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Wiener Morgenzeitung · 1925-10-24 · Heft 2396 (24.10.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2396 (24.10.1925)
Date
1925-10-24
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Hi. SNS CO DAN In eilen be seren Qe. ch&ften erhältlich! -le Kckenlchaft der Nchechoslewatel vor den Wahlen.!ptU, 26. Oktöbst. Die Exekutiv der jüdischLtt Partei hat den Beschluß, an den für den 15. November ausgeschriebenen allgemeinen Wahlen üktiv teiizuneymen, einstimmig ratifiziert. In allen Wahlkreisen tvird bereits an der Ausstellung der Kandidatenlisten gearbeitet. In K a r p a t h 0 r u ß l a n d ist Spitzettkandidat Doktor Julius Ke i ß. Advokat in Bratislava. IM Prager Wahl^ kreis A kandidiert Stadtrat Dr- Ludwig S i N g e r, in Prag B Itädtrat Emil R 0 senberg, Stadtrat in KavoliUeniat. In Qtmütz wird Öberlandesgerichtsrat Dr. Meißner, in Mähr.-Ostrau Oberlandesgerichtsrät Dr. Birnstein, in P r e s 0 w Advokat Dr. Karl Fetbstei n aufgestillt. In dem Wahlaufruf heißt es U. a.t „Ueber die Aussichten der Kandidatur der jüdischen Partei geben die Resultate der letzten Wahlen eine klare Uebersicht. Bei den Parlamentswahlen im Jahre 1920 wurden 80.000 Stimmen für die jüdische Partei abgegeben; hierbei wählte Karpathorußland und zwei slowakische Wahlkreise nicht mit, so daß diesmal mit Berücksichtigung dieser Wahlkreise, mit einer Stimmenzahl von 130.000 zu rechnen ist, welche fünf bis sechs Mandaten entspräche- Die Voraussetzung dafür, daß alle dich Stimmen zur Geltung kommen, ist die Erreichung wenig ft ens eines Mandates in einem Wahlkreise. Dü diesmal Karvathorußland. wo 95.000 jüdische Seelen gezählt werden, mit fcinert 46.000 jüdischen Wählern mitwählt, so ist dieses Mandat in diesem Gau, in welchem die Wahlzahl zirka 26.000 Stimmen betragen wird, mit Sicherheit zu erlangen. Die Erfahrungen anläßlich dtt vorjährigen Parlamentswahlen in Karpathorußland, bei welchen infolge verschiedener Quertreibereien die Erlangung eines Mandates vereitelt worden ist, haben die Juden Karpathorußlands belehrt, daß eine parlamentarische Vertretung der Juden nur . durch Konzentrierung der Stimmen auf eine ernstliche Kandidatur zu erreichen ist" Sie Hetze gegen Krarloff. Vor einiger Zent halbem wir die Hintergründe der höllische u Hetze gegen den außevordeMichen Professor des römischen Rechtes der Wiener Universität, Dr. Äephan Brasloff, dargelegt. Um die beiden evledigten LehrkmgM für Germanistik ist nämlich ein erbittertes Wettrennen im Günge. Der landbündlerische NatioMrat Dr. Schön sauer, der eine dieser Lehrkanzeln fuppliert, will seinen Mitbswevber Dr. Brasloff mit allen Mittelln aus dem Felde schlagen. Zu diesem Zwecke 'hat er die völkischen Studenten au [geboten, die BraÄoff sogar mit Mißhandlungen bedrohen, wenn er es wagen sollte, seine Vorlesungen wieder aufKunehmen. Der Prosessor hat gegen sich die Einleitung einer Diszipilinaruntersuchung deantragt, u m die An würfe der Völkischen zu enllraften. Mt btt Durchfichvuug der Untersuchung wurde der Kirchenvechtslehre 1: Professor Koestier betraut. Professor Bmsiloff leidst infolge der unausgesetzten Beschimpfungen und Bedrohungen an