Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1925-10-19 · Heft 2391 (19.10.1925) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2391 (19.10.1925)
Date
1925-10-19
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2979076-2981191-2981477--24396-3011936
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Rr. SM Wien, Montag Rettung führen könne, besteht darin, daß Gleichheit im Aeußerlichen, im Zivilisatorischen, mit Gleichheit im Wesenhasten, im Lebensstil, das Gleichsehen mit Gleichsein verwechselt wird. Da leben und dem Zwang gehorchen eins ist, die letzte Möglichkeit der eingeborenen Idee suchen und deren strengstes Verlangen verwirklichen zu wollen, ist Assimilation nur dann lebendig, wenn sie sich nicht mit Gleichsehen begnügt, nur dann, wenn sie Gleichsein, dessen Fortführung und Steigerung, fordert. Lebendiges in sich erkennen dürfen, heißt, empfangen — ein Geschenk, irgendwie Glück, Gnade. Die Aufgabe der zionistischen Propaganda besteht darin, daS assimilatorische Denken dorthin zu führen, wo diesem klar wird, daß es Lebendiges enthält, die Fähigkeit zur Fortentwicklung, die Fähigkeit, der Forderung nach Gleichsein nachzuwachsen und zur strafferen, der Endgültigkeit näheren Gestaltung der eigenen Idee zu kommen, zu Gleichsein nachzuwachsen und zur strafferen, der Endgültigeines winzigen Schrittes, der aus fernster Vergangenheit zu lebendigster Gegenwart herführt. Es gilt, sich einem natürlichen, berechtigten Hang, dein nach Eigenliebe und Familiensinn ursprünglichsten, zu folgen zu gestatten, dem naiven Hang der Billigung deeigenen Daseins; es gilt, der Umgebung im Wesenhaften gleichzusein, in der Unbefangenheit des Wissens um Volk und Volkstum; es gilt, die Assimilation an Tracht und Gebärde Europas, zur Assimilation an den Lebensstil, das Daseinsgesetz, der Völker der Welt zu vertiefen. Hier erscheint die Möglichkeit, zum Erlebnis der Nationalidee heranzureifen, der Formidee des Zionismus:. Als Angehöriger des jüdischer Volkes bin ich den Angehörigen aller anderen Völker gleich. Hier läßt sich fassen, was der Zionismus zu bieten hat. was er dem Warten und Fragen der Assimilation zuflüstert. Da er den assimilierten Menschen in dessen Kern bejaht, läßt sich dieser von der sanften Gewalt gern umschließen, die ihm mit dem Bewußtsein vorhandener Lebendigkeit, vorhandener Entfaltungskräfte das Bewußtsein innerer Werte schenkt; die ihn in den Strom der Geschichte und das ernste und dunkle Glück einbettet, sich deren Zwangsgeschehen unterwerfen zu können — Ghettomauern, Emanzipation, Assimilation, Zionismus und dessen HoriMte. Hier ist das Glück des Strandgutes, das sich zum Schiff mit den tausend Masten werden fühlt. Ferne die Fragwürdigkeiten jüdischer Problematik; hier ist das Glück der Problemlosigkeit des wieder in sich ruhenden jüdischen Daseins, von dessen Pfad die ganze Magie aller Missionsideen entfernt ist, und das Glück der Problemfülle der faustischen Forderung: Aus freiem Grund ein freies Volk! Hier ist der Stolz mit seinen beiden Stufen, der der Selbstbilligung und der höheren, der der Selbstmißbilligung und des Pflichtgedankens. Wir erkennen: Zionismus — Erbe und Aeberwinder der Assinnlation schon dadurch, daß er diese