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Wiener Morgenzeitung · 1925-10-21 · Heft 2393 (21.10.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2393 (21.10.1925)
Date
1925-10-21
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. SM Wen, Miti-w-och Wiener Morgenzellung 21. Oktober IM GckeS Hm redaktionellen Teile enthaltene entgeltliche Mitteilungen sind durch ein vorangesetzteS E gekennzeichnet. Wien. 21. Oktobei. * Die Wochenkarten gelten auch auf der Stadtbahn! Die iteuen Preise Kr die Wochenkarten werden - erst - am Montag* wirksam. Me Wochenkarten, die Kr die laufende Woche gekauft worden sind, gelten otac jede Aufzahlung auch Kr die Gürtellinie der Wiener elektrischen Stadtbahn. * Das Wetter. Gestern „herrschte heiteres, kaltes Wetter. Die Voraussage meldet vorübergehende Tm-peratnrzunahme. * Kunstauktion C. I. Wawra. Heute Mittwoch und die darauffolgenden Tage ab 8 Uhr nachmittags findet bei C. I. Wawra. 8. Bez.» Lothringevstraße 11, die Versteigerung der Sammlung Elisabeth (Baronin) Erterde, Wien, und Privatbesitz sowie des Nachlasses eines bekannten Wiener Sammlers statt. * Keren Kaj-meth (Jüdischer Nationalsonds). Samstag den 84. d. um 7 Uhr abends findet die erste Sitzung der neu- «lten Landeskommisston des Keren Kajemech statt. Tanung: Budget Kr das Jahr 5686. Kontingent Kr das neue Jahr. * Wer bat 100 Millionen Kronen gewonnen'? Am 1. Juli war die Ziehung der Prioritätsobligatrorlen -weiter Emission der WasserkraftwerkeakliengejeNschaft. Der Treffer von 100 Millionen Kronen fiel auf Nummer 36.522, Serie 18®. Obwohl die Zeitungen diese Nummer mitteilten, hat sich der Gewinner bis heute-noch nicht gemeldet. Bei Vorweisung der gezogenen Obligation wird der Treffer an-der Kasse der WasserrraftwerkeaktiengefeUchaft in Wien, 1. Bez., Mvebstraße 18, auöbezahlt. , * Freie Arztstelle. Int Krankenhaus der Stadt Wien in Larnz wird am 1. Dezember die Stelle eitles Assistenzarztes an dem Institut, Kr phWalische Therapie besetzt. Gesuche um diese Stelle sind mit den PerfonaldoLnmenten und Pevwendungsgeugnissen bis spätestens 1ü. November an die Kanzlei der BeÄvaltünasgnlPpe Kr Personalaugelegetcheiten un Neuem Wiener Rathaus zu senden Die Gesuche müssen außer dem Cinschilling-Bundesstempel noch zwei städtische Kanzleilaxmarken von je 60 Groschen aufweisen. * Selbstmord eines Wehrmannes. Gestern vormittags landen Leute am Ufer des Wienerberger Zsegelteiches nächst rem Linienamt auf der Triestevstroße die Kleider eines Wehrmannes. Schließlich tonnte die Feuerwehr auch tatsächlich den Jc&Ideu Körper eines Mannes bergen. Der Tote wurde als der Mährige Wchvmanri des Radsahrbataillons Nr. 2, Franz W« ring er, erkannt. Er hat ans bisher unbekannter Ursache Selbstmord begangen. Die Bande Bähm-Salgo. Die Mitglieder einer internationalen Scheckdtebsbandc, deren Anführer Bö bin und Salgo, wie berichtet, jüngsten Budapest nach Selvstellung m Haft genonrmen wurden, hatten noch emen Komplicen, der bei omem Scheckdiebstahl, durch den dre Innsbrucker Filiale einer > hiesigen Großbank zu Schaden gekommen war, die Hauptrolle - spielte. Er ist der 20jährige angebliche Kaufmann Krizanovtch. Er wurde nun in Preßbnrg verhaftet.. * Anslageneinbruch. In der Nacht zuin 18. d. haben nnbokannte Tater die Auslage der Bekleidungs-A.