Depressianszu ständen. Mil ihm scheint also der Landbund für Dr. SchöM'uer bereits fertig geworden zu fein. Um aber seine eigene Ernennung zum Ordinarius durchzusetzen^ spielt Dr. Gchönlbaner im Naiionalrat jetzt den wilden Mann. Er opponiert bei allen Megercheilen und >hat, mu auf 'die Regierung den entsprechenden Druck attsguüben, seine Parteigenossen veranlaßt, gegen die letzte Resolution Über Genf zu stimme >r. Tie nationaldeutschm guden. Aitskneifen vor der Debatte. Die Versammlung polizeilich geschlossen. Güstern har cchp die mit so 'großer RMame angMndigte Äöasse>cher«smmulung der „Nati 0 naldeut 's chen Juden" stattgefunlden, oder besser gesagt, sie hätte stattstndett sollen, denn mit fünf Mann hoch und über 160 Zionisten läßt sich schwer eine Versammlung abh alten, in der der Referent, ein ehemaliger kommunistischer Jüngling nantens Fred Hörnt k-Harden, behauptete, daß Theodor Herzl mit Sabbatai Zewi auif eine Stufe zu stellen sei. Dieser Urgermane der,- ebenso wie sein Kampfgenosse Röbert Peiper, wahrlich nicht wie Siegfried anSsicht, las aus einem Konzept einige Phrasen über das deutsche National-gösHl der bodenständigen Inden vor, sprach von einem Ausgchen der beiden Völler liteinanöer, führte fortwährend die deutsche Vaterlandsliebe der Juden im Munde und kam zu dent Schluß, daß jedem deutschen'Juden sein deutscher Stammesbruder näher stehen müsse, als die Juden eines anderen Stammes. Die Zionisten will er samt und sonders unter Ausländ er recht stellen und das deutsche Voll vor Ueberftutung durch östliche Juden retten. Dann wird in Deutschland jeder AncheutitiSmns aiHören, denn die Arier werden die Juden als vollwertige Vollsgenossen anerkennen. Dan» Werden die deutschen Juden mit den deutschen Ariern wieder „singend durch die deutschen Wälder" (lvörttich zitiert!) iiimiii* Wiener MorgenKettnnA .1. ■» .n ■*»* . Solches ukid ähnnch^s Geschwätz tischte er sdinen zivnistLschön Zuhörern aus. Diese wollten am Ende der M VHpiollolset Geduld üvgchövlltt PövtüfUUg eine Debatte Mchrett. Doch dazu war Herr HorNik nicht zu halben. Der Schriftsteller (!) und ehemalige „Redakteur" der „Wiener Morgenzeitung" (wir wollen hier nochmals in Erinnerung rufen, daß dieser 0m als Jnseratenagent Unseres Blattes bst Ulis keinen allzu rühMicheir Abgang Härte und es Nur uusever Gutherzigkeit Verdankt, daß ii nicht aus Geheiß des StaatsaüwcktS bei Wafftr und WM Her seine „redaktionelle Laufbahn" nachdensen durste) härte mch seinen Vortvag über „D i e Wahrheit ü b ö r P a l' ä ft i n ä" zu halten. Die Zionisten wollten aber Vocher dem Herrn Hornll in tuhiiger Weise ihre Meinung sagen. Dieser zog es über vor, Polizei zu rufen, uin so eine Debatte zu verhindern, die er für deü 6. November in einer Massenversamnluiig beim Weigl verschieben wollte. Herr Peiper konnte natürlich in deck großen Lärm, der sich wegen dieser MsiknWrei echolb, sein Referat Nicht halten, und der SM wurde polizeilich tzeräumr. Weiterungen goib es nicht. Ein junger Mann, der einen anderen angeblich Mich attackiert hatte, wurde zur Abgabe des Nationales verhalten. Hummer. 