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Wiener Morgenzeitung · 1925-11-03 · Heft 2406 (3.11.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2406 (3.11.1925)
Date
1925-11-03
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. SM Wdem, Dienstag Wiener Mprgerrzettrmg 3. Nvvember 1.M GeLteL * Derhafttmg eines Meners in Warschau. Das Wiener tzicherheitSbureau hat den 82jährigen Kaufmann Siegfried Spiegel, einen Wiener, wegen BetruigeS verfolgt. Die Firnva Marschall u. La iL e r, Schre-bmaschinen und BureakubedarfSarM, 1. Bez., Wollzeile 32, hat ihn schon im Mat anMM, weil er Gr mit einer MOevkolloktion im Wert von 24eO Schilling durchgegangen ist. Spiels hätte Polen bereiten Men, bat aber nur Mi Aufträge eingeischickt mid sich alle einkassierten Beträge behalten. Mch bisherigen Berechnungen beiläuft sich der Schaden, den die Fi-vnra meidet, cmf 80.800 Schilling. Nun wurde das Sicherheitsbuveau aus Warschau verständigt, das; Spiegel in Bydgoszes festgenammen worden ift. * Unfall durch ei« Auto. Der LSjähriae Handelsangchgllte Josef Guttmann wurde gestern absnos auf dem Franz- Jos-eifs-Kai von einem Auto niedergestotzen und mehrfach erheblich verletzt. Der Autolenker Hugo Nuss er brachte ihn zur Nettungsgefellschaft. Der Verunglückte tonnte bald in seine Wohnung in der Praterstraße gebracht werden. * Verzweiflungstat einer Mutte«. Die S7jährige HilfsavbeiterSgattin Anna Gl ander sprang gestern abends mit ihrem drei Monate alten Kinde vom Floridsdorfer Ufer der Nordbahnbrücke in den Donaustrom. Der Fischer Ferdinand Matzinger konnte sie samt dem Kinde retten. Mittler und Kind wurde ins Allgemeine Krankenhaus gebrach!. Die Frau weigerte sich, das Motiv der Tat anzugeben. Die Anzeige an die Staatsanwaltschaft wich erstattet. * Die Mörder des Schlangen-Veith verhaftet. Wie die Politische Korrespondenz erfährt, hat der türkische Minister des Aeutzeru dem österreichi chen Gesandten in Konstantinovel, Kral, unter dem Ausdruck je nes Bedauerns dir Nachrich, telegraphisch bestätigt, daß Oberst Dr. Georg Betth in der Nähe des Dorfes Sa ratsch, eine halbe Stunde von Zite entfernt, wohin er sich ohne Eskorte und ohne vorherige Benachrichtigung der türkischen Behörden, begeben hatte, tot ausaefunden worden ist. Seine Mörder, zwei Hirten, sind bereits verhaftet worden. * Wem gehört die Geige? Beim Landesgerichte Brünn ist wagen Verdachtes des Valutenischleich'handells der 43jährige Privat beamte Oskar Langer, ein Wiener, in Halt. Man fand bei ihm einen Versatzschein des Dorotiheums in Wien, der ans eine alte, italienische Geige lautet. Ec will sie am 6. Oktober in Wien bei einem Italiener, Mer den er nichts weiß, gekauft halben. Die Geige hat innen einen Zettel „Michaels Plattier secit 1762 Romae". Langer wollte am 6. Oktober bei Lundeuburg die Grenze unbefugt Merschreiten und hatte auch einen Paß mtt gbfAschten Eintragungen aus seinen Namen bei sich. * 18« österreichische Klassenlotterie. Bei der am 2. d. abgchaltenen Zichung des lg. - Tages der 6. Klasse gewannen: 20.000 Schimng das Los Nr. 96.313: je 8000 Schilling die Seife Nr. 32.448, 78.813; 4060 Schilling das