Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2405 (2.11.1925)
- Date
- 1925-11-02
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2979076-2981191-2981491--24541-3012095- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Mi Men, Montag Mener Moeftenzertunk s. November im Mt m Ae Probleme der -er Berikl t des Kolonifattonrdevartements und das Budget. Amnerkrmgen zur Finanzun>d Mrtschasts- Politik. , Bon Dr. Rudolf Samuel, zurzeit Breslau. „Es ist eine bekannte Tatsache, daß'die Berichte, die die Zionistische Exekutive den Kongreßen vorzulegen Pflegt, nicht gelesen tverden. Vor den Kongressen bekommt man sie leider nicht, auf den Kongressen hat man keine Zeit und später liest man sie auch nicht." Diesen Ausführungen, die kürzlich ein bekannter zionistischer Politiker in einem Vortrag machte, möchten wir noch hinzufügen, daß auch die BudgetLeschlüsse der. Kongresse meistens nicht mit der ihnen zukommenden Aufmerksamkeit studiert werden. Es lohnt sich daher vielleicht, sowohl den diesjährigen Bericht des Kölomsationsdepartements wie auch die diesjährige Budgetverteilung etwas genauer zu analysieren. Es sei vorausgeschickt, daß sich bei einem genaueren Studium herausstellt, daß die iu der eigentlichen Kolonisation geleistete Arbeit — besonders, wenn man sie an den zur Verfügung stehenden Mitteln mißt — eine überaus große und gute ist.. Wenn wir uns im folgenden manchmal aus einen kritischen Standpunkt stellen müssen, so wird sich unsere Kritik mehr gegen die Stellen richten, die für die Wirtschaftspolitik, das Hecht für die Verteilung der vorhandenen Mittel sowie vornehmlich auch gegen die, die für unsere Finanzpolitik und die ganze Methodik der Kapitalsbeschafsung. verantwortlich sind. Aus dem Bericht der Exekutive geht hervor, daß in der Berichtszeit, der Zeit zwischen dem 13. und 14. Zionistenkongreß, die zwei Jahre umfaßt, zwei in der Methodik der Kolonisation völlig'und grundsätzlich verschiedenartige Perioden wohl unterschieden werden müssen. Diese beiden Zeiträume kann man im großen und ganzen mit den Jahren 6684 und 5685 identifizieren. Das Charakteristische ist, daß das Jahr 5685 unter der Parole der Konsolidierung stand, daß heißt daß in diesem Jahr die zur Verfügung stehenden Mitteln vornehmlich der landwirtschaftlichen Kolonisation fast ausschließlich zum Ausbau der bereits bestehenden Siedlungen benützt wurden. So fallen alle Neugründungen neuer Siedlungspunkte in das Jahkr 5684. Was in diesem Jahr geleistet worden ist, die Anlage von acht neuen Siedlungen, die Zunahme der landwirtschaftlichen. Arbeiterschaft, soweit sie in eigenen Siedlungen lebt, von rund 1500 auf rund 3000, beziehungsweise die Erhöhung der Zahl, der in unseren Kwuzoth und Moschawe owdim lebenden Menschen von rund 1900 auf rund 4400, die Erhöhung der bearbeiteten Bodenfläche von 39.300 aus 89.40(3, Dunam, die Einführung neuer Kulturen, wie der Tafelttüuben, der Obstbäume, Dattelpalmen, Bananen, Johannisbrotbaum und andere, sei zunächst an dieser Stelle nur kurz erwähnt. Ehe wir auf die Einzelheiten der geleisteten Kolonisationsarbeit Eingehen,- sei es in diesem ersten Artikel gestattet, zunächst einmal apf die Prinzipien unserer augenblicklichen Wirtschaftspolitik einzugehen, und zwar zuerst auf die Frage der sogenannten Konsolidierung. Heute, nach den Erfahrungen einervollen