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Wiener Morgenzeitung · 1925-11-03 · Heft 2406 (3.11.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2406 (3.11.1925)
Date
1925-11-03
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Gelte S Men, Dienstag _Wleiter Morgenzeltiiris S. November IM Nr. M)6 Bolkivirt. Wettere MttgSuge auf dem Getreidemarkte. Senkungen bis 2V Prozent. Aus NÄv-Bovk und Chikago wurden wieder Preissenkungen in sämtlichen Getreidesortcn gemeldet. Die Kon ermine arbeitet ans den. internationalen Getreideplätzen fieberhaft. Das Anbot übersteigt bei tocttem die Nachfrage. In Wien wurden gestern größere Posten in sämtlichen Getreidosotten angeboren, doch mußten sich die Verkäufer zu größeren Nachlässen bequemen. Ungarischer Weizen senkte sich bis auf 36, was eine fast Ivprotzentige Senkung bedeutet. Ebenso stark tvaren die Rückgänge in Roggen. Der inländische Weizen wies ebenfalls eine ungemein flaue Tendenz auf. Die Senkungen erreichten in manchen Sorten 15 bis 20 Prozent. Sollten die Rückgänge weiter - andauern, so sind schwere finanzielle Schäden im Getreidchandel unvermeidlich. Die Situation verschlimmert sich von Stunde zu Stunde. Die Getreidehändler hatten geglaubt, die unangenehmen Folgen der Frühjahrshaussee dadurch zu vermeiden, daß sie rechtzeitig mit Käufen vorgegangen sind. Nun zeigt es sich, daß sie gewaltige Fchler mit dieser Taktik begangen haben. Es wird befürchtet, daß größere ^Lombardkündigungen vorgenommen werden dürften, wodurch sich für manche Firma eine prekäre Situation ergeben könnte. Der Bäckerstreik hat zur Verflauung der Sttmtion wesentlich beigetragen. Die Mühlen verhalten sich vollkommen zurückhaltend. Dies hat eine starke Geschäftslosigkeit tm Mchlgeschäst zur Folge. * Wiener Produktenbörse, Es notierten! Wetzen: Inländischer 37.— bis 88.—, Ungarischer Theiß 79/80 Kilogramm 4L— bis 43.—, Ungarischer 38.50 bis 40.50, Jugoslawischer 76 Kilogramm —bis — Jugoslawischer 77/78 Kilogramm bis —. Roggen: Inländischer Marchfelder 27.50 bis 27.75 Pester Boden 26.75 bis 27.35 Gerste Brauware inländische 34 - bis 4L—, böhmische mährische —bis . Mai 8: Ingoflawifcher 28.75 bis 29 75. C i n q u a n t i n neu 31.—bir 31 - Hafer: Inländischer 29.— bis 31.—. Reis Italienischer 80.- biS 82.—., Burma 61.- bis 63.-. Ma h l v r o d u! t e-. Grieß inländischer 74.- bis 76.-, Weizenmehl 0 inländisches 70.- biS 73.—, Kochmehl 2 inländisches 62.— bis 64— Brotmehl inländisches vrima 49.— bis 52.—. Amerikanische Korruption bei de» ieqiirftrierte» Gütern. Aus New-Aork wird uns telegraphiert: Bekanntlich haben sämtliche Staaten während des Krieges die Guthaben feindlicher Untertanen sequestriert. Dabei wurden überall schwere Mißbräuche begangen. Dadurch ist der Schaden der Betroffenen wesentlich vergrößert worden. Oft aber ist auch der betreffende Staat schwer geschädigt worden'. Schon vor zwei Jahren wurden solche Mißbräuche von Sequestern in England besprochen. Run zeigt es sich, daß auch in Amerika die Sequester sich schwere Mer zuschulden haben kommen lassen. In den. letzten Tagen ist in Washington ein solcher Finanzskandal bekannt geworden, »er in der Öffentlichkeit ausführlich besprochen wird. Ein von der amerikanischen Regierung eingesetzter Sequester, Miller, hat zum Schaden des amerikanischen Staates sieben