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Wiener Morgenzeitung · 1925-10-22 · Heft 2394 (22.10.1925) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2394 (22.10.1925)
Date
1925-10-22
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 SBfen, DömreMlS Wiener Morgerrzeitrms Mchei»chkMchkr Partettas derSftrrreWfchen zionistrn. Nachstehend veröffentlichen wir die Ergebnisse der Neuwahlen in die Kommissionen der Fonds, in das Parteigericht sowie in die als neue Institution bestellte Finanzkvntroll- und Ersparungskommisiion. Keren - Hajessod - Kommission: Präsident: Oberrabiner Dr. H. P. Chajes. — Vizepräsidenten: Ludwig Bato, Direktor S. Epler, Dr. Josef Löwenherz. — Mitglieder: Dr. Otto Abeles, Markus Bartjeld, Direktor Josef Boxenbaum, Dr. Leonhard Eckstein, Dr. N. Eisler, Paul Földes, Dr. N. M. Gelber, Sarah holpern, Dr. Bertold Hirschl, Jul. Katz, Bezirksrat M. Kohn, Frau Sophie Löwenherz, Ing. M. Mühlbauer, Dr. Gustav Morgenstern (Linz), Pinkas Mayer, Dr. Karl Pollak, Franko Rittermann, Meier Schreier, Leopold Zitzmann, Dr. Michael Steinberg, Rebekka Weiner, Gereon Wittlin, Michael Zipper. Keren - Kajemeth - Kommission: Präsident: Adolf Böhm. — Mitglieder: Hofrat Doktor Siegmund Fuchs, Kasiel Glasberg, Dr. Leo Goldhammer, Zlias Grünschlag (Graz), Ing. Artur Hochstädter, Artur Holzer, Direktor Moses Schwager, Josef Singer, Meschulem Schechter, Dr. Chaim Tartakower, Löbl Taubes, Frau Helene Tartakower, Med. Chanina Verständig, Siegmund Wechsberg, Oberrechnungsrat Moses Weiner, Saul Weinreb, Frau Rosa Weinstock. Parteigericht: Obmann: Dr. Emil Krasny. — Parteianwalt: Dr. Wolf Herzberg. — Schiedsrichter: Dr. Max Bernhardt. — Mitglieder: Meier Henisch, Dr. Simon Holdengräber, Dr. Dagobert Rhbaczewski, Dr. Ernst Schubert, Ichaje Horowitz, Dr. David Taubes. — Ersatzmitglieder: Tr. Artur Jmmerglück, Dr.- N. Brauchbar, Dr. Hermann Ebner. Bücher - Revisoren: Prot. Salo Schmerler, Joachim Rubin. Schekel - Kommissar: Max Schifsmann. Finanz-, Kontroll- und Ersparungskommission. Oskar Goldschmied, Julius Katz, Emil Heinrich Rimhäuser. __ Am Jüdischen AtioualfoM. lieber eine Biertelrnilliorr Pfund Sterling im abgelaufenen Jahre. Jerusalem, 16. Oktober. Die Gesamteinnahmen des steren Kajemeth l'Israel im Jahre 5685 (1. Oktober 1924 bis 30. September 1986) stellen .einen Rekord dar. Wenn auch der genaue Abschluß noch nicht vorliegt, steht jetzt schon fest, daß die Einnahmen über 260.000 Pfund betragen. Zum Vergleich sei angeführt, daß die Einnahmen des Keren Kajemeth l'Israel im Jahre- 5663 114.000 Pfund und im Jahre 5684 167.000 Pfund betrugen. Frau Dr. Buchmil nach Wien delegiert. Aus Jerusalem wird uns geschrieben: Frau Doktor Buchmil, in weiten Kreisen bekannt durch ihre erfolgreiche Propaganda für die Welthilsskonserenz und den Keren Hajessvd, ist in dieser Woche von Jerusalem nach Wien abgereift, wo sie die Propaganda für den Keren Kajemeth l'Israel aufnehmen, wirb. - Erntespenden der palästinensischen Kolonien. Aus Jerusalem wird uns geschrieben: Die Kwuzoth in M e r ch a w i a und Ginegar (im Emek Jesreel) spendenien zugunsten des Keren Kajemeth ein Prozent vom Ernteettrag der 2000 Dunam, die sie vom Dorfe Kuefes gepachtet und gemeinsam bearbeitet hatten. Nach Beendigung der Erntearbeiten entfielen auf den Keren Kajemeth l'Israel 10 Pfund Sterling. Die Kwuzoth Machanajim und Ajeleth Hasch a ch a r spendeten am 20. Tamus einen Teil ihrer Produktion in der Erntezeit. Die Kwuzah Machanajim schickte nach Saifed 10 Rottel (30 