-G., 2. Bez., Tabvrstratze 4, erbrochen und daraus etwa 100 Meter ver- Aledenfarbtgen englischen Stoffes im Werte von 6000 Schilling gestohlen. * Tod wegen einer unterlass men Reparatur. Vorgestern wnvde die 19jährige Hilfsarbeiterin Johanna Bock von ihren Angchörigen tot aufgefusiden. Der Wandhahn des Gaskochers stand offen. Selbstmord ist nicht anzunehme'n. dagegen liegt mn Unfall vor, der sich durch den schlecht schließenden. Gashahn ereignet hat. Der Defekt war den Familienmitgliedern bekannt, doch wurde eine Reparatur nicht ourchgeführt. * Rabbiner Samuel Klein gestorben. Wie die „Jüdische Volkszettung" in Bratislava mitteilt, ist der Oberrabbiner von necovce ln der Slowakei, Samuel Klein, Sproß einer Men RMineyamilie, an den Folgen einer Operation (40j8hrig) gestorben. Rabbiner Klein ivar in der Misrachiheweguna rege tätig. * Der Prozeß Dr. R»rppins gegen den „Doar Hajom". Am 26. >d. soll ln Jerusalem der Prozeß Dr. R'.' ' ' - den „Doar Hajom" ftattfinbeu. nppms gegen!it Eine Tochter Louis Brandeis' Advokatin am Obersten Gericht. Aus W a s hinglo n berichtet I. T. A.: Miß Susanne Brandeis, die Tochter des Mitgliedes des amerikamschen Obersten Gerichtes Louis Brandeis, hat dieser Tage zum ersten Male eine Rechtssache als Advokatin vor denl am-erikanischen Obersten Gericht vertreten. M'rk Bra-ndoiS bat sich bereiks schön Obersten Gericht vertreten. Miß Brmideis hat als Rechtsvertreiebin einen Namen gemach« Amtriite «n» rem Fadentm. , R e r t o x i f Hältst geb. K r a u s, geb. 14. November .1904, Wien. Private. 8. Ber. Lmldongasse 57. Rumpler Felix Otto, geb. 1t. Mai 1604, Wim, Beamter, 9. Bez., Halmoaffe 8. Gold m a n » Aunin, geb. 10. Apvl 1906, W en, Röntgenaisisient, 3. Bez., Obere Weißgürbersttaße 11. Groß Charlotte, geb. 31. Anglist 1611. Wien. Zögling, 3. Bez., Rennweg 10 A l l i n a Max, g^b 25. September 1911, Wien. Zögling, 16. Bez., Friedrich-Kaiser-Gasse 37. Grude r Viktor, geb. 2d. Februar 1911. Wien, Student, 1. Bez.» Nibelungen» gnsse 1. 3t e n d e l st e i n A-fred, geb. *6. Jänner 1918, Men, 15. Bez., Kablenzgasse 15. Dr. Wa >' servogel Arnold, geb. 18. August 1887. Mährisch-Anssee-Hohenstadt, Arzt, 9. Bez, Ungaraasse Weinberger Rachel geb. Mall, geb. 2t. Mai 1 93 Straßgaug, 7. Bez., Kaiserstraße 67, Allina Martha Mario, geb 24. Mat 1895. RöbrSdorf, 13. Bez., Jagdschloßstraße 27. Rind Gertrnde, geb 16. Februar 1923. Wien 16. Bez., Jagdschloßstroße 27. V a o a 8 z Irene geb. H a n k a uv geb. 11. September 1892, Belitz, 20. Be.,.. Hrllwagstraße 34. R e u d e l st e i n Leopoldine Pauline geb. K u k a l a. geh. 14. November 1887, Wien, 15. Bez, Gablrmgafle 15. Dr. N e nd e! st e t n Joel, geb. 26. Jänner 1881, Tarnopol, Arzt, 15. Bez.,Gablenzgasse1b. Siegel bäum Josef Georg, geb. 17. März 1007, Gyöngyös. Student, 9. Bez., Wähnngerstiaße 67. A b ra» b ö nt Josef Hermann, geb. 19. Juni 1910. Lemberg, Mittelschltler, 9. Bez., Lackterergasse 4. Ravpapor 1 Johanna Al* berttne geb Bür n st, geb 33. September 1881, Düsseldorf, Heimarbei erin, 8. Bez.. Schlößlgasse 11. W e t ß g l a s Valerie, geb. 16, Februar 1901, Unter-S lauest c, 8. Bez., Maria-Treuaaste 8. T « r n h e i m Leo, geb. 29. Augrift 1911. Wien Schüler, 9. Bez., P chleraasse 3. Folkma n n Rosa. aeb. 25, August 1888, Wien, Berka,rferin. 