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Wiener Morgenzeitung · 1925-11-02 · Heft 2405 (2.11.1925) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2405 (2.11.1925)
Date
1925-11-02
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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ft* MOg . ' Wien, Montag botmchien sein wird, da die jetzt sich schassenden PräzeudenMle Psychologisch und praktisch bestimmend sind. " / ' ■ 4. Die politische Arbeit, die der Chowewe-Zionismus »och zu leisten hat, um seinen innersten Intentionen gerecht zu werden, ist abwehrender Natur. Die Erhaltung des von ihm Erreichten ist seine Aufgabe. Die Balfour- Deklaration und das Blandat genügen ihm vollends, er muß nur auf der Hut sein, um allzu weitgehenden Inter-. pretationskunststücken zu begegnen. Es hat sich in der Tat eine jüdische politische Apologetik entwickelt. Der Rückzug! auf die apologetische Stellung ist im allgemeinen kennzeichnend für die gegenwärtige Operationsweise dieses Teiles der zionistischen Bewegung. Wie in den schönen Zeiten der Herrschaft der liberalen Assimilationsideologie dem Antisemitismus die ethischen Werte eines abstrakten Judentums entgegen gestellt wurden, so begegnet mau heute dem Antizionismus, dem arabischen und europäischen,, mit apologetischer Verdünnung der zionistischen Werte. Man abstrahiert so lange, bis von der zionistischen Realität nichts zurück bleibt. Der zionistische „Geist" ist ein neuzeitiges Gegenstück zum „Geist.des Judentums" der Assimilanten. Die hervorragendsten Vertreter dieses zionistischen „Geistes" sind die deutschen Zionisten, deren „AraLerfreundlichkeit" gleichwertig ist der Einstellung der deutschjüdischen Assimilanten zum Deutschtum. Aus dieser Mentalität ergibt sich auch die negative Wertung der nationalen Galutharbeit, die allerorten wieder Platz greift, ebenso die sonderbare, nationalen Gesichtspunkten entgegengesetzte Art der Führung der Galuthpolitik in jenen Ländern, wo man nicht umhin kann, sie zu führen: schablonenmäßig und abwehrend. Der Kampf mit der Assimilation wird aufgegeben, der für den Chowewe-Zionismus nur so lange einen Sinn hatte, als die Assimilation auch der Verlegung und Sicherung des Nationalkulturellen nach und in Palästina entgegen war. (Es ist symptomatisch, daß die Assimilation, ohne sich etwas zu vergeben und ohne auch nur ein Jota ihres prinzipiell assimilatorischen Standpunktes aufzugeben, sich gegen dieses Bestreben nicht mehr richtet, sondern zum Teil sogar ihm aktiv Hilst. Sie war so lange mit ihrer ganzen Kraft dagegen, als das Politischnationale unzweideutig feststand, sie wird sofort dagegen sein, wenn sich das Politischnationale wieder zeigt.) Das Interesse an der nationalen Zusammenfassung in der Galuth muß Ichwinden, wenn man die Galuthjudenheit nicht mehr als Machtfaktor zur Erreichung eines politischen Zieles in Palästina braucht. Ist das politische Ziel in Palästina erreicht, so ist die nationale Machtposition der Galuthjudenheit nicht mehr vonnöten. Eine konsequente nationalpolitisch-ideologische Einstellung zu den nationalen Fragen der Galuth weicht einer apologetisch-individuellen. Es genügt, wenn man zionistischer Abgeordneter in irgend einem Parlament ist, seine Arbeit in der Richtung „persönlicher Interventionen" zu besorgen. Der nationale Kamps wird aufgegeben, zumal wenn er in einem Lande geführt werden soll, dessen