2eufel mV Rr'chenavek. Die Freunde des Schager. Ueber die Bekehrung der monarchistischen Schager- Gruppe zum NüssenüntliseMitisnms macht das christlichsoziale „Neuigkeits-Welt-Blatt" interessante Angaben. Der politische NichtUUgswechsel der Führer der Schager- Gruppe sei dem erwähnten Blatte zufolge aus den. ehemaligen deutschradikalen Abgeordneten von Zttaim, Oskar Teufel, zurüchuiführen. Bezeichnend sei auch, daß der seinerzeit vielgenannte deutschradttale Abgeordnete Magister Hummer die politischen Leitartikel des Wochenblattes der Schager-Gruppe schreibt, das, urprünglich ein monarchistisches Organ, in letzter Zeit!>or allem durch seinen scharfen Kampf gegen die chriftlich- 'Pziäl-großdeutjche Regierung auffiel, der auch schon den S t a a 1 s a n w l t zum Einschreiten zwang. Ms Politischer Jnsormator , des Kreises werde auch der bekannte ehemalige Ehefredakteur der ^Grazer Tagespost" und Sekretär des JndustriellenbuUdes, Dr. Oskar Reichenauer, genannt. . Das Trifolium Hummer-Teusel- Reichena u e r regierte in den letzten Jahren der Monarchie den Staat. Der damalige MinisterpräftdeNt Dr. S e i d l e r erlag den Einslüftenmgen dieser Gesellschaft und machte eine Dummheit Nach der andern. Gegen Hummer, der mit Seidlerschem Geld ein Presseunternchmett, die „Hug", gründete, wurde nach dem UMstW tztne Parlaments r i s ch e U tt t e r s u chu Ng geführt, die Man jedoch im Sande verkaufen ließ, als Hümmer von der Politischen Arena verschwand. Er betätigte sich dann nur Mehr als Geschäftemacher Und nahm dem Staat das Monöpol für künstliches Mineralwasser ab, das er kurze Zeit später einer Aktiengesellschaft anhängte. Dr. Reichenau er, der feine Geschäfte unaufMiger betrieb, bildete nach dem Umsturz den Mittelpunkt einer großen Skandalaffäre, die vom Parlament untersucht wurde. Es handelte sich um Holzabst o ck u n g s v e r t r ä g e, bei denen der Staat auch zu schwerem Schaden gekommen ist. Die wirtschaftliche Stagnation ist an dem Trifolium Natürlich nicht spurlos vorübergegangen, die Konjunkturgeschäfte gehen nicht mehr und so hat sich das Konsortium Hummer-Teusel- Reichenauer auf das altbewährte Geschäft des Antisemitismus zurückgezogen, das in Oesterreich jederzeit seinen Alann ernährt hat. Jas SchSchtmeffrr »er „Relchrvost". Der Berfaffungsgevichtshof hat einem protestantifchen Schullehrer das Recht auf eine Leiterstelle zugesprochen, weil das bezügliche Verbot im Widerspruch zum Friedensvertrage steht. Dazu macht das Regierungsorgan, das immer für Schütz der Ehre und der Autorität kämpft, die folgende mit dem Pogrom gezierte Bemerkung: . ,Mstütz1 auf den Dlltatfried.n wie Shylok aus seinem Schein, machen sich die Austerlitz und Genossen daran, dem katholischen Volke Oesterreichs nit> b e nt Schachtmesser bis ans Herz zu schneiden. Zuerst den katholischen Kindern nichllaiholische Lchrer au'fMmgen, dann das Che-recht bolschetzvisieren, dann Punkt für Punkt das übrige Programm der Umstürzler. Aber noch ist nicht all-r Tage Abend. Das kathottsche Voll wird sein Recht, das ein Raturrecht ist, verteitdigen." Ir. Schumveier wieder Hoch'chulletzrer. Der resignierte Präsident der Biedermannbank, Prof, Dr. Josef Schumpeter, wurde als ordentlicher Professor der Staatswissenschaften an die Universität Bonn berufen und wird noch im