Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2396 (24.10.1925)
- Date
- 1925-10-24
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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tzr.3SS6 Wien, GamStag Wiener MoLgenzeitung 24. Oktober 1925 Seite 7 Hundert Fahre Mann Strautz. „CS ist schwerer, einen schönen Walzer zu schreiben alS eine mitöelniäßige Symphonie". Diese Worte eines anderen Strauh, deß Opernkomponisten Richard, der als Schöpfer des „RosenkaVaLer" und auch sonst einige Erfahrung als Tanzkomponist gesaumelt hat, treffen den Nagel auf den Kopf. Freilich zwischen Walzer und Walzer liegt eine ganze Welt und die Straußschen Walzer find einzig in ihrer Art gleich den Beethovenschen Symphonie«. Sie sind so ganz anders als ihre Vorgänger und Mitläufer, Kleinkunstwerke in Form und Inhalt, unerreicht in der Mamrigfaltigkeit des Gefühles wie in der Kühnheit der Modulation, Harmonik und Rhythmik und in b?- Einheitlich!'- ■ und Logik, in welcher die einzelnen Teile kontrastieren und sich ergänzen. Als Johann Strauß mit 19 Jahren von der Polizei die.Bewilligung erhielt, draußen in Hietzing beim Dommaher mit seiner eigenen Kapelle zu konzertieren, da fiel er sein'ee Mutter zu Füßen und sagte: „Was'mich bedrängt und was mich freut, das will ich ausjauchzen und ausweinen in Melodien". Worte einer echten Tondichters, der auch gelegentlich die musikalische Begabung auf die einfachste Formel brachte: ,Lum Komponieren gehört nur eines, es muß einem etwas einfallen!" In weit mehr als einem Dutzend Operetten, in Hunderten von Walzern und anderen Tänzen ist ihm der Einfall zugeströmt, hat er sich in Melodien ausgejauchzt Md ausgeweint. Mit seinen Tänzen hat er die alte und die neue Welt erobert, für das alte Oesterreich war er ein Welteroberer wie Napoleon für die Franzosen, und darum hat ihn nicht mit Unrecht Laube den „Napoleon autrlchien" genannt. Auch unzählige andere Geistesgrößen von Berlioz und Bülow bis zu Brahms und Richard Strauß haben ihn gefeiert — nicht nur durch Worte, sondern auch durch Anklänge und Zitate in ihren Tondichtungen —, Richard Wagner, dessen Musik zuerst von Johann Strauß in Wien aufgeführt wurde, lumnte ihn den größten musikalischen Schädel, und so ziemlich alle großen Pianisten haben ihm in ihren Konzerlparaphrasen Straußscher Tänze gehuldigt. Er selbst lehnte in seiner bekannten Bescheidenheit jedes Lob ab und äußerte gelegentlich, sein ganzes Verdienst habe darin bestanden, daß er die Form und den Inhalt des Walzers erweitert habe. Er verdankt alles der Stadt Wien, „der Stadt' der Lieder und des Gemütes, in deren Boden seine ganze Kraft wurzle, in deren Lnft die Klänge liegen, die sein Ohr gesammelt, sein Herz aufgenommeu und seine Hand niedergeschrieben". Freilich ist es nicht nur Wien, es ist die ganze alte Dop'pelmonarchie, die in seinen Walzern und Mazurs, Polkas und Czardas wiederklingt. Diese Monarchie und so viele andere Dynastien sind zusammengebrochen, wch der Walzerkönig ist geblieben und weder die Republik des .,Tango" noch des „One step" oder der „Jazzband" konnte seinem Reiche und seiner Jugend etwas anhaben. Wenn er voll Pietät oon seinem Vater sagt, er wäre ein Musiker von Gottes Gnaden gewesen, so durchzieht dieses Gottesgnadentum — in einem höheren, ethischen Sinne. di-- qanv Kunst as Sohnes, des Walzerkönigs. Denn er hat Millionen von Menschen mit seiner Kunst, auch dort, wo sie tragische Akzente ünschlägt — nicht allein für Felix WHngartner hat der Straußsche Walzer etwas Tragisches —, froh und glücklich gemacht und hat in einer haßerfüllten iwelt mit der Allgewalt seiner Tanzmelodien Zahllose Mem-be,, zu Brüdern und Schwestern vereinigt. Wenn irgend ein Fürst im Reiche des Geistes hat er das Vermächtnis des sterbenden Goethe erfüllt und den im Dunkel wandelnden Mühseligen und Belade"«?!, L i fsi f" un^ ..