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Wiener Morgenzeitung · 1925-11-02 · Heft 2405 (2.11.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2405 (2.11.1925)
Date
1925-11-02
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 9405 . Mkhen, Montag Wieqer M»r«e«Mung kMÜtaMBUhAahMMaa Überraschung in der MWerschast^ 8i« überlegener Sieg der Hakoich. - F. A. 8., biavid und Svorttlnb geschlagen. Gelstern trug bie Hcckxch nach längerer Zeit wieder sinmü auch in einem MeisterschaftGM einen ihrem Können enHPrschLNden Sie-g öavvn und vückle dadurch von dsnr Men aulf den sechsten Matz vor. Slovan schlug den Amateur- Bazwinger tz. Ä. C. und kam dadurch auf die gleiche Punkteangchl wie Ne sÄhrevd.?n St. Beiter. Recht unerwartet kamen die Niederlagen des SporM-uvZ und Rapid» Die Tabelle weist Mn Wgendes Bilid aus: i Spiele Stege Unentsch. Nieder!. Tore Punkte für gegen Amateure ... 6 4 1 1 22 10 9 Slovan .... 8 4 1 1 16 12 9 Abmira .... 7 4 — - 8 11 8 8 W. A. C. . . . 7 8 2 2 12 12 8 Vienna .... '6 8 1 2 14 7 7 Sportklub . . . 6 8 1 3 13 14 7 Wacker . * . . 6 3 -r- 8 15 18 6 Hakoah .... 5 2 1 2 16 12 6 Raptd. 6 2 1 8 17 17 5 F. A C. ... 6 tz 1 3 8 15 5 Simmering. . . 4 1 1 2 11 14 3 Rudolfshügel. . 5 — 8 2 6 11 3 Hertha . . . 6 — 1 5 7 17 1 Hakoah gegen Siinwering 6:3 (2:1). üeberlegcnes Spiel der Hakoah. — Glanzleistung ihrer Stürmer. — Znsriedenstellendes Spiel der Verteidigung. W. A. C.-Platz. 12.000 Zuschauer. Schiedsrichter Braun. Hakoah: Fabian; Wegner, Scheuer; Fried, Guttsiäun, Polläk; Neufeld, Häusler, Heß, Eisenhofer, Schwarz. Simmering: Aigner; HauSwirch, Musil; Ehrlich. Kurz, Dumser; Urban, Danis, Hovlvach, Zillbauer, Viertel. .Gestern trug die Hakoah in einem Meisterschaftsspiel wieder einmal einen überlegenen Sieg davon, der vor allem aus das glanzende Spiel ihrer Deckung zurüüzuführen ist, die es dem Angriff ermöglichte, seine Fähigkeiten m die entsprechende TrefseraNzahl umzusetzen. Da auch die Verteidigung, wie schon letzthin gegen 'SB. A. C. recht gut spielte, kam eine-Gesamtwirkung zu-- stände, die den Meisterschaftstitel der jüdischen Mannschaft berechtigt erschiineu läßt. Den Hauptanteil an dem Erfolg hatte die glänzend disponierte Deckung,- in der Guttmann eine überragende Leistung bot. Bemerkenswert ist in erster Linie sein Zuspiel, dys auch wenn es über den ganzen Platz geht, immer flach und ans den-'Zentimeter genau bleibt. Er stand schon dadurch um eine Klasse.über seinen Gegenspieler Kurz, dessen Bälle sich gewöhnlich in Stockwerkshöhe bewegten. Auch itt Einzelkämpfen hatte der Hakoah-Mittelläufer gewöhnlich den Erfolg ans seiner Seite. Er wurde von seinen Nebenleuten glanzend unterstützt. Pollai erwies sich in einigen kritischen Situationen vor dem Tore als Retter in der höchsten Not und unterstützte auch den Angriff durch gut zugespielte Bälle sehr zweckmäßig. Fried mußte vor Halbzeit oft Wegners Arbeit verrichten und es ist ihm hoch anzurechnen, daß er sich in diesem Spielabschnitt nicht nur auf Berteidigungsgeschäfte beschränkte. Im Angriff spielte Schwarz zuerst auf -dem linken und dann , auf dem rechten Flügel hervorragend wie immer. Er ist.