Arbeitsperiode, können wir die Frage der Konsolidierung bereits mit etwas größerer Sicherheit beurteilen, als es im Sommer des vorigen JahreH möglich war. Damals, als das erste Kürisolidierungsbüdg'et dev Londoner Aktionskomiteesitzung vorlag, konnte man nur über die Grundprinzipien dieses Problems sprechen, die praktische Auswirkung aber konnte nur. dje. Erfahrung zeigen. Daß diese Grundprinzipien auch heute noch richtig sind, daran kann wohl nicht mehr. gezweiselt werden. Bevor das Prinzip der Konsolidierung in der Form der Aufstellung des Budgets für 5685 zur Annahme gelangte, (weiteten wir mit einem sogenannten „überhöhten Budget". Zwar war auch die Ziffer, die "d ie zionistischen Tagungen — Kongreß, Jahreskönferenz, Aktionskomitee — von jener Ziffer von fünf Millionen Pfund jährlich, die die Jahreskonferenz in London sich 1920 als Aufbringungssold des Keren Hajessod vorgestellt und für eine vernünftige Kolonisationsarbeit als notwendig erachtet hatte, allmählich immer mehr reduziert worden. Jedoch waren die Budgetsummen, die unsere Tagungen zu beschließen pflegten — oft aus propagandistischen Gründen nach außen — nach wie vor wesentlich höher als die Eingänge des Keren Hajessod in den betreffenden Jahren sein könnten und auch wirklich waren. Diese Methode des überhöhten Budgets hatte nun allmählich zu einer Reihe schwerer Fehler geführt, die in ihrer Gesamtheit dazu führten, daß der Nutzeffekt unserer Kolonisationsarbeit niedriger aussiel, als es hätte der Fall sein dürfen. Betrachten wir diese Methode des überhöhten Budgets einmal vom Standpunkte einer einzelnen Siedlung aus, so ergibt sich ein wenig erfreuliches Bild. Es ist ja für die Landwirtschaft charakteristisch, daß ihre Betriebs- Periode sich jedesmal über ein volles Jahr erstreckt. Das bedeutet aber, daß Arbeiten, die auf Grund einer bestimmten Budgetzusicherung zu Beginn des Betriebsjahres in Angriff genommen worden sind, nur. ist den seltensten Fällen wieder eingestellt werden können, wenn sich später herausstellt, daß die zugesagten Kolonisationssummen nicht voll, sondern nur stark reduziert ausgezahlt werden können. Einer Siedlung also, die ihre Arbeiten auf der Grundlage eines bestimnlten proportionalen Anteils eines, überhöhten Budgets begontten hat, bleibt dann in vielen Fällen nichtsanderes übrig, alß zu> versuchen, die ausfallenden Summen auf dem Wege"de8 privaten Kredits zu ersetzen, um die einmal begonnene ^Arbeit durchführen zu können. Wer die»Ver-' hältnisse des palästinensischest Kapüalmarkteskenny weiß/ daß schon allein die Zinsen einer derartigen privaten Anleihe einen sehr erheblichen Verlust. für die Siedlung darstellen. Dazu kommt stoch, daß bei der Äte&jU stnd Kapitalnot Palästinas die Siedlungen häufig gezwungest waren, nicht bares Geld, sondern Naturalien, sagen wir zum Beispiel Baumaterialien für einen begonnenen Stallbau, zu nehmen. In diesem Fall waren sic, was zum Beispiel die Güte des gelieferten Materials anging, erst recht von der Willkür des Geldgebers abhängig. Auch der Auszahlungstermin konnte, so lange wir nyt einem überhöhten Budget arbeiteten, sehr häufig nicht eingehalten werden. Es ist aber klar, daß einer landwirtschaftlichen Siedlung, der. zum Beispiel in der Zeit, in der sie Saatgut kaufen muß, uni die neue Betriebsperiode be- > Binnen zu können,, und der die dafür