- ist V:it spender ein Ehrenplatz im Olymp der Musiker neben Mozart, Schubert und Brahms für alle Zeiten gewiß. Erwin Felder. * Dorotheum Bankabteilung Wien, I. Dorotheergasse 17 A«s den Zfteotern. Operntheater. Morgen, 7 Uhr abends, „Die Fledermaus". Deutsches Volkstheater. Heute, */sS Uhr abends Erstausführung der tragischen Komödie „T raumul ns" von Arno Holz und OSmr Jerschke mit Albert Basser- - mann in der Titelrolle. Morgen, V#4 Uhr nachmittags, mit Luise Kartousch „Lady Fanny und die Dienstbotenfrage". Theater in der Josefstadt. Heute „Gesellschaft". Morgen, nachmittags, „M e i N F r e u n d T e d d y". Md Vb8 Uhr abends, „Metn Vater hat recht gehabt". Cxl-Bühne. Heute zum ersten Male „Der Goldbauer" von Eh. Pirch-Pfeiffer. An« „Neuerung" im Burgtheater. Es vevlantei, &i-> Vor- -tvaldung der Bunbesl'head.n oeab! chtige, das Hochziehen des Vorhangs nach den Aktschlüssen eiizuführen, IM im den Schauspielern das BeifaUsverneigen zu ermö^ichen, retls — ans diesen Tel wird , scheiichar der Hauptwevt Ms.g: — um.den Autoren und Buvgcheatevkafsen M dienen, weil das Danken für Beifall wieder Beifall erzeugt «und viel Beifall den- Eriolq eines Sdück»ö ausmacht. Dl-e prolininrnttm Künstler des BnrgcherterS haben sich durchaus ge ge n diese .Ru? ru n ,r a u s .i e i? r o ch t n und sind entrüstet, daß mrn überhaupt an baS Bochangzichen nach den Aktschlüssen denkt. Auch vom künstlerisch"': Standpunkt, nicht minder vom rein geschättlichm, scheint die Neuerung unanäsbvacht^ Das. Bur.crlh'.a>vrnahm und nimmt aus anderen : NGachen, Schaden. anfzndecken und., abzustellen, wäre eine diMNswerte AüMbe d«r Nruerrr. Hingegen ist es ke:ne glücki liche Maßnahme, der auf „gute Wirtschaft" Bedachten, eintz- UMlNig abguslMn, t»urch welche >ich tas BuoMa:rr von den 'anderen Kunstinstituten vorteWyast unterschied. Große Sensation bringt das jüdische Mnfttlevkabarett, 2. Beg., Pvatevstvaße 60, in der Woche vonhsute Samstag bis Donnerstag den 29. d. mit einem großen MonsterMager- ' Programm unter Leitung des bekannten und berülhimten Schau-- Weilers Herrn Max Streng. Programm unter Anzeigen in diesem Watte. . „PolnWer Aeurhwen" - keine Wen. beleiolgan». Eine peinliche Sgene, die sich während der ietzterr Wien« Messe vor den MessegMuden in den Hofstallungen aibgespielt hatte, bildete geistern beim Straf,bvMSgevichtie 1 den Gegenstand einer GhreMleidigungM-aige, welche der Uhrengroß- Händler Moritz Weitzlitz gegen den Hauslbesorger Florian Rath, der bei der Messe als Aufseher tätig war, angestrengt hatte. Der Kläger hatte Uhren in einer Kose ausgestellt, die er am 10. SeptvlMr, gegen 6 Uhr abends, ausräumtö, um dam das MessegMlde zu verlassen. Beim zweiten Tor wurde er von dem Aujschor Rath gefragt, ob er einen Ausfichrschein besitze. Er erwiderte, daß er als Messeaussteller ja 'bekannt sei und keinen