gegenwärtige Konstellation seine Aussichtslosigkeit verbürgt. Ihn prinzipiell zu führen, um die Galuthjudenheit nationalpolitisch zu erziehen für einett bestimmten politischen Zweck, auch wenn man von der Aussichtslosigkeit eines nationaljüdischen Lebens in der Galuth überzeugt ist, nur zur Bererthaltung von jüdischen Reserven, ist psychologisch unmöglich, wenn man ein solches Ziel nicht sieht, für das eine Machtteserde bereit gehalten werden soll. Diese innerliche Saturiertheit ist die Quelle, der der Ruf entspringt, politische Galutharbeit sei unnütze Vergeudung von Energien und dem „reinen Zionismus" abträglich. Die einzige Arbeit in der Galuth, die anerkannt wird, ist die praktische Arbeit, die Geldsammlung, die das nationalkulturelle Heim in Palästina ausbauen hilft. . Der politische-Zionismus aber hat noch seine ganze Arbeit vor sich. Aus der Erkenntnis, daß sein Ziel noch nicht erreicht ist, und daß es nicht erreicht werden kann, wenn er nicht in der zionistischen Organisation die Oberhand hat, um in seinem Sinne die politischen Geschäfte dieser einzigen, den nationalen Willen des jüdischen Volkes darstellenden Organisation zu führen. Sein Kampf muß, wenn er' sich gerecht werden will, auf der ganzen Lime zionistischer Betätigung geführt werden: Ar der Arbeit um und für Palästina und in der Galuth. Seine vornehmste Aufgabe ist es, theoretisch die Gegensätze aufzuzeigen und taktisch die innerzionistische Entwicklung für sich zu bestimmen. Er muß,den Kampf führen, da die im übrigen falsche Erwägung, er könne das jetzt schon Erreichte zerstören, ihn dazu brächte, es zu sanktionieren. Er kann sich nie mit dem jetzt schon Erreichten zufrieden i geben, da seine Analyse der Judenfrage, der gemäß die Behebung der geistigen Judennot nur durch die gleichzeitige Behebung der physischen vor sich gehen kann unumgekehrt, ihm das jetzt schon Erreichte im politischen Sinn als ein noch nichts Erreichtes gelten muß, trotz aller nicht auszudrückenden Bewertung eben des schon Erreichten. Diese Erkenntnis und dieser Kampf sind durchaus nicht dazu angetan, die praktische Arbeitdie so ungeheuer wichtig ist, zu beeinträchtigen. Je stärker und je reifer das politische. Bewußtsein des jüdischen Volkes wird — und das wird eS weit eher dadurch, daß man ihm den Kampf um seine nationale Gestaltung bewußt macht, als daß man Grabesstille um es verbreitet — um so rascher und sicherer wird die praktische Arbeit vor sich gehen können. i. ■ Dieser auf dem 14. Kongreß wieder, aufgenommene! Kamps um die Formulierung und Proklamierung des Zieles wird es durch das Mittel eines vorwärtstreibenden Agens der Entwicklung und der Taktik möglich machen, daß er in einem jüdischen Palästina zu Ende gekämpft werde. . - -.- Wiener MorsenzeitunA ■ -. - A «ü WW&: mir u rv «s; Hypotheken, Anleihen, Pfändbriefe, Sparkassengüthaben Fachmännische Beratung VERM!rriimGS-Z£N7R&LE BERkW W 9 ll>chhorMtrS88e3. parterre uiiu Telephon Kurfürsl5520—2i Sprechstunden von4 - 7 Ohr naclun., Sonnabend von 130 -8 80 Bon besonderer Seite. London, Ende Oktober. , 1. / ■ ... Das vertragsrechtliche Verhältnis. Wenn wir die Bedeutung des Abkommens zwischen Keren Hajessod und Keren Kajemeth, das anläßlich des 14. Zionisteniougvesses abgeschlossen wurde, in seiner Tragweite verstehen wollen, genügt es nicht, den Inhalt seiner einzelnen Bestimmungen zu interpretieren. Wir müssen ein