Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2390 (18.10.1925)
- Date
- 1925-10-18
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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* 8 ©feit, Sonntag Pouilarfe: Dann -bekommen \k hnndert Sous. ^Beiseite:) In einer Woche -sind die Tonneaus wahnsinnig. Nach einem Tag, fee* isür feie Tomioanb ein wahres Martyrium gewesen und an dem sie sich umsonst in feie entferntesten Räume, ja sogar in feen Keller verkrochen haben, wm das Schätzchen nicht -mehr zu hören, bricht Tonneau bei den Furets ein, feie erschreckt vor ihm zurückweichen. Tonneau (mit verhaltener Wut): Hören Sie, Furet, das kann dech nicht so weiter gehen. Ich kaufe Ihnen Ihr Gramniophon ab. Es ist .furchig Franken wert, ich zahle Ihnen dreihundert. Furet (rechnet still):"Dreihundert — feas trägt mir der Apparat in zwei Monaten. (Laut:) Ich bedauere... Tonneau (brüllend): Ja, haben Sie sich denn dorgenommen, uns ins Irrenhaus zu bringen? Furet: Ich habe mir zwar nichts vorgenommen. Mer ich bin in meinen vier Wänden und tue hier, .was mir -beliebt. T o n n e a u, der den Schlaganfall kommen fühlt, läßt sich in einen 'Sessel fallen und schnaubt laut. (Für sich:) Kein Ziveifel, das Liedchen ist ein Erpressungsliedchen. Wir müssen entweder das Feld räumen oder den Mann kauisen. (Laut:) Hören Sie einmal an, Furet, wenn Sie sich schriftlich verpflichten, nicht mehr Musik zu machen, " zahle ich Ihnen eine Rente von dreitausend Franken. Furet: Darüber ließe sich reden. Ich werde Ihnen Morgen die Antwort geben. Tonneau: Gut. Aber (bitteufe) bis dahin kein „Schätzchen"? Furet: Schon recht, Herr Tonneau. Abends begibt sich Furet zu Poulard. Furet: Also, man bietet mir dreitausend Franken Iahresrente, wenn ich mit dem „Schätzchen" aulshöre. Wieviel bieten Sie mir, wenn ich es weiter Meile? Poulard (lachend): Sie geben gar nicht schlecht ins Zeug, mein Alterchen! Nehmen Sie nur ruhig die Rente an: es wird doch ein kleiner Ersatz für das sein, was sie uns alles gestohlen haben. _ Andre Älchcho. 8s fehlt Ihnen etwas im Hauchalt. Sie finden es billig und in hervorvagender Qualität bei unserer WirischastÄvoche. Beachten Sie, bitte, unser Inserat aus Seite 13. A. Gerngroß Miengesell-schast. Preissturz bei Tehpich-Srendi. 'S Das Teppichhans Orendi hat sämtliche Preise um 2V Pro- - zeut herabgesetzt. Teppiche. Decken, Vorhänge usw., die einen reduzierten Okkasionspreis haben, iind rot markiert. Auch von diesen Okkasionspreisen erfolgt ein Nachlaß von 20 Prozent. 1. Bez., Rotenturmstratze 20, und Fleischmarkt 1. Wiener Morgenzeltuna geaen Schmerzen rheumatischer, gichtischer unnervöser Art. io7d Togal wird von vielen Aerzten nnp ohlen , Prob-Packung in allen Apotheken Gisela Korn Naftali Pluznik Wien, II. Verlobte Oktober 1925 Wien, II. Möbelfabrik J. Spira Feme M W. 111. MMgM 1~2 Wohnungseinrichtungen (Ecke Karl-Schweighoter-Gasse) I'HOTEL NEW-YORK,Wien* II. Lpe Igasse / 5 Minuten vom .tephanspiatz Modernst eingerichtetes Faipiiienhoiel, mit fliessen.'lem kalten und heissen Wasser, Zentralheizung, Bäder, Halle etc. Bei mindest vierwöchigem Aufenthalt Preis« begünsügung. 