Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2392 (20.10.1925)
- Date
- 1925-10-20
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Sk . WS Wien, Dienstag Wiener Morgenzeitung lkild die praktische Wirksamkeit der letzten Sprossen ans dem Kladruber Gestüt beschränkte sich darauf die Bedürfnisse einiger Ausstattungsstücke der Burg mrd Oper durch ein ettvas nebensächliches Auftreten, als dekorative Komparsenzn befriedigen. Das k. k. Hofpferd aber will ein GaWelstar sein,.nicht etwa als Reitpferd auf dem Rennplatz in „Anna Karmina", sondern als Träger der Tradition, als Tenor, anftreten. Infolgedessen wird ein Pferdetransport in Szene gesetzt, die Lipizzaner werden verladen und in Berlin den deutschen Generalen als Pracht der Reitkultur vorgeführt werden. Die feinste Abteilung des Marstalls gibt dort Theatervorstellungen. Es scheint, daß wir nicht mehr allzuviel lebende Kunst zu exportieren haben — es bleiben nur die höfischen, theresianischen Erinnerungen. Sollten jedoch die Lipizzaner aus irgend einem Grunde in Berlin verbleiben. Wien, würde den endgiiltigen Abschied vom „spanischen Zeremoniell" überwinden. D—n. * Die Eröffnung der Donankanallinie der elektrifizierten Stadtbahn/Gestern vormittags um 11 Uhr wuvde bei der Station Brlgittäbvücke die letzte Teilstrecke der Stadtbahn, näinlich die Linie Hanplzollaml—Heiligenistadt (DonlankanMnie) irr feierlicher Weise eröffnet. Bor dem Bahnhöfe hatten sich der Bundespräs ident Dr. H a i n i s ch Poilizeipräsident Schober, Gonremdchunktionäre und zahlreiche Gäste eingefunden. Ans Perron des Bahnhofes, )vo Mi Siebenwagenzüge für die Mwffnungsfahr't bereifftandeu, hielt ViizMvgermeffter Eilimerling eine Ansprache, worauf Bürgermeister Seih nach einer kurzen Erwiderung die letzte Stadtbcchifftrecke für eröffnet eMärte. Die Teilnehmer, an der freier fuhren sodann nach HeiligeustM, wo sie, die dortigen Anlagen besichtigten. Heute uqn 6 Uhr früh wird der a l l >g e m eine Vor ke h r auch dnif der neuen Linie anf-genommen. * Keine Auswirkung der Kohlenauslage auf den Kohleupreis. Gestern vormittags sind Vertreter der Kbhlenprodnktion, des Kohlengroß- und des KohleMeinhandols in das Bundxsranzlevamt ibevufen Wochen, wo ihnen im Austrag des Bundeskanzlers eröffnet wurde/daß die Kohlenauflage, deren zeitlich begrenzte Einführung bMnnÄich erwogen tvivd und die nur ein bis höchstens drei Hundertstel Gxoschen pro,Kilogramm Kolhle (sowohl iniländiischer als auch ausläudischer Herkunft)betragen soll, keine Verteuerung der K o h l e n p r e i f e zur Folge halben, dürfe. Die erschienenen Interessenten, nahmen dieise Mitteilung zur Kenntnis und gaben,einh eilig der böstimmten Ueberzcugnng Ausdruck, daß diese Auiffage schon im Hinblick auf ihre Geringfügigkeit eine verteuernde Auswirkung auf die Volkswirt sch a f t, und sohin auf die allgemeine Preislage n i ch t zeitigen wich. Insbesondere haben die Vertreter des Kohlenhandels auf das entschledeiiste erklärt, daß der Rutschen- Preis und daher auch der Kleinverschleißpreis der Kohle aus Anlaß der geplanten Abgabe keinerlei Verteuerung erführen wird. >,■ > * Das Wetter. Den ganzen Tag über herrschte gestern regnerisches HerWvetwr. Die Prognose für heute lautet: Zunächst noch trüb nttil