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Wiener Morgenzeitung · 1925-10-14 · Heft 2386 (14.10.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2386 (14.10.1925)
Date
1925-10-14
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. m Men, MiitwoH Wienev Myraenzelluna 14. Oktober 1925 mt Flugzeuge. Die •mobcrnc Ausrüstung scheint uun dein Kapitän Mac Millan die Durchführung seines gesamten Programmes, das sonst Jahre erfordert hätte, binnen drei Monaten erniöglicht zrt haben. Wien. 14. Oktober. * Das Wetter. Der gestrige Tag begann bewölkt. Am Morgen gab es leichte Niederschläge. Nachmittags begann es sich auszuheitevn. Die Voraussage meldet: Meist trüb, zu R-egen neigend, kalt. * Die Lebenömittelmärkte. Die rückgängige Bewegung auf den: Montaa-Rindermarkt in St. Marx fand auf den: gestrigen, Lckendschweiuemavkt eine Fortsetzung. Rindfleisch, Schwemeflersch uird Fettstoffe dürfte:: daher im Laufe der Wock-e im Preise herabgesetzt werden IN: Großhandel wurde gestern in der Großmarkthalle, wo 14 Waggons einlangten, Rindfleisch stellenweise billiger abgegeben. ' Der Naschmarkt wurde, reichlicher beschickt. Mit Ausnahme von Spinat, der neirerlich mäßig im Preise anaezogen hat, blietben alle anderen Gamüsesorten unverändert. Mit Obst, namentlich mit Achseln urub Weintrauben, war der Markt reichlich versehen. * Die Wirtschaftspolizei wartet ab. Bei der Wirtschaftspollzei sind seit der am Montag in Kraft getretenen Erhöhung der Preise in beit Kaffeehäusern bereits Anzeigen des Inhaltes , eingelausen, daß die Preiserhöhung in einzelnen Kaffeehäusern bis 16 Prozent beträgt, während es bekanntlich hieß, daß sich die Lohnechöhung des Personals nur iu einer Preiserhöhung von 2.8 Progent allswirken dürfe Die Wirtfchaftspolizei hat die Erhebungen über die Anzeigen vingeleitet und wird gegebenenfalls einschreiten. * Die Kaualröumnngsgebühren unverändert. Für den 'Monat Oktober bleiben die KanalränmunasgebHen unverändert. Sie betragen das Fünfundzwanzigfache des Monatszi uses, der für August 1914 gezahlt Wochen ist. * Der Sowjetchauffeur in einer Seipel-Versammlung. Montag abends fand im 9. Bezirk eine christlichfoziale Versammlung statt, in der auch der frühere Bundeskanzler Doktor Seipel sprach. Die Versammlung war sehr stark besucht. Plötzlich wurden Zwischenrufe laut und ein Mann begann zu stänkern, der, wie sich dann herausstellte, der Chauffeur der hiesigen Sowjetgesandtschast und ein bekannter Kommunist ist. Er hatte sich zur Versammlung Zutritt verschafft. Trotz aller Ermahnungen verhielt er sich nicht ruhig, bis die durch sein Verhalten erregten Anwesenden über ihn Verfielen und ihn verprügelten. Dann wurde er aus dem Saale geschleppt und in ein neben dem Saale befindliches Klosett gesperrt. Dort ließ man ihn bis zum Schluß der Vevsammlung. worauf die Air wieder geöffnet und der Mann in Freiheit gesetzt wuvde. * Vom Keren Kajemeth. Alle Keren-Kajemeth-Komnussäve werden höflichst ersucht, die Büchsenleevung bis spätestens Donnerstag den 15. d. zu verrechnen. ■ * Gründung eines jüdischen Frauenwohltätigkeitsvereins im 10. Bezirk. Im April o. I. ist im 10. Bezirk auf Anregung der Frau Rabbiner Dr. A. L. Mandel und' mit Hilfe opferwilliger