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Wiener Morgenzeitung · 1925-11-02 · Heft 2405 (2.11.1925) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2405 (2.11.1925)
Date
1925-11-02
Page
– (sequence 1)
Language
German
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1 Polen: 20 &o$zy Wien: Zum Abholen in der Expedition, 11.. Taborstr. 1-3, oderiri einer Verschleisstelle rfwflk) monatl. öSchilllng Stfassenverkaut ln Wien durch die Kolporteure der Firma Goldschmied, ]., Woilzeile 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tschei&ho-S 1 ow a kel: Mon. K22. Jugoslawien: Mon.Din.60. Polen:Mon. 431oty. Deutschland: Mon. Gm. 4, Frankreich, Belgien: Mon. Frcs. 18 Kacluwlihnin M Preiserhöhungen Vorbehalten Rr. 2405 IPrels 20 al Engl a n d: Mon. 4 Schilling. Italien: Monatl. 18 Lire; Rumänien: Mon. 170Lei. Bulgarien Mon.l00lew2* Schweiz und das Übrige Ausland monatlich. Frcs< 5; R edaktion. Administration Wien, II. Taborstr« 1 Telephone: 44-0-38,43-3-19 Ab 6 Uhr: 21-102, 25-2-82 IX.. Universitätsstrasse 6*8 (D. uckerei lg.. Steinmann) Oesterreichisehes Postsparkassen-Konto Nr. 150.693 Wie». Mittag. 2. Raormber 1925 1. ZahMng ROFA Die fabriksneue kann sich jeder Kaufmann leisten, denn sie kostet nur S IM AülEHlA, Wien. Hl., Hnuplstrosse Hr. 5 Re Forderungen der Aeamten.' Das Uttinr-atum abgelausen. — Heute abeavs wird Wetter verhandelt. . Gestern um 9 Uhr. vormittagsfand ein Ministerrat statt, worauf Bundeskanzler Dr. R a m e k, Finanzminister Dr. A h r e r und Minister für soziale Verwaltung Dr. Resch die Verhandlungen-mit dem Exekutivkomitee des Fünsundzwanzigerausschuffes, die Samstag nachts unterbrochen worden waren, fortsetzten. Das Exekutivkomitee hatte der Regierung in der vorangegangenen nächtlichen Beratung folgende Vorschläge übermittelt: „1. Vorschuß.im Dezember im Ausmaße eines halben Monatsgehaltes, - . 2. Für 1926, daß die Regierung aus der Grundlage des von ihr in Angriff genommenen Projektes... eine dauernde Gehaltsregulierung ab 1. Jänner 1926 . zusagt. Weiters die Erklärung der Regierung, daß, falls gewisse Anhaltspunkte für dieRealisieribarkeit des Planes gewonnen sind, die Regierung bereit' ist, auf der gleichen Basis bis zur endgültigen Durchsühruüg vierteljährliche Zuwendungen zu machen. - ' 3. Wenn dieser Plan nicht realisierbar'ist, daß vom 1. Jänner 1936' eine laustnde daüerüde Gehalts- -vegülierung duvchzusühten." . ' - Bundeskarizler Dr. Ramek übergab am Schluffe der Bovmittagsberatnng dem Exekutivkomitee den-formulierten Standpunkt der Regierung, der wie folgt Gütet: „1. Der vom Bundeskanzler vorgeschlagene Pfau der Ueberwälzung der Pensionslasten auf eine Reihe von Jahren im Wege einer Anleihe, beziehungsweise eines Bersichernngsgeschastes wird ernstlich und raschestens in Angriff genommen werden, wobei der Fünsnydzwanziger-Ausschutz Gelegenheit haben wird, durch einen oder mehrere Delegierte bei den entscheidenden Physeu der Verhaudlxng teilzunrhmen. . 2. Im Jänner 1926 wird eine einmalige Not st a n d s a u s h i l s e in der Höhe eines Viertelmonatsgehaltes an sämtliche Bundesangestellte und Pensionisten ausbezahlt. Das Erfordernis für diese Rot- .standsaushilfe wird durch Ersparungen aus Grund des bereits ausgearbeiteten neuen CrsparungsprogrammrS für 1926 hereingebracht werden. 3. Die Regierung ist bereit, »och vor Weihnachten 1985 individuelle Vorschüsse ans den Jannergehalt zu gehen. Die Beurteilung der individuellen Bedürftigkeit überträgt die Bundesregierung an die zuständigen Amtsvorstände. Diese Vorschüsse sind vom Jännergehalt, beziehungsweise der Notstandsaushilfe zurückzuzahlen. Sie dürfen im Maximum die Höhe eines ViertClmonatsgehaltes nicht übersteigen. i . Sämtliche.Regelungen sind in Aussicht genommen für aktive Bundesangestellte, Pensionifstn und BertrWangestellte.' Das Exekütivkonritee erklärte, es übernehme diese Antwort der.Regierung zur Berichterstattung an den Vollzugsausschuß. und. werde dem "Bundeslanzler dessen