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Wiener Morgenzeitung · 1925-11-02 · Heft 2405 (2.11.1925) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2405 (2.11.1925)
Date
1925-11-02
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Gche 4 Wien. Montag_ beherrschenden Maasserforderung getragen war, den Aus- M nicht wettmachen. 3. Das neue Mkommen. Pie Erfahrungen der letzten Jahre sind nunmehr in tiaem neuen Abkommen zwischen Keren Hajessod und Keren Kajemeth niedergelegt worden, das sich ausschließlich auf die Abgrenzung der beiderseitigen Propaganda Methoden erstreckt. Das Abkommen, das vom 14. Zionistenkongreß in Wien bestätigend zur Kenntnis genommen wurde, ist von größter Bedeutung für die weitere Arbeit der beiden Fonds, da es alle in der- Praxis austauchenden Streitfragen von vornherein aÜ ^Egeln sucht, ja nach Möglichkeit darauf hinwirken WM, , daß solche Streitfragen erst gar nicht entstehen. Der Keren Kajemeth wird als Spendenfonds bezeichnet, dsm alle Formen der sich an die Gesamtheit wendenden Gellegenheitsaktion Vorbehalten sind: Blumentage, Sammellistell, Alioth und Nedarim, Synagogen- und Feiertagssamurlungen, Basare und festliche Veranstaltungen, Abzeichenverkauf, die Büchsenfammlung, das Goldene Buch, Verlosung und Lotterie. Insbesondere wird der. Keren Kajemeth auch weiterhin seine traditionellen vier Massenaktionen im Monat Tischri. zu Chanuka. Purim und zum 20. Tamus (Herzls Jahreszeit), durchführen. Der Keren Kajemeth darf nur Spenden in bar entgegennehmen, keinerlei Zeichnungen odie-r Verpflichtungen, mit Ausnahme von Testamenten, Stiftungen oder Versicherungen. Damit entfällt auch die Möglichkeit für den Keren Kajemeth, Aktionen durchzuführen, die von Einzelpersonen individuelle ZHlungen und Zeichnungen auf bestimmte Beträge verlangen/ wie die vor kurzem in einzelnen Ländern durchgeführte Dunamaktion. (Landspende). s. Der Keren Hajessod beruht demgegenüber auf dem Steuersystem. Er setzt für jedes Land einen Minimalbetrag fest und hat das ausschließliche Recht, jede Form der Besteuerung anzuwenden. Insbesondere ist die Methode der Einzelbesuche ihm Vorbehalten. - Es soll darauf hingewiesen werden, daß diese Abgrenzung der Propagandamethoden, die erste, die den Bedürfnissen beider Institutionen Rechnung wägt, keineswdgs-das Ergebnis eines Kampfes oder gegenseitigen Feilschens ist, sondern folgerichtig aus der Entwicklung der Arbeit in den letzten Jahren hervorging und aus dem ans Herden Seiten stark und lebhaft empfundenen Bedürfnis, im gegenseitigen Einvernehmen zu arbeiten. Beide F'onds sind notwendig, sind vitale Erordernisse des Palastinaaufbaues; für beide ist Platz in der jüdischen Welt und jeder von ihnen kann,-wenn er das ihm zugewiesene und seiner Natur nach vorbehaltene Gebiet intensiv bearbeitet, seine bisherigen Molge noch sehr wesentlich ausbauen und erhöhen. Zwischen den beiden Institutionen sollte nicht Konkurrenz,! sondern Zusammenwirken bestehen und es wird ein wertvolles Ergebnis der beim Wiener Kongreß geleisteten I Arbeit sein, wenn der auf, die Abgrenzung der Methoden I Eueren Hajessod und des Keren Kajemeth gerichtete ' Beschluß durchgeführt wird, daß Mißverständnisse und! M°n. | «reit Hajessod nach dem Wiener Zionistenkongreß. Von besonderer Sette. London, 20. Oktober. A.ZEistenkongreß, der im August dieses wahres m Wien tagte, hat wohl nach außen