durch die Deutung als Vorbereitung und Lehrlingsschaft sinnvoll macht, versteht, verzeiht. Die heutige Türkei ist das willkommenste Beispiel für unseren Fall, ein deutlicheres als Japan. Die alte Türkei des Kalifen — ein Bölkerstaat, durch das mystische Band religiös-dynastischer Wünsche zufammengehalten, ein Staat, der die Nation nicht kennen wollte und die Assimilation deshalb bekämpfte. Die neue Türkei, die religionsfremde Republik — bewußt national und bewußt assimilatorisch, und das im Dienste der nationalen Rechte. Daß die Türken zuerst zum Bewußtsein ihrer selbst kommen und erst dann planmäßig zu den Werkzeugen greifen, die Europa geschaffen hat, und das alles in wenigen Fahren; daß wir uns dagegen Jahrzehnte, Jahrhunderte hindurch all dieser Werkzeuge, die wir übrigens mitgeschaffen haben, irgendwie träumend bedienen und dabei nicht wissen, wem wir das alles zu Nutz und Frommen tun, das sind unerhebliche Geschichtstatsachen; die Uebereinstimmung trüben sie nicht. Der Zusammenhang zwischen Assimilations- und Nationalidee ist klar. Die zionistische Propaganda ist ihrök Aufgabe nur dann würdig und gewachsen, wenn sie ihn erkennt. Zahlen, die z« denken geben. Von Prof. Dr. Julian Silberbusch (Ezernswitz.) Das Gesundheitsd-epartement der palästinensischen Regierung hateine kleine Tabelle -der Geiburten, «Sterbesälle und Kinde r-sterblich'keit für die .Jahre 1923 und 1924 publiziert. Diese Statistik ist mit Benützung von anderen schon früher veröffentlichten Zahlen zu einer Reihe von kleinen Tabellen verarbelt-et worden, aus denen am Schlüsse einige Folgerungen gezogen werden. Jalir Tabelle 1: Bevölkerung Palästinas. Geicmr.tbero!küm,-g Nicb uiden Juden 1923 662.013 570.8 6 91.157 1924 681.245 577.819 10:1.923 Jahr Tabelle 2: Geburten. ■ GesmntbMitevmg Ntchijuden Juden 19J3 31402 28126 3276 1924 84.955 81332 - 3623 Jahr Tabelle 3: Sterbesälle. Gesamtbevöltming Nichtjuden Jude» '923 - 16.994 15. 84 131.0 1924 17.672 16.476 1196 'Gilt « Tabelle 4: Kindersterblichkeit. GesmiilbevölGrillig Nichtju eu Inden 1923 f>80z 412 1924 ‘ Aßl 4U78?83 _Mener MMenzeHurtg jkwjw .HVMUt V kj nrcsfr Hypotheken, Antiken, Pfandbriefe» Sparkassenguthaben Fachmännische Sendung VERMITTLUNOS-ZfiNTRAlE 0. M, B. H„ BERUH W Eichhornßirasse 3. Parterre tui» Teilphon Kurfürst 5520-^21 Sprechstunden von 4 - 7 Uhr nachm., Sonnabend von 1*80 -3 30 Tabelle 5: Zunahme der Bevölkerung in absoluten Zahle«. MawiberM Nichtjnden Juden Jahr riMrl. nmürl. natürl. Et-wan« Gesamt- Zuuabmt- Zunahme Zunahme denms zunahme 1988 8 6W 7062 1 54 8955 , d. 09 1924 '10X2 8778 2044 10819 1 863 Tabelle 6: Geburten in Prozenten der Bevölkerung. Jahr Ntchijuden Juden 1928 4,99 9,82 1914 5,61 3,98 , Tabelle 7: Sterbefälle in Prozente« der Bevölkerung. Jahr Nichtjuden Juden 1923 8,74 2,01 1924 3,97 1,73 Tabelle 8: Kindersterblichkeit in Prozenten der Geburtenziffern. Jadr Nich iuben Juden 1943 1013 12.58 1924 19.39 10,57 Tabelle 9: Ueberschuß der Geburten über die Sterbesälle (in Prozenten). Jahr Nlchijuden Juden 1923 1 25 1,« 1924 1,64 2,25 An diese Tabellen lassen sich folgende Bemerkungen knüpfen: - s) Bei der nicht-jüdischen Bevölkerung ist der prozentuelle Anteil der Geburten ein viel größerer als bei