wenig Hurückgveifen und die Entwicklung des Verhältnisses zwischen, den beiden Institutionen überblicken. Als der Keren Hajesfod geschahen wurde, \mt eben jene Welle von Enthusiasmus und Begeisterung durch das Judentum der ganzen Welt gegangen, die ausgelöst worden war durch den denkwürdigen Beschluß von San Remo, die Erteckmg des Palästinamandats an Großbritannien und die Aufnahme der Balfour-Teklaration in, den Mandatsvertrag. Niemand zweifelte daran, daß das jüdische Volk nur auf den Appell wartete, um von Jubel und Begeisterung zur konstruktiven Arbeit ü'beMgehen und vor allem die materiellen Voraussetzungen für dw Verwirklichung der eben .so lebhaft begrüßten Zusage zu schassen. Damm 'beschloß die Zionistische Jahres tonserenz in London im Juli 1920, den Keren Hajessod als einen allgemeinen jüdischen Fonds für den Aushau Palästinas zu schaffen, für welchen ein Betrag von 25 Millionen Pfund Sterling aufgebracht werden sollte. Man batte die Vorstellung, daß die Schaffung dieses. K api tal fonds im Lause eines einzigen Jahres gesichert werden sollte, die effektive Einzahlung der aufgöbvachten Summen hatte sich Über eilten Zeitraum von fünf Jahren verteilen sollen. J Daß dieser Plan nicht durchführbar ist, erkannt« man schön mach kurzer Zeit. Aus einem allgemeinen Fonds, der alle Bedürfnisse des Palästinaausbaues befriedigen .sollte, wutche der Keren Hajesfod zu einem Budget fonds, der von -Jahr zu,Jahr mit äußerster Anstrengung die Summen aufbrachte, die zur Erhaltung und Weiterführung des KoloetiMonswerkes in Palästina erforderlich waren. And damit müßte sich naturgemäß auch die ursprünglich in Äussicht . genommene Beziehung zu den Erfordernissen des Bodenkauses, beziehungsweise zum Keren Kajemeth ändern.. < , Schon bei der Londoner Jahreskonfewnz wurden Stimmen laut, die davorwaru te n, den KerenKajemeth gegenüber dem Keren Hajessod allzusehr in den H in te rg tun d zu sch i eben. Ihnen Wurde entgegen gehalten, daß ja ein Ausfall durch die Ibiefchlo^sene Uebevwchung von20 Prozent der Keren- Hajessod-Erngänge mehr als wettgomacht werde, und so wurde die Grundlage für einen ersten Vertrag Klvischen den beiden Direktorien geschaffen, der im wesentlichen nichts anderes enthält als die Verpflichtung des, Keren Hajessod zur Überweisung von 20 Prozent, seiner Eingänge an den Keren Kajemeth und die Verpflichtung des Keren Kajemeth angesichts der großen BesteuerungSaktton des Keren Hajessod seinerseits'auf das Propagandamittel der ,/Selbslbesteuemng" zu verzichten. . Bald zeigte es sich, daß auch das Abkommen in dieser. Fovtn nicht durchführbar war. Der Keren Hajesfod mußte di,e laufenden Ausgaben in Palästina decken, zum > großen Dell Budgets von landwirtschaftlichen'Siedln ' die, einmal begründet, weitergeführt'werden mußten, und Gehälter an Beamte, hauptsächlich Lehrer, die, einmal angestellt, bezahlt werdetv mußten. Und da die hierfür. erforderlichen Summen nur mit größter Mühe uNd nn un-' genügendem Maße aufgebracht wurden, erfolgte die Überweisung an den Keven Kajemeth naturgemäß in einem noch stärker reduzierten Um'fang. Auch die Befürchtung, die Arbeit des Keren Kajemeth werde unter der Propaganda des Keren Hajessod leiden, erwies sich als unbegründet. Nach einer kurzen Uobergangsperi'vde geminderter Erfolge, die aber mit mehr Wahrscheinlichkeit anderen Faktoren zuzuschreiben waren als der Konkurrenz des Keren