Wintersemester seine Vorlesungen in Bonn aufnehmen. Dr. Schumpeter, der sich als VoKswiirtschaftler der Grazer Universität während der Kriegkzeit einen ziemlichen Namen gemacht halte, wuvde nach dem-Rücktritt Dr. S t e i n w e n d e r s vom Finanzamt von Dr. Renner als Kapazität auf dem Gebiete der Finanzwissenschaft der Nationalversammlung sehr angelegentlich empsohlen und zum Staatssekretär der Finanzen gewählt. Seine Hauptaufgabe war, die Vermögensabgabe vorzubereiten und dem W-'h^ung?verfall Einfalt zu gebieten. Seine Theorien, die sich vielfach an die der rcichsdeutschen JnslationStheoretiker anlehn len, blendeten, haben sich aber in der Praxis n>cht-'bewährt. Nach dem AnA'cheiden aus der Reg ernng gi"g Dr. S ch n m p e i e r deufclbeu Heg, den viele hoye Beamte des Finanz- 21 Oktober IW Sette L Lerttn, Hardentiergstr 2^ Il Direktfdtl: N. von BeneditÖ TreHpunkt äär Ffemdenwelt Berlins 5«Uhr-Tee * tzoüp t tttix fix * fcxqaijlib Küche Kapelle: 3caI«t-8yoü«Ü»v6, Milano st ' f’efher wiHiet* Htltrlotiät Chtulle Woebeir Ministeriums gegangen waren. Er wendete sich dem Bankwesen zu und wurde bald Präsident der in eine AktiengL'sellschast umgeiwandelten Biedermannbank. Nun kchrt Dr. Schumpeter von der Praxis wiederum zi».r Theorie zurück. Ile Ieutschnationaleu lehnen Lnkakao ab. . Verkitt. 26. Oktober. Golfs.) Der Parteivorstand unp vie Landesverbändsvorsißenden der d e u t s ch nationalen Bolkspartei ha'ben heute mit erdrückender Mehrheit folgende Entschließung angenommen: Bei Fortfuhrirna der von der deutschnationalen Reichstagsfraktion ergriffenen Initiative erklären der Parteivorstand und die Landesverbandsvovsitze»den der Deutsch- Nati-onalen Bolkspartei. das vorliegende Bertragsergebnis hott Locarno sei für die.Partei unannehmbar. Graf We sta tp kündigte hierauf an, daß er. die deutschnationale Reichstagsfrakiion für Sonntag nachmittags zu einer Sitzung einberusen werde, um nach diesem Beschluß über die erforderlichen Schritte zu beraten. Es wird also erst Sonntag die Entscheidung fallen. Wie das Nachrichtenbureau des Betban-des der deutschen Zeitungsverleger erfährt, liegt der Sinn des Beschlusses darin, daß die deutschnattonaleu Minister die Konseq-uenz ihres Austrittes aus dem Kabrnett werden ziehen müssen. Marsmenschen und MarrlanAe. Die Gefolgschaft Lowells, der sich mit seiner nicht uneB heblichen Autorität für die Existenz der Marsbewohner eingesetzt hätte, Äs er für die sogenannten Kairiile — oder gar Doppelkanäle — keine andere Erklärung fand, als daß sie Marsmenschenwerk seien, ist im Laüfe der Jahre unter den Angrifferi der astronomischen Kritik immer stärker abgebröclslt. Die nun nach' uird nach bekannt werdenden Ergebnisse der astronomischen Marsbeobachtung während der Erdnähe unseres Brnderplaneten im vergangenen Jahre scheinen ttün'äber wieder eine für die Marsbewohner günstigere Atmosphäre — auf der Erde geschaffen zu haben. Aus den Kreisen der angelsächsischen astronomischen Arbeit seien im Folgenden nach den Ausführungen des „Manchester Guardian" einige dieser promärsianischen Beobachtunzsergebnisse mitgeteilt. Die T e m p e r a t ü r d e 8 M a r s ist nicht so niedrig, wie viele Astronomen lnsher annahmen. Die