angesetzten Smnnlen nicht ausgezahlt werden können, auch'dann erhebliche Verluste erwachsen, wenn sie diese Gelder einige Monate später erhält. Schon die wenigen hier angeführten Punkte mögen genügen, um zu zeigen, daß 5as System des überhöhten Budgets auf Schritt und Tritt zu Verlusten Anlaß giht. Es ist daher, gar nicht erstaunlich, daß zum Beispiel die Siedlung Nahalal buchmäßig Nachweisen konnte, daß ihr aus dieser Methode.Verluste von insgesamt gsgest 7000 Pfund erwachsen sind. Ein Kolonisationsunternehmen ist, wie man nicht oft genug betonen kann, keine mechanische Angelegenheit. Was wir von der einzelnen Siedlung gesagt haben, gilt auch im großen und ganzen. Man kann nicht ganz willkürlich und nach Belieben bald die Arbeit in einen? großen Rahmen beginnen und bald sie wieder reduzieren. Der Beginn der Kolonisationsarbeiten an einem ganz bestimmten Siedlungspunkt bedeutet auch eine Verpflichtung, zumal da ja auch die Existenzfrage für eine mehr oder minder große Anzahl Menschen stets bantit verknüpft ist. So wächst sich das Problem des überhöhten Budgets zu dem Problem der Konsolidierung aus. Ter Finanzpolitiker mag sich damit begnügen, zu verlangen, daß die Budgetverpflichtungen nur in einem Maße übernommen werden, dem die Eingänge des Keren Hajessod auch gerecht werden können. Der Wirtschaftspolitiker muß feststellen, daß diese Forderung einer rationellen Finanzpolitik sich dann nicht durchführen läßt, wenn die Anzahl der Siedlungspunkte, unabhängig von diesen Befrachtungen, vermehrt wird. Die Grundlage also, aus der *das Budget für 5685 festegesetzt wurde, war doppelter Natur. Einmal wurde die Gesamtsumme des Budgets den voraussichtlichen und nun schon erfahrungsmäßig abschätzbaren Eingängen des Keren - Hajessod angeglicheu, und andererseits das Budget so, angesetzt, daß die für die Kolonisation bestimmten Gelder so verwendet wurden, daß zunächst, bevor die Kolonisationstätigkeit an. neuen Siedlungspunkten begann, die alten, schon bestehenden Siedlungen konsolidiert werden sollten. Das heißt, mau wollte zunächst den bereits in Angriff genommenen Siedlungen die Kapitalien gewähren, die sie in den Stand setzen konnten, sich soweit zu entwickeln, daß sie sich selbst erhalten können. Denn nur eine Siedlung, die sich selbst erhält, kann ans Unserem Budget verschwinden und einer neuen Siedlung Platz machen. So sehr man es begrüßen kann, daß die Prinzipien rationeller Wirtschaftspolitik sich in der Kolonifations arbeit parallel mit unseren wachsenden Erfahrungen durchsetzen, so darf man doch demgegenüber die schwerwiegenden Bedenken nicht verschweigen. Sie liegen klar auf der Hand. Jeder, der das ökonomische und soziale Gefüge des neuen Jischuw kennt, weiß, was es bedeutet, ein Jahr lang Neuansiedlungen zu vermeiden. Und nicht nur nach innen, sondern auch nach außen ist es durchaus gefährlich, eine derartige Wirtschaftspolitik etwa für längere.Zeit durchzuhalten. Und schließlich versetze man sich in die Lage derjenigen Menschen, die ihre Landwirtschaft liche. Ausbildung beendet haben, als Täglichster in den alten Kolonien arbeiten und durch die Politik der Konsolidierung gezwungen werden, ein Jahr oder mehr länger auf Ansiedlung zu warten'. Es mag gerade für. die Vertreter der Arbeiterschaft im Finanz- und Wirtschaftsrat nicht immer leicht gewesen sein, die Grundsätze der