Frauen ein jüdischer Frauenwohltätigkeitsverein gegründet worden, der heute schon nahezu 400 Mitglieder umfaßt. Durch besondere Aufopferung bei Vorstandsdamen sowie mrt Hilfe von großen Möschen Institutionen, wie der Weiblichen Fürsorge und AlterMrsorge sowie der Zionistischen Iugendgruphe Mödling und ihrem Führer Herrn Ephraim Nieswreki, ist es dem jungen Verein gelungen, arm« Kinder nach Mödling und Vöslau zu schicken, Krame, Wöchnerinnen,, Greisinnen ulfw. zu unterstützen. Um dke segensreiche DätWit dieses Vereines erweitern zu können, werden edel-, denkende Frauen des 10. Bezirkes gebeten, sich diesem WohltätiiMtsverein amuschbießen und den MstMedsbeitrag, welcher 6 Schilling vry Jahr beträgt, an die Kassierm Frau Ober-' ikantor Sophie Schlesinger, 10. Bez., Humboldtgasje 42, gelangen zu lassen. , . * Leichenschürchrmg. In der Fvredhosskapelle in Spandau ber Berlin wurde eine furchtbare Leichenschändung verübt. Ein Sarg, in dem ein wenige -Tage vocher operiertes 24ijähriges Mädchen lag, wurde erbrochen und der Leichnam geschmiedet. Der unbekannte Täter ging mit so entsetzlicher Brutalität vor, daß die Operationswunde wieder anfbrach und neben der Lerche noch Fleischstücke vovgefunden wurden, die er aus der Wunde herausgerissen hatte. * Großfeuer kn Jnzersdorf. Gestern gegen abends brach aus bisher noch unbekannter Ursache in der Wienerberger Zivachabrikz A.-G. in ImerSdovf, Triesterstvaße 106, ein großer Brand aus, der nach mehrstündiger Löscharbeit. der Wiener Feuerwehr Md der freiwilligen Feuerwehren aus der Umgebung geUcht werden koWte. Da die Objekte hauptsächlich HoMonstruktionen sind, war die Gefahr einer weiteren Ausbreitung sehr groß. Der Sachschaden geht in die Mlliarden. * Ein Rieftneinbruch in Mödling. In der Zeit vom 10. bis 12. d. wurde in der Billa des Privaten Bruckner in Mödlings BvWerstraße 74, ein Einbruch verübt. Die Täter haben die Billa förmlich cmsgepWndert und Schnmckstücke, Pelze und Valuten im Mndestbvtrag von einer Halden Milliarde Kronen gestohlen. * Die Selbstmörder. Der Geschäftsführer des Etaiblisse. illents Leopoldi-Wielental, der 68jährige Wilhelm Bauer, hat sich Montaig nachmittags auf dem jüdischen Friedhöfe in Baden erschossen. Er war in der letzten Zeit krarck und bezog reinen Gehalt. Im Angartenpaläis hat sich gestern früh oer Kammerdiener des GeneraNoünmissärs Zimmerman, der 27jährige Leopold Wohlmann, durch Leuchtgas vergiftet. Er hatte wegen der beginnenden teilweisen Auflösung des Haushaltes des Generalkommissärs die Entlassung erhalten. — Montag vormittags wurde der 30jährige vöstenlose Bankbeamte Dr. E. B. in seiner Wchnung auf der Wieden von seiner Mutter erschossen aufgefunden. Er dürfte wegen mißlicher finanzieller Verhältnisse den Selbstmord begangen haben. — Gestern nachmittags hat sich die SSjährvge Private Grete D. in ihrer Wchnung in der Hungerbexgstraße in Grinzing wahrscheinlich aus Melancholie erhängt. — Die 55jährige Köchin Molfine Girl hat sich durch Leuchtgas vergiftet. * Ein nachgemachtes Paradies. Nachdem man sich so lange Zeit vergeblich 'bemüht hat, das Paradies auf Erden zu entdecken, -und überall Mtellen mußte, daß die Erde nichts ist als ein Jammertal, wollen einige