Kilogramm) Honig, 5 Kilogramm Butter, 30 Kilogramm Trauben, Tomaten und Zwiebeln. Der Keren-Kajemeth-I'Jsrael-Ausschuß in Safed verkaufte die Tomaten den Spendern. Die Kwuzah Alejeth Haschachar brachte 60 Liter Milch nach Safed und verkaufte sie ihren Kunden zugunsten des Keren Kajemeth. In der Kolonie Jawneel spendeten die Bauern zugunsten des Keren Kajemeth l'Israel einen Teil ihres T a b a k e r t r a g e s. Die Einnahmen betrugen 11 Pfund. Die Bauerngenosienschast von Untergaliläa in Jarvneel spendete von ihrem diesjährigen Gewinne 9 Pfund dem Keren Kajemeth. Die Kwuzah Ajn Charod spendete den Ertrag einer bestimmten Fläche (zirka 10 Maß Weizen) dem Keren Kajemeth. Auf der Herzl-Gedenkfeier, die am 20, Tamus im Moschaw Tel Adas auf Keren-KvjemeH-l'Jsrael-Boden im Emek Jesreel veranstaltet wurde, hqt man folgende Beschlüsse gefaßt: 1. Jedes Mitglied des Moschaw spendet dem Keren Kajemeth ein Blech Weizen. 2. Jedes Mitglied führt 1 Prozent des in der Tenne befindlichen Getreides dem Keren Kajemeth als Erntetagjpendezu. _ ’ * Hechaluz, Oesterr. Landesverband. Der österreichHiche -vecholuz rchich! um -lii-fnabme Kinder MinMing:?lm Somslaift den 24. r>. um II Uhr.vormittags findet im Cafe AÄaden, 1. Vez., UnivevsitäiGraßc 3, eine Versammlung aller t« Men anwesenden hebräischen Lehrer uuid Lehrerinnen statt. imwiiiiiimiiiiiiniiiiiiitiiiiiiiiiiitiMumiitiiiimiHiiHHuitHtiiifHmiii ZUM SIBIRISCHEN ZOBEL Wien, VI. 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Wir sehen die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Verhältnisse In Frankreich, England, Russland, Amerika usw. während des Weltkrieges. Ein Kuliurdokumeni erster Ordnung! Das bedeutendste und geistigste Buch in der ganzen Kriegt- und Nachkriegs - Memoiren - Lit Statur l uiu« v löwir, wen i. R o t e n t u r m s t r a s s e 22 F 1 e i s c h m a r k t 1 ».mm m m.m .. ... in».»■■«■■■, «.« a».. Sit NcseliwD d« Lehmftue ln PMMm. Jerusalem, 20. £Mw. In den letzten Monaten fanden ständig Unterhandlungen zwischen Kolonel Kisch als Vertreter der zionistischen PalÄstinaexekutive und Vertretern der Leh rerscha ft an den dem Waad Ha chin u ch unterstehenden Anstalten statt. Da der Kongreß entschieden hat, daß die Exekutive nicht allein verantwortlich ist ftir >da8 gesamte El* ziehungSbudget, zu dem der Keren Haftsiod 70.000 bis 74.000 Pfund Sterling beisteuern «muß, waren Verhandlungen notwendig, um die W i e d e r e r ö f f n u n g d e r Schulen sicheyzujftellen. Es stand die Frage mr Debatte, ivolche Körperschaft die Vevantwovtung tragen soll für denjenigen Teil des Budgets, dar durch die Schulgelder und die «Subventionen der lokalen Behörden gedeckt werden soll. Koloiwl Kisch, das einzige jetzt hier weilende Mitglied der Exelkutive, hatte die in Palästina wohnenden Mitglieder des Aktionskomitees zur Lösung dieser wichtigen Frage zugezogeu. Es wurde allgemein anerkannt, daß es nur recht und billig sei, wenn die Lchvor eine kompetente Stelle fordern, die für ihre Gehälter aufzukommen hat. In Uebcreinstimmung mit den Aktionskomiteemitgliederii wurde seitensderExokutiveden Lehrern fo'lgend- Erklärnng aibgegeben: „Die Exekutive anerkennt, daß sie mit ihrer Forderung »der Wiederaufnahme der Arbeit die Verantwortung übernimmt, so lauge für die Lehrergehälter aufzukommen, bis andere kompetente Stellen die Verantwortung für das Erzichnngsbudget übernehmen und die Existenz des hebräischen Schuliweökes in Palästina und sein Budget gesichert ist." Zum Ztvecke einer eingehenderen Diskussion über