Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2395 (23.10.1925)
- Date
- 1925-10-23
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2979076-2981191-2981481--24432-3011976- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. SM_Wien, Freitag übrigen Aussagen der. langen Reihe von Heugen brachte keine etwas besonders Wichtiges." Am Tchluß d«S/gestrigen. neunten. Verhandlungstages, machte YerMigetEr. Löweit.ft«t'it die Mitteilung, es habe stch bei ihm die Frau eines Obersten im Generalslab namenS Hanu8z gemeldet, die erklärte, sie hätte zusauünen mit nhrern Mann, ihrem Sohn und einem der , Familie befreundeten Arzt gesehen, daß Me Bvmbe dom zweiten Stock des Hauses, wo stch das Case . de la Palx befindet, geschleudert 'wurde. Frau'Hanusz habe bisher über diese ihre Wahrnehmung denBehörden nichts gemeldet, jetzt jedoch habe, sie Dr. Löwenstein mitgeteilt, ihr Gewissen zwinge - sie dqz^ sich bei Gericht zu melden. Dr. Löwenstein beantragte die Vorladung dieser Zeugin. Das Gericht wird später, darüber Beschluß fasten. Auch derheutige zehnte Verhandlungstag brachte wegen der Methoden der Voruntersuchung, auf die die Verteidigung bei der Einvernahme der Zeugen immer wieder Hinweisen muß, abermals scharfe gusuMmenst-ße zwischen der Verteidigung und dem Borfitzenden. Den Anlaß bot'diesmal das Verhör des Zeugen Samuel Katz. Diesem hielt der Vorsitzende vor, daß seine Aussage vor Gericht mit seinen Angaben vor dem Untersuchungsrichter .die S t e i g e r st a r k b e l a st e t hatten, im Widerspruch stehe. Darauf erklärte Zeuge Katz, seine früheren Aussagen seien unter dem Terror des Schriftführers Piotrowski zustande gekommen. Auch dieser Zeuge macht, wie schon früher mehrere andere Zeugen, eine Angabe, welche die GlaubwürdsWit der Kronzeugin Pasternak sehr fragwürdig erscheinen laßt. Katz, der bei der auf Verlangen der Pasternak erfolgten Verhaftung Steigers anwesend war und auch bei der Polizei einvernommen wurde, gibt an, , daß die ersten Angaben der. -Pasternak gelautet hätten, es scheine.ihr, daß Steiger der Attentäter, sei. Somit wäre die Pasternak erst später zu der Gewißheit gelangt, daß Steiger die Bombe ^geworfen habe. Am Schluß der heutigen Verhandlung gaben dieSachverständigen für Explosivstoffe -ihr Gutachten über die Bombe ab/ die am 6. September 1824 gegen; den Wagen des - Staatspräsidenten geschleudert wurde. Das.Gutachten besagt, daß die Bombe mit drei Explosivstoffen gefüllt war; ihre Explosivkraft hätte im Falle/des Gelingens des Attentats alles im Umkreis v o'n'ia ch t b i s zehn Meter, im gegebenen Falle den Wägen des Präsidenten und die Pferde, vernichten sowie alle im gesamten Umkreis befindlichen Personen tö.'t en oder mindestens schwer verwunden können. J •. Ueber die Herkunft des Explosivmaterials, das zur Herstellung der.. Bombe gedient hat,; sagten die Sachverständigen ans, daß die Sprengstoffe entweder russischer oder österreichischer Provenienz seien. Diese Feststellung der Sachverständigen ist von großer Bedeutung,, da die Staatsanwaltschaft in der Anklageschrift den Fund zweier Handgranaten in einer Dachbodenkammexdes von der Familie Steiger bewohnten - Miethauses qjs Indizium gegen Stanislaus Steiger verwendet. In der Anklageschrift wird darauf hingewiesen, Wiener Moraen-eltung n. —Schlanke graziöse Figur odve Aenderung der Lebensweise! WAL D H B I M - A P OTU E K E Wien, I, Hlmmelpfortgasse Nr, 14/4 8KLÄ5 1121 **** —.