Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2397 (25.10.1925)
- Date
- 1925-10-25
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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M. m Men, Sonntag Wiener Modenzeitung 1. Weil ki-upnik seil jehei sich zur Pflicht g.macht, die Wahrheit in der' Re<iame über, alles“ zu s.eile» verlangt auch schon. I?. Weil Krupnik %^eine ideale Einkaufsstätte, die nicht mit l\\A'WY V*lein«n Konfektions- oder Warenhaus zu iV 1 \ H» I vergleichen ist, sondern man beim Betreten das Gefühl hat, in den P ivaträumen eines Modekün-tlers zu Besuch sein. Mäntel aus Zu'ein Velour, fesche Fassons, pelzverbrämt S 75 69 54. Män el aus guten Modestoffen,engl. Genre Klndermäntel aus gut. Flausch ab S >2.— Kindermäntel » ' , Velour ab S 23.— Kinderkleider aus gutem Rips 15.—, aus Velvetin ab . S 5.30 nur gegen Kassa einkauft, daher eine! S 49.—, 35.—, mit Samtkragen Macht besitzt, die es ermöglicht, seine Leistungsfähigkeit auf das höchste zu steige, n. Mäntel aus mattlasiertem Modevelour, gefüttert, watteliert und pelzverbrämt S 129.—, 118.— 78. Mäntel aus hochfeinem Eskimo und reicher Pelzverbrämung. S 169—, 145— 129.- 4. 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Es kam jeböch su keiner Aburteilung, ba bei einem Austausch politischer Uesangener mit Rußland Baginski und Wieczorkiewicz nach Sowjetrußland transportiert werben sollten. Kurz vor ihrer Uebergabe an bie Sowjetbehörden wurden die beiden int Eisenbahnwagen von einem polnischen Polizisten namens M u r a s z k o niedergeschossen. illunmehr steht Muraszko wegen dieses Mordes vor Gericht, nachdem sein Prozeß schon einmal vertagt worden war. Ans die Frage, ob er sich schuldig bekenne, antwortet der Angeklagte: „Ich bekenne, daß ich zwei gefährliche Hunde vertilgt habe." Für diese Aeußerung wird Muraszko gerügt. In seiner Verantwortung gibt rr an, daß er die beiden Terroristen niederschoß, weil sie bie-Uniform der polnischen Armee beschmuyi hätten; kommunistische Terroristen seien Verräter und es sei unuöglich, .daß polnische Offiziere solchen .Verrat üben könnten; täten sie es dennoch, so verdienten sie, ausgerottet;u werden. . Die am ersten Tage vernommenen Zeugen, Kollegeil unid Vorgesetzte des Muraszko, stellten ihm ein gutes Dienstzeugnis aus. Ein Inspektor des politischen Sicherheitsdienstes, der die beiden Ermordeten nach Rußland begleitete, gab als Zeuge an, daß Baginski und Wieczorkiewicz. während des Transportes die Sprengung der Warschauer Zitadelle sowie das B o m b e n- Attentat in der Warschauer Universität eingestgndeil hätten. Die Verhandlung gegen Muraszko, bürste einige Tage in Anspruch nehmen. Seimmehrheit siir Vrnbski. . Warschau, 24, Oktober. Der polnische Sejm hat gestern das ' von der radikalen Bauernpartei Wyzwoleiüe eingebrachte Mißtrauensvotum gegen Grab ski mit 182 gegen 153 Stltumen a bge'lehnt. Auch der Antrag aus Absetzung des Sanierüngsgesetzes von der weiteren Beratung und auf Einsetzung eines parlamentarischen A n s s ch u s f e s z u r Kontra l l e der Wirtschaftspolitik der Regierung wurde abgelehnt. Caillaux Schwierigkeiten. Die Opposition gegen die Sanierungspläne des französischen Finanzministers. