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Wiener Morgenzeitung · 1925-10-21 · Heft 2393 (21.10.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2393 (21.10.1925)
Date
1925-10-21
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Sette 6 Wien, Mittwoch Wiener Morgenzeitung 21. Oktober IW Nr. 3W . der Sa all es von Zuihöwrn belästigt und wegen Hrer Aussagen zur Rede gestellt worden seien. Er haibe den Auftrag gegeben, solche Personen sosort der Wache zu übergeben. Im weiteren Verlause der Bechandlung wurde eine Reihe von Zeugen einvernommen, die Oberst Hiltl entlasteten. Sie e^Lhiten, daß insollge der vielen Diebstähle das Standrecht verhängt worden sei. Die Dieibe sollten eigentlich vor das Standgericht kommen. Da habe sich eine Deputation deL Bataillons zu Leerst HM begeben und ihn g erb e t e n, die Anzeige nicht an das Standgericht weiterleiten, sondern die Diebe mit 20 bis 25 Stockstre -iche n zu bestrafen. Während ein Teil der Zeugen aussagte, daß der Anzeiger, cm Infanterist, zum Gefreiten befördert worben sei, gaben die von Hiltl geführten Zeugen an, daß die geschädigten jüdischen Geschäftsleute die Anzeige erstattet hätten. Bor Schluß des Beweisverfahrens machte der Verteidiger Dr. Richter eine kurze Bemerkung. Zwei im Auditorium sitzende jugendliche „Frontkämpfer" äußerten sich daraufhin: „Dem H u nd s oll m a n d i e Augen a usst ech en!" Die Fmu Dr. Richters, die zufällig vor den beiden Rclhlingen saß, wendete sich um. Die Burschen erkannten Frau Richter und sagten zu ihr: „Drehen Sie sich nicht um, sonst geben wir Ihnen ein paar Ohrfeigen!" Während dieser ^ene wurHe das Beweisverfahren geschlossen. Frau Richter begab sich hieraus zum Vorsitzenden Hosrat Cerny, und machte ihm von dem Vorfall Mitteilung. Ae Lolchftoß'egende vor Gericht. Der Prozeß Coßmann—Grnber. Aus München wird uns unterm 20. d. berichtet: Im Münzner Amtsgericht in der Au hat gestern ein neuer Prozeß begonnen, der, wenigstens wenn es nach dem Willen der ProzeMeteiligten geht, Nichts weniger als die erneute Behandlung des vom parlamentarischen Untersuchungsausschuß des deutschen Reichstages durchgearbeiteten Stoffes über die Ursachen des Zusammenbruches von 1918 dringen soll. Technisch gilt der Prozeß als Prwatbeleidigungsklage' des Professors Paul Nikolaus Coßmann, Herausgebers der „Süddeutschen Monatshefte", gegen den verantwortlichen Redakteur des südbayerischen soziMemotratischen Organs, der „Münchener Post", Martin Grnber. .Der Streit begann mit.den bekannten Veröffentlichungen der „Süddeutschen Monatshefte" über den Dolchstoß" und seine Auswirtungen im April- und Machest 1924. Diese Zusammenstellungen angMich beweiskräftiger Zeugnisse zur Stützung der Dolchstoßlegende wurden in der „Münchener Post" aus das heftigste angegriffen. Das Blatt beschäftigte sich in sieben Artikeln ausführlich mit Professor Coßmann und seiner Monatsschrift, sowie mit der Art der angMich wissenschaftlichen Beweisführung. In zum Teilaußerordentlich heftigen Ausdrücken wurden ihm politische Giftmischerei und Geschichtsforschung vorgeworfen. In der gestrigen Verhandlung übernahm der beklagte Redakteur Martin Grnber die volle Verantwortung für die inkrimimerten Artikel. Dabei unterscheidet er: Deren sachlichen Jrchatt deckt er aus innerster Uebe^eugung, und er verantwortet die in dem Artikel enthaltenen negativen Liebenswürdigkeiten gchm. Professor Coßmann, weil es