Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2390 (18.10.1925)
- Date
- 1925-10-18
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Sk. AM SBfoft, 9vtNtlRgl IBItntt Morsenzeitttns 18. C#io6<t 1985 2-eitc!) * Das Wetter. Mm gchrigen Tage herrschte noch winter- Ache Me, gegen abends setzte Regen oin. Die Voraussage für heute kruitet: Wenia verankert. vovühergchend büwöM, föhnig, etwa-wärmer. * Die LebenSmtttelmLrtte. Die acheigovte Nachfrage vor einem Sonntag kam gestern aus allen ApprMsionievungsmävkten zum Vorschein. Im Bordevgvunde stand wie gewöhnlich die Großmavkthalle, die infolge ihrer dominierenden Stellung in der Wiener Fleischversorgung einen Masseuibchuch anfwieS. Rindfleisch in mittleren QuallMen wurde um 10 Groljchen pro Kilogramm gegenüber der Vorwoche im Preise herabgesebt. Alle anderen Flsischarten schielten sich auf vovtvochigem Preisniveau. Der Naschmarkt, der a>nf den meisten Gebieten bedavfdeckend dotiert wurde, hatte gleichfalls gesteigerte Frequeirz auts/ Mveksen. Kartfiol ist im Preise bestiegen, .wogegen einzelne Salatarten sich billiger stellten. Mtt Obst war der Markt ausreichend versehen. Preise anhaltend stationär. Die Eier stellen sich aus den Märkten vis au 33 Groschen pro Stück, wahrend 'in den Bezivksaeschätften 34 Groschen, stellenweise bis zu 36 Groschen pro Stück gefordert werden. * Palästi unreifen mit den Dampfern der französischen Linien ab Marseille und Cousta-M. Auskünfte und Billenen Compagnie Generale Transatlanttque. Men. 4. Bez., Medener Gürtel 24. * Zwei wackere Schwaben. In einer Baracke des svüheren Kriegsspttals ür der Grinzinger Allee wohnt« der Student Friedrich P. mit zwei deutschen Studenten, die vor etwa einem Monat inr Kajak aus der Donau nach Melr gekommen waren, um hier zu studieren. Beide behaupteten, auS Mannheim zu fein; sie nannten sich Georg Klein und Karl Hossmann. P. kannte sie nicht näher. Gestern harrte des Studenten P. eine peinliche U Überraschung. Die beiden Studenten hatten ihn voMmrmen ausgaplundert. so daß P. ganz oljite Kleidung und Wäsche dastcht. Die Burschen sprechen auffällig im schwäbischen Dialekt. Ihre Verfolgung ist eingöleitet. . * Die Hochstaplerin Irma Tihanh verhaftet. Aus Grund der Anzeige mehrerer Wiener GeschästÄeute ist die berüchtigte international« Hochstaplerin Irma Tihany-in Güns verlostet und dem Gerichte in Steinamanger eingeliesert worden. Man hat fchoir mehrere Jahre von der Tihany. die eine Hochstaplerin größten Stiles ist, nichts gehört. Vorher hat sie fast unablässig die Polizei- und .Gerichtsbehörden beschäftigt. Unter dem Namen einer Gräfin Stn rdza hat sie zahlreichen Wiener GeschäftAeuten Textilwaren, Riemen- und Sattelzeug, Pferdedecken usw. herausgelockt. * Ehezwiste, selbst Ehescheidungen werden oft durch eine angpbrannte MoWpeise verursacht. Backen und braten Sie ohne Bratrohr. Sie ersparen Aeriger, Geld nnv Zeit. Dorfühmngen täglich von 9 bis 12 Uhr und von 3 bis 6 Uhr bm Restaurant Zentralkeller, 2. Bez., Taborstraße 8, und Restaurant „zum grünen Baum", 7. Bez., Mariahilserstraße 96. * Ei» Wehrmann als Mörder. Am 16. d. um hach 11 Uhr nachts hat der Wchrmann Alfred Pirker des Alpensägerregiments Nr. 11 auf dom Krenzberg bei Klagenlfuri die in Klagenlfurt wohnhaft geivesene