zeitweisen Niederschlägen, später Kälteeinbruch und Frost. * Die Lebensmittelmärkte. In der Großmavkthalle sind 18 ^Waggons im Gewichte von 106 Tonnen ver'chiedener Weischsovten eiugelangt. Der Absatz hielt sich bei ■ unveränderten Preisen in den bescheidensten Grenzen. Der Nafchmarkt wurde gestern etwas schwächer beliefert, allein angesichts 'des spärlichen Käufevbeisuches machte sich der Ausfall nicht bvnrerkbar. Preise wie in der Vorwoche, nur Halimasch haben 60 bis 80 Groschen, pro Kilogramm im Großhandel angezogen. Obst iva.r. in geMgenden Mengen. , Die Eierpreffe steigen.,Tag für Tag. Auf den Märkten, zahlte man geistern für jugoslawische Eier 24 Groschen Pro Äiick. * Ein vornehmes Restaurant mit ritueller Kost, das auch verwöhn-ten Anforderungen entspricht: ist das populäre Restaurant Hotel Guth in der Hollanosträße 14. Seit .ungezählten Jahren ist dieses Lokal der Treffpunkt zahlreicher Einheimischer und fremder, die auf Qualität, Reinlichkeit, appetitliches Service und bürgerliche Preise reflektieren. Der Name Hotel Guth allein bürgt schon für die EHklasfigkeit, Um so mehr, als das Hotel-Guth-Reistaurant nur durch seine Solidität zu dom populärsten Restaurant im 2. Bezirk' geworden ist. * Vorzensur für Kreuzworträtsel. Wie „Az Est" mitteilt, hat die Budapester königliche Staatsanwaltschaft bie Vorzensur für..— Kreuzworträtsel eingoführl. Eine vom Oberstaatsanwalt erlassene Verordnung fordert sämtliche Perioidischen . Zeitschriften. welche Rätfelrubriken enthalten, auf, die seweiligen Lösungen der Krenzworträffel zugleich mit den für die Staatsanwaltschaft bestimmten Pflichtexemplar der Zeitung einzusenden. lieber die Gründe der eigentümlicheil Verordnung ist nichts bekannt. AngMich soll eine legitimistische Tageszeitung dieiser Tage ein Kreuzworträtsel gebracht haben, dessen Lösung »Es lebe König Otto" lautete. * Eine tlMringende Verwechslung. Am 16. d. überreichte die 27jährige Krankenschwester Margarete S ch w a i g a r t im Willhelminenspital der aus der gynäkologffchen Mterluug des Spitales als Patientin untergübrachten 29jährigen Obevwacheboamtensgattin Anna Wetzelhof er-stabt.der ärztlich, vervrdneten Pyramidonpastillen eine als DesinfMonsmitiel. verwendete O x h z y a n a t p a st i bl e. Bei Frau. Wetzelhchor traten bald darauf Erbrechen und eine schwere Vergistuug ein, an der sie nach wenigen Tagen, trotz einer Operation, starb. Die Sch>wester verantwortet sich damit, daß sie, als sie der Patientin das Medikament reiche»: wollte, von mehreren Personen, darunter auch von Frau Weheshofer, ün: verschiedene Dinge gefragt wurde und sich dadurch bei der Verabreichung des Medikamentes geirrt habe. Die StrafamtshaMnng ist eingeleitet.' . . . * Riesenschmuckdiebstahl an der Schauspielerin Karrh. Im Laufe des gestrigen Boiwittags wurde am der Schauspielerin Klara Karry, 4. Bez., Waaggasse 12 wchnhaft,- ein'RiüsenschmuMeibstaW verübt. Die Schauspielerin war gerade vor: einer Reffe aus Berlin hier eiugetroffen und fuhr in Begleitung ihrer Schwester in ihre Wohnung. Beim Betreten der Wohnung bliüb die Eingangstür offen und die SchwOer der Schauspielerin ließ für einen Moment ein Reisenecessaire vor der Tür stehen. Sie vergaß über darauf, und als sie es nach zwanzig Minuten