Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2404 (1.11.1925)
- Date
- 1925-11-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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JStik 10 Wien, Sonntay Wiener Morgenzeituna 1. Miwmbev IW Nr. SM * Backe und brate ohne Bratrohr. Wir machen unser P. T. Lcheipübli^um nochmals darauf aufmerHam, daß die in Verwendung stehenden Kasserollen nur dann echt sind, wenn sie mst der Marke „Christiner" verlichen sind und nur für solche leiste vollste Garantie. Adam jun., Graz. Vonführungen in den im Inserat unter „Mitteilungen aus dem PübWum" angesiührten VeÄaussllMekten. * Die Weinstuben im Alten Hofteller. Der Alte Hoifteller 'in der Hchbnrg wird Ende November zum Teil der Oeffentlichkezugänglich gemacht. Mit Zustimmung des Kriegsgeschädigtensouds. des CigentÜMers des Haftellers, werden dort die Cdelweme der Hdftellerei zum Ausschani gelangen. Die Räumlichkeiten )rmcken nen adaptiert und künstlerisch ausgsstattet. * Glück und Zufriedenheit im Neuen Jahr bietet sich unls-eren Lesern durch einen der vielen Haupttreffer von 500.000 Schilling, 250-000 Schilling, 100.000 Schilling ustv. Wir verwegen auf beiliegenden Kalender der Firma Brüder Be ermann, Wien, 1. Bez., R ot e n t u rmstra ß e Nr. 13, und empfchlen sofortige Bestellung, da der Losvorrat nur noch gering ist. * Todessturz über die Stadtbahnstiege. Vorgestern nach« mittags ist ein etwa 35fähriger Mann, -der in großer Eile über die Stiege der Stadöbcchnstation Meidlingar Hauptstraße lies, über mehrere Stufen gestürzt und'mit dem Kopf derart an eine Stuife angelfallen, daß er mit einem Bruch des Schädeilgrundes bewußtlos liegen blick. Gestern ist der Mann, ohne das Bewußtsein erlangt zu haben, gestorben. Seine Identität konnte noch nicht sestgestellt wecken. * Kaufet StaatswohltatiMtslofe zur Ziehung am 3. Dezember 1905 der 15. Staatslolterie, deren Gewinne noch vor Weihnachten in barem Gelde zur Auszahlung gelangen. Lospre'is 2 Schilling, Haupttreffer 106.000 Schilling. Sehr günstige Gewinnaussichten und Unterstützung der öffentlichen Wohltätigkeit rechtfertigen eine rege Nachfrage nach den in neuer Ausstattung hergestellten staatlichen Losen. * Der Juwelendiebstahl an der Schauspielerin Kany aufgeklärt. Der Wiener Polizeidirektion wucke aus Straßburg mitgeteilt, daß dort ein Mann namens Rudolf S obotßa verhaftet wurde, weil er sich im Besitze des der Schauspielerin Klara Karry gestohlenen Schmuckes befand. Sobokka ist wegen Diebstahls wiederholt vorbestraft. * Einen durchschlagenden Erfolg hatte die Firma „Zeta", Metallwarenfabriik, Men, 15. Bez.. Schweglerstraße 42. bei der letzten Wiener Messe mit ihrem neuartigen, zum Patent angsmecketen Geld-Zahl- und Rollapparat. Die Einfachheit der Handhabung und die Billigkeit des Apparates evmöglicht . es jckevmann, sich diesen so nützlichen Apparat aiWschaffen. * Del-Ka bringt zu den Einheitspreisen S. 24.50 und S. 28.50 ersÄassige Damen- und Herrenschuhe. Beachten Sie Inserat Seite 11. — Schmerzen rheumatischer, gichtischer und nervöser Art «. Durch den ausg zeichneten Erfolg, den zahlreiche Aerzte damit -rzielen, hat sich dai Drävaiat eine wodiverdlente > allgemein« Anerlnmuog erworben. — Probepackung in allen Apolhelm Berta Blaser Jakob Horowitz Wien, II. Verlobte KlaraGottfried Med.Dr.Gerschon Reif Czortkow Wien Vermählte 20. 