radiometrischen Messungen von Dr. Coblentz und Mr. Lampland am Lowell-ObservatöriüM itt Arizona haben endgültig ergeben, daß die Durchschnittstemperatur der Marsobersläche zwischen 45 und 65 Grad Fahrenheit liegt, d. h. einem kühlen Tag bei klarem Wetter bei uns entspricht. Diese Messungsergebnisse sind durch die Forscher auf Mount Wilson bestätigt worden, damit aber auch der Satz Lowells: „Die klimatische Wärme auf den beiden Planeten (Erde und Mars) ist nicht sehr verschieden und liegt bei beiden bet weitem innerhalb der Möglichkeiten des Lebens." Auch bezüglich der A t m o s p h ä r e,d e s M a r s erfahren )ie bisher'gm Ansichten bedeutsame Korrekturen. Lowell hatte die Marsatmosphare Äs „über halb so dünn als die Erdenlnft auf dem Gipfel des Himalaya" eingeschätzt, wenn er ihre Zusammensetzung ähnlich dachte wie die der Erdluft; andere nahmen an, daß dem Mars jede Wolkenbildung lchle. Die Forschungen von E C. ' Sljpher vom Lowell-Observatorium und von Prof. Pickering haben nun aber ergeben, daß die Marsluft dichter und wolki-' ger ist Äs angenommen wurde. Schon bei der Opposition von 1920 hätte Slipher auf die „ungewohnten, ausgebreiteten und deutlich wolkenartigen Bildungen" hingewiesen, die auf der Marsoberfläche sichtbar wurden; und 1924 kam Pickering zum Schluß, daß die ganze Marssberstäche unter Nebel liege. Den Ausschlag in dieser Richtung geben nun aber die Marsphotographien von Dr. 2BV H. Wright vom Lick-Observatorium in Kalifornien. Er machte zahlreiche Ausnahmen durch Schirme, die nur bestimmte Farben durchlassen. Zuerst machte er eine Aufnahme im Blaulicht, dann im Infrarot. Die ersteren Aufnahmen ergeben einen um 120 Meilen längeren Marsradius als die infraroten. Nach Wright stellt die Blauaufnahme den Plansten mit, die Jnftarotaufnahme ohne d i e a t m o f p h ä r i f ch e H ü l l e dar. Diese Hülle würde demnach mindestens 120 Meilen dick sein. Auf Grund dieser Resultate richtet Prof. Pickeriug tu. [einem letzten „Report on Mars" an die Astronomen die Einladung, „ihre Ansichten bezüglich der Oberflächenverhältnisse dieses Planeten zu ändern und den Standpunkt zu beziehen, daß nicht nur seine Temperatur, sonder« auch sein atmosphärischer Druck den Verhältnissen auf Erden sehr nahe kommen." Mit der Temperaturmw der Atmosphäreschwierigkeit sind aber die beiden Haupthindernisse aus dem Weg geräumt, die der Anerkennung der Existenz der Marsianer entgegenstanden. Und Prof. Pickering, der bisher der Lowellschen Annahme skeptisch gegenüberstand, zögert nun nicht, die Existenz.von Marslebewesen — möglicherweise verstandesbegabter — anzunehmen. Was die „Kanale" betrifft, nimmt Prof. Pickering an, daß es sich um ausgedehnte Gebiete feuchten Grundes handle: „die Feuchtigkeit mag der Niederschlag von Nacht und Nebel sein längs deit Windzügen, die vom Pol her wehen." Immerhin: die Marsianer oder „Marsmenschen" sind uitd bleiben noch mehr als hypothetisch. Wabrschemlicher ist die Existenz öoit Marstieren oder tierähnlichm Wesen. Was aber die P f l a n z e n w e l t des Mars betrifft, so hat sich^Dr. Coblentz, der durch seine Radiometrie das Temperaturproblent gelöst

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