ÄeNungnahme in den Abendstunden bekanntgcben. - -. Um 9 Uhr abends berichteten die Vertreter des. Fünfundzwanzigerausschusses, Direktor Hold . und Inspektor I a n i tzk i, über das Ergebnis der Beratungen .des Fünfundzwanzigerausschusses, der das . Anbot der -Regierung als nicht.hinreichend Märte.; Auf Grund der Aussprache.der Mitglieder der Regierung mit' den beiden Vertretern des Fünsundzwanzigerausschuffes wurde - eine weitere BeMühjung mit -dem Exekutivkomitee / für heu t e M o'n t ag, - 6 il'h r abends, vereinbart. ' .V,.. | > Der r: Bundeskanzler. hat für heute .. Montag, 9 früh,, "die ,E rspar üng s.kochm issa re 7 der Pnuvesregieruttg und für halb '11 Uhr vvrmitiags den Min i fte rM t-einberuftn. - Geltend öamül. P«iS, 1, November. (Havas.) General Sarrail wird sich am 6..in Beirut NGh Frankreich einschipn. In Kairo aus Damaskus eingetroffene Flüchtlinge berichten, General Sarrail sei vor der Beschießung der Stadt Damaskus mit knappet Not e n t k 0 m- M.e n und habe sich unter dem Schutze einer sehr starken Eskorte nach B e i r u t begeben. Die Volksmenge habe sein W oh n hau s' angegriffen, die dort befindlichen wertvollen Sammlungen in' eine Moschee gebracht und das Haus nieder g e b r an nt. Eine provisorische Regierung -er Anfftändifchenr London, 2. November. (Tel.-Komp.) Nach den letzten Meldungen'aus Damaskus herrscht in der Stadt Ruhe, freilich ist die Stimmung sehr niedergedrückt und noch immer verlassen Flüchtlinge die Stadt. Die Aufräumungsarbeiten haben begonnen^ unter den Trümmern der durch die Beschießung zerstörten Hauser werden immer neue Leichen gesunden. Da' die Ablieferung der Waffen, nicht befriedigend fortschreitet, verhängen die Franzosen hohe Strafen. In der Umgebung von Damaskus haben die Aufständischen die Gewalt in der Hand. Man kann gegenwärtig in Syrien vier Zeniren .des Ausstandes unterscheiden, deren westlichstes.sich im Oftey von Damaskus befindet. Dort dürste die Zahl-der -Aufständischen etwa 4000 betragen. Sie haben die Uyabhangigkeit ihres Gebietes Proklamiert M eine Provisorische- Re- '- Dne jÜlWrsuchiwgS- * rvmmWon. Jerusalem, 29. Oktodex. (I, T/A.) Dis PaläftinenW-atabische ExOttive und der moslemitische Oberrat entsüydten.eine Abordnung zu dem britischen Oberiommissär Lor.d'Plumer, die ihn ersuchte, die Proteste de^airabischen Volkes gegen das Vorgehen der fränzösis.chen Truppen in Syrien dem Völke x'öünd zu übermitteln. An den Emir Shakib A r Sl a n, derjetzt als Vertreter der syrisch-palästinensischen. Araber in Genf weilt, wurde ein Telegramm gerichtet mit dem Ersuchen, dem V o lk e r b u n d einen fort»ellen Pr0test zu überreichen und mn -die Entsendung einer Untersuchungskommissson nach Damaskus zu ersuchen., .; Durchmarsch türkischer Truppen durch /Syrien. - . ■ . .. . London, 2. Novemper. (Tel.-Komp.) „DaÄY Expreß" mMes, Mb dcks- Foreign-Office bei . der französischen Regierüng Pr0test eingelegt hat, wÄ General Sarr.a.il die -Maudnss gegeben' hat, daß 5 0 0 0 M a n n "t ü-rk ischer Truppen durch sranzösiMes-M'äm daÄgeLiest^an die mesop'otümische Grenze marschieren. Die gleiche Nachricht gibt auch „Daily Maill^ wieder. Hie Tragödie per Juden von Damaskus. . > London, 30: Oktober. (I T. A.) Die zuletzt über Damchtns aus dem Wege über Kairo eingetroffenen Nachrichten' bringen nähere - Einzelheiten über die Vorgänge-während der Beschießung von Damaskus durch die FtaWsön 'vnd über die Folgen dieser Maßnahme.' Mist hättest die mstHammedänisch'e'n Viertel--der Stadt, unter dem Bom«bardement -zu leiden gehabt.' Befonders'schw-cr.betrasfeir-Ivurde aber das jüdische Stadtvier t c I, welches zwischen die zwei mohammedämschen Häuptvierteb'eingebettes liegt. .Das jüdische Viertel wurde durch das Hochbä-rdeMent.z e r st ö r t, e i n.-i g e h u n d e r t J ud e n ili'SM unter den Trümmern begr ab e in.- . .! **. Ser Ei send a h n v e r kehr zlvi scheu Haifa >u nKD ä mst s k u s ist schon seit dem 21. OktMr. n n t e rb ü std e n!. Dje Züge von Haifa' -nach DalnaMls. werden >bei D v r e a/vstnHen stanzvstschen Truppen.angehalten " Los Parlament de« Irak. Sie Wahlen in Kavada. Zyndon, 2. November. (Tel.