Lo8 Nr. 89.666; 300o Schilling dos Los Nr. 49.795; je 2000 Schilling die Lose Nr. 97.448, 67.661, 69.835; e 1000 Schilling die Lohtz Nr 32.284, 59.845, 65.462, 81.806, 87.835; außerdem, wurden 1987 Gewinne Mischen 500 Schilling und 120 Schilling ansgolost. * Unterricht tm Städtebau für dr« Orient. Aus Dresden berichten I. T. A.: Einen Städtelbaullchvgang zur Ausbildung junger Architekten, die zur Bsarbeitnng städtebaulicher Ausgaben nach dem nahen Orient zu entsenden sind, hält mit Unterstützung durch die ReichSbehörden das StÄdtebausonrinar der Technischen Hochschule .in Dresden gemeinsam mit der sächsischen Arbeitsgemeinschaft der Freien deutschen Akademl« des Städtebaues in der Zeit vom 16. bis 38. November d. I. in der Technischen HochischÄe Dresden ab. Der Lehrgang vch-weckt. junge ÄrchitMen, denen sich Gelegenheit hiebet, im nahen Orient «inen AufgabenkveiS zu finden, mit den kMurellen, sozialen,- gesundyeiEchen und künstlerischen Gvniidlagen des orientalischen Städtebaues und Wohnungswesens, mit der Geschichte, den rechtlichen Verhallnissen und den Religionen deS Orients bekannt zu machen. Wm und Kunst. Keine Verpachtung der Staatrthrater. AMtzlich der Neuerungen in den Bundesrhealev«, über welche Präsident Dr. Pvüger in einer Pressekonferenz Mitteilung machte — ernstliche Herabsetzung der Sitzpreise in der Oper und Schaffung einer Theütergemeinde, deren Mitglieder gegen ein verhältnismäßig geringes Entgelt AnffMch auf den Besuch von zwei Burgtheatervorstellungen und einer Opernvorstellung im Monat erwerben —, wurde wieder die Frage aktuell, ob der Staat seine Theater weiterhin wird erhallten können und ivollen. Die das näWLHvige Budget belastende Deftgitpost ist nämlich nicht gering. Sie beträgt 43 Milliarden. Schon in . einem früheren Zeitpunkt verlautete, man befasse sich mit dem Gedanken, die Theater zu Verpachten oder sie in Stadtthealer zu verwandeln. Bon informierter Seite wird nun mttgeteN, daß aus zweierlei Gründen nicht daran gedacht wind, die BundeSthvater Privaten Händen zu überlassen. MS Prestigegründen — die Theater, insbesondere die Oper, stellen ein »Moralisches Aktivum" dar und ans materiellen Gründen, weil im Sinne des Theater« gchetzes die BundeSthvalerveravaltung dem Personal für alle abgeschlossenen Verträge haftbar bleibt, auch Wenn sie die Theater verpachtet« Man versichert, daß daS Gerücht der Verpachtung von solcher Seite verbreitet wird, die aus der Der- Pachtung der BüqcheScheater Vorteil ziehen könnte. Immerhin ist im-Auge -u Lchalten, daß die jüngsten SanieruugSversuche nicht Nttbedingt erfolgreich sein müssen, Md daß man nach einer ProbSizsüt wieder vor der Frage stehen dürft«, ob das groß« Defizit der BundeStheater vom Staate getragen werden kann. Hingegen ist nicht zu leugnen, daß diekünstlerische Qualitäi dieser Theater nicht davon abhängt, ob sie just der Staat besitzt oder di« Stadt oder «in Prtvaturann. Au« de« Ämtern. Burgtheater. Morgen, 7 Uhr abends, „Die :>! äube A t a d ein ie th e a t er. Diorgeü, '/,8 Uhr abends, ..B u n b u r y". Staattz o v e r. Morgen. 7 Uktr. abends, „C a v a 1e r'U ' r u s t i ca na.