Millionen Dollar dem Schweizer Bankverein auszahlen lassen, indem er rrillärt hat, daß dieser Schweizer Bankverein der Besitzer der eon der amerikanischen Regierung beschlagnahmten American Metal Eompany-Mtien sei und daß ihm eine Entschädigung ausbezahlt werden müsst. In Wirklichkeit halben die Aktien einem deutschen Konzern gehört. Es ist infolgedessen der amerikanische Staat um diese 7 Millionen geschädigt worden. Der Sequester Müller soll hiesür 319.000 Dollar als Bestechung erhalten halben. In diese Angelegenheit sind außerdem noch-Mi angqschene Amerikaner und vier Ausländer verwickelt. Es sind dies der Präsident deck Frankfurter Metallgeselffchast Richard Merton, der Präsident der Frankfurter MotallbanL A'lsrch Merton, der Präsident des Schweizer Bankvereins Leopold Du Vors und der Präsident der Schweizer Metallgeisellschaft Fritz Zahn. Diese Herren hatten Miller bestochen und die 7 Millionen Dollar herausbokommen. Ser Abba» der Bankbeamten. Dar Verband österreichischer Banken und Bankiers versendet eine Mitteilung, in welcher er sich geigen die in der vor« wöchentlichen Versammlung der Bankbeamten erhobenen Vorwürfe verteidigt. Es wird hier erklärt, daß von den 12.g00 im letzten Jahre ab-golauten Bankbeamten nur 6000 Beamte von den Großbanken abgebaut wurden. Bei diesen Banden betrage die Verminderung des Persoualstiandes nur 80 Prozent. Diese Zahl sei gering, wenn bedacht werde, daß in Deutschland 200.000 Bankangestellte aibgebaut wurden. Der Abbau geschah derart, daß den Bertragsbeamten Abfertigungen bis zu 19 Monatsbezügen, den definitiven Beamten unter 5 Jahren von 14 bis 28 Mormtsbezügen, dm definitiven «bis 10 Dienstjahren von 17 bis 25 Monatsbezügen ausbezahlt wurden. Bei den zehn Wiener Banken wurden in der Zeit von Anfang 1924 bis Oktober 1926 Abfertigungen im Betrage von 172 Milliarden ausgezahlt. Der Leitungsappavat der Banken sei in der Oeffentttchkeit ungenau geschildert worden. Boi neun Wiener Banken seien jetzt nur 64 Direktoren gegen 47 im Jahre 1913 in Tätigkeit. Zum Schlüsse der Mitteilung wir>d betont, daß die Leitung der Wiener Banken die schwierige Lage der abgebauten Beamten devstehe und bestrebt sei, die Härten der unvermeidlichen Beamtenrestriktion möglichst zu mildern. Sie Man Großhandelspreise im Avgaft 1925. Die wichtigsten Preisveränderungen, die in diesem Monat stattgesiunden haben, sind folgende: Zerealien gäben leicht nach. Wetzen notiert pro 100 Kilogramm 190 ägypt. Piaster gegenüjber 200 Ende Juli. Gerste kostet jetzt 120 ägypt. Piaster gegen 140. Hirse sanck auf 60 ägypt. Piaster von 70. Für Fleisch hat eine Preissenkung ftattgefunden; Rindfleisch kostet 6Ö0 ägypt. Piaster, Hammel 700, Ziege 600, gegenüber 800, bezw. 950 und 800 im Juli. Raschidireis hat ein wenig angezogen, von 220 ägypt. Piaster nn Vormonat auf 240. Tomaten stiegen von 55 ägypt. Piaster auf 70. Granatäpfel sind infolge Knappheit von 140 ägypt. Piaster zu Anfang des Monats auif 240 gestiegen. Zucker gab auf 28o ägypt. Piaster nach. Die Awshelbuwg des Zolles auf Kohle ermäßigte den Preis von 325 ägypt. Piaster auf 280 pro Metertonne CardiGWe. Im Lande produzierter Alkohol wird mit 1000 ägypt. Piaster pro 100 Liter vevkawft; die Qualität ist über minderwertiger alS die des importierten Mchxls, der 1882 ägypt. Piaster kostet. Seife ist von 490 ägypt. Piaster im Juli auf 600 gestiegen. Streichhölzer sind teurer geworden, japanische Sorte kostet 17,6 ägypt. Piaster pro Großschachtel gegen 16,6 vorher, chwedische 36 ägypt. Piaster pro Großischachtel gegenüber 30 vorher; man nimmt an, daß die Teuerung auf die im 'Lande ergriffenen Maßregeln zur Verhinderung des Schmuggels z>" rückzuflilhren ist. Dividendrnlose Papiere. Die Steirische Kohle n A.