preßgesetzliche Pflicht sei. Grnber führt u. a. ans, das zweite Dolchswßhest sei schärfer gehalten als das' erste, und der Grund dafür sei darin zu suchen,.daß die alldeutschen Hintermänner unter Führung des Grafen Reventlow damals — man stand im Wahlkampf vor den Maiwahlen zum Reichstag — andernfalls mit Entziehung des Zuschussesvon 15.000 Mark Copyright 1924 by 42 Forlletzl'Ng. durt Wolff V<rbg A^G. München Nachdruck verboten. Herr Fettwanst. Eine amerikanische Autobiographie von Samuel Ornitz. Ihr Gesicht wurde weich unter einer Flut von Tränen. „Ich glaube, seine Mutter muß ich's auch wissen lassen. Ich muß wohl; das ist doch nicht mehr als recht und billig." Esther sprach ruhtg zu ihr: /Bitte, sagen Sie es nicht seiner Mutter, noch nicht. Warten Sie, bis wir etwas Definitives wlssen. Vielleicht haben wir dann bessere Nachrichten." „Sie sind Esther, nicht tvahr? Sie sind das Mädchen, auf das er so große Stücke Mt." Awrum kam. Er schüttelte Billie die Hand und streichelte ihr den Arm. ,Fwpf hoch!" sagte er, „es wird schon nicht so schlimm sein, wie du denkst. Wir werden alles, alles für Tavie tun. Wir haben ihn alle lieb." Billie lächelte und sah sich um: „Alle! Ich glaub' so rft's. Man muß ihn liebhaben. In ihm ist kein Falsch und Haß und keine Schlechtigkeit. Er fühlt mit allen und für alle. Deswegen hat er wohl auch mich gemocht." Awrum und ich führten Billie zu Lavelle hinunter, der uns mit zu Big Jim Hallorhan nahm, dem politischen Boß des unteren Manhattan. Hallorhan gehörte das Gebäude, in dem Lavelles Restaurat untergebracht war. und diese Tatsache machte Lavelles Lokal immun gegen die Polizei. Hallorhan überragte uns um Kopfeslänge. Sein Gesicht war rosig und rund und saß auf einem Stiernacken, der zwei ungeheuren Schultern entsprang. Er hörte Billies Geschichte an und läutete nach einem. Bartender. Hallovhans Bureau befand sich in einem Hinterzimmer einer Bowerh-Kneipe. Der Bartender brachte Tinte und Papier. Und Hallorhan schrieb mit plumper, großer Schrift: „Dinty Shea macht dich bekannt mit Inhaber Meyer Hirsch, ein anständiger Kerl, der zu Jim Hallorhan gehört." Hallorhan instruierte mich, den Zettel ins City-Hospital zu tragen und nach Dinrh Shea zu fragen. ,ßc wird sich eurer annehmen," gedroht hätten. Es fti Coßmann nicht daranf anHckkommen, die Wahrheit zu erforschen. Schon andere hätten gelsagt, C o ßmann drehe das Wort und biege die Tat, bis das Gegenteil herauskomme. Die Anklage der diplomatischen Giftmischorci uliü die GeschichtMschung werde daher voll ihnl voll ausrechtechalten. Rechtsanwalt Hirfchberg, der Verteidiger Grubers, formuliert nunmehr eine Anzahl der wichtigsten Geschichtsfälschungen der D o lchsto ßlh es l e, denen er 14 Geigenthesen eirtgegenstellt. Diese Thesen schließen sich zum Teil eng. an die von: parlamentarischen Urrterfuchungsausfchuß cinftinl.nrig angenonlnteire Formnlierung an. Die Vorbereitung des Prozesses hat etwa eineinhalb Jahre in Anspruch genommen. In dieser langen Zeit hat Professor Coßmann selüst in aller Foren die irr den beiden Dolchstoßheften ausgestellten Behauptungen zurückgenommen durch das Julihest seiner Zeitschrift vom Jahre 1926, in welchen: der Truppenarzs Nether den seelischen Zusammenbruchdes Frontheeres bchanöült. In einer redaktionellen Vornotiz har dann der Herausgeber der Zeitschrift ausdrücklich aus die beiden Dolchstoßhefte verwiesen und sie als überholt bezeichnet. . Ein