0k tobe r 1925 Isidor und Renee Herbst. zeigen hiemit die glückliche Geburt eines Töchterchens an Wien, im Oktober 1925 Möbelfabrik J. Spira Feine «- WIlD, 111. 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Eine sozialwissenschaftliche Studie, Ppe. 8 4.60 Schlesinger: Einführung in den Zionismus S 2 30 Karl Hans Strobl: Seide Borowitz, Roman, broschiert.S 3.60 Jakob Wassermann: Die Juden von Zierndorf, Roman, broschiert ...... 8 4.30 — Die Juden von Zierndorf, Roman, Pappeeinband .. . . .8 6.50 E. Zlitel: Die Entstehung der Bibel . . . .5 1.80 Wir bitten bei Bestellungen auf dieses Inserat Bezug nehmen zu wollen zu beziehen t Antiquariat,Wien!., Fleischmarkt 1 und ' I., Rotenturms.ias.se 22 »«WHuHrWi—* ««»««■ Feizhaus 0. J.Pipersherg!'s?MkV WIEN Praterstrasse Nr. 9 Telephon Nr. 46-2-06, 49-6-30 Export-Abteilung: II., Grosse Mohrengasse Z-6 // Auswahl in nur erstklassigen Pelzmodell en * LONDON LEIPZIG * GEGRÜNDET IM JAHRE 1898 * „Die Mutter." Soeben ist die 26. Nummer der Halbmonatschrfft „Die Mutter" erschienen. Die Zeitschrift, die jetzt das offizielle Nachrrchtenblatt des Bundes für Mutterschutz ist, veröffentlicht von nun an an leitender Stelle eine Zusammenfassunig ( aller, Uiüsorgelstellen und Berattm.gAstellen in Wien, wie sie bisher noch nirgends erschienen ist. Aus dem übrigen Jrchalt erwähnen wir eine Abhandlung von Prof. Dr. H. M. Baoge in Nürnberg über die Bedeutung der Arbeitsschule, etnen Beitrag von Dr. Erwin Wexbera über Strafen und Belohnungen, eine lustige Skizze von Helene Briugs über Polygamie mit Originalaufnahmen der Mormonen, ferner eine inrvdische Abhandlung von Rechtsanwalt Dr. Ludwig Kornel: Das Verlöbnis. Das Blatt ist für 30 Groschen in allen Tabaktrafiken und bei allen Kolporteuren erhältlich. Redaktion: Wien, 9. Bez.. Universitätsstraße 6—8. * Die Firma Schuhhaus Dorn, 2. Bez., Tabovsttaßr 8, hat die weitberühmien Schweizer „Bally"-Schuhe und die engloschen Hazckschtche in neuester Form für den Herbst erhalten, WÄche auch weiter für meine werten Kunden billigst abgegeben werden. * Unaufgeklärter Tod einer Greifin'. Gestern früh ist die 76fä!hrige Private Agnes Iulinek von ihrer llntnstandsgeberin Mari« Weishape l in ihrer Wohnung, 3g. Beg., Bauevlegasse 84, tot im Bette cnHgesiu-nden wocken. Me war seit drei Tagen kränklich. Bei der äWlichen Beischau konstatterte man an der linken Halsseite eine^ auffällige Furche mit Nacke. ObwM keinerlei Anhaltspunkte für irgend eine Gewalttat Vorlieben, wucke die Staatsauwailffchast in Kenntnis gesetzt udb dte gerichtliche Oeffnuug der Leiche beantragt. * Verhaftete Ladeudiebe. Wegen LadendiMahls von Dvidenlstrümpsen im Werte von 80 Schilling, begangen in dem Wirkwarengeschaift Rabin Kluger, Tiefer Graben,, wurden 'vorgestern der Reffende Pmkas Korn stein und der Kanfmrnn Isaak Prejs verhaftet und dem Landesgericht eingeliefert. Beide leugnen die Tat und behaupten, einander gar nicht zu kennen. * Kasteneinbrüche. Geistern nachts wurde in den Räumen der Qesterreichisch-Ungarischen