Tatbakaribviterin Anna Äeißner durch Stiche in den Hals getötet. Er ist dann geflüchtet. * Im altbekannten TapezierermöbelhauS M. Weitz, 2. Bez., Davwingaste 39 (Ecke NoMahnstraße), kaufen Sie erstklassige Ottomanen, Eisen-, Messing-, Patent mobeil usw. in erstklassiger ZluSführung zu außewrdentlich billigen Preisen. * Entdeckung eines unbekannten Volkes. Einen bisher mvbÄamrten Bolksstamm in Sibirien .hat.nach.der „HettHiger Illustrierten Zeitung" eine von der Geographischen Gesell'chast - und der russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau ausgerüstete Expedition am Nurafl-uß entdeckt, der sich sowohl hinsichtlich der Sprache als auch durch die äußere Erscheinung wesentlich von dm übrigen Eingeborenen des Bezirkes, den Samojeden, unterscheidet. Die Samojeden trennen oieses Volk in ihrer Sprache ,.nia oasoeo", d. h. WaldvoK, während diese selbst sich „peschan, d. h. Adännerc, nennen. Ihre Sprache hat selbständrge Sprachwurzeln, der Maut der tm Samvftdischen ziemlich yäufiä vorkommt, fchlt den Peschans. Die sind Nomaden und wohnerr abseits -von den Samoftden. Ihre Gesamtzahl beträgt nur 600. Es ist das erste Mal, daß sie mit zivilisierten Menschen in Berührung gekommen sind. * Eine reiche Bettlerin. Aus New-Jork wird gemeldet: Mrs. Crvxson, die vor kurzein im Mter von 85 Jahren in Brooklyn in einÄn ärmlich möblierten Zimmer verstorben war und die alle ihre Bekannten im größten Elend alaulbten, hat ein Vermögen von vier Millionen Dollar in Noten und Wertpapieren binterlassen, vxlr also eine der wohbhalbercksten Frauen der Vereinigten Staaten. Radiovrogramm. Heute Sounttm den 18. Oktober. 11 Uhr 5 Min.: Orchesterkonzevt deS Wiener Symphonieorchesters. Leitung Dr. Kaiser. — 16 Uhr: Konzert (Kapelle Haupt). — 20 Uhr: „Prinz Friedrich von Homlburg." Bon Meist. AussDhvung zu Heinrich v. Kleists Geburtstag, 18. Oktober 1777.) Personen: Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenlburg -7- Hans Marr; die Kurfürstm — Pauline Schwe-ighoier; Prinzessin Natalie v. Oranien, seine Nichte — Hilda Wall; Feldmarschall Dörfling — Ivauz Kammauif; Priirz Friedrich Artur von Homburg — Ferdinand Onno; Obrist Kottwitz -^Viktor Kutschera; Hennings, Oberst der Infanterie — Christian Aseld; Graf Truchß, Oberst der Infanterie — Rudolf Ferstl; Graf Hohenzollern— Ludwig Körner; Rittmeister von -der Golz — Heinrich'Jensen; Graf Georg van Sparren. Rittmeister — Wilhelm Schidt; Strang, Rittmeister — Franz Kern: Siegfried v. Mörner, Mtmerster — Julius Strobl; Graf Reuß, Rittmeister — Hans Kainz. Spielleitung: Doktor Mchtern. MuMlische Begleitung: Kapellmeister Walter Hahn. _ Vereine, Borteöse tut) Versammlungen. Z-i-onistischc Sektion 6-8, 8. Be^ Bennoplatz 1 a. Dienstag den 20. d. um 8 Uhr albendS: Gemeind erat Dr. Leopold Pl af chke8: „Die Gegeniwartsarbett im Zionismus". — Zionistische BezirkSsektion Alsergrund, 9. Bez., LiechtesOeinstraße 11. Der irrtümlicherweise für morgen Montag angekündigte Vortrag des Herrn Dr. I. Sadaer über „PsychoanalUe und Judentum" finde; erst Montag den 26. d. im Cafe Metropol, 9. Bez., Berggasse 88, statt. * IlWiscke Akademische Verbindung Unitas. Morgen mn 8 Uhr a>bend8 Sitzung, des Mten-Herren-Verlbandes beim oberen G u! l h. Tagesordnung: Fortsetzung der Deitzatte über den