Verführer. Bor dem Oberlandesgerichtsrate Doktor Sieber (Stra,b^irksgericht 1) war gestlirn der AWrige Handelsangeistellte E. R. ans Grund einer von der Comptoiristm I. K. erstatteten Anzeige wegen Verführung unter Zusage der Ehe angeklagt. Der Beschuldigte hatte die Anzaigerin im Sommer 1924 im Ar'beiterstrancbad kennen gelernt, sich auf den echten Blick in sie verliebt und sich mit ihr schon nach wenigen Tagen offiziell verlobt. Unter Hinweis darauf, daß er sie ohnehin bald he Paten wevde, suchte .der Angeklagte seine Braut zu bewegen. sich ihm hillyugeben, was ihm schließlich nach längeren Bemühungen g.llana. Eines Tages" übergcck» der Bräutigam der Braut seine Dcitumente, um das Aufgebot anzumeliden, allein bevor dies noch geschehen war, erklärte er, er habe sich die Sache überlegt und werde echt in einem Jahve heiraten. Ende November 1W4 teilte der Bräutigam der Mutter seiner Braut mi-t, daß er ihre Tochter überhaupt nicht heiraten werde und daß er weder Zeit noch Lust habe, die Gründe für seinen Rücktritt bekanntzugeben. Da R. bei seiner Weigerung. sein Chevechprechen einznlöstn, b.ftb, erstattete die oerlasstne Braui die Strafanzeige wogen Versichrung unter Zusage der Ehe. Bor Gericht erklärte der Angeklagte, daß sein VechAtnis mit der Anzeigern ein gewöhnliches Liebesverhältnis war und daß er sein Eheversprechen mit Rücksicht auf seine Jugend und sei« schlechte materielle Lage niemals ernst genommen habe. Uebrigens habe er die Anzeigerin nicht verführt, vielnuchr habe letztere sich ihm au den Hals geworfen uüd ihm dann auch einmal einen Brios geschrieben, in Weckern sie ausdrücklich erklärte, daß sie chn freigebe Im Laufe dos Beweis- Verfahrens wurde als Zeugin ein schr hübsches, junges Mädchen vernommen. welches angab, daß der Angeklagte zur Zeit, da er mi: v:r Anzeiigerin verlobt war, ihr g l e ichfa lls die Ehe versprochen und sie verführt habe. Der Angeklagte erklärte, daß er jederzeit bereit sei. die Zeugin zu heiraten. Der Richter verurteilte den Angeklagten wegen Verführung unter Zusage der Ehe zu 14 Tagen Arrest. Die Privatbeftiligte wurde mit ihren Ersatzansprüchen aus den Zivilrechlsweg verwiesen. Der Verurteilte moldete. gegen Schuld und Strafe, der staatsanwaltschastliche Funktionär wegen zu geringer Straft dre Berufung an. Bolttnirt. Lanakriftige Agrarkredite lür Lckerreich. Eine erfolgreiche Aktion der Bodenkreditanstalt. In ihrem Gutachten -haben die Völkerbund-experte:: an mehreren Stellen .auf Notwendigkeit langfristiger. Kredite für die österreichische Wirtschaft hingewi-estn. N>ur durch solche Kredite kann nach ihrer Ansicht die rasche Regenerierung der österreichischen Wirtschaft erzielt «werden. Die Beschaffung langfristiger Kredite für die österreichische , Landwirtschaft 'bildete ein besonders schwieriges Problem,. Wohl halben die einzelnen österreichischen Hypochekarinstitute durch Ausgabe van langfristigen Pfandbriefen,'/ der Landwirtschaft solche Kredite im Inland zu verschaffen - versucht. Ter österreichische Kapitalsmarkt ist aber allzu: beschränkt, ails daß er für die Aufnahnn größerer Mengen - solcher Pfandbriefe geeignet wäre. Hingegen besteht im - Ausland, namentlich in Amerika, feit jeher großes In-, tercsse für hochverzinÄiche, gut fundierte europäische Anlagciwerte. Die Bodenkreditanstalt hat nun das Problem dadurch gelöst, daß sie Veide Prinzipien verbindet. Sie gewährt den österreichische:: Landwirten