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In London scheint an feer Börse >ortgesetzt Hochhetrickb zu herrschen. Man hat dort zuut Beffpicl stets das dringende Bedürfnis nach ' Bö rse n l e lchhoiigespvächew. Natürlich sind die Telephvnapparate auch in London iminer dann besetzt, wenn man sie gang eiliig braucht. -Und meistens ist es eine Dante, die Die Londoner Damen sind nicht anders als die Damen in anderen Städten der Welt. Sie telephonieren mit Ausdauer. Niemand weiß genau, was für Wichtigkeiten sie sich eigentlich in ihren Halbstuitfeetigesprächeii zu erzählen haben, aber wirklich bewundernswert ist feie Ruhe, mit der sie die „Nachköm-mlinge" ans das Telephon warten lassen. Man munkelt, das; feas Telephongespräch einer Dame kürzlich an dom Konkurs eines kleinen Bankhauses schuld war, dessen Bärsenvertreier feie neuesten Kurse erst dann dent Bureau sagen konnte, als sie schon längst überholt waren. * Um weiteren Konkursen, wenigstens aus diesem Grunde, vorznbengeii, haben die Besitzer feer Restaurants in der Umgebung feer Londoner Börse jetzt einen phantastischen Beschluß gefaßt. Sie haben an ihre Telephonzellen ein Plakat gehängt, aus dem in großen roten Buchstaben zu lesen fit: „Damen ist die Benützung des Telephons in der Zeit von 10 Uhr vormittags bis -1 Uhr nachmittags verboten." Seitdeck erinnern die Restaurants an Mönchsklöster. Die Weiblichkeit hat geschlossen den Boykott gegen die unhöflichen Restaurateure ausgenommen. Zu Sabotageakten, Durchschneiden feer Telephonkabel usw., ist es bisher noch nicht gekommen. Was aiber iverden soll, wenn sich die Damen auf die Dauer nicht mehr telephonisch unterhalten können, steht dahin. Las arabisch; Mrchen iist das Sujet der dieswöchigen, wirklich sehenswerten Innem feekoraiion im Warenhaus Brüder Schissmann, 2. Be>z., Taborstr aße 48. Dean von der Eingaugstür in die feenhaft beleuchteten Geschäftsräume blickenden Beschauer bietet sich ein farbeiwrächtiges MärcheMld, wslches jedes schönheitsliebende Auge durch das geschmackvolle künstlerische Arrangement ent- Bckt. Bon der Märchenschau in die Wirklichkeit zurücklchrend, findet jedermann in den zahlreichen Schauifenstern praktische BedavfsartikÄ jeder Art in allen Qu.aliiÄ-slagen zu unglaublich billigen Preisen. Das GeschäftspriWip der Brüder Schiffmann ist: Die Menge macht es... Kleiner Nutzen — großer Umsatz! Brüder Schisfmann kauifen stets im großen direkt vom Erzeuger gegen Kassa, kaufen billig und verkaiuifm billig. Die besondere Leistungsfähigkeit und Konikurrenzlcisigkelt -dieses Wrenden LeopMstädter Warenhauses beweist die Tatsache; daß trotz der verminderten Konfkrast des konsumierenden Pu>blitnms täglich immer neue Käuser den Weg zu Brüder SHißfmann finden. Jeder empsichlt diese gute und billige Bezugsquelle seinen Freunden. Für Herbst und Winter reichhaltiges Lager m Stoffen für Damen und Herren, fertiger Damen- und Herrenwäsche, Leinen, Weiben, GrM für Bett- und Letbwcsche, Strumpf- und Wirkwaren, Regenmäntcll, Teppiche, Vorhänge, ' Bettdecken usw. _ Im redaktionellen Teile enthaltene entgeltliche Mitteilungen sind durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. Wien, 16. Oktckber. * Zum Ableben Prof. Abrahams. Am 6. d. ist, wie schon kurz berichtet, in Cambridge der Professor für talmuidische und rabbinische Literatur an der dortigen Uiversität, Dr. Israel. Abraham im Alter von 66 Jahren gestochen. Er war aut 26. Mvemiber 1858 in