wirtschaftlichen Vernunft zu vertreten. Betrachten wir nun von dieser so gewonnenen Grundeinstellung aus die im letzten Jahr geleistete Arbeit und den Voranschlag für das nächste Jahr, so müssen wir erkennen, daß die Losung der Konsolidierung nicht viel mehr als eine Losung geblieben ist. Nicht etwa, weil die recht behalten hätten, die ohne Rücksicht auf wirtschaftliche Vernunft sich von der Entwicklung und von den im Lande wirkenden Kräften hemmungslos treiben lassen wollen, sondern weil unsere Finanzpolitik den Bedürfnissen unseres Kolonisationswerkes kaum noch gewachsen ist. Das eine Jahr der Konsolidierung hat nicht genügt, eine Anzahl Betriebe unabhängig zu machen und aus unserem Budget, zu entfernen. Die Konsolidierung aber,, die wir treiben, bedeutet das Hevunterdücken des Standards unseres Kolonisationswerles auf ein kaum erträgliches Minimum. Zahlen beweisen, und einige aus der Fülle der Tatsachen seien hier angeführt. Zuerst die Bodenfläche: Die jüdische Kolonisation weist der. anzusiedelnden Familie ein Bodenmaß von durchschnittlich 100 Dunam, düs sind rund 10 Hektar zu. Die Bodenfläche, über die ein deutscher Bauernhof von nur durch- 1 aus mittlerem Umfang verfügt, ist ungefähr 25 Hektar groß. (Es wäre überhaupt recht nützlich, wenn wir auß jören würden, m Dunam zu rechnen, und alle unjert Zahlen durch 10 dividieren und den. Hektar als Einbeij nehmen.) Der Durchschnitt des Weizenertrages, au| Dunam bezogen, betragt rn Deutschland 200 Kilogramm, auf palästinensischem Boden 50 bis 60. Die amerikanischi Famp. verfugt über 10 bis 35 Kühe, der Durchschnitt fiii eine arbeitende Familie ist in Palästina 1 bis 1,5. Dei Milchdurchschnitt pro - Kuh beläuft sich in Amerika au 25Ö0 Liter, in Palästina auf 800. Aus all dem geht woh zür-Genüge hervor, daß auch ein konsolidierter Betrieb, kein fertiger Betrieb ist ustd seine Ansiedler sich nicht gerade ein Leben des Luxus und der Bequemlichkeit werden eisten könnncn. Inzwischen nun ist der Jischuw um einige zehn» tausend Menschen stärker geworden und gleichzeitig haben sich die Aufgaben des Kolonisationswerkes erheblich vor« chrt. .Man weiß kaum, was man besonders hervorheben soll, das Schulwerk mit seinen 60 bis 60 Kindern pro Klasse, die Kolonisation, die Sorge für die vierte Alijah, der Kampf gegen die Bodenspekulation und was sonst noch alles zu den alten und berechtigten Wünschen in diesem Jahr hinzugekommen, ist. Demgegenüber steht eist Budget, das in mancher Beziehung geradezu grotesk wirkt. Oder wie anders soll man es bezeichnen, daß die Budgetposten sowohl für Arbeitbeschaffung wie für Einwanderung nach dem Einsetzen , der vierten Alijah wesentlich reduziert worden sind. Die 100.000'Pfund für Konsolidierung, oder, wenn man so will, und die Bewässerungsanlagen im Emek mit dazu zählt, die zirka 160000 Pfund für Konsolidierung mögen noch halbwegs dahingöhen. Was aber zum Beispiel der Posten Von 15.000 Pfund für neue Arbeitersiedlungen bedeutet, was man mit ihm beginnen soll,< das weiß Gott allein. Wiederum steht dvr dem Kolonisationsdepartement das schwere Problem, entweder aus der Schar der vielen, zur Ansiedlung bereiten und berechtigten Chaluzim eine völlig willkürliche Auswahl zu treffen — und wir wissen nicht, ob die moralische Autoritätder Hanhalah zu diesem- Experiment ausreicht — oder aber diese 15.000 Pfund in