-G>. die A l l i a n z-Versicherung A.-G., dieUniversal e-Verstchernng A.-G. und die Wiener Rückversicherung teilen mit, daß sie für das Jahr 1924 keine Dividende auszahlen. Kammersihung der Wiener Produktenbörse. Mittwoch den 4. d. findet eine Kammersitzung der Wiener'Produktenbörse statt, deren Tagesordnung folgende Punkte umfaßt: Bericht des geschäftsführenden Vizepräsidenten Hauser über den Entwurf eineneuen Pensionsstatuts; Bericht des Statutenrevisionsausschusses und des Präsidenten des Schiü>srichterkollegiums über die durch die letzte Gerichtsentlasttmgsnovelle begründete Aenderung und Ergänzung des Börsenstatuts; Antrag auf Aenderung und sofortige Inkraftsetzung der die „prompte Lieferbarkeit" von Getreide regelnden Usancenbestimmung; Festsetzung des Termines fiir die Wahl in die Kammer und in»daS Schiedsrichterkollegium; Bericht des Präsidenten des Schiedsrichterkollegiums Kommerzialrat Eichberg, über den Plan einer Altersversorgung der Bösenmitglieder; Stellung der Börsenkammer zur Frcwe der Einführung des handelsrechtlichen' Lieferungsgeschästes sür Getreide und Mahl- Produkte; Bericht des Eintrittsüberwachungsausschusses über die Stattgebnng und Abweisung von Neuanmeldungen zum Börsenbesuch. Insolvenzen. Das Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über Heinrich Stein u. Sohn, 9. Bez., Liechtensteinstraße 130 a. Passiven 100.862 Schilling, Aktiven 49.000 Schilling. Anbot 60 Prozent in 22 Monatsraten. Ueber Castellir u. Co., Moll- und Wirkwarenerzeugung, 17. Bez., Taubergaffe 48. und deren Gesellschafter Josesine und Alois Castellir, 17. Bez., «se 45. Passiven 117.940 Schilling. Aktiven 60.600 Schutt 35 Prozent in zebn Monatsraten. Ueber Markus Tlschenhell, öffentlicher Gesellschafter der Firma Heinrich Gabler u. Co., 8. Bez.. Bennoplatz IT. Anbot 35 Prozent in zehn Monatsraten. Ueber Müller u. Ott, 10. Bez., Gudrunstratze Nr. 144-148; über Dr. Richard Klug Bankier, 1. Bez., Bösendorferstraße 1; über Karl Moser «nd Ludwig Fenz, Kliebergasse 9, und über Leopold Merxner, Caserestaurant in St. Pötten. Jalousiensabrik in Chedera. In Chederü wird mit einem Grundkapital von 6000 Pfund eine Jalousiensabrik errichtet, die voraussichtlich 50 Arbeiter beschäftigen wird. Am Bau sind 20 Arbeiter tätig. Die Eukalyptusbäume der Kolonie werden den hauptsächlichsten Rohstoff liefern. In erster Reihe sollen in der Fabrik auch Kisten sür die Verpackung von Orangen hergestellt werden. Eine österreichische Sonderkommission für die Ablösung deutscher öffentlicher Anleihen. Die deutsche Reichsregierung hat zur Erleichterung der Durchführung des Gesetzes über dte Ab- Srvisea- «ad Balatealurse vorn 2. November 1925. Gern War» Amsterdam . ... , ,',5. 286.15 286 15 Befgraa» ... Beslln . .... 12 6475 12.6876 188.69 169.19 Brüssel ....... 32." 8- 32 2 J Budapest . ... 99.2'. 99.60 Bukarest .... . . . . 2 36 3.38 London......... 