Geschäftsleute, natürlich Amerikaner, ein künstliches Paradies errichten. Sie haben zu diesem Zweck eine Korallewinsel. die zu btt Hawaeschen Gruppe gehört, gepachtet. Das Paradies wird dann den Touristen aus allen Ländern der Welt zugängig sein. Zunächst sind hervorragende Persönlichkeiten in foen Landern des Pacifics aMefordert worden, das Paradies mit Frucht- und Zrevbäumen, die in Men Ländern wachsen, zu Wchen'ven. Der Bruder des Königs von Siam, Prinz Ghandaburri, Öte persönlich auf dieser Insel oimn Baum, der aus dem rschen Dschungel stammt und von der' Wissenschaft bisher noch nicht klassifiziert worden ist. Ob in diesem Paradies das Adamskostüm Migatorisch oder bloß sakuliativ , ist, ob ein Erzengel aufpaßt, ob man verbotene Früchte nascht, ist aus den Prospekten der Göfellschaft nicht ersichtlich. Aber jodenifalls wird ncks' dieses nachgomachte Paradies das ,/verzovene" picht erjetzen, .- Vereine, Bortriigr unv Versamminngm. M a i m o n' i d e 8 i n st i t';u t] 8. Bez., Hetzgässe 40. — Atittwoch,^ 14. d., Eröffnung des Wintersemesters, halb 7 Uhr abends, Rabbiner Dr. A. K a m i n ka: „Die dreizehn Glaubensartikel, ihre Vorgeschichte und ihre Geltung m Judentum". — Englisch-sozialer Verband. Ab 16 d. jeden Freitag, halb 9 Uhr abends, Versammlung im Cafe' Landtmann. — Zionistische Bezirksorganisation Brigittenau. Heute Mittwoch um 8 Uhr abends im Sektionslokal (Klubzimmer Cafe Holpern, 20. Bez., Gaußplatz 11), Ausschußsitzuna. Tagesordnung: 1. Konstituierung. 2. Eventuelles Um pünktliches Erscheinen wild gelbeten. — Zionistische Arbeit 8 g e m e i n s ch a f t. Morgen, 8 Uhr abends, im Heim der |l l U 1} t. lyülllt UH V2>U'|C 'CUVl'UllU, ö ^1/tü'fcU’yuuw wj 8 Uhr abends, Generalveri'amrnluna. Dagesovoilung: 1. Rechenschäftsbericht. 2. Wahl des Präsidiums. 3. Eventuelles. — Akadent i'fch er Land esv erband. Heute, 8 Uhr abends, Sitzung auf der Bude der I. A. V. Ivria (9. Bez., Glasergasse Nr. 4 a). Wichtige Tagesordnung. Die Zionistische Bezirkssektion Alsergrund veranstaltete ain Sonntag im Cafe Metropöl eine Simchach-Whora-Feier für die jüdischen Kinder des 9. Bezirkes. Der Saal war überfiillt. Herr Rabbiner Dr. Schwarz sprach über die Bedentüng des Festes. Herr Hajos Wolinvirtuost) erfreute M und jung durch seine Weisen. Herr Balagur (Reinhardt- Bühne) trug einige Gedichte vor. Einen Separatapplaus holte sich Frau Lchverin Haber mit ihrer Mäldchengvuppe für ihr Programm: ,/Von den Kindern für die Kinder". Herr Oberkantor Postolow brachte in meistechafter Weise einige jüdische Volikslieder zum Vortrag. Am Schluß der Feier sangen die Kinder die Hatikwah. Revisionistischer Jugendbrrnd in Wien. Bor kurzen! wurde in Wien ein revisionistischer Iugendbund Histadruth Hazofim gegründet. Der Bund, welcher dem allweltstchen Beüband Brich' Haschomer in Paris angchört, vollzieht seine Tätigkeit in den Formen der Psadsinderbeweguug, sieht es aber als seine hauptsächlichste Aufgabe an, national-jüdisches Bewußtsein, Kenntnisse und Erziehung unter seinen Mtgjliodern zu verbreiten. Im Aufruf heißt es u. a.: ,^Wir wollen unsere Mitglieder mit der allgemeinen Lage des jüdischen Volkes und der zionistlscheu Bewegung in der Galuth und Erer Israel