holen wollte, war es verschwunden. In dem Täschchen befand sich der gesamte Schmuck der Schauspielerin im Werte von 60.000„Schilling. Auf die Wiedererlangnug ist eine Belohnung von 6000 Schilling ausgüsetzt. . * Ein Liehesdrama in Ottakring. Gestern abends, spielte sich im Hotel „G old enes F a ss eil" in Ottakring ein Mutiges Äiebesdrama ab. Das Personal fand die Hvlfsavbeiterin Helene Bai de n b e r q e r und den Hillfsaribeiter Franz B l o ü d i c e k mit schweren Schnittwunden blutüberströmt auf. Bloudioek unterhielt mit der ver eirat oten Valdenber-ger ein Verhältnis. Da' er sehr eifersüchtig war, kam es zwischen ihnen wiederholt zu Szenen. Bei der gestrigen Züsamm>enknnft zog - Wondiceik piohlich sein.Messer und stach wie wahnsinnig.auf seine Ge-- liebte 'los/ Sie .wurde dabei lebensgefährlich Verlvundet. Er selibst wollte sich dann die Kehle durchschneiden, verletzte sich aber nur leicht. Die Amtshandlung wurde eiiigeleitet. * 25.000 Schilling gestohlen. Ans der Wohnnng Bäckermeisters Mathias F u h r h, 12 Bez„ Avudtstraße!>, bat?! an» Soiuttag Diebe, welche die Tür mit Nachschlüsseln i’ifu Men Barbetrag von 26.00g Schilling gestohlen. . . Pull overs' (Hkupfweste) e lieftrü mp f e ' . W. HolM H auh s.chu h.ei 'VI., Mariabilferstraße 89 — II., Taborstraße 18 53» MI,ne und MM. Ae jüngste Tochter Snlzers gestorben. ' : Frau Fanny Abrest in Zürich. ' Dieser Tage, ist ün'Z ü ri'ch im Alter von 70 Jahren" Frau Fminy .A 'b r c st, die jüirgste Tochter Salmno-i: Snlzers Frau Abrch, die selbst'hohes muWaltsches Wissen lbejsaß, war mit den: Redakteur des Pariser „Tenops" 'Herrii d'Abr est vecheiratet. Ende der Achtzigevjahre wurde er in die Redaktion des „Neue»» Wieli-er Ta>Matt" 0raifcu nnd mit ilM.svbechiedÄte-auch-seine Gattin wi-cder in ihre Geburtsstadt. Nach seinem Ableiben ging die Frau in die' Schweil)/ Dy war ii:it.Mto:raHngo und mit Massenet befrenndet. Aus den Theatern. B»: r g t h e a t e r. Morgen, halb 8 Ulhr, „An t 0nius und'Kbeopatra". ■ ■1 : : OPerntiheater. Die Indisposition des Kammersängers Piccaver ist noch nicht belholben. In der heutigen Boristellimg von „Aida" singt daher Herr Grosavesou die Partie des Radames. Die übrigen Hauptrollen sind besetzt mit den Damen Nerneth, OlszeWa »lnd den Herren Ierger, Zec, Norbert. Dirigent Felix Weingartner. Morgen, 7'Wr,' „Der Rosenkavalier". Sonnlag den 25. d., ans Anlaß des'10V. Gebürtstäges von Johann Strauß,'die „Fledermaus". In der großen Ballszene wird' Frau Kammersängerin Kurz eine Einlage singen. . Red oute nsaal. Heute, 7 Uhr. „Figaros Hochzeit". Ai ademi etheater. Morgen, Wb 8 Uhr, „Die. Fahrt ins Plane". Deuisches B0lksthea t er. Samstag den 24. d. gelangt mit'Mbert Bassevmann in der Titelrolle (Prüf. Doktor Nierneyer) die tragische-Kmnödie ,:Trän m u ln s" von Arno H'olz^u-tid Oskar Ierschko zur echeu AnfsAhruug. RaiMnnp-Theater. Donnerstag den 22. d. findet die deutsche Uraufführung von Leon Gordons Spiel an der Westküste Afrikas „Weiße Fracht" statt Die Iichenierung leitet Arnold Korff, der auch die Rolle des Harry Wefton verköripert. Radroprogramm« Heute Dienstag'den 20. Oktober. 11 Uhr: Bormittagsuinsik. — 16 Uhr 10 Min.: 'Nachn:ittaig§koiMrt. Milwirkeiid: Fr. M. 