10. Bez. Jagdgasse 6 a. Go ldschmiot Egon, geb 2t. Mat 1908, Wteu, 19. Bez., Amalienstraße 38.. F o g a r a s ch e r Emil, geb. 90. Septem, er 1911, Wien Schmer, 9. Bez., G ünetorgasse 6. T a f l e r Edgar, geh. 9. Februar 1877. Wien, l. Ber^, Preßaasse 8. Haft a s ch Gisela, geb. 15. November 1891, Wien, 2. Be»., Lassallestraße 88. Lustgarten Egon, geb 17. August 1887, Wien, 19. Fonnauekgasse 40. S z e n t i v a n y t Paula geh. K n n t tz, geb. 188-1, Subotica. Diirnste n in der Wachau/ MIT MENTHOL wird mit bestem Erfolge bei Rheumatismus, Gliederschwäche, Gicht, Mattigkeit, Kreuzschmerzen, Migräne und in tausend anderen Fällen verwendet Achten Sie auf die Schutzmarkei ln Origtnalftaschen überall erhältlich. Gesetzt gesch. Schutzmarke 0SO Erzeuger: Alexander Kalmar, Wien,U, Nordbahnhof Preissturz bei Lebpich-Leeadl. E Das Teppichhaus Orendi hat sämtliche Preise um 80 Prozent herabgesetzt. Teppiche, Decken, Vorhänge usw.. die einen reduzierten Okkasionspreis haben, sind rot markiert. Auch von diesen Okkasionspreisen erfolgt ein Nachlaß von 20 Prozent. 1. Bez., Rotenlurmstratze 20, und Fleischmarkt 1. Mne und Kunst. Wilhamouilcher Konzeit. Opevnonvertüre, Berlioz-Synrphonie, dAlttert - Suite und Wiener Walzer — das Schulbeispiel einer Konzertfolge, wie sie nicht sein soll! Weder Steigerung noch Kontraste rechtfertigen dieses Programm, noch auch eine gemeinsanle Idee, es wäre denn der Walzerchychmus, der in allen vier Werken irgendwie anklingt unb in der letzten Piece, den, Walzer „An der schönen blauen Donau", in die sinnigste Huldigung Kr den hundert Jahre jungen Walzerkönig Johann Strauß ausklang. Das Publikum beteiligte sich in seiner Art all dieser Huldigung» indem es nicht wie sonst die schlechte Wienerische Tradition befolgte und vor der letzteil Nummer in Massen Reißaus nahm, sondern wie ein Mann bis zum Schluß ausharrte imd in stürmische Ovationen Kr Johann Strauß' Witwe und Felix Weingartner ansbrach. Der Dirigent, steigerte den Gesangwalzer aus einem ilngemem bedächtigen, 'gleichsam Vevschleierten Anfang zu imt so glanzvollerer Schlußwirknng, gang Im'Sinne der ftichchen Textnnterlagen, die von der schönen blauen Donau noch nichts wußten, sondern den Fasching und den Wiener 'Frohsinn feierten. Mit Hilfe eines ivellberi'chmten Symphonieorchesters alle Urwüchsigkeiten eines Straußschen Walzers erfassen, ist'eine weit schivierigere Aufgabe, als der Laie meint, und-kaum ein zweiter Musikgeneralissimus vernrag dies heute in 'so ungezwnilgener Weise, mit so unwiderstehlicher Liebenswürdigkeit wie Felix Weingartner, der überdies der beste Liszt- und Berlioz^Jnterpret ist. Wie er in Berlioz' ,-Symphonie fantästique" in echt romanlschein Sentiment das Pathetische unb das Elegante, das Ritterliche, Banale und Phantastische genial zu mischen und mit jugendlicher Vollkraft zu steigern vermag, das steht — besoirders wenn er auf bent Zauberinstrument der Philharmoniker spielt — als nroderne Orchesterleistnng einzig da. Er ist eben nicht nur blendender Causeur, sondern, wenn er um will, auch ein großer Künstler. In Cornelius' H-Moll-Oilvertüre zmn Pachter von Bagdad" wollte er airscheinend nicht unb beschränkte sich auf die oberflächliche Nachzeichllung der motivischen Liniell, ohne in ben .Hiimor und die Gemütstiofe dieser deutschen Lustspielmusik einzudringeil. Anstandshalber gab es auch eine Novität, die sticht allzu schwer wog. d'Albert rechtfertigt sich förmlich, er habe die kleine Orchestevsurte „Aschenputtel" auf Anregung seiner Kinder geschaffen, die ihn, als er ihnen RavelS ,,Ma rnere l'ohe" vorspielte, 'baten, auch einmal so ettvas zu schreiben. Es ist null freilich etwas gang anderes geüvorden. Keine Spur von Ravels finniger und zartesten Dufr verhauchenden Märchenntusik, auch der angchrebte schlichte Volkston Hnmperdincks ist nicht getroffen.' d'Albert will sich hier wohl in einer flüchtigen Arbeitspause zwischen zwei Opern ausmhen und man fühlt die Midigkeit des unermüdlichen