einer Art und Weise aufzuteilen, die dem Prinzip der Konsolidierung nicht gerade adäquat ist. Schon aus diesen flüchtigen Andeutungen geht zweierlei hervor: Einmal, daß das ausgestellte Budget keineswegs, das Resultat einer genauen Ueberlcgung, sondern vielmehr das Ergebnis der Kräftekonstellation ist, die nach den lagelangen Debatten in der Budgetkommisiion des Kongresses zufällig vorhanden war. Und das zweite ist, daß unsere bisherige Finanz- und Wirtschaftspolitik, die auf den Spendenfonds allein basiert, nicht ausreicht. Mag man die Leistungsfähigkeit der Fonds vielleicht auch ursprünglich unterschätzt haben, für die Großkolonisation, die kommen mutz, und die vielleicht schon eingesetzt hat, reichen sie nicht aus. Von der Rationalisierung unseres Finanz-, und Wirtschaftssystems sind-wir noch tveit entfernt. Ein Lichtblick ist allein die Tatsache, daß nun endlich nach dreieinhalbjährigen Kämpfen em? Kommission zum Studium derAnleihesrage eingesetzt ist. M Kampf um dar Ziel. Bon O. Haller. 3?) Das Endziel des politischen Zionismus ist also der Judenstaat, die poltische Souveränität des jüdischen Volkes, seine Normalisierung aus Grund der Einreihung in ein von ihm bestimmtes soziales Gefüge und aus Grund der Wiedererlangung der nationalen Attribute von eigenem Land und eigener Sprache. Die Entwicklung einer jüdischen Wirtschaft in Palästina, die Hebräisierung des Palästina zu bestimmenden Elementes der Juden und die Konstituierung der Juden in Palästina als Staatsnation, das ist die angestrebte Maximalposition des politischen Zionismus. 1 ’ Znr Realisierung dieses Programms ist die Anerkennung einer schon jetzt wirkenden Vorwegnahme dieses Zieles nötig. Denn es handelt sich nicht um die Errichtung eines neuen Staates, wie etwa eines geschichtlicher Vergangenheit entbehrenden und nur durch die Tatsache einer durch Kolonisation entstandenen Massettsiedlung bestimmten, sondern um die Wiedererrichtung eines alten. Daran ändert auch nicht der Umstand, daß zu diesem Zweck die Transponierung seiner in aller Welt zerstreuten, aber das Bewußtsein ihrer Verbundenheit und' ihrer Zugehörigkeit zu ihm während der ganzen langen Zeit der Zerstreuung nicht verlustig gegangenen Träger notwendig erscheint. Aus der innerlich notwendigen geschichtlichen Einstellung des Juden zu Palästina ergibt sich die Unmöglichkeit, Palästina Mit politischer Jntentionslosigkeit zu kolonisieren, wie, sagen wir, der Deutsche in' Rußland oder anderswo kolonisiert. Der Jude kolonisiert nicht ein fremdes Land, sondern sein eigenes, das überdies die einzige Gewähr ist für den Foribestand feiner eigenartigen Existenz, was man doch vom Deutschen als für Rußland geltend wahrlich nicht sagen kann. Er kolonisievt also mit bestimmten politischen Absichten, deren er sich vollauf bewußt ist. Anerkennt man die Legalität der Kolonisation Palästinas durch Juden, so muß man auch das Ziel anerkennen, zu deck diese Kolonisation.führt. Die Borwegnahme des Zieles ist also im Prinzip gegeben. Die Formulierung und Demonstrierung des Zieles ist, wie man sieht, von höchster, nicht nur programmatischer, sondern auch praktischer Wichtigkeit. Der Kamps um das. Ziel kann nicht hinausgeschoben werden bis zu.dem Zeitpunkt, da die jüdische Kolonisation in Palästina als' abgeschlossen zu *) Siehe „Wiener Morgenzeitung" vom, L6^ Oktober,