34 3175 34.4176 Mailand.. . vB.dl 28 13 New-Vork...... . 7C8.i.6 /10 65 Paih ... 29.75 29.91 Prag .... 20.886 o 21.C660 soll«.. Stockholm ., . Warschau . Zarten ..... Valuten Amerikanische Noten üelglache Noten . . Hulgsr. Not. Deutsche Noten . . tnslische Noten . . Oelu 6.12 189.70 117.10 136 45 Ware 6 16 190 3 > 117.80 136 95 706.60 709.50 16&30 16890 Französische Noten . . Holländische Noten ». Italienische Noten » » . lagoslawische Noten . . Polnische Noten . . . . Rumänische Noten . . . Russische Noten Vornan,) Schweizer. Noten ... Tschecho-slow. Noten . Türkische Pfund-Noten . Uneartscne Noten Oeia Wut 27.86 12.51 13625 23.9560 99^20 28.05 12.57 137.05 21.0750 99.60 Copyright 1924 by Hurt Wolff Vertag A.-Q. München 55. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Km Fettwanft. Eine amerikanische Autobiographie von Samuel Orriitz. Er überließ ihnen nicht alles. Er selbst steuerte den Fall in sichere Kanäle, verfuhr ihn so, daß niemand mehr wußte, wo die Fahrt eigentlich begann und wo es hinführen sollte. Bald genug gingen Gerüchte um, die besagten, da Maxie sogar die richterlichen Entscheidungen verfaßte, wodurch er eine ganze Reihe von Prcyebenzsällen schuf — deren geheime Winkelzüge nur er allein kannte... Wenn später eine große Sache einem Richter vorgetragen wurde, fürchtete sich dieser.einfach, eine Entscheidung zu Men, ohne Maxie zu Rate zu zichen. Nur dann fühlte er sich sicher... Und dergestalt trugen die Wechsel Früchte ewiger Blüte. Richter wurden geradezu Schlepper für uns. Standhaft und, ohne einen Finger breit von meinem ausgelegten Wege abzugehen, schuf ich eine politische Organisation, die ich wiEch mein eigen nennen konnte; eine Organisation, die bald, einen Faktor im politischen Leben bedeutete. Ich organisierte die Straßenhändler in einem Schutzverbande. In Gruppen von vier und fünf, manchmal .sogar zehn gleichzeitig, ließ ich ste als Bürger einschwören. Mein erster Schritt war der, daß ich die kleinlichen Erpressungen der Polizisten, die eine tägliche Steuer v von einem Vierteldollar von jedem Straßenhändler verlangten, Hintertrieb. Die Straßenhändler begannen ihre KLpse hoher zu tragen. Dann wies ich darauf hin, daß allzu viele Neulinge sich zu Konkurrenten aufschwangen. So ließ ich eine Verfügung durchsetzen, die es ungesetzlich machte, ohne Lizenz zu handeln, und sorgte dafür, daß nur Bürger mit „Pull" eine solche Lizenz bekamen. Alle . Händler drängten sich in den Schutzverband, wurden Bürger und erkannten, daß es ratsam war, die Zähl der Kon- . kurrenten zu beschränken. Die ,/steddlers Proteetive Association" zahlte mir ein hohes Jahresgehatt. Der Hauptdienst, den ich ihr leistete, bestand darin, die ständigen, unangenehmen Belästigungen durch die Polizei auszuschalten. Streitereien über besonders lukrative Gegenden zu schlichten, ihnen die Erlaubnis zu verschaffen, gewiffe Straßen zu betreten, Diebstähle zu verhindern, indem ich die Führer der betreffenden Diebsbande bestach, die dann gleichzeitig die Straßenhändler vor Belästigungen durch irische Banden zu beschützen hatten. Die Stimmen der Straßenhändker gehörten ausnahmslos mir, auf die könnt-, ich zählen. Big Jim Hallorhan erkannte meine Dienste an, und ich bat ihn um einen Gefallen für meine Jugendfreunde. Ich beabsichtigte, mir sowohl die Zuneigung Schimsch'lns zu erwerben