hin vor allem den Eindruck erregter Debatten, stürmischer' Dis- und-ölnec gewiffen Krise in der Leitung der Zlonrstlichen Organisation hervorgeruftn. Je weiter wir entfernen, desto mehr treten aber diese Eindrücke augenblicklicher parlamentarischer Sensawnen m den Hintergrund und der prüfenden lieberlogung erscheint gerade dieser Kongreß als eine B eratung von außerordentlicher Sachlichkeit voll-ernster organisatorischer Arbeit und stärkstem das sich nicht in Deftmtmen kundgibt, sondern in dem unablässigen Bemchey, aus. den widerstrebenden Einzelinteressen und aus dem Zujammenstoß der unerbittlichen Wirklichkeit Mlt unseren Wünschen und Forderungen fne MaßrL s?ie ^" Fortschritt, eine Weiterentwicklung lichen^^^mbert Unb bie Schaffung neuer Werte ermög- Manchem Kongreßteilnehmer ist es wühl gar nicht ttax geworden ww ausschließlich alle Beratungen, alle DHa ten und parlamentarischen Kämpfe auf dem Kongreß der konkreten Arbeit rl standen. Die Frage der .Politik ordnete Kolonisation, der landwrrtschaft- Itifcn Entwicklung, des materiellen Aufbaues in Palästina Mr chaben die Beschlüsse des Kongresses auch diesmal S.e ff!. 0'f' 5^Eerne Note. Noch der 13? Kong^ß ^5* 3 fur ""tlg, die Reche seiner Beschlüsse mit einer X polürfcheu Resolutionen einzuleiten, die volltonend und [tat* die säkulare Forderung des Zionismus nep formulierten. Die polittschen Resolutionen des £** gewidmet und unterslch lm Tone nur wenig von den Beschlüffen der Und diese selbst decken Li den ganzen Bereich der organisierten Ar- ^»lch.»aaBau: Ländliche und.Mische KoloMtwn, Konsoltkerurrg alter und Schaffung neuer Siedlungen, tue Finanzierung durch nationale Fonds __Miemer Moraenrelluna_ (Keren Hajessod und Keren Kajemeth), durch den Privaten Geldmarkt und durch eine Nationalanleihe; die kulturelle Arbeit, die sanitäre Arbeit, Einlvanderung -und Arbeitsbeschaffung; schließlich die organisierte Arbeit in der Galuth für.Palästina durch die Entwicklung der Zionistischen Organisation zu immer umfassenderer, einheitlicher Leistung. Auf den ersten Blick mag es paradox scheinen, daß jener Institution, die bisher und nach übereinstimmender Meinung noch für recht lange Zeit hinaus das Hauptinstr-ument für die Finanzierung der Palästinaarbeit ist, auf diesem Kongresse kein Referat gewidmet war und nur wenige Beschlüsse über mehr oder weniger sekundäre Fragen galten. Aber das Pardoxon ist nur scheinbar. Auf der im Kongreßhause gezeigten, sehr instruktiven Palästinaausstellung gab es neben den Ständen des Ackerbaues, des Pflanzenbaues, der Aufforstung, der Viehzucht, der städtischen Entwicklung, der verschiedenen Jndustrieztoeige usw. einen besonderen Stand des Keren Kajemeth, wo Diagramme üüer dessen Leistungen und Muster seiner Propagandamittel zu sehen waren; ein Stand des Keren Hajessod aber war nicht vorhanden. Dagegen befand sich in jeder Abteilung ein Plakat, das aussagte, welche Drittel in den letzten Jahren gerade für diesen Zweig der Palästinaarbeit vom Keren Hajessod aufgewendet worden waren. Ter Keren Hajessod finanziert alle Zweige der nationalen Aufbauarbeit, er schafft auch die Grundlagen für privatkapitalistische Betätigung, und wenn man heute von der Palästinaarbeit und ihren Ergebnissen spricht, so spricht man, auch ohne ihn zu nennen, von der Arbeit des Keren Hajessod und ihren Ergebnissen. Und so zog sich der Gedanke des Keren Hajesiod