-gegenwärtig wohl der beste Außenstürmer in Wien und k« Inders sein Spielverständnis und Schußvermögen sind unerreicht. Sehr gut war auch Häusler, während Neufeld als' Außenstürmer total versagte und erst in der letzten halben Stunde als Mittelstlirürer zur Geltung kürn. Heß erwies sich auch in der'Mitte des Angriffes als sehr verwendbarer Spieler. Eifenhofer kam mach einem schwächeren Beginn bald in Schwung und legte dann große Durchschlagskraft tnr den Tag. Scheuer spielte bis Kn seiner Verletzung sehr gut. Gegner tvar änfangs cheängstigend-Unsicher, nach Halbzeit jedoch lief auch er zü einer I recht guten Leistung auf. Fabian zeigte wunderschöne Paraden I und ist an den.drei erhaltenen Toren schuldlos. Die Srmmeringer spielten trotz der Höhen Niederlage nicht schlecht.' Sehr, gut war. ihre. Verteidigung mit.Aigner und MM, während Hauswirth ohne zu versagen etwas schwächer war und oft zum „Wassern" seine Zuflucht na'hin. In der Deckung war Dumser der hasst Mapn. Kurz war nach einer Viertelstunde fertig and beschränkte sich nur ans Verteidigungsgefchüfte. Der'Angriff hatte in den flinken Mügeln seine Häuptwaffen. Danis spielte schlecht und bisweilen derb. Die ersten Angriffe inszeniert Simmering. Eine Flanke Viertels wehrt Fabian , ab. Auch die erste Skorsgölogenheit bietet sich den Schwarz-Roten, litte rollt den Ball gegen das leere Hakoah-Tor und Viertel verfehlt das vom Pfosten zurüöifpringende Leder. Es folgt noch ein Fehlschuß Horvaths, dann übernehmen die Krieauer Wr längere Zeit das Kommando. Bvmlbenschüsfe'Nenfelds und Güttin mns macht Aigner auf bravouröse Art unschädlich. In der 19. Minute ereilt ihn das Verhängnis. Schwarz bringt aus ganz unmöglichem Winkel einen prachtvollen Schuß an. drr zu: all» gemeinen Ueberxaschung im Netz landet. Horvaths Gegenangriff endet bei Fabian. Schoa nach weuerep. Z Minuren gelingt es Häusler,,, ber nach einem Zu'p'el Heßzwei Gegner umgeht, mit scharfem PlacUrteyr Schuß, den. Vorsprung zu erhöhen. Aigners Kunst auf der .einest Seite und Hrrvalh vor dem Hakochtor, drisen-Cchüßse hoch übers Ziel gehen, verhindern vorläufig weitere Treffer. In der 41. Minute erfolgt ein Prächtiger Durchgang Urbans, dessen Geschoß. Fabian nur mehr mit den Fingerspimm erreicht, Zillbauer drückt hierauf, den. Ball von,.der Lo^Inie ins Netz In der letzten Minute verschießt Danis einm Freistoß von der Strafraumgrenze, Nach Wiederbeginn und'Me .Mauke. Urbans vor-dem Hakoahtore von Freund und Feind verfehlt. Eine steile Vorlage Schwarz' in üer 0. Minu:«'. 'gelangt zu ' Heß, der neben dem herauslaüfinden Aigner einschietzt. Kurz konunt setzt etwas >n Schwung.-, und die Folge iftz daß die Simmermger. üch längere Zeit im. gegnerischen Lager behaupten, können. Zwei Eckstöße verlausen ergebnislos, doch in der 14. Minute sMt sich Urban Hön durch uns jagt den. Ball mit Bombenschuß, neben dem Psosten ins Tor. Die Simmeringer, durch kn Erfolg aufgepulvert, bedrängen noch eine Zeit, doch eine Umstell.,ng'des Hakoahsturmes in der Reihenfolge Schwarz, Häusler,. Neufeld, Heß,. Eiisenhofer bringt rasch den Umschwung. Schwarz gibt eine vorbildliche Flanke vor. das Tor, Neufeld HAt nur-den Kauf hin und der Ball sitzt im Netz. (26. Min.) Zwei Minuten später erzielt 2. November Mo. feile fi ——...