* - „D er B a j a z z o". Volksoper. Heute V,8 Uhr abeichs, „Margar e t t" (Faust) mit StMwöndo ZaleSchi ai8 Mevhtsto und Nnstav Chörjan, erster Tenor der Warickauer StaatSoper. als Wust. - Donnerstag treten zuin ersten Male nack zweiäh,wer Pause dje drei Schwestern W i e s e n t h a l wieder aui. Am gleichen Abend geht „D e r B a j a z z o" mit ZaleSchi lind Chürjan in Sgent. N e u e 8 W i e n e t Stadttheater. Die Premiere der Novt ät r it) 111* eine in o d ern e Fr au" Von Hans N o d e r e r findet am 10. d. statt. Bis dahin ble bt das Theater geschloffen. Deutsche- D o l k S t h e a t e r. Zur Feier von Schillers Geburtstag sivdet Montag den 9. d. eine Festaufführung von „W a l l e n st'e i n s Lage r" und „D i e 9 i e c o I o «t \ n t" und Mittwoch den 11. d. „Walle nsteins Tod" statt. . Rat mund-Theater. Samstag und Sonntag, Vs4 Udr nachmittags, „K lein D ä u m l i n g^. TheakerinderZosefstadt. Die ftir Freitag!)en 6. d. angesetzt gewesene Premiere von „L o b d t 8 D i e btah l S" wurde auf DimStag den 10. d. verschoben Eine Andersen-Anekdote, welche den Börnig hat, nicht erdichtet zu sein, geht anläßlich der Andersen-Zentenarfeier durch den Blatterwald: Eines Tages — um 1840 erschien ein hochaufgeschossener Mensch in einem Münchner Buchladen und begehrte Andersens „Eines Dichters Basar . Es war jedoch nur der erste Band vorhanden. Der Käufer verlanatr nun auch den zweiten Band, allem der Buchhändler entgeanete schlagfertig: „Der ist nie erschienen". — „Und warum nicht?" — „Weil der Dichter verhungert ist." — „Herr, das ist nicht wahr!" fiel der Fremde ein. „Denn ich selbst oin Andersen." Die „Wilnaer" in Bukarest. Man schreibt uns aus Bukarest: Die Wilnaer Truppe, deren Wiener Gastspiel in bester Ernnerung ist, haben sich nach einer längeren Gastspielfahrt bekanntlich vor zwei Jahren irt Bukarest niedergelassen uno mit der Premiere „Ger Jede!" von Katzisne in Bukarest bereits ihre dritte Spielzeit eröffnet. Das Stück behandelt die Geschichte des Grafen Potocki, der z>nn Judentum übertrat und zum Tode durch Verbrennung verurteilt wurde. MaN kann nicht sagen, daß dieses ziemlich langwierige Drama geglückt wäre, und auch die ausgezeichneten Leistungen der Hauptdarsteller, bet Herren Stein und Bnlow sowie der Frau Braz, konnten den Erfolg der Novität nicht erzwingen. Für die neue Saison ist eine isteihe von Neuaufffchrungen vorgesehen, darunter „Der Golem" von Leiwit, ferner Werke von Gogol, Toller und Georg Kaiser. DB T\as 2. große LJ'Preisausschreiben derSportredaktion der »Wiener Morgenzeitung“ V/e „ Wiener Morgenseihing** verunstaltet ein an dem sich jedermann beteiligen kann. Wer das Resultat des Cup-Entscheidungsspieles vom Sonntag den 8.November; AMATEURE-VIENNA richtig errät und das Resultat auf dem hier angeschlossenen Coupon entsprechend ausge* füllt der SportrtdakUon der „Wiener Morgen- Mittung"Bis Samstag den 7. November mittags* litJht, bekanntgibt* erhält einen der ausgesetzten acht Preis« 1. Preis: 700 Schilling in barem 2* Preis: 1 komplette Faßbaliaasrustung und 6 weitere wertvolle Preise Vereine. Bortrstge und Bersammlnugeu. Zionistische Sektion Prater. Wegen