wie ein roter Faden durch alle Referate, durch die Generaldebatte und die Spezialdiskussion. Um nur ein Beispiel zu nennen: Dr. R u p p i n, der so hochverdiente Leiter des Palästinasiedlungswerkes, sprach. am ersten Tage der Kongreßverhandlungen über die sich steigernden Möglichkeiten für die Aufnahme einer größeren Anleihe für den Palästinaaufbau. Als eine der Hauptsicherheiten, di« diese Anleihe ermöglichen, erscheint ihm die Tatsache, daß der Keren Hajesiod in den letzten Jahren regelmäßig eine halbe Million Pfund Sterling jährlicher Eingänge gehabt hat. Der Gedanke wird von vielen Hiskusiionsrednern ausgenommen; besonders eindrucksvoll war die Erklärung Kurt B l u m e n f e l d s, daß der Gedanke der Anleihe den Keren Hajesiod keineswegs ablösen, sondern i-hn ergänzen und weiterführen müsie. Nichts könne die Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten des Gelingens der Anleihe stärker beeinflusien als eine Erhöhung der Leistungen für den Keren Hajesiod. In noch stärkerer Äerse drückt denselben Gedanken der Präsident der Zionistischen Organisation, Dr. Chain» Weizmann, in seiner großen Rede in der achten Sitzung des Kongresses aus. Er erwähnte, daß er vor zwei Jahren eine unverbindliche Anftage an einen hervorragenden Finanzmann über die Aussichten einer Palästinaanleihe gerichtet und dabei festgestellt habe, daß die Chancen der Anleihe im geraden VerhÄtnisie zu den Leistungen des Keren Hajesiod stehen. Dr. Weizmann erllärte: ,^Jch habe einen kleinen Verdacht, daß man die Anleihe als Ersatz für den Keren Hajesiod betrachten könnte. Ich möchte diese Psychologie korrigieren: Wir werden uns ernstlich mit der Anleihe beschäftigen und ich glaube, daß durch eine Arbeit von einem bis drei Jahren bei Regierung, Völkerbund und anderen Institutionen eine Stimmung und die Möglichkeit dafür geschaffen werden kann, vorausgesetzt, daß die Einkünfte des nationalen Kapitals sich steigern von Jahr zu Jahr." (Schluß folgt.) Zer Hausarzt. Redigiert von Dr. Sanel Beer. Die Krankheiten der Neugeborenen. Von seiten der Gebärenden tritt fast immer die ängstliche Frage an den die Geburt leitenden Arzt oder die Hebamme heran, ob das Neugeborene auch voMommen reif und entwickelt fei, daß es selibständig den Kampf um das Leben aufnchmen könne. Eine kurze Inspektion des Kindes und eine Untersuchung des Hevzens und der Lunge werden*den Arzt sofort über die völlige Gesundheit des Neugeborenen informieren oder zeigen, ob irgend welche Mißbildungen und Geburtsverletzungen vorhanden sind. Bon Mißbildungen sieht man am häufigsten Muttev- und Feuermale, ferner Hasenscharten und Wolfsrachen, in selteneren Fasten Verschluß von After oder Harnröhre.. Stfbcr auch angeborene Geschwülste und Rückenspalten gehören nebst den häufigeren Verbildungen an den Füßen in Form von Klump- oder SpWßen keineswegs zu den Seltenheiten Ueber die Ursache solcher Abnormitäten gibt es eine Menge Erklärungen, doch dürften die meisten Mißbildungen auf abnorme Druckverhältnisse.in dem Fruchchaller zu beziehen sein. , Zu den Abweichungen von.der Norm, die in den ersten Lebenslagen oder Lebenswochen zum Vorschein kommen, gehören auch die verschiedenen Brüche, die als Nabel-, Wasser-, Leistenbrüche m Erscheinung treten und sich häufig von selbst zurückbilden Unangenehmer sind die Störungen, die sich bei Mißbildungen am Herzorgan einMen, weil sie'immerhin ein schweres Gefahrenmoment für die Lebens- und Leistungsfähigkeit des Kindes abgÄen können. Von den Geburtsverletzungen treten insbesondere die Blutergüsse bei. Kindern auf, die auf gewaltsamem Wege durch die Zange ans Licht des Tages gebracht wurden. Sie bedürfen I meist keiner Behandlung, da sie sich von selbst zurückbilden. Das 2. .Novomber IM Nr. Mö -...