgt: Die Alliierten haben die Kleinigkeit von 165 Milliarden und 782 Millionen in das Geschäft gesteckt, während die Zentralmächte nur 83 Milliarden und 347 Millionen aufzubringen vermocht haben. Wohl ein' unwiderleglicher Beweis für die so oft gehörte Behauptung, daß der Sieg ebengeradederletzten Milliarde gehört. Nun veröffentlichen Londoner Blätter auf Grund einer in einer uordamerikanischen Revue erschienenen Kompilation die lehrreichen Zahlen,' die den Amerikaner R. F. H a r l o w zum Berechner haben. * Dieser hat sich nämlich der Mühe unterzogen, die Opfer und Verluste, welche der Weltkrieg von den etwa 15 kriegführenden Staaten forderte, nach bester Möglichkeit festzustellen. Und hier ist Harlow zu den folgenden fürchterliches Zahlen gelangt: Die Ziffern der unter dieFahnen gerufenen Soldaten sind die folgenden: Rußland: 12 Millionen, Deutschland: 11 Millionen, (Großbritannien: 8,905.467, Frankreich: 8,410.000, Oesterreich-Ungarn: 7,800.000, Italien: 5,615.000, Vereinigte Staaten: 4,800.000, Türkei: 2,850.000, Bulgarien: 1,200.000, Rumänien: 750.000, Serbien: 707.343, Belgien: 267.000, Griechenland: 230.000, Portugal: 100.000, Montenegro: 50.000. Es kamen also auf die Alliierten insgesamt 41 Ms- Itonen 883.810 Mobilisierte, während die Zentralmächte nur mit 22 Millionen 858.810 Mann am Kriege teilzenommen haben. Die erdrückende Ueberzahl auf Seiten der Verbündeten wird aber dadurch einigermaßen wettgemacht, daß Rußland ja mit seinem Riesenheer gerade im kritischen Momente der Wendung aus dem Kampfe ausschied. , Nun wirft Harlow die Frage auf: „Wieviele vop dieser Riesenzahl an Soldaten sind kampfunfähig gemacht worden?" Seine Antwort ist die folgende: Im Durchschnitt kommen auf je 8 Soldaten ei-n Toter, und auf je 3 ein Verwundeter. Also eine Totase von 29. Millionen und 561.530 Toten und Verwundetest. Ueber die herbsten Verluste hat sich Rumänien zu beklagen. Seine Toten im Weltkrieg betragen 45 Prozent. An zweiter Melle marschiert Deutschland mit 17 Prozent Toten und 38,2 Prozent Verwundeten. Absolut gesprochen hat aber Deutschland im Weltkrieg mehr Tote als irgendeine andere der kriegführenden Nationen zu beklagen gehabt. Nämlich: 1,773.000. Es folgen: Rußland mit 1,703.000, Frankreich mit 1,357.000, Oesterreich-Ungarn mit 1,200.000, Großbritannien mit 908.371, Italien mit 650.000 usw. Den letzten Platz auf dieser Unglücksliste nehmen die Vereinigten Staaten von Nordamerika ein. Obwohl sie mit 4,800.000 Mann zu Felde zogen, haben ihre Verluste an Toten nur die Zahl 50.280 erreicht, also ein Prozent. Auch auf der Liste der Verwundeten schneiden sie am glücklichsten ab. Nämlich: 205.690 oder 4,3 Prozent. Den höchsten Prozentsatz an Verwundeten weist Frankreich mit 50,72 Prozent auf. Es folgen O e st e rr e i ch - U n g a.r n mit 46,15,. Rußland mit 41,25 Prozent und so fort. Italien steht, was die Zahl der Verwundeten angeht, an sechster Stelle. * Silberfunde in einem Steinbruch der Gemeinde Wien. Gestern wurde aus einem der Gemeinde Wien gehörigen Steinbruck) bei Persenbeug ein Stück Povphyril ins'Rathaus gebracht, aas Spuren von Silber aufweist. Die eingesanüte Gosteinsprobe hntifre der Bauamtsdirektion der Gemeinde Wen zur nfcMuen Prüfung auf ihren Silber.aehalt übergeben. Es sind auch tatsächlich Spuren von Silber aemtchen worden. Die städn'ichen Geologen sind aber der Aniich:. Vaß die Bechälmisse der