'Reindl-Brandt (Gesang) —17 Uhr 50 Min.: Marie L. . Klausberger: Der Haushalt als Finanzproblem. — 18 Uhr 26 Min.: Pros. Richard Harffinger: Deutsche FvMeMnst. — 19 Uhr 10 Min.: Französischer Sprachkurs. — 19 Uhr 10 Min.: Englffcherr .Sprachkurs-für Vovgeschrittene.. — 20-:Uhv.'16 Mi'n.r OpernauGühruivg: „Die EMHrung ans dem Serail", von Mozaxt. Selim. Bgssa — Otto Wacha, Konistairze —'Mtar v.'Kondor, Blonde, deren Mädchen ,— Rosl Wagschal, BÄmonte — Kanrrnevsänger Georg Maikl, Pedrillo, dessen. Diener — .Allton Amolb, Osnnn — Nicola Zec, Mtsikatische Leitung: Dr. Lildwig Kaffer. Beachte« Sie «nser Preisausschreiben in der heutigen Sportrubril! Mober IM Beachten Sie unser Preisausschreiben in brr heutigen Sportrubril! 20. Oktober 1925 Serichtssaal. oberst HiM — der khrensronttümpfer. Nach dee: bekannten Vorfällen in Mödling, bei denen der Gemeinderat Müller durch Mißhandlungen so schwer verletzt wurde, daß er im Krankenhaus.starb, veröffentlichte die Krbeiterzeitung" mchrere Zuschriften aus Leserkreisen,-m .denen hervorgchaben wuvde, daß an dem HakenkveuzlereWß auch viele Mitglieder der Frontkämpservereinii,g, Mter ihnen deren Veribandsobmann Oberst a. D- Hiltl teUgenomnien hatteu. In diesen Zuschrifteil wnrde-n heftige Angriffe gegen Hiltl erhoben, die ihn veranlaßten, gegen beit verantwortlichen Redaktonr des Blattes Hugo Schulz die Cihrenb-eleidignngsVlage zu erhebe>>. Die BechdMnng über^di'ese Anikla-ge begann gestern vor dem 'Schwurgericht. Der Angeklagte Märt sich nich ts ch ubd ig und er klärt, er mupfinide gegen die OMiere der fvüheren Armee keinen Haß^ auch sein einziger Sohn, der im- Kriege gcfalleii ist, war doch Offitzier. Oberst Hiltl war über nicht ein idealer Truppeniführer, der eine.n solchen Schutz verdieitte: Er ivar ein Antreiber in den Tod, der von hintenher mit Menschenleben disponierte, sellbft aber nur selten dort zu finden war, wo der Tod seine Opfer forderte. Wenn er auch bei igelvifsen AMssen persönlich tapfer war, so ist es. doch wahr, daß er im Schützengräben sich als har,ter Borge-, setzter benahm, der einen Verwundeten, der sich seinem UnteHand näherte, mit harten Worten hin a »l sst i e ß, und. als ein Mann, der gegen alles Gesetz iu$ Recht i.. seiner Truppe die Prügelstrafe ein geführt, hat. Verteidiger Dr. Richter stellt nun eine Reihe voll Bew eis aut.ragen, dje das in den Artikeln, von Oberst Hiltl entworfene Eharakterbild beftätigen sollen. Von den ehemaligen Untergelbenen des Oberst H i.l t l wurden gestern zuerst die Zeugen Schulz und Schindelar verwNMen, die über fieügos Verhalten ihres B a ta il l 0 n sk 0 mm a n d an t en berichteten. Als wir im schweren A-rtilleriefener am - D 0 b e r d 0; lagen, sagte der Zeuge Schindelar aus, war Hiltl niemals zu sehen. — Dr. Nichte.r: Haben Sie darüber Be,merkungen von iHienischeir' OGPerrtt-gchört^ Zum g e:'Ja. — Dr. Richter: Wie oft haben Sie dm Obech Hiltl an der Front gesehen?