Ausfuhvschein brauche. Es kam htevanf zwischen deül Aussteller und dom Aicheher zu einer Kontroverse, tu deren Bovlanf nach Inhalt der Klage Rach sagte: „Da werden wir nicht viel Geschichten machen mit dem zugereisten polnischen Juden! Hinein mit ihm in die JnspMon. In der Handtasche können ja gestohlene Gegenstände sein!" In der gestrigen Verhandlung erklärte der AngMgie, Die Glea«tz-Feier in Men. Der Hul^digungsakt vor dem Johann-Strauß-Denklual im Stadtpark, mit welchem morgen Sonntag der Zentenarfeiertag eingeleitet wird, beginnt PünkÜich um lg Uhr vormittags. Der Eintritt in den Stadtpark durch den der Weihburggasse gegenüberliegenden Stadtparkeingang ist ausschließlich den mit Einladungskarten versehenen Gästen gestattet. Das Johann-Strauß-Festkonzert im Großen Musikvereiussaal beginnt pünktlich um 12 Uhr mittags. Düs Programm eröffnet die „Jndigo"-Ouvertüre (Wiener Philharmoniker unter Leitung Felix Weingartners), worauf Lili Marberg das Festgedicht von Hans Müller spricht. Es folgen die Walzer „Künstlerleben" und „G'schichten aus bem Wienerwald", die Polka Mazur „Lob der Frauen" und, gesungen vom Wiener Mnnergesangverein ' unter Leitung seines Chor- Meisters Professor Karl Luze „Wein, Weib und Gesang". In der zweiten Abteilung spielt Professor Moriz Rosenthal seine Paraphrase über Straußsche Themen, betitelt „Wiener Karneval", worauf Kammersängerin Berta Kiurina-Leuer den „Frühlingsstintnren"-Walzer zu Gehör bringt. Es folgt der musikalische Scherz „Perpetuum mobile" und als SchlußNummer der Douüuwalzcr, gesungen vom Wiener Mnnergesangverein unter Leitung Felix Weingartners. Die von der S t a a t s ö p e r veranstaltete Festaufführung der „Fledermaus" beginnt um 7 Uhr abends. Jüdisches Künstler - Kabarett Wl&ttj HU, Pratenatrasso 60 Leitung: MAX STWBWO Wef gut lachen will, der Versäume nicht zu körrlhicn 2ü dem gtölseä $«itsatl*ns- und Ndiitir«|»roitifHiii Heute Samstag den 24. und rtorgert Lohntag den 25. Oktober i$25 A MOiD - A CHWAT iJSm Auftreten der hier beliebten Volksatinge- (liltih fbffV if Wifi riu mit ihrem gtoesen schiagerprogramm "lluls UUI/I iLJVimIb SCKAPSE GOILIH Mittwoch den 28. Oktober: BUNTER ABEND Donnerstag den 29. Oktober M _ || fk|u«| die grosse Lachkomödle M 1*10111 ■ H MlWOI Entree frei Sdts, Tütite, Duette Beginn 8 Uhr abends int BeMuf der Konlroveyse Habe der Kläger ihn höhnijsch alls H-au s!b e so rg e r bezeichnet und auch sonst provogkrt, worauf er MngMaigter) von polnischen Manieren gesprochen habe. Bon zugereisten polnischen Juden hübe er Nicht gesprochen und habe er auch den Mger nicht im cnts-vrntesten eines Diebstahls beschuldigt. Mehrere Zeugen bestätigten, daß der AngeElagt'e von zugereisten polnischen Juden gesprochen habe, während der als Zeuge vernommene BezirksiuspÄtor Straß!er erklärte, daß der AngMagte in seiner Gegenwart Nur von einem Polnischen Benehme n gchprochen halbe. Der Richter, Oöevlailldesgerichtsrat Dri Sieber, sprach den Angeklagten zur Gänze frei und hob in der UrtsWbegründung hervor, daß Unter Zugmiidolegung der un-«r Diensteid abgegebenen Aussage des Bezivksinfpektors Möglich die ÄMßMNg von einem polnischen Benehmen als erwiesen angenommen winde. Diese Aeußernng stelle sich als eine allerdings u n h ö f l 1 ch e, jedoch nicht u n!b e -r e ch t i g t e Kritik dar. Die Rättber von Hietzing. Nach viertägiger Dauer