London gchoren und stammte mütterlicherseits aus der Familie der Br and an. die nach der Vertreibung der Juden aus Spanien nach Frankreich kam. Der Verstorbene, der eine Menge jüdischer apologetischer Essays geschriobcn hat, leitete durch 2o Jahre, gemeinsam mit Sir Maude M o n t e f i o r e, die vornehme „Iewish Quarterly Review". * Postpaketverkehr nach dem Ausland. Das Postpaketübereinkommen von Stockiholim enthält unter anderem auch die neue Bestinnnung, daß der Absender eines Paiketes nach dam Auslande aus dom Paket selbst und ans der Rückseite der Postbegleitadresse eine Verfügung für den Fall feer Unbestellbarkeit fees Paketes treffen muß. welche Verfügung in franKsischer oder in einer im Bestimmungsland bekannten Sprache abzufgssen ist. Es wird daher neuerlich darauf Msmerksam, gemacht, mit dem Beifügen, daß nur eine der folgenden fünf Verfügungen zulässig ist: 1. Daß das Paket sofort zurückgesendet werde; 2. daß das Paket demseliben Empfänger nach einem anderen Orte uachgosendet iverde; 3. daß das Palket an einen anderen Empfänger ausgeisolgt werde; 1. daß die Unbestellbarkoit des Paketes gemeldet werde; 6. daß das Paket aus Gefahr des Absenders verkauft oder uls preisgegdben behandeli werde. * Sonn- und Feiertagsverkehr auf der Südbahnstreckc. Die Bundesbahnfeirektion Südwest teilt mit: Um die Touristen und Ausflügler an Sonn- und diesen gleichgehaltenen Feiertagen vom Verkehr oder Entfall der in den Fahrplanblättern 6 und 9 mit der Bemerkung „Verkehrt an Sonn- und Feiertagen bei günstigem Sportwetter" angeführten Züge 733, 736 und 738 in verläßlicher Weise zu verständigen, chaben wir veranlaßt, daß an Sonn- und Feiertagen in den Einleite- und Ausenthaltsbahnhöfen der genannten Züge bei Verkehr derselben Ankündigungen angebracht werden, aus welchen Zugnummer und Abfahrtszeit zu ersehen ist. Der Entfall dieser Züge wird nicht besonders verlautbart. Wir machen gleichzeitig ansmerksam, daß diese Züge vorzugsweise als Wintersportzüge anzusehen;ind, deren Führung wir aus wirtschaftlichen Gründen im allgemeinen erst bei Belebung des Ausflugsverkehres durch den Wintersport gewährleisten können. * Das Ein-Kellner-Shstem kommt. Wie der „Handel" mitteilt, plant die Vereinigung der Wiener Hotelbesitzer, in ihren Restaurants das anderswo schon längst bestehende Revierteil n ersy st ein einzufiihren, so datz die Gäste nach Einführnng dieser Reform es nur mit einem Kellner zu tun haben werden, der gleichzeitig die gesamte Bedienung als Getränke- und Speisenkellner und auch did Verrechnung'als Zählkellner vornehmen wird. Hingegen stehen die Hotelbesitzer in der Trinkgeld frage nach wie vor auf dem Standpunkt, daß eine Trinkgeldablösung nicht erfolgen könne, weil die Bedienung darunter leide und es sich vor allem manche Gäste nicht nehmen ließen, trotzdem ein Trinkgeld zu verabreichen. Aus diesem Grunde und nicht zuletzt deshalb, weil bisher mit der Trinkgeldablösung in anderen Landern die schlechtesten Erfahrungen gemacht worden sind, wird.am Trinkgelde nicht gerüttelt werden.; * Die Firma Schuhhaus Dorn, % Bez.. Tckbovstraße 8, hat die weltberühmten Schweizer „Bally"-Schuhe und die ena-' lischen Hazelschuhe in neuester Form für den Herbst erhalten, welche auch weiter für nreine werten Kunden billiast Me- Vnartdvo'n ' n %