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Paris, 24. Oktober. Di Angrifft, welche im gestrigen Kabinettsrat gegen die Sanierungtspläne des Finanzministers Caillaux gerichtet wurden, haben durch die Vermittlung des Ministerpräsidenten Painleve bisher noch zu keiner Krise im Finanzministerium geführt. Der Kabinettsrat hat, wie „Petit Pavisien" berichtet, aus Vorschlag des Ministerpräsidenten einstimmig beschlossen, daß Caillaux seine Finanzpläne, die dem Kongreß der radikalen Partei in Nizza Rechnung tragen müßten, ant Montag im Kabinettsrat vorlegen solle. Caillaux selbst soll erklärt haben, daß er nur einem ablehnenden Votum der Kammer weichen werde. Die in der Presse von seinen.Gegnern lancierten Nachrichten, er hätte im Kabinettsrat die Notwendig- Ikeit einer neuen Inflation bargelegt, läßt Caillaux in einer Note des FinanMnisteriums entschieden dementieren. Die Finanzfrage ist das Damoklesschwert für das Kabinett Painleve; sollte Caillaux demissionieren müssen, so würde wohl ein bloßer Wechiel im Finanzministerium nicht genügen; es dürste dann wahrscheinlich zu . einem »Rücktritt des Gesamtkabinetts kommen. Allerbings dürfte wieder Painleve mit der Neubilbung der Regierung beauftragt werben, der bann wahrscheinlich selbst bas Fi nanzmin i steriu nt übernehmen wird. Natürlich wird in politischen Kreisen als Nachfolger Caillaux' auch De Monzie genannt, welcher im Kabinettsrat den Vorstoß gegen Caillaux unternommen hat und als der Kandidat der Industrie und der Banken gilt. L o u ch e u r scheint nicht in Betracht zu kommen. In politischen Kreisen wird auch von einer RegieruuMombination Painleve- H e r. r i o t - B r i a n d gesprochen, die der Negierung eine stärkere Rückendeckung bei den Sozialisten bringen würde. Sie Fremüenkontrolle in Ungarn. Budapest, 24. Oktober. Die Regientngsverordnung über die obligatorische Anmeldung, der in Budapest sich aufhaltenden Fremden macht es den Arbeitgebern zur Pflicht, über die bei ihnen beschäftigten fremden Staatsbürger genaue Listen zu stihren. Die Nebertretung dieser Verodnungen wird strenge bestraft. Wirbelftnrmtatakrophe im Persischen Golf. 7000 Perlenfischer ertrunken. London, 23. Oktober. (Reuter.) Wie die ,/Limes" ans B a c r a melden, sind infolge eines Wirbelsturm e s, der im Persischen Meerbusen wütete, 240 Segelboote der Perlenfischerflotten untergegangen, wobei 7000 Menschen ums Leben kamen. Sie Beamte»' und Pensionistennot. Ein Vorschlag des Landeshauptmannes Dr. Rehrl. : Der Peuftonsauswand stellt im Bundesooranschläge einen der erschreckendsten Posten dar. Beträgt doch der Aufwand für die Pensionisten 171,056.000 Schilling, was etwa ein Fünftel des ganzen Budgets ausmacht. Diese Belastung ist einfach unerträglich. Der Landeshauptmann von Salzburg, Sr. Rehrl, schlägt nun vor, den Gesamtaufwand an Pensionen während der nächsten 15 bis 20 Jahre durch eine Anleihe zu decken oder vielleicht vo.n der Gesamtheit der Versi cheeungsan st alten unter der Garantie des Staates in ihren Versicherungsstock übernehmen zu lassen, wogegen der Staat die zu versichernde Summe den Gesellschaften verzinsen und amortisieren müßte. Als Laufzeit wären mindestens 40 Jahre anzunchmen. Betbandrtag der zionifteu-Revisiomsten Lesterreichr. Der erste Verbandstag der Z -i o n i st e n - R e v \* sionisten Oesterreichs findet am 29. d., 7 Uhr abends, tut Saale des Schriststellevveveines Die Scholle, Wien, 2. Bez.. Lilienbrunngasft 1, statt. Anmeldungen von Teilnehmern und Gästen werden im Verbauds'sekretaviate, 9. Bez., Liechtensteinstraße 11 (5 bis 7 Uhr abends), enigegengenontmen. * Keren-Hajessod-Kommissimt. Aus dem außerordentlichen Mtistischen Delegiertem^ wurde Herr Max Schissmann in die Keron-Hajessod-Kommission gewählt. Preissturz bei Leppich-Srendi. E Das Teppichhaus Orendi hat sämtliche Preise um 2ü Pro. zent herabgesetzt. Teppiche. Decken, Vorhänge usw., die eine» reduzierten Okkasionspreis haben, sind rot markiert. Auch'von diesen Okkasionspreisen erfolgt ein Nachlaß von 20 Prozent. X Ni>t/»oinr>»U''ake 20, und Fleischmarkt 1.