— -.—Lamberrf / M mdien / rr«d / Zagreb daß die Füllung der Handgranaten gleicher Provenienz sei wie die Füllung der beim Attentat verwendeten Bombe, und zwar sei die Füllung der Handgranaten ein aus Deutschland stammender Sprengstoff. Da nun vor Gericht durch Sachverständige festgestcllt wurde, daß die Bombe, mit der das Attentat verübt wurde, mit einem russischen oder österreichischen Sprengstöff gefüllt war, ist das von der Anklage verwendete indirekte Beweismittel gegen Steiger hinfällig' geworden. Nach der Erstattung des Gutachtens der Sprengstoffsachverständigen stellte die Verteidigung im Zusammenhang mit der Ol fchanski-Affäre neuerlich eine Reihe von ergänzenden Beweisa n t r ä g e n, die sich insbesondere auf die B o r l a d n n g neuer Zeugen beziehen, welche die Beteiligung Olschanskis am Attentat bestätigen sollen. Der Vorsitzende erklärte, daß das Gericht über diese Anträge später Beschluß fasten werde und schloß die heutige Verhandlung. Es wird damit gerechnet, daß das Gericht den diesmal gestellten Anträgen der Verteidigung Rechnung tragen wird; daraus würde sich die Notwendigkeit ergeben, die Prozetzverhandlungen für einige Tage zu unterbrechen. Mexiko gegen die Aarlönder. Dar Kampf mm das Petroleum. London, 22. Oktober. (Tel.-Kowp.) Wie aus Mexiko gemeldet wird, hat der Senat in erster Lesung das sogenannte Calles-Gesetz angenommen, durch das der Artikel 7 >der Verfassung zur Anwendung gelangt. Danach müssen alle Ausländer, die in Mexiko Grundbesitzen, binnen drei Jahren ihren Grundbesitz verkaufen oder sich in Mexiko naturalisieren lasten. Man befürchtet, daß 'die ausländi schon Petroleumgesellschaften, gegen die sich das Gesetz hauptsächlich richtet, ihre Interessen durch ihre Regierungen werden waihrnehmen lassen, und daß es zu einer amerikän i sch-engl i scheu Intervention in Mexiko'"kommen^ wird. Letzte Kurie. New-Nork, 22. Oktober. (Tel.-Komp.) Berlin 23.80, London Kabel 4.84 '/*. London Scheck 4.801/,*, Amsterdam 49.19, Paris 4.33, Brüstet 4.57. Rom 39.62. Madrid 40D. Zürich 19.27, Stockholm 26 76. Oslo 20.29 Kopenhagen 24.54. Wien 14V,«. Budapest 14V,. Prag 296V«, Belgrad 176V„ Athen 1.34V,. Buenos Aires 41V, Rio de Janeiro 15.16 Bukarest 48V, New-Bork,22 Oktober <Tel.-Komp.) Weizen rot Winter 1601/, Weizen hart Winter MV,. Mais 98»/, Hafer 45'/,. Roggen 86»/,. - 1 Ehikago. 22. Oktober. <Tel.-Komp.) Weizen per Dezember 141V,. Mai 139V, Juli 123; Mais per Dezember 71%, Mai 787„ Juli 80.—; Hafer per Dezember 39V,. Mai 423,, Ju l —Novaen ver Dezember 79»/, Mat 84V, Juli — 23. Oktober 1928 Seit« « Reue Hatenlkeuzexzeste m Berlin. Bankdirektor Markus schwer vevleht. < Berlin, . 