— -----.■ .—..1 -. gleiche gilt von der sogenannten Kopsgeschwulst, die bei dev meiste« Neugeborenen sich findet und sich bloß als eine Schwel« lung der Hdut und des Ilntechautzellgewöbes darstellt, welche bei länger dauernden Geburten der Druck des GckurtsringeZ evMgt hat. Im Gegensatz hiezu ist die Kopfblutgoschwulst, 'die durch Blutaustritt zwischen Knochen und Knochenhaut des Schädels entsteht und am Scheltelbein sitzt, insoferne etwas unangenehmer, als deren Rückbildung längere Zeit in Anspruch nimmt und die Geschwulst besonderer Obhut gegen Verletzungen bedarf. Eine andere gelegentliche Folge einer erschwerten oder langer dauernden Geburt stellt die Mutgeschwulst des KopfnickerS dar, die oft erst einige Tage oder Wochen nach der Geburt in Erscheinung tritt und aus eine besonders bei Steißgöbnrten entstehende Zerreißung des schrägen Kopfnickermuskels zurückzuführen ist. Bisweilen kann wohl daraus ein Steifhals resultieren, doch meift saugt sich diese Schwellung auf oder man hilft mit leichter Massage und häufigen Wendungen des Kopfes nach der entgegengesetzten Seite nach, um die Berkürzung des Muskels zu vechütetl. Peinlicher kann eine Armlähmung als Folge von Geburtsdruü oder Zerrung bei einer unter Kunsthilfe beendeten Geburt sein. Glücklicherweise bleiben derlei Nervenläsionet» nicht dauernd bestehen, so daß man die besorgtet» Eltern über' den weiteren günstigen Verlauf vollkommen beruhigell kann. Vicht selten sind auch Schlüsselbein-, Oberarm- und Beinbrüche, die trotz aller Vorsicht dem Geburtshelfer passieren können, wenn die Rücksicht auf das Leben der Gebärenden oder des Kindes eine rasche Beendigung der Geburt erfordern. Derlei Verletzungen heilen meist ohne jeden Schaden, wenn nur kunstgerechte Verbände durch den Arzt angelegt werden. Was die Hantaffektionen der Neugeborenen betrifft, so kann mau bisweilen eine abnormale starke Rötung der Haut beobachten, die sogar zu stärkeren Abschilferungen führen kann. Eine sorgfältige Hautpflege und bessere Einfettung bildet den Zustand meist zurück. Ms Krankheit muß man aber eine stärkere Blasenbildung ansprechen, die die Ham des ganzen Körpers, Fußsohlen und Handteller oft befällt und eine sachgemäße ävstliche Behandlung erfordert. Völlig harmlos hingegen ist die Gelbsucht der Kleinen, die sich meist am Meilen oder dritten Lebenslage einstellt und ohne Störung des Allgemeinbefindens nach einigen Tagen schwindet. Nur eine mehrwöchige Dauer der Gelbfärbung der Haut könnte Verdacht auf eine ernste Erkrankung der Gallenwege erwecken! Zu den unangenehmen Vorkommnissen der ersten Lebenslage gehört ein in seltenen Fällen auftretendes Bliuterbrechen, das bei längerer Dauer gefahrdrohende Erscheinungen infolge Blutmangels herbeiführen kann. Es stellen sich dann gleichzeitig auch blutige Abgänge aus dem Davmkanal ein. Bis- . weilen werden; diese Darmblutungen mit den als Kindpech bekannten dunklen Abgängen der ersten Lebenslage verwechselt. Das Bluterbrechen der Neugeborenen entlarv» sich meist als