den Juden. (Siehe Tabelle 6.) Während in den Ländern der Galnth der Kinderreichtum der jüdischen Familie beinahe sprichwörtlich geworden ist, wird in Palästina die jüdische Bevölkerung von der nichtfüdischen weit überflügelt. Ob dies an der Art der Einwanderung bis Mitte 1924 liegt, bei der in der Mehrzahl unverheiratete Emigranten eingckvandert sind, und ob infolge der unsicheren ökonomischen Bedingungen eine große Zahl von Eheschließungen unterblieben ist, llißt sich nicht mit Sicherheit entscheiden. Es wäre aber jedenfalls sehr bedauerlich und würde eine große Gefahr bedeuten, tvenn sich die Zeitungsnachricht, bowa-hnheiten sollte, die vor -kurzem in der palästinensischen Presse zu lesen war, daß in den jüdischen Kolonien daS ,-Ljn-kindershstem" eingeführt wurde.*). b) Sohr erfreulich ist die viel geringere Sterblichkeit bei den Juden. (Siehe Tabelle 7.) Die Ursache hiefür liegt zum Teil in den besseren LebenslLe-dingungen der jüdischen Bevölkerung Palästinas. Den Hauptanteil an der geringeren Sterblichkeit hat aber sicherlich in erster Lime die auf hoher Stufe stehende sanitäre Organisation der Hadassah. Noch deutlicher sieht man die geringere Sterblichkeitsziffer .aus der Tabelle 8, in «welcher der prozentuelle Anteil der Kindersterblichkeit «bei 'der jüdischen und nichtjüdischen Bevölkerung Palästinas dargestellt wird. So stacken z. B. im Jahre 1924 bei der nlchtjüdischen Bevölkerung auch prozentuell doppelt soviel Kinder als bei der Mischen. c) Die geringere KindevsteMichkeit bei den Juden führt dazu, daß trotz der relativ viel -höheren nichtjüdischen Geburtenziffern der Ueberschuß der Geiburten über die Sterbesälle,fcci Juden und Nichtjuden fast gleich ist.**) Ja, das VerlMnis verschiebt sich sogar noch ein wenig zugunsten der jüdischen Bevölkerung, wie man aus der Tabelle 9 erkennen kann. d) Trotzdem ist die jüdische Bevölkerung gegenülber der nichtjüdiischen im Nachteil. Es ist anzunehmen, daß die palästinensische Regierung die allgemeinen sanitären.Verhältnisse in Palästina im Laufe der nächsten Jahre -bedeutend verbessern wird, wodurch -dann auch die Sterbeziffer bei der 'nichtjüdischen Bevölkerung entsprechend sinken muß. Der natürliche Zuwachs der nichtjüdischen Bevölkerung durch den Geburtenüberschuß wird dann auch durch einestarke Giriwa-nderung tour schwer in beträchtlichem Maß übertroffen werden können. Schon bei berg hohen Sterbeziffer ist der natürliche Zuwachs der nichtjüdischen Bevölkerung im Jahre 1923 höher als -der natürliche Zuwachs der jüdischen Bevölkevung vermehrt um hie gesamte Einwanderung -in -di-efem Jahre. Erst ton Jahre 1004 war - die Zunahme der jüdischen Bevölkerung (natürliches Wachtstum und Einwanderung) in absoluten Ziffern größer als die natürliche Vergrößerung der nichtjüdischen Bevölkerung. (Siehe Tabelle 5).