22. Oktober. (I. T. A.) Nachdem sich die Hakenkreuzler im Westen; Berlins als Holge der semerzeitigen strengen Verordnung des Polizeipräsidmms eine Zeitlang „Reserve" auferlegt hatten, haben sie jetzt, vor den Berliner G e m e i n d eratswäh l e n, ihr skandalöses Treiben wieder aufgenommen. Am 20. d., abends, zogen etwa 30 bis 40 junge Leute unter Vorantragung einer weißen Fahne mit dem Hakenkreuz durch die Hardenbergstraße, wo sie P a s s a n t e n, die ihnen entgegenkamen, verhöhnten. Vor dem Hause Hardenbergstraße 14 tief einer der Passanten, der 03 Jahre alte Bankdirektor Geor^ Markus aus der Uhlandstraße, den jungen Leuten „Pfui" zu. Die Hakenkreuzler stürzten sich auf den alten Mann, drückten ihn gegen ein Gartengitter und verletzten ihn durch Schläge mit Gummiknüppeln sch.to e r. Der Verletzte wurde von Polizeibeamten nach seiner Wohnung gebracht. Die Täter entflohen und konnten bisher nicht festgeftellt.werden. Aber Stahlhelm schnorrt bei Juden. Dem Sozialdemokratischen Pressedienst wird aus. dem Ruhrgebiet geschrieben: Die deutschnationale Partei, die deutsche Volkspartei und die Stahlhelm-und Jungdo-Gefolgschaft haben in Gelsenkirchen unter , dem Titel „Deutsche?ßoft" ein neues Parteiorgan gegründet, welches sich nicht halten kann und sogar schon einmal-sein Erscheinen unterbrechen mußte. Es fehlten Abonnenten und vor allen Dingen I n s e x at e. Nunmehr hat eine große Anzahl jüdischer Firmen in Geksenkirchen den' folgenden Brief erhallen: „Deutschnationale Volkspartei. / Kreisverein Gelsenkirchen. Wir haben unsere Mitglieder verpflichtet, möglichst nur bei den Firmen zu kaufen, die in der . „Deutschen Post" inserieren. Unserer Ansicht nach würde es Ihren Interessen nur dienen, wenn Sie'bei Ihren Jseratenanfträgen lausend die „Deutsche Post" unsere Zeitung, berücksichtigen würden. Mit vorzüglicher- Hochachtung!' Deutschnationale Vottspartei, Gelsenkirchen. Gez. Wesel, 1. Vorsitzender." Der Sozialdemokratische Pressedienst schließt: ,Do bewährt sich auch in Gelsenkirchen -das Wort: Ein echter deutscher Mann kann keinen Juden leiden, doch seine GcV, der nimmt er gern!" Ste drutschrwtkoaalru Wühlereien. Gegen Locarno bis zum nächste« Umsall. Berlin, 22. Oktober. (Wolfs.) Im auswärtigen Aub. schuß des Reichstages Mr.de von der d e u t is ch n a t i onalen Reichstagssraktion folgender Beschluß bekanntgegeben: Die deutschnationale Reichstagsfraktion vermag in dem Ergebnis der Verhandlungen von Locarno n i ch t die Erfüllung der Forderungen zu sehen, die den Lebensnotwendigkeiten des deutschen Volkes gerecht werden. Die Fraktion vermißt außerdem die Erfüllung der Voraussetzung für einen Vertragsabschluß sowie die Ge g e ul e istun ge -n der änderen beteiligten Mächte, die den Deutschland.-angesonnenen Opfern entsprächen. Angesichts dieses Ergebnisses erklärt die Fraktion schon Md man erfuhr, daß dieser oder' jener Vater seinen Schwiegersohn sozusagen um schweres Geld in Hamburg gekauft habe, so daß-die Tochter von.'ihrem Gemahl nichts wußte, bevor der Hochzeitstag festgesetzt war. Natürlich galt dies msiste-ns von den -weniger anziehenden Mädchen. Aber gerade -ba‘§ ist es, tvas mich bei den Juden so ver-. bluffte: Sellbft in einem Fall, wo ein etwas erwachsenes