Erdkruste in der Gegend von Veuenibeu.2 n i ch: dera-r: sind. daß man vor.: größere ©Ui«’««« tf o-3i uibMh ernxn;«n tonnt*» Wiener Morgrnieiti»«« m. wn Austritte aus dem gudeuttm. ^Lemberge r Elfrtede, geb. 9. November 1911, Wien, 2. Bez.. Untere Augartenstraße 91. Bolk Isidor, geb. 1b. Juni 1892, Gbely. b. Bez., Fendigafle 9. Katzenstein Heinrich, geb. 28 Juni 1885, Utoetbrücken, 2. Be,., ZirkuSgafle 88. P irling Cäcilie geb. Büchler, geh. 8. März 18t6, Bowez, 6 Bez., Gumvendorferftratze 50. Wittenberg Leopold, get. 14. Mai 1872, Znaiin. 6. Bez., Theobaldgafle 7. Kauer Simon, geb. 9. Jänner 1896, PrzemySl, 19. Bez., Rampengaste 17. K a l d r i Elisabeth, geichted. Springer, geb. 8. Juni lKS, Men, 3. Bez.. Renmeg 65. Weiß Jmef, geb. 8. April 1886, WolfSegg, Bandagist, Böklobruck. Weiß Paula, geb. 32 September 1895, Wien. Vöklabruck. W e t ß Ella Edith, geb. 30. Oktober 1918, Wien, Vöcklabruck. Schulmann Feltcie, geb. 31. April 1893, Wien, Kastierin, 8. Bez.. Erdbergstraße 69. W e i n t r a u b Oskar, geb 24. Mat 1985, Wien. Bankb amter, 9. Bez., Seidlgasse 21. Berger Helene Franziska geb.'Gomdrich, geb. 12. April 1876, Wien, Malerin, 6. Bez., Marialnlferstraße 29. G e w ü r z Bernhard Ber, geb. 1d86, Debica, d. Bez., Einsiedlergafle 24. Groß Herbert, geb. 21. Dezember 1897, Wien, Beamter, 3 Bez.. Salestanergasse 10. P i ck Alfred geb. 16. September 1881, Wien, 18. Bez.. Arndtstraße 36. Kafka Karl, geb 10. Juli 1892. Wien, Verkäufer, 10. Bez, Quellenstraße Nr. 209. Kovpil Wilhelm, geb. 7. August 1907, Wien, Schneidergehilfe. 10. Bez.. Favorttenstraße 164. Lederer Hans, geb 20 Juli 1911, Wie», 7. Bez., Burggasie 49. Glaser Hugo. geb. 20. Jänner 1883, Wien. 3. Bez.. Mmelchgasse 10. Friedländer Jakob Eugen Moritz, geb. 7..Mat 1877. Wien, Beamter. 9. Bez.. Berggasie 23. Z e h n g u t Angela geb. Z i l e c e k. geb. 23. Juni 1898. Wien, 17. Bez., Schumanngasse 75. Herze! Gustav, (ie\ 23. Oktober 1882, Wien, Schauspieler, 8. Bez., Sch össelgasse 14. Ae Slauber-üuellkn von Froureusbad. Bon Dr. Martin Krämer, Kurarzt in Franzensba-d. Die Glauber-Quellen, benannt nach dem Arzte des 17. Jahrhunderts Johann Rudolf Glauber, dem Entdecker des schweselsauren Natrons, enthalten als Hauptbestandteile Natron und Sulfat. Da die Franzenbader Quellen viel freie Kohlensäure enthalten, sind lie als Glaüber-Salzsänerunge zu beziehen und sind zu natürlichen Kohlensäurebädern vorzüglich geeignet. Daneben haben sie einen verschiedenen Geho.t an Eisen, einen geringen Gehalt an Malten (Kalium, Lithium), endlich Calcium, Magnesium und Chlor. Man teilt die Mineralwässer ein in Hypo-, iso- und hypertonische, das heißt, sie haben eine niedrigere Konzentration als das menschliche Blut, eine gleiche und'höhere. Bei der Jsotonie sängt die abführende Wirkung einer Glauber-Salzquelle beim Menschen an. Höher konzentrierte (hypertonische) Glauber-Salzquellen waren bis vor kurzer Zeit überhaupt nicht bekannt. Die Glarüber-Quellen von Franzensbad haben eine interessante Entstehungsgeschichte. Die ständige Zunahme der Patientenzahl veranlagte die Kurverwaltung nach neuem Kohlensäurewasser zu suchen, um dem steigenden Bedarf an Kohlensäurebädern nachzukommen. Nach dem Gutachten von Rutengängern, hauptsächlich aber der hervorragenden Geologen Hofrat Dr. Eduard Sueß und Hofrat Dr. Ing. I. «Knett tn Wien, waren bei Bohrungen Kohlensäurequellen zu erwarten. Nach der Ansicht der Geologen stammen unsere Quellen aus tiefen Schichten, aus dem Urgestein, da sie chloridisch-Warbonatische Natronquellen sind; während oberflächliliche Quellen Kalisalze, allenfalls noch Eisensulsat zu enthalten pflegen. Beim Ausstieg ans Tageslicht vermischen sich die zahlreichen Quellen mit dem Süßwasser in den oberen Schichten und werden dadurch verdünnt.