langfristige Hypothe-" karkrodite und gibt hiefür Pfandbriefe heraus. Diese Pfandbriefe werden von ciiter amerikanischen Gruppe, tvolcher die New-Iorker Bankhäuser Schröder und Lee, Higginson n. Co. angchören, übernommen und für 2v Jahre gesperrt. Auf Grund dieser Pfandbriefe, gelben diese Bankhäuser Bonds heraus, die dem amerikanischen Markt zur Verfügung gestellt werden. Auf dirise Artwivd dem amerikanischen Puiiffkum neben den Pfandbriefelt auch die Sicherheit der angesehenen amerikanischen Bank- - Häuser geboten, ivas Meifell-os einen gewissen Anreiz für den Erwerb solcher Bons bietet. Die Höh^ der auf fölchc Art gewährten Hypothokarkredite ist unbeschränkt. Die BegMng erfolgt in Tranchen. In den letzton Tagen ist die erste solche Tranche im Betrage von 2,4 Millionen Dollar abgoschlcssen worden. Tie entsprechenden Beträge sind der österreichischen Landiwirtschast zur Verfügung gestellt worden. ZweiMos bedeutet diese Transaktion einen weiteren Fortschritt in der Bshelbuug der österreichischen Kapitals-' armut durch langfristige Hhpothekarkredite. Nachstehend offizielle Coinmuniqne: Amerikanische Hypothekaranleihe der Bodenkreditanstalt. Von einigen Monaten hat die Bodenkreditanstalt mit der I. Henry Schröder Banking' Corporation, New-Aork, und dem Bankhaus Higginson u. Co., New-Aorik, einen Vorvertrag abgeschlossen, demzufolge die amerikanische Fina-nzgruppe sich bereit erklärt hat, einen Betrag von mehreren Millionen Dollar zur Gewährung langfristiger Hypothekardarlehen an die österreichische Landwirtschaft zur Berfiignng jtt stellen. Auf Grund dieser Veveinbavung tvuride nunMhr die erste Tranche solcher Darlehen im Betrage von 2,4 Millionen Dollar abge-. n ' Levisen- und Balutenlurse vom 20. Sttober 1925. Devisen Geld War* Gell War- Gell. Wate ' ' Amsterdam . . . , . .8. 284.70 286 70 Sofia .. Belgrad Berlin . . 12 B6 12.00 Stockholm ....... 188 70 188.20 Warschau . BrDsse1 . 32.28 32 40 Zürich .. . Budapest . » 99 14 89.44 Valuten Bukarest . 3.366C 3.38*0 London. . . . . . . 34 31 3 »41 Amerikanische ftoten Mailand . - - t - . . 28.18 2830 Belgische fioteu . . » . New-York» .... 708.66 711.06 Bulear. Not. ...... deutsche Noten .... Paris , . . . 31.21 3137 Prf g . . . . 20.8860 21.0750 rm'!ische Noten . . 5.1160 6 1660 französische Noten . . i . —.— 189 45 190.>'6 HoUttndlscIte Noten .. — 117.16 117.66 italienische Noten . . . 28 10 28,30 186.49 136 88 UiROslawiache Noten . . Polnische Noten . . . rtum&ntecne Noten . . . 12.6460 116.80 12.6-60 117,30 710.— 714.— Russische Noten Roman.) _|_ —.— .— — Schweizer. Noten . . . 136.10!3sfto - —.— rschecho~stow. Noten . 20.88 21,10 108 168.12 Türkische PEundUNoten . —,— 3'.27 34.43 '(nenrtsene Note« 99.45 99,85 Hallorhans Zettel wirkte Wunder. Dinty Shea erklärte, Tavie werde in ein Privatzimmer gelegt, solle eine eigene Pflegerin bekommen und das Baste, was nur immer zu haben sei. Billie bat um die Erlaubnis, bei ihm bleiben zu dürfen. Dinty erklärte: „Für Mg Jim tue ich alles!" Dann wurden wir zu Tavie hinaufgeführt. Erlag in einem langen Saale voll Betten, in denen alle kranken Männer und Jungen der Stadt auf einmal zu stöhnen und zu jammern schienen. Eine Pflegerin stellte eine spanische Wand um sein Bett und wir setzten uns zu ihm und sähen ihn an. Er lag in schwerem Schlaf. Billie flüsterte: ,/Schaut euch nur meinen Junger: an, wie ein Baby liegt er da! Schaut nur, wie seine