wurde gchern abends der Schwurgerichtsprozeß gegen die wegen Raubansalles aus die Konditoveibesitzer-in Katharina Lorenz in Hietzing angMagten Wegelagerer Johann Schlesinger und Franz Beruh über sam: ihren des Dielbstahls beschuldigten Uns Genossen zu Ellde gofilhrt. Die Geschworneu erkannten die Angeklagten S ch l e s i n g q r und. Bernhuder des BerbrechenZ des Raubes mit acht gegen vier Stimmen, des Dielbstahls einstimmig schuldig. Die fünf Genossen Wunden teils des Diebstahls, teils der DiöbstaihlsteilnehmuNig schuldig erkannt. Dev Gerichtshof v e r u r t e i l t e Johann Schletiiuger zil acht Jahren, Franz BernWber zu füns Iahren<schweren Kerkers, wogegen beide vie Nichtigkeitsbeschwerde erhoben. Die Migen AllMugten wurden zn Kerkerstvasen von einem Monat bis zu einem Jühr verurteilt. Sowjetbeamte Wege« antisemitischer Propaganda verurteilt. Aus Moskau, 20. d., meldet I. T. A: Der Borsitzende des Orrstsowjets «der Stadt Mikolajoiv im Distrikt ProsArow, Kardiiköiff,. Wurde wegen fortgesetzter antisemitischer Propaganda zu fünf Jahren Kerker veruriettt. Er tMorOerte stMmaMch die jüdische BeoMevnn,g und ermunterte die Stadt- WMns, bis -es dagu lam, daß die Huligons die SynagW von Mikolase.1v plünderten und in Brand steckt-en. Auch der Sekretär des Sowjeworsiheuden, Krischal, echiolt ein Jahr EWnsniz. Bolksivirt. Polnische Wirtschastswoche. Fmiudliche Börsen. — Die Attleihevechandlungeii. — Der Staat und di« Petrolounrindustkie. — Ein neues Aktiengesetl- (Bon unferem poiuischtn M.^I.-Korrespondeutcn.) Auf dem polnischen Börse u machte sich in der Berichtswoche eine bedeutend lebhaftere Stimmung gattend. Ausschlaggebend war hier die stärkere Nachfrage nach Avbitragvwerten aus Wien, wbbei Zuckcroktien und ZielenioivSki besonders bevorzugt wurden. Außerdenr waren die Aktien der Bank PolSki stark gesucht. Die Nachfrage nach diesen Aktien wupde einerseits auf die umfangreichen Käufe einer Wavschauer Bank, hinter welcher englisches Kapital stcht, onderersleits darauf zurückgosührt, daß alle diese Banken diese Aiktion aufkaufeu, die das Devisenrecht bokmnmen wollen. Dietfes' et* halten nämlich nur jene Fmanzmstitute, die sich mit einem bestimmten Aktienpaket der Notionakbank ansiweisen können. Der Kurs der Aktie der Bank PölAi ging fprunghast von 63 auf 66 und bis auf 63 Zloty-hinauf. Me anderen Bankenwerte liegen andauernd vernachlässigt. Dagegen konnte sich Chodorow im Laufe einer Woche von 3.10 auf 3.80 Zloty erholen. Die Nochfrage nach ChodorotvMtien war auf allen Börsen sehr rege, da -aus dem Auslände zahlreiche Kaufaufträge Vorlagen. Zielenie-wslki-Aktien bchaupteten sich bei 10.60 bis 60 Zloty. Die Aktien der Aktiengefellschaft fiür Petwleunt und Erdgas (Gazy Wschoidnre), die vor kurzem infolge des Majoritätswechsels große Steigerungen erfahren haben, gingen, nachdem die 5bänse aufgchört haben, rapid zurück und erreichten den Tiefstand von 9.60 Zloty. Die anderen Wiener Arlütragewerte notierten wie folgt: Warschauer Diskontoüank scher bei 6, Hypothekenbank —.39, Malopolskibank —;30, Lemberger Brau 8.80, RaGaitva ^-.90, Tvpege —.90, GalMche Montan 2.60, Silcha -^-.40 Zloty. Der Dollar für Zloty schwankte Alvischen 6 und 6.16. Die Anleiheverhandlungen mit dem Auslände haben noch imMr kein Ende gefunden. Die Ochentlichkeit wird auch über den Stand der Dinge nicht infoomiert