LlvbeitsmanneS, der in seiner routinierten Musik auS dritter Hand nicht recht im Kinder- und Märchenton zu plaudern ver-nrag. Ob wohl d'Alberts Kinder an diesem alten, schwerMigelt, vergrirbelten Mcherrpuitel — das übrigens das Aschenputtel unter Mlberts Torldichtungen ist — eine teilte Freude hatten! slb. Aus den Theatern. B u r g t h t a t e r. Morgen, 7 Uhr, »Romeo unb Juli a". A r a d e m i eth e at e r. Morgen, ll$ Uhr, „II nverh v f f t". Operntüeat e r. Morgen. y,8 Uhr, „T o S k a". Redon teuf aal Morgen, '/«8 uvr, Ballettsoirer C o u P e r i n -- R a v e,l - R a m e a n - Job aun Strauß D e u t' ch v 8 Ä o l k s t b e a t e r. Sonntag den 25. d., r/,4 Uhr nachmittags^ „L a d h F a n n y und d i e D i e n stb o t e n f r a g t" mit Luise Kartonsch. Rat m n n d - T h e ater. Samstag und Sonntag Nbr nachmUtags, „H ä n s e l u n d Grete!" L h e a t e t' inder 3o j cf ft n d t. Als nächste No-- * vität aelangt das Lustiviel ..Lob de8 Diebstahls" von Dante Sinorini zur Aufführung. Die Hauptrollen spielen Hermann Th tmt.g und Sybille B i-nder. .; - . R o I a nd - B ü h n e. Die Erstaufführmlg des Brody« schen Schauspieles „D i e G e l ie b t e" wurde auf Dienstag den 27. d. verichoben. B>8 dahin täglich „W t e w e r deich m t {n e 8r x a u I o 8 Johann ^Strauß-Theater. Freitag den 80. p. Premiere von Lehars „P a g a u i u i". Exl-Bvhne. Eine ganz ausgezeichnete AuWrMg pon Anzengrubers »Der Pfarrer vw Kirchfeld" und ein danwareS, empfängliches Publikum, welches das Haus dicht Kllte. M. Helm Klitsch spielte als Gast die Titelrolle. Seine künst-' lerifche Leistung in diesem Stück ist längst avwüvdigt. - Er wurde mit stürmischem Beifall bedacht und mit ihm dar En* - semdle der Exl-BÄHne. Shaw und Galsworthh als Rektorkondidaten. Am 81. Oktober werden sich als Kandidaten für das Amt des Rektors der Universität St. Andrews m Schottland die beiden bedeutendsten Dichter des modernen England, Shaw und: Gqlsworthy, Menüberstehen. Auf diese akademische Volksabstimmung über die Beliebtheit^ der beiden Schriftsteller . ist man in ganz'England gespannt. Mer' «nt« mmen", ein Stück in drei Teilen von OAeill, begegnete im Berliner. Lesswg-Theater großem Interesse. Das Drama bchandelt das Problem wie sich die sinnliche Gier eines Wei'beS in heilige Liebe, in seelische Hingabe verwandelt. Wegener und Gerda Müller in den Hauptrollen boten Überragende Leistungen. Der Sch» Thomas Manns als Dramatiker. Aus München wird uns gemeldet: Die Uraufführung von Klaus Manns „Anja und Esther", die in den hiesigen Kammerspielen stättfinden sollte und mit Rücksicht auf dre Persost des Autors, des kaum 20jährigen Sohnes Thomas M ann s, ein Ereignis bedeutet.'mußte verschöben werdest.' Die Polizei fand nämlich den Text zu bedenklich und verbot, daß noch nicht schulentwachsene Kinder als Schauspieler cmftveten dürfen. Gelingt es nicht, die Obrigkeit umzustimmen, so müßten die Kluderrollen mit Erwachsenen besetzt tvevden. Hier sei ' die Meinung des Vaters über seinen Schn Klaus angeführt. Als man Thomas Mann fragte: „Was halten Sie von den Arbeiten Ihres Sohnes?" antwortete er: ,-So schlüpfrige Sachen lese tch nicht..." JuaeMonzerte: Deutsche Musik von Bach bis Pfitzner. Wie allschülich veranstaltet das Bnndesmimstevmm Kr Unterricht (BoÄSbilldnngsstelle) auch Heuer eine Reihe von JugetidkoMrten im großen Komertlhaussaalle. Acht dieser^ Konzerte werden diessttal in einem Mlus „Deutsche Musik von . Bach bis Pfitzner" zusammengchaßt. Diese Konzerte werden (unter Mitarbeit