***) . . - , v) .Es -ist klar, daß aus -den vorliegenden Ziffern noch kein abschließendes Urteil gefällt werden kann. Es istalber unseres Erachtens nach sehr wichtig, daß man rechtzeitig durch intensive Aufklärung auf die Gefahr aufmerksam macht, die in der geringeren Geburtenziffer der jüdischen Bevölkerung Palästinas liegt. Keren-Hajessod-Aktion in Bukarest. Am 2. November, dem Tage der Balfour-Deklacation, wird hier eine große Aktion zugunsten des Keren Hajessöd beginnen. Im Jahre 1)684 wurden tu Bukarest 5,5 Millionen Lei für diesen Fonds aufgebracht, und im eben abgelaufenen Jahre 5685 stiegen die Beiträge auf 7,5s Millionen Lei. *) Bei Berechnung der Tabelle»- 6 Und 7 ist von der jüdischen Gesamtzisfer der lährliche Zuwachs durch Einwanderung m.Abzug gebracht worden. Tut man dies nicht, so verschieben sich die Ziffern noch mehr zuungunsten der jüdischen Bevölkerung. **) Die Gesamtsterbeziffer ergibt sich aus den Tabellen 3 und 4. . . ***) Obwohl keine Dateil für die Zeit bis 1923 vorliegen, kann man doch fast mit Gewißheit annehmen, daß damals die Verhältnisse nicht viel besser wären. - 19. Oktober 1925 ' Sette 8 Bon Dr. Martha Hofmann. Die paradoxe Erscheinung, baß ein im Munde, geführtes -ew-ußtes Iu-bentum" sich häufig — wie Unten näher ausgeführt wecken soll — 'bei näherer Betrachtung als unbewußte Assimilation entpuppt — als solche vielfach einlfeitig >machtpoilitisch, das «heißt <mtispgiäl-istisch orientiert? «was keineswegs im Wesen einer wahrhaft national jüdischen «Bewegung se-llbst gelegen Ware —, veranlaßt mich, den -Begriff des jüdischen Nationalismus einer näheren Prüfung zu unterziehen. - Mr alle wissen,. daß die jüdischmtionale Idee im Dösten einmal als bewußte Abkehr vom deutschnationalen MMufertmn angesangen hat; -aß sie mchr ein Entschluß' War als ein Besitz, mchr Geste als Realität. Wir «wissen, daß Herzl sich zur Zeit, da er die Idee des politischen Zionismus kcnzipierte, hinisichÄich des Judentums, der nationalen Renaiffänoe, ganz an der Oberfläche - befand, daß er nur schrittweise, nur langsam ins -Innere vordrang. Aber doch ging er —wenn auch nicht bis zur Vollendung, die sein früher Tod ihm vorenthielt — hier wie sonst den tragischernsten Passvonsweg von außen nach innen, den keiner derer, die feinen Namen so oft im Munde führen, ihm nachzusolgen «unternommen hat. Seither ist der Zionismus -weit über diese Anfänge hinausgeschvitttn: In. der Arbeit des letzten Jahrzehnts dürfen wir eine tatsächliche Synthese von Herzlscher Politik und Achad Ha am scher Zionsliebe erkennen, verkörpert namentlich durch Balfour-Deklavation und Gründung einer hebräitfchen Universität, durch Konzentrierung unseres großen nationalen Schrifttums in Erez Israel. Andererseits alber sehen «wir, daß die Ideologie der bürgerlichen Massen, namentlich des Westens, mit dieser Entwicklung nicht «Schritt gehalten -haben. Der bürgerliche Durchschnittchiomst hat kaum irgend welchen geistigen Anteil an der kulturellen, der hebräischen Renaissance des Volkes, zu dem er sich bekennt; das nationale Bekenntnis ist chm an der Oberfläche, ist Lippenbekenntnis göMeben. Ist keine von innen her wirtende, vevwandÄnde Kraft geworden, die ihn nötigen würde, ernsthaft um die Se-ole, um die Sprache und Kultur des ihm verloren gegangenen Volkstums zu ringen. Träger eines solch unechten Nationalismus -ohne organisch nationalen Kern, geben zuweilen mehr minder unumwunden zu, daß es ihnen nicht so sehr mn jüdische Kultur, jüdische Sprache, jüdisches Volkstum M sich — «wovon sie selten aus Erfahrung wissen —, sondern um den „nationalen Gedanken schlechthin" zu tun sei. Es