bekanntmachen, wir wollen sie für Erez Israel vovoereiten, indem wir sie hebräisch lernen und l a n d w i r t s ch a f t l i ch ausbilden lassen, aus Berussumschichtung und auf allgemeine körperliche AusbWung dringen, wir wollen sie in elme innere uüd wirkliche Beziehung zur allgemeinen Jugendbewegung bringen, wir legen den größten Wert auf Wanderungen. Bis zu dem Zeitpunkt, wo wir selbst hinMtergehen können, wollen wir Arbeit für Palästina leisten, indem wir uns an den Sammlungen für den Keren Kaie me t h l'J s r a e l beteiligen." Anmeldungen sind zu ’ richten an Bertold Rosenstock, 9. Bez.» 'ClusiuKgasse M. Bühne und KM. „Wie werde ich meine Frau los?' / Rolandvührre. Die treffliche Satire von Otto Ernst Hesse, welche sich wohl mit Absicht der Diktion Kaisers mtd Sternheims bedimt (teils, teils) wurde, jetzt mit Glück iu den Spielplan der Roland'bühue aufgenonMen und man lacht drei Mte lang. Eugen Jensen, einer von btn Prominentesten, de>m längst schon die Ehren KuLommen müßten, welche man den ganz berühmten GastspieMMsrn erweist, hat schon, früher mit seinem Professor Pergamenter entzückt und. ist seither womöglich noch bester geworden. Dieser im Ehejoch seuszende, nach Freiheit schnappende, über die -Tauglichkeit zu neuM Liebesglück erschreckte Schulmeister ist zum Schreien komisch und in seiner gütigen Zartheit Mhrend. Mit Mioe Lach, die überaus sein zu pointieren verficht, und Else Fr übel in der Rolle des bösartigen Hausdrachen, vereinigt er sich^ wieder zu einem herrlichen Trifolium. Neu Ernst Neu Hardt in der Rolle des vom Schönlheitsrmsch befallenen philiströsen Oberlehrers. Er macht seine Sache gut und die übrigen Mittvivkendeu stören nicht. A. Ae Aohann-Strauß-zentenarfeier. An dem Huldigungsakt, der am Zentenartag vor dem Johann-Strauß-Denkmal im Stadtpark vor sich gehen wird, nehmen Bundespräsident Dr. Hainisch, Bundeskanzler Dr. Ramek, Unterrichtsminister Dr. Schneider und Bürgermeister Karl Seitz teil. Am Vortage, Samstag den 24. d., 3 Uhr nachmittags, wird durch den Wiener Schubertbund die Enthüllung einer Gedenktafel an dem Hause Praterstraße 54, in welchem Johann Strauß den Walzer „An der schönen blauen Donaü" geschrieben hat, erfolgen. Am Abend des 24. findet die „Alt-Wiener Johann-Strauß-Soiree im Konzerthaus statt. Zu den offiziellen Veranstaltungen zählt auch die Johann- Strauß-Ausstellung,- die in den Räumen der städtischen Sammlungen im Rathaus Samstag den 24. d. eröffnet wird. Die im Hauptmünzamt ausgeprägte Bronzeplakette gelangt ab Sonntag zum allgemeinen Verkauf. fcOipfi üm inn d^jdd -ddö m wn/iß» si^v 'irxn bnpn '»V m : doti tnay oneo new D>»nn D'W - .v pntaDfc 3 wensn wi n» n^D v\mn niian uv S 910 omsD — ipDi^eo nun: 8 17 50 v'212 'W 8 14 — |^DV tow niiöD w - 3 .b ♦' vn nwmm maj;n nwt\ mywpD teV w nn*iB3 n'rtiWK nmiaD^n rrin^ns t^npn-^ns no^nn xwbv p^>n — Djn mnaon S 20-90 12 1115^12 D'pis ^«1 — *pi2 3 TI niJiD2i isvn 'N22 Iivi»nn utA n^«i iso D^DQj/n ifiDJi »ri2 6*20 13-nm. ’ «Ipon W ~ P'»tfl^2^10 .D nwo yw Wid on^nvöip^ ty-ipn '2N2^ mm im töiiBD niißöi rmiDnn rwis ibid21 pi yw m m piro S 43*20 12 8 25 20 {113132 «ipon mp2 nn^in — 21^211 .n p'Pta'2iViD .v •Kip»n 'yiD^ :jw*n 110 8 5 40 mxvl.1 1B2 — 1^B312 .