- Zeuge: Gar nicht. ' Der Zmge Andreas Lampa stellte feinem Vorgelsetzteu ein gntes Zeugnis aus. Demgoge-lMber sagte der Zeuge R: ch e l, der' Ordennanz war, aus, daß die gaM Abteilung erlöst auifatmete, als Hilll den Kommandanteiipchen wechselte. Hiltl. habe auf dem Riicktzug in.Serbien ganz und gar versagt.. . '. Der ehemalige Offizier Johann Klug zäb' eine genauere Darstellung über die Lage der Truppen. Es sei damals schon sehr'schlecht gestanden. - Vors.: Haben Sie Hitlt an der Front gesehen? — Zeuge: Nein. — Vors.: Andere Zeugen haben das Gegenteil ausgesagt. — Zouge: Ich habe ihn niemals inder Stellung gesehen. Die Verhandlung wurde hierauf abgebrochen und wird hbute zn Ende geführt. ' Haltestelle verschoben." Eine bemerlkeuSiverte Entschei» duna über die Aufmerksamkeitspflicht des Fußgängers hat gestern das Oberlandesaericht als Rekursqericht a«. Der Obevproknrfft BertoSd Lewhn brachte gegen die Gemeinde. Wien, städtische Straßenbahnen, eine Klage auf Ersatz von 68 Millionen Kronen, darunter 30 Millionen Schmerzensgeld, ein, weil er über den ins Trottoir hineinreicheiiden eisernen Fuß der Tafel mit der Anfschnft ..Haltestelle verschoben" in der Löwmgasse gestürzt war und sich hiedurch schwere Verletzungen zugeyoM hatte. Das Berichulden der Straßenbahn wurde dann erblickt, daß die Tafel, nicht beleuchtet — es war zur Nachtzeit, als sich, der Unfall ereignete — nnd daß das Fußgestell ins Twttmr hmemreichte. Der Gellaatenvertreter bestritt die Verpflichtung der Straßenbchn zur Beleuchtung der Tafel, da die Straßenbeleuchtung schori genüge. Das' Landesgericht wies die Klage ab., weil beit Pflichten der Straßenbchn auch Wichten des Fußgängers geaeMberstehen. Diese Auftnerksamk-eitspflcht des Fußgängers habe der Klager außer Acht gelassen und dcher den Unfall seibst verschuldet. Uebrigens seien die großen weißen Tafeln mit der Aufschrift Haltestelle verschoben" in Wien ortsbeikannt und schon durch dre weiße Farbe auch zur Nachtzeit erkennbar. Das Oberlandesgericht (Vorsitzender Hofrat Dr. Hutzber) hat die daaeaen' ergriffene Berufung des Klagers abgewiesen unc das ersmchterliche Urteil bestätigt. Der Anforderungszettel des Wohnungsamtes. Das Wohnungsamt der Gemeinde Wien hatte vor einiger Zeit d:e Bureauräume des Hoßhändlers Wilhelm Buck angeforderi und hatte als äußeres Zeichen dieser Maßnadnie emen entsprechenden Bescheid vor die äußere Türe der Bureauranme an-, kleben-lassen.'Als -Buck ins Bureau kam und den Anforderungsbescheid vor der Tür kleben sah, riß er. da seiner Ansicht nach dieses Schrfftstück das Bureau verschandelte, den Anforderungszettvl einfach herunter. Er war deshalb gestern beim Strafbazirksgericht 1 vor dem LandeSgerichtsrat Dr. A r r e wegen Mißachtung einer behördlichen Anordnung angeklagt und wuvde zu'einer Geldstr^e von 10 Schilling, eventuell zn-B' Stunden Arrest, verurteilt. . Bereine. BortrSge und Bersammlungeu. Stnndenvermittlungsstelle. Der Iüdisch-akadenrische In« ristenverein hat eine Srundenv^rmittlMgSnelle gegründet U"t richtet an alle Eltem die Bitte, sich zwecks Zutorffung . von tüch. tigen Lehrkräften und Hofmeistertt an den Jüdifch-akademilcher Jnristenverein, 2. Bez . Taborstraße 1, zu wenden, welcher di- Vernü tlnng für den Untentcht in sämtlichen Lehrfächern völli! kostenlos durchführt. Ein Vortrag über die Ermordutig der Zavenfamilie. Am Donnerstag hält t der Oesterreichischen potttiichen Ge'ellichaß Dr. Egon C. C o.r ti alle Catene emen Vortrag über die Evi mordung der Zareüfamitie. Der Vortrag, bei dem auch Lichff bilder vorgeführt tverden, beginnt um 7 Uhr abends» ^5037747767^ 3