Hajessod, entwickelte sich der Keren Kajemeth in'überaus rascher und erfreulicher Wsi.se und erreichte «bald ein Niveau, .das alle seine bisherigen Erfolge aus früherer Zeit, selbst in den besten Jahren, hinter sich ließ. . Der 12. Zionistönlkongreß (Karlsbad, IM) stand, nur ein Jahr nach den Londoner Beschlüssen, der Lage schon mit «weit, kühlerer Ueberkgung gegenüber. Er änderte nichts an dem formellen Verhältnis zwischen Keren Hajessod und Keren Kajemeth; aber er sprach den Vorrang des -„regulären PMftiitabudgets" Vorfällen anderen Verpflichtungen des Keren Hajessod aus und war sich nicht im unklaren darüber, daß das. bedeutete, daß diese anderen Verpflichtungen (Investitionen und Überweisungen an den Keren Kajemeth) nur in sehr reduziertem Maße erfüllt werden könnten. Offenbar war damit' die-Verpflichtung des Keren Hajessod zur Ueberweisung v.on 20 Prozent seiner Eingänge au den Keren Kajemeth auch juristisch' hinfällig geworden: Der so veränderten Situation suchte..der 13. Konistenkongreß (Karlsbad, 1923) auch formell Rechnung zu tragest.' Er hob die sinnlos gewordene Ue.hertoeisuttgsverpftich.tnng des Keven Hajessod aus. Dabei -.beging er aber eine merk- ' / y . 8. November 1925 ■ Seite 8! würdige Inkonsequenz. Er bestimmte, Laß der ' Keven Hajessod van der bis zur Zeit des 13. Kongresses ausgebrachten Summe von einer Million Pfund Sterling die . erwähnten 20 Prozent nachträglich an den Keren KajöNieth -Uberweisen solle, und zwar in zehn Jahresraten von je 20.000 Pfund Sterling, und als Kompensation dafür, -daß keine weiteren Zahlungen an den Keren Kajemeth erfolgen sollten, wurde dem Keren Hajesfod die Verpflichtung auferlegt, bei seiner Propaganda ausdrücklich d a r a u f h i n z u w e i s e n, daß er zwar für die übrigen Erfordernisse der Kolonisation in Palästina sorge, nicht aber für den Ankauf vo n Boden, der ausschließlich Aufgabe -des Keren Kajemeth sei. Uebrigens blieb auch dieifer Beschluß, der — nckenei gesagt — auch formell u ng ültig war und vom Direktorium.ldes Keren .Hajessod nicht anerkannt wurde, zun: großen Teil unausgeführt, denn der Keren Hajessod hatte alle Mühe, das laufende Budget zu decken, und konnte dem Keren Kajemeth bisher insgesamt nur 27.000 Pfund Sterling überweisen. Tatsächlich war-das Abkommen wegen-der ZaihLnngen des Keren Hajesfod an den Keren Kajemeth nur daun sachlich berechtigt, wenn der Keven KajermtH. durch die Avbeit de's Keren Hajessod entscheidend gestört oder unmöglich gentacht worden wäre und der Keren Hajessod die großen Summen erhalten hätte, auf die man 1920 hoffte. Wenn beide Institutionen nebeneinander arbeiten können und der Keren Kajemeth noch einen entscheidenden Fortschritt erzielen kann, so wäre es natürlich bloß Formsache, einen Teil der Eingänge ldes Keren Hajessod an den- Keren Kajemeth zu übertragen. Und darum hat auch der Wiener Zioniisteu'kongreß sich stillschweigend über den Beschluß seines Vorgängers hinweggesetzt und für das Jahr 5686 die Annuität von 20*000 Pfund Sterling weder in das reguläre noch in ein außerordentliche Palästinalbu'dget mtsgenommen. 