{1!-vv kiiiv^m niBnini nriT3n nipiiuv wiin'n m: iy Dia'BN DDi'tsi« pro :Mi yo S 10*80 mip3«2 D'DU«n nsir iy »^ßin ni?a pro w *p S 14*40 ni^ IBS — Ki»y pK^pyr- {2 n«kv '21 (N12«1v^1 2«N3) 1B^»N' jVX ]2 .ftKD nnpni 8122 DJ? nn2J?V V31N2 S 7'80 Buchhandldn^ R. LUwIt (Versandabteilung) Wien I., Fleieciimirkt I. Aus den Theatern. B u r g t h e a t e r. Morgen, 7 Uhr abends, neu einfltt^ert, „Romeo u n d Juli a". A k a d e m < e t h e a t e r. Morgen, Va8 Uhr abends, „Unverhofft". Operntheater.. Morgen, 7 Uhr abends, „M a rg a r e t e" (Faust). Theaterin der Josef st ad t. Freitag „M e i it „ater Hat recht geh ab t" von Sacha G u i t r y und Herrmann T h i m i g. , Raimund-Theater. Die Proben zu der nächsten Novität «Die weiße Fracht" untrr der Inszenierung Arnold K 0 r f f r haben bereits begonnen. Morgen sindet die letzte Vorstellung von «D e r K r e t d e k r e i s" statt. Freitag gelangt M 0 l n a r S Lustspiel ^Der gläserne Pantoffel" in der Besetzung deS Deutschen VolkStheaterS zur Darstellung. «Ml £Mw (MM klage wirft ihm vor, gleich zu Beginn des Krieges m dsni unweit der deutschen Grenze gelegenen belgischen Ort Moresmen den Befehl erteilt zu haben, einen Landwirt ohne gerichtliches Verfahren zu. erschießen, weil im Hause des beil-gischen Landwirtes eiOMaübertgewchr gefunden woÄen fei. _ Radioprogramm. Heute Mittwoch. 4 Uhr 10 Min.r Märchenwelt der kleinen. Gesprochen von Me Godeck und Dora Mittosich. — b Uhr 10 Min.r Nachmittagskonzert. Die heitere OnveMre. Supvä r Leichte Kavallerie $ Offenbach r Orpheus in der Unterwelt; Strauß r Prinz Methusalem; Lincke r Frau Luna.— 6 Udr 45 Min. bis 7 Uhr 50 Min.: Radiovolkshochschule. — 6 Uhr 25 Mtn.r Kunstgeschichte III. Kurs, gehalten von Untv.- P'vf. Dr. HanS Tietzer Kretische und mykenische Kunst: Grietiiche Maleret. — 7 Uhr r Musikkurs gehalten von Dr. Richard ltöhr, Prozessor an der Staatsakademie für Musik und darstellende Kunst. Musikalische Formenlehre. — 8 Uhr: „Stahl und Stein", Dollsstück in drei Akten (fünf Bildern: von Ludwig Änzengimber. In Szene gesetzt von Oberspielleiter Eduard Köck. Mttwirkend die Kräfte der Exlbühne. — 10 Uhrr Heitere Abendmusik. __ Gerichtssaal. per Mordprozeß Prusch». Der zweite Verhandlungstag. Zu Beginn der gestrigen Vechandluug führte der Vev teidiger Dr. Preßburge-r Ms: Die SchicksLlszeugin gegen die Angeklagte Pruscha ist bis zur Stunde noch immer die Zeugin Kallinger, das ist die Zeugin, die die Geschichte von dem L a m p e n - 0 ch i erzählt hat. Dr. Preßbuvger bemeM,ddß das Vorleben der Kallmger ihre Glaubwürdig- 1k«it auf das schwerste zu erschüttern geeignet sei. Sie sei!, wie einwandfreie Leute angeben, eine Trinkerin. Die Kallinger habe anscheinend die Geschichte vom Lampendocht aus der Zeitung gewußt. Es handle sich offenbar um eine Autosuggestion. Die Kallinger genieße den schlechtesten Ruf. StaaiSanwält Doktor Wagne-r erklärt, daß die Kallinger vor den<Geschwomen einen guten Eindruck gemacht habe. Ueiber den Antrag deS Verteidigers, die Vorladung von LeumnndsMoeu über >die Kallinger vorzunchmen, werde der Gerichtshof später einen BöMuß kaffen. Dr. Vreßburger tetl-te auch nrit. daß er von

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