- Daher enthalten die alten Quellen, die von selbst herausgetreten sind, nur zwei bis 6 Gramm Salzbestandteile im Liter. , 1919 erfolgte die Bohrung, die Mei kohlensäurereiche^ ergiebige Springquellen ergeben haben und vier konzentrierte MediAmalquellen. die als Glauber-Salßquellen 1 bis 4 bezeichnet werden. Alle steigen durch ihren Kohlensäureaustrieb tveseutlich höher empor als die bisherigen Mquellen. Nr. 1 und 2 sind schwächer und enthalten 8-5 Gramm im Liter, sind also isotoirischer Konzentration; 3 und 4 stammen aus größerer Tiefe und enthalten demnach mehr Salze. Nr. 3 stammt aus 53 Meter Tiefe und ist hypertonisch (enthält 15,5 Gramm im Liter) und 4 kommt aus 92,5 Meter Tiefe und enthält 25 Gramm pro Liter. Sie ist gegenwärtig die konzentrierteste Quelle, die in Europa bekannt ist. Wegen dieses hohen SalMhaltes, den kein Kurort der Welt auslzuweisen hat, dürfen die beiden Quellen als „W-underquellen" bezeichnet werden. Die beiden Springer liefern in überreicher Menge ein tadelloses Material für Kohlensäurebäder, während die vier Glauber-Quellen als abführende Quellen Wunder wirken. Die Erfahrung hat gezeigt, daß die starken Quellen nicht, rein getrunken werden sollen, damit der starke Salzgehalt nicht km Körper Wasser entzieht, um den Dickdarminhalt zu verflüssigen, sondern die starken Quellen werden am zweckmäßigsten in geringer Menge getrunken und daraus eine schwächere, auch Süß-^ Wasser, nachgetrunken, um die erforderliche Flüssigkeit zu liefern. ." Wien, 0. November. * Sexualantifeyritismus. Die neueste Spezies kr Judenhetze, die jene Kreise betreiben, aus denen die rassischen Edesingr Haarmann, Meiche, Denke ulsw. hervorigeganigen find, oft der SeMalantiisemitiÄnus. Die Juden werden von Vliesen Hetzern als sexuell entartete Wüstlinge schlimmster 'Art hingestellt und diesem Bilde geschlechtlicher „Berwovsen- 'heit" tritt dann der leuchtende Glanz germanischer ReiHeit (siche Haarmann, Meiche, Denke, Massenhmnosexnalitäi. in der deutschen Armee u. dgl.) strahlend gegenüber. Diese Hetzmätzchcm wären weiter nicht zu beachten, wenn sich nicht die dreiste, auf die Unwissenheit der Menge spekulierende/,Mis.se.nschaistliche" Tätigkeit der, Hetzer die Belege für ihre Niederträchtigkeiten e-rsinden würde. Ein typischer Fall dieser Art ist in der von dem rnehrsach wbgestrasten, „vMisch-wissenschaftlichen" Hetzer Theodor Fritsch heransMeibenen Zeitschrift „Hammer" zu finden. In der Nummer vom 1. Nebe- 'ling (deutsch November) veröffentlicht das SchmieMatt sine 'lange Erörterung unter dem Titel „Vom sittlichen Irrsinn der Juden nnd ihrem ewigen Dlutsbund", natürlich anonym, die als Betrachtung eines bibel>gläubigen, katholischen Äsers ausgegsben tvird. Natürlich bringt der Aufsatz wieder' das Ritualmordmärchrn aufs Tapet; dann aber erzÄflt der bilbvlgläU'bige Gewährsmann des Herrn Fritsch, der die Inden als Kinder des Satans diagnostiziert, verschiedene Schauermärchen über kn Talmud und führt dabei unter anderem aus, kr Talmud gäbe „die Ertaubnis für die