des Konzertvereines) vom vollen Symphonieorchester sowie von ersten SMen durchgefuhrt tverden. Karlen zu diesen Veranstaltungen werden ausschließlich durch die Lehrkörper aller beteilten Lehranstalten an w Schüler, beHv. an den Hochschulen durch die Rektorate ausgogoben. Das erste Konzert dieses Zyklus findet, am 32. d., 7 Uhr abends, statt. , « ' Mutz ein Opernsänger Shimmy tmizen? Bem Gewerbegevicht war eine Klage gegen den Kammevsänger Lener wegen Kontraktbrnches anhängig. Er hatte das Auftreten Inder Revue „An alle" verweigert, weil die ihm zugsmuteten Musikstücke. darunter ein Shimmy, seinem künstlerischen Renomee abträglich sein konnten. Die Klage wurde seinerzeit abgewiesen. Gleichzeitig wurden über eine Gegenklage des Herrn Lener die Direktoren zu einer Konventionalstrafe verurteilt. Die Abweisung erfolgte, weil die zugemnteie^.Leistung dem künstlerischen Range und Vermögen LeuerS nicht entsprechend war und er daher nach § 22 des Schauspielergesetzes vont Vertrage zurüütreten konnte. Der Gegenklage wurde stattgögeben, weil die Direktion den Künstler über bw chm zugemuteten Leistungen im unklaren ließ und ihn so schädlgie. In der gestrigen Berufnngsvechandlung wurde dahm enffchieden, daß weder Leuer noch die Direktion eine Konveutionalstrafe zu zahlen haben. vereine. BorirSgr «nd Bersammlvugen. Akademischer Landesverband. Heute, 8 Uhr abends, Sitzung aus der Jyria-Bude, 9, Bez., Masergasse 4 a. — M a i m o n t d e 2 - I n st i t u t, 3. Bez., Hebgasse 40. Heute von 0 bis 7 Uhr Rabbiner Dr. A. Kammka: Talmud Sanhedrin; von 7 vis 8 Uhr: More Nebuchim. — Beretn T i k w a t l, I e h u d a. 8. Bez.. Bennoplatz 1. Heute. pMse halb 9 Uhr abends, Vortrag: Ortsschulrat Julius Alt: Da? Mische Ghetto Konzertsangerin Fräulein Hannah Schwarz: Gloüengajse 30, .... rat. — Jndi- ,_0__ c. Heute, halb 9 Uhr abends, Referat des Herrn Dr. Albert Scharf über den Zionistischen Parteitag. Anschließend daran Musik* und Gesangsborträge. Gäste willkommen. (3. Bez., Löwengasse 36, Cafe Lvvrann, Souterrain.) — Zionistische Kulturgruppe Brigittenau, 20. Bez.^ Karl-Meißl-Straße 5. veute. 7 Uhr abends, Beginn des indischen Geschichtskurses. Diorgen, 7 Uhr abends, Hebräisch für Anfänger. 8 Uhr abends, für Vorgeschrittene in der hebräischen Schule, 20. Bez., Othmargasse 46. Samstag, halb 7 Uhr abends, wichtige Mitgliederversammlung. GMtssaal. Lberst Hiltl — der khreaskoutiämvser. In'dem Prozeß des Obersten Hiltl gegen den verarü« 'worMchen Redakteur der „AribHiter-Zeitung" Hugo Schul z wegen des Vorwurfes dee Feigheit und der Rcheit gegenüber der Mannschaft wurde gestern das Zeugenverhör beendet. Die Zeugen Frühwirt, Dragower und Prach, eheiuÄi>ge Mannschaftspeffomn, belichteten über die Prügeljnstiz des Obersten HM. Keiner von ihnen will den Komurandanten jemals in den vorderen Reihen gefchen haben. UlUer der Mannschalst habe Wer sein rches Vorgehen große Erregung geherrscht. Die beiden geprügelten Solldaten sind später gefallen. Zeuge Thalilm ah er gab an, daß die Kaufleute, uls sie von der Prügelftrase hörten, entsetzt sagten: Wen:: sie gewußt hätten, daß die Soldaten so barbarisch bestraft werden, so hatten sie den Divbstahl gar nicht angezeigt. Der Zeuge berichtet dann ü>ber einen ähnlichen Fall in einem fechi!sche>r Der.Zeuge Zaunmüller, von Beruf Wehrmann. sagte konform mit den vorigen Zeugert aus. Der Vorsitzende Hofrat Cserny giivt bekaimt, daß ihn: Mittellultgcn zukamen, tyonach Zeugen betm Verlassen

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