• v ' ' .Z, 111. . Eisenhofer Tut Alleingang mit unhaltbarem Schutz Punkt fiiiyf. Vald daran' wird .Scheuer, verletz! .und-bezieht den LiMuützeitpMiü - sptek' Hirn Lauser und PÄckk. Ber- , leidiger. Auch. Häusler..wr.ro.. zurückgezogen, da. Hpsta!^ lediglich böstrebt ist, das^NMWt;ü halten. Fn der 38. Minute, i überspielt Viertel stach AWelHoMchs'Mi''Gegnev'und verringert mit Hävfem Mitzler den Vorh'ritnz der Kühner. In der vovletzten Minute, befreit sich Hakoah aus längerer Ümklommernng, SchMrz1serbsert..dm- Ball Händler vor die Füße und dieser beschließt mit' Unhaltbarem Eckschuß den Trefferreigen. . . W. A. C —tzapid 2:1 (IM. Hütteldorf. 8000'Zuschauer. Schiedsrichter Plhak. W. A. C.r Feigst Becher, Heikenwälder; Braun, Bil^, Schneider; J>ürih, Wdlchowö, Dürr-schmidt, Schlosser, Huber. . Rapid: Ianczikz Solil, Eejka; Richtör, Brandstätte^,. Ritsch; Wondrai, Wesselik, Kuthaii, Bauer, WMy, Der W. A. C. stellte im gestrigen Kampfe die schnellen! and vor dem Tore eNts-chlossenere Mannschaft, und dadurch .erscheint fein von wenigen eMartttcr SW als. gerechtfertigt, trotzdem Rapid nicht weniger vom Spiele hatte und überdies einen Elser vergab. Bei kn Siegtrir war der Tormann Feigl in bester Verfassung. Die Verteidiger spielten ungleichmäßig. In der Deckung ivar Klipcera durch Bilek giii ersetzt. Eine überragende Leistung bot Schneider. Im Angriff war Schlosser der beste Mann. Bei Rapid spielte die Verteidigung recht gut, in der Deckung war Nitfch, im Angriff Wesselik am erfolgreichsten. Wessely war sehr schwach und verschoß überdies einen Elfer. •' ■ Gleich nach Anpfiff gehen die Grünen zur Offensive über und zeigen eine leichte Ueberlegenheit. Bei einem ÄNgriff des W. A. T. kann Ianczik einen Volleyschuß Wolchöwes halten. Auch beim Gegenstoß - hält Feigl. In der 10. Minute bekommt nach schöner Vorarbeit des Znnentrios Jany den Ball, und dringt einen herrlichen Fernschuß an. Janczik, der die Flugbahn des Balles schlecht berechnet, läßt ihn über seinen Kopf ins Tor (1:0), Rapids Gegenangriffe können die Verteidigung des W. Ar C. nicht aus dem Konzept bringen. Wessely bekommt den Pall, verköpst aber. Auch Janys gefälschter Ball geht knapp daneben. . In der 31. Minul» verschuldet Becher einen Elser, der aber von Wessely verschossen wird. Der Kamps flaut jetzt ab» die rückwärtigen Formationen, des W. A. C. dreschen den Ball planlos nach vorne. Erst gtgen Ende greift Rapid wieder an und Brandstätter bringt itt der-46. Minute einen herrlichen Schuß an, den zu meistern Feigl große Mühe Hut. Währenddessen hat Plhak bereits das Spiel abgepsiffen. Nach Wiederbeginn, ist zuerst dev Praterklnb' im Vorteil. Dürschmieds Bombe, geht darüber. Ju der 9. Minute geh: Wonv drak durch, sein schaler Schuß trifft den Tormann. Schon in der nächsten Minute begcht Cejka ein Hands ^.im Strasranm;/der folgende Elfer' wird Won S ch tt e i de p glatt verwandelt. -D. A. L. führt 2:0! Bon jetzt ab drückt Raptd aufs Tempo. En Freiswß Brand« stätters von der Strafraumgrenze geht an die Stange, Huber schießt beim Gegenangriff ans Außennetz. Eine heikle Situation entsteht, als Heikenwälder einmal rasiert. Wesselik findet freie Bahn, Feig! stürzt sich entgegen und kann den Schuß mit dem Fuß