Kongreß. '4' »«mei und Salta." Vurgthea^x. Aus der Bühne des Burgtheaters sind jetzt tatsächlich zwei blutjunge Menschen Romeo und Julia. Ihre Liehesraserei, ihr Schwanken zwischen unbändigem Jauchzen und kirchlichem Weinen ist glaubwürdig. Ein. junger, mutiger Spielleiter hält mit, formt ihnen den Tummelplatz zum Austoben der Leidenschaften. Die beiden sprechen und agieren so gar nicht burgtheatermäßig, die Gesamtaufführung ist so gar nicht „künstlerisch ausgeglichen" — aber jung ist sie und herzhaft. Schade, dgß sie ein arger technischer Mangel beeinträchtigt. — Eine grohe Zahl von Bühnenbildern, jedes einzelne förmlich mit Energie geladen. Jedes Bild bricht plötzlich ab — und eine peinlich lange Pause löscht die erzeugte Stimmung aus. Schade. Rascherer Szenenwechsel wird bei dem komplizierten Aufbau — fast jedes Fragment spielt sich zu ebener. Erde und im ersten' Stock ab — nicht zu erzielen sein. (Vielleicht entschließt man sich, diesen und jenen kleineren Dialog vor dem Zwischenvörhattg sprechen zu lassen.) •!' * ' Ich , glaube, Hans B r a h m hat den Abend so, geformt, weil er wirklich junge Liebhaber zur Verfügung hätte, nicht gereifte, ivohltemperierte, schon auf „Kantilene" bedachte Schyuspieler. Bis zur ersten Leiche geht eine derb-sröhliche, gelegentlich burleske Komödie über die Bretter. Ein Wirbel von Raufbolden und aufgeschreckten Philistern zu Beginn, ein Lachterzett von wachsender Durchschlagskraft im Gemach der Gräfin Capulet, ferner etliche Rüpeleien, die sich sehen und^ hören lasten können. Die Todesahnung vor der erstdn Begegnung Romeos mit Julia wird vernachlässigt. Erst bei der Nachricht vom Tode Mercntios („nichts kann den Unstern dieses Tages wenden, er. heht das Wrch an .. . .") beginnt die Tragödie. Ihr ergreifendster Moment ist diesmal die selten gespielte, durchaus geglückte Szene am Bett der scheintoten Julia zwischen dem Bedienten Peter (brav, Herr Huber!) und den Musikanten; ihr Höhepunkt, wie es sein soll, die Schlußszene in der Gruft. * Romeo ist Alfred Löhner. Seit seinem ersten Auftreten im Bürgtheater gilt er uns als große Hoffnung. Er mag barbarisch die Verse schlucken und wild um sich hauen: Das Feuer der Seele schießt auf. Freilich gilt diesmal ganz besonders, w'aS Lorenzo von Ronreo sagt: „Gleich einem Wuch'rer hast du an allem Ueberfluß und brauchst doch nichts davon zu seinem echten Zweck . . ." Aber an diesem Abend — da er doch Romeo ist— darf er sich's ungestraft leisten. Die Julia der begabten Hilde Wagen er — bezwingend durch herbe Jugend — ist durch physisches Unvermögen gar sehr beeinträchtigt. Sie halt die Ekstase des Glücks nicht durch und den Jammer der Verzweiflung schon garnicht. Weil diesmal die. HauptqkteWe^LjeheDramas. zwei Mimen sind, deren Jugend erst beginnt (nicht zwei Voll- oder Ueberreife, deren Jugend „nimmer aüfhort"), ist es durchaus angebracht, daß ihr Freuird, der Brüder Loreirzo, kein, graues .Härchen noch rund und um die Tonsur aufweist. Raoul Aslan spielt' ihn als Mann,, der erst demnächst in die besten Jahre kommen wird, aber doch schon Vater dieser Kinder sein könnte. Er spricht ihn ausgezeichnet und im letzten Akt mit tragischer Kraft. Sein erster Monolog ist beeinträchtigt, well ihn die Regie das Körbchen mit Kräutern füllen