goldenen Locken auf dem Polster liegen, gerade als ob sie auch müde wären!" Sein Gesicht hatte die Farbe gereinigten Wachsts mit einer Spur Gelb. Seine Augen öffneten sich und er sah starr nach der Decke, ohne uns zu bemerken. Dann schluchzte Billie. Tavie war zu schwach em sich zu bewegen. Er flüsterte: „Weine nicht, Billie, mir geht's gut." Und Billie drückte ihr nasses Gesicht in seine Hand. Awvum stand auf und lächelte ihm ins Gesicht. „Siehst du, Billie," sagte Tavie, „schau dir mal Awrum an: wie ein Sonnensttahl. Sag^ ihr doch, Awrum, daß Menschen krank werden und wieder gesund Werden!" Wir warteten, während Tavie nach einem Privatzimmer transportiert wurde. Der Arzt, ein jünger Internist, der so kaltblütig zu erscheinen versuchte als nur möglich, erklärte uns, daß Tavie schwer an Lungentubevkulose erkrankt sei, wozu noch eine Reihe schwerer Komplikationen träten. Er schloß mit den Worten: „Es wäre sinnlos, Ihnen falsche Hoffnung zu machen. Lange kann's nicht dauern mit ihm." Billie stöhnte: „Ich bin schuld daran! Ich bin schuld daran!" .. . Sie schritt nervös in dem Gang auf und .ab . . . „Gott — Gott — warum mußtest du das tun? Ich glaubte, du hast mir Davie geschickt, um einer: anständigen Menschen aus mir zu machen. Nein, du Mt ihn geschickt, um luich zu strafen. Du hast alles Schlimme aufgespart und nun schüttest du es über den ersten anständigen Mann aus, den ich getroffen habe, den ich lieb 'habe, über den ersten Mann, der mich lieb geMbt hat." . . . Sie lehnte sich gegen die . Mauer. „Ich weiß, warum du das getan hast, Gott. Du wolltest quitt mit mir werden für tvas, das ich meiner Mutter angetan habe. Gott, ich bin bestraft. Laß meinen Davie gesund werden! Gott, ich bitte dich, gib mir meinen Davie wieder. Ohne ihn gehe ich zugrunde." Davie ging es nicht besser. Sogar ein Internist kann manchmal recht haben. Alle wußten, daß Davie im Sterben lag, alle — außer Billie. In ihrem furchtbaren Schmerz betete sie. Ihr Gebet war immer das gleiche: ,Kufhörer:, Gott, siehst du nicht, daß ich gestraft genug bin?" Aber ' Davie hatte noch einen Mntsturz. So wude es Zeit, 'daß man seim Mutter unterrichtete. Er war nicht erschienen, um den 'letzten Sabbat mit ihr zu verbringen. Frau Solomon hatte schon ängstlich nach ihn: gefragt. Das war der eine Tag in jeder Woche, den er auch nach seiner Verheiratung seiner Mutter widmete. Ich führte sie nach dem. Hospital und versuchte e's, ihr es leichter zu wachen, titbem ich ihr erklärte, daß seine Krankheit unvermeidlich gewesen sei. Davies Vater war an der „iFabritskrankheit" gestorben , und ich überzeugte sie davon, daß Schtvindsucht das eine Erbteil gewesen sei, das er ihm 'hinterlassen habe. Billie'^ sah sie überhaupt nicht. Als die Nachbarn gehört Hatten, , daß Davie eine Christin geheiratet hätte, hetzten, sie seine Mutter auf, ihn zu verstoßen und ihn überhaupt nicht mehr - unter ihre Augen treten zu lasse::. Aber in ihren Augen , konnte ihr Sohn kein Unrecht begehen und sie brach allen' Diskussionen die Spitze ab . . . „Älama," sagte Davie, „hier ist weine Frau Billie." . .. Frau Solomon sah ihn an, verletzt und zurückhaltend . . . „Solche wie mich will sie nicht kennen", .sagte Billie ... Und alles, was die Mutter tun konnte, war, am Bette stehen und schauen updschauen und schauen, wie ihr Kind vor ihren Angen starb... (Fortsetzung folgt.) i

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