Crkrankunz des Herrn Dr. Gelber entfallt der heutige Vortrag über Geschichte. Morgen, halb 8 uhr abends, tm Sektionsheinl, 2. Bez., Jungstraße 8, Vortrag Herr Dr. Leo Gowhackmer über Erez- Jsrael-Kunde. Ein neuer Anfänaerkurs für Hebräisch für Windei von 6 bis 8 Jahren wird eröffnet. Einschreibungen täglich von 7 bis 9 Uhr abends im SektionSheim, 2. Bez., Jungstraße 8. — Zionistische Bezirkssektiyn Alsergrund, Wien, 9. Bez., Liechtensteinstraße 11. Heute, 8 Uhr abends, im SektionSlokal, 9. Bez., Liechtensteinstrabe 11-13, AuSschußsitzung. D<- Damen und Herren werden gebeten, zuverlässig zu erscheinen. Radioprogramm. Heute Dienstag. 11 Uhr: BormittagSkonzert. — 16 Uhr 10 Min. Nachmittagskonzert. (Rezitation) Gertrud Kolar. — 17 Uhr 50 Min.: Stunde der Frau. Renee Tyrnauer-Höftich: Die Frau Amerikas. 18 Uhr 25 Min.: Vortragsreihe: Quer dürch Oesterreich. 19 Uhr 10 Min.: Französischer Sprachkurs. — 19 Uhr reich. ~~ 19 Uhr 10. Min.: Französischer Sprachkurs. — 20 Utzr 15 Min.: Orchesterkonzert des Wiener SytstphonieorchesterL unter Leitung von Anton Konrath. ♦ Kein Anlaß sllr Lohnerhöhungen. Gin wichtiger Schiedsspruch des EinigungSamteS. Eine ibMerkensiwerte, für die LchMwegung im allgemeinen charÄkteristilsche Entscheidung hat in den Letzten Tagen das EiirigungsaM gefällt. Das Einigungsamt ist «der Anschamng, daß gegenwärtig nicht mr kein Ansaß zu Lohnerhöhungen, sondern im Gegenftil zu Lohnherabisetzungen geigeibvn ist. Der ZentrMevband der Lebens- und GenußmittSlavbeiter Oesterreichs hatte beim Einignngsmnte den Antrag gestellt, einen Schiedsspruch über die.Forderungen der Avbeiterschast — im vorliegenden Falle handelte es sich um die Z u ck e r W a r e n a rb e i t e r — M fällen, welche eine ErhölMg der Lohne umt zirka zehn Prozent verlangten. Das Einigungsamt hat nun soligvnden Schiedsspruch gefällt: „Der Forderung der Arbeiterschaft nach Erhöhung der Löhne wird, keine Folge gegeben." In der Begründung wird gesagt, daß nach dem Amte Kr Statisttt der Index in der Zeit vom März «bis Ende September —8,36 war. Auch andere Jndexberechnnngen halben eine fal«lend« Tendenz der Kosten der LebenShaltiung in dieser Zeit sest ge stellt. Unbestritten ist, daß die Geschäftslage der Unternchmer im Vergleich zum Vorjahr keine bessere geworden ist, die Unternehmer bchäuipt-m sogar eine Verschlechterung. Daß im Herbst eines jeden Jahres die Beschäsiignng der Fabriken eine intenftvere ist, hängt mit dvni Weihnachtsgeschäft zusammen, welches Kr diese JndHrie maßgebend ist. Wenn nun ans der einen Seite Kststcht, daß die LchenSbedin- 'gungen sich seit März IM Miß nicht verschlechtert, daß andererseits die Geschästslage der Unternehmer sich gewiß nicht gelbessvvt hat, dann sehleu die Voraussetzungen für «in« Lohnerhöhung. Selibst wenn «tan die vom Zen- IvaArriband der Lebens- und Genußmittellarbeiter angeführten PreisechöhMgen «inzellner ArtAel einlbezichen würde, so steht nach der U.ebevzsugung des Einignngsamtes doch außer allen: Zweifel, daß diese Preiserhöhungm gewiß weniger ansmachen als die 8,36 Prozent, um welche die Kosten der Le'benshaltung f seit März 1905 gesunken sind. Es