läßt, die er nachdenklich von Topfgewächsen pflücken muß. Die Blumentöpfe sind mit preußischer Genauigkeit ausgerichket und duften Nach Parodie. Herlich jung Hans Marr als Mercutio und jung die frische Mutter der vierzehnjährigen Julia, Lotte Witt, als Gräfin Capulet. Zu „jung", nämlich allzu tief ins Rüpelfpiel transponiert, die.Amme der Frau Senders. Shakespeare mit Kuliffenzanber ist nicht jedermanns Geschmack. Aber wenn schon, dann kann man sich so schöne Schöpfungen wie S t r n a d s Schlafgemach. und Totengruft Julias, gefallen lassen. Otto Abeles. „SBftnenfttitts 2oö." iPHMMUiMaHaHiiHIHBMH . . 1875-1925 Der 50jährige Bestand der Firma Teppichhaus Möbelhaus {.SCHEIN Wien, I., Bauernmarkt 12—14 (keine Filialen in Wien) bietet für streng reelle, solide und fachmännische Bedienung der Kunden die beste Gewähr Bevor Sie ihren Einkauf B von leppickii, Mip, Deckes, ibelslofen m. besorgen IN damit Sie sich von der Reichhaltigkeit der Lager, Billigkeit der Preise und Leistungsfähigkeit der Weltilrma überzeugen können 188 BBBBBBIBBBBIBBBBBBBBBBI bester geworden, der Olt>Mo Feldhammers ebenfalls, weil sein Part Arzer ist un>d es ihm leichter wird, seiner Jugend Gewalt anzutun. Kar-lheing Martin, der vichniliche Spielleiter, hielt den zweiten auf der Höhe des ersten Abends. Nur der schwedische Hauptmann des Herrn U n g e r war eine Qvge Zumutung. O. A. Am de« Matern. Burgtheater. Morgen, HM 8 Uhr, „Ein -idealer Gatte". ' - A-kademietheater. Infolge der Unpäßlichkeit des Herrn Georg. Reimers gelangt im AkademiMMer heute■ nachmittags statt „Der Schwan" Sil Varas Komödie „Die Frau von 40 Jahren" zur Aufführung Operntheater. Morgen, 7 Uhr, ,/Dte tote Stadt". Dienstag den A). d. wird unter der mMalischen Leitung von Felix Weingartner „Aida" Egeftihrt. Herr P i c e a v e r singt WM ersten Male den Rad a m e s. Samstag den 34. d. gellangt. KM ersten Malle. MaussorKys. „B a r i 8 G o d u n o w"' zur .Autsiführung. Abs .nächste Novitäten werden ,ßgä narell" von L Gvos^z und „Höl'l>isch Gold" von Julius Bittner (November), „Andr e Ch eni e r" von Umjberto Giordano (anfangs Jänner) mit Fränleiu Lehmann und den Herren Picoaver und Dr. Schipper vovbereitet.■ An Reprisen und Neueinstudierungen -werden in dem gleichen Zeitraum erschemeu „Di« Frau ohne Schatten" (mit Fvan Kappel als Färberin, Frau Achsel alls Kaiserin), „D ja mite h" (mit Frl. Anbay und Herrn Oestvig) und eine vollständige Ne-ueinsMiernnig der „Rose vom Liebesgarten" unter persönlicher Leitung des Komponisten. Redoutensaal. Dienstag „Figaros Hochzeit". Theater in der Jolsesstadt. Morgen zum ersten Malle in dieser Spielzeit „D e r D i e n e r z tv e i e r H e r r e n". Carl-Theater. Heute, nachnmttaqs 3 Uhr, neu einstudiert, „Der fidel.e Bauer", Operette von Le-o Fall. . Johann-Strauß-Theater. Freitag den 30. d. gelangt „P a g a n i n i", Operette von Paul Kneplex und Bela Jenbach, Musik von Franz Lehar, unter Leitnua des Komponisten zur Ura-uffuhMNg. Die Titelrolle kreiert Karl Cletriirg von der Staatsoper m Berlin, als seine Partnerin gastiert Emmy Kosary. Roland-Bühne.. Die de-uWe UraMihrung von Alexander Brodhs Bühneivwe.rk „Die - Gel-iehje". findet! unter der Regie Friedrich Fehers Freitag den 33. d. statt. Die.. TiÄlvoll-e spickt Magda Sonja, den