als mir die unerschütterliche Loyalität Boolkies und seiner Bande zu bewahren. Damals gerade war ein heißer Wettbewerb um das Taschendiebprivilegium an der Brooklyn Bridge im Gange, wo der Menschenstrom TaschendieWähle leicht und einträglich machte. Detektivs waren beauftragt, darauf zu achten, daß die Polizei die regulären Taschendiebe ungestört arbeiten ließ und daß sich nicht Wilddiebe in die fetten Jagdgründe einschlichen. Big Jim teilte die Konzession für die Brooklyn Bridge meinem Distrikt zu. Ich wieder verteilte sie unter vier Taschendiebe, zwei von Schimschins Bande und zwei aus Boolkies Reihen, was den Ausrührern ein schon.es Einkommen gewährleistete. Ein gewisser Prozentsatz floß den beschützenden Detektivs zu, und auch der Polizei Inspektor, dem der betreffende Distrikt zugeteilt war, bekam seinen Teil. Unterdessen wurden die Mädchen — die „Teugh Babies", wie sie genannt wurden —, die inzwischen herangcwachsen waren, die Haupteinnahmequellen für die Mitglieder der Banden. Sie wurden auf die Straße geschickt. Die Polizei gestattete den Mädchen, auf gewissen Straßen ihrem Geschäft nachzugehen. .Und wenn man mit der Polizei nicht auf gutem Fuße stand, dann wurden die Mädchen verhaftet und von den -besten Fleischniärkten Vertrieben. So sorgte denn ich dafür, daß die Mädchen meiner Bekannten nicht belästigt wurden, sammelte die Pdlizeiabgaben von ihnen ein und leitete sie an den lockrlen Polizeiinspektor weiter, dem es angenehm war, daß ich das Eintreiben übernahm. Ich chatte nie etwas mit den Mädchen selbst zu tun. Ich achtete nur darauf, daß Schrmschin und Boolkie die Steuer eintrieben und sie prompt an mich absührten. So kam es, «daß ich der Auwalt für die Händler mit Menschenfleisch, die Zuhälter und die Govdellwirte wurde. Um 'den Anschein zu wahren und 'den Ruf der Polizei zu schützen, und um die Beschwerden der Preffe und der Pfaffen zum Schweigen zu bringen, arremglierte ich mit den Zuhältern, Schleppern, Bordellwirten, Mädchen und Häusern Razzias, die der Presse ein paar Tage Ang Materiail gaben und die Gericht'ssäle fMen-'und edenßo schnell wieder vergessen waren. Die Gerichtsfälle wurden stillschveigend erledigt. Und dann ging das Geschäft weiter wie vorher. Wie Big Jim zu sagen pflegt: New-Aovk ist eine Neun-Tage-StM — nach neun Dagen ist alles vergaben und vergessen. «Ich besprach die Lage in der Men «Street mit Big Jim und Little Tom, feinem Vetter, dem mein Distrikt , zugewiesen war. Die Reformatoren machten fürchterlichen Krach wegen dieser Allen Stteet. Es war aber auch die roheste aller Bordellstraßen. Wir beschlossen, daß die Allen Street in eine andere Gegend verlegt werden solle. Ich kannte die Gefühle meiner Synagoge und die der Strahen- Händler. Sie sahen die Bordelle nicht gerne so nähe bei ihren Wohnungen und ihren Kindern. Ich dachte daran, poAüscheS Kapital daraus $u schlagen, daß wir eine sensattonelle Razzia auf die Allen Street arrangierten und ihr den Anschein gaben, als ob unsere politische Pavtoi ohne Beihilfe der Polizei den Dkstri«kt gesäübert hätte. Jim und Tom ft'i>mmten mir zu. Sie «befahlen den Distriktsfühvern der umliegenden Bezirke, sich mit ihren Raufbolden bei mir zu melden. (Fortsetzung folgt.) iÜÜE i 'TiTllfii"'rirniliiri1' lii'iiirfri

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