Mädchen mit einem „gekauften" Ehemann erschien, ibies H sich, daß sie gänz fabelhaft glücklich wurde. r«: Daß-ich später als völlig Erwachsene die größere Hälfte meines Amganges und meiner'Freunde unter den hochbegabten, hochgebildeten, hochinteressanten Kopienhagener Juden suchte, brauche ich Wohl kaum zu sagen. Hier -lernte ich die Juden von einer neuen, bischer nicht von mir beachteten Seite kennen: von der ihrer Mildtätigkeit/ ihrer schnellen Art, zu geben und zu ihelftn. Es begab sich, daß ein Künstler (Nichtjude, ein Freund von uns) geisteskrank wurde. Er hatte nie zu denhervorragenden Künstlern gehört, und seine Krankheit ivar 'wahrscheinlich die Folge harter Entbehrungen, um nicht glattweg zu sagen: Er war verhungert. Der Arzt gab keine Hoffnung ans Genesung, er könne wohl noch ein paar Jahre leben, aber nur, um auf die letzte Stufe der Geistesumnachtung, tiefer als ein Tier, hinabzusinken. Es blietbe nichts, übrig, als 'daß seine Frau bei ihm Wiebe, sein Los zu teilen. Wo das -Geld -hernehmen? Wir jungen Künstler "hatten kein Geld. Doch fingen .'wir an, zu sammeln.'Bon jedem wurde eine bestimmte Summe verlangt, Ml genüg zusammenzuraffen. Wir fertigten eine' .Liste aller unserer wohl'situierten Freunde an und schrichen an sie. Auf jeden Brief, der an einen Indens gerichtet «war,. erfolgte prompte Antwor t, dazu Geld und' liebe, gute Wünsche für den Kranken sowie Worte des Miklei-ds für ftim Frau. Die Nichtjuden schickten entweder kein Geld oder, -wenn sie es schickten, ließen sie es uns als eine ihnen zugesügte Geleiidigung empfinden, sie angepümpt zu haben. Ich kannte ein junges Mädchen, das ganz verloren und verlassen in der Welt dtzswnd. Sie hatte ein- Ki-nd gekommen, -der Mann hatte das Weite gesucht, nachdem er sie um ihre paar Ersparnisse gebracht. Sie wurde schwerkrank, hatte Schulden, und ihre Gläubiger Reim Süden. Bon Karin Michaelis. Jeder ^Mensch ist das Produkt seiner Vorfahren — ^die Linsten Arsprungfasern s-ei-nes Wesens reichen weiter zurück, als irgendein adeliger Stammbaum angeigen kann. ^Mütterlicherseitsstamme -ich. von einem Major von Schmidten ' ob/. der 1748 aus Bayern nach Dänemark 'sinwüMrte/ .'PÄeÄichevsertS. halbe' -. ich ausMeßlich jütlaMsche Psirrrer' und Bauern als Vorfahren auMweiisen. Soweit festznstellen, itst unsere Familiie jedes Mischen Anschlages bqr, obwohl die ' Vorfahren mütterlicherseits schwarzäugig, ^dunkelhaarig und olivensarbig waren. Vergebens -habe, ich gegrüibelt, gefragt, geforscht, um auf jeden Fall ieitiß Tropfen jüdischen Blutes hevauszusinderr, die es mir erklärlich , machen könnten., daß seit meiner frühesten Kindheit, die' Mische Rasse so weit anziehender auf mich wirkte als' die - nordisch blonde. Jedoch als ich mich später durch , Augenschein davon überzeugte, daß viele bayrische Männer ui^d '.Frauen, ohne doch semitischer Abstammung zu sein, diesellben Züge und Eigenschaften wie meine schöne Mutter besitzen, mußte ich mich, damit zusriieiden geben, reiner Nicht-?Füde zu sein. Doch käme der Tag, der mich vom Gegenteil .belehrte, der mlir den Beweis «davon -erbrächje/ daß' äjUch nur ein winziges Bißchen SemiteMut in meinen Ader« streßt, so würde ich mich so stolz fühlen wie der Knappe, der den.Ritterschlag empfangen. Ich «bin in einer'stillen, ÄtmodMen, an einem jütländischen'Fjord gelegenen Stadt gebovem Dort bin. ich auch ausgewachsen. Meist« Vaterstadt'«hatte die Ehre, in Dänemark — nach Kopenhagen , -runter ihrer Bevölkerung die meisten Juden aus-uweisen. Ränders «war eine reiche Stadt, doch i>m Stillstand,'btzgtissen. Nicht reich durch Handel und Spekulationen oder'.durch Wucher. Im Gegenteil, alle reichen Leute dort-' .waren äußerlich und. innerlich eigentlich Bauern,, /.schwere, staäessende, / dickbäuchige, plump- HreiteMe?Männer mit Keinen, dicken Frauen, die Kinder gebärteü und aufpaßten/ daß die Dienstboten nicht Krümln ngerjep, Das Leben in einer Kl-ein,stadt von unge-fähr zwanzigtausend Einwohnern führt leicht zur Enthüllung von Intimitäten. Jeder weiß alles vom anderen. Nun ist. es gut '- möglich, daß ich zu Hause weniger Klatschgeschichten hörte, als sonst vielleicht üblich, aber etwas erfährt man doch hie und da, und -kleine Kruken, halben ja immer sehr -lauge Ohren. «Seit «ich zum Bewußtsein meiner Existenz kam, sagen wir, seit meinem vierten Lebensjahre, bis ich als Zwanzigjährige meine Batevstadt endgültig verließ, um nur für kurze Ferien zurückzukchven, habe ich nie eine u-nvorteilhafte Bemerkung über die vielen Hunderte «der damals dort lebenden Juden vernommenn oder von einer uuvorteTha-ften Handlung emes devseillben gehört. Es spricht Bände —. da man doch, wie gesagt, jetde Kleinigkeit von ,-hinter den Mauern" seiner Mitmenschen wußte. Tatsache ist, daß inan nie einen Juden betrunken sah. Größeres Gewicht lege -ich darauf, daß sich nie einer meiner Juden, so -wenig Mud als Evwachsener, je einer Tierquälerei schuldig machte. Und -dies -in einer Stadt, -wo unter aniderem mehr als zwölf jüdtsche Pferdehändler-und mehrere Mische Schlächter lebten. Den Dienstboten von damals ging es nicht allzu gut. Sie kamen mir immer vor wie eine Art moderner Sklaven, denen gegenüber alles erlaubt war, und die nie wi-dersprechm dursten. Jüdische Mädchen gingen ni-e in Dienst, also hatten die Juden auch immer christliche Dienst- «boten. Immer hörte ich, wie gesucht die. Stellungen bei Juden''wären wegen der guten Behandlung und Verpflegung, wegen der Höflichkeit seitens der Kinder und Erwachsenen und wegen der größeren Freiheit, die sie dort genössen. Der Ton war liebemiwürdigxr, natürlicher, die 'Han'ssrauen weniger kleinlich. Und was nun den Handel betrP — es 'waren damals recht wenig jüdische Geschäfte in meiner Vaterstadt, aber diese wenigen hatten alle einen .guten Ruf ihrer anständigen Maren und mäßigen Preise .wegen. Das Leben in jenen. Zeiten lvar sehr einfach, obwohl Essen eine gewisse und auch größere Rolle spielte als jetzt. Aber trotzdem man wußte, daß die Juden verhältnismäßig wchl-habend seien, so hörte man nie von Uebermaß im Genuß oder, prahlerischem Benehmen. Das Familienleben meiner.Ju«den war über jeden Tadel -erhaben. Zwar | heirateten die jungen Jüdinnen oft nicht nach ihren Helfen