geschlechtliche Verge-waltigung vorr oreijähri-gen Mädcherr" und Kr ,.Al-:uchel-nwr) an allen 'Nichts »den. Christenschlachtung zunr. Hv ch m kv ^vschrin ■ eines Bckges fiit m jetzt in Mode geSomimeMN vasUchen genannt; ein Mat wird wchÜveiMch nicht angeiführt, aber beli der nächsten Gelegenheit wird das gum ^isienschaWichen" Bswois notwendige Zitat auch ochäMch sein. Es wäre angezeigt, den Bevfasser des Artikels, bezichungSweife seinen Patron Fritsch, vor den Gerichten zu seines WisteuschafUchen BeweiSfHvung zu zwingen; denn das „Mchspost"- und das «Dötz"-Zitat, die beide zu erwarten sind, werden schon zweite oder dritte Hand, also iveniiger leicht vor Gericht. zu fassen sein. —tz. : * Befugte und Unbefugte. Einige bekannte Korporationen haben vor kurzem durch Plakate und Flngzettel vor unb efugten Hausierern gewarnt. Di diese BekMNtmachnna zu Täuschungen ffchoen und den Wanden erwecken könnte, daß es sich mr Geschäfte von konzessionierten Hausierern handle, sicht sich der seit 30 Jchren buchende Erste österreichisthe Rechtsschuhverein der Hausierer als. die eiNAM in Nicderösterveich beistchende Jnteressengenmnschaft dieses Berufes veranlaßt, mit einer Ausklärn ng^MM diese 'Kundmachungen Stellung zu nchmen und zn evKären, daß das Hausieren gemäß Gesetz vom Jcchre 1852 und der Novelle vorn Mürz 1922 vin konzessioniertes Gewerbe ist. D kann sich jeder Käu>ser an Ort mrd Stelle Gewißheit verschaslfen, ob er es mit eineen büfugt-en older unbefugten Hausierer zu tun hat, dsnn die befugt-su Hausierer sind trHi einer behördlichen B ew i lligu ng, d. i. mit: Hausier buch und darin befindlichem LichWid, verschen. Ein befugter Hausierer wich stets bestrebt sein, nur reelle Ware zum Verkaufe zu bringen, weil unkorrekte Handlungen den Verlust des Hausi«rbuches nach sich ziehen. Cs ist voUtändig richtig, daß die Bevös>kenm>q in Wien und aus dem Lande vor aewissenlofen Elementen, z. B. von Italienern und anderen sich als Ausländer ausgSbenden Personen unter falschen Boyspiegelungeu betrogen werden, doch sind, diese Leute in keinem Falle mit den befugten Hausierern zu verwechseln. * Auktion. Dienstag den 10. bis Samstag den 14. fy, ab halb 3 Uhr, große Auktion. 6. Bez., Strobachgasse 8, von Möbeln, Teppichen, Bildern, Kunstgegenstärrden usw. Besichtigung: Freitag den 6. bis inklrrsive Montag den 9. d. (auch Sonntag) von 9 bis halb 6 Uhr. - * Sprechstunden des Präsidiums der Kultusgemeinde. Im Interesse eines geregelten Dienstganges und mit Rücksicht aus die Anforderungen des internen Dienstbetriebes sicht sich das Präsrdiunl der Uraelitischen Kultusgemslnde veranlaßt, zu verlautbaren, daß Empfänge von Deputationen und Einzelpersonen durch das Präsidium der Kultusgemeinde — dringende und unausichiebbare Fälle ausgenonrmen — ratf an den Tagen Montag bis einschließlich Donnerst a g jeder Woche zwischen l>alb 1 und halb 2 Uhr mittags und Sonntag von 11 bis 12 Uhr mittags siattfiuden Wunen. Um unnützes Warten zu vermeiden, wolle die beabsichtigte Vorsprache von Deputationen einen Tag vorher bei der Ämtsdiroktion der Kvlmsgemeindr angemeldet wevden. Wir brauchen Ihr Gutachten über die großartige Wirkung des Löweufranzbranntwein mrt Menthol, welcher als Einreibemittel bei allen erdenklichen Schmerzen sofort lindernd wirkt. Wir bitten, Ihre werte Meinung dar-' über zu äußern, und zwar an unsere Administration mrt der Anschrist: „Gutachten