PrinM Karl August' Kävl B achmann ä. G- Deutsches Bottstheater, - MstM väste-manu. Auch am zweiten Abend der WMnsteinttilchie:riß Albert Bafsermann das PEffum hin./W rief ihn,immer"- wieder vor die Rauche und dankte'ihm mit begeisterten Kundgetbnngen. — Und wie am ersten Abeüd war der Referent von Bassevmanns Wallenstem bsfromdet. Trotzdvm er" >den Knustler seit. langen Jahren verehrt. Vielleicht ist ein unauslöschlicher . «Iugendeind^uck — Sonnenthal in disser Rolle — entscheidend. Vielleicht ><cher täuscht, aichere das.liobenswerte, -hepzhaste-. Wesen Wassermanns, sein würaner Blick, seine bezaubernde Vornehmheit über die Mängül der Darstellung hinwe-g. f' Warum uns .der Wällenstein, den Bassernmnn formt, von dem Schillevschen, den er zu formet hätte, allzuweit entfernt düM, halben wir 'anläßlich der PiceolomimMusiMrung zu begründen versucht. Darüber hinaus'schien uns' diesmal seiüe Leistmtg, mit aHu viel ^" „Thealer" ..Helastei. zu?sem. Er spielt de« Herzog vttn Friedlünd mit Entphdse, ünterstreicht die Empfindungen mit grotzM Aufwand an Wortbetonung. Nur die göflügelten Horts just die MPg^lteN läßt er,Mt alle, , fallen. Aber sie wurden nicht berühmt, weil sie bedeutungslos sind, und die Methode, sie zu vernachlässigen, weil sie durch Mißbrauch entwertet wurden, ist nicht zn billigen. Der Jfolani Zieglers ist so ausgeqeichnet geblieben, 4vie in „Die Piceolontini", der Butdler B r a.nd t s. ist weit * Alfred Polgar ist.8V Jchre alt geworden. Anlaß, einem: feinen, vornehmen Geist, für.^reiche Gäben zu danken. Seine. Schriften sind Schöpfungen . eines Dichters, auch wenn sie nicht viel Druckvaprer "bedecken, und manches kleine Kunstwerk Polgars wiegt dicke Romänbande-und abendfüllende Dramer^ au*f. Seine Theaterkritiken zu lesen, ist hoher Genuß. Sie sind unbeschadet ihver Knappheit so inhaltsreich, humorvoll imi sallllich zutreffend, daß man den Peter Altenbevgschen Vergleich nur Liebigs Flerschextrackt anwenden darf. „Deutsche Literatur". Der .Oestervoichische Bundesoerlag für Unterricht, Wissenschaft und Kunst, vormals Schul« bücherverlag, "bereuet die Ausgabe eines 130bändigerl Monumentalwerikes unter dem Titel ,)D e u t s ch e Literatur" vor, an dem die namhaftesten deutschen Germanisten Mitarbeiten werden. Die Redaktion des Werkes liegt in den'Händen der Wiener Germanisten Dozent Dr. Kinoermann, Univevsitälsprofessor Dr. B r -e ch t und Univeusitätsprofessor Dr. K r al ik. Die deutsche Literatur toll, von ihren Anfängen bis aus die Jetztzeit durch Abdruck der Werke ihrer hervorragendsten Vertreter veranschaulicht werden. Das ganze Gebiet wird ir sogenannte Reihen zerlegt, in denen die verschiedenen Literaturströmungen (zum Beispiel Heldendichlung,, Volkslied, Humanismus, Aufklärung, Klassizisms, Romantik, usw.) als abgeschlöstenes Ganzes verarbeitet werden. Der erste, Band der wohlfeilen Ausgäbe wird im nächsten Jahre erscheinen. Dir anderen Bände sollen in kurzen Abständen folgen. E Madimir Jabotinsly wird über den 14. Zionistenikongretz am 38. d. im großen Konzerthaussaale sprechen. Karten bm iHeller (Bukum 'A.-G.), 1. Beu., Bauevmarkt 3, und Rach und "Präger, 2. Bqz>, DÄiwüstraße 20 A. Pelzmantel, Pelilacken ,»« Art Herrenstadtpelze, Raglans,Sakkos I., ROTENfURMJTR. 22. TELEPHON71-4-30