sei die unsere eben eine Bewegung, durchaus parallÄ den betont nationalen' «Strömungen -innerhalb anderer Völker, als solche «den sozialistischen Tendenzen extrem entgegengesetzt und damit durchaus unvereinbar. Nur so ist es zu erklären, daß eine nicht unbeträchtliche, durch Aktivität Md Volemik über ihre zahlenmäßige Be-. dcutung hinaus einflußreiche Gruppe von Zionisten es als eine ihrer «wesentlichsten Ausgaben betrachten konnte, den Kampf gegen den Sozialismus zu führen, und zwar nicht nur gegen die sozialdemokratische Partei, sondern auch gegen die Träger sozialistischer Ideologie im eigenen Lager. Angesichts der Tatsache, daß viele dieser .Nationalisten die Linke — das heißt die Träger der nationalere Kultur, der nationalen Arbeit.par excellenoe — am liebsten außerhalb der. Organisation sahen, muß man sich doch ins Gedächtnis vuifen, wa's die Zionistische Organisation für die Ju'denheit der Welt be-deutsn.soll und muß: Die volks- und staatsbildende Körperschaft, «beruifen, den künftigen tudenstaat in der «Galuth zu antizipieren, die daher alle lieber des Volksganzen von der Rechten bis zur Linken zu umschließen hat. Und darumist es falsch und gefährlich, wenn — «wie kürzlich an dieser Stelle, geschah*), von der zionistischen Landespölitik die einheitliche wiriischastliche Jntevessen- Vertvetung für die gesamte zionistische Wählerschaft des Landes verlangt wick. Denn die Judenheit ist kein homogener Wirtschaftskövper, der sich aus einen Generalnenner, auf ein einziges, allen verbindliches Wirtschaftspvogramm bringenließe, wie es dort gefordert wick. Welcher Art dieses Giniheiisprogramm sein sollte — darüber spricht sich der Verfasser denn auch möglichst «wenig, möglichst unklar aus. Dennoch ist es -unschwer zu erraten. Sagt er doch an einer Stelle, die politische - Interessenvertretung müsse auf zi-omstischier Seit« eine derartige sein, „daß die wohihahende Bevölkerung nicht genötigt sei, sich nach a nder e n, bürgerlichen .Vertretern nmzuschauen". Allerdings wurlde wenig vorher bckauert, „daß die unteren; «Schichten der jüdischen Kausleute und G^verbetveübenden in wachsender Zahl in das Lager der Sazialdemokratie übergehen, von welcher sie eine reg-ere Forderung ihrer Interessen erhoffen". Mr können hi-nzusügen, daß däsMe hei einer großen Schar mittelloser jüdischer Akademiker; Beamter. Lehrer, Handwerker. und natürlich Arbeiter dev Fäll ist. D!« Wirtschastli-chen Interessen scheinen also doch . nicht so ganz homogen zu «sein — obgleich der Ver-fass-er in ■ folgendem, «wo er vorwi-eg-end von Ka-ufleuten spricht, diesen Ansche-in erwecken .möchte. Und wie «wäre es auch möglich, daß die breiten Scharen mchr minder proletarischer Existenzen dieselbe wirtschaftliche Jnteressenv«r1retu>ng anstreben sollten wie die «wohlhabenden Kaufl-eute, Rechtsanwälte, Bankiers, -RealitAenbesitzer us«w.? (Wvhlgem-erkt, ich spreche nur von wirtschaftlichen Interessen,, wie es auch -der Verfasser tut.), .Gehen einerseits bürgerliche Mahlsttmmen mangels, genügender Jnteressen«vertretung *) Vergleiche den Artikel „Mchr Landespölitik!" von Dr. Maximilian Hörowitz in der „Wiener Morgenzeimng" vom 12 d. 624947093374

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.