die finanzielle Seite der Sache hat am 12. d. eine Sitzung in Tel- Awiw stattgesundeu, an der Mitglieder deSWaad Leumi, der Stadträte, der Tel-Awilver Gemeindeverwaltung und der Komitees von Petach Titwah, Rechowoth, Rischon-le-Zion und anderer kleiner Kolonien teilnahmon. Zusammen mit der Exekutive wird ein Komitee von drsi Aktionskomitee-^ Mitgliedern außerordentliche Schritte ergreifen, um die öffentliche Meinung dazu zu bewegen, die allgemeine Verantwortlichkeit der Gemeinden für das Mische ErzichungS- 'Werk 'durchzuführen. _ Sie Mische RaHmaMllotzek. «Aus Jerusalem wird uns geschrieben: Die Jüdische Nationalbibliothek «chiÄt soeben eine Sendung von 77 Kisten, enthaltend mehrere Dausende von Banden, 'welche im Lause der letzten -Jahre unter Leitung von Professor Loewe von der Gesellschaft der Freunde der Hebräischen Universität in Bedin gesammelt worden sind. Die Ändung enthält Stiftungen und Nachlässe, so unter anderem die vom Geheimen Medizinalrat Doktor Leopold Landau hintevlassenen «medizinischen Werke, die kunsthistorische Sammlung auf den Namen Dr. Erich Mich a l o w s k h, die von den Herren Salomon Rosen- 'Aloom (Pittsburgh), Simon Strauß (Kasiel), Heppner (Bevlin) u. a. geistifteten Werke. Ebenso enchalt die Sendung die von der jüdischen Gomeinde Berlin gestifteten Duplikate. Durch die Sammlung sind insbesondere die biblische, orientaltzstische und kunsthistovische Abteilung «der Bibliothek sehr bereichert wovdein. Eine BÜchevspende des Botschafters Ostar Straus. Der frühere amerikanische Botschafter in Konstantinopel, Oskar S. Straus, der im vergangenen Jahve Palästina 'besucht ^hat, hat der Jüdis^chen Mtionall- und Un'iversrtätsbMothek einen großen Deill seiner Privat-- b ibl iotheik zum Goschenk gemacht. Die erste angelangte Sendung umfaßt 5 5 0 B ä n d e, saft ausschließlich Standard WoM aus dem «Gebiete der Geschichte und int«»- nati onalon Rechtes. Plumer in der LuNich. Die Besuche des Oberkommisiärs. Aus Jerusalem wird uns geschrieben: Feldmavschah Lord Plumer und seine Gemahlin statteten ^während der Sukkothseiertage den Wischen Gemeinden einen Besuch ab. In der Sukkah der bucharischen Gemeinde wurden sie vom Oberrabbiner Jakob M e i r empfangen. Der High Commisiioner sprach die Hoffnung aus, daß es ihm vergönnt sein werde, gleich seinem Vorgänger zur Entwicklung und zum Wohlstand Palä-. sti nas beizutragen und daß er, der als ein Fremder ms Land gekommen ist, es als «in Freund des Volkes verlassen werde. Mehr privater Natur war der Besuch in der Sukkah des Rabbi K u k, wo die ExzelleNM mit einigen höheren Regierungsbeamten, unter ihnen dem Gouverneur von Jerusalem, eine Stunde in allgemeinen Gesprächen verbrachten. Kolonel Kisch tvar als Vertteter der Palästinaexekutive bei beiden Besuchen zugegen. Lock und Lady Plumer legen viel gfnteveffe für das jüdische Leben an den Tag. Sie haben eine ganze Reihe jüdischer Institutionen in Jeruselm besucht; die Kolo« nien will der High Commisiioner erst bsstchtigen, wenn er alle Städte kennen gelernt hat. Professor Caftsglioni in Palästtna. Der Medizinprofeffor der Universität in Padua, Ar« turo Castiglione, Chefarzt des Lloyd Triestino, -- suchte kürzlich Palästina. In Begleitung des "Herrn N a am a n i vom politischen Departement der Palästina«^ kutive besuchte Prvsesior Castiglione die Institutionen des H a d a s s a h und der Kupath-Cholim. Insbesondere machte die Schwesternschule der Hadasiah einen guten Eindruck aus

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