-Komp.) Nach einer Meldung'aus Ottawa ist das endgül'.ge Resultat der Pär»> mentsivahlen, ü-n denen die l i b e r a l e Regier üng M acke-n z 1 e King eine empfiMiche N i e d e r l a ge erlitten har. noch nicht bekannt. Sicher ist, daß die Konservativen die absolute Mehrheit nicht er- . r e i ch t: haben. Premierminister Mackenzie King hat^ die,Ab- ' sicht, mit stimm Kabinett vor das Parlament zu treten und ' erst ein Mißtrauensvotum abzuwarten, bevor er seine Demission M. ' . einech-Vertreter des KöyigsFa isal eröffnet. Der Regent drüchie -die-Höfsn-ung 'aüs, -Äß. -in >bcr. Moff u ff rü ste. hoH^ine de»' Irak befriedigende Lösung gesunden weche, Schlagende Wett«. 17 Tote bei einer Grubenexplosion. Gelsenkirchen, 1. November. (Wolff.) Aus der der Phönix-A.-G. gehörenden Zeche „Holkmd" ereignete sich gestern spät abends aus bisher ungeklärter Ursache eine Explosion, durch die 17 Personen getötet und zwei leicht verletzt wurden. Nach einer Mitteilung deS Oberbergamies Dortmund handelt es sich wahrscheinlich um eine Explosion s ch l a gen d e r W e t t e r. Mar Staber gestorben. Ms Pa?ris wird berichtet: Der FklmschausPieler Ma? Linder, der, wie bereits gemeldet, zusammenmit - seiner Frqu in selbstmörderischer Absicht ein Narkotikum.genommen hat, und m hoffnungslosem Zustande ins Spital v iracht wurde, ist dort am 1. d, mchis, ge st orbem. Seine F r ä u" Me 'bereits t o t als. .der Selbstmord ■ Ehepaares entbeut wurde. .Linder hat den MbstvM in einem Hotel verübt, wo' er vor kurzem mit seiner. Frau abgestiegen war. Die; Mutter der Frau Linder, Frau Peters, kam vormittags zu Besuch und entdeckte so die Tat. Linder konnte nicht mehr einvernommen werden. Er litt an schwerer Neurasthenie.- Anscheinend hat er seiner Frau ein Narkotikum verabreicht-und ihr dann die Pulsader an der linken Hand geöffnet. Hieraus verübte er Selbstmord. Linder hatte seine Frau ün Jahre 1923. geheiratet, nachdem er sie entführt hatte/ Der Ehe ist ein jetzt 13 Monate altes Kind entsproflen, das sich bei der Mutter der Frau Linder in der Schweiz befindet. ,, Ganz aufgeklärtist die Ursache des Doppelselbstmmdes Linders noch nicht; es scheint, daß -Max Linder seine Frau ohne ihren'Willen getötet hat. Nach einem Briest, der bei Linder ausgefunden wurde, ist anzunehmen, daß Linder seine Frau e i n g e s ch l ä s e r t und ihr in bewußtlosem Zustande die Pulsadern geössnet hat, worattk er Selbstmord beging. Rme« von Lavor Bartl. * Hocheneggs „Assistent" in Berlin verhaftet. Ter falsche Arzt Dr. B a r i l, dessen' Entlarvung, k Wien vor «einigen Monaten große Sensatiyn herv-orgernsen Hai, ist, wie uns aus Berlin berichtet wird, dort abernials wegen Bücherdiebstahls verhaftet worden. Auch in Berlin hat sich Bartl fälschlich,als Arzt ausgegeden. . . - . - Me erinnerlich, hat Ataximilian Bartl, der Soyneiues Wiener Beamten, es verstanden, aus Grund eines gefälschten Dokt-ordiploms in der Klinik d e s P r 0 s. H 0 ch e n e g,g Ausnahme als A s s i st e n za r z t zu finden. '-Seine große Gesllsickl.ichkeit als' Operateur .und sein vielseitiges m-edMnische's Wissen, errangen.ihm das Lvlb und die besondere Zufriedenheit des Professors Hochen-ogg. Bücherdiebstähle führten dann Hn'-stiner. Enst lawung. - / > * Per Buchsachverständige als Roddieb. s?reitLa abends wurde im Cast Diaua-batz ein Manndaöei betreten.' M:-or abeu mit einem im Ca-fe Mohlenen Wint-rmau-te»' das Lok«! verlassen wollte. :Züm Kommissariat LeopEadt gchwcht. wurde er. als der bLschWipun-gslose und' unterstondsldi-e -Ätch« sachverständige Johann Kroupa erkannt, der.'beüeits M> fäch vorbestraft und lanöesve'rwiesen ist. Kroupat der im Caf« Dianabäd und in einem Kaffec-harls in der I-ostsstadt Wiüter. rockdiMWe verübt hat. wunde dem Landesgericht -eingÄiescrt ,r. \,Y t

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