aufgesaugtes Blut aus den Schrunden der Brustwarzen Zu erwähnen wäre noch die Schwellung der kindlichen Brustdrüsen, die auf eine Sekretion der Milch in der Drüse hin-dsutet. Es ist ein völlig harmloser Vorfall, der bisher noch keine entsprechende Evklärung gefunden Hot. Die Anschwellung verschwindet in längstens einer Woche, wenn man die Brustdrüse in Ruhe laßt und nicht, wie es viele Hebammen und Müller tun, daran herumdrücken, um die Hexenmilch heraüszupressen und dadurch entzündliche Eiterungen verursachen. V . Wohl ist die Zahl der möglichen Mißbildungen, Verletzungen und Krankheiten der Neugeborenen groß, in Wirklichkeit spielen sie aber keine bedeutende Rolle, da die überwiegende Mehrzahl der Kinder reif, gut entwickelt, ohne Abnormitäten zur Welt kommt. Jedenfalls soll jede Abweichung bald erkannt werden, um die etwa notwendigen Gegenmaknahmen rechtzeitig in Anwendung zu bringen. AerMtzer Fragekaften. -Cz. in M. Tuberkulose ist nach unserer heutigen Anschai» ung durch Ungeziefer nicht Wertragbar, sondern nur durch den Auswnrf Tuberkulöser. Der Flecktyphus wird durch Ungeziefer (Läuse, Flöhe) mit Sicherheit übertragen, auck die Malaria (das Wechselfleber) bedlfts der Mücken zur Entstchung. — Leopoldstadt. Pasteurisierte Milch, wie sie bestimmte MilchgroMndler verschleißen, kam ohne Gefahr für Typhusmscktion genossen werden. Obst soll nur m geschältem Zustand gegessen werden. — Jung. Es dürste sich bei diesen» Jucken um Ungeziefer handeln, das sich dort eingenistet hat. Lassen Sie sich von^einem Arzt daraufhin ansehen. — I. K. 100. Gegen d»e Drüsenschlvellung am besten Qurrzlampenbestrahlungen und Lebertran. * Im Kampf mit tausend Frauen. Durch eine Zeitungsanzeige hatte die Leitung der „Kipho"-Ausstellung am Kaiser- .dämm in Berlin für ihr AusstellungAkino 60 „revräsentMe Damen" als Plahanweisermnen gesucht. Auf diese Anzeige hin fanden sich etwa tausend Damen jeden Alters ein, von denen jede glaubte, der. Forderung der. RepräsentabNtäi aus das beste gerecht zu werden. Um aus dieser üb-erraschenden Vccii.ge eine Auswahl zu treffen, gab der Direktor des' AusstellungSkino dem Begriff „repräsentabel" eine etwas begrenz? tere Auslegung, als es die Damen wchl geglaubt oder erhobt hatten Er teilte den Bewerberinnen mit, daß nur Damen im Alter von 16 bis 20 Jahren in Betracht kämen und daß diese Danren einen Bubikopf (!) haben und geeignet sein müßten, ihre Tätigkeit im Pagenkostüm auszuüben. Womit er rermuilich meinte, daß die Damen über einen schlanken, modemknabenhaften Körper verfügen Mßten. Diese Deutung erregte das Diißf allen der Damen, die solchen Anforderungen nicht entsprechen konnten, sich aber trotzdem für cepräsemabLl und zum Brruse einer Platzauweiserin — auch im Pagenkostüm — für geeignet hinten. Sie warfen dem Direktor Irreführung vor, da in der Anzeige pichts von Mtersgrenze, Bubikopf und Pagenkleiduna gestanden hätte. Es kam in, einem riesigen Tumult. Der Direktor versuchte, die Erregten zu trösten — aber da kam er schlecht an. Dann versuchte er es mit der Logik — aber da kam er noch schlechter an. Schließlich wußte der Bedrohte sich keinen' anderen Rat, als die Polizei zu rufen. Der gelang er — nicht ohne im kleines Handgemenge mit OhnmachtSaufällen, MaMitt«- verletzungen und Schreikrämpfen —, die tottfettfo Frauen 1 Abmarsch »» ßewtzM,

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