und soll vor die fertige Tatsache gestellt werden. Die Regierung dementiert jedoch entschieden jedwede Berhandlungen mit österreichischen Finanzkreisen wie auch mit dem Haufe Rothschild. Das Finanzministerium hat sich endlich entschlossen, die staatlichen Naphihaanstalten zu veranlassen, die bereits seit dem Monat Juni fälligen Gelbühren für das übernommene Rohöl atbzutführen. Dies geschah jedoch erst, als die Bruttisten die Gesellschaften, diese aber den Staat gMagt und außerdem die Gesellschaften gedroht haben, die Betrieibe teilüveise ein* zuMen. Bisher wurden die Beträge für Juni überwiesen, jedoch auch die für Juli und August sollen noch im Monat Oktober ausgeschüttet werden. Das Handelsministerium bereitet ein neues Aktiengesich vor, welches demnächst dem Scfm vorgelegt werdeit soll. Um die Oetffentlichkeit vor Schwindelunternchmungen zu schützen, wird die Gründung einer Aktiengeisellschaft in Hinkunft^ von der Erwerbung einer Konzession abhängig sein. Es ist auch die höchste Zeit, daß matt zum KouzGonWvang übergeht, da die Polnische OGtlichleit bisher von Schwindlern genügend ausgepMndert wurde. Leicht« Besserung der polnische» Handels» bilanz. Aus Warschau, 32. d., meldet Poln. Del.°Ag.: Die polnische Handelsbilanz hat dank den von der Regierung ge^ troffenen Maßnahmen, sie ins Gleichgewicht zu bringen, im Monat Septentber einen Uoberschuß der Ausfuhr über die Einfuhr in der Höhe von 36 Millionen Zloty ergeben. Bei' der polnischen Zahlungsbilanz machen sich die Ergebnisie der Verminderung des Defizits der Handelsbilanz noch nicht ganz fühlbar, weil die Käufer ausländischer Devisen gegenwärtia ihre alten Verpflichtungen für eingesührte Waren regeln. Es handelt sich in diesem Augenblick um bedeuteude Summen, so daß, wenngleich die Handelsbilanz ins Gleichgewicht gebracht ist, die Nachfrage nach ausländischen Devisen sich noch aus einem ziemlich hohen Niveau Mt. Re Liamdierung de» zentraldodenkreditbanl. Großer Mamteuabbau. - Haftung des Präsidenten Lustis für 14 Milliarden. Nach dem jetzigen Stande der Verhandlüngett scheint nuuckchr die Liquidation der Zentralbodenkredttbank in ein entscheidendes Stadium getreten zu sein. Am Ende dieses Monats werden von >dert 90 Beamteti des Instituts 60 abgebaut loerden. Außerdem werden auch drei Direktoren aur dem Institut scheiden. Die für diesen Zweck nolwettdigen Mbüusummeu werden mit 2,5 Milliarden angegeben. Mit den übrigbleibenden 30 Beamten soll vorläufig bis zur endgüttigen Enittscheidung in Paris das Institut Mitergeführt Würden. Die für den Abbau notwendigen Summen dürften dadurch herbeigeschafft werden, daß 'die Nationalbank auj Grund der vorgestrigeti Verhandlungen einen weiteren Kredit von 6 Milliarden zur Verfügung stellen soll. Die Haftung für diclsen Kredit hat Präsiden! Lustig übernommen, der zur Sicherstellung sein Palais und eine Reihe von Grundstücken zur Verfügung gestellt hat. Damit beläuft sich das Giro deZ PrästdeNteu Lustig auf 14 Milliarden, da er int Laufe der bisherigen Sanierungsaktionen — siir den Schweizer Kredit und so tveiter — bereits für 8 Milliarden sein Givö zur Derfügung gestellt hat. Auf diese Art könnten die vom Vertretet der Banque de privee, Chevillier, gestellten BedinguntzSv erfüllt worden sein, damit mmmehr mit französischer HiHi über das weitere Schicksal entscheideM Beschlüsse -Wt