2. Die beiderseitigen Propagandamethoden. Bon wett stärkerem aktuellen Interesse ist diie Entwicklung der beiden Institutionen in bezug auf ihreP r op agandamethoden und deren gegenseitige Abgrenzung. Einer der Grundgedanken des Keren Hajessod bei seiner Gründung war die Erneuerung des uralten jüdischen Maasserprinzips. Der Keren Hajessod sollte nicht auf der Sammlung von Spenden beruhen, sondern auf dem Bewußtsein, daß alle Juden verpflichtet sind, für den Aufbau Palästinas, für die Schaffung der Nationalen Heimstätte, für die Erneuerunguyd Repro- . duktivierung des Judentums, durch ein ernsthaftes Öpfer, eine Steuer, beizutragen. Dieser Gedanke der Steuer, der Maasserleistung, ist seither in immer, allgemeinerem Maßstabe, wenn auch in verschiedenen Ländern in verschiedenem Grade, der Verwirklichung näher gehrächt worden. Allerdings kann man sich auch in dieser. Beziehung nicht verhehlen, daß die Jahreskonferenz im Jahre 1920 die Situation doch weit optimistischer betrachtete, als durch die folgende Entwicklung gerechtfertigt wurde. Es genügte nicht, an die Juden den Appell , zu. richten, ein Zehntel ihxes Vermögens oder ' ihres Ein-' kommens als Maasser für den. Keren Hajessod herzugeben; die Juden mußten durch systematische Aufklärung erzogen werden, ehe ste zu ernsthaften Opfern bereit waren, Und auch heute noch ist dieser Erziehungsprozeß kaum über die ersten Anfangsstadien hinaus gediehen. 'Immerhin hat die Londoner Jahreskonferenz gerade darum eine hohe Bedeutung gewonnen^- weil sie einen! neuen Weg zur Aufbringung der für den Palästinaaufbau -nötigen Geldmittel gezeigt hat. Bis dahin, kannte man! nur die Methoden, chie sie in durchgobildeter Weise vom Keven Kajemeth angr wendet wurden, die Veranstaltung von Massenaktionen: und die Propaganda durch bestimmte Sammchnittel zur Gewinnung kleinerer oder größerer Spenden.(Sammelbüchsen, Baumspende, Goldenes Buch) sowie die Ausnützung von Gelegenheiten, die von den Juden traditionell für Spenden bevorzugt werden (Alioth, Nedarim, Festtage). Im großen ganzen läuft diese Methode darauf hinaus, die.p r ä s u m P t i v e n S p e n- 8er dort zu. erreichen, wo sie in Massen beisammen und der Propaganda besonders zugänglich sind, oder aber sie durch eine bestimmte Art der Propaganda so zu bearbeiten, daß sie gelegentlich aus eigener Initiative kommen und ihre Spenden bringen. In dem Augenblick, in dem man ernsthafte Opfer, eine steuerartige Abgabe verlangte, würde es notwendig, jeden einzelnen aufzusuchen und individuell so lange, zu bearbeiten, bis seine Bereitschaft, zu geben,-in einem gewissen Einklänge stand mit der Forderung, die an ihn gestellt wurde. Und tatsächlich ist dies die Methode, die hom Ker e n H a je s s o d vom ersten Augenblick an'änwendet wurde und die ihm seine Erfolge gebracht hat. Als der Keren Hajessod seine Methode ausbildete Und es sich zeigte, daß sie Erfolge brachte, da war es nur 'begreiflich, daß da und dort die Mitarbeiter des Keren Kajemeth sich bestrebten, auch für ihre Arbeit die Methode des Keren Hajessod anzuwenden, deren charakteristischer Bestandteil der Einzelbesuch des Propagand i st e n Lei dem Spender ist. Es konnte nicht lange währen, bis sich die ungünstigen Folgen einer solchen Verwischung der Grenzen geltend machten. Der Keren' Hajessod mußte leiden, da ein Parallelfonds die gleiche Methode antvandte, aber mit weniger strenger Forderung; der Keren Kajemeth andererseits erfreute sich nur eines Scheinerfolges, denn.seine traditionellen und wöhlbewährten Sammelmittel gerieten in Verfalls die Methode der mdwiduellen Bearbeitung aber konnte, da sic naturgemäß nicht von der

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