äbwehren, der folgende Schuß Wottdraks geht, daneben. Bei einem Vorstoß Schlossers klart Janczik durch Heraustaufen.. In der 28. Minute verschuldet.die rotschwarze Verteidigung eintztt Elfer,, der von Wessely diesmal leicht eingeschossen wird. Einen Schttß Richters faustet Feigl hinaus. Knapp vor Schluß hat noch Wessely eine Skoregelegenheit, doch.kann Feigl auch den scharfen, placierten Schuß mit der Faust äbwehren.. Gleich darauf schließt das in der zweiten Hälfte recht interessant geführte Spiel. . : Copyright 1924 by 54* Fortsetzung. . Kurt Wolff Verlag A^Ö. München Nachdruck verboten. Herr Fettwanst. Eine amerikanische Autobiographie von Samuel Ornitz. 3. ' Hitsch u. Freund,. Rechtsanwälte. , So lautet die Inschrift auf dem großen Schaufenster des Ladens, in dem'wir unsere Kanzlei haben. Und ein wackelndes, schwarz-gelbes Schild hoch/über der Tnr ist dazu bestimmt, die schweifenden Augen von allen Seiten ans sich zu lenken. Nur ein Wort steht darauf/ in drei Sprachen, englisch, jiddisch und. russisG lautes Schwarz aus brüllendem Gelb: Advokat.' Ich hatte eine schlechte Nacht hinter mir, bin schlechter Laune. Das ist meine Kanzlei. Noch, gestern war ich stolz darauf, und heute erkenne ich sie beschämt als ein Piraten-. schiff. Ich fürchte mich vor den Verschlafenen. Ich habe die Düfte ihrer Blumenbeete geatmet. . ' Unser Piratenschisf mit dew Totenschädel und Knochen und der Farbe der Pestilenz lag sozusagen an der Mündung der Lagune. Ueber der Straße drüben ist das Essex-Market-GerichN . Alle Schiffe.in. Seenot, die leckgesprungenen Schiffe »und die im Schlepptau, - müssen unsere Schlepper und Steurer passierän, Piloten für die habgierige Besatzung von Hirsch u. Freund, die findig sind und wagemutig mit ihren Enterhaken, .und die geschickter sind wie.Meerschweinchen, wenn es gilt,, ansehnliche Beute zu wittern. : - - Kleine Gruppen von Männern und Weibern^ warten vor. unserer Kanzlei. Sie haben in unserem schon überfüllten Wartezimmer keinen Platz mehr gefunden. Es zieht die - Menschen nach überfüllten Lädtn. Das ist begründet in ihrem Herdeninstinkt, in ihrer Furcht, allein zu ,stehen, allein zu handeln; in ihrer Furcht, etwas Neues auszu- .probieren... Ehrfürchtige Grüße, Aus-die-Seite-treten und Platz machen, Hüteschwenken,! bettelnde Blicke, serviles iHändeentgegenstrecken und unterwürfiges Flüstern: „Hier kommt er", sind Balsam auf mein wundes Herz. Das wirkt wie ein Bad in-heilendem Del...'Ich stürze mich.in ein Meer von Schwierigkeiten, die.Schwierigkeiten anderer, und Friede kommt zu-mir. Mein,Kopf wird klar. Die Blumendüfte verschioinden. Ich bin wieder, Meyer Hirsch.' . Die kwlne, mit einer Mattglasscheibe versehene Tür^ die Maxies Küttzlei von der meinen trennt, öffnet.sich vorsichtig. Ich schicke den Klienten, den ich gerade bei mir habe, hinaus und' werfe die äußere Tür krachend ins Schloß, um Maxie zu bedeuten, däß die Luft rein ist. Im nächsten Augenblick tritt Maxie mit einem kräftigen,, untersetzten Manne mit entzündetem Gesicht ein... „Richter Duffy, gestatten Sie mir, daß ich Sie Mit meinem Partner- Meyer^ Hirsch bekannt mache..„Sehr erfreut, Herr Hirsch.