lag daher im gegenwärtigen Zettplmkt gewiß kein Anlaß zu Lohnerhöhungen Vor, es dürfte im Gegenteil die Unternehmerschaft Anlaß haben, eine Herabsetzung der Löhne im Sinne des Kolleiktivvertvaiges zu begehren. Daraus hat ober die Untcinchmenschaft verzichtet. Die Auslösung der Prämie findet Moniag den 9»d, um 1 Uhr abends in dtr Sportrcdaktlon der,Wiener Morgen* teitung*, ll„ Taborstrasse 1—3, unter Aufsicht des Herrn DtJ, H* Körner, Präsident des Sportklubs Hakoah, statt Hiir abirttmen!..Hier abtrennen l Coupon zum 2. Preisausschreiben der, Wr. Morgenzlg/ Cup<EfitscheldungsspiQi AMATEURE-VIENNA Sonntag den 8* November 1925 Resultat: t£ Name: Adresse: .. Der Coupon kann mittelst Korrespondenzkarte (aufgeklebt) Oder Brief abgesendet, beziehungsweise Übergeben werden. Eilsendungen aus dem Ausiaiide müssen spätestens Samstag den 7. d. M. aufgegeben werden Urid Montag den 0. d. M, I!! hier « i n I a n g e n Ml Kein Recht auf Bezahlung oder Anstellung. Altt Evlaß von: 16. Juni d. I. wurde Mr die neu eintretenden NechtspraiktikMten, die sMAich das Michtijahr abMieren, jode als BÄchnung bezeichnet« Bezahlllung eingestellt. Nunmehr ist in den letzten Tagen em neuerlicher Erlaß des Bundes- VanKewmtes Mr Justiz, betveffeud die Bchrndlung vm ReMpdÄtAanten» die über das Pflicht fahr hinaus bei Gericht bleiben Wollen, Am eventuell dann in den richterlichen Dienst übernommen zu werden, an alle GerichtsboMDidieu gerichtet worden, dessen Inhalt geeignel ist, -die herrschende Aufregung noch zu steigern. Zufolge dieses.Erlasses des BundeMnAeramtes (Julsüz) ist von Rechtspraktttauten, die um die erwähnte - Derlöwstevung der Rechtspvaxis ansuchen, eine schristliche Erkläieung abzujotdern,/ daß der Nechtsanwaltsanwärter aus der Bewilligung, M For-ttetzung der GerichtsPraM weder eine Anwartschaft auf die Uebernahnr-e in den richterlichen Vorbereitungsdienst, noch eine Anwartschaft auf irgend eine geldliche Entschädigung ab-uleitcn Der zweite Mordprozeß Siangl. Aus Wiener-Nvuftaot wird uns telegrafiert: Der Doppelvanbmord in Miesenbach an dem greis-m Geschwisterpaar Pangenböck kommt ein zweites Mal vor die Geschwornen. Die gewesene Wirtschafterin und BeüvaMe des ermordeten GÄchwlisterp-aares, Marie Stau gl, wurde, wie berichtet, stn Ma>i dieses Jahres beinr hiesigen Schwurgericht mit 6 zu 4 Mimmen des Meuchelmordes schuldig gesprochen und zu neun Jahren schweren Kerkers vemrtEt, tvährend die mstau^eklagten K\ Brüder Reuscher, von denen der eine der Bräutugam der tk Stancil -st, freigesprochen wurden. Die StanA siel mch VeMndiguing des Urteils, in Ohnmacht, betvuerte in VeMMungsausbvüchen ihre Unschuld und trat sogar in den Hungersireik. Der Verteidiger der VerurteAten Mldete die NichiMÄtsbeschwerde an'und der Oberste Gerrchtsholf hob das evftrichtevliche Urteil auf. Am 10. und 11. d. wtet nunmchr beim hiefiigen Schwurgerichte die Mite VechaMun,g statt. Man sicht diesem zweiten I ndizienprozeß, der mit dm Falle Prnscha viel AehnliGeit hat, mit großer Spannung enigogen. Pelzmäntelü-BerbrSmungssekle / i» Piverrberg, Praterstr. S 709093

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