über MvenfvantzbrannMsin mit Menthol". * Oelbrand iu Favoriten. In der Fabrik ächerischer Oele „Ä l ch e m i n" in Favoriten brach gestsrn mittags im MWranm infolge Ueiberlausens eines Kessels Feuer aus. Im Nu war das ganze ObjM derart verqnallmt, daß die Avbeiter nur init knapper Not dm Ausgang erreichen konnten. Die Wammen bedrohten auch das anschließende Wohnhaus. Nach oinistündiger harter Aöbeit gelang es der Feuerwehr, die Gefahr von dem Wchn>haus abßuwchren mch die Oslvorräte in dm MagaMsrämnen zu retten. Der Schaden ist se.h r b edeutend. * Vater und Tochter ermordet. Gestorn Mvgms wurden, wie aus Graz telegraphiert wird, in der Ortschaft Krampen bei Ne überg der Mfährige pensionierte Fovstarlbeiter Anton Säckl und soine Tochter in ihrem einsam gvleqmen, kleinen Wchnhaus e r m o r d e 1 aufgefunden. Die Nachsorschamgen. nach dm: uübökamrtm Täter wurden eingeleitet. * Doppelselbstmord. In einem Hotel in Rudolfsheim ' wurden gestern eilt Mann und eine Frau erschossen an,fg?- fundm. Der Manu ist der aus Linz zugereisteverheiratete: Juwelier Max Eisen ko hl, seine Begfeilievin die SAjährige Schneiderin Anna Buttinger. Die Gattin Eisenikohls hatte von ihrem Mann einen Briejf erhalten, in dom er an- Nndigte, er wolle mit seiner Geliebten in den Tod gehen. ■■ * Schreckenstat eines Säufers. Der in Hörnails wohnende . Vollinvalide Wenzel Halaba, ein wtorischer Trinker, bedrohte in der letzren Zeit seine Frau wiederholt.mit bcm : Erschießen. Seine Invalidenrente von 250 Schilling, dre er anl 1. d. erhalten hatte, vertrank er in Bvanntiweinschankm und zeigte in den letzten Tagen ein so unheimliches Benehmen, daß die' Frau feilte ruhige Stunde mehr hatte. Mittwoch lockte er die Frau an sich, sie riß sich aber los und schüttiete ihrem Mann, der ihr mit einem Revolver in der Hand nacheilte, Wasser ins Gesicht. Hallada war einen Augenblick gMmdet, so daß es seinor Frau gslang, den Gang zu erreichen. Sie hörte noch.drei Schüsse hinter sich krachen und eilte aus die Straße. Wachleute fanden dann Halatda. mit durchschossener rechter Schläfe ans der Türschwelle liegen- Radrvprogramm. Heute Freitag den 6. November. 4 Uhr 10 Min.: Nachmittags» konzert. Kapelle I. Geiger. - 6 Uhr 25 Mm bis 8 Uhr 5 Min.: Radiovolkshochschule. Kunstgeschichte. Univ.-Prvf. Dr. Hans Tietzet Italienische Kunst deS 14. und 15. Jahr underts". — 7 Uhr 10 Mn.: Französischer Sprachkurs. — 7 Uhr^0 Min.: Englischer Sprachkurs sür Vorgeschrittene. - h«9 Uhr: Konzertakademie. Mitlvirkend: Operntängerin Sonst Palm, Overn» sänger Sigismondo Zaleschi, Lotte Bunzel.Westen, Mary Catenie (Biotine). Ille Charlement (Harfe), Erich Mell« (Klavier).— 9 Uhr: Orchesterkonzert Kapelle Gauglberger. Bereive, Bortröge und Bersammlmgen. ALL B a t i (f i 0. Stute, */i» m«, Im Lokal, 8. Bez., Lerchmfelderstraße 4ö, Vortag B. Atz in : „Revisionismus". Predigt. Heute Frei-tcug um halöb 5 Uhr M W Sr. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Funk während . des Abend« gottesnimstes eine Predigt. ' ‘; Edle Menschen, welche mteMgentem, jüdischM, «vt.l blindelem '.'Rädchen Gesellschaft leisten wollen, um deren trauriges' Dasein zu verich uem, werden gebeten, sich im Blindenheim für israelitische Mädchen, Wien, l. Bez . Darwingasse 5/5. zn melhen.' Es handelt sich hauptsächlich um Vorlesen und Spaziereusührev der i üü mmtmm

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