-. " Nach ein paar Minuten gezwungenen Gesprächsempfiehlt..sich. Jhro Gnaden wieder... Maxie grinst. -Er. sieht aus wie eine Katze,^während'en sich so in den Bart' lucht. „Das ist .der fünfte. Ich lege die Angeln..: . Well, Butter aüfs' BM i. . Schau dir nur Dnffys Wechsel über zweitausend Dollar an. Ich sagte ihm, er möge sich keine' Sorge nmchen. So-ll zahlen, wenn, es ihm gerade paßt. Du verstehst, wenn es Hm paßt/Hs würde nichts ansmachen, wenn er überhaupt nicht zahlt -: ." Grinsend macht Maxie eine Eintragung in ein'Büch, >das er üüs der Tasche zieht. - - > „Ich Summe auf / das Berlnstkonto ge-) schrieben...Ich" grinse nur. Maxies Gesichtsausdrnck E ist rin Versuch,- verschmitzt an'sznsehen. Es sicht -sehr schlecht ans. Aber tvegen seiner Schönheit bade mich Mir .meinen Partner ja schließlich Nicht ausgewÄhlt.- Er M' lasterhaft schlau, aber loyal Und Hrlich. mit,mir..Ich. achte auf die^Poli-tlMn Eisen, die Wir \m Fcüer haben, schmiere /die PoligiMi und öeförge. alles Polstern-' und Humpen lüsVerbindung'mst ..dest.Kriniinalfälleil!'Ich teile' Hosiaräre stnt Gerichisschteibekn, Gerichtsdieuern, ' Märlern, Detektivs, Polizisten, ihren Vorgesetzten, Wirten — mit allen und jedem, die-.uns Fälle zuschanzen. Ich Nehme alle wahr, vom Richter hinunter bis zum Schuhputzer in der Vorhalle. Maxies Reich datzetzen sind die Zivilgerichte, und seine Geschicklichkeit und Schlauheit im Kveuzverhör 'haben ihm bereits einen beneidenswerten Ruf eingebracht. Aber Maxie. weiß, daß.die Kenntnis der Gesetze allein, auch wenn sie sich im Anwalt Mit Klugheit und äußerster Geschicklichkeit paart, einen Anwalt in New-Aork verhungern läßt. Deswegen steckt er seine «Hand auch in den Sack, aus dem man die Mstischrn Lose zieht, und handelt mit Wöchstln. Wie bw MchrMl aller Richter überhaupt, war auch Richter Duffy zum Beginn seiner Dienstzeit schwer verschuldet. . > So war es danrals in den wüsten ' Zeiten in 9)ew-A'orkt Die Ernennung zum Richter kostete einefestgesetzte Summe, Richterämter wurden zu fssten Preisen verkauft. Der Marktpreis für die Würde eines. Richters ' im Obersten Gerichtshos. küsteie züm/ Beispiel Dollar. Der Preis war so hoch wie das Salär... Maxies...MtM lvar einfach. Er.verlangte keine ausgefprochene Gefälligkeit, er erivartete nur. ein gewisses Wohlwollen^ auf seiner Seite. Er brauchte nichts als den guten Willen der Richter. Die Richter fanden bald genug heraus, daß es ziemlich gefahrlos ivar; zu seinen Gunsten zu entscheiden. Denn Maxie war' Nicht .ungeschickt. Er betrat den GerichissM. wv>h! vorhtzreitet^ .hatte Tatsachen in der Tasche; war gespickt mit Präzedenzfällen und hatte spitze Finessen ber?i! wie ein Stachelschwein. Erst der-. schaffte er sich das Anrecht aus Dankbarkeit der Richter und dann erwarb er sich ihre Achtung durch gründlich durchdachte und Vorbereitete Fälle — was ihm gleichzeitig das. Gefühl der Sicherheit gab. So brauchten die Richter , nicht zu befürchten, einen ungerechten Nichtersptuch zu -Wen,uNdbrauchtensichkeine Sorge wegen einer'eventuellen MveMon ..ihrer , EnW iduttg, .8en.^Weren Gerichten zu wachen. . Maxie achtete darauf, daß He Fälle genügend Hintertürchen hatten. Die Richter mochten ihn gern, * (Fortsetzung folgt.)

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