Bau-gelselilschas.t in der Gl-uckgasse 2 ein Kasseneinbriuch mit einer SchadsnsAiffer von 6000 Schilling verübt. Bon den Tätern Mt jede Spur. — Bei der Firma Medinyer n. Söhne, Gußhausstraße, wurde ebenfalls ein Kasseneinbruch verübt, wobei den Tätern 1679 Schilling in die Hände fielen. * Ein verhafteter Banknotelffälscher. Gestern wurde hier gelegentlich eines Besuches im Hotel National der 29sährlige Handelsangestellte Max Fuchs verhaftet, der in bringendem Beckacht sticht, die semeMit massenhaft verbreiteten falschen Noten zu 60.000 Polenmark gesAlscht zn haben. Er dürste sich auch als Mitglied einer Fälscherbanoe Mit der Herstellung falscher Dollarnoten besaßt halben. Fuchs hat hier unter dem Decknamen M. Glugyez in der No- Vavagasse gewohnt. * Rieseneinbruch in Brünn. Gestern nachts wurde in Brünn, wie von dort gemeldet wird, das Juwelengeschäst Büchner aus der Ferdinandstvaße 2 von unbekannten Tätern eckrochen. Die Älter evbmteten Juwelen in der Höhe von 600.000 tschech. Kronen. * Tutankhamens gestörte Grabesruhe. Unyeachtet aller abschreckenden gsheimnisvollen Zeichen, durch die der selige Pharao Tutanchamen gegen die Störung seiner Grabesruhe Verwahrung eingelegt hat, lasten sich die anglo-amerikanischen Archäologen nicht abhatten, ihrem Forschungsdrange weiter zn frönen. Nach einer amtlichen Mckonng aus Kairo wurde die Gmft TutankhaMns wieder geöffnet und der Deckel des Sarkophags entfernt, wobei sich hevausstellte. daß im Innern eim zweiter Sarkophag mit einer dünnen Leinendecke und mchreren Blumensträußen sich befand. Die Decke wie die Mmnen waren gut erhalten. * Haftpflicht des Schwieaervaters für die Treue der Frau. Aus Frankreich droht dem ohnehin gefährdeten Geldbeutel der Schwiegerväter eine neue unheilvolle Gefayr. In Lyon ging die Gattin eines Kaufmannes nach mehrmonatiger Ehe mit dem ■ üblichen Dritten —- den sie allerdings noch aus ihrer Mädchenzeit kannte — durch. Der Ehemann eilte zum Richter, nicht etwa um die Scheidungsklage einzureichen, sondern er verklagte seinen Schwiegervater, der Gerlchtshos möge verfügen, daß der Angeklagte den Wert aller Geschenke — einschließlich des Eheringes — unv materiellen Zuwendungen, die er seiner Frau vor und nach der Eheschließung zukommen ließ, ersetze. Ueberdies verlangte er wegen entgangenen Nutzens einen beträchtlichen Schadenersatz. Der Schwiegervater ist nämlich — so führt er in seiner Klage aus — für die Erziehung seiner Tochter verantwortlich. Er handelt aber fahrlässig, ja er veaebt geradezu einen Betrug, wenn er den künftigen Schwiegersohn nicht rechtzeitig über - den wahren Charakter seiner Tochter aufklärt. Der Richter konnte sich dieser Beweisführung nicht entziehen, und so wurde der schon ohnehin genug bestrafte Schwiegervater zur Erfüllung der Forderungen des Klägers verurteilt. Allerdings den Schadenersatz „wegen entgangenen Nutzens" bewilligte der Gerichsbos nicht, denn der Ehemann hätte — wie Ehemänner im allgemeinen — von der Heirat ohnedies keinen Nutzen gehabt. * Palastinareisen mit den Dampfern der svmMchen Linien ab Marseille und ConstaM. AuNüNfte und Billetten j Compagnie Generale Transattantigue, Wien, 4. Bez., Wie- I bettet mttm 24.